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10 Tipps für Videos-Aufnahmen mit einer DSLR

Mittlerweile habe ich etliche Testvideos gemacht und auch – mehr oder weniger erfolgreich – bei den Bildagenturen eingestellt.

Dabei habe ich gemerkt, dass beim Filmen einige Dinge von elementarer Bedeutung sind, die beim Fotografieren total unerheblich sind. Deshalb hier einige grundlegende Tipps für den Einstieg in die DSLR-Filmerei.

1. Das Stativ ist Dein Freund!
Ja, ich weiß: Es ist schwer, sperrig und unhandlich! Trotzdem. Ohne Stativ werden Dir nur in den seltensten Fällen ruhige Bilder gelingen. Es gibt verschiedene Varianten. Als Standard nutze ich das Manfrotto-Stativ MA 190XPROB Pro*. Das ist relativ leicht (1,8 Kilo), mit 5 Kilo belastbar (also gerade ausreichend für die 5D Mark II und ein schweres Objektiv), ziemlich hoch ausziehbar und die Mittelsäule kann gekippt werden, um Aufnahmen von oben direkt nach unten zu machen (Vogelperspektive). Zuerst hatte ich den Fehler gemacht, einen normalen Kugelkopf zu nehmen, aber damit gibt es bei Kameraschwenks (Panning) und Kamerakipps (Tilting) beim Anfahren und Abbremsen immer einen Ruck. Deshalb habe ich mir als Stativkopf zusätzlich den Mini Fluid Videoneiger 700RC2 von Manfrotto* gekauft. Die Aufnahmen werden damit viel ruhiger, aber die Bedienung der Schnellwechselplatte finde ich noch nicht optimal. Sehr wacklig, bevor sie umständlich festgeschraubt wird.

Die zweite Möglichkeit, wenn ich keinen Platz für Stativ plus Kopf habe, ist mein Einbeinstativ 685B*. Das ist zwar auch nicht das leichteste oder kürzeste, aber dafür ist es eins der wenigen, welches sich mit einer Hand in der Höhe verstellen lässt, ohne die andere Hand von der Kamera zu nehmen. So vermeide ich wenigstens Wackler nach oben und unten und gut schwenken lässt es sich auch.

Andere Möglichkeiten zur Stabilisierung des Bildes sind Steadicams, Dollys oder Schulterhalterungen.

2. Halte Deinen Sensor sauber!
Ein kleiner Fleck auf dem Kamerasensor? Kein Problem bei einem Foto. Ein Klick mit Photoshop und weg ist er. Bei Flecken auf Video geht das nicht so einfach und ich musste schon einige Videos in den Papierkorb befördern, weil sie unübersehbare Flecken zeigten. Deshalb vor ausgedehnten Filmaufnahmen vorher sowohl den Sensor als auch die Objektive reinigen.

3. Bringe Bewegung ins Bild!
Bewegungen in einem Foto darzustellen, ist eine Kunst für sich. Für Videos sind sie eine Notwendigkeit. Ansonsten blieben nur 24 identische Fotos pro Sekunde übrig. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

Entweder bewegt sich das Motiv, zum Beispiel ein Mensch geht, dreht sich, springt, rennt, fällt. Oder das Motiv wird bewegt, wie Blumen, die sich im Wind wiegen, Bälle, die angestoßen oder Flüssigkeiten, die in Gefäße gefüllt werden.

Alternativ kann sich auch die Kamera um ein statisches Motiv bewegen. Das erfordert vor allem bei DSLR-Kameras durch das manuelle Scharfstellen viel Übung und Genauigkeit. Hier können entweder Movie-Slider, die oben genannten Dollys oder andere Dinge mit Rädern oder Rollen benutzt werden. Die Königsdisziplin ist das Bewegen der Kamera, um sich bewegende Objektive zu filmen.

4. Mach den Ton an!
Bei vielen Footage-Clips für Videoagenturen reichen Aufnahmen ohne Originalton. Der Kunde legt sich oft sowieso Musik oder Ambience-Geräusche drunter. Deshalb würde es sich anbieten, gleich an der Kamera den Ton abzuschalten. Trotzdem rate ich dazu, das bleiben zu lassen. Nachdem ich viele Videos direkt in der Kamera ohne Ton aufgenommen habe, hatte ich den 60. Geburtstag meiner Oma fotografiert. Ihr alter Mädchenchor – jetzt ebenfalls rüstige Damen – hatte ein Überraschungsständchen geplant und meine Oma sang mit Tränen in den Augen gerührt mit. Es entstand ein sehr bewegender Video-Mitschnitt – nur leider ohne Ton.

