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Viele Geschenkideen für Fotografen zu Weihnachten

Jedes Jahr gibt es die Listen für Leute, wel­che nicht wis­sen, was sie sich oder ihrem liebs­ten Fotografen oder ihrer liebs­ten Fotografin schen­ken sol­len.

Deshalb habe ich in den letz­ten Jahren eini­ge hilf­rei­che Listen erstellt, um euch Vorschläge zu machen.

Dieses Jahr will ich nur kurz auf die vier schon vor­han­de­nen Listen hin­wei­sen. Wozu auch immer das Rad neu erfin­den wol­len?

  1. 10 (und noch viel mehr) Geschenkideen für Fotografen zu Weihnachten

Da eini­ge der Listen schon eini­ge Jahre alt sind, sind eini­ge Produkte viel­leicht nicht mehr erhält­lich. Aber selbst dann habt ihr viel­leicht eine neue Idee bekom­men, die ihr wei­ter ver­fol­gen könnt.

Viel Spaß bei der Suche!

Pimp My Stock: Bildbesprechungen von Stockfotos 50

Wow! 50 Folgen schon mei­ner Serie „Pimp My Stock!“ Das hät­te ich nicht erwar­tet, als ich sie vor knapp neun Jahren ins Leben geru­fen habe. (Was, neun Jahre ist das schon her?)

Was ist „Pimp My Stock“?
Vor zehn Jahren habe ich mich auf eini­gen Fotocommunitys rum­ge­trie­ben, die alle ein ähn­li­ches Schema hat­ten: Fotos wur­den ent­we­der mit „Toll, wow, groß­ar­tig“ kom­men­tiert oder gar nicht. Falls mal ernst­haf­te Vorschläge zur Verbesserung kamen, wur­den die­se vom Fotografen meist abge­bü­gelt mit „Das soll so, ist Absicht!“.

Selbst wer als Fotograf wirk­lich wis­sen woll­te, wel­chen kom­mer­zi­el­len Wert sei­ne Aufnahmen haben, bekam in die­sen Fotocommunitys sel­ten Hilfe, weil vie­le der Leser Hobbyfotografen waren, die wenig Erfahrung mit dem Bilderverkauf hat­ten.

So kam mir die Idee zu „Pimp My Stock!“. Leser kön­nen mir hier ihre Fotos schi­cken, wel­che ich öffent­lich mit Blick auf ihre Verkaufschancen beur­tei­le und Tipps gebe, wie sie sich even­tu­ell ver­bes­sern las­sen. Hier geht es nicht um Lob, son­dern um nütz­li­che Kritik, wel­che die Annahmechancen bei Bildagenturen ver­bes­sern soll. Da ich seit mitt­ler­wei­le 12 Jahren nichts ande­res mache als Bilder über Agenturen zu ver­kau­fen, gibt es bei mir Tipps aus der Praxis.

Wer eben­falls kos­ten­los mit­ma­chen will, fin­det hier alle not­wen­di­gen Informationen.

Wie der Zufall so spielt, gibt es pas­send zum Jubiläum ein beson­de­res Schmankerl.
Stefan hat mir sei­ne Fotos geschickt, die auf den ers­ten Blick alle sehr stock­taug­lich aus­se­hen. Aber las­sen wir ihn vor­her zu Wort kom­men:

Hallo Robert,

ich hei­ße Stefan und bin gelern­ter Fotograf. Mitte 2015 habe ich beschlos­sen, ein biss­chen Stockfotografie zu machen und habe dann erst mal neben­bei 6 Shootings dafür gemacht. Mitte 2016 habe ich beschlos­sen das Ganze noch stär­ker zu betrei­ben. Also habe ich noch mehr Stockfoto‐Shootings gemacht. Mittlerweile habe ich ein Portfolio von ca. 1200 Fotos bei Shutterstock und Fotolia.

Von eini­gen Bildserien habe ich bis­her aller­dings fast kei­ne Verkäufe, obwohl ich mir von den Motiven mehr erhofft hat­te. Die Bildserien, von denen ich dir je 1–2 Beispielfotos schi­cke, bestehen meist aus ca. 50 Fotos, haben aber über meh­re­re Monate ins­ge­samt unter 10 Downloads. Vor allem von den Downloadzahlen bei der Serie mit der Weihnachtsfamilie, den Sportfotos und den 4 Mädels bin ich ent­täuscht.

