Tutorial: Geniale Tropfenfotos selbst machen

Vor paar Monaten ent­deck­te ich im Newsstream mei­nes Facebook-Accounts paar wirk­lich coo­le Fotos. Im Grunde sehr sim­pel: Bunte Tröpfchen, die ins Wasser fal­len. An sich nichts Neues. Aber: Der Fotograf Daniel Nimmervoll per­fek­tio­nier­te die­se Art der Fotos immer wei­ter, bis aus den ein­fa­chen Tropfenfotos plötz­lich kom­ple­xe Wassergebilde wur­den. Deshalb habe ich ihn gefragt, ob er uns ver­ra­ten möch­te, wie er gelernt hat, sol­che genia­len Bilder zu machen:


Deshalb heu­te Vorhang auf für den Gastartikel von Daniel Nimmervoll:

______ab hier schreibt Daniel____

Mein Name ist Daniel Nimmervoll, ich bin aus Österreich und foto­gra­fie­re nun seit drei Jahren. Ich wür­de mich als ambi­tio­nier­ter Hobbyfotograf bezeich­nen. Seit zwei Jahren ver­su­che ich mich auch in der Stockfotografie. Bisher begeis­ter­te mich die Makro-Fotografie, vor allem Insekten haben es mir ange­tan. Doch seit neu­es­tem bin ich einer neu­en „Sucht“ ver­fal­len.

Im Dezember 2010 stieß ich zufäl­lig auf die­sen Thread im DSLR-Forum und habe mir dabei prompt den Tropfenvirus ein­ge­fan­gen. Dieser Thread ist für mich beson­ders, weil sich hier alle gegen­sei­tig wei­ter­hel­fen. [Anmerkung R. Kneschke: Der Thread ist wirk­lich sehr lesen­wert und ein Paradebeispiel für das Lernen von Fototechniken im Internet] Fast alle geben ihre Erfahrungen preis und tei­len sie mit ande­ren. Das möch­te ich heu­te auch. Wie mache ich mei­ne Tropfenfotos?


Mein Aufbau

Angefangen habe ich mit einem nor­ma­len Infusionsset. Da ist aber das Timing recht schwie­rig. Deshalb habe ich mir den Stopshot von Cognisys zuge­legt. Damit lässt sich jeder Tropfen per­fekt auf Millisekunden genau ein­stel­len. Ein Magnetventil öff­net sich z. B. für 50 ms (Damit wird der 1. Tropfen erzeugt. Ist die Zeit kür­zer, wird er klei­ner), ist dann für z. B. 90 ms geschlos­sen und öff­net sich dann noch­mal für z. B. 44 ms für den 2. Tropfen. Das lässt sich mit dem Controller ein­stel­len. Wenn der 2. Tropfen nun die Lichtschranke pas­siert hat, löst z.B. nach 120 ms die Kamera aus.

Damit kann man sich wesent­lich bes­ser auf die Formen und das Licht inkl. der Farben kon­zen­trie­ren.

Für die Beleuchtung ist es wich­tig, dass man Blitze ver­wen­det, die eine sehr kur­ze Abbrenndauer haben, um die schnel­len Bewegungen ein­zu­frie­ren. Ich ver­wen­de dazu den Canon 580 EX II* und wei­ters hab ich mir zwei gebrauch­te Canon 540 EZ gekauft. Hier ist es wich­tig, die Leistung auf 1/32 oder 1/64 bzw. 1/128 zu dros­seln. Dadurch erreicht man die Abbrennzeiten von <1/10000 sek. Die Kamera stel­le ich dabei auf ISO 200 und ver­wen­de die Blende 16, um genü­gend Schärfentiefe zu bekom­men.

