Bilderklau im Internet – Teil 2

Vor zwei Wochen hat­te ich im Blog einen Artikel mit dem Titel „Bilderklau im Internet – Strafen oder sein las­sen“ geschrie­ben, bei dem die Kommentare nur so ein­pras­sel­ten. Der Tenor der Aussagen: Man muss nicht immer sofort mit dem Anwalt kom­men. Sehe ich genau­so. Aber reicht eine freund­li­che Mail?

Folgender Fall:
Ich habe wie­der im Internet gesucht, wo mei­ne Fotos benutzt wer­den. Dafür gibt es ver­schie­de­ne Methoden, die ich im Artikel „10 Tipps zum Finden der eige­nen Fotos“ beschrie­ben habe. Diesmal wur­de ich wie­der fün­dig, aber auf einem ande­ren Weg.

In den Logdateien mei­ner Webseite ver­zeich­ne­te ich auf­fäl­lig vie­le Besucher von der Social‐Networking‐Webseite www.jappy.de. Ich habe mir die Webseite genau­er ange­se­hen und gemerkt, dass es dort ein Sport zu sein scheint, Bilder mit ganz vie­len ande­ren Menschen zu tau­schen, bzw. die­se in den Gästebüchern der Freunde zu zei­gen. Leider schert es die meis­ten über­haupt nicht, ob die Fotos urhe­ber­recht­lich geschützt sind oder nicht.

Da gibt es Screenshots von Filmen, kom­mer­zi­el­le Bilder aus Bildagenturen, Fotos von Flickr und eben auch Fotos von ande­ren Webseiten, zum Beispiel mei­ner. Innerhalb eini­ger Minuten habe ich drei mei­ner Fotos in den Gästebüchern und Foren von jappy.de gefun­den. Die meis­ten der Fotos wer­den auch nicht kopiert, son­dern per Hotlinking ein­ge­fügt. Das führt neben der Urheberrechtsverletzung noch zu zusätz­li­chem Traffic bei den Originalseiten, von wo die Fotos kom­men, für den die Betreiber meist Geld zah­len müs­sen. Sie wer­den damit also dop­pelt geschä­digt.

Weil das bei jappy.de kei­ne ein­ma­li­gen Ausrutscher sind, weil die Bilder als Hotlink genutzt wer­den und weil meh­re­re mei­ner Bilder betrof­fen waren, woll­te ich nicht nur eine net­te Mail schrei­ben, son­dern mich für mei­ne Arbeitszeit, in der ich die Bilder suchen muss­te, ent­schä­di­gen las­sen.

Immerhin: jappy.de hat eine gut find­ba­re eige­ne Emailadresse für Rechtsverletzungen und ich bekam inner­halb einer Stunde Antwort von der Rechtsabteilung. Der Mitarbeiter tei­le mir mit, dass die betref­fen­den User infor­miert wur­den und sich bei mir mel­den sol­len.

Stillleben mit Obst

Am nächs­ten Tag bekam ich einen Anruf von der Frau, die eins der Bilder geklaut hat­te. Es han­delt sich um ein Obstfoto, was bei einer Google Images‐Suche nach „Obst“ rela­tiv weit vor­ne auf­taucht. Das Obstfoto sieht viel­leicht „dahin­ge­wor­fen“ aus, erfor­der­te aber einen sorg­fäl­ti­gen Aufbau und Obst im Wert von über 30 Euro.

Die Dame argu­men­tier­te nach die­sem Muster:
– das sei total üblich bei Jappy
– das Bild habe sie nicht von mir, son­dern das gab es bei Google
– sie wuss­te nicht, dass das ver­bo­ten sei
– wenn das bei Google ange­zeigt wird, muss das doch kos­ten­los sein

Nach einer Weile sah sie ein, dass ihre Handlung nicht rech­tens war. Ich bot ihr schlicht an, das Foto in der kleins­ten Web‐Auflösung nach­träg­lich über mei­ne Bildagentur zu lizen­zie­ren und fer­tig. Fand ich fair. Kostenpunkt: 20 Euro. (Ja, da hat sie etwas Pech gehabt: Andere Fotos von mir wer­den auch für 5 Euro in der Web‐Auflösung ange­bo­ten bzw. sehr ähn­li­che Obst‐Fotos gäbe es als Microstock‐Fotos auch für 1 Euro, aber das betref­fen­de Foto wird von mir aus­schließ­lich über eine etwas teu­re­re Agentur ver­trie­ben).

Daraufhin mein­te sie zu mir, dass das doch nicht mein Geschäftsmodell sein kön­ne, die Leute über Google zu mei­nen Fotos zu locken und dann Geld zu kas­sie­ren. Da war ich baff. Ich erin­ner­te sie dar­an, dass ich ers­tens nie­man­den gezwun­gen habe, mein Foto ohne mei­ne Erlaubnis zu kopie­ren und zwei­tens sowohl im Foto selbst als auch auf der Seite, wo mein Foto gezeigt wird, deut­lich ein Copyright‐Zeichen zu sehen ist, was mich als Urheber des Fotos aus­weist. Mit allen dazu­ge­hö­ren Rechten, wie bei der Nutzung Geld zu ver­lan­gen.

