Podcast eines Fotoproduzenten Folge 14 – Interview mit Christoph Kniel & Niko Synnatzschke von KNSY

Auch in der 14. Folge des Podcast eines Fotoproduzenten dürft ihr gleich zwei Interviewpartner ken­nen­ler­nen: Christoph Kniel & Niko Synnatzschke bil­den zusam­men das Fotografie‐Duo KNSY, was in den letz­ten zehn Jahren zig­tau­send Business‐ und Lifestyle‐Stockfotos für Agenturen wir plain­pic­tu­re und Westend61 umge­setzt hat.

Christoph Kniel (links) & Niko Synnatzschke (rechts im Bild)

Ich rede mit den bei­den über ihren Bildstil, die Vor‐ und Nachteile der Zusammenarbeit, über den Einfluss eines Art Directors und war­um sie so vie­le Models mit ver­schränk­ten Armen foto­gra­fie­ren.

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SHOWNOTES:
Webseite von KNSY
Instagram‐Account von KNSY
Portfolio von KNSY bei plain­pic­tu­re
Portfolio von KNSY bei Westend61

50 Gedanken zu „Podcast eines Fotoproduzenten Folge 14 – Interview mit Christoph Kniel & Niko Synnatzschke von KNSY“

  1. Oh mei­ne Jungs!!!

    Lustig wie immer und ernst zwi­schen den Zeilen.
    So sind wir Ruhrpöttler. Schönes Interview Robert !
    Die Arbeit mit Chrisse & Nico ist was Besonderes, ja.

    Gruss,
    Micha

  2. Bleibt nur die Frage offen, war­um mit Verteilern arbei­ten die ande­re Bildagenturen bedie­nen, dass Geschäft kann man eben -sogut selbst machen. Von der Partneragentur gibt es 40–60%, die­se wie­der­um erhält auch nur einen Anteil aus dem Verkauf, da geht eine Menge Geld ver­lo­ren. Westend 61 z.B. hat­te zum 31.12.2016 „Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks €943.633,39“ Geld, was Fotografen rein­ge­ar­bei­tet haben (Die Gehälter 2016 sind da sicher schon runter).….….also für mich ist da ordent­lich Potenzial nach oben

  3. Tja Max Müller, da könn­te man auch sagen, Westend61 wirt­schaf­tet ordent­lich und hat des­halb 2017 ein paar hun­der­tau­send Euro Investitionskapital zur Verfügung gehabt, um eine neue Internetseite zu laun­chen, den Direktvertrieb auf­zu­bau­en und neu­es Personal anzu­stel­len. Denn in der Marktwirtschaft braucht man nun mal Gewinne, wenn man inves­tie­ren will. Außerdem hat Westend61 durch die ver­nünf­ti­ge Art zu wirt­schaf­ten das Geld, den Fotografen Art Direktoren zur Verfügung zu stel­len und sie gut zu betreu­en. Wenn Sie das Interview noch­mal anhö­ren, wer­den Sie viel­leicht her­aus­hö­ren, dass das den bei­den nicht ganz unwich­tig ist.
    Am Ende steht es aber jedem – auch Christoph und Niko – frei, das Geschäft allei­ne zu machen oder zum Beispiel mit Westend61, Getty oder auch Fotolia zu arbei­ten. Der sehr talen­tier­te Jon Oringer – Inhaber von Shutterstock – war der ers­te Bildagenturmilliardär, Getty war mal sehr pro­fi­ta­bel und wur­de vor ein paar Jahren für drei Milliarden an Investoren ver­kauft, Fotolia ging für die fan­tas­ti­sche Summe von 800 Millionen Dollar an Adobe. Erarbeitet von Fotografen zum Wohle von ein paar weni­gen Inhabern. Da könn­te man fast nei­disch wer­den. Keine Ahnung, ob die sich auch bei Ihnen bedan­ken müss­ten, ich ver­mu­te es fast.

