Schlagwort-Archive: Vertrag

Die Klage von Imagebroker wurde entschieden

Fast genau ein Jahr ist es her, als an dieser Stelle mein Artikel „Imagebroker: Der unendliche Vertrag ohne Kündigung?“ erschien. Darin ging es um einige gravierende Probleme mit dem Fotografenvertrag der Bildagentur, mit denen ich nicht alleine stand.

Dieser Artikel verärgerte Klaus-Peter Wolf, den Inhaber von Imagebroker, so sehr, dass er mir erst mehrmals telefonisch sowie per Email unter anderem mit „Krieg“ drohte, sowohl „publizistisch“ als auch „juristisch“. In seinem – damals noch aktiven – Imagebroker-Blog erschien dann ein wutentbrannter Artikel, in dem er mir „unaufgeforderte Rechtsberatung“ sowie einige andere Nettigkeiten unterstellte (im Volltext nachzulesen hier).

Diesmal lieber kein Screenshot...
Diesmal lieber kein Screenshot…

In der oben erwähnten Email zählte er auch die Punkte auf, die er für justiziabel hielt, unter anderem die Verwendung eines Bildes im Screenshot der Startseite von www.imagebroker.com. Den „Krieg“ könne ich aber vermeiden, indem ich den ihn störenden Beitrag „umgehend“ vom Blog löschen würde. Wenn ich das nicht täte, würde er „publizistisch und juristisch alle Register ziehen“.

Da die meisten seiner anderen aufgezählten Punkte, zum Beispiel „üble Nachrede“, „Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb“, „urheberrechtlich geschützte Verträge“ und andere Geschütze, die er in Stellung gebracht hatte, kaum haltbar waren und wohl nur der Einschüchterung dienen sollten, kam dann wie angekündigt erst eine Abmahnung und danach die Klage wegen „Verletzung des Urheberrechts“.

Warum? Ich hatte im Artikel den Screenshot der Start-Webseite von Imagebroker gezeigt, um unter anderem die Selbstdarstellung vom „einzigartigen Agenturnetzwerk“ mit „mehr als 100 Bildagenturen in 45 Ländern“ zu belegen. Das war meiner Auffassung nach vom Zitatrecht gedeckt.

Leider befand sich auf der Startseite und somit auch auf dem Screenshot ein großes Foto des Fotografen Harry Laub. Das Gericht folgte leider nicht meiner Auffassung, dass das Foto nur „unwesentliches Beiwerk“ sei und es mir bei dem Screenshot um die Webseite der Agentur als virtuelles Aushängeschild der Firma ging. Aber gut, vor der Justiz ist das Internet digitales Neuland und das Risiko war vorhanden, dass das Gericht Probleme mit der Einschätzung von Screenshots hat. Das ist unter anderem gut daran zu erkennen, dass das Wort „Screenshot“ im gesamten Text der Urteilsbegründung nur ein Mal in einem völlig anderen Zusammenhang auftaucht (das Urteil im Volltext kann hier nachgelesen werden).

Leider spielte es vor Gericht auch keine Rolle, dass das Urheberrecht hier als Mittel der Zensur verwendet werden sollte (Stichwort „Zensurheberrecht„), um eine Löschung des kritischen Artikels zu erwirken.

Aktueller Stand: Ich habe die Klage verloren. Insgesamt musste ich ca. 1600 Euro zahlen, davon ca. 250 Euro Schadensersatz an den Fotografen, sowie ca. 350 Euro für meinen Anwalt sowie ca. 1000 Euro für den gegnerischen Anwalt. Das ist ungefähr die Summe, welche ich in den gesamten letzten drei Jahren bei Imagebroker verdient habe.

Was währenddessen geschah…

Der hauseigene Imagebroker-Blog ist mittlerweile geschlossen. Auch die Startseite änderte sich im letzten Jahr mehrmals. Aktuell werden dort nur viele kleine Thumbnail-Bilder gezeigt. Hätte ich meinen Screenshot jetzt gemacht, hätte meine Lage vor Gericht vermutlich viel positiver ausgesehen.

Interessant ist auch, dass Imagebroker seit Oktober 2015 einen Instagram-Account bewirbt. Hätte ich von dort eins der Imagebroker-Bilder in meinen Artikel via „Embedding…“ eingebunden, wäre ich vermutlich ebenfalls auf der sicheren Seite gewesen.

Aber es ging doch um den Imagebroker-Vertrag?

Genau, Ausgangspunkt der Geschichte war meine Kritik an den Fotografenverträgen. Nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung meines Artikels  kündigte Imagebroker einen neuen Fotografenvertrag an, den „Online-Vertrag 2.0„.

Dieser enthält angesichts meiner Kritik einige interessante Änderungen. Zu einen behält sich Imagebroker darin nun selbst den Vertrieb über Microstock-Agentur vor, während das zuvor kategorisch ausgeschlossen wurde und von mir als ein Weg zur „außerordentlichen Kündigung“ aufgezeigt wurde.

Außerdem wurden Unterschiede zwischen dem alten Papiervertrag und dem „Online-Vertrag 1.0“ beseitigt, nicht immer zum Vorteil der Fotografen. Aus der Kündigungsfrist zum „nächsten Kalenderjahr“ wurde im aktuellen Vertrag die Frist zum „übernächsten Kalenderjahr„.

