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Wie läuft ein Foto-Shooting ab? Mein Business-Team-Shooting als Beispiel

Wow, es ist schon ein drei­vier­tel Jahr her.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist vor allem eins in Erinnerung geblie­ben bei mei­nem letz­ten gro­ßen Shooting: Die brü­ten­de Hitze in Köln, bei der ich die Models genö­tigt hat­te, trotz­dem lan­gär­me­li­ge Hemden zu tra­gen und in einem unkli­ma­ti­sier­ten Büro her­um­zu­sit­zen.

Diskussion in einem dynamischen Business Team mit Tablet Computer im Freien

Großes Shooting“ heißt für mich: Ein Shooting mit mehr als 6 Models, in die­sem 7 Models, mit dabei im Hintergrund mei­ne Kollegin Jasmin, wel­che vor allem Videos gemacht hat sowie ein Assistent.

Die Idee

Uns stan­den eini­ge Schulungsräume in Köln zur Verfügung, wel­che leer rela­tiv unspek­ta­ku­lär wir­ken. Gefüllt mit vie­len Models jedoch ergibt das eini­ge glaub­wür­di­ge Business-Situationen, die wir dar­stel­len woll­ten. Die Räume hat­ten den wei­te­ren Vorteil, dass sie eben­er­dig waren, wir konn­ten also nicht nur innen, son­dern auch drau­ßen vor der Tür foto­gra­fie­ren und somit die spie­geln­den Glasfassaden nut­zen.

Junge Business Frau surft mit ihrem Tablet PC im Internet und nutzt Apps

Die Models

Geplant waren acht Models, es gab lei­der eine kurz­fris­ti­ge Absage, was wir bei der Anzahl der gebuch­ten Models jedoch berück­sich­tigt hat­ten. Mit fast allen Models hat­te ich schon – oft mehr­mals – zusam­men­ge­ar­bei­tet, ich wuss­te also, dass ich mich auf sie ver­las­sen konn­te.

Business Team bei Planung der Finanzen mit Tablet PC am Tisch

Die Gruppe soll­te bunt gemischt sein, sowohl vom Alter, den Haarfarben und Geschlechtern. Das ist uns ganz gut gelun­gen, lei­der ist uns der mul­ti­kul­tu­rel­le Touch durch die Absage des afri­ka­nisch­stäm­mi­gen Models ver­lo­ren gegan­gen.

Den Models habe ich eini­ge Kleidungsvorschläge mit­ge­ge­ben, damit deren Kleidung wäh­rend des Shootings gut zusam­men­pas­sen wird.

Das Thema

Das Thema des Shootings war „Business-Team“ und wegen der Hitze haben wir auf die Jackets, Anzüge und Krawatten ver­zich­tet. Das war eine gute Entscheidung, fin­de ich, weil die Bilder dadurch trotz der Business-Atmosphäre locker und weni­ger for­mal wir­ken.

Die Requisiten

Zur Vorbereitung hat mei­ne flei­ßi­ge Assistentin unzäh­li­ge gene­ri­sche Balkendiagramme, Tortendiagramme, Tabellen, Kursverläufe und ande­re sta­tis­ti­sche Spielereien erstellt, die jedoch auf ech­ten Daten basie­ren, damit sie auch rea­lis­ti­sch aus­se­hen. Wer gen­au hin­schaut, sieht sogar mei­ne Modelverträge, wel­che die Models gleich vor lau­fen­der Kamera aus­fül­len konn­ten.

Tisch im Büro mit Händen und vielen Dokumenten von oben

Die Models wur­den gebe­ten, wenn vor­han­den, ihre Tablet Computer, Aktenmappen etc. mit­zu­brin­gen und wir haben selbst alle unse­re Tablets, Laptops und einen gro­ßen Packen neu­tra­li­sier­ter Kugelschreiber ein­ge­packt. Neutralisiert heißt, dass wir vor­her alle Logos, Markennamen etc. von den Geräten ent­fernt haben, damit die Bilder spä­ter leich­ter zu retu­schie­ren sind.

Die Technik

Zum Einsatz kam mei­ne bewähr­te Kombination aus Canon 5D Mark III*, als Objektiv das Arbeitstier 24–70 mm f2.8 II von Canon*, zwei exter­ne Speedlites* mit pas­sen­der Lastolite-Softbox* und diver­sem Zubehör. Die genaue Zusammenstellung für das ent­fes­sel­te Blitzen könnt ihr in die­sem Artikel nach­le­sen.

Foto: Tim E. Klein
Foto: Tim E. Klein

Um das Licht noch bes­ser len­ken zu kön­nen, war mein treu­er California Sunbounce in der Größe Mini* in der Silber/Weiß-Bespannung dabei und auch hilf­reich. Vor Ort konn­ten wir auch eine Leiter nut­zen für eini­ge Bilder:

Geschäftsleute stehen als dynamisches Team in einer Formation

Die Aufnahme-Daten

Am häu­figs­ten kam die Brennweite im Bereich 40–50mm zum Einsatz, gefolgt von den bei­den Extremen 24mm und 70mm. ISO-Wert war fast immer ISO 200, Belichtungszeit war meist 1/125 Sekunde. Als Blende habe ich meist Blende f/5.0 bis f/7.1 gewählt.