Vielleicht kannst du ent­de­cken, was ich falsch gemacht habe? Liegt es am Motiv? Haben die­se ein zu unspe­zi­fi­sches Thema? Oder liegts am Bildaufbau? Oder viel­leicht an der Verschlagwortung (die Schlagworte fin­dest du in den Metadaten der Fotos)?
Oder hab ich irgend­was ganz ande­res ver­mas­selt?

Ich fän­de es super, wenn du dich dem Thema in dei­ner Pimp My Stock Reihe wid­men könn­test. Dass du Stock‐Einsteigern so den Einstieg erleich­terst, find ich toll 🙂

Liebe Grüße
Stefan“

Schauen wir uns mal die Bilder von Stefan an.

Vorab:
Alle Bilder von Stefan sind auf den ers­ten Blick gut ver­käuf­lich. Es sind People‐Lifestyle‐Bilder, also genau das, was Bildagenturen am meis­ten ver­kau­fen, ein Thema oder Konzept ist immer leicht erkenn­bar und die Umsetzung ist tech­nisch sau­ber. Dennoch haben die Bilder alle kaum Verkäufe. Da müs­sen wir uns mal genau anschau­en, was der Grund sein könn­te.

fami­ly unboxing christ­mas pres­ents in front of christ­mas tree

Die Titel las­se ich mal drin, weil sie auch ein Merkmal sein könn­ten, was eine Rolle spielt. Aber auch hier scheint auf den ers­ten Blick sau­ber gear­bei­tet wor­den zu sein. Einziger Vorschlag von mir wäre, „christ­mas gift“ (32 Mio. Treffer bei Google) statt „christ­mas pre­sent“ (nur 19 Mio. Treffer) zu ver­wen­den, weil es gebräuch­li­cher ist.

Zum Motiv:
Lachende Familie packt Weihnachtsgeschenke aus? Sollte laut mei­ner Keyword‐Analyse weg­ge­hen wie war­me Semmeln. Die Tücken lie­gen wie immer im Detail: Zuerst die Eltern: Der Mann schaut starr ins Leere anstatt sich am Glück sei­ner Kinder zu erfreu­en, die Mutter ist etwas zu sehr hin­ter der Tochter ver­steckt. Die Spitze vom Weihnachtsbaum ist abge­schnit­ten und durch die gan­zen dunk­len Blau‐ und Schwarztöne der Kleidung ver­schwimmt die Familie im Thumbnail zu einem dunk­len Haufen.

Viel stö­ren­der ist jedoch die feh­len­de Weihnachtsatmosphäre beim Licht. Die Beleuchtung wirkt rela­tiv kühl und wie in einem Möbelhaus, nicht die fest­li­che Heiligabendstimmung, mit der Firmen im Romantiktopf rüh­ren wol­len.

Ich habe mal in einer Minute die Farben etwas wär­mer gemacht, eine Vignette drü­ber­ge­legt und einen Lens Flare, dann bekommt das Bild schon eine ganz ande­re Stimmung:
Als Keywords ent­hält das Bild die­se 14 Begriffe:
„christ­mas; fami­ly; gifts; laugh; child­ren; hap­py; christ­mas tree; advent; home; cele­bra­te; unpack; holi­day; boy; girl“.

