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Die Top 11 der meistverkauften Musik-Tracks in 2014 bei Pond5

Welche Medien haben sich im letzten Jahr am meisten verkauft?

Bisher hatten wir: Fotos, Smartphone-Bildern, Vektor-Grafiken, Editorial-Fotos, Videos und heute kommen als sechster und letzter Teil der Serie die Musik-Tracks an die Reihe. Damit sind musikalische Kompositionen gemeint, die über reine Sound Effekts hinaus gehen.

Die Agentur Pond5* war so freundlich, mir die Verkaufszahlen für das letzte Jahr rauszusuchen.

Die Buchstabenkürzel hinter den Autoren bezeichnen die Verwertungsorganisation, welcher der Musiker angehört, falls das der Fall ist, gefolgt von den gesamten Downloadzahlen (nicht nur des letzten Jahres) sowie der Geschwindigkeit des Tracks, gemessen in Schlägen pro Minute (bpm).

Hier ist die Liste:

  1. Optimistic and Upbeat* von LNDNSounds (1978 Downloads) (117 bpm)
    Im Jahr 2013 noch auf dem fünften Platz, letztes Jahr schon an der Spitze mit einem Mainstream-Pop/Rock-Sound.
  2. Sunny Side* von ZingDog (ASCAP) (2656 Download) (100 bpm)
    Vom ersten auf den zweiten Platz abgerutscht ist dieser fröhliche Track mit Glockenspiel und Ukulele.
  3. Inspiring And Motivating Theme* von Twisterium (1529 Downloads) (116 bpm)
    Auch im Musikbereich verkaufen sich „Business-Themen“ hörbar gut, gestiegen von Platz 7 auf Platz 3.
  4. Pulse (Full Track)* von soundroad (PRS) (1592 Downloads) (128 bpm)
    Energisch und treibend kommt dieser Kraftmacher daher, der sich das zweite Jahr in Folge auf dem vierten Platz behaupten kann.
  5. Elevation* von AudioQuattro (1716 Downloads) (100 bpm)
    Der etwas ruhigere Business-Track ist vom zweiten auf den fünften Platz gefallen.
  6. Acoustic & Ukulele Fun* von JHunger (1450 Download) (86 bpm)
    Schon wieder die Ukulele, zusammen mit dem Glockenspiel. Könnte auch als Weihnachtssong durchgehen, gefallen von Platz 3 auf 6.
  7. Motivation To Win* von musicforhopeproduction (BMI) (706 Downloads) (118 bpm)
    Pompös kommt dieser Neueinsteiger daher, der die wichtigen Keywords schon im Titel vereint.
  8. Corporate Ideas* von ThatBeat (1095 Download) (105 bpm)
    Von Platz 6 auf die 8 gefallen ist dieser Business-Track, der ähnlich wie die Nummer 5 klingt.
  9. Family Underscore* von curtisschweitzer (ASCAP) (603 Downloads) (47 bpm)
    Auf dem neunten Platz neu eingestiegen ist diese langsame Hintergrundmusik mit viel Piano.
  10. Realisation (Inspirational Positive Piano And Strings)* von marcozannone (796 Downloads) (70 bpm)
    Ebenfalls mit Piano, aber zusätzlich mit Streichern ist dieser motivierende Track.
  11. Breathe Some Life* von sweetwaveaudio (498 Downloads) (136 bpm)
    Ein schneller Synthie-Pop-Track belegt den letzten Platz.

In der Auswertung vom letzten Jahr hatte ich geschätzt, dass alle diese Bestseller in der Liste über 500 Downloads in einem Jahr erzielt haben. Daran hat sich auch dieses Jahr nichts geändert, weil beispielsweise der Track auf Platz 8 erst Mitte Oktober 2013 hochgeladen wurde und bis jetzt über 600 Downloads erzielt hat.

Die Verkaufspreise der hier vorgestellten Musikstücke reichen von 15-40 US-Dollar, wobei der Mittelwert genau bei 25 US-Dollar liegt. Im Vorjahr lag der Wert etwas höher bei 26,72 US-Dollar. Bei einem Split von 50% würde jeder der Topseller mindestens 6250 US-Dollar im Jahr eingespielt haben.

Die Länge der Tracks reicht von 1:29 Minuten bis 5:08 Minuten Spielzeit, bei einem Mittelwert von 2:40 Minuten. Damit sind die Topseller im Vergleich zum Vorjahr ca. eine halbe Minute länger geworden.

Die Schnelligkeit der Songs ist von durchschnittlich 199 bpm auf 102 bpm gefallen, vor allem wegen des langsamen Piano-Stückes auf Platz 9. Ohne diesen Song läge der Durchschnitt-bpm bei 108 bpm, also immer noch langsamer als im Vorjahr.

Die Keywords liegen zwischen 20 und 51 Wörtern, im Durchschnitt bei 40 Wörtern (im Vorjahr 36 Wörter).

Wer von euch verkauft auch Stock-Audio?
Was sind eure Erfahrungen?

* Affiliate

Die 10 meistverkauftesten Smartphone-Bilder 2014 aus der Instant Collection von Fotolia

Smartphone-Fotos sind der neue Trend.

Fast alle der großen Bildagenturen haben eine eigene Collection mit Handybildern. Aber welche davon verkaufen sich am besten?

Ich habe die Bildagentur Fotolia gefragt, welche Smartphone-Bilder sich im Jahr 2014 aus deren Instant Collection am meisten verkauft haben.