Entgegen mei­ner Predigt, dass sich Hoch- und Querformat-Bilder die Waage hal­ten soll­ten, habe ich dies­mal fast nur hori­zon­tal gear­bei­tet, was sicher auch dar­an liegt, dass sich die­ses Format bei Gruppen ein­fach anbie­tet, wenn ich die Leute nicht über­ein­an­der sta­peln will.

Voller Einsatz, hier mit einem Ringflash-Adapter (Foto: Tim E. Klein)
Voller Einsatz, hier mit einem Ringflash-Adapter (Foto: Tim E. Klein)

Vor dem Shooting

Einen Tag vor dem Shooting haben Jasmin und ich alle Bilder von den Wänden gehängt und die Tische und Stühle so ange­ord­net, wie wir sie brau­chen. Außerdem haben wir liter­wei­se Getränke im haus­ei­ge­nen Kühlschrank gela­gert, damit unse­re Models am nächs­ten Tag bei der Hitze nicht dehy­drie­ren.

Am Shootingtag habe ich die Models begrüßt, sie unter­ein­an­der vor­ge­stellt, falls sie sich noch nicht kann­ten und mir deren Kleidung zei­gen las­sen.

Jedes Model bekam eine Anweisung, wel­che Kleidung er oder sie anzie­hen sol­le sowie eine „Wechselkleidung“, wel­che sie ca. nach der Hälfte des Shootings auf mein Kommando wech­seln soll­ten.

Gruppe Geschäftsleute im Kreis stapelt die Hände zur Motivation

In der Zwischenzeit haben wir mit dem Assistenten das Licht ein­ge­rich­tet und die ers­te Szene mit Requisiten ein­ge­rich­tet.

Das Shooting beginnt

Zuerst soll­ten die Models sich an den Tisch set­zen und die Verträge unter­schrei­ben. Dabei habe ich das Licht mit den Models getes­tet und gleich eini­ge ver­käuf­li­che Fotos gemacht.

Danach habe ich vor allem Szenen vor­ge­ge­ben (Vertragsverhandlung, etc.) und die Models unter­ein­an­der agie­ren las­sen. Zwischendurch habe ich aber manch­mal auch ganz kon­kre­te Aufstellungen vor­ge­ben.

Wichtig ist es, immer die Augen offen zu hal­ten. So durf­te zum Beispiel ein Teil der Models zwi­schen­durch Pause machen und als die­se vor der Tür Smalltalk mach­ten, sah das so gut aus, dass wir das dana­ch gleich als nächs­te Szene über­nom­men haben.

Drei Geschäftsleute stehen im Gespräch miteinander in der Pause vor dem Büro

Zwischendurch habe ich auch eini­ge Videos pro­biert, aber das habe ich schnell wie­der Jasmin über­las­sen.

Mittags gab es eine hal­be Stunde Pause, in der wir Pizza für alle geor­dert haben (mer­ke: hung­ri­ge Models haben grim­mi­ge Gesichter). Danach kam der Kleidungswechsel und wei­ter ging’s.

An die­ser Stelle noch mal einen herz­li­chen Dank an alle Models und die ande­ren Beteiligten, die trotz über 35°C stand­haft bei der Sache waren und sich die Anstrengung nicht haben anmer­ken las­sen.

Nach dem Shooting

Jetzt beginnt der lang­wei­li­ge­re Teil. Die Räume wer­den wie­der her­ge­rich­tet, die lee­ren Flaschen abge­ge­ben und die Daten dop­pelt gesi­chert.

Am nächs­ten Tag mit einer Nacht Schlaf dazwi­schen wer­den die Bilder gesich­tet, sor­tiert und für die aus­ge­wähl­ten Bilder ent­wi­ckelt und von RAW ins TIFF-Format umge­wan­delt. Meinen Capture-One Workflow dazu fin­det ihr hier.

Dann folgt die übli­che Bildretusche, die Verschlagwortung und das Hochladen. Die Models erhal­ten alle eine DVD mit den fer­ti­gen Bildern sowie eini­ge Abzüge (wie hier beschrie­ben).

Mittlerweile fin­den sich die Bilder vom Shooting auf Webseiten und in Werbematerial von Anwälten, Versicherungen, Medien, Unternehmungsberatungen, Weiterbildungsinstituten und so wei­ter.

Die fertigen Bilder

Die Bilder könnt ihr zum Beispiel bei Fotolia* oder Shutterstock* kau­fen, die Videos auch. Zusätzlich habe ich ein ein­mi­nü­ti­ges Showreel mit den bes­ten Ergebnissen erstellt:

Was sagt ihr zu den Bildern?

