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Welche Faktoren beeinflußen das Relevanz-Ranking der Bildagenturen? 18 Kriterien unter der Lupe

Was beein­flusst das Ranking von Bildern bei Bildagenturen?

Auf den ers­ten Blick ist es ganz ein­fach: Der Kunde tippt einen Begriff in die Suchmaske einer Agentur ein und erhält etli­che Treffer. Nun gibt es dort meist deut­li­ch mehr Bilder als auf einer Seite ange­zeigt wer­den kön­nen (Fotolia warb da mal sinn­ge­mäß mit „Suchen sie nicht nach ‚Frau‘ bei uns, wir haben da über eine Million Treffer“). Nach wel­chen Kriterien ent­schei­den die Agenturen, wel­che Bilder ganz vor­ne lan­den?

Die Suche nach "Frau" bei Fotolia liefert knapp 10 Millionen Ergebnisse. Welche Faktoren sorgen dafür, welche Bilder jeweils ganz oben erscheinen?
Die Suche nach „Frau“ bei Fotolia lie­fert knapp 10 Millionen Ergebnisse. Welche Faktoren sor­gen dafür, wel­che Bilder jeweils ganz oben erschei­nen?

Ähnlich wie bei Google sind die­se Suchalgorithmen das gro­ße Betriebsgeheimnis jeder Bildagentur und an der „Relevanz-Sortierung“ wird regel­mä­ßig geschraubt. Basierend auf per­sön­li­chen Erfahrungen, Gesprächen mit Agentur-Mitarbeitern und ande­ren Stockfotografen haben sich im Laufe der Jahre jedoch etli­che Faktoren die­ser kom­ple­xen Mischung her­aus­ge­schält, die – oft unter­schied­li­ch gewich­tet – eine Rolle für das Ranking eines Bildes spie­len.

Das Bilderranking ent­schei­det, in wel­cher Reihenfolge Bilder ange­zeigt wer­den, wenn alle die Suchbegriffe ent­hal­ten, die ein Kunde bei der Suche ein­ge­ben hat. An unter­schied­li­chen Stellen der Webseiten wer­den manch­mal auch nur eini­ge der Ranking-Faktoren her­an­ge­zo­gen, um bei­spiels­wei­se die Sortierung der „ähn­li­chen Bilder“ oder im per­sön­li­chen Portfolio eines Fotografen fest­zu­le­gen.

Welche Faktoren ent­schei­den über das Ranking eines Bildes? Diese Faktoren kön­nen gene­rell für einen Fotografen oder für ein­zel­ne Bilder gel­ten. Ich wei­se dar­auf hin, dass die fol­gen­den Angaben meist nur begrün­de­te oder nicht nach­weis­ba­re Vermutungen sind. Nur ganz sel­ten las­sen sich Bildagenturen dazu hin­rei­ßen, offi­zi­ell Einflussfaktoren für das Ranking zu nen­nen. Schauen wir uns in loser Folge eini­ge bekann­te oder ver­mu­te­te Faktoren an.

Alter des Bildes:
Neue Bilder erhal­ten oft einen Bonus. Je älter hin­ge­gen ein Bild wird, desto mehr fällt es im Ranking. Damit wol­len die Bildagenturen ver­mei­den, dass die Stammkunden, vor allem die mit gro­ßen Bilder-Abos, stän­dig die glei­chen Bilder sehen, wel­che sie even­tu­ell in der Vergangenheit sowie­so schon gekauft haben. Auch steigt die tech­ni­sche Qualität neu­er Bilder meis­tens (mehr Megapixel) und so wei­ter, was eben­falls ein Grund sein könn­te.

Dieser Effekt war beson­ders deut­li­ch der der Abo-Agentur Shutterstock zu sehen, wo sich Bilder ca. drei Monate stark ver­kauft haben und die Verkäufe dana­ch rapi­de abfie­len. Irgendwann 2011 wur­de der Algorithmus jedoch umge­stellt und seit­dem haben auch älte­re Bilder wie­der mehr Chancen.

Die Tatsache, dass fast alle Agenturen zusätz­li­ch zur Standard-Sortierung auch eine Sortierung nach den „neus­ten Bildern“ anbie­ten, betont die Wichtigkeit die­ses Faktors.

Exklusivität des Bildes oder Fotografen:
Wenn es zu einem Thema mehr Bilder als Plätze bei den Suchergebnissen gab, wur­den oft exklu­si­ve Bilder oder die Bilder exklu­si­ver Fotografen bevor­zugt. Das beka­men vor allem die nicht-exklusiven Fotografen bei iSto­ck zu spü­ren, die bei den belieb­tes­ten Themen wenig Chancen auf die vor­de­ren Plätze hat­ten. Auch der gene­rel­le Anteil von Exklusivbildern in einem Portfolio könn­te rele­vant für das Ranking sein, wenn man sich wie bei Fotolia zum Beispiel nicht für eine kom­plet­te Exklusivität ent­schei­den muss.

