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D.R.R. ist t.o.t. – Oder warum „Software as a service“ nicht immer eine gute Idee ist

Die nächste Pleite steht morgen an. Diesmal ist keine Microstock-Agentur oder alteingesessene Bildagentur an der Reihe, sondern die Firma „Digital Railroad„, eine Art Fotografen-Portal, wo Fotografen gegen eine monatliche Grundgebühr ihre Fotos präsentieren und verkaufen konnten.

Ab Freitag, den 31.10.2008, 20 Uhr (MEZ) soll die Webseite wahrscheinlich komplett geschlossen werden. Das bedeutet auch, dass Fotografen, die ihre Daten nicht gesichert haben und nur auf der DRR-Webseite anbieten, danach das Nachsehen haben werden.

Dieser Fall beweist wieder, dass das Geschäftsmodell „Software as a service“ zu unsicher ist, um sich langfristig darauf verlassen zu können. „Software as a service“ bedeutet, dass die Software, in diesem Fall ein Verkaufs- und Präsentationsprogramm mit Webseite für Fotografie, nicht gekauft, sondern „gemietet“ wird.

Der große Nachteil ist jetzt ersichtlich geworden: Wenn die Firma den Service nicht mehr anbietet, gehen im ungünstigsten Fall die Inhalte mit verloren.

Auch Microsoft, Google und Konsorten versuchen ja, in das „Software as a service“-Geschäft einzusteigen, indem sie meist kostenlose Office- oder Grafikprogramme im Internet anbieten statt die Computerprogramme zu verkaufen. Wer diese nutzen will, sollte sich also vergewissern, dass eine gute „Import/Export„-Funktion für seine Daten vorhanden ist.