Außerdem gibt es immer mal wieder Motive, bei denen die Videos sich mit Ton besser verkaufen, seien es gurgelnde Gebirgsbäche oder Vogelgezwitscher auf einer Sommerwiese. In der Regel muss das Video sowieso konvertiert werden, dann kann der Ton immer ohne viel Aufwand noch entfernt.

Manchmal eignet sich der Ton auch für Kommentare aus dem Off, die beim Schneiden des Films o.ä. helfen. Ich habe zum Beispiel bei meinem Dauerlichttest für Videoaufnahmen die Tonspur genutzt, um zu kommentieren, welchen Lichtaufbau ich gerade außerhalb des sichtbaren Bildes nutze.

5. Denke wie ein Kameramann!
Ich habe das Glück, dass ein guter Freund von mir professioneller Videojournalist ist, mit dem ich auch schon zusammen Videos realisiert habe. Dadurch lernte ich eine Denkweise kennen, die Fotografen meist noch nicht verinnerlicht haben.

Um beim Schneiden flexibler zu sein, soll es zum Beispiel am Anfang und Ende einer Szene immer einige Sekunden Ruhe geben, in denen sich das Motiv noch nicht bzw. nicht mehr bewegt. Wenn das nicht möglich ist, wird zum Beispiel eine ruhige Stelle wie der Fußboden oder die Wand gefilmt, damit von dort zur Bewegung geschwenkt werden kann. Fünf Sekunden Vorlauf und Nachlauf sollten reichen.

Außerdem gibt es einige Regeln, die in Fotografiebüchern nicht auftauchen, aber Allgemeinwissen bei Kameraleuten sind. Zum Beispiel gilt es, einen Achsensprung zu vermeiden.

6. Mach’s manuell, Baby!
Das betrifft sowohl Belichtung als auch Fokussierung. Bei einer automatischen Belichtung entstehen Helligkeitsschwankungen, wenn der Bildausschnitt bei Schwenks verändert wird, die sehr amateurhaft wirken. Der Autofokus bei digitalen Spiegelreflexkameras mit Videofunktion ist noch sehr langsam und während einer Aufnahme praktisch nicht zu gebrauchen. Das kann sich noch ändern, bisher ist die manuelle Einstellung jedoch das Maß der Dinge. Für eine genauere Fokussierung kann eine Displaylupe helfen, zum Beispiel von Hoodman*.

7. Kenne die richtigen Einstellungen!
Genau wie für das Fotografieren gibt es auch beim Filmen Einstellungen an der Kamera, die vorteilhafter sind. Dazu gehört zum Beispiel eine Reduzierung des Kontrasts.

Da ich selbst mit der Canon 5D Mark II arbeite, beschränken sich die Kameraeinstellungen auf das Modell. Im Prinzip gilt es aber für alle Video-DSLRs. Am einfachsten ist es, zum Beispiel bei Canon als Bildstil „Neutral“ zu wählen, wo Schärfe, Kontrast und Sättigung unverändert bleiben. Bei schwierigen, kontrastreichen Lichtverhältnissen wie Nachtaufnahmen oder Gegenlicht hilft auch der „Traumflieger Picture-Style für Video„. Als Anzeigemodus für das Live-Bild empfehle ich das Netzgitter 1, welches das Bild in drei gleich große horizontale und vertikale Bereiche teilt. das hilft ungemein bei der Bildgestaltung.

Für Canon 5D Mark II-Nutzer selbstverständlich sollte das Firmware-Update auf 2.0.7 sein, welches im Vergleich zur Firmware 1.1.0 mehr Auswahl bei der Bildrate und dem Ton bietet und nun auch ein Histogramm für Videos anzeigt etc. Mehr Auswahl heißt jetzt aber auch mehr Entscheidungen zu treffen. Eine Bildrate von 24 Bildern/Sekunde (fps) wird bei Kinofilmen genutzt, 25 fps hat das PAL-System (u.a. im europäischen Fernsehen) und 30 fps hat das us-amerikanische NTSC-System. Auch für Zeitlupen-Aufnahmen sind 30 fps zu empfehlen, da dem Schnittprogramm dann mehr Ausgangsmaterial zur Verfügung steht, um Zwischenbilder zu berechnen. Wer beim Filmen jedoch auf Dateigröße oder Mindestlaufzeit des Videos achten muss, sollte lieber weniger Bilder pro Sekunde wählen.

