Wie denken Bildkäufer? Podcast eines Diskussionspanels

In London fand die­ses Jahr die „Picture Buyers Fair“ statt, eine Messe für Bildkäufer, ver­an­stal­tet von der BAPLA.

Zur Messe gehör­ten auch Diskussionen, von denen eine hier als Podcast zu hören ist.

Wer als Fotograf, vor allem als Stockfotograf, tätig ist, soll­te jede sich erge­ben­de Chance nut­zen, mit Bildkäufern zu reden oder ihnen auch nur zuzu­hö­ren. Nicht nur, um Verkaufsgespräche ein­zu­lei­ten, son­dern auch, um zu ver­ste­hen, wie sie den­ken und war­um sie wo ein­kau­fen.

Wer trotz­dem nicht die Zeit hat, kann sich – in ultra­du­per­kur­zer Fassung – eini­ge Erkenntnisse hier durch­le­sen:

  • Buchverlage wol­len vor allem bil­li­ge Bilder, (Fashion-)Zeitschriften vor allem Qualität
  • Verlage wol­len kei­ne zusätz­li­che Gebühren für Bildernutzung in neu­en digi­ta­len Geräten (z.B. iPad) zah­len, da es die glei­chen Inhalte blei­ben
  • Wenn Verlage kos­ten­lo­se Fotos wol­len, fra­gen sie manch­mal über Flickr bei (Hobby-)Fotografen an
  • Für exklu­si­ve Fotos wird mehr gezahlt
  • Zeitschriften zah­len durch­schnitt­li­ch 25–30 Euro pro Bild, in Ausnahmefällen bis zu 60 Euro
  • Spezialagenturen mit weni­ger Bildern sind beliebt
  • Käufer erwar­ten Rabatte ab dem Kauf von 5 Bildern
  • Käufer haben Angst, dass Getty Images ein Monopol auf Bilder haben wird, was Preise stei­gen lie­ße
  • Die Webseite der Agentur Rex Features läßt sich am bes­ten bedie­nen und hat die bes­ten Suchergebnisse
  • Käufer wol­len Metadaten (IPTC) auch bei Low-Res-Vorschaubildern, da sie oft kei­ne digi­ta­len Leuchtboxen nut­zen

Welche Erkenntnisse habt ihr aus der Bildkäufer-Diskussion für euch mit­neh­men kön­nen?

9 Gedanken zu „Wie denken Bildkäufer? Podcast eines Diskussionspanels“

  1. Hallo Robert,

    ist es Absicht, dass im Reader nicht mehr der gan­ze Artikel ange­zeigt wird? Falls ja, fän­de ich es echt scha­de, denn dann nützt mir der Reader nur noch begrenzt, und ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Blogs nicht jedes­mal auf­ru­fe.

    Viele Grüße Marco

  2. Falls mein auf win­zi­ge Zahlen basi­ern­der Eindruck etwas bei­tra­gen kann…
    Mein bis­her höchs­ter Ertrag für eine Bildlizenz waren 200 $ von einer US-Amerikanischen Zeitschrift.
    Was mir auf­ge­fal­len ist, war dass es im deutsch­spra­chi­gen Raum da wohl ein Gefälle gibt. Aus Deutschland kamen bei mir weni­ger Anfragen an, und eher der Versuch, es kos­ten­los zu bekom­men. Aus der Schweiz bekam ich mehr Anfragen, und da ste­hen i.d.R. auch 50 Euro parat, für eine Bildlizenz.

  3. Wie Marco, bit­te in RSS-Readern (z.b. Google Reader) den vol­len Artikel rein­stel­len.

    Das File ist nicht mehr ver­füg­bar…
    Hast du den Podcast noch oder eine ande­re Quelle?

  4. Egal wel­chem Link ich fol­ge, es kommt immer ein 404 bzw. File not found. Entweder hängt das gan­ze noch bei dir im Cache (geht das über­haupt…) oder das Tal der Ahnungslosen ist gesperrt 😉

    Getestet mit Chrome und IE

  5. Lieber Robert,

    die genann­ten Preise, die Zeitschriften zah­len, 25 – 60 euro, ent­spre­chen nicht der Realität des deutsch­spra­chi­gen Marktes. Für Thumbnails
    beginnt es in der Regel bei € 25 je Bild, und es wer­den immer noch Preise bis € 600 gezahlt, durch­schnitt­li­ch lie­gen die Bildpreise im Stockfotobereich bei € 110,– im Jahr 2010.
    (Wie son­st könn­te ein Fotograf son­st von sei­nen Erträgen leben ohne auf Harz4 ange­wie­sen zu sein.)
    Auch ist fal­sch, dass Spezialagenturen mit weni­ger Bildern bevor­zugt wer­den, nach wie vor gibt eta­blier­te Bildagenturen mit einem brei­tem Spektrum.
    Rabatte wer­den nicht erwar­tet.
    Mein Umsatz mit ca 5000 Bildern die ich als RM über Bildagenturen (nicht Microstock) anbie­te, liegt im Jahr bei ca. € 50.000, und er läge höher ohne Microstock, ich kann nur jedem Raten die Finger von Microstock zulas­sen – dass kann nicht loh­nen.

    Bezüglich der Buchverlage – natür­li­ch wol­len die bil­li­ge Bilder, am bes­ten umson­st, man darf Sie Ihnen aber nicht so bil­lig ver­kau­fen, dann zah­len die auch mehr. Im übri­gen gilt, je bil­li­ger die Bilder um so höher die Renditen der Verlage. Burda, Bauer und Springer sind nicht arm!

Kommentare sind geschlossen.