Ich glau­be jedoch, dass die­ser Faktor wei­ter abneh­men wird, weil die Agenturen immer weni­ger Wert auf Exklusivität legen. Der Erfolg von Shutterstock, wel­che Exklusivität kon­se­quent ableh­nen, scheint dabei eine Rolle zu spie­len.

Ablehnungsquote:
Irgendwie logi­sch: je mehr Bilder eines Fotografen abge­lehnt wer­den, desto „schlech­ter“ scheint sein foto­gra­fi­sches Können oder zumin­dest sein Gespür für ver­käuf­li­che Themen zu sein. Da liegt es nahe, ihn im Ranking her­ab­zu­stu­fen, bis sei­ne Ablehnungsquote sinkt. Gerade für Anfänger ist die­ser Faktor kri­ti­sch, weil Neulinge oft eine Ablehnungsquote von 50% oder mehr haben und sie damit gleich am Anfang „bestraft“ wer­den.

Anfänger-Bonus:
Vielleicht als Ausgleich zum vori­gen Punkt ver­mu­ten eini­ge Fotografen, dass neue Portfolios am Anfang einen Schub ver­passt bekom­men, der eine bes­se­re Platzierung bei den Suchergebnissen erwirkt. Das kann zum einen dar­an lie­gen, um neue Fotografen zu moti­vie­ren und bei der Stange zu hal­ten, um mehr und bes­se­re Bilder zu lie­fern. Es könn­te aber auch nur dazu die­nen, nach­tei­li­ge Faktoren wie die Ablehnungsquote oder schlech­ter Verschlagwortung aus­zu­glei­chen, bei denen sich der Fotograf nach eini­ger Zeit von selbst ver­bes­sern soll­te.

Lokalität:
In Ermangelung eines bes­se­ren Wortes nen­ne ich die­sen Faktor „Lokalität“, der beschreibt, dass Käufer eines bestimm­ten Landes bevor­zugt Bilder von Fotografen des glei­chen Landes ange­zeigt bekom­men. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Bilder bei den dar­ge­stell­ten Ethnien der Models, den loka­len Besonderheiten wie Architektur, Kleidung, Schrift und ande­ren Details wie Steckdosen oder Baumarten im Hintergrund bes­ser zu den Vorstellungen der Bildsucher pas­sen als bei aus­län­di­schen Fotografen.

Indirekt spielt hier auch die Sprache eine Rolle, denn die Übersetzungsprogramme der Bildagenturen arbei­ten nicht immer kor­rekt. Wenn der Fotograf die glei­che Sprache wie der Bildkäufer benutzt, kommt es zu weni­ger Missverständnissen und etwai­ge Übersetzungsfehler sind aus­ge­schlos­sen. Lange hat Fotolia zum Beispiel „Team“ mit „Gespann“ über­setzt oder „boy“ mit „Bengel“.

Initialranking durch den Reviewer:
Über die­sen Punkt spricht kei­ne Agentur ger­ne, weil er zeigt, wel­che Macht die Bildredaktion hat und wie will­kür­li­ch und unkon­trol­liert Bildredakteure den Erfolg neu­er Bilder beein­flus­sen kön­nen. Es gibt etli­che Agenturen bei denen die Bilder nicht nur ent­we­der abge­lehnt oder ange­nom­men wer­den. Die ange­nom­me­nen Bilder wer­den dann zusätz­li­ch dem Bildredakteur ent­we­der zum Beispiel noch auf einer Skala von 1–10 bewer­tet oder es kön­nen bis zu fünf Sterne oder was auch immer ver­ge­ben wer­den. Je bes­ser die Bewertung, desto bes­ser das Ranking. Nur sel­ten machen Agenturen das inter­ne Ranking sicht­bar durch Zeichen wie „Empfehlung“ oder „Hot Pick“.

Regelmäßigkeit der Uploads:
Ein Punkt, den vie­le Fotografen unter­schät­zen, ist die gleich­mä­ßi­ge Verteilung der hoch­ge­la­de­nen Bilder. Statt unre­gel­mä­ßig vie­le Bilder auf ein­mal an eine Agentur zu schi­cken, soll­ten lie­ber weni­ger, aber dafür regel­mä­ßi­ger Bilder gelie­fert wer­den. Regelmäßige Uploads ver­bes­sern das Ranking, ver­mut­li­ch, weil die Agenturen dadurch mer­ken, dass der Fotograf noch aktiv ist. Das gilt vor allem auch, wenn Fotografen zusätz­li­ch eine neue Agentur belie­fern wol­len. Statt 5.000 Bilder auf ein­mal hoch­zu­la­den, soll­ten statt­des­sen eher – je nach Menge – meh­re­re Monate lang ein bis zwei Mal die Woche klei­ne­re Tranchen hoch­ge­la­den wer­den.