Ganz Mutige können sogar – auf eigenes Risiko – den Firmware-Hack „Magic Lantern“ benutzen, den einige Filmemacher entwickelt haben. Damit sind beispielsweise faszinierende Dinge wie ein Live-Histogramm und Schnittmarken während der Aufnahme oder Focus Pulling möglich.

8. Freunde Dich wieder mit Filtern an!
Geht es um das Fotografieren, rate ich heute nur noch zu zirkularen Polarisationsfiltern*. Der Rest wurde durch RAW und Photoshop ersetzt. Aber beim Filmen werden Filter noch gebraucht, da die Möglichkeiten zur Nachbearbeitung, vor allem verlustfrei, deutlich geringer sind. Neben dem Polfilter zur Reduzierung von Spiegelungen helfen Graufilter* bei hellem Licht, die Schärfentiefe zu verringern. Graue Farbverlauffilter eignen sich, um den Kontrast zwischen hellem Himmel und dunkler Landschaft bei Außenaufnahmen auszugleichen. Da bei Videoaufnahmen oft die internen Antialiasing-Filter der Kameras umgangen werden, helfen auch in solchen Fällen externe Filter.

9. Spiele mit der Unschärfe!
Je kleiner der Sensor, desto eher ist ein Bild oder Video von vorne bis hinten scharf. Dadurch wirkt es jedoch auch flach. Die teuren Kameras mit großen Sensoren können sehr geringe Tiefenschärfe erzeugen, was die Tiefenwirkung im Bild verstärkt. Beide Faktoren, Wirkung und Preis, führen dazu, den Look mit wenig Tiefenschärfe für edel und professionell zu halten. Nutze das zu Deinem Gunsten! Manchmal reicht es, vor dem Motiv einen unscharfen Gegenstand zu haben oder eben dorthin zu stellen, um Tiefe zu simulieren.

Statt sich mit der Kamera zu bewegen, um auf andere Objekte scharf zu stellen, kann auch die Fokussierung am Objektiv verstellt werden. Dadurch wirkt der Übergang sehr weich. Diese Methode ist jedoch an den Video-DSLRs sehr kompliziert, weshalb Hersteller-Firmen schnell teures Zubehör (Stichwort „Follow Focus„) entwickelt haben.

10. Denke in Serien!
Für einen Stockfotografen sollte es selbstverständlich sein, von einem Motiv mehrere Varianten zu fotografieren, um dem Bildkäufer Auswahl zu bieten. Ähnliches gilt für Stock-Footage, auch wenn ich zugebe, das bisher vernachlässigt zu haben. Auch bewegte Bilder können aus verschiedenen Richtungen, als Close-Up oder Weitwinkel-Ansicht gefilmt werden. Nur vertikale Aufnahmen sollten unterlassen werden. Zumindest bis sich Fernseher standardmäßig um 90° drehen lassen…

Was sind Eure Erfahrungen? Was habt ihr bei Euren ersten Videos gelernt? Wo liegen die größten Schwierigkeiten?

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Frag den Fotograf: Welche Objektive nutzt Du?

Mittlerweile bekomme ich sogar Mails aus vielen Ländern.
Vor einigen Tagen lag diese Mail von Cassandra aus Florida, USA, in meinem Postfach:

I hope you can read English! I love your stock photography. I am trying to break into the business my self but need guidance! I have a Canon 450d and am going to upgrade to a 5d Mark II but I need help with the lens choice. What is your favorite lens to use? Thank you so much. You are an inspiration to newbies like me!

Ich antwortete kurz auf englisch, möchte aber hier ausführlicher antworten, da ich gemerkt habe, dass ich meine Objektive meist für bestimmte Zwecke nutze.

