Frag den Fotograf: Wie fotografiere ich wie Yuri Arcurs?

Manchmal hin­ke ich etwas hin­ter­her. Jan D. hat­te mir schon im September fol­gen­de Mail mit einer Frage geschickt:

Sehr geehr­ter Herr Kneschke/Lieber Robert,

zu aller­er­st möch­te ich Dir zu dei­nem abso­lut gelun­ge­nen Blog gra­tu­lie­ren.
Ich bin regel­mä­ßig einer der stil­len Besucher und Leser dei­ner vie­len Artikel
und eben­so regel­mä­ßig von den immer neu­en Themen rund um das Thema
Fotografie/Stockfotografie begeis­tert. Ich selbst bin eher ambi­tio­nier­ter denn
pro­fes­sio­nel­ler Hobbyfotograf aber ste­tig auf der Suche nach Tips die
Optik der eige­nen Werke zu ver­bes­sern.

Besonders ange­tan hat es mir der herr­li­che, hel­le Bildstil von Yuri Arcurs.
Ähnliches schwebt mir eben­falls bei mei­nen Bildern (im Privaten, ich
ver­kau­fe nicht) vor. Bisher bekom­me ich, obwohl ich mich als sicher &
gut im Umgang mit Photoshop bezeich­nen wür­de, nicht die­sen besag­ten
hel­len Stil mit den trotz­dem schö­nen Hauttönen hin. Daher habe ich auch
mit Spannug dei­nen Bericht des foto­lia Workshops mit Yuri A. ver­folgt, bis
auf klei­ne  Andeutungen zum Verwirklichen des Stils gab es jedoch lei­der
kei­ner­lei Hinweise.

Langer Rede kur­zer Sinn. Da du ja vor Ort ein wenig über die Schulter gucken
konn­test,  weißt du wie die­ser Stil per Photoshop (ent­spre­chen­des
Ausgangsmaterial natür­li­ch vorraus­ge­setzt) erreicht wur­de?! Über ein
paar Tips und HInweise wür­de ich mich sehr freu­en.“

Ich habe lan­ge über­legt. Darf ich so einen Post schrei­ben? Kann ich mich erdreis­ten, zu behaup­ten, ich wüss­te, wie Yuri Arcurs sei­ne super­pro­fes­sio­nel­len Bilder hin­be­kommt? Nein, das nicht. Deswegen kurz die Klarstellung: Ich sage Euch jetzt, wie ihr Bilder im Yuri Arcurs-Stil hin­be­kommt. Aber das heißt nicht, dass Yuri gen­au so arbei­ten muss.

Außerdem klam­mert euch lie­ber nicht an die Vorstellung, dass ihr nur gut mit Photoshop umge­hen müss­test, um den Yuri-Look hin­zu­be­kom­men oder dass es gar einen Filter oder einen Plugin gäbe, der das für Euch erle­digt. Das Wichtigste ist die Arbeit vor der Retusche!

Vier Faktoren machen ein gutes Yuri Arcurs-Bild aus:

  1. Gute Schärfe
  2. Geringe Tiefenschärfe
  3. Glückliche Models
  4. Viel (wei­ches) Licht

Schauen wir uns die Punkte genau­er an. Wie Yuri sei­ne Fotos gut scharf bekommt, habe ich schon in mei­nem Artikel „Scharfe Fotos mit Yuri Arcurs“ erklärt. Teuer wird der zwei­te Punkt. Die meis­ten sei­ner Fotos foto­gra­fiert er mit gerin­gen Blendenwerten, vor allem 2,8. Das setzt ent­spre­chen­de licht­star­ke Objektive vor­aus, idea­ler­wei­se wel­che, deren Offenblende noch wei­ter geht ist, zum Beispiel bis 1,8 oder 1,2. Gut sind leich­te, licht­star­ke Tele-Objektive, da sie schnel­ler eine schö­ne gerin­ge Tiefenschärfe erzeu­gen.

Der Punkt Models soll­te nicht ver­nach­läs­sigt wer­den. Nur wes­sen Models so im Gesicht strah­len als wür­den sie eine Dauer-Hochzeit fei­ern und dabei gleich­zei­tig im Lotto gewin­nen, sind für sol­che Fotos geeig­net. In die­sem Video zeigt Yuri, wie er sei­ne Models aus­sucht und mit sei­ner Hand die Kopfbewegung ein­fach beein­flu­ßen kann. Außerdem sehr ihr gleich sei­nen ide­al­ty­pi­schen Lichtaufbau.