Die Wanne besteht aus Plexiglas und soll­te mög­lichst flach sein (z.B. so eine*). Optimaler Wasserstand ist 1,5 bis 2,5 cm. Meine Wanne ist 85 cm lang. Je län­ger die Wanne ist, umso fla­cher kann man die Tropfen foto­gra­fie­ren ohne den Rand hin­ten bzw. vor­ne zu sehen. Die Wanne könn­te also auch noch län­ger sein. Um das Licht wei­cher zu machen, steht vor den hin­te­ren Blitzen eine mat­te Plexiglasscheibe. Hier muss man etwas expe­ri­men­tie­ren, um ein schö­nes Licht zu bekom­men. Bereits kleins­te Veränderungen kön­nen eine gro­ße Auswirkung haben. Zum Beispiel wie schräg die Plexiglasscheibe steht, wie weit die Blitze ent­fernt ste­hen oder wel­che Brennweite bei den Blitzen ein­ge­stellt ist.

Auf dem Bild ist mein Canon Speedlight 580 EX II* mit einem selbst­ge­bau­ten Snoot zu sehen. Die Blitze wer­den über Funk (RF-602 von YongNuo*) aus­ge­löst. Um Farbe ins Spiel zu bekom­men ver­wen­de ich das Lee Musterheft. Diese Filterfolien haben die per­fek­te Größe für die Blitze.

Damit die Tropfenfotos nicht flau, son­dern schön kna­ckig wer­den, ist es wich­tig, dass das meis­te Licht von hin­ten kommt. Der vor­de­re Blitz soll nur den „Fuß“ vom Tropfen etwas auf­hel­len und somit habe ich mir einen Snoot gebas­telt. Einfach schwar­ze Strohhalme abge­schnit­ten und in einem zurecht geform­ten Karton hin­ein geklebt.

Um die Oberflächenspannung des Wassers zu ver­rin­gern, gebe ich 1–2 Tropfen Klarspüler in die Wanne. Beim Tropfwasser kann man viel expe­ri­men­tie­ren. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Guarkernmehl* gemacht. Für einen Liter reicht hier schon ein Teelöffel. Dieses koche ich kurz auf und wird dann zwei Mal mit einem Kaffeefilter fil­triert. Das ers­te Mal, wenn’s noch heiß ist und das zwei­te Mal, wenn das Wasser dann Zimmertemperatur hat. Einige haben auch mit Zuckerwasser recht gute Erfahrungen gemacht. Probiert habe ich auch schon Glycerin, jedoch war ich mit den Ergebnissen nicht so zufrie­den. Was auch immer gut aus­sieht, ist Milch, vor allem, weil es die Farben des Blitzlichtes sehr gut absor­biert. Je nach Geschmack kann man auch Lebensmittelfarbe* rein geben. Mache ich öfters beim Guarkernmehl. Der Kreativität sind also kei­ne Grenzen gesetzt.

Mit die­sem Aufbau erhält man dann unter ande­rem sol­che Fotos:

Eines mei­ner ers­ten Foto mit dem Stopshot, hier mit nor­ma­lem kal­ten Leitungswasser.

Für solch ein Foto braucht man 3 Tropfen. Der 3. ist qua­si vor weni­gen Millisekunden ein­ge­schla­gen. Hier habe ich Milch ver­wen­det, die grün ange­blitzt wor­den ist. Übrigens, das Foto schaff­te es im Fotowettbewerb 29 der ColorFoto auf Platz 2.

 

Im Tropfenwasser hat­te ich hier Guarkernmehl mit roter Lebensmittelfarbe.

Eine Handvoll Leute im DSLR Forum haben her­aus­ge­fun­den, das man unter bestimm­ten Umständen auch sehr hohe Tropfen erzeu­gen kann. Dadurch, dass wir sol­che Fotos vor­her noch nir­gend­wo anders in die­ser Form gese­hen haben, hal­ten sich bis­her alle zurück, das Geheimnis preis­zu­ge­ben. Nur soviel: Mit viel Geduld und Übung kann jeder dahin­ter kom­men. Die Tropfen stei­gen dabei auf über 20 cm Höhe und dadurch erge­ben sich wie­der­um ganz ande­re Möglichkeiten in der Form und der Bildgestaltung.