Ich erin­ner­te auch dar­an, dass ich mit mei­ner Mail ihr Anwaltskosten in Höhe von meh­re­ren hun­dert Euro spa­ren wür­de. Aber statt Dankbarkeit ern­te­te ich Wut. Finde ich ehr­lich gesagt ver­ständ­lich, aber was soll ich machen? Alles igno­rie­ren? Meine Zeit dafür opfern, net­te Emails an die Bilderdiebe zu schrei­ben, ohne dafür ent­schä­digt zu wer­den? Was meint ihr dazu? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

Ich habe mich für die Variante „net­te Mail plus Rechnung“ ent­schie­den. Die 20 Euro wur­den bezahlt. Eine regel­mä­ßi­ge Bildkäuferin wird die Frau sicher trotz­dem nicht wer­den. Der Kontakt zu den zwei ande­ren Usern steht noch aus.

78 Gedanken zu „Bilderklau im Internet – Teil 2“

  1. Hallo Herr Kneschke,

    ein inter­es­san­ter Beitrag! Habe seit 2 Wochen auch „extrem“ vie­le Zugriffe, in dem Fall eine ande­re Community, www33.vec-community. Ob Bilder dort gela­den sind sieht man nicht direkt, da nur über Einwahl mög­lich. Was tun??

    Schöne Grüße Robert

  2. Gerade mit Hotlinking kann man wun­der­voll sei­nen Schabernack trei­ben – wenn man sich mit HTACCESS aus­kennt, sogar ohne die nor­ma­len Links zu beein­träch­ti­gen. 🙂

    Aber gene­rell ist es schon sehr ärger­lich, vor allem wenn man nur die Suchmaschine bei FlickR benut­zen müss­te, um frei ver­wend­ba­re Bilder zu fin­den – die viel­leicht nicht ganz so gut sind, aber den Zweck erfül­len.

  3. @Robert: Wenn die Community kos­ten­los ist, ein­fach eine neue Emailadresse neh­men (Yahoo, GMX, Web.de oder wie sie alle hei­ßen) und sich anmel­den. Dann siehst Du auch, wie die Fotos genutzt wer­den.

  4. Ich hat­te in dei­nem letz­ten Beitrag ja schon­mal was zu Hotlinking geschrie­ben.
    Ich beob­ach­te mei­ne Referrer‐Logs regel­mä­ßig und neh­me auf­fäl­li­ge Seiten (mit Jappy hat­te ich auch schon zu tun) ein­fach auf eine Sperrliste auf. Diese bekom­men dann zukünf­tig ein Bild mit Copyright‐Hinweis ange­zeigt statt dem eigent­lich ver­link­ten Foto.
    Wenn man es aber mit so ver­stock­ten Leuten wie die­ser Dame zu tun hat, sor­ry, dann wür­de ich glaub ich auch mal die juris­ti­sche Keule aus­pa­cken 😉

  5. Jo – auch hier bei mir ein Problem. Das kniff­li­ge an der Sache ist es, dass vie­le Seiten aus die­sem „Hotlink‐Communities“ nicht direkt auf­ruf­bar sind, weil man sich erst ein­log­gen muss.

    Dann müss­te man vom Betreiber immer erst Auskunft for­dern. Das macht die Sache wirk­lich kom­pli­ziert.

    Bei direkt‐verlinkten Bildern aus dem Blog habe ich bis­wei­len so ver­fah­ren, dass ich die direkt ver­link­te Bilddatei durch einen Platzhalter mit dem Text „Bilderklau im Internet kann teu­er wer­den!“ o.ä. ersetzt habe. Hat bis­lang immer gewirkt.

    Generell ist das aber wirk­lich sehr ärger­lich wegen des teil­wei­se immensen traf­fic, der da sinn­los und ohne Gegenwert pro­du­ziert wird…

  6. Wenn eine Firma eines mei­ner Bilder kauft und für eine Webseite ver­wen­det, dann ist ja (nicht wie in dei­nem Fall) kein Copyright‐Wasserzeichen drauf. Und die­ses bereits gekauf­te Bild kann doch eigent­lich jeder ver­wen­den, ohne dass ich als Fotograf je dahin­ter kom­men wür­de, oder?

  7. Bei der „Dame“ hät­te ich tat­säch­lich auch die juris­ti­sche Keule raus­ge­holt. Das hät­te zur Folge gehabt, dass sie sich bei jappy.de tie­risch auf­ge­regt hät­te, aber alle ande­ren wären viel­leicht dar­auf­hin etwas vor­sich­ti­ger.

    Bisher hat­te ich etwas Glück, was Bildklau angeht, aber ganz aus­schlies­sen kann ich das auch nicht. Allerdings suche ich auch nicht stän­dig gezielt danach.