Im zwei­ten Teil des Videos zeigt er, wie er die­ses natür­li­che Lachen auf die Model-Gesichter zau­bert.


Und das Wichtigste: Der Lichtaufbau. Es wird viel Licht benö­tigt, nicht unbe­dingt aus vie­len Lichtquellen, aber hell muss es schon sein. In die­sen eins, zwei, drei YouTube-Videos vom Fotolia-Workshop beschreibt Yuri eini­ge sei­ner typi­schen Lichtaufbauten ganz gut, von ein­fach bis kom­plex. In mei­nem Artikel „Ein Tag mit Microstock-Fotograf Yuri Arcurs“ ist auf den Fotos noch eine ande­re Beleuchtungssituation zu sehen: Die indi­rek­te Beleuchtung. Wer mal einen Blick in sein umwer­fen­des Studio gewor­fen hat (übri­gens ein umge­bau­tes Industrie-Gewächshaus), kann sehen, dass er das sehr cle­ver mit Tageslicht löst, indem die Studiodecken aus leicht mil­chi­gem Glas sind, wel­che wie eine rie­si­ge Softbox von oben wir­ken. Ein unbe­zahl­ba­rer Effekt. Bezahlbar ist die Variante mit Blitzen, indem ein­fach wei­che Blitze (z.B. Softboxen) noch mal an Wände und vor allem Decken gerich­tet wer­den.

Ich will nicht behaup­ten, dass ich wie Yuri foto­gra­fie­ren kann, aber die­ses Foto kommt sei­nem Stil schon nah, meint ihr nicht auch?

Kiefer modellieren

Da ich das foto­gra­fiert habe, kann ich sagen, dass es ein ver­hält­nis­mä­ßig simp­ler Aufbau ist. Fotografiert habe ich mit mei­ner 50mm-Festbrennweite* bei Blende 2.8 und 1/100 Sekunde Belichtungszeit (ISO 200). Als Licht dien­te mir ein Canon 580EX II Speedlite* auf einem Stativ mit einer Lastolite EzyBox-Softbox*, wel­ches ich manu­ell mit Funkauslöser an die wei­ße Decke geschickt habe. Damit kann ich das Licht auf dem Gesicht bestim­men, wäh­rend ich mit der Blende/Verschlusszeit-Kombination die Helligkeit des Hintergrunds beein­flu­ßen kann. Als Kamera kam mei­ne Canon 5D Mark II* zum Einsatz, aber es hät­te genauso gut eine Canon EOS 450D* oder eine Nikon D3000* sein kön­nen. Als Alternative zum Fensterlicht zur Regulierung der Hintergrundhelligkeit kann auch ein zwei­ter Blitz genutzt wer­den, der auf eine hin­te­re Wand o.ä. gerich­tet wird.

In die­sem Video zeigt Yuri, wie selbst Available Light-Bilder einen ähn­li­chen Look errei­chen kön­nen. Etwas Überbelichtung und die Models an einem son­ni­gen Tag im Schatten oder unter dem Himmel bei bewölk­tem Wetter erge­ben schat­ten­freie Aufnahmen.

Das letz­te fer­ti­ge Foto, was zum Schluß gezeigt wird, ist auch mit den kom­plet­ten EXIF-Daten in Yuri’s Flickr-Stream zu fin­den. Ohne Blitz wer­den dann Werte wie 1/40 Sekunde bei Blende 4 (ISO 400) mit einem 70mm-Objektiv erreicht.

Damit sind wir in der Lage, hel­le, freund­li­che Bilder zu machen. Trotzdem bleibt etwas Nachbearbeitung nicht aus. Dazu gehört neben dem kor­rek­ten Weißabgleich und einer leich­ten Überbelichtung auch das Anheben der Kontraste und der Sättigung. Zum Schluss wer­den die Bilder von stö­ren­den Elementen befreit. In die­sem Artikel zeigt Yuri unter Punkt 2 ein Vorher/Nachher-Bild, was die Unterschiede gut sicht­bar macht. Und das war es auch schon. Ist dich nicht so schwer, oder? Was meint ihr?