* Affiliate-Link

Das Microstock-Shooting-Experiment – Teil 1: Die Vorstellung

Es ist ein Experiment. Schon über ein Jahr tra­ge ich die­sen Gedanken in mir. Nein, seit mehr als zwei Jahren. Bei der ers­ten Microstock Expo in Berlin fiel mir auf, dass alle Profi-Fotografen ihren Workflow mehr oder weni­ger iden­ti­sch in fol­gen­de fünf Phasen unter­teil­ten:

  1. Die Analyse
  2. Die Planung
  3. Das Shooting
  4. Die Bearbeitung
  5. Der Vertrieb

Auch ich ori­en­tie­re mich an die­sem Schema. Nun hat­te ich die Idee, ein kom­plet­tes Microstock-Shooting, von der Idee bis hin zum Upload kom­plett mit euch Leserinnen und Lesern zu machen.

Sozusagen ein „Gemeinschaftsprojekt“, bei dem wir alle Ideen zusam­men­le­gen und dar­über abstim­men, wel­che die­ser Idee ich umset­zen soll.

Ich weiß nicht, ob sich genü­gend Leute betei­li­gen wür­den, was für Ideen wir aus­brü­ten wür­den und wie die Ergebnisse aus­se­hen wür­den.

Ich stel­le mir das so vor:
Jede der oben genann­ten fünf Phasen besteht aus zwei oder drei Runden. In der ers­ten Runde erklä­re ich, wor­auf zu ach­ten ist, was für Möglichkeiten bestehen und bit­te euch Leser dann um wei­te­re Ideen, Kommentare, Vorschläge, Kritik und so wei­ter. In der zwei­ten Runde stim­men wir über die viel­ver­spre­chends­ten Vorschläge ab und ggf. stel­le ich in der drit­ten Runde die jewei­li­gen Ergebnisse vor.

Wer will, kann ger­ne selbst mit­ma­chen und par­al­lel an einem ähn­li­chen Shooting arbei­ten oder sogar eben­falls in sei­nem Foto-Blog dar­über berich­ten, sodass wir unse­re Vorschläge und Ergebnisse ver­glei­chen und auch von­ein­an­der ler­nen kön­nen. So als „Fotoproduktions-Blogparade“.

In mei­nem Kopf stel­le ich mir das als „gro­ßes sozia­les Live-Making-Of einer Fotoproduktion“ vor.

Aber viel­leicht sieht die Idee in mei­nem Kopf auch bes­ser aus als in der Realität.

Deshalb fra­ge ich:
Würdet ihr mit­ma­chen? Wie wür­det ihr die Teilnahme oder Interaktion gestal­ten? Wollen wir es wagen?

Neue Küche für Fotoshooting mit Models einrichten

Vor einer Weile bekam ich das Angebot, in einem nie­gel­na­gel­neu­en Einfamilienhaus in der neu­en Küche zu foto­gra­fie­ren.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Mit der Zeit haben Küchen die Angewohnheit, sich wie von Zauberhand voll­zu­rüm­peln, über­all sta­peln sich halb­of­fe­ne Verpackungen von Tee, Kaffee, Müsli, Marmelade, Reis, Nudeln, Gewürzen und so wei­ter. Das sieht meist weder beson­ders foto­gen aus noch mögen die Bildagenturen die Flut von Logos und Markennamen.


Der Nachteil einer neu­en Küche ist das genaue Gegenteil: Damit sie nicht zu leer wirkt, muss sie mit pas­sen­den, unau­fäl­li­gen Gegenständen deko­riert wer­den, wel­che die Küche bewohnt und gemüt­li­ch erschei­nen las­sen. Glücklicherweise wohn­ten mei­ne Eltern nur weni­ge Straßen ent­fernt von dem Haus und ich ließ mir meh­re­re Kisten voll mit Requisiten und Geschirr ankar­ren. Am Tag des Shootings kauf­te ich noch Brötchen, Brezeln, Obst, Gemüse, Kräuter und eine Tageszeitung. Das dra­pier­te ich halb­wegs so, dass hof­fent­li­ch ein har­mo­ni­scher Effekt ent­stand.


Damit sich der Aufwand auch lohnt, plan­te ich zwei Shootings in der Küche. Einmal mit einem jün­ge­ren Paar und dann noch mit einem Senioren-Paar (dazu spä­ter mehr im Blog). Mit den bei­den jün­ge­ren Models hat­te ich schon zusam­men­ge­ar­bei­tet, ich wuss­te also, dass bei­de zuver­läs­sig waren und opti­sch gut zusam­men pas­sen wür­den. Blöderweise herrsch­te an die­sem Tag tota­les Verkehrschaos wegen eines Unwetters, sodaß bei­de etwas spä­ter kamen. Die Zeit nutz­te ich, um eini­ge Stilleben zu foto­gra­fie­ren, mit denen ich gleich­zei­tig die Belichtung und Lichtsetzung tes­ten konn­te.