Ich hab das Foto „Dildo“ genannt 😉 Ich hat­te hier Glycerin ver­wen­det und den Blitz nur auf den obe­ren Bereich mit dem Snoot und einer roten Folie gerich­tet.


„Chaos-Tropfen“


Ob sich sowas auch ver­kau­fen lässt? Ich hät­te es bei der Bildagentur Stockfood ver­sucht. Die haben bis­her jedoch wenig Interesse gezeigt. Bei Fotolia bekom­me ist eine Ablehnung nach der ande­ren. Bisher haben es nur weni­ge Fotos geschafft, ange­nom­men zu wer­den. Ich den­ke, dass die­se Bildagenturen sol­che Fotos nicht gebrau­chen kön­nen. Sind wohl zu viel Kunst.

Deshalb habe ich es bei WhiteWall ver­sucht und sie­he da, hier wur­den sogar schon eini­ge in den Kunstmarkt auf­ge­nom­men. Auch bei Flickr fin­det ihr mei­ne Tropfen-Galerie mit den bes­ten Ergebnissen.

Vielleicht noch kurz für alle Stopshot-Interessenten. Ich habe mich vor allem auch des­halb dafür ent­schie­den, weil man damit auch Ballistik-Shootings machen kann. Habe mir dafür schon mal den Cross Beam Sensor mit­be­stellt. Für den Fall, dass ich mal plat­zen­de Luftballons oder der­glei­chen im span­nends­ten Moment foto­gra­fie­ren will, hab ich mir damals auch noch das Mikrofon mit­be­stellt, wel­ches die Kamera durch Geräusche aus­lö­sen kann.

Ich hof­fe das euch mei­ne Fotos gefal­len. Aktuelle wer­det ihr auch immer auf mei­ner Webseite www.nimmervoll.org fin­den. [Update:] Außerdem gibt es von mir jetzt das Buch „Highspeed Fotografie“* mit viel mehr Tipps zum Thema.

Falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr die­se ger­ne in den Kommentaren stel­len, ich ver­su­che sie dann zu beant­wor­ten.

Update 23.7.2011: Auf Wunsch des Fotografen wur­den eini­ge Bilder aus­ge­tauscht oder ent­fernt.

* Affiliate-Link

61 Gedanken zu „Tutorial: Geniale Tropfenfotos selbst machen“

  1. Das ist wirk­lich ver­dammt beein­dru­ckend. Der „Schrei“ könn­te es wirk­lich zu welt­erfolg­brin­gen, den­ke ich. Ich muss­te auch zuerst an einen Schrei den­ken. Man sieht aber auch von Anfang an, dass dafür viel Technik vor­han­den sein muss. Das Lässt sich also nicht so schnell nach­ma­chen. Interessant fin­de ich auch die bei­ge­meng­ten Stoffe, die du genom­men hast. Auf sol­che Ideen muss man erst­mal kom­men. Finde ich wahn­sin­nig inter­es­sant, wirk­lich! Mach wei­ter so!

  2. Aus Zeitgründen habe ich mir nur die Fotos ange­schaut – HAMMER. Den Artikel wer­de ich sicher noch lesen.
    Gruß, Kai

  3. Großartige Bilder! Wie Du schon bemerkt hast, eher nichts für den Massenmarkt, aber sehr wohl für die Kunst. Damit kann man einen Ausstellung und so auf sich auf­merk­sam machen. Sehr schön.
    Es zeigt auch: Tolle Bilder erfor­dern zum einen viel Arbeit, Geduld und Ausdauer. Und meist auch erst mal eine erneu­te Investition von ein paar Hundert Euro.