  4. Herrlich unter­halt­sam immer wie­der bei den Microstockern.. Dieser gan­ze Frust bei so man­chen Leuten muss doch irgend­wann mal ver­pufft sein. Gleich muss ich schla­fen gehn, denn mor­gen Sonntag um 5 Uhr früh steht der Fotograf (hey es ist mein Freund Herr Kniel) vor der Tür und es geht zum Shooting nach Belgien/Holland.. Wir lie­ben Shooten und wir lie­ben unse­re Fotografen und wir lie­ben es auch die Bilder gut los­zu­wer­den. Aber reicht jetzt,jetzt ist Qualitytime. Ein Bier kann beruhigen,probiers mal. Chronische Nörgelei ist allet­dings unheil­bar glaub ich.

    Cheers.

    Micha

  5. @Gerald Staufer: Wie immer – gut geschrie­ben! Ändert aber nichts an mei­ner Aussagen und mei­ner Anregung. Da hilft auch die Ablenkung auf die Erfolge ande­rer Agenturen nichts. Die sind‐ und das ist ein gro­ßer Unterschied – zunächst kei­ne blo­ßen Verteiler, son­dern haben eige­nen Kunden (Unterschied ver­stan­den?) Klar gön­ne ich WE61 sei­nen Erfolg – GROßARTIG – das wür­de ich genau­so machen. Aber als Fotograf sehe ich es nun mal anders, der Vertrieb ver­dient zuviel an den Fotografen. Und die genann­ten Agenturen unter­lie­gen auch nicht dem deut­schen Recht und der deut­schen Denkweise, wäh­rend in den USA das Copyright dem Vertrieb eine vor­ran­gi­ge Stellung ein­räumt, haben wir in Deutschland das Urheberrecht, damit wird gera­de in Deutschland der Fotograf gestärkt und nicht der Händler!

  6. @Max: man könn­te den Gedanken auch noch wei­ter den­ken und sagen, dass Fotografen noch mehr ver­die­nen wür­den, wenn sie ihre Bilder direkt ver­trei­ben wür­den. Es gibt jedoch gute Gründe, war­um vie­le es nicht tun. Genauso gibt es gute Gründe für eini­ge Fotografen, Verteiler‐Agenturen zu wäh­len, wenn sie zum Beispiel mehr Zeit für Shootings haben wol­len statt sich um Verschlagwortung, Upload etc. küm­mern zu müs­sen.

  7. In der Agenturlandschaft wird sich sicher eini­ges ver­än­dern, es gibt berech­tig­te Beschwerden von Bildnutzern, das bei fast allen Anbietern die sel­ben Bildern ange­bo­ten wer­den, da wird zukünf­tig sor­tiert wer­den, nicht jedes Bild wird über­all zu sehen sein. Die Eigenvermarktung macht Sinn. Agenturen machen auch nicht anders, sie kau­fen sich bei ent­spre­chen­den Schnittstellen ein, laden ihre Bilder auf die­se „Cloud“ hoch und bin­den die Partner mit denen sie zusam­men­ar­bei­ten an – fer­tig. Wir leben im digi­ta­len Zeitalter, ist nicht auf­wen­dig, kos­tet wenig Zeit und bringt eine Menge „Kohle“ (funk­tio­niert welt­weit!) Die Beteiligung der Fotografen ist erbärm­lich, die Wertschöpfung liegt aus­schließ­lich beim Vertrieb. Es bleibt natür­lich jeden Fotografen selbst über­las­sen was er „geschäft­lich“ macht, die meis­ten über­le­ben eh nicht lan­ge.