Als Kamera kam wie­der mei­ne Canon 5D Mark II* zum Einsatz, als Objektiv das 24–70mm f2.8*. Leider hat­te ich damit gro­ße Fokus-Probleme, wes­halb ich irgend­wann auf das 85mm f1.2-Objektiv* wech­sel­te und das Zoomobjektiv zur Nachjustierung an den Canon Professional Service schick­te. Belichtet habe ich mit einem extern aus­ge­lös­ten Speedlite 580 EX II* durch die klei­ne Lastolite Ezybox*. Zusätzlich hat ein Sunbounce-Mini-Reflektor* das Tageslicht etwas auf­ge­hellt.


Obwohl ich mit den Ergebnissen ganz zufrie­den war, muss ich geste­hen, dass ich beim Umsatz mehr erwar­tet hät­te. Zwar habe ich mei­ne Kosten schnell wie­der drin gehabt, aber die Investition war nicht so loh­nend wie bei ande­ren Shooting mit ver­gleich­ba­rem Aufwand. Vielleicht liegt es dar­an, dass Küchen doch eine ver­gleichs­wei­se leicht zugäng­li­che Location sind? Oder pass­ten die Accessoires nicht ganz? Ich glau­be nicht, dass es an den Models lag, denn auch das zwei­te Shooting mit ganz ande­ren Model-Typen brach­te ähn­li­che Ergebnisse.

Wie schon manch­mal bei ande­ren Shootings haben mich iro­ni­scher­wei­se die Fotos finan­zi­ell geret­tet, die nur aus der Not her­aus ent­stan­den sind: In die­sem Fall eini­ge der Stillleben, die sich vor allem bei Shutterstock sehr gut ver­kau­fen. Das zeigt mal wie­der, dass die Bildkäufer doch oft ganz anders ticken, als ich trotz viel Recherche ver­mu­ten wür­de.

Wie plane ich ein Outdoor-Shooting? Ein Praxisbeispiel

Mein ers­ter Artikel dar­über, wie gen­au ich ein Shooting pla­ne, in dem Fall in einer Bibliothek, kam ganz gut an.

Deshalb heu­te eine Art Making-Of eini­ger Frühlingsbilder im Freien, von denen ich eins hier schon kurz vor­ge­stellt hat­te.

Frau schüttelt Kirschbaum

1. Das Model

Mit dem Model, einer jun­gen blon­den Frau, habe ich vor eini­gen Wochen schon ein Shooting gehabt, was über eine Anfrage von mir über die Model-Kartei zustan­de kam. Wir kann­ten uns des­halb beim zwei­ten Shooting schon. Die meis­ten Bilder waren als Studio-Aufnahmen geplant, aber da das Wetter herr­li­ch war, woll­ten wir es uns nicht neh­men las­sen, zusätz­li­ch eini­ge Fotos im Freien zu machen.

2. Die Vorbereitung

Ich könn­te jetzt behaup­ten, dass ich akri­bi­sch den Wetterbericht und den Stand der Kirschblüten ver­folgt hät­te, um den rich­ti­gen Termin zu fin­den. Ist aber Quatsch. Die Outdoor-Fotos waren nur „Bonus“, des­halb reich­te ein Blick aus dem Fenster und die Erinnerung an mei­nen Spaziergang einen Tag vor­her im glei­chen Park.

Ich ließ das Model ein wei­ßes Oberteil anzie­hen, weil das neu­tral, zeit­los und fri­sch wirkt. Im Studio nut­ze ich wei­ße Kleidung nicht so gern, da wei­ßes Shirt auf wei­ßem Hintergrund oft kon­tur­los wirkt und schwie­rig aus­zu­leuch­ten ist. Hier pass­te es jedoch.

Um Bewegung ins Bild zu brin­gen, hielt das Model die lin­ke Hand am Ast des Kirschbaums, rüt­tel­te paar Mal und dann drück­te ich auf den Auslöser.

3. Die Ausrüstung

Fotografiert habe ich mit mei­ner Canon EOS 5D Mark II* und dem Canon 85mm IS USM L 1.2-Objektiv*. Neben dem vor­han­de­nen Licht nutz­te ich einen Speedlite 580EX II*-Blitz mit einem drauf­ge­steck­ten Rayflash-Ringblitz-Adapter*. Ich hat­te noch mein 50mm-1.8-Objektiv mit, was aber nicht zum Einsatz kam.

4. Die Technik

Das obi­ge Bild wur­de bei ISO 100 mit Blende 2.8 und 1/500 Sekunde Belichtungszeit auf­ge­nom­men. Die Tiefenschärfe soll­te mög­lichst gering sein, um mehr räum­li­che Tiefe ins Bild zu brin­gen. Ich hät­te zwar bis Blende 1.2 gehen kön­nen, aber das hät­te mir einen Bereich von ca. 4 mm gege­ben, der scharf geblie­ben wäre, das ist bei so einem beweg­ten Motiv (Model und Fotograf bewe­gen sich mini­mal vor und zurück) zuwe­nig. Mit Blende 2.8 hat­te ich mit ca 9 mm über das Doppelte an Schärfe.