Canon EF 24-105 mm, f4, IS USM L
Das ist meine meistbenutzte Linse, mein „Immerdrauf-Objektiv“, da es von Weitwinkel für Übersichtsaufnahmen bis zu einem leichten Zoom für Portraitfotos alles abdeckt. Dieses Können hat seinen Preis. Damit meine ich nicht nur den Wert in Euro, sondern auch, dass es schwer zu benutzen ist. Das Objektiv hat vor allem in den Extrembrennweiten sichtbare Objektivfehler. Da wären beispielsweise im Weitwinkel-Bereich Randabschattungen und kissenförmige Verzerrung, im Tele-Bereich tonnenförmige Verzerrung und je nach Lichtverhältnis bei allen Brennweiten starke chromatische Abberation. Auch die Lichtstärke f4 ist manchmal nicht ausreichend, wird aber oft durch den Bildstabilisatur wett gemacht.
Wer diese Fehler jedoch kennt und sie berücksichtigen kann, sei es schon bei der Aufnahme (durch Wahl einer geeigneten Brennweite) oder nachträglich mit Photoshop, hat mit dem 24-105 ein Objektiv, was sehr vielseitig und robust ist und eine gute Bildqualität liefert.

Mutter spielt mit Sohn
Canon EF 50mm, f1.8 II

Martin hatte vor einigen Monaten eine Lobeshymne auf dieses Objektiv geschrieben, der ich nur zustimmen kann. Das Objektiv ist mit unter 100 Euro wirklich billig, liefert sehr gute Bildqualität und für den Preis eine unschlagbare Lichtstärke! Außerdem ist es sehr klein und leicht. Diese Eigenschaften zusammen führen dazu, dass ich das Objektiv oft zusätzlich in die Tasche stecke und dann abends froh bin, wenn f4 des obigen Objektivs nicht mehr ausreichen, einige Blendenstufen mehr in Reserve zu haben. Das Objektiv ist meine deshalb „Notfall-Linse“.
Der Autofokus bei diesem Objektiv ist jedoch etwas träge und nicht sehr genau, da heißt es: „Immer schön auf dem Display kontrollieren“.

Junge schaukelt auf Spielplatz
Canon EF 70-200mm, f2.8 IS USM L

Mein zweitliebstes Objektiv, was ich fast nie für meine Stockfotos einsetze, sondern vor allem für Konzertfotos, Theaterfotografie oder selten, wenn ich den Hintergrund bei Personenaufnahmen verschwimmen lassen will. Das Teil ist wuchtig und mein Mini-Stativ hat schon Probleme mit dessen Gewicht. Dafür ist es so lichtstark, dass sehr gut in dunklen Räumen gearbeitet werden kann, in denen Entfernungen überbrückt werden müssen – wie im Theater oder auf Konzerten eben. Manchmal aber auch, wenn ich das Model auf einen Baum klettern lasse.

Mit Laptop im Freien
Sigma 105mm Macro, f2.8 EX DG
Mit diesem Objektiv mache ich meine Nahaufnahmen. Dabei kommt es nicht auf Schnelligkeit an und das kommt dem Makro-Objektiv zugute. Denn der Autofokus ist so laut und langsam, dass es definitiv keine Schnappschuss-Linse ist. Dafür ist die geringe Schärfentiefe bei Blende 2.8 sehr sehenswert. Oft schalte ich auf manuellen Fokus um, da es nervenschonender ist. Missen möchte ich das Objektiv nicht, denn der Makrobereich eröffnet ganz andere Bildwelten aus die anderen Objektive. Manchmal nutze ich es jedoch auch einfach für Nahaufnahmen von Körperteilen wie Augen, Nase oder Mund.

Bunte Kapseln
Canon EF 85mm, f1.2 USM L II

Das ist meine neuste Errungenschaft. Viele Erfahrungen konnte ich noch nicht sammeln. Gekauft hatte ich es, um stimmungsvolle Portrait bei schwierigem Licht aufnehmen zu können, doch mit Vollformat ohne Crop-Faktor ist ein Bildausschnitt nur mit Kopf schon nicht mehr möglich. Schade. Dafür mag ich hier bei den ersten Tests den samtweichen Schärfeverlauf bei großer Blendenöffnung. Die Fotos aus der fokussiert-Serie über meine Arbeit sind fast alle mit dieser Linse entstanden.

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Zubehör
Ich nutze an den L-Objektiven immer die mitgelieferten Streulichtblenden (auch Gegenlichtblende oder Sonnenblende genannt). Diese erhöhen den Bildkontrast undreduzieren Farbsäume.Zusätzlich schützen sie die Objektiv-Vorderseite vor Stößen, Schlägen und klebrigen Kinderhänden.