  8. @Max Müller zunächst bin ich erstaunt, war­um Sie uns vor­hal­ten, Geld zu ver­die­nen, selbst aber im Prinzip nichts ande­res machen. Sie geben die Bilder an Agenturen, die den Löwenanteil behal­ten.
    Was die mitt­ler­wei­le lang­sam lang­wei­lig wer­den­de Kritik an den Verteilern betrifft, möch­te ich auch was dazu sagen. Wir ver­tei­len die Bilder im Premiumbereich, nicht im Microstockbereich. Ich weiß nicht, ob Sie sich in die­sem Segment aus­ken­nen. Das sind ca. 100 Agenturen, das schafft ein ein­zel­ner Fotograf nicht. Wir über­neh­men die Verschlagwortung, spa­ren dem Fotografen so Zeit und damit Geld. Ich weiß, vie­le Fotografen blen­den das aus ihrer Kostenrechnung aus, das ist aber Selbstbetrug, die dafür auf­ge­wen­de­te Arbeitszeit muss ja wie­der erwirt­schaf­tet wer­den. Zu guter Letzt schi­cken wir unse­ren bes­ten Fotografen wie KNSY einen sehr erfah­re­nen Art Director vor­bei, wenn sie das wün­schen oder sen­den ihnen Shootingpläne. Am frei­en Markt kos­tet sowas bis zu 1.000 Euro Tagesgage. Denn so ein AD hat neben Erfahrung viel Wissen. Christoph hat mir erzählt, dass er von Michael trotz vie­ler Jahre Stockfotografie auf dem Buckel noch viel gelernt hat, er hat ihnen neue Perspektiven eröff­net. Sie haben wegen ihm Bilder geschos­sen, die sie nie gemacht hät­ten, also auch nie­mals Geld damit ver­dient hät­ten. Deshalb ver­die­nen wir nicht zu viel an den Fotogragen, son­dern es ist ein Geben und Nehmen.
    Und wie gesagt, die Inhaber zie­hen sich die Überschüsse nicht raus, um Millionäre zu wer­den, son­dern wir reinves­tie­ren Gewinne in Personal und den Aufbau eines Direktvertriebs, damit bald noch mehr Geld bei unse­ren Fotografen bleibt. Trotzdem haben sich die zwei KNSYs gefreut, als wir letz­te Woche 5.200 Euro für einen Bildverkauf über eine Partneragentur bekom­men haben. Ein Exklusivverkauf eines ein­zel­nen Bildes, es ist jetzt für zwei Jahre gesperrt und wäre ohne unse­ren AD nie ent­stan­den, der dabei war. Ich den­ke, da hät­ten Sie jetzt auch nicht nein gesagt 😉 In die­sem Sinne wün­sche ich Ihnen einen schö­nen Sonntag!

  9. Und was mir noch auf­fällt, KNSY arbei­ten für 2 Agenturen, WE61 scheint deut­lich die mit den bes­se­ren Verkäufen zu sein. WE61 gibt die Themen vor, stellt einen AD, ver­schlag­wor­tet die Bilder, wählt die Bilder aus und bean­sprucht Exklusivität. Weitere Kunden hat KNSY nicht. Das sieht stark nach Scheinbeschäftigung aus, schließ­lich machen KNSY sich abhän­gig.…..€ 5.200 für ein Bild, WOW, hab ich bis­her noch nicht gehabt und nicht gehört.…;-)

  10. Scheinbeschäftigung? Auch da wür­de ich raten, genau hin­zu­hö­ren im Podcast statt sol­che Verdächtigungen auf­zu­stel­len. Wir sind eine von sechs Agentuten, sie behaup­ten nir­gends, dass sie über uns die meis­ten Einnahmen erzie­len und sie haben dann und wann auch Aufträge. Merkwürdige Argumente, Herr Müller.
    Noch nie von Exklusivverkäufen über Stockfotoagenturen gehört? Dann schla­ge ich vor, Sie hören sich mal um und recher­chie­ren etwas im Internet. Das haben wir desöf­te­ren, gro­ße Kunden wol­len ab und zu Bilder für sich allei­ne haben und erwer­ben dann die Exklusivrechte, ein Vorhang wie es ihn seit Jahrzenten gibt. Wird aber heut­zu­ta­ge lei­der nicht mehr so oft nach­ge­fragt wie frü­her. Getty hat bis vor ein paar Jahren ziem­lich oft Rights Managed Bilder für fünf­stel­li­ge, manch­mal sogar sechs­stel­li­ge Summen ver­kauft. Da kann­ten Kunden noch kein RF geschwei­ge denn Microstock. Passiert auch heu­te noch, aber halt sel­te­ner.
    Aber bevor wir lan­ge hin und her schrei­ben an die­sem schö­nen Tag Herr Müller, lade ich Sie zu uns ins Büro nach München ein, dann kön­nen Sie sich ja mal eine Verteileragentur ganz per­sön­lich anschau­en und mit den Menschen spre­chen, die dahin­ter ste­cken. Dann kön­nen Sie sich selbst ein Bild machen und das alles viel­leicht danach etwas bes­ser beur­tei­len. Ich zah­le Ihnen ger­ne die Zugfahrt und die Übernachtung. Dazu lade ich noch den Robert ein, dann kön­nen wir zusam­men einen Podcast auf­neh­men oder er schreibt dar­über. Ich wür­de mich freu­en!