Auffällig ist, dass Englisch ver­wen­det wur­de. Meiner Erfahrung nach lohnt es sich wei­ter­hin, für Fotolia in deut­scher Sprache zu ver­schlag­wor­ten und für Shutterstock dann ins Englische zu über­set­zen. Die 14 Begriffe sind alle sehr akku­rat und zutref­fend, wobei ich mehr gewählt hät­te. Es feh­len noch Begriffe wie „peop­le, cele­bra­ti­on, pre­sent, mother, deco­ra­ti­on, hap­pi­ness, daugh­ter, smi­ling, woman, sur­pri­se, fun, xmas, child­hood, tog­e­ther, father, love, joy, son, giving“.  Damit wären wir bei 33 Begriffen, was eine super Menge ist für sol­che Bilder.

fami­ly deco­ra­tes christ­mas coo­kies

Auch beim zwei­ten Bild der Serie sind mei­ne Kritikpunkte ähn­lich. Der Mann schaut eher zu als mit­zu­hel­fen, sein wei­ßes Hemd lässt ihn mit der Kleidung des Jungen ver­schwim­men, die Mutter ver­deckt den Weihnachtsbaum, bei­de Kinder schau­en etwas zu ernst und die brau­ne Dose vor­ne im Bild lenkt etwas ab. Dazu kommt wie­der der küh­le Lichtaufbau.

Zu den 15 Keywords „bake; christ­mas coo­kies; deco­ra­te; fami­ly; child­ren; christ­mas; gifts; hap­py; christ­mas tree; advent; home; cele­bra­te; holi­day; boy; girl“ wür­de ich die­se 16 Begriffe ergän­zen: „coo­kie, food, coo­king, kit­chen, baking, home­ma­de, peop­le, pre­pa­ra­ti­on, woman, deco­ra­ti­on, tog­e­ther, win­ter, sea­son, child, child­hood, gin­ger­b­read“.

group selfieAuch die­ses Gruppenfoto zum Thema „Selfie“ wirkt ober­fläch­lich super. Viele attrak­ti­ve Leute, moder­nes Thema, tech­nisch gut umge­setzt. Aber wie­der die Details: Die Haare der brü­net­ten Frau lie­gen etwas unge­ord­net, die Hot Pants sind vor allem dem prü­den us‐amerikanischen Markt ver­mut­lich schon etwas zu kurz, der voll­stän­di­ge täto­wier­te Arm der Frau links mag kon­ser­va­ti­ve­re Kunden abschre­cken, die Oberteile hät­ten statt den „Unfarben“ schwarz und weiß etwas abwechs­lungs­rei­cher sein kön­nen und so wei­ter. Das Licht ist auch wie­der etwas „stim­mungs­los“ und kühl.

Der Titel ist super knapp, schon ein „girl group smart­pho­ne sel­fie“ wür­de das Bild dop­pelt so auf­find­bar machen. Als Keywords wer­den wie­der 14 Wörter ver­wen­det:
„sel­fie; group; women; girls; sum­mer; city; fri­ends; hap­py; fun; life­style; urban; fri­endship; beau­ti­ful; young“.

Ich hät­te noch Begriffe wie „peop­le, taking, pho­to, vaca­ti­on, hap­pi­ness, smart­pho­ne, self, por­trait, teen­ager, pho­ne, came­ra, tech­no­lo­gy, tog­e­ther, mobi­le, tra­vel, pic­tu­re, tou­rism, tou­rists, stu­dents“, also auch wie­der 19 Wörter mehr.

shop­ping sale

Bei die­sem Bild gilt zum Thema Hotpants und Oberteile das Gleiche wie beim letz­ten Motiv. Außerdem hät­te hier eine gerin­ge­re Schärfentiefe die Gruppe bes­ser vom etwas unru­hi­gen Hintergrund getrennt.

Es wur­den dies­mal 15 Keywords ver­wen­det: „shop­ping; sale; women; city; girls; sum­mer; fri­ends; group; hap­py; fun; life­style; urban; fri­endship; beau­ti­ful; young“.

Mir feh­len da noch zum Beispiel noch 15 Begriffe wie „peop­le, fashion, retail, hap­pi­ness, custo­mer, sho­pa­ho­lic, bags, out­doors, hol­ding, clot­hing, buy, shop­per, street, cen­ter, con­su­me­rism“.

stret­ching run­ning legs

Was ist euch (hof­fent­lich) sofort bei der Betrachtung auf­ge­fal­len? Die Jogger oder das Haus? Oder bei­des?  Der Punkt ist: Es ist unklar, ob es ein Architekturfoto oder ein Sportbild sein soll. Weniger Schärfentiefe hät­te auch hier das Problem leicht gelöst.