* Affiliate-Link (Ich bekom­me bei Kauf eine klei­ne Provision, ihr zahlt nicht mehr)

29 Gedanken zu „Frag den Fotograf: Wie fotografiere ich wie Yuri Arcurs?“

  1. soooo schwer ist es tat­säch­li­ch nicht. Aber ich fra­ge mich, war­um man Yuri nach­ei­fern soll­te? Nur weil er erfolg­reich ist? Heißt das man will durch Nachahmung ähn­li­ch erfolg­reich wer­den wie er? Das wird nicht funk­tio­nie­ren.

    Ihm zuzu­schau­en hilft sicher­li­ch zu ver­ste­hen, wie Licht und Lichtführung funk­tio­niert. Aber den­no­ch muss man die ver­schie­de­nen Techniken ler­nen und auch da sei­nen eige­nen Stil fin­den. Und auch Yuri hat sicher­li­ch ziem­li­ch lan­ge geübt bis er so erfolg­reich wur­de wie heu­te. Ich wür­de ger­ne sei­ne frü­hen Werke mal sehen.

    Mein Tipp: leiht euch mal irgend­wo nen schö­nen Studioblitz aus. Es ist eine Offenbarung was man mit viel Licht für Bilder errei­chen kann 🙂

  2. Jörg: Es ist ganz ein­fach, sich Yuris frü­he­re Werke anzu­schau­en. Einfach sein Portfolio bei Fotolia (http://de.fotolia.com/p/17174/) anschau­en, nach Datum sor­tie­ren und auf die letz­ten Seiten gehen.

    Übrigens: Über 6000 sei­ner Fotolia-Bilder wur­den noch nie ver­kauft, das sind ca. 25%.

  3. @Boris: Du hast recht, das ist mir bewußt, aber ich neh­me die­se Variante, weil es kür­zer ist und sich reimt. Du weißt doch, Absolute Beginner: „Ähm…, ja, aber der Rhyme, der Rhyme is‘ fett!“

  4. Ohne Blitz wer­den dann Werte wie 1/40 Sekunde bei Blende 40 (ISO 400) mit einem 70mm-Objektiv erreicht.“

    Wusste gar nicht das Yuri mit einer Fachkamera foto­gra­fiert? 😉 Nicht das sich noch jemand wundert…denn lt. Exif Daten ist es eigent­li­ch Blende f/4.0. Just for info.

    Gibt es eigent­li­ch auch einen „Anti-helles-Bild“ Stockfotomarkt? Ich den­ke da z.B. an die nicht all­täg­li­chen Anzeigen, die sich mal von der brei­ten Masse abhe­ben möch­ten. Oder ist das ver­schwen­de­te Zeit?

    Gruß,
    Daniel

  5. die­se aus­tausch­ba­re mas­sen­wa­re mit ihren ste­tig grin­sen­den , um zwei blen­den über­be­lich­te­ten gesicht­ver­mie­ter haben nix, aber auch gar nix mit foto­gra­fie zu tun.

    hier kup­fert der eine vom ande­ren ab, selbst die posen die­ser ste­ri­len dau­er­g­rin­sen­den men­schen sind immer gleich.

    dies ist eine zutief­st ame­ri­ka­ni­sche art zu foto­gra­fie­ren, nur scha­de das sie den weg in hei­mi­sche blät­ter gefun­den hat.

    die art der foto­gra­fie erin­nert mich immer an eine inten­siv­sta­ti­on im kran­ken­haus.
    man sieht sich unwei­ger­li­ch satt an die­sen bil­dern

    hor­st

  6. @Robert: ich wuss­te ja gar nicht dass er so früh schon mit foto­lia ange­fan­gen hat. Kein Wunder dass er der ein­zi­ge in den hohen Rängen da ist. Aber wenn ich mir sei­ne ers­ten Bilder so anschaue erin­nert mich das an mei­ne eige­nen Bilder von heu­te .… jaja, man wächst an den Aufgaben

  7. @ Horst

    Wow! Und das von einem, der aus­schließ­li­ch Massenware für die Schmutzblätter des Boulevards ablie­fert. Wenn etwas nichts mit Fotografie zu tun hat, dann sind es die­se immer glei­chen Schnappschüsse der Promihetzer mit den immer glei­chen Posen der Poser.
    Du sagst es sogar selbst: „Spezialisiert auf Abschüsse, Bildbeschaffung, Blaulicht Themen…“
    Genau das ist es, Bildbeschaffung. Nicht Fotografie.
    Laaaaangweilig.
    (Übrigens soll­test Du mal an Deiner Rechtschreibung arbei­ten. Wirkt pro­fes­sio­nel­ler.)