  4. Daniel, gut geschrie­ben! Du hast die wesent­li­chen Aspekte die immer wie­der gefragt wer­den gut erklärt 🙂 Und natür­lich tol­le Bilder! Den „Schrei“ kann­te ich noch nicht – oder ich hat­te ihn im DSLR-Forum über­se­hen.

    Grüße
    Tobi

  5. Hallo!

    Ich freue mich das auch hier mei­ne Tropfenfotos so gut ankom­men.
    Eine Vermittlerin für Fotografien hat sich Heute bei mir gemel­det 🙂 Mal sehen… viel­leicht fin­de ich da doch noch einen Markt dafür.
    Und wenn nicht… den Spaß beim Tropfen hat­te ich sowie­so 😉

    Schöne Grüße
    Daniel

  6. Ja, man muss erst ein­mal so eine Idee haben und sie dann auch noch der­art geni­al umset­zen.
    Das geht ja schon weit über Fotografie hin­aus…
    Einfach toll! Viel Erfolg bei der Vermarktung!

  7. Wunderschöne Bilder! Wie oben gesagt ist das Kunst und eine Ausstellung wert. Ich drück die Daumen und wün­sche guten Erfolg beim Vermarkten, aber vor allem uner­schöpf­li­che Kreativität und Spaß am Fotografieren.

  8. Hallo,
    nach vie­len suchen bin ich auf Deine Page gelan­det, die Tropfen sind wirk­lich wun­der­bar.
    Nun woll­te ich wis­sen wo man den Stop Shot erwer­ben kann. Ich bin wohn­haft in Argentinien, kann mir aber jemand mit­brin­gen. Wäre dir dank­bar für die Information.
    Freundlichen Gruss

    Harald

  9. Oh man, wie kann man nur auf die Idee kom­men so genia­le Arbeiten bei einer Mikrostockagentur ver­mark­ten zu wol­len. Schade das durch die Medien auf ein­mal alles so belie­big gewor­den ist, das jeder so fan­tas­ti­sche Bilder erzeu­gen kann wenn er nur etwas Geduld und Zeit inves­tiert.
    Ich fin­de das sol­che Bilder viel mehr gewür­digt wer­den soll­ten und das hier eine pas­sen­de Galerie gesucht wer­den muss.
    Auch wenn man sein Wissen ger­ne mit ande­ren teilt, hin und wie­der wäre es schön wenn gera­de bei so gelun­ge­nen Aufnahmen das Wissen um die Entstehung im Verborgenen blie­be. So besteht die Gefahr das die Bilder irgend­wann zu einem belie­big aus­tausch­ba­ren Massenprodukt wer­den und das haben sie nicht ver­dient. Hut ab.
    VG
    Stefan

  10. Wau ! also es sind die Besten Tropfen fotos die ich letz­te Zeit gese­hen habe ( habe ich über­haupt bes­se­re gese­hen?)
    Einfach Fantastisch .
    Schön das Du ein wenig von den Geheimnissen Preis gibts .
    Vieleicht wer­de ich mei­ne Tropfen Experiment aus 2009 mit dei­nen Tips wie­der­hol­len .
    Für das Auslöser mecha­nis­mus wer­de ich bestimmt kein Sponsor fin­den … aber den Rest kann ich bewel­t­i­gen

  11. @Stefan

    Danke für dei­nen Kommentar. Ich wills mal so sagen. Ich bekom­me lau­fend E-Mails und Kommentare zu mei­nen Tropfenfotos wie begeis­tert alle sind. Jedoch kau­fen will sie den­noch kaum jemand. Auch in den Bildagenturen habe ich bis jetzt von die­sen Fotos nichts ver­kauft. Soviel ich weis geht es dabei ande­ren Tropfenfotografen ähn­lich.
    Und zu einem belie­bi­gen Massenprodukt den­ke ich nicht das sol­che Fotos so schnell wer­den. Denn auch wenn ich hier so eini­ges Preis gebe, bin ich sicher das kaum jemand im stan­de ist sol­che Fotos zu schaf­fen. Außerdem ist das was ich hier Preis gebe schon mehr­fach an ande­rer Stelle von ande­ren Fotografen zu fin­den.
    Ich habe schon Workshops gemacht, und den­noch wer­den danach kei­ne wirk­lich guten Ergebnisse erreicht. Vor allem das Licht rich­tig zu setz­ten ist eine hohe Herausforderung und erfor­dert viel Erfahrung und noch mehr Zeit.
    Weiters kann man auch crea­tiv sein und sel­ber immer wie­der neue Techniken her­aus­fin­den.