Als Suchbegriffe wur­den dies­mal schon 18 Wörter bemüht: „stretch; legs; run­ning; sport; city; fit­ness; health; trai­ning; jog­ging; work­out; life­style; ath­le­te; exer­ci­se; peop­le; sports­we­ar; sports­man; sports­wo­man; coup­le“.

Da fehlt mir noch min­des­tens „run­ner, woman, man, healt­hy, urban, ath­le­tic, jog­ger, fit, active, street, out­doors, spor­ty, exer­cis­ing, activi­ty, road“, also 15 Keywords.

hap­py coup­le in park with copy space at sky

Glückliches Pärchen im Park: Mir fällt auf, dass die Haltung der bei­den Personen nicht so ein­deu­tig erkenn­bar ist. Trägt er sie hucke­pack, steht sie hin­ter ihm, springt sie hoch? Das kann von der Komposition bes­ser gelöst wer­den. Außerdem wür­de dem Bild etwas mehr Photoshop gut tun.

Wieder ein super­kur­zes Beispiel von mir: Ein Blauverlauf im Modus „Multiplizieren“ und ein Flare im Modus „Negativ mul­ti­pli­zie­ren“, schon hat das Bild eine viel som­mer­li­che­re Stimmung.

Als Keywords kamen die­se 15 Wörter zum Einsatz: „coup­le; sky; park; love; copy space; sum­mer; life­style; rela­ti­ons­hip; hap­py; young; out­doors; romance; date; boy­fri­end; girl­fri­end“.

Ich ergän­ze die­se 14 Begriffe: „woman, man, peop­le, tog­e­ther, natu­re, smi­ling, hap­pi­ness, roman­tic, fun, leisu­re, joy, autumn, vaca­ti­on, out­door“.

hap­py smi­ling busi­ness woman in down­town city crossing a street with mobi­le pho­ne

Auch die­ses Bild funk­tio­niert grund­sätz­lich. Die dunk­len, nicht sehr ein­la­dend wir­ken­den Ladenzeilen unten rechts wir­ken jedoch etwas abschre­ckend. Unklar ist auch, ob die Frau „Business“ sein soll oder „Freizeit“. Bei Business wäre die Tasche zu leger, bei Freizeit das Outfit zu streng.

Diesmal kamen die­se 24 Kewords zum Einsatz: „busi­ness­wo­man; city; busi­ness; woman; mobi­le pho­ne; down­town; skirt; smi­le; por­trait; pho­ne; young; street; hap­py; out­door; job; laugh; fac­ca­de; buil­dings; beau­ti­ful; blond; clerk; casu­al; blou­se; employee“.

Diese las­sen erah­nen, dass das Thema eher „Business“ sein soll. Zuviel sind auf jeden Fall die Wörter „fac­ca­de und buil­dings“. Wer nach Häusern oder einer Fassade sucht, wird ande­re Bilder im Kopf haben, die er sucht. Ähnliches gilt für „skirt“.

Ich wür­de noch die­se 12 Keywords ergän­zen: „mobi­le, urban, smart­pho­ne, com­mu­ni­ca­ti­on, tech­no­lo­gy, modern, out­doors, call, cell pho­ne, tal­king, tra­vel“.

short hai­red woman with hand on glas­ses

Im Thumbnail wür­den wir hier ein Portrait einer lächeln­den jun­gen Frau erken­nen. In der grö­ße­ren Ansicht sind jedoch das Lippenpiercing, der Nasenring und die Tunnel in den Ohren erkenn­bar. Auch die graue Haarfarbe bei der jun­gen Frau irri­tiert. Insgesamt sind das zusam­men mit der Vintagebrille alles Details, die Hipness und Coolness dar­stel­len sol­len. Der Hintergrund ver­mit­telt dies jedoch über­haupt nicht. Ein Freisteller vor weiß wäre hier sicher die bes­se­re Wahl gewe­sen.