Besonders spannend finde ich folgende Konstruktion im aktuellen Vertrag:

10.5 Einstellung der Vermarktung und Löschung von Bildern bei Vertriebspartnern
Rechtzeitig vor Vertragsende wird imageBROKER die Vertriebspartner über das Ende der Verwertungsbefugnis in Kenntnis setzen und Diese auffordern, die Vermarktung des Bildmaterials des Bildlieferanten rechtzeitig einzustellen. Soweit Vertriebspartner Bilddaten erhalten haben, werden Sie aufgefordert, diese rechtzeitig zu löschen. Bei einer außerordentlichen Kündigung kann es bis zu 180 Tage nach Vertragsende dauern, bis alle Bilder bei den Vertriebspartnern gelöscht sind. imageBROKER haftet in keinem Fall auf Grund einer nicht rechtzeitig erfolgten Löschung von Bildern bei den Vertriebspartnern.“

Nachdem ich kritisiert hatte, dass in meinem Papiervertrag keine Möglichkeit der Löschung von Bildern bei Partneragenturen vorgesehen ist, ist der Absatz 10.5 nur auf den ersten Blick eine Verbesserung.

In der Praxis heißt das, dass der Fotograf erstens noch ein weiteres halbes Jahr warten muss, bis er kontrollieren kann, ob Partneragenturen alle Bilder gelöscht haben. Ist das nicht der Fall, haftet Imagebroker „in keinem Fall“ (eventuell eingehendes Honorar wird aber natürlich trotzdem gerne geteilt). In den vorherigen Versionen ist dieser Haftungsausschluss noch nicht enthalten.

Auch an anderen Stellen ist im neuen Vertrag häufiger von „Pflichten“ des Fotografen die Rede als zuvor.

Übrigens bot mir Klaus-Peter Wolf an, am Vertragsentwurf „mitzuarbeiten“, aber angesichts eines laufenden Gerichtsverfahrens wollte ich nicht das Feigenblatt spielen und unverbindliche Vorschläge in den Raum stellen, die er nach Gutdünken ablehnen kann.

Da war noch was: Die Partneragentur-Liste

Fotografen, welche Mitglied bei der VG Bild-Kunst sind, können Webseiten melden, auf denen ihre Bilder zu sehen sind, um zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Damit Fotografen ihre Imagebroker-Bilder ebenfalls melden können, benötigen sie jedoch die Partneragentur-Liste, um zu wissen, welche Webseiten die Bilder zeigen.

Diese Liste gibt Klaus-Peter Wolf jedoch nur sehr ungern heraus. Ich bekam kurz vor der Veröffentlichung meines Artikels eine Version von 2013 mit dem Hinweis, dass die Liste für 2014 „automatisch“ an mich verschickt würde. Bis heute habe ich die aktuelle Liste nicht erhalten. Auch andere Fotografen, welche die Liste angefordert hatten, mussten mehrmals nachhaken, bis die Liste verschickt wurde.

Im empfehle dringend jedem Imagebroker-Fotograf, diese Liste auch aus einem anderen Grund anzufordern: Wer irgendwann sein Konto bei Imagebroker kündigen will, ist darauf angewiesen, kontrollieren zu können, ob die Bilder bei den Partneragenturen wirklich gelöscht wurden. Ohne die Partneragentur-Liste ist das unmöglich.

Wie schätzt ihr den aktuellen Imagebroker-Vertrag ein?

Imagebroker: Der unendliche Vertrag ohne Kündigung?

Imagebroker ist eine Bildagentur, welche hauptsächlich als Distributor agiert.

Das heißt, Fotografen liefern die Bilder an die Agentur, und Imagebroker sendet diese an deren „einzigartiges Agenturnetzwerk“ mit „mehr als 100 Bildagenturen in 45 Ländern“ (Eigenwerbung) weiter.

Über die Risiken solcher Netzwerke habe ich in der Vergangenheit mehrmals geschrieben, z.B. hier oder hier, aber speziell bei Imagebroker scheint es ein weiteres zu geben.

In den letzten Monaten häuften sich bei mir die Anfragen und Beschwerden von Fotografen, welche bei Imagebroker kündigen wollten und dabei auf scheinbar unlösbare Probleme stießen. Dabei geht es nicht so sehr um die Kündigung selbst, sondern hauptsächlich darum, dass es nur mit größten Anstrengungen möglich ist, die Bilder aus dem von Imagebroker belieferten Agenturnetzwerk zu holen.

Der Agenturinhaber Klaus-Peter Wolf gibt sich große Mühe, die Fotografen in der Agentur zu halten, mit Mitteln, die – ich formuliere es mal vorsichtig – diskussionswürdig sind.

Screenshot der Imagebroker-Webseite
Screenshot der Imagebroker-Webseite

Das fängt beim Vertrag an:

Meinen habe ich im Juni 2007 abgeschlossen (hier nachlesbar als Muster). Darin steht bei den Kündigungsbedingungen:

9. Laufzeit, Kündigung und Geschäftsaufgabe

9.1. Dieser Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Er kann mit einer Frist von sechs Monaten zum Kalenderjahresende schriftlich gekündigt werden, erstmalig jedoch nach einer Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten.

