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Werbegeschenke von Bildagenturen

Durch Zufall lan­de­te vor paar Wochen ein Päckchen mit Werbematerial ver­schie­de­ner Bildagenturen auf mei­nem Schreibtisch. Okay, nicht zufäl­lig, son­dern weil ich im fotos-​verkaufen-​Blog von Amos an einem Gewinnspiel teil­ge­nom­men hat­te. Das Zeug liegt jetzt hier und da ich nicht recht weiß, was ich sonst damit anfan­gen soll, schrei­be ich dar­über.

Nicht bier­ernst, aber viel­leicht trotz­dem hilf­reich für ande­re Agenturen, die sich bei ihren Werbegeschenken nicht zwi­schen Kugelschreiber, Schlüsselanhänger und Thermoskanne ent­schei­den kön­nen. Auf einer Skala von 0 bis 5 bewer­te ich auch den Hipness-​Faktor und die Nützlichkeit.

fotolia-gimmick-01

Fotolia ver­teilt an Kunden und Geschäftspartner Brillenputztücher. Als Vegetarier fin­de ich das Motiv nicht so gut gewählt. Hier wird gleich eine Tücke von Give-​Aways deut­lich: Die auf dem Tuch erwähn­ten 5 Millionen sind schon längst pas­sé. Mittlerweile hat die Agentur über 8 Millionen Bilder. Da ich als ech­ter Nerd eine Brille tra­ge, kommt das Tuch wirk­lich ab und zu zum Einsatz und auch in mei­ner Fototasche ste­cken zwei der Tücher, die auch eben­falls schon benutzt habe. Auf eini­gen der Tücher ist auch ein Aufkleber, mit dem Bildkäufer fünf Credits geschenkt bekom­men kön­nen. Das nen­ne ich Mehrwert.

Hipness-​Faktor: 1
Nützlichkeit all­ge­mein: 5
Nützlichkeit für Fotografen: 5

shutterstock-gimmick-02

Beim Werbegeschenk von Shutterstock muss­te ich erst grü­beln, was das sein soll. Erkennt ihr es? Es ist Lippenbalsam mit Minzgeschmack! Mit Vitamin E, Aloae Vera und Sonnenschutzfaktor 15. Da muss man erst mal drauf kom­men. Mit Fotografie hat das wenig zu tun, aber ich gebe zu, dass ich es im Winter aus­pro­biert habe. Schmeckt echt gut und damit küsst es sich bes­ser als mit die­sen fet­ti­gen Labello-​Dingern.

Hipness-​Faktor: 2
Nützlichkeit all­ge­mein: 5
Nützlichkeit für Fotografen: 0

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istock­pho­to hat mich ent­täuscht. Schon als Kind haben mich die­se Schiebe-​Puzzles frus­triert und gelang­weilt. Dazu kommt, dass ich kei­nen Zusammenhang zwi­schen dem Werbeslogan „Finde das Richtige“ und den Bildern erken­nen kann. Auch die Bildwahl wür­de mich als Kunde nicht zur Agentur locken. Aber da die­se Puzzles in Zeiten von Handy und Java-​Games total retro sind, bekom­men sie paar Coolness-​Punkte.

Hipness-​Faktor: 3
Nützlichkeit all­ge­mein: 2
Nützlichkeit für Fotografen: 0

shutterstock-gimmick-01

Richtig hip sind jedoch die Ansteck-​Buttons von Shutterstock. Ich sehe schon, wie sich die Designer prü­geln, wenn Shutterstock-​Mitarbeiter die Dinger bei der Photokina in die Menge schmei­ßen… 🙂
Einige der Motive eig­nen sich für Fotografen auch gut als Accessorie, um Models den jugend­li­chen oder Punker-​Look zu ver­pas­sen. Etwas kri­tisch sind höchs­tens die Slogans „More white space“. Das könn­te glatt als ras­sis­tisch gel­ten.

Hipness-​Faktor: 5
Nützlichkeit all­ge­mein: 1
Nützlichkeit für Fotografen: 3

fotolia-gimmick-02

Zuerst dach­te ich, Fotolia hät­te sich nicht lum­pen las­sen und mir eine Mini-​Kamera geschenkt. Aber wer durch den Sucher des ca. zehn Zentimeter brei­ten Apparats schaut und auf den Auflöser drückt, bekommt eine Dia-​Show mit zehn Motiven aus der Bildagentur zu sehen. Ich war mir erst nicht sicher, was ich damit anfan­gen soll, aber dann dach­te ich mir, dass die klei­ne Kamera eine gute Requisite abgä­be. Sie geht nicht kaputt (bzw. und selbst wenn, wäre es nicht so tra­gisch) und nicht nur kind­li­che Models schau­en bestimmt eine Weile inter­es­siert durch den Sucher.