Auch die Keywords spie­geln das lei­der nicht wie­der: „glas­ses; woman; fema­le; peop­le; por­trait; girl; tren­dy; short; hair; young; short hairstyle; gray; per­son; hap­py; beau­ti­ful; pret­ty; face“.

screa­ming girl with shop­ping bags

Gleiches Modell, glei­ches Problem. Die Piercings sind für etli­che Kunden ein­fach zu extrem, als vier­tes kommt das Zungenpiercing noch hin­zu. Das dunk­le Gebäude im Hintergrund wirkt auch eher wie ein lang­wei­li­ger Bürokomplex als wie ein auf­re­gen­des Shoppingzentrum. Bei den Keywords gel­ten die glei­chen Tipps wie beim Shoppingbild oben.

young busi­ness woman hol­ding hands in focus

Viele mei­ner obi­gen Kritikpunkte wur­den hier schon beher­zigt. Der Hintergrund ist unschär­fer, Lichtlecks brin­gen Atmosphäre ins Bild und die Haare lie­gen bes­ser. Mit 43 Wörtern wur­de hier auch nicht an den Keywords gespart. Sicher könn­te man hier und da über die Notwendigkeit eines der Begriffe dis­ku­tie­ren oder 2–3 wei­te­re erset­zen, aber ins­ge­samt ist auch die Verschlagwortung gelun­gen.

Insofern ist das ein sehr gelun­ge­nes Stockfoto. Wenn sich die Käufer da jetzt nicht wie wild drauf stür­zen, blei­ben lei­der trotz­dem noch meh­re­re mög­li­che Ursachen: Hohe Konkurrenz bei den Business‐Themen oder das Ranking bei den Bildagenturen.

Erkenntnis zum Schluss

Ich hat­te in der Folge 37 von „Pimp My Stock!“ schon mal einen gelern­ten Fotograf dabei und wie auch Stefan die­ses Mal wird deut­lich, dass die Leute danach wirk­lich gut foto­gra­fie­ren kön­nen. Eine Ausbildung in die­sem Bereich bringt also etwas.

Die Beispiele zei­gen aller­dings auch, dass damit nicht auto­ma­tisch „Stockfotografie‐Tauglichkeit“ gege­ben ist, dann die gol­de­nen Regeln der Stockfotografie wer­den ange­hen­den Fotografen nicht immer mit­ge­ge­ben. (Kurzer Werbeblock: Dafür kön­nen sie in mei­nem Buch „Stockfotografie“* nach­ge­le­sen wer­den.)

Damit wir uns nicht falsch ver­ste­hen:
Hätte Stefan sei­ne Bilder vor 10 bis 5 Jahren ein­ge­reicht, wären sie alle­samt Bestseller gewor­den. Garantiert. Bei der heu­ti­gen Konkurrenz haben selbst so hoch­wer­ti­ge Bilder wie die von Stefan es deut­lich schwe­rer, sich einen Platz in den Verkaufsrängen zu erkämp­fen. Deshalb muss jedes noch so klei­ne Detail sit­zen. Dazu gehö­ren lei­der auch die Keywords, die vie­len Fotografen schwer fal­len. Aber es hilft nichts. Wer hier schlu­dert, ver­schenkt kost­ba­res Potential.

Wie schätzt ihr Stefans Bilder ein?
War ich zu hart? Hättet ihr ande­re Tipps gege­ben?

* Affiliate

10 (und noch viel mehr) Geschenkideen für Fotografen zu Weihnachten

Wie jedes Jahr stellt sich die Frage: Was schen­ke ich einem Fotografen?

Um eure Suche zu erleich­tern, habe ich wie die ver­gan­ge­nen Jahre eini­ge Geschenkideen für Fotografen zusam­men­ge­stellt, damit ihr Weihnachten tol­le Geschenke über­rei­chen könnt.