Ball zur Kamera
Außerdem habe ich drei Arten von Filtern in verschiedenen Größen. UV-Filter, Pol-Filter und Graufilter. Die UV-Filter sind an dem Canon 24-105mm und dem 85mm immer dran, vor allem als zusätzlicher Schutz. Das muss ein qualitativ hochwertiger UV-Sperrfilter sein, denn ein Objektiv ist immer nur so gut wie die schlechteste Linse. Einige meinen, das sei Unsinn, weil es die Bildqualität beeinträchtigen würde. Ich wische einen Fleck jedoch lieber auf einem 100-Euro-Filter weg und riskiere da einen Kratzer als auf einem Objektiv für über 1000 Euro.
Die Pol-Filter sind übrigens die einzigen Filter, welche sich nicht mit Photoshop simulieren lassen. Im Studio bringen sie mir nichts (es sei denn, ich fotografiere spiegelnde Flächen), aber bei Außenaufnahmen sorgen sie für satte Farben und den kitschig blauen Himmel.
Die Graufilter nehme ich selten, nur wenn ich eine geringere Schärfentiefe erzwingen möchte, als es bei strahlendem Sonnenschein sonst möglich wäre. Vor allem für Video-Aufnahmen werden die Filter sicher öfter zum Einsatz kommen.

Was für Objektive nutzt ihr und warum findet ihr sie gut?

Blitzaufbau für das entfesselte Blitzen

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, seinen Systemblitz von seiner Fessel, dem Blitzfuss der Kamera, zu befreien.

Meine liebste Methode für entfesseltes Blitzen ist folgender Aufbau:

entfesselt-blitzen-aufbau

  1. Canon Speedlite 580EX II (ca. 440 Euro). Nicht im Bild: Die Klettverschlüsse für Teil 8. Die einfachere Variante 430EX II (ca. 240 Euro) tut es aber auch.
  2. Mini-Blitzschuh mit 1/4-Zoll-Gewinde von Canon (im Lieferumfang von Teil 1 enthalten)
  3. Zapfen-Adapter MA 013 von 3/8-Zoll zu 1/4-Zoll von Manfrotto (ca. 9 Euro)
  4. Schirmneiger Lite-Tite MA 026 von Manfrotto (ca. 30 Euro). Am dem Neiger und dem Funkauslöser habe ich doppelseitiges Klebeband befestigt, damit der Auslöser dort hält. Zur Sicherheit befestige ich zusätzlich die Schlaufen am Mini-Blitzschuh.
  5. Mikrofonstativ Millenium MS-2005 von Thomann (ca. 10 Euro). Der „Galgen“ kann für außergewöhnliche Winkel hilfreich sein. Ich habe ihn aber abgenommen.
  6. Funkauslöser Pocket Wizard MultiMax (ca. 420 Euro). Der kleinere Bruder Plus II (ca. 240 Euro) sollte aber auch reichen. Nur die CE-Frequenz ist in Deutschland erlaubt.
  7. Kabel Klinke-PC-Buchse für Pocket Wizard zum Blitz (meist im Lieferunmfang von Teil 6 enthalten)
  8. Mini-Softbox Micro Apollo 45 von LastoLite (ca. 40 Euro). Anstelle der Softbox benutze ich bei Bedarf auch einen Reflektor-/Diffusor-Schirm (ca. 30 Euro).

Eine Übersicht über benötigte Artikel und andere Hilfsmittel findet ihr im Buch- und Foto-Shop unter „Blitzzubehör“.

entfesselter_blitz

Einige Beispielfotos mit diesem Aufbau gibt es in den Artikeln „Blitzversuche“ und „Besuch bei einer Modelfamilie“ zu sehen.

Was sagt ihr dazu? Wie baut ihr Euren Blitz auf? Was sind eure liebsten Blitz-Zubehör-Teile?

Datensicherung: Lieber zuviel als zuwenig

In den letzten Tagen habe ich ca. 100 Gigabyte Rohmaterial (also unbearbeitete Fotos) meiner Kamera auf DVD gebrannt.

Damit habe ich endlich wieder meinen internen Standard wiederhergestellt, nach dem ich alle wichtigen Fotodaten mindestens drei Mal gespeichert haben müsse.
Als wichtige Fotodaten gelten bei mir:
– das Rohmaterial (die unbearbeiteten Fotos aus der Kamera als RAW und Vorschau-JPG)
– die bearbeiteten Fotos gross (als 48-Bit, unkomprimiertes TIFF, AdobeRGB)
– die bearbeiteten Fotos für die Agenturen (als 24-Bit, unkomprimiertes JPG, Adobe RGB)
– Verträge (Model-Releases, Property Releases, Agentur-Verträge)

Ich speichere diese Daten wie folgt:
– auf Marken-DVDs sortiert, mit der langsamsten Brenngeschwindigkeit (bei mir 4x)
– auf zwei externe Laufwerke (je 500 GB-Festplatten von Seagate mit passiv gekühltem Gehäuse), das sind mittlerweile ca. drei Terrabyte.