  11. Ich habe mal Zahlen gehört von einer Hamburger Agentur,bei der KNSY waren oder noch sind? Sie hat­ten ein rot­haa­ri­ges Model in ihrem Portfolio, Sydney war glau­be ich der Name, haben wohl 3 tage mit ihr geshootet.….lief rauf und run­ter in den Medien. Waren aber weit ab von dem ent­fernt was Sie hier nen­nen, wie gesagt, hab ich so noch nicht von einer agen­tur oder einem Fotografen gehört, aber hier lesen bestimmt vie­le mit, viel­leicht sagt mal jemand etwas zu Thema exklu­si­ver Einzelbildverkauf, fin­de ich span­nend. (Die Preise stei­gen im all­ge­mei­nen wie­der, oder ist das nur bei mir so?)

  12. @Max Müller ich bin seit 15 Jahren im Geschäft, Sie dür­fen mir das schon glau­ben, dass Bilder exklu­siv ver­kauft wer­den. @christoph niko knsy kön­nen das sicher bestä­ti­gen und ich kann Ihnen das dann ger­ne am Rechner vor Ort zei­gen, falls Sie mei­ne Einladung anneh­men.

  13. Ich habe einen Art Direktor bei Getty und einen Art Direktor bei Westend61. Warum ich seit Jahren nicht mehr bei Getty hoch­la­de ? Weil ich da ein schlech­tes Ranking habe und kaum Verkäufe. Lade ich bei Getty direkt hoch, fal­len die Bilder in ein schwar­zes Loch. Lade ich die Bilder bei Westend61 hoch, habe ich nach kur­zer Zeit gute Verkäufe (auch bei Getty), weil Westend61 ein Top‐Ranking bei den Partneragenturen hat.
    Darum arbei­te ich mit Westend61. In der Tat wird es aber immer schwe­rer pro­fes­sio­nell für den Stock‐Markt lukra­tiv zu pro­du­zie­ren. Die gan­zen Billig‐Lizenzen (auch im Makrostock) und der Mikrostock‐Markt haben das Produkt „Fotografie“ doch ganz schön ram­po­niert.

  14. @Roger Richter: Auf dei­ner Homepage sind erst­klas­si­ge Arbeiten zu sehen – WOW. Man soll­te mit einer sol­chen Qualität eigent­lich ordent­lich ver­die­nen müs­sen (mei­ne Arbeiten kom­men da nicht ran, ich ver­die­ne jähr­lich im nied­ri­gen 6stelligen Bereich).

    Aber wenn Du die­sen Blog ver­folgst, gehe ich mal davon aus, das es wohl einen Grund dafür gibt. Liege ich falsch, oder kann man tat­säch­lich sagen, Fotografie muß heu­te nicht mehr erst­klas­sig sein um damit Geld zu ver­die­nen?

    Auftragsarbeiten habe ich schon lan­ge nicht mehr gemacht, wenn ich Anfragen bekom­me, dann kal­ku­lie­re ich mich zu Tode, alles ist stän­dig zu teu­er, die ver­an­schlag­ten Zeit sind zu lang, geht auch mit weni­ger Modellen.…etc. 1990 – als ich mit der Fotografie anfing – konn­te ich Tagessätze von 2.500 spie­lend durch­brin­gen.