9.2. Ab Wirksamkeit der Kündigung wird imagebroker keine Bilder des Bildlieferanten mehr an Agenturen verteilen. Soweit Partneragenturen Bilddateien des Bildlieferanten bereits vertreiben, dürfen sie dies weiter tun. Die Wirksamkeit von nach diesem Vertrag zum Zeitpunkt der Wirksamkeit der Kündigung bereits erteilter Vertriebslizenzen für Partneragenturen wird von der Kündigung dieses Vertrages nicht berührt. Wenn imagebroker Bilddateien für diese Partneragenturen auf eigenen oder fremden Servern hostet, dürfen diese Daten weiterhin zu diesem Zweck gespeichert bleiben.

9.3. Nach Vertragsende eingehende Nutzungshonorare werden, wie im Vertrag geregelt, weiterhin abgerechnet und ausbezahlt.

9.4. Sollte es zu einer Geschäftsaufgabe durch imagebroker kommen, wird imagebroker dem Bildlieferanten alle Agenturen nennen, bei denen sich Bilder des Bildlieferanten befinden, damit Bildlieferant und Agentur sich über eine Löschung der Bilder bzw. eine direkte Zusammenarbeit verständigen können.“

Besonders pikant ist hier der Punkt 9.2. Demnach wäre es gar nicht mehr möglich, die Bilder aus diesem Vertrag zu lösen. Im juristischen Fachpanel auf der Microstock Expo 2013 wurde dieser Vertrag unter anderem diskutiert und bekam ein vernichtendes Urteil.

Dazu kommt, dass Imagebroker die Liste seiner Vertriebspartner als Geschäftsgeheimnis hütet, während hingegen das deutsche Urheberrecht jedem Fotografen das Recht einräumt zu wissen, wer dessen Werke vertreibt und veröffentlicht.

Wie kommt man aus diesem Vertrag trotzdem heraus?

Im November 2013 schon hatte ich eine Email an Imagebroker mit der Bitte um Löschung meiner Bilder geschickt.

Daraufhin bekam ich einen Anruf von Klaus-Peter Wolf, in dem er mich daran erinnerte, dass das nicht möglich sei, weil es so im Vertrag stünde.

Übrigens erhalten viele der Fotografen, die eine Kündigung probieren, Anrufe von Klaus-Peter Wolf statt Emails. Das mag System haben, weil es so später deutlich schwerer nachzuweisen ist, was Imagebroker gesagt hat.

Nach Beratung mit einem spezialisierten Anwalt war ich der Meinung, das der Vertrag so nicht haltbar ist (Stichwort „unangemessene Benachteiligung“ nach §307 BGB sowie einige Paragraphen aus dem Urheberrecht) und schickte im März 2014 ein Einschreiben per Post mit diesem Wortlaut:

„Guten Tag,

hiermit kündige ich ordentlich und fristgerecht den „Partnerschaftsvertrag“ vom 21. Juni 2007 zwischen Imagebroker und mir zum Kalenderjahresende.

Weiterhin weise ich darauf hin, dass ich den Abschnitt 9.2. des Vertrags für unwirksam halte und fordere darum eine Löschung meiner Bilder bei Imagebroker sowie allen belieferten Partneragenturen.

Ich bitte um eine kurze Bestätigung über den Erhalt dieser Kündigung.

Schöne Grüße, …“

Der zweite Absatz ist übrigens wichtig, falls es später zu einer juristischen Auseinandersetzung kommen sollte. Nach diesem Brief wurde mir eine Kündigung nach dem aktuell geltenden Vertrag angeboten.

Darin steht u.a.

9. Laufzeit, Kündigung, Vertragsende

9.1. Dieser Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Er kann jederzeit zum Ende des jeweils nächsten Kalenderjahres schriftlich gekündigt werden.

9.2. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt. Beide Parteien sind zur fristlosen Kündigung berechtigt, wenn die andere Vertragspartei zahlungsunfähig wird oder gegen eine der wesentlichen Vertragspflichten verstoßen hat bzw. eine der wesentlichen Zusicherungen bzw. Garantien dieser Vereinbarung nicht einhält und ein entsprechender Verstoß nicht innerhalb von 2 Monaten nach schriftlicher Aufforderung durch die andere Partei behoben wird. Für die außerordentliche Kündigung gilt die Schriftform.

9.3. Ab Wirksamkeit der Kündigung wird imagebroker alle Bilder des Bildlieferanten aus dem Vertrieb nehmen und von der imagebroker-Homepage löschen. Ein Anspruch auf Rücksendung digitaler Daten und Datenträger besteht nicht. imagebroker wird die Partneragenturen über das Ende der Verwertungsbefugnis in Kenntnis setzen und diese auffordern, die Vermarktung des Bildmaterials des Bildlieferanten einzustellen.

9.4. Jedoch bleiben sämtliche von imagebroker vor Beendigung des Vertrages an Dritte eingeräumte Nutzungsrechte unberührt, auch wenn die Nutzungsrechte an einzelnen Werken gegebenenfalls über den Zeitpunkt der Vertragsbeendigung hinaus eingeräumt wurden.