  1. Plätzchen‐Ausstecher in Kameraform*
    camera-cookie-cuttersDiese süßen Keksformen könnt ihr ent­we­der direkt ver­schen­ken oder euch selbst kau­fen, um damit form­schö­ne ess­ba­re Kameras zu backen, die ihr dann wie­der­um ver­schen­ken könnt.
    Knapp 23 Euro kos­tet der Knabberspaß hier*. Wem das zu teu­er ist, fin­det hier* für ca. 7 Euro eine mini­ma­lis­ti­sche­re Alternative.
  2. Stoff in Kamera‐Optik*
    camera-canvasZum direkt Verschenken sicher weni­ger geeig­net, aber dafür ist die­ser Stoff umso bes­ser um selbst krea­tiv zu wer­den und dem Fotografen zum Beispiel einen Jutelbeutel mit Kameramotiven oder ein Shirt, eine Kameratasche o.ä. zu nähen. Für weni­ger als 15 Euro pro lau­fen­der Meter z.B. hier erhält­lich*.
  3. Reiningungsset für Kameras und Objektive*
    camera-cleaningMal etwas Praktisches zwi­schen­durch. Mit die­sem Reinigungsset von Zeiss gehö­ren Staubkörnchen oder Fettflecken auf dem Objektiv der Vergangenheit an. Das Set gibt es ca. 23 Euro hier*.
  4. Toilettenpapierhalter im Polaroid‐Look*
    toilet-cameraFür die Fanatiker, die ihre Kamera am liebs­ten mit aufs Klo neh­men wür­den, gibt es eben­falls etwas im Programm: Den lus­ti­gen Klopapierhalter im Look einer Polaroid‐Kamera. Bei der Qualität schei­den sich die Geister, aber ein Hingucker ist das Ding hier* für ca. 15 Euro alle­mal. Das dazu per­fekt pas­sen­de Klopapier gibt es übri­gens hier* für 5 Euro.
  5. Fußmatte mit Kamera-Bild*
    camera-doormatWenn man schon vor dem Öffnen der Tür sehen soll, dass hier ein wasch­ech­ter Fotograf wohnt, kann sich die­se schi­cke Fußmatte vor die Tür legen. Gesehen hier* für ca. 26 Euro.
  6. Mobiles Fotozelt (und Scanzelt)
    scanlioWelcher Fotograf freut sich nicht über ein klei­nes, hand­li­ches Lichtzelt, um eini­ge klei­ne Produkte bes­ser ablich­ten zu kön­nen? Auch wer wie ich sei­ne Papier‐Modelverträge nicht mehr scannt, son­dern mit dem iPhone und einer App wie Scanbot abfo­to­gra­fiert, wird damit glück­lich wer­den. Gibt es hier* für ca. 25 Euro. Wer das Ganze übri­gens auch noch beleuch­tet haben will, fin­det hier* eine deut­lich pro­fes­sio­nel­le­re Variante, die dann aber auch mit knapp 130 Euro zu Buche schlägt.
  7. Spardose in Objektiv‐Form*
    camera-spardoseDie meis­ten Fotografen wün­schen sich doch ins­ge­heim ein neu­es Objektiv. Hier* gibt es eins für ca. 9 Euro, wenn auch als Spardose gedacht. Aber damit kann man ja für das rich­ti­ge Objektiv spa­ren.
  8. Eeneloop‐Akkus in bun­ten Farben*
    eeneloop-tropicalIch schwö­re auf die­se Akkus! Der Batterierverbrauch von Fotografen ist chro­nisch hoch und Akkus sind da ein­fach bes­ser für die Umwelt. Diese Akkus ent­la­den sich fast nicht selbst und hal­ten dadurch merk­lich län­ger. Es gibt eini­ge ver­schie­de­ne Varianten, als Geschenk fin­de ich die­se bun­ten hier* am bes­ten für ca. 20 Euro. Extra‐Tipp: Am bes­ten ist es, zwei Packungen davon zu ver­schen­ken, weil man dann gleich je zwei farb­lich pas­sen­de Batterie‐Sets hat und bes­ser erken­nen kann, wel­che zusam­men­ge­hö­ren.
  9. Fotobücher*
    peter-lindbergh-bookFotobücher gehen immer als Geschenk. Je nach Fotograf ent­we­der als Sachbuch zum Fotografieren ler­nen oder als Bildband zum Inspirieren und Träumen.
    Für Fans von spon­ta­ner Analog‐Fotografie viel­leicht inter­es­sant: Mein Kollege Ben Hammer sam­melt gera­de hier per Crowdfunding für sein ers­tes Fotobuch, wird aber erst nach Weihnachten fer­tig. Wer bes­ser in Photoshop wer­den will (oder soll), kann in „Die Bildlooks der Profis“* rein­schau­en, wer oft mit Models arbei­tet, dem kann ich nur zum neus­ten „Posen!“-Buch raten (aus­führ­li­che Rezension kommt bald hier im Blog). Inspiration lie­fert zuver­läs­sig der Fashion‐Fotograf Peter Lindbergh in sei­nem neu­en Buch „A Different Vision on Fashion Photography“* (sie­he Cover oben).
    Wer Geld mit Fotos ver­die­nen will, kann sich auch die neus­te Auflage mei­nes Standardwerks „Stockfotografie. Geld ver­die­nen mit Fotos“ kau­fen oder ver­schen­ken.
  10. Grafiktablett für Fotografen*
    wacom-tablett-intuos-proKennt ihr einen Fotografen, der noch ohne Grafiktablett retu­schiert? Dann ist das „Wacom Intuos Pro, Größe S“* (für ca. 180 Euro) genau das rich­ti­ge Geschenk. Ich selbst nut­ze es seit Jahren in der Größe M und möch­te es nie mehr mis­sen. Wem das zu teu­er ist, kann sich die „nor­ma­le“ Version für ca. 70 Euro hier anschau­en*.