    Wie steht es bei Dir mit exklu­si­ven Bildverkäufen im 4stelligen Bereich, wie häu­fig kom­men die vor?

  15. […] im nied­ri­gen 6stelligen Bereich“?????

    Wir spre­chen hier von min­des­ten 100.000 € !
    Hast Du Dich nicht ver­tippt?

    Unabhängig davon ist es schon trau­rig wohin die Entwicklung in der Stockfotografie geht. Erst die Food‐, dann die Reise‐ und jetzt bekom­men auch immer mehr die Lifestylefotografen die Billig‐Lizenzen zu spü­ren. Wie Roger es bereits sag­te, wird es auch in der Lifestylefotografie immer schwe­rer pro­fes­sio­nell für den Stock‐Markt lukra­tiv zu pro­du­zie­ren. Diese nega­ti­ve Entwicklung wird in den nächs­ten Jahren lei­der wei­ter zuneh­men – es gibt ein­fach zu vie­le, die mit der Fotografie Geld ver­die­nen möch­ten. Und es wer­den ja nicht weni­ger Kreative auf die­ser Welt.

    Da bleibt ent­we­der nur noch sich außer­halb des Stockfotomarktes als Fotograf einen Namen zu machen und/oder ande­re Einnahmequellen zu suchen wie Workshops oder was ande­res.…

  16. @Robert die Anzahl der Bilder liegt wahr­schein­lich auch im nied­ri­gen sechs­stel­li­gen Bereich 🙂

  17. @Schulze: Nein, hab ich nicht, die letz­ten Jahren waren so, natür­lich incl. Tantiemen.

    WE61 hat auch fast 1Millon auf dem Konto.….

    Wie schon erwähnt, mich wür­de inter­es­sie­ren, wer hat alles exklu­si­ve Verkäufe, Lizenzierungen im 5 oder 6stelligen Bereich?

    Möglicherweise ja ein zu ver­fol­gen­des Geschäftsmodell, Bilder doch mal exklu­siv an Partner zu geben.…Niemand hier der das veri­fi­ziert?

  18. Warum soll­te Dir jemand Auskunft geben wol­len, wenn Du selbst nicht bereit bist, Auskunft über Deine Person zu ertei­len?
    Paar Kommentare vor­her war es übri­gens noch ein (!) exklu­si­ver Verkauf im vier­stel­li­gen (!) Bereich, nicht fünf‐ oder gar sechs­stel­lig.

  19. @Max Müller Die Wahrheit ist halt, dass wir kei­ne Million auf dem Konto haben und Sie nicht im sechs­stel­li­gen Berecih ver­die­nen, son­dern davon träu­men.

  20. @Max: mit erst­klas­si­ger Ware hat man immer einen Vorteil.
    Aber wenn die erst­klas­si­ge Ware zwi­schen Unmengen von Ware liegt, wird es auch immer schwie­ri­ger, die­se zu fin­den. In der Auftragsfotografie, von der ich lebe, zählt Qualität. Die ein­fa­chen Jobs machen die Kunden zum Teil selbst oder Semiprofis. Mittlerweile haben wir über­wie­gend die knif­fe­li­gen Aufgaben.
    Dafür sol­len wir jetzt auch immer öfter fil­men. Hoffentlich fan­gen die Pizzabäcker dem­nächst nicht an zu ope­rie­ren…

  21. War ein Schreibfehler und bezog sich auf die Aussage von Gerald Staufer.…Ist das jetzt ein Drama?

    Zumindest einer hat die­se Zahl in den Raum gestellt, war nicht ich, aber es wäre ja mög­lich, das jemand aus dei­ner Leserschaft (hier sind ja eini­ge Hochkaräter dabei) das bestä­tigt?

    4stellig!!!!