9.5. Die Kündigung des Vertrages hat keinen Einfluss auf den Vergütungsanspruch des Bildlieferanten. Nach Vertragsende eingehende Nutzungshonorare werden, wie im Vertrag geregelt, weiterhin abgerechnet und ausbezahlt.“

Das nahm ich an. Meine Kündigung findet also Ende 2015 statt.

Nur wenige Wochen später, am 2. April 2014 nämlich, wurde der Vertrag von Imagebroker noch mal geändert. Darin steht jetzt:

„10. Laufzeit, Kündigung, Vertragsende

10.1 Dieser Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Er kann jederzeit schriftlich gekündigt werden. Die Kündigung wird zum Ende des jeweils übernächsten Kalenderjahres wirksam. Für eine Kündigung ist ein unterschriebenes Papierdokument als Brief oder PDF nötig.“

Die Vermutung liegt nahe, dass direkt nach meiner Kündigung ein neuer Vertrag aufgesetzt wurde. Wer im Januar 2015 kündigen würde, könnte demnach erst ab Januar 2018 über seine Bilder verfügen. Ob diese lange Frist rechtens ist, ist fraglich.

Übrigens steht in beiden neuen Verträgen nicht, dass die Bilder bei den Partneragenturen gelöscht werden, sondern nur, dass diese „in Kenntnis gesetzt werden“ und „aufgefordert werden, die Vermarktung des Bildmaterials des Bildlieferanten einzustellen„. Das bedeutet, dass sich Imagebroker die Hände in Unschuld waschen kann, sollte eine Partneragentur die Bilder trotzdem nach Ablauf der Kündigungsfrist verkaufen. Es bedeutet aber auch, dass Imagebroker spätestens bei der Kündigung den Fotografen eine Liste mit allen Partneragenturen geben müsste, damit diese überprüfen können, ob die Bilder tatsächlich gelöscht wurden und sich gegebenenfalls selbst um eine Löschung kümmern können.

Eine weitere Variante: Die außerordentliche Kündigung

Angesichts dieser mehr als langen Kündigungsfristen verfielen einige Fotografen auf einen anderen Weg.

Generell sind die Verträge mit Imagebroker nicht exklusiv, das heißt, das Bildmaterial darf auch über andere Agenturen vertrieben werden. Eine Doppelbelieferung soll jedoch vermieden werden.

Im alten Vertrag (2007) steht dazu:

„4. Vermeidung der Doppelbelieferung von Bildagenturen

4.1. Um eine Doppelbelieferung von Bildagenturen zu vermeiden, kann der Bildlieferant Bildagenturen, die er bereits selbst oder durch Dritte beliefert, von der Belieferung durch imagebroker ausnehmen. Dazu gibt er diese Agenturen (um Verwechselungen zu vermeiden, möglichst mit Angabe der Web-Adressen) imagebroker formlos bekannt. imagebroker wird diese Agenturen in die Liste der nicht zu beliefernden Agenturen aufnehmen. Diese Liste ist für den Bildlieferanten auf der imagebroker-Website jederzeit einsehbar.

4.2. Bevor der Bildlieferant eine weitere Bildagentur selbst oder durch Dritte beliefert, wird er diese Absicht imagebroker mitteilen. imagebroker wird diese Agentur in die Liste der nicht zu beliefernden Agenturen aufnehmen, außer wenn imagebroker bereits mit dieser Agentur zusammenarbeitet. In diesem Fall wird der Bildlieferant auf eine Belieferung dieser Agentur verzichten und dafür Sorge tragen, dass seine Bilder nicht anders als über imagebroker an diese Agentur geliefert werden.“

Im neusten Vertrag (April 2014) ist das noch verschärfter formuliert, indem auch „gleichen oder sehr ähnliche Bilder“ eingeschlossen sind und bei Zuwiderhandlung eine Unterlassungsanspruch gegenüber dem Fotografen geltend gemacht wird.

Im Vertrag steht jedoch nichts über Preisklassen, Preissegmente oder Microstock-Modelle.

Deshalb schickten einige Fotografen Klaus-Peter Wolf eine lange Liste mit Microstock-Agenturen, welche sie künftig zu beliefern gedenken.

Auf der Webseite von Imagebroker steht im FAQ klipp und klar:

5. Werden imageBROKER-Bilder auch im Billigbereich verkauft?

Nein. imageBROKER arbeitet nur mit Agenturen zusammen, deren Verkaufspreise sich im traditionellen Preissegment bewegen. Das heißt, dass die Verkaufspreise für Rights Managed (RM) Bilder je nach Verwendungszweck bis zu mehrere tausend Euro und die Verkaufspreise für Royalty Free (RF) Bilder je nach Dateigröße bis zu 399 Euro betragen können. Mit Microstock- und Billigagenturen arbeitet imageBROKER nicht zusammen.“

Hier besteht für Imagebroker nun ein Dilemma:
Vertraglich ist es Fotografen erlaubt, die gleichen oder identischen Bilder, welche über Imagebroker vertrieben werden, auch bei billigen Microstock-Agenturen zu vertreiben. Falls Klaus-Peter Wolf darin einen Vertragsbruch und einen Grund für eine fristlose Kündigung sieht, hätte der Fotograf sein Ziel erreicht. Lässt Imagebroker hingegen den gleichzeitigen Vertrieb identischer Bilder auch über Microstock-Agenturen zu, würde das den Wert der Imagebroker-Vertriebsschiene stark schmälern und vermutlich bei den Macrostock-Agenturen nicht gut ankommen, vielleicht sogar zum Ende einiger Kooperationen mit teuren Agenturen führen. Es würden ja einige kurze Emails mit vergleichenden Bild-Links reichen, bis die Agenturen auf solche Doppellieferungen aufmerksam werden.

