Schlagwort-Archive: Baby

Antworte dem Fotograf: Erste Bildagentur-Erfahrungen

Seit einem hal­ben Jahr beant­wor­te ich in mei­ner Blog-Rubrik „Frag den Fotograf“ Fragen mei­ner Leserinnen und Leser. Umso mehr freut es mich, dass ich letz­te Woche die ers­te Antwort bekom­men habe von der Fotografin, mit der ich die Rubrik gestar­tet hat­te. Sie bat mich hier um Hilfe bei der Agentursuche. Meine Tipps haben gehol­fen und ich möch­te Ihre Mail mit Euch tei­len.

Vielleicht erin­nern Sie sich? Am 15.01. haben Sie in Ihrem Blog mei­ne Frage nach best­mög­li­cher Vermarktung von Tier- und Kinderfotos vero­ef­fent­licht (RM oder RF)? Hier mei­ne Zwischenbilanz und was ich aus den hilf­rei­chen Anregungen für mich so „gezo­gen“ habe:

Die Tierfotos gehen fast aus­schliess­li­ch an eine spe­zi­el­le Tierfotoagentur. Dort habe ich auf Anhieb auch gleich eini­ge wirk­li­ch gute Verkäufe (Kalenderbilder) erzie­len koen­nen. Zur Zeit hal­te ich es so, dass ich mir beim Shooting gegen Preisnachlass eine Freigabe unter­zeich­nen las­se und die Fotos direkt beim Sichten aus­wäh­le und auf den Server der Agentur lade. So lan­den die Fotos zeit­nah dort und der „Stock“ wächst und wächst 🙂 Diese Agentur ver­mark­tet RM.

Meine Kinderfotos zei­gen ent­we­der mei­ne Kinder oder ich mache inzwi­schen Shootings direkt für den „Verkauf“ mit ent­spre­chen­der Freigabe gegen Fotos (TfP).  Diese gehen über­wie­gend in den Microstock-Bereich, wobei sich dies momen­tan noch auf 2–3 Agenturen beschränkt, da ich zeit­li­ch mehr nicht schaf­fe. Ich bin ja selbst noch im Babyjahr und mit zwei Kleinkindern „eigent­li­ch“ voll aus­ge­las­tet.

Interessant fin­de ich den anschei­nend sehr unter­schied­li­chen Geschmack des deut­schen und des ame­ri­ka­ni­schen Marktes:

In „good old ger­many“ ver­kau­fen sich  – zumin­dest ich – eher „natür­li­che“ Fotos, wobei es in Amerika ger­ne schon mal ein wenig „kit­schig“ sein darf. Hier ein Foto, das sich in Deutschland wirk­li­ch gut ver­kauft:

2009-sam-0328-007
Das glei­che Foto hat bei einer ame­ri­ka­ni­schen Agentur noch „nix“ gebracht. Hier ein Foto, das wie­der­um in Amerika gut geht, in Deutschland aber ein Ladenhüter ist:

2009-sam-0328-093

Am Model kann es nicht lie­gen, ist näm­li­ch das glei­che, mein süs­ser  Samuel 🙂

Erstaunlich ist auch, das eine gros­se ame­ri­ka­ni­sche Agentur Fotos ablehn­te, die sich hier schon defi­ni­tiv „gut“ ver­kauft haben. Die Geschmäcker schei­nen zumin­dest bei der Baby-/Kinderfotografie doch sehr unter­schied­li­ch zu sein.

Sobald mei­ne Zeit es zulässt, pla­ne ich eine regel­mäs­si­ge Belieferung der ein­zel­nen Agenturen in fol­gen­der Aufteilung:

Baby-/Kinderfotos – Microstock bzw. Macrostock (nie­mals jedoch aus dem glei­chen Shooting gemischt!)
Tierfotografie – spe­zi­el­le Tierfotoagentur als RM
Szenen des täg­li­chen Familienlebens (davon gibt es hier ja mit zwei Kindern und zwei Hunden genug) – Microstock“

Habt ihr ähn­li­che Erfahrungen mit den Unterschieden des deut­schen und us-amerikanischen Marktes machen kön­nen?

Kleinkinder sind niedlich

Ja, Kleinkinder sind nied­li­ch, aber sor­gen auch schnell für ver­schramm­te Knie. Immerhin ist es am bes­ten, auf Augenhöhe zu foto­gra­fie­ren und da muss man sich nun mal auf den Boden schmei­ßen.

Auch der Umgang mit exter­nen Blitzgeräten ist schwie­rig, selbst mit zwei Eltern, die stän­dig ver­su­chen, die Aufmerksamkeit des Kindes auch sich zu len­ken und nicht auf den teu­ren Speedlight mit Stativ und Schirm. Tipp: Essen, bun­te und geräusch­vol­le Dinge hel­fen am bes­ten.

Kleine Kinder wer­den auch schnell müde und so rich­tet sich die Dauer der Fotosession stark nach der Laune des Kindes. Aber vor­her wird auch von der Müdigkeit noch ein Foto gemacht.

Was sind Eure Erlebnisse bei der Fotografie von Kindern und Babys?