  22. Danke Roger – kniff­li­ge Anfragen bekom­me ich in letz­ter Zeit auch rein, aber sol­len halt nichts kos­ten.…

  23. @Max: Ich habe schon nicht‐exklusive Lizenzverkäufe für hohe drei­stel­li­ge Summeen gehabt, inso­fern fin­de ich vier­stel­lig für einen Exklusivverkauf nicht son­der­lich über­ra­schend.
    Auch eine ande­re mir nament­lich bekann­te Bildagentur hat­te im März 2018 über einen Verkauf von über 5.500 Euro über Getty berich­tet.

  24. @ Gerald Staufer: Was soll ich jetzt dar­aus schlie­ßen, kein Millon auf dem Konto? Gesellschafterentnahmen? Keine Zuwächse mehr wie 2016 und 2015? even­tu­ell sin­ken­de Zahlen?

    Bitte um Aufklärung.….

  25. Wenn es jetzt nicht schon viel zu lan­ge her wäre, wür­de ich von dem Verkauf bei Corbis erzäh­len, der 15.000 $ gebracht hat. Leider war „der betrof­fe­ne Fotograf“ nur mit 37,5 % betei­ligt und es war halt im Jahr 2012.

  26. @Max Müller wenn Sie mir Ihre Bilder zei­gen, die sechstel­li­ge Jahresumsätze erwirt­schaf­ten, leis­te ich ger­ne wei­te­re Aufklärung (wobei ich ja alles schon wei­ter oben erklärt habe, aber da rein, da raus).
    Lassen wir die Diskussion. Ich habe auch kei­ne Lust mehr, mit Pseudonymen zu dis­ku­tie­ren. Schönen Abend noch!

  27. Seid ihr immer noch dran? Hab ich gar kei­ne Zeit für.
    Aber hal­lo Mareen, so eine Qualität in den Comments und hey
    Roger altes Haus, jetzt aber mal wie­der off­line 🙂
    So pein­lich das gestal­ke, schon fast spoo­ky.
    oder tra­gisch, schon fast trau­rig, frus­ti­ge Melancholie.

    Auch hier hilft, evtl heu­te dann mal ein Cocktail.

    GET A LIFE sagt der Amerikaner, super auf dem Punkt.

    Cheers
    MICHA

  28. Der Gerald hat­te uns hier hin­ge­lenkt, hat­te gute Unterhaltung mit Popcorn ver­spro­chen.
    Späßle 🙂
    Hab übri­gens schön viel gemacht in den letz­ten Tagen, hat­te end­lich biss­chen Zeit.
    Mittwoch sprech ich bei im Veedel Club über Fotografie, viel­leicht kommt der eine oder ande­re Kölner?

  29. Das vier‐stellige Beträge Realität sind, kön­nen wir bestä­ti­gen. Allerdings kön­nen wir nur für RM/RF spre­chen. Bei Microstock haben wir gar kei­nen Einblick. Unser Glück war, dass wir recht spät mit Stock gestar­tet sind und eben nicht die gol­de­ne Zeit ver­mis­sen müs­sen (scha­de natür­lich…). 2008 als wir anfin­gen, hat uns eh jeder eher davon abge­ra­ten. Aber heu­te wis­sen wir, dass das die rich­ti­ge Entscheidung war.

  30. Oh Gott, es gibt Bestätigungen. Das mit den Exklusivverkäufen hat Westend61 doch nicht erfun­den! Dann mal Prost mit­ein­an­der und schö­ne Grüße ins Pott!

  31. Ich bin nur ein klei­ner microsto­cker im zwei­stel­li­gen Bereich.
    Aber da schon mal die gan­zen Profis da sind – die alles ent­schei­den­de Frage.
    Bei Fotolia in deutsch oder eng­lisch ver­schlag­wor­ten.
    Kein Scherz – mit die­ser Frage quä­le ich mich schon seit Monaten.
    Die zwei­te wich­ti­ge Frage an die Profis – Ich mache fast nur Food.
    Bei Microstock wei­ter­ma­chen – oder doch mal bei Stockfood bewer­ben.