    Schöne Grüße
    Daniel

  12. Super Artikel. Was für tol­le Fotos da ent­stan­den sind. Die Farbeffekte sind wirk­lich inter­es­sant. Schön, dass du so aus­führ­lich beschreibst, wie du die Fotos gemacht hast. Danke, dass du dein Können mit uns teilst.

  13. Hi, fin­de dei­ne Fotos echt klas­se! Aber der tech­ni­sche Aufwand scheint doch groß zu sein.

    Kannst du bit­te sagen, wie viel das alles ins­ge­samt unge­fähr kos­tet?
    (Sorry, wenn ich das irgend­wo über­se­hen habe.)

    Alles gute und viel Erfolg auch wei­ter­hin beim Fotografieren!

    Denis

  14. @ Daniel, lass uns mal zusam­men sol­che Bilder machen und wir neh­men dazu mei­ne Kamera, die Phase One + dem IQ 180 Back. Das sind dann 80 Megapixel.

    Ich wäre auf jeden Fall dabei.

    glg
    Eric

  15. Hallo Jürgen,

    die Belichtungszeit der Kamera ist bei die­sen Aufnahmen nicht rele­vant. Die schnel­len Abläufe wer­den über die Abbrenndauer der Blitze ein­ge­fro­ren. Deshalb ist es wich­tig das die Blitze auf eine Leistung von 1/64 oder 1/128 gedros­selt wer­den. Dadurch wird eine extrem kur­ze Abbrenndauer erreicht. Die Kamera habe ich meis­tens auf 1/125 Sek. gestellt. Wenn der Raum aber dun­kel genug ist, könn­te ich die­se genau­so gut auf 1 Sekunde ein­stel­len.

    Schöne Grüße
    Daniel

  16. mhh? bei­spiel für ler­nen im inter­net? ja, das stimmt wohl. war vor ein paar mona­ten noch auf einer sei­te mit glei­cher tech­nik und ähn­li­chen moti­ven (trop­fen in kaf­fee­tas­se auf boh­nen). auch die tech­nik zwei trop­fen zu trig­gern kam mir sehr bekannt vor.
    da weiß man wirk­lich nicht mehr, wer jetzt von wem gelernt hat. letzt­lich ist es auch nicht nötig. allent­hal­ben span­nen­de fotos.

    und jetzt bit­te monodi­sper­se trop­fen 😉

  17. Hallo Martin,

    ja das Foto von Markus ken­ne ich. Er hat seins am 1. August und ich am 9. August 2011 auf­ge­nom­men. Die Idee hat­te ich jedoch schon eini­ge Wochen davor. Die Tasse usw… hat­te ich auch schon 2–3 Wochen vor­her gekauft. Nur kam ich nicht eher dazu das umzu­set­zen. Aber im grun­de ist es ja auch egal… wir/ich las­se mich lau­fend von ande­ren guten Fotos inspi­rie­ren und ich weis das mei­ne Fotos auch wie­der­um vie­le ande­re inspi­rie­ren. Und das freut mich umso mehr. Denn dann weis ich das denen mei­ne Aufnahmen wirk­lich gut gefal­len 😉
    Solche Fotos fin­det man im Grunde auch zur genü­ge: http://500px.com/photo/1055918
    Daraus hab ich z.b. die­ses hier gemacht: http://500px.com/photo/6267461

  18. Hallo Daniel Ich habe 2 Fragen zu Stopshot von Cognisys.
    1.hast du aus Amerika direkt,gekauft? wenn ja was fuer Kosten auf mich zukom­men mit allen Zollgebühren.
    2. der stopshot hatt das Handbuch in deutsch? Auch ich bin auch an den­ken das zukau­fen.