Portfolio-Größe:
Nur teil­wei­se im Gegensatz zum vori­gen Faktor spielt die Portfolio-Größe eine Rolle für das Ranking. Je mehr Bilder im Portfolio, desto bes­ser oft das Ranking eines Fotografen. Das ist lei­der auch einer der Gründe für die unsäg­li­chen Portfolios mit vie­len Bildern, die mit mini­ma­len Unterschieden mehr­fach hoch­ge­la­den wer­den. Besonders nach­tei­lig betrof­fen sind hier Videografen, die es natur­ge­mäß deut­li­ch schwe­rer als Fotografen oder auch Illustratoren haben, ein grö­ße­res Portfolio auf­zu­bau­en.

Past Performance:
Wie gut hat der Fotograf in der Vergangenheit Bilder ver­kauft? Wie viel haben wir durch den Fotografen ver­dient? Was ist er also wert? Solche Fragen spie­len eine Rolle bei der Beurteilung des Erfolgs eines Fotografen und sind ein wich­ti­ger Faktor für das Ranking. Im Detail kann es hier gro­ße Unterschiede geben: Wird die abso­lu­te Zahl der Verkäufe ver­wen­det oder die rela­ti­ve Zahl in Abhängigkeit von Portfolio-Größe und/oder der Dauer der Mitgliedschaft? Werden die Verkäufe oder die Umsätze betrach­tet oder bei­des? Das macht einen Unterschied, weil die Aboquoten stark schwan­ken kön­nen und in Deutschland deut­li­ch nied­ri­ger als bei­spiels­wei­se in Russland sind.

Die Performance kann zum einen für das gesam­te Portfolio eines Fotografen betrach­tet wer­den, aber auch für jedes Bild ein­zeln. Sprich: Die Anzahl der Verkäufe und/oder Einnahmen eines Bildes spielt eben­falls eine Rolle für das Ranking in den Suchergebnissen. Bei der Sortierung nach „Downloads“ ist s sogar das ein­zi­ge Kriterium. Allein die Tatsache, dass die­se Sortierung von fast allen Agenturen ange­bo­ten wird, zeigt wie beim Bildalter die Relevanz die­ses Faktors.

Verkäufe pro Zeit:
Dieser Wert wird meist für jedes Bild indi­vi­du­ell bestimmt. „Zeit pro Verkauf“ besagt, wie oft sich ein Bild sagen wir inner­halb einer Woche im Vergleich zu ande­ren Bildern ver­kauft hat. Mit die­ser Methode kön­nen unter­schied­li­ch alte Bilder etwas bes­ser ver­gli­chen wer­den, weil ein drei Jahre altes Bild natür­li­ch viel mehr Zeit hat­te, abso­lut gese­hen mehr Verkäufe anzu­sam­meln als ein zwei Wochen altes Bild. Wenn ers­te­res mit 100 Verkäufen zwar beein­dru­cken­der wirkt, wäre das zwei­te Bild mit nur 7 Verkäufen rela­tiv betrach­tet ver­käuf­li­cher. Je mehr Verkäufe in ver­gleich­ba­rer Zeit, desto bes­ser für das Ranking.

Verkäufe pro Views:
Wie hoch ist das Verhältnis von Verkäufen pro View? Ein Bild, was nach je vier Views ver­kauft wird, ist bes­ser als eins, was zehn Mal ange­se­hen wer­den muss, bevor es ver­kauft wird. Mit die­sem Wert kann die Agentur erken­nen, wie gut die Suchbegriffe zu Bild pas­sen. Je mehr unpas­sen­de Begriffe dabei sind, desto mehr wer­den die Views, die aber nicht zu Verkäufen füh­ren. Das signa­li­siert der Agentur, dass das Bild für bestimm­te Begriffe weni­ger pas­send ist und stuft es im Ranking her­un­ter. Einige Agenturen bre­chen die­sen Wert auf jedes ein­zel­ne Keyword her­un­ter, ande­re neh­men den gesam­ten Wert. Auch ein schwer zu fas­sen­des Konzept wie die gestal­te­ri­sche Qualität eines Fotos kann so not­dürf­tig ope­ra­tio­na­li­siert wer­den. Je mehr Leute ein Bild kau­fen, wenn sie es ange­zeigt bekom­men, desto gelun­ge­ner muss es auf die Kunden wir­ken.

Vor allem die­ser Faktor ist ein Grund, war­um „Keyword-Spamming“, also das Vollstopfen eines Bildes mit unpas­sen­den, aber häu­fig gesuch­ten Begriffen, einem Fotografen mitt­ler­wei­le eher scha­det als nützt. Andersrum könn­te die­ser Punkt auch „Qualität der Suchbegriffe“ genannt wer­den, denn je pas­sen­der die Suchbegriffe ver­ge­ben wer­den, desto höher ist die­ser Wert.