  8. siehst du robert, das mache ich jetzt schon seit jah­ren mit…bilderklau und kei­ner fühlt sich schul­dig, kommst du mit schmu­se­kurs wirst du aus­ge­lacht.

    aus die­sem grun­de nur noch rechts­an­walt, als ver­di mit­glied kos­tet der mich kei­nen cent und bis jetzt haben die jedes­mal gezahlt.

    ach ja.…zwischen 600 – 1000 euro sind das pro bild, dazu kom­men noch die anwalts­kos­ten.

    in die­sem sin­ne

  9. Ach ja, noch­was. Ich fin­de es schon bemer­kens­wert, dass es so Foren oder so was gibt, die qua­si dafür bekannt sind. Es wäre schön, die Betreiber wür­den etwas mehr dafür tun. z.B gene­rell kei­ne ver­link­ten Fotos ver­wen­den las­sen, nur Hochladen und da rie­si­ge Disclaimer ein­blen­den, auf denen man anha­ken muss, dass man ganz sicher alle Rechte an dem Bild hat und es nicht ein­fach in Goggle gesucht hat.
    (Zumal bei Google doch extra fett steht, dass die­se Bilder NICHT rech­te­frei sind, und man als Bilderanbieter man ja auch letz­ten Endes nichts dafür kann, dass die bei Google weit oben sind.)
    Als jemand, der sich nur hob­by­mä­ßig damit beschäf­tigt, kom­me ich dem gan­zen Suchen aber irgend­wie nicht hin­ter­her.

  10. @Joachim: Ja, wie im Artikel beschrie­ben habe ich es die­ses Mal mit den Referer‐Links in den Web‐Logdateien gefun­den. Das letz­te Mal hat­te ich ein Fotokollege dar­auf auf­merk­sam gemacht.

  11. Hmmmm .. ich bin da ein wenig ande­rer Meinung. Natürlich muss man gegen ‚pro­fi­mä­ßi­gen‘ Klau der eige­nen Bilder vor­ge­hen – aber in Fällen wie Yappi & Co. kann man nicht von einer gewerb­li­chen Nutzung aus­ge­hen. Ich wür­de das eher als kos­ten­lo­se Werbung ver­bu­chen. Die Traffickosten sind doch eher im Centbereich anzu­sie­deln.

    In die­sem Zusammenhang sei auf das neu­es­te Marketingunterfangen von Crestock hin­ge­wie­sen, bei dem die Nutzer von WordPress die Bilder von Crestock in Webauflösung nut­zen kön­nen (sofern der Fotograf dem zuge­stimmt hat). Das soll ja in einer Woche star­ten – Yappi ist also sei­ner Zeit nur ein wenig vor­aus …

  12. jappy.de ist mir auch schon seit eini­ger Zeit ein Dorn im Auge!
    Ich ver­trei­be mei­ne Bilder zwar nicht bei Stockagenturen und ver­die­ne auch kein Geld damit, den­noch gefällt mir die­ser Grundgedanke nicht, dass ein­fach irgend­wo mei­ne Bilder ver­wen­det wer­den.

    Eine zeit­lang habe ich ein­fach die hot­ge­link­ten Bilder durch schmud­del­bil­der oder eben pein­li­che Sachen mit glei­chem Dateinamen aus­ge­tauscht, dann haben die­se natür­lich in den Gästebüchern dort gepran­gert. War auch eine Weile ganz wit­zig, ist aber zu viel Arbeit auf Dauer.

    Auch dies­mal warst Du wie­der sehr fair, was die „Bilderdiebin“ aber sicher anders sehen wird.

  13. Das Problem ken­ne ich auch. Allerdings löse ich zumin­dest das Hotlinkingproblem mitt­ler­wei­le durch eine ent­spre­chend ange­passt .htac­cess, die Links von aus­sen kom­plett ver­bie­tet und statt­des­sen ein Hinweisbild aus­lie­fert.

  14. @Kabrett: Der Unterschied zwi­schen Jappy und Crestock ist aber, dass es bei Crestock ers­tens frei­wil­lig ist, zwei­tens die Teilnehmer finan­zi­ell belohnt wer­den und drit­tens auch der Name genannt und auf die Agenturwebseite ver­wie­sen wer­den muss.

  15. Hallo Robert,

    habe den Versuch gemacht mich auf die­ser Seite ein­zu­wäh­len und „Bilder“ zu fin­den.
    Ergebnis kei­nes! Jeder User hat fast hun­der­te Bilder, die alle zu durch­su­chen hat kei­nen Sinn.
    Auch von Jappy gibt es Zugriffe!

    Gruss Robert

  16. Ich habe es mitt­ler­wei­le auf­ge­ge­ben freund­lich zu sein und las­se gene­rell eine Abmahnung per Anwalt sen­den. Das kos­tet den Dieb in der Regel zwi­schen 600 und 800 Euro. Manche unver­bes­ser­li­che erhe­ben Einspruch und lan­den dann vor Gericht wo es dann drei­mal so teu­er wird. Ich habe bis­her jeden Fall gewon­nen der die Rechtslage klar ist.