Mir wurde zugetragen, dass eine Reaktion von Imagebroker gewesen sein soll, den betreffenden Fotografen anzubieten, die Bilder über Imagebroker selbst bei den Microstock-Agenturen anzubieten. Falls es stimmen würde, wäre der Satz auf der Imagebroker-Webseite Makulatur.

So, oder so:

Wer seine Imagebroker-Bilder löschen lassen möchte, muss sich auf Widerstand gefasst machen. Wer ein zusätzliches Jahr Kündigungsfrist vermeiden möchte, sollte beachten, dass bei Kündigungen nach dem 31.12.2014 ein zusätzliches Jahr Laufzeit fällig werden könnte. Wer streitlustig ist, könnte aber auch versuchen, den Vertrag selbst juristisch anzufechten.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Hat schon jemand erfolgreich bei Imagebroker kündigen können?

Täuschung? Getty Images & der Pinterest-Deal

Die von der Carlyle Group gehaltene Bildagentur Getty Images agiert möglicherweise irreführend, wenn es um die Verlautbarungen über Einkommen, Verkäufe und Lizenzierung von Inhalten geht, die unter das kürzlich angekündigte Abkommen mit Pinterest fallen. Jetzt im Besitz der privaten Carlyle Group, ist wenig bekannt über die Geschäftsbeziehungen von Getty Images, aber hin und wieder gelangen interessante Neuigkeiten an die Öffentlichkeit.

Schauen wir uns zuerst den Blogbeitrag an, in welchem der Deal angekündigt wird. Hier sind einige relevante Auszüge aus dem Blogbeitrag gerade über das, wofür Pinterest Getty bezahlt – nur für Metadaten:

„Getty Images und Pinterest haben ein Abkommen zu Wege gebracht, das die Welt in eine stärker visuelle Zukunft führen wird, indem unsere umfangreichen Metadaten und attraktiver Inhalt kombiniert werden …“

Der Begriff Metadaten taucht im obigen Zitat auf, gefolgt von einer hochtrabenden Äußerung über die „tollen Fotografen von Getty Images…“ und Einzelheiten zu den Informationen (damit sind die Metadaten gemeint) über den Designer der Stiefel auf dem Foto:

„Nehmen wir an, Sie stöbern auf den Pinterest-Seiten und entdecken ein Bild von Beyonce, auf welchem Sie diese scharfen Stiefel trägt. Aber es fehlt jegliche Information darüber, wer die Stiefel entworfen hat oder wo du sie kaufen kannst! Es könnte auch schwer sein herauszubekommen, dass ein toller Fotograf bei Getty Images das Bild aufgenommen hat.“

Dann macht Getty klar, dass es Metadaten sind, die verkauft/lizenziert werden sollen und dass das Foto dann einen Bildnachweis und einen Link bekommt.

„Unsere neue Partnerschaft mit Pinterest bietet eine Lösung… wir verwenden unsere API-Schnittstelle „Connect“, um Pinterest wesentliche Informationen zur Verfügung zu stellen – einschließlich Bildnachweisen von Getty Images, wann und wo das Bild entstanden ist und mehr. Wir bringen einen Bildnachweis auf der Seite von Pinterest und einen Link zurück unter.“

An dieser Stelle verdeutlicht Getty, dass die Vergütung einzig für die Metadaten anfällt. Die folgende Aussage ist so klar umrissen wie die Aussage von Präsident Obama: Wenn Sie mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsplan zufrieden sind, können Sie ihn behalten. Da besteht kein Zweifel – Getty wird für „diese umfangreichen Metadaten“ bezahlt:

„Pinterest wird Getty eine Gebühr für diese umfangreiche Metadaten bezahlen, die wir mit den Anbietern teilen werden.“

Wenn für ein Foto Lizenzgebühren in Höhe von 1,00 Dollar anfallen, was schätzen Sie, wäre die Lizenzgebühr für die Metadaten? 0,01 Dollar? 0,10 Dollar? Sicherlich ist der Betrag ein Bruchteil dessen, was die Lizenzgebühr für das Bild ausmachen würde, und dann wird dieser Anteil des Lizenzeinkommens für das Bild zu einem ungleichen Prozentsatz zu Gettys Gunsten aufgeteilt.

Nirgendwo sagt Getty, dass Pinterest Lizenzgebühren für das Bild bezahlt.