Sortierung der Suchbegriffe:
Bei eini­gen Bildagenturen wie Fotolia, 123rf oder Alamy wer­den die Suchbegriffe nicht alpha­be­ti­sch sor­tiert, son­dern nach Relevanz. Fotolia sagt zum Beispiel, dass die ers­ten sie­ben Begriffe stär­ker bei der Suche berück­sich­tigt wer­den als die fol­gen­den Keywords. Das heißt, dass zwei Bilder mit den iden­ti­schen Suchbegriffen unter­schied­li­ch ange­zeigt wer­den kön­nen, je nach­dem, an wel­cher Stelle das Keyword in den Metadaten auf­taucht. Je wei­ter vor­ne das Wort steht, desto höher ist die Relevanz für die Suche.

Ranking-Boost durch Ranking-Elemente:
Das ist etwas spe­ku­la­tiv, aber eini­ge Fotografen berich­ten immer wie­der von Einkommenssprüngen, wenn sie eine neue Rankingstufe bei bestimm­ten Bildagenturen geschafft haben. Bei Fotolia reicht die­ses Ranking bei­spiels­wei­se von Weiß über Bronze, Silber und Gold bis hin zu Diamant, aber auch Agenturen wie 123rf und ande­re haben unter­schied­li­ch aus­ge­stal­te­te Belohnungssysteme. Ich ver­mu­te jedoch, dass die­ser Faktor, wenn vor­han­den, eher gering ist und die beob­ach­te­ten Einkommenssteigerungen durch mehr Prozentpunkte bei den Umsätzen sowie klei­ne Verbesserungen bei ande­ren Faktoren wie der Ablehnungsquote, der Portfoliogröße, der Past Performance etc. erklär­bar sind.

Bildgröße:
Ebenfalls spe­ku­la­tiv ist die­ser Faktor, der besagt, dass Bilder mit mehr Megapixeln in der Suche bevor­zugt wer­den. Falls vor­han­den, hat die­ser Faktor sicher eben­falls nur einen mini­ma­len Einfluss, aber es wäre logi­sch, den Kunden die grö­ße­ren Bilder zuer­st anzu­zei­gen, wenn genug Suchtreffer zur Auswahl ste­hen, weil er sich ärgern wür­de, wenn er ein gro­ßes Plakat dru­cken will, aber anfangs nur Bilder in gerin­ger Auflösung fän­de.

Bild-Kollektion:
Neben der „nor­ma­len“ Bildkollektion haben vie­le Bildagenturen noch zusätz­li­che ande­re Kollektionen, zum Beispiel eine Premium-Kollektion („Infinite“ bei Fotolia, „Offset“ bei Shutterstock“, „Signature“ bei iSto­ck usw.) oder eine Smartphone-Collection wie „Fotolia Instant“. Für die­se Bilder sind meist eine bestimm­te Anzahl an Slots reser­viert, die zwi­schen die nor­ma­len Suchergebnisse gestreut wer­den. Als fik­ti­ves Beispiel: Wenn pro Suchergebnis-Seite 50 Bilder ange­zeigt wer­den, sind davon nur 40 Bilder für die nor­ma­le Kollektion reser­viert und 5 für die Premium-Kollektion und 5 für die Smartphone-Kollektion.

Lightbox-Menge:
Es könn­te sein, dass Bilder, die häu­fi­ger in Kunden-Lightboxen zur spä­te­ren Verwendung gespei­chert wur­den, als rele­van­ter ange­se­hen wer­den als ande­re Bilder, auch wenn sie noch nicht gekauft wur­den.

Bildpreis:
Um sowohl für die preis­emp­find­li­chen Kunden als auch die­je­ni­gen, die ger­ne mehr Geld für ein gutes Motiv aus­ge­ben, zufrie­den­zu­stel­len, könn­ten die Suchtreffer auch so gemischt wer­den, dass bei unter­schied­li­chen Bildpreisen von jeder Preiskategorie eine Auswahl dabei ist. Das wür­de ähn­li­ch wie bei den „Bild-Kollektionen“ funk­tio­nie­ren, wo der Effekt meist sicht­ba­rer ist.

Freigabe für Abonnements und ande­re Vertriebskanäle:
Neben „nor­ma­len“ Lizenzen ver­kau­fen Agenturen immer mehr Bilder also Abos, ver­kau­fen sie wei­ter über „Vertriebspartner“ oder mit „sen­si­ti­ven Lizenzen“. Als Vermutung liegt nahe, dass Bilder von Fotografen, die bei allem mit­spie­len, ein bes­se­res Ranking erhal­ten, als Bilder , die nur beschränkt ver­kauft oder ver­trie­ben wer­den kön­nen.

Was gen­au drin ist und wie das Mischungsverhältnis ist, das ist natür­li­ch ein Geschäftsgeheimnis. Auch je nach Bildagentur kann sich die Auswahl die­ser Faktoren und deren Gewichtung stark unter­schei­den. Auch inner­halb einer Agentur wird oft häu­fig an den Algorithmen geschraubt.

Was sagt ihr? Kennt ihr wei­te­re Faktoren, wel­che das Relevanz-Ranking beein­flu­ßen (könn­ten)?