  17. Das Thema Bilderklau ist bei Ebay sehr ver­brei­tet. Einige Geschädigte haben dann freund­li­che Emails an die­se „Bilderdiebe“ gesen­det. Mit dem Ergebnis das der Geschädigte aus­ge­lacht wur­de. Auch eine Androhung auf eine recht­li­che Auseinandersetzung haben nichts gebracht. Auf Grund des­sen wur­den dann alle erwisch­ten Bilderdiebe per Anwalt abge­mahnt und dies hat dann bei den Erwischten so eine Art erzie­he­ri­sche Maßnahme bewirkt.

  18. Naja, dazu sag ich nur ‚Welcome to hard life‘^^
    Ich den­ke schon, dass du rich­tig gehan­delt hast… Bin gespannt ob sich die ande­ren über­haupt mel­den… hat die ers­te sich rela­tiv frei­wil­lig gemel­det?^^

    Ich den­ke letzt­end­lich geht es bei dem Bilder suchen auch nicht um die paar Euros, son­dern ich fin­de es ist wich­tig Zeichen zu set­zen… Dafür soll­te auch einem ein biss­chen Zeit nicht zu scha­de sein.
    Währet den Anfängen… Je frü­her man agiert, des­to mehr kann man den Bilderklau unter­bin­den. Ich den­ke, es ist genau wie bei einer Gehaltskürzung (kennt man ja bei Fotojournalisten schon^^) … Wer sich nicht am Anfang dage­gen wehrt, bekommt letzt­end­lich immer weni­ger.

    MfG
    Mere

  19. Die Dame war viel­leicht so emp­find­lich, weil es tat­säch­lich mal jemand gab, der es dar­auf ange­legt hat, sich Lebensmittelfotos klau­en zu las­sen, um durch nach­träg­li­che Lizenzierungen und Abmahnungen dick Kasse zu machen:
    http://www.heise.de/ct/Online-Fotos-abgemahnt–/artikel/126159

    Von Jappy habe ich noch nie etwas gehört. Ich habe gera­de mal mein Logfile für September durch­ge­schaut. Bingo, Bilder von mir sind in min­des­tens 7 Jappy‐Gästebüchern. Ich ver­öf­fent­li­che nur Reisebilder (Tiere, Namibia, Botswana, etc.), mit denen ich kein Geld ver­die­nen will. Insofern kein gro­ßes Drama. Aber for­mal wer­den die Lizenzbedingungen (Creative Commons NCBYSA) auch nicht ein­ge­hal­ten. Davon abge­se­hen: Wofür ist die­ses Jappy eigent­lich gut? Um tau­sen­de kit­schi­ge Bilder als Gästebucheintrag zu bekom­men? Gerade ange­mel­det und 10 Minuten spä­ter schon 5 kit­schi­ge Bilder von unbe­kann­ten Personen in mei­nem Gästebuch? Welchen Sinn macht das? Wahrscheinlich bin ich zu alt, um das zu begrei­fen.

    Sehr lus­tig ein Satz aus der Selbstbeschreibung von Jappy: „Alles, was bei Jappy auf­taucht, stammt von der Jappy‐Gemeinde selbst. “

  20. Man kann in der .htac­cess auch den Zugriff von bestimm­ten Seiten ver­bie­ten. Das fin­de ich etwas bes­ser, da ich nicht pau­schal jeder Seite ver­sa­gen möch­te Bilder abzu­ru­fen. Grad im web­ba­sier­ten RSS‐Reader macht das kei­nen guten Eindruck.

    Meiner Meinung nach müss­ten die Betreiber sol­cher Plattformen zu Verantwortung gezo­gen wer­den, da sie die Urheberrechtsverletzung wis­send dul­den bzw. dies durch ent­spre­chen­de Funktionalitäten mög­lich machen.

  21. Ach ja, jappy.de…

    Manche Leute wis­sen es halt nicht bes­ser. Sicher, Unwissenheit schützt nicht vor Strafe, aber bei irgend­wel­chen Teenies kommt von mir auch erst mal eine Ermahnung. Sauer und even­tu­ell teu­er wer­de ich aber, wenn die Leute nicht nur dumm, son­dern auch dreist sind und anfan­ge, her­um­zu­pö­beln.

  22. Hallo Robert,

    ich lese dei­nen RSS‐Feed schon eini­ge Wochen. Du machst eine tol­le Arbeit – dan­ke dafür!

    Ich schät­ze 95% der Surfer ken­nen sich nicht mit dem Urheberrecht aus und kopie­ren alles, was sich kopie­ren lässt, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. Das schützt (lei­der) vor Strafe nicht. Wobei du wirk­lich sehr Userfreundlich gewe­sen bist und es als Warnschuss zu ver­ste­hen ist. Wie ein Knöllchen wegen falsch Parkens.

    Wenn alle wüss­ten – in ver­ständ­li­chen, ein­fa­chen Worten – wie die Rechtslage ist, dann wäre der Missbrauch gerin­ger. So wie es sich inzwi­schen schon rum­ge­spro­chen hat, dass es nicht erlaubt ist, Film‐DVDs zu kopie­ren oder run­ter­zu­la­den.