    Da ist Stockphotography dann doch noch mal anspruchs­vol­ler, weil man als Fotograf den Modellen Anweisungen geben muss, wäh­rend die Promischießer nur auf den Knopp zu drü­cken brau­chen, wenn Paris und Co. die dau­er­g­rin­sen­de Birne ins Objektiv hal­ten oder irgend­wo ein Auto brennt.

    Ich habe mir ein paar Deiner ande­ren Bilder ange­schaut, Horst. Du magst gut sein in Deinem Job, den Redakteuren des deutsch­spra­chi­gen Raums blut- und trä­nen­rei­che Fotos zu lie­fern, aber der Rest ist Schrott. Man sieht deut­li­ch, dass Du nicht mit dem Herzen bei der Sache bist, dass Fotografieren für Dich kei­ne Leidenschaft ist, son­dern eben nur ein Handwerk, das halt sein muss, damit die Butter aufs Brot kommt. Dein Werkzeug ist die Kamera, die Du schwingst wie einen Vorschlaghammer, nicht wie ein fein jus­tier­ba­res Instrument.
    Als Paparazzo muss man nichts von Fotografie ver­ste­hen, denn Kamera und Blitz kann einem der Redaktionsleiter an einem Nachmittag erklä­ren. Man muss nur skru­pel­los und rück­sichts­los genug sein, die Privatsphäre ande­rer Menschen zu miss­ach­ten und sich an ihrem Unglück (oder auch mal Glück) unge­fragt zu erfreu­en. Das ist wie der nicht ein­ge­la­de­ne Gast auf einer Party, der zwar auch Stimmungskanone sein kann und daher doch irgend­wie ins Wohnzimmer passt, der aber Dreckspuren auf dem Teppich hin­ter­lässt, weil er sich nicht die Schuhe aus­zieht und außer­dem das Buffet leer­frisst, obwohl er selbst nichts mit­ge­bracht hat. Wenn er nicht mal unter­halt­sam wäre, wür­de man ihn raus­schmei­ßen, aber so ringt man sich ein künst­li­ches Lächeln ab. Der merkt auch nicht, dass das Lächeln und die Freundlichkeit des Gastgebers ihm gegen­über nur auf­ge­setzt ist.
    Rücksichtslosigkeit und Arroganz sind die Qualitäten, die einen (finan­zi­ell) erfolg­rei­chen Paparazzo mit­un­ter aus­zeich­nen. (Es gibt frei­li­ch auch noch die ande­re Sorte Paparazzi, die Gentlemen, die zuvor­kom­mend und höf­li­ch, nie her­ab­las­send und gleich­gül­tig sind. Die wer­den von den Damen und Herren der Begierde dann auch mal ins Hinterzimmer oder die Garderobe gelas­sen, wo die exklu­si­ven Fotos ent­ste­hen, wäh­rend die brül­len­de Meute – „Hierher! Hierher! Einmal in die Kamera!!!“ – vor dem roten Teppich bleibt. Aber das ist eine aus­ster­ben­de Rasse.) Ein guter Fotograf braucht man nicht zu sein. 

    Das mus­s­te mal gesagt wer­den, weil ich schon oft genug auf Plattformen, Foren und Webseiten über Deine ver­nich­ten­den Kommentare über die Arbeit ande­rer bei gleich­zei­ti­ger Hervorhebung der eige­nen Qualitäten gestol­pert bin und die­se ehr­li­ch gesagt nicht sehe. Paparazzi braucht es auch, aber es gibt sol­che und sol­che. Die einen lesen die­sel­ben Zeitungen, für die sie Bilder lie­fern, die ande­ren lesen dicke Bücher in Fremdsprachen und Zeitungen mit weni­gen Fotos und nur in schwarz-weiß.