Weil die Blitzsynchronzeit nur bis 1/200 reicht, mus­s­te ich den High-Speed-Modus akti­vie­ren. Das kos­tet Strom, des­halb hat­te ich meh­re­re Packen Ersatz-Batterien bei, von denen ich auch zwei ein­wech­seln mus­s­te. Der Ringblitz-Adapter vor dem Blitz sorgt dafür, dass das Licht auch auf der Kamera nicht flach wirkt, son­dern die natür­li­ch vor­han­de­nen Schatten sanft und gleich­mä­ßig redu­ziert. Da der Adapter etwas Licht schluckt, habe ich die Blitzleistung auf +1 erhöht, was eben­falls mehr Batteriepower frisst.

Entspannung durch Blütenduft

5. Die Variationen

Während das ers­te Foto fast eine Art Wimmelbild ist, soll­te das zwei­te gezeig­te Bild einen schlich­ten, medi­ta­ti­ven, rei­nen Charakter haben. Deshalb habe ich die gerin­ge­re Blende 2 risikiert und die Belichtung manu­ell um eine 1/3 Blende erhöht, um das Bild ganz leicht über­zu­be­lich­ten. Auch sind viel weni­ger Details im Bild, fast nur der Kopf und die Blüten.

Insgesamt habe ich von den Kirschblüten 13 ver­schie­de­ne Fotos aus­ge­sucht, die ich über die Bildagenturen anbie­te. Mit dabei sind Varianten mit blau­em Himmel, mit sprin­gen­dem Model, hori­zon­tal, ver­ti­kal, gekipp­ter Horizont, Draufsicht, leich­te Froschperspektive, Blick in die Kamera, Blick weg von der Kamera und so wei­ter.

6. Die Fehler

Ja, ich mache immer noch wel­che. In die­sem Fall war es Bequemlichkeit. Obwohl ich mein 50mm-Objektiv dabei hat­te, woll­te ich nicht stän­dig die Objektive wech­seln, was dazu führ­te, dass die Ausschnitte rela­tiv ähn­li­ch sind und wie beim unte­ren Bild etwas zu oft die Arme ange­schnit­ten sind. Außerdem habe ich anfangs erst spät gemerkt, dass die Batterien schlapp machen, wes­halb ich eini­ge schö­ne Motive habe, auf denen der Aufhellblitz fehlt und dadurch die Schatten zu stark sind.

Kein rich­ti­ger Fehler, aber nicht opti­mal war der Blütezeitraum der Kirschen. Ein oder zwei Tage frü­her hät­ten die Kirschbäume noch roman­ti­scher aus­ge­se­hen.

Frau wirft Blütenblätter

7. Die Nachbearbeitung

Bei die­sen Outdoor-Bildern habe ich deut­li­ch die Farbsättigung nach oben gedreht, den Kontrast und die Helligkeit leicht ange­ho­ben, die chro­ma­ti­sche Abberation raus­rech­nen las­sen und die rosa/lila-Töne etwas abge­dun­kelt, damit auch die­se Farben sat­ter wir­ken. Beim Model gab es kaum etwas zu retu­schie­ren. Nur auf eini­gen Bildern blitz­ten schwar­ze BH-Träger unter dem Oberteil her­vor, was unpas­send aus­sah und ich ent­fer­nen mus­s­te.

8. Die Verschlagwortung

Das obi­ge Bild habe ich dann mit fol­gen­den Suchbegriffen ver­se­hen:

Frau; Frühling; Spaß; Kirschbaum; rosa; flie­gen; Bewegung; Frische; Blüte; lachen; Kirschblüte; Natur; fri­sch; Baum; wer­fen; Blütenblätter; Heiterkeit; blü­hen; Park; schüt­teln; Zweig; Ast; Japanische Blütenkirsche; Portrait; Blütenblatt; Umwelt; Freude; Freiheit; Kirschblüten; glück­li­ch; grün; Freizeit; Garten; Landschaft; Lebensfreude; Schönheit; schön; lächeln; jung; Mensch; Kopf; Gesicht; blond; 20–30; Jahre; Europäer; Außenaufnahme; drau­ßen; Tag“

Das zwei­te Foto ent­hält die Keywords:

Frau; Blüte; Baum; Frühling; Duft; rie­chen; Kirschblüte; Garten; Kirsche; Natur; Gesicht; glück­li­ch; Genuss; Entspannung; Schönheit; Park; fri­sch; Zweig; Portrait; rosa; duf­ten; Kirschblüten; Blüten; Ast; Geruch; grün; Reinheit; Harmonie; Sommer; Romantik; Umwelt; Wellness; schön; Saison; attrak­tiv; jung; weib­li­ch; Mensch; Person; Kopf; blond; 20–30; Jahre; Europäer; Außenaufnahme; son­nig; im Freien; drau­ßen; Tag“

Bei der Baumsorte habe ich im Internet recher­chiert, wel­che Sorte wahr­schein­li­ch die rich­ti­ge ist (Japanische Blütenkirsche). Ganz sicher bin ich mir jedoch immer noch nicht. Da fehlt halt das Botanik-Studium. Es sind jeweils ca. 50 Begriffe, je nach Bildagentur lösche ich jedoch auch die Hälfte. Jetzt nur noch hoch­la­den und die Bilder ver­kau­fen.