  32. @Max II Stockfood ist m.E. die bes­te Agentur für Foodbilder und die haben eine Menge Kunden dafür. Kann nicht falsch sein, sie zu belie­fern, wenn man einen Vertrag bekommt.
    Jetzt sind wir aller­dings ganz weit weg vom Podcast 🙂

  33. Hallo Robert,

    vie­len Dank für Deine Mühe die Du Dir immer wie­der mit der Website machst und den Podcastfolgen.

    Das jet­zi­ge Interview war sehr inter­es­sant.
    Tolle Bilder im Portfolio der bei­den mit schö­nem Licht und Momenten. Mir manch­mal schon fast zu clean, aber das ist ja Geschmackssache.

    Interessant ist das es zum Schluss wie­der nur um die Kohle geht. Es scheint hier aus­ser­dem ein gestei­ger­tes Interesse an Einzelverkäufen zu geben zumin­des­tens von einer Person.
    Grundsätzlich fin­den Einzelverkäufe mit höhe­ren Erträgen immer noch statt nur lei­der lang nicht mehr so oft wie noch vor 3–4 Jahren. Ich kann nur von mei­nen Erfahrungen bei Getty sagen, dass es neben RM Buyouts auch RF Buyouts gibt.
    Neben die­sen weni­gen Peaks gibt es aber noch viel mehr Lows, die mir mehr Sorge machen grad im RF Bereich. Bis vor 2–3 Jahren hat­te ich neben mei­nen RM Einnahmen oft­mals Lizensierungen über die vol­le Bildgröße und den damit ver­bun­den Betrag von 100–120 Dollar(mein Lizensanteil) . Das ist lei­der nicht mehr die Regel son­dern eher die Ausnahme durch mas­sen­haf­te Vergabe von PA – Rabattmodellen sei­tens Getty.
    Ich habe das Gefühl das jeder der nur anruft und ande­re Preise haben will die­ses Rabattmodell ange­bo­ten bekommt.
    Da Herr Staufer hier offen­bar ab und an mit­liest wür­de mich inter­es­sie­ren wie es bei Westend aus­sieht ob die „nor­ma­len “ RF Preise für die bei Westend exklu­si­ven Bilder bezahlt wer­den oder auch dort immer mehr Rabatte ein­ge­räumt wer­den „müs­sen“. Danke.
    Ich bin in den letz­ten Jahren sehr gut mit Getty gefah­ren, aller­dings sehe ich der Zukunft eher mit gemisch­ten Gefühlen ent­ge­gen.

  34. Fotografie ist ein har­ter Markt und ein fra­gi­les Geschäftsmodel. Natürlich geht es um Geld. Gute Fotos machen vie­le – aber kann man davon anstän­dig und vor allem nach­hal­tig leben?

    Der Blog hier nennt sich “ Alltag eines Fotoproduzenten“, nicht eines „Fotovermarkters“.

    Ich dach­te, hier Fotografen anzu­spre­chen, statt des­sen lese ich hier unend­li­che Texte von einem (!) Bildagenturbetreiber (der zusätz­lich noch sein „Fußvolk bemüht).

    Schade, ein Austausch von Fotografen fin­det so nicht statt.

    Und dan­ke an die­je­ni­gen, die hier etwas auf­klä­ren­des Beitragen konn­ten.

  35. Ich bedan­ke mich für die Antwort von Herrn Staufer und möch­te mich eben­falls der Frage von Hans anschlies­sen.
    Als klei­ner Microstocker mer­ke ich wie die Verkäufe zurück gehen. Man ist durch die stei­gen­de Konkurrenz dadurch gezwun­gen mehr Masse zu pro­du­zie­ren.
    Wodurch die Qualität immer mehr auf der Strecke bleibt.
    Bei Food ist das unge­fähr so – ein Shooting mit 1 bis 3 guten Bildern und 10 Varianten die eigent­lich nur dazu die­nen dass die Bilder gefun­den wer­den.
    Die Umsätze wer­den bei den Micros immer mehr durch eini­ge weni­ge „höhe­re“ Verkäufe geret­tet.
    Mir scheint der Schlüssel zum Erfolg ist bei der Stockfotografie nicht mehr die Portfoliogröße son­dern das Portal.
    Also ein Portal wel­ches auch die Kunden hat die zumin­dest teil­wei­se noch zu höhe­ren Preisen kauft.