    Guten Abend,

    Boris

  8. wow boris.….mir scheint du magst mich nicht…das freut mich.
    aber eins las­sen ich mir von nicht unterstellen.…das ich nicht mit her­zen dabei bin.…da hast du aber eini­ges von mir weder gese­hen noch begrif­fen !

    so typen wie du ver­fol­gen einen erfog­rei­chen men­schen auf schritt und tritt…damit müs­sen wir leben !

    aber bei einem seit ihr alle gleich in eurer über­heb­li­chen arroganz.…ihr seid klei­ne würst­chen die ein­fach nur nei­di­sch sind. die­sen neid ver­sucht ihr geschickt zu tarnen…gelingt aber meis­tens nicht.

    wie sag­te gene­ral blü­cher immer.…viel feind viel ehr !

    habe die ehre

  9. Ich ken­ne Dich nicht per­sön­li­ch, des­halb kann es gar nicht ums Mögen oder Nichtmögen gehen, auch wenn Du das ger­ne hät­test. (Du bist mir reich­li­ch egal, ich erken­ne in dem was Du sagst aber Deinen Typ.)
    Deine Fotos sind ein­fach nicht gut genug, um sich so abfäl­lig über die Arbeit ande­rer aus­zu­las­sen. (Ich habe Deinen Blog und das Flickr-Konto gese­hen.) Das lässt mich ver­mu­ten, dass DU den ande­ren ihren Erfolg und die Qualität ihrer Bilder nei­dest. Denn wer erfolg­reich ist, macht sich eigent­li­ch nicht über ande­re lus­tig, son­dern gibt allen­falls Tips.
    Du hin­ge­gen ver­suchst, die Arbeit von ande­ren abzu­wer­ten. Das ist unsym­pa­thi­sch. Klar macht man sich da Feinde, bzw. kei­ne Freunde. 

    Und bit­te: ich bin, du bist, er/sie/es ist, ihr seid. Mit ddddddddd!
    Das soll­te man als Journalist schon kön­nen.

  10. @ boris.…Was stört es die Eiche, wenn sich das Schwein an ihr scheu­ert !

    ps…auch der hin­weis auf recht­schreib­feh­ler ist typi­sch für gestal­ten wie dich.

    damit möch­te ich die­se sache bene­den

  11. boris.…nachtrag

    wenn du was gegen mich hast schrei­be es mir per­sön­li­ch und nicht in roberts blog…oder hast du kei­ne eier in der hose

  12. Wenn ich hier lese:
    Gute Schärfe
    Geringe Tiefenschärfe
    Glückliche Models
    Viel (wei­ches) Licht
    dann möch­te ich doch ein­mal nach­fol­gen­des anmer­ken:

    es gibt kei­ne gute oder schlech­te Schärfe – ein Bild ist scharf oder unscharf.
    sicher­li­ch gibt es glück­li­che Modelle auf die­ser Welt, aber sor­ry, die machen ihren Job und die Mimiken sind gespielt und wenn das glück­li­ch aus­sieht, dann ist es gut gespielt.
    wenn man von „viel“ wei­chem Licht spricht, meint der Fotograf heykey. >Und da gibt es noch ein­mal etli­che Varianten

    Aber war­um wollt ihr denn in Gottes Namen alle so foto­gra­fie­ren??? Die Bilder gibt es wie Sand am Meer. Und es wird wohl den wenigs­ten „Neuen Fotografen“ gelin­gen da noch Fuß zu fas­sen. Da besin­ne ich mich doch lie­ber auf das was ich rich­tig gut kann und hole da alles raus, als einen Top Stock Fotografen zu imi­tie­ren.
    Stefan Gesell ist auch so ein gutes Beispiel. Wie vie­le bele­gen sei­ne Seminare, geben jede Menge Geld dafür aus und wer­den es doch (fast) nie schaf­fen, sol­che Bilder wie er zu machen.

    Lasst uns unse­ren eige­ne Stil fin­den, dass ist auf Dauer nicht so frus­tie­rend..
    In die­sem Sinne

    Reinhard

  13. @ Boris:

    Joh mei, das ist über­zeu­gend, was Du Horst da um die Ohren schlägst! *lol*

    Die Kamera als fein jus­tier­ba­res Werkzeug? Die Leidenschaft für die Fotografie? Die anspruchs­vol­le Stock-Photography? Klar, 36 Cent pro Sale ver­lan­gen hohe Ansprüche!