    Deutsche Gesetzestexte sind kom­pli­ziert, schnell ist was falsch gemacht und eine Abmahnung im Briefkasten, davon gibt es ja genü­gend Fälle für Unternehmer (Widerrufsrecht, Verpackungsverordnung…). Unter die­sem Gesichtspunkt fin­de ich einen Warnschuss (Brief + 20 Euro „Strafe“) sehr human! Ich wünsch­te, das wür­de sich auch bei ande­ren Verstößen statt einer Abmahnung durch­set­zen. Warnschuss. Fertig. Bei noch­ma­li­gem Verstoß darfs dann auch die Abmahnung sein. Natürlich bin ich dafür, dass ent­stan­de­ne Nutzung ent­gol­ten wird, ins­be­son­de­re von kom­mer­zi­el­len Nutzern.

    Zum Thema Urheberrecht gibt es viel Aufklärungsarbeit zu leis­ten. Die ist anstren­gend, eben weil es zu vie­le Unwissende gibt und die erst mal nicht ver­ste­hen, war­um es denn nicht erlaubt ist, ein­fach ein Bild zu kopie­ren… oder den Text einer Webseite… oder eine E‐Card…

    Ich habe den Textklau mei­nes Dienstleistungsangebotes von einer Juristin (!) aus der Schweiz, kopie­ren mei­ner Skizzen von ande­ren Urhebern (!) bis zum Einfügen mei­ner E‐Cards in gro­ßen Userforen schon erlebt und fin­de so was ziem­lich anstren­gend. Die Juristin reg­te sich auf, sie hät­te doch eini­ge Wörter ver­än­dert, es wäre gar nicht 1:1 (sie hat­te sogar einen Tippfehler über­nom­men), die Skizzen‐Diebin mein­te, ich sol­le mich doch nicht so anstel­len und die User in gro­ßen Communities: Da habe ich es auf­ge­ge­ben. Bei letz­te­ren bin ich der Meinung muss der Betreiber, der damit sein Geld ver­dient (und das tun sie), Aufklärungsarbeit leis­ten und auf die Einhaltung von Urheberrechten ach­ten. Ich fin­de, die dür­fen sich nicht aus der Verantwortung steh­len.

    Ich freue mich wei­ter­hin auf dei­ne Beiträge, Robert!

    Anja

  23. Durch die­sen Beitrag hab ich auch ein Foto von mir bei die­sem Jappy.de gefun­den… Man soll­te sich öfter mal die Referrer anse­hen…
    Allerdings stört mich das bei die­sem einen Bild gera­de nicht, weil ich mit dem sowie­so nicht so zufrie­den war 🙂

  24. Tja 🙂 Jappy irgend­wann mal eine net­te Kontaktseite, dann haben die 13jährigen das Internet gefun­den, da bin ich echt froh das ich kei­ne „Kitsch„Bilder von Pferden etc oben habe …ISt aber auch ein läs­ti­ges Problem in ande­ren Communities, da denkt man ein Kumpel hat geschrie­ben und was ist es ein läs­ti­ger Gaul vor Sonnenaufgang. Hallo, ihr 12 Jährigen Mädels .. nein der ist nicht süß. Als Fotograph fin­de ich es nur schlimm aber ok, wenn jetzt jedes Mädel und jeder der nix bes­se­res zu tun hat abge­mahnt wer­den soll .. naja

  25. Hallo Robert,

    inzwi­schen habe ich Antworten von den Betreibern bekom­men, die nun die­se Links löschen. Ansonsten sind sie ein biss­chen empört, wegen Anwalt und so…

    Auf die­sen Seiten kann man auch noch Bilder fin­den:
    zdrivers.iphpbb3.com/forum/index.php?nxu=78638741nx16867
    de.sevenload.com/bigbrother/forum/new/post/y2Z0bbU/Tr9kvlb

    Glaube bei einem Link muss man sich anmel­den??

    Also momen­tan gibt es genug Zugriffe auf mei­ne Webseite!

    Gruß Robert

  26. Hier wird häu­fig die „juris­ti­sche Keule“ erwähnt, sei­en wir aber mal ehr­lich: wie vie­le Menschen auf Jappy.de bekom­men davon Wind? Ich den­ke Anja hat Recht, dass die Leute sich der Tragweite ihres Handelns kaum bewusst sind. Auch stellt sich die Frage, was für eine Satisfaktion man erhält, wenn man 14jährige abmahnt. Mal ganz abge­se­hen von derda­für auf­ge­wand­ten Zeit.
    Die Problematik ist doch viel­mehr die sel­be, wie die Versuche der Platten‐ und Softwareindustrie das Anfertigen von Raubkopien durch dra­ko­ni­sche Maßnahmen zu unter­bin­den. Die Kosten für die Kampagnen ver­schlin­gen hor­ren­de Summen, der Erfolg ist frag­wür­dig und am Unrechtsbewußtsein ändert sich eben­falls kaum etwas.