Hipness-​Faktor: 5
Nützlichkeit all­ge­mein: 0
Nützlichkeit für Fotografen: 5

Aus ande­ren Quellen ken­ne ich noch eini­ge wei­te­re Gimmicks von Agenturen, die eben­falls erwäh­nens­wert sind.

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Foto: Getty Images

Getty Images ver­schickt an sei­ne Kunden ein klei­nes Taschenbuch im DinA6-​Format mit dem Titel „Der Doppelmord in der Rue Morgue“. Literatur-​Kenner mer­ken jetzt, dass das doch der Krimi von Edgar Allan Poe ist, abge­druckt lei­der nur in einer gekürz­ten Fassung. Auch das Ende fehlt. Das kön­nen die Krimi-​Fans dann auf der Webseite von Getty Images lesen. Das ist cle­ver gemacht und erfüllt das Kriterium eines guten Werbegeschenks: Den Kunden an die Firma zu bin­den und idea­ler­wei­se zu einem Kauf anzu­re­gen.

Hipness-​Faktor: 4
Nützlichkeit all­ge­mein: 2
Nützlichkeit für Fotografen: 0

Die klei­ne Bildagentur Apply Pictures ver­schick­te vor­letz­te Weihnachten an Bestandskunden ech­te Handschellen. Der bei­lie­gen­de Flyer erklär­te den Grund: „Unsere Bilder wer­den sie fes­seln“. Die Materialkosten für so ein Geschenk sind hoch, aber die Agentur bleibt in Erinnerung. Und hät­te ich nicht nur ein Bild der Handschellen, son­dern gleich die ech­ten Handschellen bekom­men, wür­den sie jetzt in mei­nem Requisitenschrank lie­gen und des öfte­ren zum Einsatz kom­men.

Hipness-​Faktor: 5
Nützlichkeit all­ge­mein: 2
Nützlichkeit für Fotografen: 5

mauritius-lineal

Mauritius Images ver­schick­te vor einer Weile ein Lineal an eini­ge Kunden. Nicht irgend­ein Lineal, son­dern ein 30cm-​Teil aus Aluminium und mit drei Seiten, auf denen ins­ge­samt 5 ver­schie­de­ne Maßstäbe ange­bracht waren (1:10, 1:25, 1:100 usw.) Das ist für die Zielgruppe Fotografen und noch mehr für Designer sehr prak­tisch und ich habe es schon benutzt, um ver­klei­ner­te Skizzen zu zeich­nen.

Hipness-​Faktor: 0
Nützlichkeit all­ge­mein: 5
Nützlichkeit für Fotografen: 5

Welche Werbegeschenke wel­cher Agenturen sind Euch am meis­ten in Erinnerung geblie­ben. Und war­um?

Sensation: Photograph Of Jesus!

Letztes Wochenende war ich mit mei­ner Freundin beim Kurzfilm-​Festival „Shnit“ in Köln. Wir waren bequem und haben uns statt des Film-​Marathons für eine Zusammenfassung der bes­ten Kurzfilme ent­schie­den.

Darunter war auch die­ser Kurzfilm, den ich Euch sehr emp­feh­len möch­te. Er heißt „Photograph Of Jesus“ von der Filmemacherin Laurie Hill und ist eine sehr humor­vol­le Dokumentation des Hulton Archivs der Bildagentur Getty Images. Der Film ent­stand im Rahmen der „Short & Sweet“ Kurzfilm-​Challenge von Getty Images. Der Schwerpunkt des Filmes liegt auf den vie­len abstru­sen Foto-​Anfragen, die der Vizepräsent des Archivs, Matthew Butson, stän­dig erhält.

Genau das Richtige für einen unter­halt­sa­men Sonntag. Viel Spaß am Ansehen.
(Feed-​Leser sehen das Video unten lei­der erst auf der Blog-​Seite.)

Und, wie fan­det ihr den Film?

Rezension: „What The Duck. A W.T.D. Collection“ von Aaron Johnson

Einige wis­sen viel­leicht, dass neben der Fotografie Comics mei­ne Leidenschaft sind. Mehrere Regalmeter im Wohnzimmer sind mit Comics gefüllt und selbst mei­ne Diplomarbeit im Bereich Politikwissenschaft habe ich zum Thema „Politikanalyse in Comics“ ver­fasst. Umso mehr freu­te ich mich, als ich vor eini­gen Jahren „What The Duck“ ent­deck­te: Eine Comicserie über eine Ente als Fotograf!

what-the-duck-cover

What The Duck ist wie eine lose Mischung aus „Dilbert“ (Inhalt), „Garfield“ (inne­re Einstellung) und „The Boondocks“ (Zeichenstil). Immer etwas schlecht gelaunt, unter­be­zahlt, von Frauen gemie­den und von Kollegen geschmäht, rollt die Ente ihre Arbeit als Fotograf auf und schlägt sich mit unzu­frie­de­nen Kunden, eit­len Künstlern, fre­chen Kindern und sar­kas­ti­schen Praktikanten her­um. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