    Ich bit­te um Entschuldigung, aber ich bin auch so ein „Nichtskönner“, der für’s schnö­de Geld foto­gra­fiert:

    http://www.franz-roth-presse.de/konzept/A_2009/BELEGE_2009.html

    Je mehr, desto lie­ber …

    (aber nicht für 36 Cent)

  14. wenn wir schon bei bele­gen sind…
    hier auch mal ein paar bele­ge von mir

    und jetzt zeig mal dei­ne boris

    übri­gens ich has­se rote tep­pich foto­gra­fie, fotos die rich­ti­ges geld brin­gen die hat man allei­ne aber bestimmt nicht in einem hin­ter­zim­mer wo dir der pro­mi in die kame­ra grinst…dafür gibts näm­li­ch nix

    zitat boris.….Die wer­den von den Damen und Herren der Begierde dann auch mal ins Hinterzimmer oder die Garderobe gelas­sen, wo die exklu­si­ven Fotos ent­ste­hen, wäh­rend die brül­len­de Meute — “Hierher! Hierher! Einmal in die Kamera!!!” — vor dem roten Teppich bleibt.…

    wo hast du den die­se weis­heit her, was sol­len den da für fotos ent­ste­hen ?

  15. Auch @ alle, aber auch noch­mal spe­zi­ell @ Boris:

    Der Job „Fotograf“ hat vie­le Facetten. Es gibt die Kamera-Künstler, die Foto-Lyriker, die Reporter, die Chronisten, die „Glas-Augenzeugen“, die Paparazzi und was weiß ich.

    Was Du bist, das ist letzt­end­li­ch eine Frage, wo Dich der Beruf durch irgend­wel­che blö­den Zufälle hin­ge­stellt hat.

    Ich bin den hoch­ge­sto­che­nen Ausführungen über Fotografie etwas abhold, weil mei­ne Kameras (und mei­ne Augen!) schon Dinge gese­hen haben, die ich lie­ber nie in mei­nem Leben gese­hen und erlebt hät­te:

    http://www.franz-roth-presse.de/HISTORY/FR-2009-C-10569.JPG

    Und dann habe ich damit auch noch viel Geld ver­dient! Ich weiß nicht, ob ich nicht zuwei­len auch den Wohnzimmerteppich dre­ckig gemacht habe. 

    Aber heu­te ist ja der 9. November. Da war ja mal was, vor punkt­ge­n­au 20 Jahren, über das wir uns freu­en soll­ten. Und ich bin ver­dammt stolz dar­auf, auch dabei dabei­ge­we­sen zu sein:

    http://www.franz-roth-pics.de/konzept/divers/liberte_toujours.jpg

    Ich oute mich auch ger­ne mit allen Höhen und Tiefen die­ses Berufs, mit fast 25 Jahren Bildjournalismus.

    http://www.franz-roth-presse.de/HISTORY/HISTORY1.html

    Sage mir aber bloß kei­ner, mei­ne Fotos sei­en „nicht gut genug“ oder der Chefredakteur hät­te mir bei­ge­bracht, wie man einen Fotoapparat und ein Blitzgerät bedient!

    Und daß es den Boulevard und die Yellows gibt, dar­über bin ich heil­froh!

    Grüße in die Welt pro­fes­sio­nel­ler Fotografen!
    Franz Roth

  16. @ boris…ich sehe jetzt erst das du da ganz gehö­rig was durch­ein­an­der bringst, das möch­te ich doch mal klar­stel­len.

    1. Abschüsse…haben nix aber auch gar nix mit rotem tep­pich zu tun, auch müs­sen es nicht pro­mis sein die ich abschie­ße.

    2. Bildbeschaffung…hat nix mit foto­gra­fie­ren zu tun ( wäre zu lan­ge das hier jetzt zu erklä­ren )

    3. Langeweile kommt bei mir nie auf

    ich sehe dir die­se gro­ben feh­ler nach, da du wie erwar­tet von der mate­rie null ahnung hast !

    wenn du jetzt ein paar recht­schreib­feh­ler fin­dest, kann­st du sie selbst­ver­ständ­li­ch behal­ten, da bin ich groß­zü­gig

    gute nacht

  17. Nachdem die pri­va­ten Nettigkeiten nun aus­ge­tauscht wur­den, und auch mal wie­der fest­ge­stellt wur­de, wie weit kom­mer­zi­el­le und künst­le­ri­sche Fotografie aus­ein­an­der­lie­gen können…wiederhole ich mei­ne durch­aus ernst­ge­mein­te Frage noch­mal:

    Gibt es eigent­li­ch auch einen “Anti-helles-Bild” Stockfotomarkt? Ich den­ke da z.B. an die nicht all­täg­li­chen Anzeigen, die sich mal von der brei­ten Masse abhe­ben möch­ten. Oder ist das ver­schwen­de­te Zeit?“

    Hintergrund: Ich suche momen­tan noch nach mei­ner „Nische“. Da ich eben nicht so auf die­se „hel­len“ Bilder ste­he, fra­ge ich mich ernst­haft, ob ich über­haupt eine Zukunft im Stockfotomarkt haben kann? Da ich auch die Einstellung habe das-wenn ich sel­ber schon die Bilder nicht mag, die ich pro­du­zie­ren soll-es auch der poten­zi­el­le Bildkäufer nicht mögen/honorieren wird. Wenn mir mei­ne Bilder gut gefal­len, ich aber kei­nen müden Euro damit ver­die­ne, kann ich als Bilderproduzent auch nicht exis­tie­ren.

    Ob ein Bild „gut“ ist, liegt ja immer am Geschmack des Betrachters. Es gibt da eigent­li­ch kein „gut“ oder „schlecht“, jeder nach sei­nem Gusto den­ke ich?

  18. @Daniel: Bei den momen­tan nied­ri­gen Preisen kann­st Du von der Stockfotografie nur leben, wenn Du gefrag­te Motive machst, was eben aller Unkenrufe zum Trotz wei­ter­hin freund­li­che, hel­le Bilder sind. Es gibt auch Agenturen wie Sodapix oder die Flickr Collection von Getty, die ver­su­chen, „authen­ti­sche­res Bildmaterial“ anzu­bie­ten. Dann soll­test Du es eher da pro­bie­ren.

  19. Als Paparazzo muss man nichts von Fotografie ver­ste­hen, denn Kamera und Blitz kann einem der Redaktionsleiter an einem Nachmittag erklä­ren“

    Was ein gro­ßer Irrtum ist…

  20. Aber war­um wollt ihr denn in Gottes Namen alle so foto­gra­fie­ren??? (…)

    Lasst uns unse­ren eige­ne Stil fin­den, dass ist auf Dauer nicht so frus­tie­rend“

    Ich bin heu­te noch Anette Cordes (Schapowalow) dank­bar, die mir (ganz unbe­ab­sich­tigt) gen­au zum rich­ti­gen Zeitpunkt mal auf einem klei­nen Seminar eine Erkenntnis wie­der in Erinnerung geru­fen hat: „Fragen Sie sich nicht beim foto­gra­fie­ren ‚Ist das auch ver­käuf­li­ch?‘ Machen Sie ein­fach gute Bilder. Die guten Bilder, die SIE kön­nen. Dafür dann Käufer fin­den, ist UNSER Job als Agentur. Und für gute Bilder fin­den wir Käufer.“

  21. “Als Paparazzo muss man nichts von Fotografie ver­ste­hen, denn Kamera und Blitz kann einem der Redaktionsleiter an einem Nachmittag erklä­ren”.…..

    das hat er mal bei rtl gese­hen, seit dem glaubt er das auch noch !

    ich ken­ne kol­le­gen die auch nach zig jah­ren einen hei­den respekt vorm blit­zen haben.
    wenn du näm­li­ch nur eine chan­ce hast ( zb.vor gericht ) und dein blitz ist nicht rich­tig ein­ge­stellt hast du pech.

    hor­st

  22. @ Daniel:

    Es gibt einen Markt für „anti-helle“ Bilder. Nur nicht im Markt über eine Agentur. Ich weiß jetzt nicht, ob Du Profi bist und wirk­li­ch Deinen Lebensunterhalt mit der Knipsmaschine ver­die­nen mußt. Deshalb dazu gleich mehr.

    Im Markt der Symbolbilder gibt es ja durch­aus auch „dunkle Themen“. Man den­ke nur mal dar­an, daß in Deutschland mitt­ler­wei­le die Zahl der psy­chi­schen Erkrankungen, Burnout, Depressionen auf Platz 1 liegt. So was illus­triert man kla­rer­wei­se nicht mit „hel­len freund­li­chen“ Bildern. Wäre ja die rein­s­te Schizophrenie (der Patient ist soooo glück­li­ch, daß er Psychopharmaka fres­sen darf, da strahlt er doch gleich übers gan­ze Gesicht).