    Folglich muss der Prophet doch zum Berg kom­men, wenn es umge­kehrt nicht funk­tio­niert, sprich: man muss sich über­le­gen, wie man sein Geschäftsmodell anders kon­zep­tio­niert und ob es sinn­voll ist sei­ne Bilder in hoher Auflösung und in frei zugäng­li­chen Bereichen im Netz zu plat­zie­ren.

  27. @Meine Bilder wirst Du nir­gend­wo in hoher Auflösung im Netz fin­den. Und die klei­nen Versionen rei­chen den Dieben ja. Und zei­gen? Na ja, irgend­wie müs­sen die Bildkäufer ja die Fotos sehen, bevor sie ent­schei­den, dafür Geld aus­zu­ge­ben.

  28. Ich habe den Eindruck das „nett“ sein zu Bilderdieben rei­ne Zeitverschwendung ist. Die Leute sind in den meis­ten Fällen nicht blöd und wis­sen genau was sie tun.
    Eine Anzeige und die Einleitung straf­recht­li­cher Mittel ist oft das ein­zigs­te Mittel was die­se Diebe ver­ste­hen.
    Alles wei­te­re Diskussion ist fast sinn­los.

  29. @heiko Super Idee 🙂 Das ist so,a als ob Du auf eine Ameise tre­ten wür­dest und Dir dann sagst „der hab ich es aber mal so rich­tig gezeigt, wer­den die ande­ren schon sehen, was sie davon haben“

    @R.Kneschke Dir geht es also ums Prinzip und die nicht vor­han­de­ne Einsicht, dass „Recht haben“ und „Recht bekom­men“ zwei unter­schied­li­che Dinge sind. Denn mal ehr­lich: lohnt es sich für Thumbnails den Rechtsweg ein­zu­schla­gen? Man ram­po­niert sei­ne Nerven, sei­nen Geldbeutel und hat eine der o.g. Ameisen zer­malmt – wenn man in der Lage ist sich damit bes­ser zu füh­len, wohl denn, aber ich den­ke nicht, dass man damit das Problem löst.

  30. So ein Quatsch aber auch – Euch Fotografen ent­geht in die­sen Communities nichts – kein cent!
    Das sind kei­ne Bildkäufer! Und die 20€ erset­zen den Aufwand sicher nicht.
    Nein, das ist ein ganz fal­scher Ansatz – statt com­mu­nities zu ver­schre­cken küm­mert Euch lie­ber um Eure Kunden.

  31. Hallo,

    jetzt mal eine blö­de Frage.
    Woran erken­ne ich eigent­lich, ob ein Foto gekauft ist oder nicht?
    Sagen wir mal, ich habe ein Top‐Foto bei Fotolia. Es ist schon 2000 mal ver­kauft wor­den und zwar beson­ders als Web‐Bild. Nicht jeder wird einen Coyright‐Vermerk unter das Bild schrei­ben (beson­ders wenn so ein Bild als Designelement genutzt wird). Ich den­ke es könn­te pein­lich wer­den, wenn jemand ange­mahnt wür­de, der eine Lizenz erwor­ben hat.

    Gruß
    Volker

  32. @Volker: In der Regel soll­te Dir die Bildagentur Auskunft dar­über geben kön­nen, ob eine bestimm­te Nutzung von ihr lizen­ziert wur­de oder nicht. Ist bei meh­re­ren hun­dert Verkäufen viel­leicht auf­wän­dig, aber mög­lich.
    Bei mei­nen Fotos erken­ne ich das oft dar­an, dass mein eige­nes Copyright‐Zeichen auf den Bildern ist, die Fotos also eine Version sind, die nicht über Agenturen gekauft wor­den sein kann. Außerdem sehe ich manch­mal nur Ausschnitte mei­ner Fotos, wo das Wasserzeichen einer Bildagentur weg­ge­schnit­ten wur­de. Das muss nichts hei­ßen, ist aber prin­zi­pi­ell ver­däch­tig.

  33. die Frau hat tat­säch­lich für so einen Mist 20 Euro bezahlt ???
    Wer sei­ne Bilder im Internet ver­öf­fent­licht der soll­te gene­rell alle Rechte an die­sen Bilder ver­lie­ren !!!

  34. @ M.Kunze:

    Und wer sein Obst auf einen Marktstand legt, soll­te sei­ne Rechte am Obst ver­lie­ren?
    Ich glau­be, die Leute, die ger­ne Nutzungsrechte und geis­ti­ges Eigentum abschaf­fen wol­len, haben noch nicht durch geis­ti­ge Arbeit Geld ver­dient.

  35. @Chr.Strupp:
    Richtig , ich ver­die­ne mein Geld durch kör­per­li­che Arbeit – wobei etwas nach­den­ken muss ich da auch !
    Habe ja auch nichts dage­gen wenn jemand sei­ne Bilder ver­kauft , beson­ders in die­sem Fall mit dem Obstbild . Nur binn ich der Meinung das Bilder die im Internet frei ver­füg­bar sind durch­aus auch für den Privatgebrauch kopiert wer­den kön­nen . Anders ist es natür­lich wenn jemand die Bilder für gewerb­li­che Zwecke nutzt !