Mehr Informationen für gelun­ge­ne Stockfotos fin­det ihr übri­gens in mei­nem Buch „Stockfotografie. Geld ver­die­nen mit eige­nen Fotos“*.

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Wie plane ich ein Foto-Shooting? Ein Praxisbeispiel

Ein Studioshooting mit einem Model ist ein­fach. Habe ich hun­dert­fach gemacht. Ein Shooting vor Ort mit fünf Models ist anders. Deswegen möch­te ich beschrei­ben, wie ich ein sol­ches Shooting geplant habe.

Heitere Lerngruppe

1. Location
Am Anfang stand die Idee, Fotos zum Thema Bildung zu machen. In einer Universität oder einer Bibliothek viel­leicht. Oder in einer Uni-Bibliothek? Da ich wäh­rend mei­nes Studiums an der FU Berlin in der Uni-Bibliothek eine Ausstellung zum Thema „Berlin“ hat­te, kann­te ich eine ers­te Ansprechpartnerin. Diese arbei­te­te zwar nicht mehr dort, emp­fahl mich jedoch ihrer Nachfolgerin. Ich erklär­te ihr kurz per Email mein Anliegen und ver­ein­bar­te ein Treffen, bei dem ich ihr mei­ne bis­he­ri­gen Fotos und Veröffentlichungen zeig­te, den „Property Release“ erklär­te und einen Termin absprach. Es pass­te gut, dass bald die Semesterferien waren, denn dort ist die Bibliothek deut­li­ch weni­ger besucht. Die Bibliotheksmitarbeiterin mus­s­te den Vertrag noch mit ihren Chef abspre­chen und gab dann grü­nes Licht. Hilfreich war auch, dass ich eine Berufshaftpflicht hat­te, die even­tu­el­le Schäden abde­cken wür­de.

Hilfe am Computer

2. Recherche
Mir war außer­dem klar, dass ich eine Gruppe von Models haben woll­te. So wür­de ich viel mehr Varianten foto­gra­fie­ren kön­nen und die kur­ze Zeit in der Bibliothek bes­ser nut­zen kön­nen. Außerdem habe ich die Mitarbeiterin gefragt, wel­che Fotos sie sich wün­schen wür­de. Sie klär­te mich auf, dass die Bibliotheken im Zeitalter des Internets ihre Rolle weg vom „Buchlieferanten“ hin zu einer dienst­leis­tungs­ori­en­tier­te­ren „Recherche-Quelle mit Lernmöglichkeiten“ defi­nie­ren wür­den. Sie woll­te ger­ne Fotos von Lerngruppen am Tisch haben, von Studenten an der Info-Theke und bei der Suche im Internet haben. Damit hat­te ich auch gleich mei­ne Trend-Recherche.

Außerdem habe ich die Begriffe „Student Universität“ bei eini­gen Bildagenturen ein­ge­ge­ben und geschaut, was für Bilder schon im Angebot waren und wel­che Motive sich davon am bes­ten ver­kauf­ten. ich erstell­te mei­ne Themenliste und ein Moodboard, das ist ein Blatt mit Beispielbildern, damit sich die Models (und in mei­nem Fall auch die Bibliotheksmitarbeiter) vor­stel­len kön­nen, was ich vor­ha­be.

Jubel in der Bibliothek

3. Models
Ich schrieb bei der Model-Kartei eine Shooting-Anfrage aus. Leider weiß ich den genau­en Wortlaut nicht mehr, aber ich defi­nier­te auf jeden Fall die Model-Kriterien (Alter 18–28 Jahre, männ­li­ch und weib­li­ch, ger­ne auch asia­ti­sche oder afri­ka­ni­sche Models, schö­nes Lachen), erklär­te die geplan­te Nutzung der Fotos, ver­link­te mei­nen Vertrag und erwähn­te die Bezahlung. Für ca. 3–4 Stunden habe ich 60 Euro pro Model plus die fer­ti­gen Bilder auf CD gezahlt, bei fünf Leuten ins­ge­samt 300 Euro.

Es mel­de­ten sich knapp 30 Models, nur weni­ge Männer, fast nur Frauen, teil­wei­se deut­li­ch über 35, wo ich mich gefragt habe, ob sie auch gele­sen haben, dass sie als „Studierende“ durch­ge­hen soll­ten. Im Zuge des Bologna-Prozesses wer­den die Studienzeiten ja eher kür­zer als län­ger. Ich rich­te­te in mei­nem Email-Account einen eige­nen Ordner für die Bewerbungen ein. Die bei­den Männer waren schnell aus­ge­sucht, bei den Frauen war es schwie­ri­ger. Ich woll­te sowohl eine gute Mischung an Haarfarben (blond, brü­nett, schwarz­haa­rig) als auch inter­kul­tu­rell. Im Zuge des „Castings“ stell­te sich her­aus, dass eine Frau die Partnerin von einem der männ­li­chen Models war. Das war ein guter Vorteil, weil ich mir sicher sein konn­te, dass zumin­dest bei einem Teil der Models „die Chemie stim­men“ wür­de.