What The Duck 776

Viele der Strips sind irre komisch – jedoch nur für Fotografen. Ein gutes Beispiel dafür sind die­se bei­den:

What The Duck 769

What The Duck 12

Im Buch sind die durch­gän­gig far­bi­gen Strips der letz­ten Zeit abge­druckt, je fünf klei­ne und ein gro­ßer Comic-​Strip pro Woche auf ca. 120 Seiten.  Insgesamt macht das ca. 280 ein­zel­ne Comics. Wer „What The Duck“ als RSS-​Feed abon­niert hat oder regel­mä­ßig Comic-​Webseite besucht, wird die Comics ken­nen. Sein zwei­tes Buch „A W.T.D. Collection“ ver­sam­melt die Comics von 2007 bis 2008, die alle auch gra­tis online ange­schaut wer­den kön­nen. Dort hat­te der Zeichner Aaron Johnson übri­gens die genia­le Idee, sei­ne Fans die Titel der jewei­li­gen Folge bestim­men zu las­sen, indem sie Vorschläge unter dem Comic als Kommentar abge­ben kön­nen. Außerdem gibt es ein­ge ani­mier­te Versionen des Comic-​Stripy in sei­nem YouTube-​Kanal. Meine bei­den Favoriten dort sind übri­gens die­ser und die­ser hier:

Auch wenn jeder die Comics täg­lich online lesen kann, ist es etwas ande­res, ent­spannt mit dem Buch auf dem Sofa zu lie­gen, Eis zu essen und ganz vie­le Folgen hin­ter­ein­an­der zu lesen, ohne 24 Stunden war­ten zu müs­sen. Bei Amazon gibt es das Buch übri­gens gera­de für unter 10 Euro, ide­al als gutes (Weihnachts)geschenk.

Was ist Stockfotografie?

Stockfotografie bezeich­net – wie der Name schon anklin­gen lässt – das Fotografieren von Stöcken.

Stockfotografie

Damit ist die­ser Fotografie-​Stil ein Teil der Landschaftsfotografie, spe­zi­ell der Baumfotografie. Stockfotografen sind auf Parties sehr beliebt, weil sie den soge­nann­ten „Stockbesoffenen“ hilf­rei­che Stöcke zum Stützen rei­chen kön­nen.

Unterarten der Stockfotografie sind die

Nicht zu ver­wech­seln ist die Stockfotografie jedoch mit der

  • Fotografie von Stockings, einem Bereich der Fetischfotografie, in der es um Fotos mit Nylonstrümpfen geht
  • Stocks-Fotografie, was die Fotografie von Fußfesseln, auch Fußblock oder Stock genannt, bezeich­net
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Foto: Raimond Spekking

Übrigens: Jemand ist „stock­blind“, wenn er beim Spaziergang nur noch Ausschau nach Stöcken hal­ten kann.

Germany’s Next Topmodel – Was in der vierten Staffel passiert

Am Donnerstag, den 12. Februar 2009 um 20.15 Uhr wird auf Pro7 die vier­te Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ begin­nen. Beworben haben sich 18.786 Mädchen.

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Doch ist das dort gezeigt Bild rea­lis­tisch? Jein.

In der Sendung wird vor allem ein klei­ner Teil des Model-​Business behan­delt: Der von Top-​Models, die vor allem viel Laufsteg-​Aufträge bekom­men. Die vie­len Models, die bei­spiels­wei­se allein wegen ihrer Größe oder des Gewichts nie für Laufstege gebucht wür­den, aber trotz­dem gut von Fotoaufträgen leben kön­nen, inter­es­sie­ren da nicht. Dabei gibt es sie: Charaktergesichter, Aktmodelle oder Seniorenmodels zum Beispiel.

Und um eini­gen Nachwuchs-​Models zu zei­gen, auf was sie sich ein­stel­len müs­sen, hier eini­ge Voraussagen für die vier­te Staffel, die garan­tiert ein­tref­fen wer­den:

  • Es wer­den von min­des­tens einer Kandidatin Nacktbilder oder ähn­li­ches auf­tau­chen.
  • Es wird min­des­tens eine „Zicke“ im Team geben.
  • Es wird ein Shooting in Bademode statt­fin­den.
  • Eine Kandidatin wird sich min­des­tens wei­gern, ein Fotoshooting zu machen oder eine Aufgabe zu erfül­len.
  • Es wird ein Shooting zusam­men mit einem Mann oder meh­re­ren Männern geben.
  • Tränen! Ganz viel Tränen wird es geben.

Habe ich etwas ver­ges­sen?

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