Die Agentur-DVDs und Veträge habe ich zusätzlich noch auf meiner internen Festplatte und natürlich im Internet bei meinen Agenturen.

Eins der zwei identischen Laufwerke wird, wenn es voll ist, an einem anderen Ort als die andere Festplatte aufbewahrt, sodaß die Daten auch im Falle eines Diebstahls oder Feuers gesichert sind.

Somit sind die allerwichtigsten Daten fünf Mal gesichert, die restlichen Fotodaten drei Mal. Da die Sicherung nicht automatisch, sondern per Hand erfolgt, ist das System leider noch nicht fehlerfrei. Aber immerhin sicherer als das vieler anderer, die Daten höchstens zwei Mal speichern. Die Faustregel von Datensicherung-Gurus liebt bei mindestens vier Sicherungen. Ich kann mich also noch verbessern.

Wie sichert ihr Eure Daten?

Meine Ausrüstung (Übersicht)

Nach der Veröffentlichung meines Making-Of-Videos gab es viele Anfragen, was für eine Ausrüstung ich benütze.

Ich will sie kurz vorstellen und dann ab und zu genauere Erfahrungen zu den einzelnen Bereichen posten.

1. Kamera und Linsen
2. Beleuchtung
3. Hintergrund
4. Zubehör
5. Computer

6. Requsiten

1. Kamera und Linsen
Ich habe mit dem Canon-System angefangen und bin von der EOS 500 über Umwege zur Canon 5D gelangt. Bevorzugt arbeite ich mittlerweile mit dem EF 24-105mm 4 USM IS L-Objektiv von Canon, für Nahaufnahmen kommt auch das Sigma 105mm 2.8 Makro-Objektiv zum Einsatz. Bei Außenaufnahmen auch das niedliche 50mm 1.8 II-Objektiv von Canon.

2. Beleuchtung
Ich arbeite mit 2x 500W und 1x 250W-Studioblitzen, einer großen 150cm Octobox und manchmal mit einer kleineren 80x80cm-Softbox. Die Blitze werden mit einem Funkauslöser gesteuert. Als Aufheller dient manchmal ein rechteckiger Reflektor (Sun-Bouce Pro Big).
Außen benutze ich den Canon Speedlite 580EX-Blitz mit einem Diffusor oder einen kleinen Softbox.

3. Hintergrund
Im Studio bevorzuge ich das HitLite-System von Lastolite, welches mit zwei Blitzen links und rechts den Hintergrund weiß ausleuchtet. Dazu gibt es eine Vinylfolie für den Boden, die jedoch nicht ganz pflegeleicht ist.

4. Zubehör
Als Speicherkarten dienen eine 2GB, eine 4GB und eine 8GB-Sandisk Extreme III Compact Flash-Karte. Ein Stativ ist vorhanden, wird jedoch selten benutzt. Viel eher ist das bei den Wechsel-Akkus der Fall.

5. Computer
Ich arbeite mit einem Windows-PC (3200+ 2,GHz, 2 GB RAM, Kartenleser), aber ein Mac ginge natürlich genauso gut. Für die Bildbearbeitung nutze ich Photoshop CS3, für die Vorsortierung Adobe Bridge. Sehr hilfreich als Bildbetrachter ist die Freeware IrfanView. Ein Laptop mit Kartenleser dient als Datenspeicher und Bildbetrachter für Outdoor-Shoots und auf Reisen.

6. Requisiten
Im Laufe der Zeit sammeln sich immer Dinge an, die für Fotos öfter gebraucht werden. Dazu gehören zum Beispiel einige Hüte und Mützen, Bücher mit dezenten Buchrücken, Berufskleidung und Feiertagsdekorationen.

Aber die Technik ist egal…
Die obigen Dinge sind jedoch nicht zwangsläufig notwendig, um gute Stockfotos zu produzieren. Es gibt auch Bilder von mir, die mit drei Baustrahlern und einer Canon 20D mit Sigma-Objektiv fotografiert wurden. Die beiden Fotos oben zeigen den Vergleich zwischen beiden Ausrüstungen. Ist ein Unterschied zu erkennen?