Frag den Fotograf: Ranking verbessern bei Bildagenturen?

Ich habe wie­der eine inter­es­san­te Frage per Email bekom­men, die ich ger­ne im Blog beant­wor­ten möch­te. Matthias schrieb mir vor paar Tagen:

Hi Robert,

ich ver­fol­ge dei­nen Blog immer wie­der ger­ne. Ich habe selbst einen Portfolio von 1800 Fotos und Illustrationen bei Fotolia. Mich tren­nen noch 500 Bilder vom Gold-Status. Nun mei­ne Fragen:

Beeinflusst der Status in irgend­ei­ner Weise das Ranking und damit auch den Verkauf der Bilder? D.h. wer­den mit Gold Status mei­ne Bilder wei­ter vor­ne gelis­tet, als mit Silber Status?

Beeinflusst es das Ranking, wenn man Bilder vollex­klu­siv anbie­tet?

Kann man Bilder revi­ta­li­sie­ren, die vor ein paar Monaten rich­tig gut gekauft wur­den und jetzt über­haupt nicht mehr?

Z.B. löschen und wie­der hoch­la­den oder die Verschlagwortungsreihenfolge ändern?

Was mir noch auf­ge­fal­len ist:

Wenn ich eine Serie mit ähn­li­chen Bildern hoch­la­de und ich alle mit den sel­ben Begriffen ver­schlag­wor­te, dann fin­det meis­tens nur ein Bild Beachtung (wird ver­mehrt gekauft), obwohl sich alle qua­li­ta­tiv nicht unter­schei­den. Wenn ich ver­su­che für jedes Bild ande­re Schlagworte zu ver­wen­den fin­den meh­re­re Bilder Beachtung(werden die ande­ren auch gekauft). Ist dir das auch auf­ge­fal­len?

Ich wür­de mich über eine Antwort sehr freu­en. Du kann­st natür­li­ch die­se Fragen auch im Blog ver­wer­ten, falls die­se noch nicht irgend­wann mal behan­delt wur­den.

Beste Grüße,
Mathias“

Fangen wir mit der ers­ten Frage an, ob das Ranking die Anzeige der Bilder bei den Suchergebnissen beein­flusst? Ich glau­be, ja. Das ist aber nur eine Vermutung, weil die genau­en Details vom Algorithmus geheim sind. Es ist aber weni­ger das Ranking allein, son­dern mehr eine Art „Portfolio-Ranking“, wo neben dem Ranking auch noch ande­re Faktoren wie Verkäufe, Regelmäßigkeit der Uploads und so wei­ter eine Rolle spie­len.

Zur zwei­ten Frage: Macht es einen Unterschied, ob Bilder exklu­siv oder nicht ver­kauft wer­den? Ich glau­be mitt­ler­wei­le, dass das nicht mehr der Fall ist. Das mag vor eini­gen Monaten noch anders gewe­sen sein, aber die Bildagenturen schei­nen auf exklu­si­ve Fotografen nicht mehr so viel Rücksicht wie frü­her zu neh­men. Der wich­tigs­te Unterschied momen­tan ist wohl, dass die exklu­si­ven Fotografen frü­her die Preise für ihre Bilder hoch­set­zen kön­nen und damit pro Verkauf mehr Erlös erzie­len.

Die drit­te Frage: Lassen sich unver­käuf­li­che Bilder revi­ta­li­sie­ren? Ja, und die bei­den Antworten hat­te Matthias gleich mit­ge­lie­fert. Löschen oder Keyword–Reihenfolge ändern. Das Löschen alter Bilder hat aber eini­ge Nachteile: Zum einen macht es Arbeit und es ist nicht garan­tiert, dass die alten Bilder bei einer erneu­ten Bildprüfung auch wie­der ange­nom­men wer­den. Die abso­lu­te Größe des Portfolios spielt mei­nes Erachtens auch eine Rolle beim Suchranking, wes­halb das Löschen des­halb kon­tra­pro­duk­tiv sein könn­te.

Das Ändern der Keyword-Reihenfolge hin­ge­gen ist eine ver­gleichs­wei­se ein­fa­che Möglichkeit, Bildern neu­es Leben ein­zu­hau­chen. Dafür müs­sen ein­fach 3–4 Begriffe, die am bes­ten auf das Foto zutref­fen, ganz nach oben sor­tiert wer­den, damit die­se bei den Suchergebnissen eine grö­ße­re Rolle spie­len. Wenn die Sortierung der Suchwörter bei den alten Fotos jedoch schon sehr gut war, wird die­se Option kaum einen Unterschied machen.

Zur vier­ten und letz­ten Frage: Sind ver­schie­de­ne Suchbegriffe bei sehr ähn­li­chen Fotos sinn­voll? Ja. Ganz ein­fach dar­um, weil ein Käufer, der ein Bild zu einem bestimm­ten Begriff sucht, nicht gleich des­halb mehr kauf als geplant, nur weil im mehr ange­zeigt wer­den. Er hat dann nur mehr Auswahl. Werden aber unter­schied­li­che Begriffe genutzt, wer­den die Bilder nicht alle dem glei­chen Käufer ange­zeigt, son­dern unter­schied­li­chen Käufern auf der Suche nach ver­schie­de­nen Motiven, was die Wahrscheinlichkeit auf mehr Verkäufe erhöht.