    PS: Ihre Fotos sind schö­ne Harmonie von Farben, wirk­lich schön…
    MfG
    Pino

  19. Hallo Pino,

    ja ich habe mir den StopShot direkt in Amerika bestellt, hat­te mir damals aber auch noch das Stackshot und die Cross X Beam Sensoren mit­be­stellt. Bei Umgerechnet 930 € Bestellwert habe ich noch­mal 225 € für Zoll nach Österreich bezahlt.
    Der StopShot hat lei­der nur ein Handbuch in Englisch dabei.

    Ich habe ein Buch über die Highspeed Fotografie geschrie­ben mit dem Schwerpunkt Tropfenfotografie. Das könn­te für dich auch inter­es­sant sein: http://www.amazon.de/Highspeed-Fotografie-Edition-ProfiFoto-Profifoto/dp/3826694244/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1345634039&sr=8–1

    Schöne Grüße
    Daniel

  20. Dank Daniel für dei­ne antwort.deine Fotos sind fas­zi­nie­rend, fuer was wird es ver­wen­det der Stackshot?

    MfG Pino

  21. Grüß dich Daniel! Wunderschöne Fotos!
    Ich hät­te nur eine Frage zwecks des Auslösens der Kamera:
    Löst du dei­ne Kamera manu­ell aus, oder machst du das auch auto­ma­tisch? Wenn ja, wie?
    Du sag­test, dass die Belichtungszeit der Kamera ja kei­ne gro­ße Rolle beim „Einfrieren“ des Tropfens spielt, also dach­te ich mir, dass es eigtl. kein Problem ist die Kamera manu­ell aus­zu­lö­sen und in der Zeit den Tropfen plat­schen zu las­sen! 🙂

    Beste Grüße
    David

  22. Hallo David,

    die Kamera wird über den StopShot aus­ge­löst. Und die Kamera löst dann über einen Funkauslöser die Blitze aus.
    Für den Anfang kannst du es natür­lich auch mal manu­el ver­su­chen. Ich habe mei­ne ers­ten Tropfenfotos auch so gemacht. Am bes­ten geht es mit einem Kabelauslöser. Mit etwas Übung hat man bald das rich­ti­ge Timing.
    Und nicht den Unterschied zwi­schen der Belichtungszeit der Kamera und der Abbrenndauer der Blitze ver­wech­seln 😉

    Schöne Grüße
    Daniel

  23. Hi Daniel

    Erst ein­mal dan­ke ich für die­se tol­le Anleitung, klar wer­den wir nicht mal ansatz­wei­se sol­che Bilder erstel­len wie du aber das du uns hier inspi­rierst ist auf jeden fall dein Verdienst.
    Echt Super!
    Das Thema mit sei­nen Bildern Geld zu ver­die­nen ist gar nicht so ein­fach aber wenn du es wirk­lich willst dann wirst du es mit die­ser Qualität auch schaf­fen.

    Eine Frage habe ich aber trotz­dem an Dich, die Bilder mit der „Krohne“ brauchst du dafür zwin­gend 2 Tropfen oder ist das auch mit einem mög­lich?