Warum ist es wichtig, dass Getty unmissverständlich klarmacht, dass es eine Gebühr für die Metadaten ist? Lassen Sie uns einige Abschnitte des Vertrages genauer beleuchten, den Getty mit seinen Anbietern abschließt.

Zuerst erläutert Getty, dass die Vereinbarung für „Akzeptierte Inhalte“ gilt, um dann zu definieren was „Akzeptierte Inhalte“ sind:

“ Diese Vereinbarung betrifft alle Inhalte (gemäß der Definition im Abschnitt 1.2) , welche Sie früher eingereicht haben oder in Zukunft einreichen werden, die zum Vertrieb durch Getty akzeptiert wurden („Akzeptierte Inhalte„).“

1.2 Arten von Inhalten: Diese Vereinbarung gilt für folgende Arten von Inhalten („der Inhalt„):
(a) Fotografien, Illustrationen oder andere unbewegte visuelle Darstellungen („unbewegte Bilder„); (b) bewegte visuelle Inhalte in jeglicher Form, einschließlich Filme, Videobänder, digitale Dateien, Animationen und Clips („Filmmaterial„); und (c) Fonts, Audiodateien und jegliche andere durch Copyright geschützte Werke, in allen Fällen, in welcher Weise und in welchem Format und mit welchem Werkzeug auch immer erzeugt, einschließlich von Reproduktionen, Bearbeitungen und abgeleiteten Werke davon. „

Es wird in den vorangehenden Ausführungen deutlich, dass es sich bei „Inhalt“ (content) um „Fotografien“, nicht um Metadaten handelt. Im folgenden Abschnitt erklärt Getty zuerst, was selbstverständlich sein sollte – dass Sie die Rechte an Ihrem „Akzeptierten Inhalt“ besitzen, allerdings macht Getty dann unmissverständlich klar: „Getty Images besitzt alle Rechte, Titel und Rechtsansprüche, einschließlich aller Copyright-Rechte, die neben Ihrem Copyright an Ihren „Akzeptierten Inhalten“ entstehen, an allen Arbeiten durch oder für Getty Images, die vielfache Elemente „Akzeptierter Inhalte“ und/oder andere Inhalte enthalten.

1.13 Copyright an „Akzeptiertem Inhalt“ oder anderen Werken. Gegenstand der in dieser Vereinbarung gewährten Rechte ist, dass Sie alle Rechte, Titel und Rechtsansprüche einschließlich des Urheberrechts an allen „Akzeptierten Inhalten“ behalten, auch dann, wenn es Bestandteil abgeleiteter Werke Dritter ist. Getty Images erhält alle Rechte, Titel und Rechtsansprüche, einschließlich aller Copyright-Rechte, die neben Ihrem Copyright an Ihren „Akzeptierten Inhalten“ entstehen, für jegliche Arbeiten durch oder für Getty Images, dievielfache Elemente „Akzeptierter Inhalte“ und/oder andere Inhalte enthalten. Sowohl Sie, als auch Getty Images in Ihrem Namen, können das Copyright an jeglichem „Akzeptierten Inhalt“ bei der entsprechenden Behörde registrieren lassen.“

Danach besitzt Getty alles, außer dem eigentlichen Foto als Teil des „Akzeptierten Inhalts“ – Metadaten „und/oder andere Inhalte“.

Noch einmal: Anbieter werden honoriert mit einem Anteil an der Gebühr für die Metadaten anstatt für einen Anteil an den Lizenzgebühren für das Foto, denn Getty macht vollkommen klar, dass sie nur für Metadaten bezahlt werden.

Bis gestern [Anmerkung R.K.: Gemeint ist Donnerstag, der 12.12.2013].

Auf einer eintägigen Konferenz, die hier in der Nähe von Washington DC vom „US Patent and Trademark Office“ veranstaltet wurde – „Copyright Policy, Creativity, and Innovation in the Digital Economy“ (Details finden sie hier). Ich habe mir den Webcast angesehen, ein Teilnehmer der Konferenz war John Lapham, Senior Vice President und General Counsel bei Getty Images.

Hier ist das Video:

Wenn sie zur vorspulen zu Minute 19:10 im Video, beginnt die Diskussion über unser Thema.

Lapham bemerkt zuerst bezüglich des Pinterest-Abkommens:

„… ein geraumer Teil ihres Inhalts steht den Anbietern von Getty zu, und anstatt einen Schlagabtausch zu führen darüber, was mit Bildern auf Ihrer Webseite passieren sollte und was nicht, sagen wir, wenn Bilder hin- und her geschoben werden, verliert man die Metadaten, die Attribute. Und statt lauthals darüber zu streiten, ob man Bilder lizenzieren sollte oder nicht, lasst uns doch die Metadaten wieder korrekt mit diesen Bilddateien verknüpfen und lasst unseren Anbietern als Gegenleistung die Tantiemen zukommen, die ihnen für die Nutzung ihrer Inhalte zustehen. Das war das Ziel beim Bemühen um ein derartiges Abkommen…“

Die Moderatorin Ann Chaitovitz, Berater-Anwältin für das us-amerikanische Patentamt USPTO, hakte bei Lapham nach, weil alle früheren Aussagen von Getty dahingehend lauteten, dass nur für Metadaten bezahlt werden sollte. Sie wiederholte:

„Danke, ähm, also kann ich, nur zu meinem besseren Verständnis, es geht um Metadaten – Sie verknüpfen die Metadaten wieder, gab es da auch irgendeine Bezahlung oder war das, um sie für zukünftige Verwendung zu kennzeichnen?“

Lapham antwort:

“ Ahh, die Vereinbarung funktioniert so, dass äh, wir da eine Datenbank haben, eine Bilddatenbank, die, wissen Sie, Millionen von Bildern enthält, nicht nur unsere, sondern von Wettbewerbern, anderen Unternehmen, und wir können die Bilddatenbank abgleichen mit einer Webseite, um herauszufinden, welche Übereinstimmungen es gibt. Und durch die Anwendung dieser Erkennungstechnologie können wir sagen, wissen Sie, wir können sagen, wenn wir beispielsweise die UPSTO-Webseite nehmen, dass Sie dort 110.000 Fotos von Getty Images vorhalten, und diese Bilddateien haben keine Metadaten mehr, wir verknüpfen diese Metadaten wieder und die Gebühr, die dafür verlangt werden kann, könnte auf einer Basis pro Bild pro Monat erfolgen, so dass die Person, die das Werk geschaffen hat, im Gegenzug dafür entlohnt werden kann.“

Lapham bringt mehrere Argumente. In seinem Eingangsstatement:

“ lasst unseren Anbietern als Gegenleistung die Tantiemen zukommen, die ihnen für die Nutzung ihrer Inhalte zustehen.“

In seinem Folgebeitrag führt er aus:

“ wir verknüpfen diese Metadaten wieder, und die Gebühr, die dafür verlangt werden kann, könnte auf einer Basis pro Bild pro Monat erfolgen, so dass die Person, die das Werk geschaffen hat, im Gegenzug dafür entlohnt werden kann.“

Demnach ist die verlangte Gebühr für das Wiederverknüpfen der Metadaten? Wenn er sagt, „die Gebühr die dafür verlangt werden kann„, dann bezieht er sich offensichtlich auf die Tätigkeit im gleichen Satz davor: “ wir verknüpfen diese Metadaten wieder“ und dann, bezieht sich das „dafür entlohnt werden kann„, bezieht sich das „dafür“ auf das „dieses Werk geschaffen haben“ oder auf das Wiederverknüpfen?

Warum ist das wichtig?

Nun, in dem Vertrag von Getty Images übertragen die Anbieter ihr Recht, gegen eine Rechtsverletzung zu klagen oder Ansprüche zu erheben:

1.11 Recht auf Wahrnehmung von Rechtsansprüchen. Getty Images erhält das Recht nach bestem kaufmännischem Ermessen zu entscheiden, ob und in welchem Umfang gegen Dritte wegen unbefugter Verwendung „Akzeptierter Inhalte“ vorgegangen werden soll. Sie ermächtigen Getty Images und die Vertriebspartner, auf deren Kosten das exklusive Recht, jedwede Ansprüche im Zusammenhang mit Verletzungen des Copyrights an „Akzeptierten Inhalten“ und einem dazugehörenden geistigen Eigentum („Ansprüche“) geltend zu machen, zu regeln, beizulegen und abzuwehren.“

Wir stellen hier eine feinsinnige, aber schwerwiegende Frage. Lapham verdeutlicht, dass Bilder von Anbietern von Getty Images einen guten Teil der Bilder bei Pinterest ausmachen. Bis zu dem Abkommen war die Existenz dieser Bilder ein Verstoß gegen das Copyright der Eigentümer der Bilder.

Getty stellt fest, dass man nicht in einen Schlagabtausch mit Pinterest gehen will. Wir sprechen von Millionen von Bildern, und der Unterschied, was ein Fotograf als Anteil an der Metadaten-Gebühr im Gegensatz zu einem Einkommensanteil an einer Bild-Lizenz erhalten würde, könnte Millionen von Dollar ausmachen, die auf Kosten der Anbieter im Säckel von Getty landen, nur aufgrund der Art und Weise, wie die Vereinbarungen zwischen Getty und Pinterest sowie zwischen Getty und seinen Anbietern abgefasst sind.

Es scheint mir hintersinnig, ein Abkommen anzukündigen, bei welchem sich das Einkommen nach den Metadaten richtet, aber dann – auf einer keinem allzu breiten Publikum bekannten Veranstaltung, deren Beiträge nicht in zahllosen Presseartikeln wiederholt werden – eine abweichende Antwort dahingehend zu erhalten, dass Getty tatsächlich für Bildlizenzen bezahlt wird, was sie wiederum zu einem höheren Anteil den Anbietern verdanken. Offensichtlich hatte die Moderatorin ein anderes Verständnis, als sie die Frage stellte, und sie ist eine hochgeschätzte Anwältin, die die Regierung in Fragen des geistigen Eigentums berät, weshalb es durchaus von Bedeutung ist, dass sie verwirrt war von dem, was Lapham im Widerspruch zu dem zuvor angekündigten Abkommen sagte.