Was sagt ihr zu den Fragen? Wie schätzt ihr das ein und wel­che Tipps wür­det ihr geben?

Saphir-Status für mich, kostenloses Foto für euch

Endlich! Ganz knapp habe ich es errei­chen kön­nen: Letztes Jahr setz­te ich mir unter ande­rem zum Ziel, bei der Bildagentur Fotolia den Saphir-Rang zu errei­chen.

Dafür muss ich ins­ge­samt 100.000 Fotos ver­kau­fen, eigent­li­ch sogar noch mehr, weil die Abo-Downloads nur als 1/4 Download gezählt wer­den. Vor knapp zwei Wochen war es dann so weit! Ich rutsch­te von „grün“ (Smaragd) auf „blau“ (Saphir) hoch. Der Wechsel von Smaragd zu Saphir ist nicht nur sym­bo­li­scher Natur. Ich erhal­te auch 3 Prozentpunkte mehr Umsatzbeteiligung pro Verkauf.

Das ist umso coo­ler, weil ich höchs­tens eine Handvoll Leute ken­ne, die die­sen Status über­haupt erreicht haben. Nach dem Wegfall von Yuri Arcurs‘ Portfolio bei Fotolia ist das auch der höchs­te Status, den dort bis­her ein Fotograf inne­hat. Fotolia mein­te auch, ich wäre der Fotograf, der in Deutschland die­sen Rang am schnells­ten erreicht habe. Ich habe dafür ziem­li­ch gen­au zwei Jahre gebraucht.

Das ist übri­gens ziem­li­ch gen­au die Zeit, die mir auch mein eige­ner Fotolia-Ranking-Rechner vor­aus­ge­sagt hat­te. Aktuell spuckt er mir ca. drei Jahre bis zur nächs­ten Ranking-Stufe (Rubin) aus.

Um das etwas zu fei­ern und mich bei den vie­len tau­send Leuten zu bedan­ken, die mir mit dem Kauf mei­ner Bilder den Aufstieg ermög­licht haben, ver­schen­ke ich das 100.000. Bild, was zum „Farbwechsel“ geführt hat. Hier könnt ihr* das unten ste­hen­de Bild bis zum 31.07.2013 kos­ten­los run­ter­la­den. Danke!

Viel Spaß mit dem Bild!

* Affiliate-Link

Vorstellung des neuen Fotolia-Ranking-Rechners

Es ist eine ban­ge Frage: Wie lan­ge brau­che ich, um bei der Bildagentur Fotolia* den nächs­ten Rang zu errei­chen?

Das ist nicht nur eine Frage des Egos, son­dern auch des Geldbeutels, denn je höher der Rang, desto mehr Prozente erhält ein Fotograf für einen Bildverkauf. Deshalb hat­te ich vor über einem Jahr für mich eine Formel ent­wi­ckelt, mit der ich rela­tiv bequem abschät­zen kann, wie lan­ge ich bis zum nächs­ten Rang brau­che. Mit der Hilfe eines befreun­de­ten Programmierers kann ich das Tool nun mit euch tei­len. Die Anleitung steht unter dem Rechner.

[fotolia_ranking:de]

Wie funk­tio­niert der Fotolia-Ranking-Rechner?

Für die Berechnung müs­sen min­des­tens drei Werte ein­ge­ge­ben wer­den:

  1. Die Anzahl der bis­he­ri­gen Credit-Verkäufe,
  2. die Anzahl der bis­he­ri­gen Abo-Verkäufe und
  3. die Gesamtverkäufe des letz­ten Monats.
  4. Zusätzlich ist es mög­li­ch und emp­feh­lens­wert, auch die Gesamtverkäufe der bei­den davor lie­gen­den Monate ein­zu­ge­ben, damit die Formel even­tu­el­le Schwankungen bes­ser berück­sich­ti­gen kann.

Tipp: Für eine mög­lichst genaue Berechnung emp­feh­le ich, die Berechnung immer am ers­ten oder zwei­ten Tag eines neu­en Monats vor­zu­neh­men.

Wo bekom­me ich die­se Daten her?

Die Infos für 1. und 2. ste­hen hier in eurem Fotolia-Dashboard, sie­he mein Screenshot (bei euch ggf. in einer ande­ren Sprache, aber an glei­cher Stelle):

Die Verkaufszahlen für 3. und 4. erhal­tet ihr, wenn ihr im Dashboard auf „Meine Statistiken anzei­gen“ klickt. Dann wählt ihr aus dem Drop-Down-Feld „Wie vie­le mei­ner Bilder wur­den her­un­ter­ge­la­den?“ aus und bei „Zeitraum“ soll­te der Monat im ers­ten Feld min­des­tens vier Monate zurück­lie­gen. Bei Optionen soll­te „Monat“ als Maßstab selek­tiert wer­den. Dann erhal­tet ihr rechts eine Auflistung eurer Verkäufe der letz­ten Monate. Wichtig: Es geht um die Anzahl der Verkäufe, NICHT um die erziel­ten Umsätze.