Euch reicht das noch nicht?

Kein Problem. Schaut euch mei­ne Geschenkideen der ver­gan­ge­nen Jahre hier an:

* Affiliate‐Link

Frohe Weihnachten von eurem Stockfotografie‐Blog

Kurz vor Jahresende möch­te euch Bloglesern und Leserinnen fro­he Weihnachten wün­schen, ruhi­ge Feiertage und auch im nächs­ten Jahr wei­ter­hin vie­le gute Ideen, pas­sen­des Licht, vie­le Verkäufe und stei­gen­de Umsätze.

Außerdem dan­ke ich euch herz­lich für eure Aufmerksamkeit, eure Kommentare, Links, Tipps, Tricks und auch Kritik. Ich freue mich auch, dass ich die­ses Jahr bei der Wahl zu den bes­ten Foto‐Blogs mehr­mals in die Top 10 gelan­gen konn­te, bei der Fotocommunity und bei der Macwelt.

Am ers­ten Weihnachtsfeiertag wer­de ich zum vier­ten Mal wie­der mei­ne Spendenaktion für „Reporter ohne Grenzen“ vor­stel­len und hof­fe auch rege Beteiligung.

Mit dem „Microstock Shooting‐Experiment“ soll­te es dann im Januar los­ge­hen.

Bis dahin schö­ne Feiertage,
Robert

Frag den Fotograf: Wann sollte man saisonale Stockfotos hochladen?

Vor paar Tagen bekam ich eine Mail von Stefan, der mir schrieb:

Hallo Herr Kneschke,

ich habe Ihr Buch gele­sen und bin sehr begeis­tert dar­über, wie aus­führ­lich und ver­ständ­lich Sie das Thema Stockfotografie behan­delt haben. Vielen Dank dafür!

Irgendwo im Buch hat­te ich auch etwas dar­über gele­sen, das man bestimm­te Motive, wel­che zu einem Ereignis gehö­ren, ein paar Monate vor­her den Agenturen anbie­ten soll­te, da die­se dann erst­mal weit oben in der Trefferliste erschei­nen und bes­ser von den Käufern zum rich­ti­gen Zeitpunkt gefun­den wer­den.

Meine Frage ist, ob das auch bei Jahreszeitenbildern, wie z.B. Herbstbilder, sinn­voll ist? Sollte man sol­che Bilder also lie­ber zurück­hal­ten und im August den Agenturen anbie­ten oder ist es bes­ser immer gleich sofort die­se anzu­bie­ten?

Ich freue mich auf einen Antwort.

Viele Grüße,
Stefan“

Bei die­sem Herbstfoto gibt es einen kla­ren Anstieg der Verkäufe im August und September.

Was sage ich dazu?

Das ist eine schwie­ri­ge Frage.