So lautet die offene Frage, auf deren Beantwortung die Anbieter von Getty Images einen Anspruch haben:
„Erhalten wir eine Vergütung für unseren „Akzeptierten Inhalt“ (d.h. Fotografien) oder erhalten wir eine Vergütung für Metadaten?“

Lapham verdeutlichte, dass diese bedingt sind durch deren Abgaben für die Nutzung ihrer Inhalte.

Die Frage die sich daraus ergibt, ist:
„Wie hoch sind die Bruttoeinnahmen pro lizenziertem Foto und wie hoch sind die Bruttoeinnahmen für das Wiederverknüpfen und die Anzeige der Metadaten.?“

________

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des Artikels „Deception? Getty Images & The Pinterest Deal“ aus dem Blog „Photo Business News“ von John Harrington. Die Übersetzung erfolgte mit freundlicher Genehmigung des Autors. Ich habe zum besseren Verständnis einige Links eingefügt und teilweise einige Stellen anders markiert.

Wer will über Flickr zu Getty Images?

Schon vor Wochen habe ich im Blog gefragt, ob sich der Vertrag mit Getty Images lohnt, nachdem die weltweit größte BIldagentur angefangen hat, in der Fotocommunity Flickr nach neuen Fotografen zu suchen. Wer diese Frage für sich mit „ja“ beantwortet hat und wen die bisherigen ersten Verkaufszahlen überzeugen konnten, bekommt nun eine weitere Möglichkeit, sich Getty Images zu präsentieren, anstatt wie bisher darauf warten zu müssen, von denen entdeckt zu werden.

Ambitionierte Amateur-Fotografen können sich und ihre Bilder nun auch aktiv bei Getty Images bewerben, um Teil der Flickr Kollektion zu werden. Nach Anmeldung auf Flickr können Fotografen ein Portfolio mit ihren zehn besten Bildern – Fotos oder Illustrationen – erstellen und den Link an myflickr@gettyimages.com senden. Getty Images prüft daraufhin die Aufnahmen und achtet auf Stil, technische Umsetzung und Thema. Bei Gefallen wird den Fotografen ein Vertrag mit Getty Images angeboten.

Das ist noch nicht alles. Es gibt einen weiteren Weg. Dazu lasse ich am besten Andy Saunders, Vizepräsident des Kreativbereichs von Getty, zu Wort kommen:

Flickr-Getty-Images-Call-for-Artists

„Seit der Bekanntgabe unserer Partnerschaft haben Bildredakteure bei Getty Images das ‚Flickrversum’ durchforstet, um die passenden Fotos für die Kollektion zu finden. Doch auch wenn wir wissen, wie viel Spaß ihnen die Durchsicht Ihrer Arbeiten macht: Die schiere Menge – mehr als vier Milliarden Fotos – kann einen gelegentlich doch ein wenig überwältigen!

Bisher konnten Flickr-Mitglieder zwar über ihre Account-Einstellungen signalisieren, dass sie von Getty Images kontaktiert werden möchten, jedoch nicht aktiv Foto-Portfolios zur Begutachtung vorlegen. Aber da wir wissen, wie sehr die mehr als 40 Millionen Flickr-Mitglieder darauf brennen, uns ihre Arbeiten zu präsentieren, wollten wir eine entsprechende Lösung entwickeln.

Und so freuen wir uns sehr, heute einen offiziellen Aufruf an die Flickr-Community starten zu können: ALLE Flickr-Mitglieder können ab sofort über die Call for Artists-Gruppe auf Flickr mit ihren Bilder für die Kollektion bewerben.

Ausführliche Hinweise dazu finden Sie auf der Gruppen-Seite, doch an dieser Stelle möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über den Ablauf geben. Eine Einreichung sollte genau zehn Bilder umfassen, die nach Sie für Ihre besten Arbeiten halten. Das Kreativteam von Getty Images wird die Bilder im Hinblick auf stilistische Aspekte, thematischer Inhalt und technische Umsetzung prüfen. Sollten einige oder alle Fotografien – oder auch andere Fotos aus Ihrem Fotostream – für die Flickr-Kollektion auf Getty Images ausgewählt werden, erhalten Sie eine Einladung via Flickrmail. Aus dieser Einladung geht genau hervor, welche Bilder Getty Images ausgewählt hat und wie der Aufnahmeprozess aussieht.“

Ach ja: Wer einige Bilder hat, die von Getty Images ausgewählt wurden, kann gerne seinen Link zum Foto auf Flickr in den Kommentaren posten.

Stockfotografie-News 2009-06-05

Guten Freitag,

heute wieder einige News aus der Bildbranche.

  • Die Bildagentur Plainpicture hat jetzt auch einen eigenen Blog.
  • PhotoShelter erweitert sein kostenloses SEO-Paket (Search Engine Optimising – Suchmaschinenoptimierung).
  • istockphoto ändert die Fotografenverträge. Die Zustimmung ist bis zum 2.7.2009 notwendig, andernfalls können keine Bilder mehr hochgeladen werden. Parallel zu den Änderungn können die Fotografen wählen, ob sie an dem neuen Partnerprogramm teilnehmen wollen oder nicht.
  • Die neue Microstock-Agentur Polylooks der Deutschen Telekom ist jetzt online.