    Gruß ingo

  24. Hallo Daniel, ich bin über eine gemein­sa­me Freundin auf die­se Seite gestos­sen. Tolle Bilder und eine schö­ne Anleitung. Ich selbst beschäf­ti­ge mich seit kur­zer Zeit eben­falls mit dem Thema Wasser. Irgendwann macht es jeder 🙂
    Ich nut­ze eine Siemens Logo, mit der ich 3 Ventile und die Blitze steue­re. die Kamera las­se ich auf Bulb. Zu mei­nem Problem:
    Ich bekom­me kei­ne Tropfenhöhe grö­ßer 5 cm. Ich habe nun gese­hen, dass Du ein Buch ver­öf­fent­lichst hast. Hast Du dar­in ev. auch die­se Vorgehensweise erklärt??? Dann wür­de ich es bestel­len und auf die­se Art etwas zu Deinem Einkommen bei­tra­gen. Dies hilft mehr als 1000 Danke. Damit kannst Du ver­mut­lich tape­zie­ren.
    Aber auch von mir: Danke für eine Antwort.
    Gruß Felix

  25. Hallo Felix,

    dan­ke für das Lob… davon kann man nie genug bekom­men 😉
    Wie dir ja Robert bereits geschrie­ben hat, erklä­re ich in mei­nem Buch auch wie ich zu mei­nen XXL TaT’s mit mehr als 15 cm Höhe kom­me. In dem Buch zei­ge ich all die Tropfenvariationen und erklä­re genau wie ich zu den Ergebnissen kom­me. Wie z.b. Fountains, Bubbles, Refraktionen, Cream Flow, Shoot ‚em up, Windy, Farbskulpturen, Kronen, usw…
    Ich bin mir sicher da ist für jeden etwas dabei das ihn inter­es­siert.
    Und wenn dir die Tropfenfotografie zu lang­wei­lig wird, dann gibts ein extra Kapitel mit Ballistikshooting. Das ist dann Highspeed Fotografie vom feins­ten 😉

    Schöne Grüße
    Daniel

  26. Danke für die schnel­len Antworten. Mit Ballistik beschäf­ti­ge ich mich momen­tan. Dazu brau­che ich die XXL-Säulen.
    @ Daniel, hast du gegen Gebühr eine pdf? Vom Erlös Deines Buches erhältst Du ver­mut­lich nur einen Bruchteil. Wem ich das Geld über­wei­se, ist für mich fast zweit­ran­gig. Ev. über PN in FB.
    Gruß Felix

  27. Moin, Daniel.
    Damals mein­te ich die Fotos von Claus Schwarze auf http://www.tropfenfotografie.de.
    Da gibt es auch die unter­kaf­fee­bohn­te Kaffee-Tasse mit Schirm, Schaum und Werbung. 😉

    Von wegen Highspeed: Du bist aber nicht der Österreicher oder Münchner mit den selbst­ge­bau­ten HiSpeed-Blitzen, der Luftgewehrkugeln beim Schuß über eine Rasierklinge oder beim Durchtrennen einer Spielkarte foto­gra­fiert oder zer­plat­zen­de Luftballons. Wenn doch hät­te ich Interesse an solch einem Blitz!

    Besten Gruß, Micha

  28. hal­lo dani­el,
    ich bin seit 3 tagen nun auch besit­zer eines dei­ner high-speed-bücher. die beschrei­bun­gen sind eigent­lich soweit ver­ständ­lich.
    was mich natür­lich noch inter­es­sie­ren wür­de, da ich auch einen stopshot erwer­ben möch­te, wel­che ein­stel­lun­gen zu dei­nen tol­len fotos du dort im ein­zel­nen vor­ge­nom­men hast und in wel­cher rei­hen­fol­ge wel­che steue­rung (came­ra, blit­ze) in ms. ich habe es so ver­stan­den, dass du TaT anfäng­lich noch mit licht­schran­ke und durch den kauf des stopshot die tat´s dann ohne licht­schran­ke vor­ge­nom­men hast, stimmt das oder irre ich mich, sprich muss ich die licht­schran­ke auch noch berück­sich­ti­gen. den stopshot gibt es als kit incl. schran­ke näm­lich auch dort bestell­bar. im kit ist auch der siphon mit dabei. kos­tet 300 us $.