Dazu muss ich kurz aus­ho­len. Saisonale Bilder sind Fotos, die als Motiv eine bestimm­te Saison, Jahreszeit oder einen Feiertag haben. Das bekann­tes­te Beispiel sind Weihnachtsbilder, aber auch Fotos von Ostereiern, Silvesterraketen und so wei­ter zäh­len dazu. Auch regio­na­le Feiertage wie der St. Patrick’s Day, Saisonbilder wie Menschen bei der Weinernte oder eben Jahreszeiten wie von Stefan erwähnt zäh­len dazu. Ausführlicher gehe ich auf das Thema in mei­nem Stockfotografie‐Buch* in Kapitel 5.4 „Feiertage“ ein.

Diese die­se Fotos wer­den aber nicht nur in die­ser Saison gebraucht, son­dern auch für die­se Saison von Verlagen und Werbekunden gekauft. Ein extre­mes Beispiel sind Kalenderverlage, wel­che die Winterfotos für den Kalender des nächs­ten Jahres logi­scher­wei­se vor dem Druck kau­fen müs­sen. Wandkalender für das Jahr 2014 gibt es spä­tes­tens ab Juni 2013 zu kau­fen, was bedeu­tet, dass im Januar 2013 das Bild gekauft wer­den muss, was im Dezember 2014 im Kalender zu sehen ist. Auch Redaktionen und Werbeagenturen brau­chen sai­so­na­le Bilder schon vor Beginn der Saison, um ihre jah­res­zeit­lich ange­hauch­ten Artikel und Werbeaktionen recht­zei­tig bebil­dern zu kön­nen.

Deshalb spre­chen zwei Gründe dafür, sai­so­na­le Fotos eini­ge Monate vor Saisonbeginn hoch­zu­la­den. Wer es nicht macht, kann die oben genann­ten Kunden nicht bedie­nen und durch die­se Verkäufe steigt das Bild auch im Algorithmus der Bildersuche nach oben, wenn die Bildkäufer auf den letz­ten Drücker noch Motive im Meer suchen und auch die lang­sa­me­ren Fotografen ihre Saisonbilder hoch­ge­la­den haben.

Dagegen spre­chen aber auch zwei Gründe. Bei gestell­ten Fotos, zum Beispiel Deko‐Artikel mit Weihnachtsbezug im Studio foto­gra­fiert, kann man den Zeitpunkt des Fotografierens gut selbst bestim­men. Bei den Fotos der Jahreszeiten ist das viel schwie­ri­ger. Wer im September Fotos vom bun­ten Herbstlaub macht, ver­geu­det ein drei­vier­tel Jahr, wenn er die­se „ter­mi­n­op­ti­miert“ hoch­la­den will. In die­ser Zeit hät­te sich das Bild trotz­dem ein paar Male ver­kau­fen kön­nen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit viel höher ist, es kurz vor der Saison zu ver­kau­fen. Der zwei­te Grund ist, dass es von bestimm­ten Saisons sehr vie­le Fotos gibt. Fotolia spuckt bei der Suche nach „Weihnachten“ über 800.000 Treffer aus. Deshalb benut­zen eini­ge Bildkäufer bei ihrer Suche nach pas­sen­den Motiven die Sortierungsoption „Neuste zuerst anzei­gen“ oder fil­tern nach den Bildern, die im letz­ten Monat oder im letz­ten hal­ben Jahr hoch­ge­la­den wur­den. Beides wür­de die schon frü­her hoch­ge­la­de­ne­nen Bilder qua­si unsicht­bar machen.

Ich mache es des­halb so: Ich ver­su­che, mei­ne Bilder so zu foto­gra­fie­ren und zu bear­bei­ten, dass ich mich an mei­nen „Feiertags‐Kalender“ (sie­he mein Stockfotografie‐Buch drit­te Auflage Seite S. 89) hal­te, aber wenn das nicht klappt, lade ich die Bilder ein­fach hoch, wenn sie fer­tig sind und kon­zen­trie­re mich auf die nächs­ten Motive.

Wann ladet ihr eure sai­so­na­len Fotos hoch und wel­che Erfahrungen habt ihr damit gemacht?