Wenn ihr die Zahlen in den Rechner ein­ge­ge­ben habt, drückt ihr ein­fach auf „Berechnen“ und bekommt eine aus­führ­li­che Analyse inklu­si­ve durch­schnitt­li­cher Wachstumsrate, Anteil der Abo-Verkäufe und zu guter letzt eine geschätz­te Anzahl der Monate bis zum nächs­ten Ranking-Level.

Sind mei­ne pri­va­ten Daten sicher?

Na klar. Ich kann kei­ne der Zahlen sehen, die du in den Rechner ein­gib­st oder die als Ergebnis ange­zeigt wer­den. Alle Berechnungen wer­den auf dei­nem Computer vor­ge­nom­men und wenn du die Login-Funktion nutzt, wer­den alle Informationen nur in einem Cookie auf dei­nem Computer gespei­chert. Ich habe kei­nen Zugriff auf die­se Informationen! Wenn du dei­ne Daten löschen will­st, lee­re ein­fach alle Felder und kli­cke auf “Berechnen” oder lösche den Cookie manu­ell aus dei­nem Browser-Cache.

Kann ich mei­ne Daten spei­chern und laden?

Der Rechner funk­tio­niert, ohne dass du dich ein­log­gen mus­st. Aber wenn du dei­ne Zahlen für eine spä­te­re Verwendung spei­chern wil­st, kann­st du oben auf “Daten spei­chern und laden” kli­cken und einen Benutzernamen dei­ner Wahl ein­ge­ben. Dann kann­st du dei­ne Daten spei­chern und wie­der laden, bis du auf “Ausloggen” klickst.Dafür gebe ein­fach eine Bezeichnung bei „Speichern als“ ein und drü­cke auf „Speichern als“. Dann wer­den die Daten im Bereich „Verlauf“ gespei­chert und du kann­st über­prü­fen, wie sich dein Ranking im Laufe der Monate ver­än­dert.

Warnung: Die Daten wer­den nur lokal auf dei­nem Computer mit einem Cookie gespei­chert, das Löschen des Cookies löscht also auch dei­ne Daten.

Ideen? Vorschläge?

Wenn du Vorschläge oder Ideen zur Verbesserung hast,kannst du ger­ne einen Kommentar schrei­ben oder mir eine Email schi­cken. Danke auch an Ralf Baumbach, der mir schnell und unkom­pli­ziert gehol­fen hat, mei­ne Idee tech­ni­sch umzu­set­zen.

Haftungsausschluss

Ich habe mir größ­te Mühe gege­ben, die Ergebnisse so akku­rat wie mög­li­ch wer­den zu las­sen. Trotzdem über­neh­me ich kei­ne Garantie für die Richtigkeit der Ergebnisse des Rechners und haf­te nicht für even­tu­el­le Schäden, die aus der Nutzung resul­tie­ren könn­ten.

Mehr Tipps

Mehr Tipps und Infos fin­det ihr in mei­nem Buch „Stockfotografie“* oder hier im Blog. Probiere auch mei­nen kos­ten­lo­sen Stockfotografie-Verdienst-Rechner.

Wenn Du eine wei­te­re Übersetzung für den Rechner bei­tra­gen will­st, kann­st Du Dich eben­falls ger­ne bei mir mel­den.

* Affiliate-Link

Sollte man alte Bilder aus seinem Agentur-Portfolio löschen?

Eine Frage, die Stockfotografen häu­fig dis­ku­tie­ren, ist, ob man sei­ne alten, unver­kauf­ten Fotos aus sei­nem Bildbestand löschen soll­te oder lie­ber nicht. In einer Facebook-Gruppe gab es neu­li­ch wie­der eine lan­ge Diskussion, deren Essenz ich heu­te zusam­men­fas­sen will.

Welche Vorteile gibt es, Fotos aus seinem Portfolio zu löschen?

Fangen wir mit den Vorteilen an: Wer sein Portfolio regel­mä­ßig von alten Bildern befreit, wel­che sich in meh­re­re Jahre lang noch nie ver­kauft haben und die einem mitt­ler­wei­le pein­li­ch sind, weil man als Fotograf dazu­ge­lernt hat, erhält ein auf den ers­ten Blick beein­dru­cken­de­res Portfolio.

Sinnvoll kann das vor allem auch bei Serien sein. Wenn sich aus einer Serie abzeich­net,  dass bestimm­te Motive gefrag­ter sind als ande­re, hilft eine Löschung der „schlech­te­ren“ Motive, die Verkäufe auf weni­ger Bilder zu ver­ei­nen, was die betref­fen­den Bilder im Ranking der Suchalgorithmen bevor­zugt, was wie­der­um zu mehr Verkäufen führt.