    Und sol­che Themen, genauso wie „Menschen & Schicksale“, sind gän­gig in allen Presseprodukten, von der Tageszeitung über die Wochen-Illustrierten und „bun­ten Blätter“ bis hin zu den Nachrichtenmagazinen.

    Wenn Du Profi bist, emp­feh­le ich Dir, Dir einen eige­nen Markt und eige­ne Vertriebswege auf­zu­bau­en und die Stock-Agenturen Stock-Agenturen sein zu las­sen.

    Vielleicht kann­st Du ja etwas von mei­nem „Aus dem Nähkästchen geplau­dert“ pro­fi­tie­ren:

    http://borderline-press.blogspot.com/2009/11/mal-wieder-aus-dem-nahkastchen.html

    Du kann­st bei mir auch ger­ne Deine Fragen pos­ten. Du wirst eine fai­re und sach­li­che Antwort erhal­ten.

    Ich habe bald 25 Jahre Profi-Dasein „auf dem Buckel“ und den­ke ich bin ein „alter Hund“ im Business. Und ich habe null Problem damit, Kollegen (auch semi-professionellen, sprich Amateuren) mein Wissen und mei­ne Erfahrung wei­ter­zu­ge­ben. Auch die Fallstricke und Fußangeln. Auch das, was man bes­ser nicht machen soll­te.

    Okay?

    Einladung steht!

  23. Zitat R. Kneschke:
    „@Daniel: Bei den momen­tan nied­ri­gen Preisen kann­st Du von der Stockfotografie nur leben, wenn Du gefrag­te Motive machst, was eben aller Unkenrufe zum Trotz wei­ter­hin freund­li­che, hel­le Bilder sind. Es gibt auch Agenturen wie Sodapix oder die Flickr Collection von Getty, die ver­su­chen, “authen­ti­sche­res Bildmaterial” anzu­bie­ten. Dann soll­test Du es eher da pro­bie­ren.“

    Ähm, mal was zu den „nied­ri­gen Preisen“:
    Das ist die Frage, wo und über wen man Stock-Material ver­kauft.

    Ich muß hier mal wie­der ein Bild zur Verdeutlichung ver­lin­ken (und dann was zum Honorar sagen):

    http://www.franz-roth-presse.de/HAUS/PRESSE/FR-2008-C-8632.JPG

    Das war einer der „gran­dio­sen“ Zufälle, daß der „Blick.ch“ zwei Fotos von mir ver­wen­det hat. Den Titel als APIS-Download bei der Bildmaschine.de und den Aufmacher des Artikels dazu direkt bei mir aus mei­nem Mecom-Pool (auch per APIS bzw. i-picturemaxx).

    Ich nen­ne jetzt mal ganz unver­blümt die Honorare: der Titel brach­te 600,– Euro brut­to über die Agentur; 60% für mich; der Aufmacher brach­te mir allei­ne 300,– Euro. 

    Und mei­ne „Schmuddelbilder“ sind ziem­li­ch regel­mä­ßig im „Blick“ oder dem „Berliner Kurier“, der „B.Z,“ usw. (Boulevard halt). Oder als Einblendungen bei „Frau-TV“ des WDR. Und, und, und. 

    Auch so eine Story (kom­plett mit Text) …
    http://www.franz-roth-presse.de/archiv_newsletter/wilfried_echo_der_frau.pdf
    … bringt run­de 600 Emmchen.

    Das sind Nischen, die man beset­zen kann (ohne „hel­le und freund­li­che“ Bilder, oft gera­de­zu im Gegenteil).

  24. Danke für Deine Einschätzung Robert,
    ich wer­de mir die Agentur Soadapix mal anschau­en…

  25. Ach Gott, der Horst und sein Vasalle tau­chen mal wie­der auf. Leute, den müsst ihr ein­fach igno­rie­ren, denn er ver­sucht immer auf die­se Weise Aufmerksamkeit zu erha­schen, beson­ders wenn ein Beitrag inter­es­sant ist und vie­le Kommentare erwar­ten lässt. 

    Außer dem Horst hat näm­li­ch nie­mand Ahnung von Fotografie und man mun­kelt sogar, er hät­te sie erfun­den. Außerdem dürf­te man Menschen ohne APIS Anbindung über­haupt kei­ne Kamera ver­kau­fen!

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