Ich ent­schied mich für fünf statt wie anfangs geplant für vier Models, da die Absage-Quote der Model-Kartei rela­tiv hoch ist und ich einen Ausfall von ein bis zwei Models ein­pla­nen müss­te. Bei vier Models hät­te es dadurch pas­sie­ren kön­nen, dass nur zwei erschei­nen wür­den. Das wäre für eine Gruppe zu wenig. Außerdem ach­te­te ich bei den Models dar­auf, dass sie eini­ge Referenzen vor­wei­sen konn­ten und schon vie­le Shootings und gute Shootingbewertungen hat­ten. Das alles ist kei­ne Garantie für gute Models, zeugt aber von Ehrgeiz und zum Teil auch von Zuverlässigkeit. Ich leg­te einen Tag fest, an dem alle Models Zeit hat­ten und schick­te den Models vor­ab eine Liste mit gewünsch­ter Kleidung, die Motivliste, das Moodboard, den Model-Vertrag und unse­ren Treffpunkt.

Gemeinsam lernen

4. Requisiten
Am Tag vor dem Shooting galt es für mich noch Vorbereitungen zu tref­fen. Ich traf mich mit einem Bibliotheks-Mitarbeiter, bei dem ich schon einen Teil mei­ner Ausrüstung lager­te (nicht die teu­ren, aber die sper­ri­gen Sachen). Er stell­te mich den Angestellten vor, die am nächs­ten Tag im Lesesaal Dienst haben wür­den und ich erklär­te noch mal mein Vorhaben und ver­sprach, so lei­se und so wenig stö­rend wie mög­li­ch zu sein. Außerdem ging ich mit der Kamera umher, um Plätze inner­halb des Lesesaals und Archivs zu fin­den, die am foto­gens­ten sind. Diese Stunde war eine loh­nen­de Investition, da ich eini­ge Blickwinkel ent­deck­te, die mir am hek­ti­schen Shooting-Tag viel­leicht ent­gan­gen wären.

Außerdem nahm ich mir die Zeit, die ande­ren Besucher der Bibliothek zu beob­ach­ten, vor allem jene, die dort lern­ten. Was hat­ten sie bei sich? Laptop, Schreibblock, eini­ge Stifte, paar Bücher dane­ben gesta­pelt. Also pack­te ich mir Schreibblöcke, Stifte und mein Laptop ein, Bücher gab es ja genug vor Ort. Eins der Models bat ich auch, ihr neu­es Netbook mit­zu­brin­gen. Das wäre etwas, was auf älte­ren Bibliotheksfotos fehlt und mei­ne Fotos davon abhe­ben wür­de. Am Computer druck­te ich alle benö­ti­gen Model-Verträge noch mal aus (wie erwar­tet hat­ten eini­ge Models ihren Vertrag ver­ges­sen) und einen gro­ßen Zettel mit der Aufschrift „Aufgrund eines Fotoshootings kann es heu­te in der Bibliothek vor­über­ge­hend zu eini­gen Beeinträchtigungen kom­men. Wir bit­ten um ihr Verständnis. Vielen Dank.“). Den kleb­te ich vor dem Shooting an den Eingang der Bibliothek.

Warteschlange

5. Shooting
Der gro­ße Tag war da. Ein Shooting in die­ser Größenordnung – neue Location mit Publikumsverkehr und fünf mir unbe­kann­ten Models – hat­te ich noch nie umge­setzt. Rekord war bis­her fünf Models im Studio oder drei Models in neu­er Location. Als ich zur ver­ein­bar­ten Zeit am Treffpunkt vor der Bibliothek ankam, waren schon zwei der fünf Models anwe­send. Die Uhrzeit war 8:30 Uhr, eine hal­be Stunde vor Öffnung des Lesesaals. Kurz dar­auf kamen zwei wei­te­re Models. Während wir auf das letz­te Model war­te­ten, ließ ich mir die mit­ge­brach­te Kleidung zei­gen und wähl­te für jede Person etwas aus, was halb­wegs mit der Kleidung der ande­ren har­mo­nie­ren wür­de. Dazu bestimm­te ich ein zwei­tes Outfit, in das die Models wäh­rend einer Pause wech­seln soll­ten. Die Models schmink­ten sich in der Toilette und schlos­sen ihre Sachen in die Schließfächer.