    Grüße ,
    m.k.

  36. @ M. Kunze
    Warum soll­te pri­va­te Nutzung kos­ten­los sein? Und was ist „Privatgebrauch“ über­haupt? Ist die z.B. die Website eines Vereines pri­vat oder gewerb­lich? Und wenn der Verein 2000 Mitglieder hat?
    Ich stel­le durch­aus Bilder kos­ten­los zur Verfügung – aber ich möch­te die ver­schen­ken und nicht geklaut bekom­men.
    Die Wohnung, die ich pri­vat bewoh­ne, muss ich auch bezah­len.

    Grüße
    CS

  37. @Chr.Strupp
    Du neigst ja echt dazu Äpfel mit Birnen zu ver­glei­chen .
    Wenn die Herstellung eines Fotos von Dir in etwa den Wert eines Hauses ent­spricht und auch die Rproduktion sich in etwa der sel­ben Größenordnung befin­det dann wäre der Vergleich wohl ange­bracht ! Warum Veröffentlichst du eigent­lich Deine Bilder im Internet wenn dir doch schein­bar so viel an dem Wert dei­ner Bilder liegt ?

    Grüße ,
    m.k.

  38. @Matthias: Ich mag die Vergleiche von Herstellungspreises aus ver­schie­de­nen Gründen nicht so, aber um beim Obst‐Bild zu blei­ben: Das gezeig­te Obst hat mich ca. 20 Euro gekos­tet, da nicht nur Äpfel und Birnen zu sehen sind, die auch sonst in der Küche lie­gen wür­den, son­dern auch exo­ti­sche (ergo teue­re) Früchte gezeigt wer­den. Und die Kamera, die Studiobeleuchtung, die Software für die Nachbearbeitung (Adobe Photoshop kos­tet ca. 1000 Euro!) etc. sind alles Kostenfaktoren. Warum soll­te ich da ein Bild ver­schen­ken?

  39. > Warum Veröffentlichst du eigent­lich Deine Bilder im Internet
    > wenn dir doch schein­bar so viel an dem Wert dei­ner Bilder liegt ?

    Ja, war­um haben Berufsfotografen wohl Websites mit ihren Bildern drauf?

  40. > Warum Veröffentlichst du eigent­lich Deine Bilder im Internet
    > wenn dir doch schein­bar so viel an dem Wert dei­ner Bilder
    > liegt ?
    » Ja, war­um haben Berufsfotografen wohl Websites mit ihren
    » Bildern drauf?

    Wenn Fotografen ihre Bilder poten­ti­el­len Kunden zei­gen wol­len aber kei­ne freie Nutzung wün­schen, spricht doch nichts dage­gen, einen Bereich ein­zu­rich­ten, der nur nach Anmeldung ein­seh­bar ist und von dem aus auch kein hot­lin­king mög­lich ist.
    Wenn jemand sei­ne Bilder absicht­lich frei zugäng­lich macht den­ke ich, daß er mit einer ver­link­ten Nutzung rech­nen muß (und das beinhal­tet auch kom­er­zi­el­le Nutzung).
    Diese Vernetzung von Inhalten ist doch gera­de der Grundgedanke des Internet.
    Wer sich über hot­lin­king beschwert, wenn sogar das Wasserzeichen noch in dem Bild ent­hal­ten ist, den kann ich wirk­lich nicht ver­ste­hen – der hat aus mei­ner Sicht das Medium Internet ein­fach nicht begrif­fen und soll dann halt sei­ne Bilder nicht in einem ver­net­zen Medium öffent­lich zugäng­lich machen.
    Und der Vergleich mit der Musik/Filmindustrie hinkt hier sehr stark, denn die­se Firmen haben ihre Sachen nicht frei im Internet zugäng­lich gemacht, son­dern jemand anders hat es getan, im Gegensatz zu dem Fotografen, der es sel­ber getan hat.

  41. @Chr. Strupp „Und wer sein Obst auf einen Marktstand legt, soll­te sei­ne Rechte am Obst ver­lie­ren?“

    Das mag wohl rich­tig sein, dasss die­se Aussage so nicht halt­bar ist, jedoch möch­tet Ihr (wenn wir schon bei Metaphern sind), dafür, dass Ihr Euer Obst unbe­wacht am eige­nen Stand lie­gen lasst, den „Standbetreiber“ eines ande­ren Obststandes, bei dem der Dieb viel lie­ber ver­weilt, haft­bar machen, anstatt Euch dar­auf zu fokus­sie­ren, wer den Urheberrechtsverstoß und den Diebstahl eigent­lich begeht. Nicht die Plattform, son­dern der Nutzer. Da Ihr aber nicht gegen Nutzer vor­ge­hen wollt und könnt, sucht man sich ein ande­res „Opfer“. Dieses ist ja als Monopolist auch viel ein­fa­cher und gefahr­lo­ser anzu­grei­fen, wes­halb es sich ja auch bes­ser und lau­ter schimp­fen lässt.