  36. Danke Max, dass du uns schon so lie­be­voll Fußvolk nennst. Pfft…
    Bis nach­her bei der Pizza, Robert!
    Bayern hat heut Feiertag, da müs­sen wir uns ja irgend­wie allein beschäf­ti­gen.

  37. Ich habe lei­der in den letz­ten Jahre auch die­sel­ben Erfahrungen gemacht und kann dem Bericht von Hans nur bei­pflich­ten.
    Wie ich bereits im letz­ten Beitrag zu erken­nen gege­ben habe, sehe ich , wie Hans, der Zukunft eben­falls mit gemisch­ten Gefühlen ent­ge­gen. Wobei ich ehr­li­cher­wei­se sagen soll­te: Ich sehe schwarz. Und das hat nichts mit Pessimismus, son­der mit Realismus zu tun.

    Die meis­ten Verkäufe sind bei mir auch im nied­ri­gen ein­stel­li­gen und im nied­ri­gen zwei­stel­li­gen Bereich. Verkäufe wo ich mehr als ca. 20€ bekom­me wer­den immer sel­te­ner. Die Gründe ken­nen wir alle! Und irgend­wann wird es lei­der auch immer mehr Lifestyle‐Fotografen tref­fen – nicht nur die Food‐ & Reisefotografen. Dann ren­tiert sich das Stockfotobusiness für den ein­zel­ne Fotografen ein­fach nicht mehr. Die Gewinne machen die (gro­ßen & mit­tel­gro­ßen) Agenturen.

    Was wäre die Lösung? Ich hof­fe, dass immer mehr Fotografen ihre (bes­ten) Fotos nicht mehr bei Microstockagenturen und nicht mehr bei Getty usw. hoch­la­den, son­dern nur noch bei Agenturen (mit Direktvertrieb), die nicht geschäfts­schä­di­gen­de Rabatte anbie­ten und die Fotos noch zu akzep­ta­blen Preisen ver­kau­fen.

    Im die­sen Sinne wün­sche ich trotz der unschö­nen Entwicklungen allen Fotografen viel Mut und viel Glück – wir wer­den es alle brau­chen.….

  38. Schöne Grüße aus dem son­ni­gen München, heu­te ist Feiertag hier. Der lie­bens­wür­di­ge Max will ja, dass ihr die­se Fragen unter­ein­an­der dis­ku­tiert anstatt mit dem Inhaber einer Bildagentur. Deshalb klin­ke ich mich aus und den­ke, Max hat sicher die Antworten auf alles. Falls nicht, was nicht unwahr­schein­lich ist, ein­fach eine PN an mich oder anru­fen. Da gibt es schon eini­ges dazu zu sagen. Aber jetzt: Bühne frei für Max!

  39. @Schulze
    Ich sehe da nicht unbe­dingt schwarz. Es geht doch schon seit Jahren so dahin. Wenn ich so an die Diskussionen von 2008 den­ke war es ja genau so. Alle haben gejam­mert. Heute den­ke ich mir hät­te ich damals nur mehr hoch­ge­la­den.
    Derzeit geht es glau­be ich weni­ger um Masse son­dern mehr um Qualität. Wer heu­te gute Qualität pro­du­ziert mit der nöti­gen Kreativität fährt glau­be ich nicht schlecht.
    Das Problem ist dass man bei Microstock in der Masse unter­geht.
    Daher glau­be ich dass die Platform wo man anbie­tet wich­ti­ger wird. Wenn man über Plattformen anbie­tet die alles neh­men geht man in der Masse unter.

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