Ich schraub­te einen Aufsteckblitz auf ein Stativ (ähn­li­ch wie hier beschrie­ben, nur mit Durchlichtschirm statt Mini-Softbox) und ver­band das Ganze mit Pocket Wizards mit mei­ner Kamera. Der Blitz kam in die Nähe der Models, auf die ande­re Seite stell­te ich einen California Sunbounce Pro als Diffusor auf. Wem der zu teu­er ist, fin­det hier übri­gens einen güns­ti­ge Bastel-Anleitung. Nach kur­zer Licht-Einstellung foto­gra­fier­te ich die geplan­ten Motive der Shooting-Liste zügig ab. Als Objektiv nutz­te ich abwech­selnd das 85mm f1.2 und das 50mm f1.8 bei ca. Blende 2.2 bis 2.8. Das war schon sehr gering von der Schärfentiefe, ging aber nicht anders, da ich die gan­ze Halle nicht mit Blitzen aus­ge­leuch­tet bekom­men hät­te und sie nicht im Dunkeln ver­schwin­den las­sen woll­te.

Beim Fotografieren ach­te­te ich dar­auf, dass ich abwech­selnd ver­schie­de­ne Konstellationen der Models hat­te (ein­zeln, Paare, Dreier-Gruppen, alle). Nach ca. zwei Stunde ließ ich zwei Models eine Pause machen, foto­gra­fier­te die ande­ren und so wei­ter, bis alle eine Pause hat­ten. Während der Pause soll­ten die Models auch in das zwei­te vor­her bestimm­te Outfit wech­seln, damit sie nicht auf allen Bildern die glei­che Kleidung tra­gen. Am Ende des Shootings unter­schrie­ben wir die Verträge, ich mach­te je ein Foto von den Models mit ihrem Personalausweis und zahl­te das Geld gegen eine Quittung aus. Außerdem hat­te ich spon­tan die Idee, auf dem Rückweg zur U-Bahn im dane­ben gele­ge­nen Park eini­ge Gruppen-Fotos im Park zu machen. Alle Models stimm­ten zu und es sind zusätz­li­ch zu den Bildungsfotos eini­ge net­te Fun-Fotos ent­stan­den.

Gemeinsame Umarmung

6. Nachbearbeitung
Das größ­te Problem bei der Retusche waren trotz gerin­ger Tiefenschärfe eini­ge Buchrücken, die ich in Fleißarbeit weg­stem­peln mus­s­te. Aufgrund der ähn­li­chen Motive konn­te ich einen gro­ßen Grundwortschatz für alle Bilder über­neh­men und mus­s­te vor allem bei den Personenbeschreibungen je nach Anzahl, Geschlecht etc. Anpassungen vor­neh­men. Inklusive Pausen und Vertragsunterzeichnung (immer­hin ins­ge­samt 20 Blatt Papier: 2x Vertrag und 2x Quittung x 5 Models) haben wir ca. vier Stunden foto­gra­fiert und ich habe an dem Tag 100 Fotos erhal­ten. Die fer­ti­gen Fotos schick­te ich jedem Model auf CD mit 1–2 Abzügen in einer schö­nen Präsentationsmappe. Auch die Universitätsmitarbeiterin bekam eine sol­che CD und ein Dankesschreiben per Mail.

Die Annahmequote bei den Microstock-Bildagenturen betrug zwi­schen 83% und 100%, durch­schnitt­li­ch ca. 94%. Mir war klar, bei wel­chen 5–10 Fotos die meis­ten Ablehnungen erfol­gen wür­den. Da wer­de ich nächs­tes Mal stren­ger bei der Auswahl sein müs­sen. Bei über der Hälfte der Bildagenturen waren die Bilder noch nicht online, da haben die ande­ren Bildagenturen inner­halb der ers­ten Woche min­des­tens die Kosten für ein Model wie­der ein­ge­spielt. Ich bin zuver­sicht­li­ch, dass sich das Shooting bald ren­tiert haben wird.

Hände fassen sich an

7. Aus Fehlern ler­nen
Einige groß­ar­ti­ge Motive konn­te ich nicht gebrau­chen, weil sie schlicht zu ver­wa­ckelt waren. Bei Belichtungszeiten zwi­schen 1/30 und 1/80 hät­te ich auf jeden Fall mein Einbeinstativ mit­neh­men müs­sen. Das hat­te ich in Köln gelas­sen, weil es mir neben der Kameraausrüstung, zwei Lichtstativen und dem rie­si­gen Reflektor zu viel war. Ein deut­li­cher Fehler. Ein wei­te­rer Fehler war, dass ich die gan­ze Zeit mit ISO 100 foto­gra­fier­te. Einige der ver­wa­ckel­ten Bilder wären sicher zu ret­ten gewe­sen, wenn ich auf ISO 200 gegan­gen wäre. Selbst wenn mei­ne Belichtungszeiten kurz genug gewe­sen wären, hät­te ich etwas mehr Tiefenschärfe erhal­ten und eini­ge Ablehnungen wegen zu gerin­ger Schärfe ver­mie­den.

Lerngruppe im Archiv

Was war Euer auf­wän­digs­tes Shooting bis­her? Und was habt ihr dar­aus ler­nen kön­nen?