    noch ein kur­zer abrriss zu mei­ner aktu­el­len kon­fi­gu­ra­ti­on

    nikon d100, f90x und fa
    sb 800 und sb26
    geplan­ter objek­tiv­kauf: nikon 105mm macro : passt das, da ich ja kei­ne vollformat-kamera besit­ze
    nikon 70–200 2.8 tele af
    nikon 85 1.8 af
    nikon 35–70 3.5–4.5 af
    und noch älte­re nicht af-objektive aus den 90er´n

  29. Hallo Micha,

    die Einstellungen am StopShot in ms hän­gen ein­fach zu stark von dem Magnetventil, der Viskosität, der Fallhöhe des Tropfens, der Temperatur, usw. ab. Deshalb habe ich auch im Buch ganz bewusst nicht geschrie­ben das man für die­ses Foto z.b. 55 ms Ventilöffnung braucht. Sondern ich hab z.b. geschrie­ben das man für die­ses und jenes Ergebniss die Zeit für die 1. Ventilöffnung oder den Abstand vom 1. zum 2. Tropfen etwas erhö­hen bzw. ver­rin­gern muss.
    Bzgl. der Bedienung vom StopShot habe ich hier ein Video auf YouTube online gestellt:
    https://www.youtube.com/watch?v=Pf5nbiQDRCE
    Das soll­te die meis­ten Fragen beant­wor­ten 😉

    Ich habe mit damals auch den StopShot Kit gekauft. Am Anfang hab ich dann noch mit der Lichtschranke gear­bei­tet. Nach kur­zer Zeit hab ich es mal ohne pro­biert und es funk­tio­nier­te bes­ser als mit. Deshalb brauchst du die­se nicht unbe­dingt. Du kannst aber den­noch das Kit bestel­len, weil dann alles dabei ist das du sonst auch noch brauchst.

    Für eine Kamera mit klei­ne­rem APS-C Sensor passt der geplan­te Kauf von einem 105mm Makro Objektiv.

    Ganz neu und aktu­ell! Hab noch ein wei­te­res Video Tutorial hoch­ge­la­den. Dort zei­ge ich mein Equipment und den Aufbau. Dann das Shooting und zum Schluss noch die Bearbeitung.

    Wenn du wei­te­re Fragen hast, darfst mich ger­ne fra­gen. Gerne auch per E-Mail oder Facebook.

    Schöne Grüße
    Daniel

  30. Hallo Daniel,
    mega­tol­le Fotos von Dir. Ich arbei­te mit einer Nikon D700. Was für ein Objektiv wür­dest Du für sol­che Aufnahmen emp­feh­len? Eher ein Macro mit 60, 105 oder gar 200mm Brennweite? Habe bis­her noch nichts im Macrobereich gemacht, aber bei Deinen Fotos bekom­me ich doch auch Lust mal so etwas zu pro­bie­ren. LG… Oliver

  31. Hallo Oliver,

    nach­dem die D700 eine Vollformat Kamera ist, wür­de ich dir ein Objektiv mit 150 mm Brennweite emp­feh­len. Eventuell das Simga 150 mm Makro 2.8
    Dieses ver­wen­de ich auch und ich bin sehr zufrie­den damit.

    Schöne Grüße
    Daniel

  32. Hallo Daniel,

    ich bin begeis­tert und nach­dem mei­ne ers­ten „Infusions-Besteck“-Versuche maxi­mal mit­tel­mä­ßig waren, wer­de ich ver­su­chen Deinen Aufbau zu rekon­stru­ie­ren.

    Nun zu mei­ner Frage: Ich besit­ze drei Nikon SB 910 Blitze, die ich nor­ma­ler­wei­se über Nikon CLS – also Infrarot – steue­re. Gibt es Erfahrungen ob dies schnell genug ist – oder brau­che ich eine Funkkomponente.

    Danke für Deine Unterstützung.

    Robert

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