    Dass Ihr mit die­ser Art der Kritik aber auch sol­chen Unternehmen und damit dem hier so hoch­ge­hal­te­nen geis­ti­gen Eigentum ande­rer wirt­schaft­li­chen Schaden zufügt, wird kom­plett außer Acht gelas­sen. Wie Versicherungsbetrug „die sind ja groß und ste­cken das weg“. Der Zweck hei­ligt die Mittel, und es ist ein legi­ti­mier Zweck, weil es ja der Selbstzweck ist 🙂 Toll! 🙂

    @R. Kneschke Ich habe selbst mehr­fach die Erfahrung mit Internetusern gemacht, die sich der Illegalität ihres Verhaltens nicht bewußt sind und sogar mei­nen mit dem Argument, dass es ja schließ­lich alle täten, im Recht zu sein. Über so viel Naivität schmun­zeln wir hier in die­ser Runde bzw. fin­des es eigent­lich eher erschre­ckend.
    Gleiches gilt jedoch auch für die Blauäugigkeit von Anbietern urher­brecht­lich geschütz­ter Werke, über die wir uns hier selt­sa­mer Weise nicht wun­dern. Ich kann mei­nen Obststand nachts nicht unbe­wacht ste­hen las­sen und erwar­ten am nächs­ten mor­gen die glei­che Anzahl Äpfel wie­der­zu­fin­den, wie am Vortag. So fuk­tio­niert die­se Welt lei­der nicht. Jeder ist VERPFLICHTET sich um sei­ne eige­nen Pfründe zu küm­mern. Wir wis­sen aus dem Alltag, dass uns kei­ner was schenkt, war­um also hier nicht?

    Daher ist die Einbindung in die htac­cess mei­nes Erachtens der ein­zig gang­ba­re Weg, wenn man nur „ein biss­chen“ zei­gen will, aber Angst vor dem Traffic hat 🙂

  42. Hmm … ich ver­steh die Diskussion hier nicht wirk­lich. Ich fin­de alle Mittel ok. Man muss sich als Bildanbieter die Methoden raus­su­chen, die für einen selbst einen ver­tret­ba­ren Aufwand bedeu­ten und dann auch effek­tiv sind.

    Technisch kann man viel machen: Hotlinking kann man durch oben genann­tes Verfahren per .htac­cess ver­hin­dern. Dann kann man Bildern noch Wasserzeichen ver­pas­sen, mit der rich­ti­gen Software sogar auto­ma­tisch. Damit ist das Bild aber noch run­ter lad­bar. Aber auch das kann man unter­bin­den, wenn man einen Flashfilm her nimmt, der kei­ne Bilder ent­hält son­dern Bilder vom Server nach­lädt. Die unbe­darf­ten User dürf­te das schon mal vor eine Hürde stel­len. Gewieftere Nutzer lau­schen am http traf­fic mit und wis­sen dann, woher der Flash Film sei­ne Bilder bekommt. Das könn­te aber zum Beispiel ein PHP Script sein. Und um die Kommunikation sicher zu machen, könn­te zwi­schen Flash Film und PHP Script ein Verschlüsselungsverfahren zum Einsatz kom­men. Dann weiß der poten­ti­el­le Bilderdieb zwar, woher das Bild theo­re­tisch kommt, kann aber den­noch keins abru­fen, weil er die Verschlüsselung nicht kennt.

    Wenn dar­über hin­aus noch Bilder im Netz auf­tau­chen, hat der Fotograf mei­ner Meinung nach natür­lich das Recht dage­gen vor­zu­ge­hen. Er hat das Recht wirk­lich und dar­an gibts nichts zu rüt­teln, selbst wenn die kos­ten­los Mentalität da was ande­res sagt. Das Recht besteht aber auch wenn die tech­ni­schen Maßnahmen nicht ergrif­fen wer­den.

    Um beim Äpfeldiebstahl zu blei­ben: wenn jemand auf mein Grundstück kommt, die Hürde ist nied­rig (Mauer = auf­ru­fen der Website) und dann Äpfel stiehlt, begeht den­noch Diebstahl. Da kann man nicht dran rüt­teln. Jetzt ist ein­fach nur noch die Frage zu klä­ren, wie kulant man ist. Und das muss jeder Fotograf für sich sel­ber ent­schei­den.

  43. Hi,
    bei jap­py ist das Publikum das Problem.
    Teilweise völ­lig schmerz und denk­be­freit.
    Wenn Du dei­ne Fototasche 5m neben dir abstellst wür­den die die auch mit­neh­men.
    „Na die stand da, die gehört doch kei­nem!“

    Sicherlich ärger­lich, per Anwalt kann man vor­ge­hen und sich nach­träg­lich bezah­len las­sen.
    Aber gene­rell wird man die Nutzer sol­cher com­mu­nities nicht erzo­gen bekom­men.

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