Ein wei­te­rer Vorteil ist der Anblick eines von „Dateileichen“ gerei­nig­ten Portfolios für den Bildkäufer, der so leich­ter die gut gehen­den Bilder fin­den kann und des­halb viel­leicht eher bereit ist, sich das Portfolio für einen Direktzugriff zu spei­chern.

Es wird gemut­maßt, dass es auch eine Art „Portfolio-Ranking“ geben könn­te, wel­ches bewir­ke, dass Bilder eines Portfolios, wel­ches ein bes­se­res Verhältnis von Ansichten zu Verkäufen (Views-Sales-Ratio) hat, pro­mi­nen­ter in den Suchergebnissen der Bildagenturen ange­zeigt wer­den. Wer unver­kauf­te Bilder aus sei­nem Portfolio löscht, ver­bes­sert die­ses Verhältnis auto­ma­ti­sch. Ob es das omi­nö­se Ranking jedoch gibt, konn­te mei­nes Wissens noch kein Stockfotograf nach­wei­sen.

Einige Fotografen beto­nen auch die psy­cho­lo­gi­sche Wirkung einer „Aufräumaktion“, weil man sich dana­ch befrei­ter fühlt und das Portfolio geord­ne­ter aus­sieht. Das ist jedoch ein Effekt, den ich aus wirt­schaft­li­cher Sicht ver­nach­läs­si­gen wür­de.

Welche Nachteile hat das Löschen alter Bilder aus seinem Portfolio?

Der größ­te Nachteil einer Löschaktion liegt auf der Hand: Ein Bild, was nicht in der Bildagentur vor­han­den ist, kann vom Kunden nicht gekauft wer­den. Da für den Fotografen weder Kosten für den Speicherplatz noch für die Serverwartung o.ä. anfal­len, ten­die­re ich dazu, dem „Long-Tail“-Gedanken zu fol­gen, wonach man auch Geld ver­die­nen kann, wenn man ganz vie­le Bilder hat, die nur sehr sel­ten ver­kauft wer­den. Ich glau­be, der pas­sen­de alt­deut­sche Spruch dafür lau­tet: „Kleinvieh macht auch Mist“.

Ein wei­te­rer logi­scher Nachteil ist die benö­tig­te Zeit. In der Zeit, die ein Fotograf braucht, um 100 alte Bilder aus sei­nem Bildbestand zu löschen, hät­te er eini­ge kom­plett neue Bilder machen kön­nen, wel­che die Chance haben könn­ten, neue Bestseller zu wer­den.

Die meis­ten Käufer inter­es­sie­ren sich auch nicht dafür, wie das Portfolio eines Fotografen aus­sieht, denn sie brau­chen in bestimm­tes Motiv, wel­ches sie mit Suchbegriffen über die Suchfunktion fin­den. Nur wenn sie Serien oder wei­te­re Varianten eines Motivs brau­chen, durch­stö­bern sie das Portfolio eines Fotografen, nut­zen dann aber eher – je nach Agentur – die „Sortieren nach Datum“ oder „Mehr Bilder des glei­chen Models“ oder „Mehr Bilder der Serie“-Funktion.

Im Gegensatz zum ver­mu­te­ten Portfolio-Ranking gibt es viel­leicht auch ein Portfoliogröße-Ranking, wel­ches ein­fach Portfolios bevor­zugt, wenn sie grö­ßer als ande­re sind. Das ist zwar auch nicht bestä­tigt, jedoch glau­be ich dar­an mehr als an das ande­re Ranking.

Ausnahmen und meine Herangehensweise

Eine kla­re Ausnahme, die ein­deu­tig für das Löschen bestimm­ter Bilder spricht, ist, wenn sich im Nachhinein her­aus­stellt, dass ein Bild recht­li­che Probleme berei­ten könn­te, weil Logos, Markennamen oder ande­re geschütz­te Elemente abge­bil­det sind, die damals über­se­hen wur­den. Manchmal ändert sich auch die Rechtslage und damals „recht­li­ch siche­re“ Motive wer­den plötz­li­ch uner­wünscht.

Manchmal emp­fiehlt es sich auch, Bilder zu löschen, wenn sich her­aus­stellt, dass wich­ti­ge Suchbegriffe bei einem Foto ver­ges­sen wur­den und man bei der Bildagentur (zum Beispiel bei Fotolia) nach­träg­li­ch kei­ne neu­en Keywords ein­tra­gen kann.

Ich selbst lösche – bis aus die genann­ten Ausnahmen – kei­ne alten Fotos, haupt­säch­li­ch des­halb, weil es mich Zeit kos­ten wür­de und ich den erwähn­ten Long-Tail-Ansatz für plau­si­bel hal­te.

Wie hal­tet ihr das? Löscht ihr alte Fotos oder nicht? Und war­um?