Hier sind die Top 10 der meistverkauften Handyfotos 2014:

  1. @ robimhl - Fotolia.com
    © robinmhl – Fotolia.com

    Auf Platz eins landet ein Foto von einem Color Run mit Holi-Pulver in Melbourne, Australien. Erstaunlich daran ist auch, dass es nur acht Suchbegriffe hat, die kaum etwas mit dem Lauf oder den Holi-Farben selbst zu tun haben: „color, colors, happiness, youth, colorful, summer, festival, music„. Ich vermute stark, dass neben dem Suchbegriff „Farben“ vor allem „Festival“ und „Jugend“ die ausschlaggebenden Begriffe für die ganzen Verkäufe waren.

  2. © Jürgen Fälchle - Fotolia.com
    © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

    Auf dem zweiten Platz eine Treppe hin zur strahlenden Sonne. Vermutlich wurde das Bild jedoch nicht wegen dem Sonnenuntergang (oder Sonnenaufgang) ein Bestseller, sondern wegen der gut gewählten konzeptionellen Suchbegriffe, die mit 50 Wörtern voll ausgereizt wurden und mit Begriffen wie „Glaube, Vision, Zukunft, Ostern, etc.“ sehr konzeptionell besetzt sind.

  3. © robinmhl - Fotolia.com
    © robinmhl – Fotolia.com

    Was sich einmal gut verkauft, könnte sich doch in einer Variation ebenfalls verkaufen? Stimmt bei diesem Foto vom Festival sehr gut, weil es neben dem ersten auch gleich den dritten Platz belegen konnte, diesmal nur mit sieben Suchbegriffen. Mir gefällt besonders, wie unten die ganzen Smartphones zu sehen sind, mit denen andere Leute ebenfalls Fotos machen.

  4. © Christianmutter - Fotolia.com
    © Christianmutter – Fotolia.com

    Auf dem vierten Platz ein junger Mann beim Springen. Nicht ganz scharf, ausgefressener Himmel, egal, das Motiv ist stimmig und mit nur neun Suchbegriffen knackig und passend verschlagwortet. Solche Fotos zeigen mir immer wieder, dass die Bildagenturen auch bei Fotos einer DSLR mal ein Auge zudrücken könnten, wenn es um Chromatische Abberation und andere Bildfehler geht, solange das Motiv gut verkäuflich wäre.

  5. © samantoniophoto - Fotolia.com
    © samantoniophoto – Fotolia.com

    Auf dem fünften Platz landet dieses Bild: Surfer im Sonnenuntergang. Ein nahezu perfekter Sonnenuntergang bildet hier die Kulisse für das kalifornische Urlaubs- und Strandfeeling.

  6. © uliner - Fotolia.com
    © uliner – Fotolia.com

    Die Skyline von Chicago landete auf Platz 6 der am häufigsten verkauften Smartphone-Bilder. Mit dabei nur sechs Suchbegriffe: „sunrise, skyline, chicago, city, sky, clouds“. Knapper hätte ich es auch nicht formulieren können.

  7. © eelarson - Fotolia.com
    © eelarson – Fotolia.com

    Diese Schuhe an der Bordsteinkante in New York City sind mein persönlicher Favorit in der heutigen Liste. Es ist eine optische Täuschung, hier wird der Himmel auf den Kopf gestellt und es vermischt sich der Sprung ins kalte Wasser mit Selbstmordgedanken. Ihr seht schon, Konzepte stecken viele im Bild, zusätzlich zum lustigen ersten Eindruck.

  8. © Patrizia Tilly - Fotolia.com
    © Patrizia Tilly – Fotolia.com

    Der Platz acht mit den springenden Kindern am See scheint inhaltlich eine Kombination der obigen Themen zu sein: Strand, Sonnenuntergang, Jugend, Sprung. Ich vermute, hier wurde mit Filtern leicht nachgeholfen, aber wenn es dem Gesamteindruck zuträglich ist, warum nicht?

  9. © chrispinmx - Fotolia.com
    © chrispinmx – Fotolia.com

    Dieses Foto von Yoga am Meer hält den Rekord der heutigen Serie: Nur ganze vier Suchbegriffe führten hier zu den ganzen Verkäufen, die das Bild zu einem Bestseller machten: „Sonnenaufgang, Meer, Yoga, meditieren“. Genau das ist auch auf dem Bild zu sehen.

  10. © omarparguera - Fotolia.com
    © omarparguera – Fotolia.com

    Das letzte Bild zeigt Angeln beim Hochseefischen. Auch hier reichen sechs Keywords, um die Szene zu beschreiben: „fishing, ocean, sea, boat, wave, offshore“.

Warum ich so auf den Suchbegriffen und deren Anzahl herumreite? Weil es erstens genau das ist, was über den Erfolg eines Fotos entscheidet und weil es hier zweitens zeigt, dass weniger, aber sehr genau treffende Suchbegriffe zu mehr Verkäufen führen können. Wenn 6 der 10 gezeigten Bilder weniger als zehn Keywords nutzen, wird das schon seinen Grund haben.

Was können wir sonst noch lernen?

Alle Fotos sind im Freien entstanden. Naheliegend bei Smartphones, weil die Qualität bei wenig Licht oft noch nicht ausreicht, vielleicht aber auch ein Zeichen, dass Bilder von Spaß und Freizeit (sieben der zehn Bilder zeigen Freizeitaktivitäten) sehr gefragt sind.

Erstaunt hat mich der hohe Anteil von Sonnenauf- oder untergängen. Bei der Hälfte der Bestseller ist die Sonne ein wichtiger Faktor im Bild. Dabei hatte ich das Motiv gedanklich schon abgeschrieben, weil Bildagenturen früher gebetsmühlenartig wiederholt hatten, dass sie genug Bilder von Sonnenuntergängen hätten. Vermutlich ist der Kniff dabei, die Sonne mit Menschen zu kombinieren: Auf sieben der zehn Bilder sind Menschen zu sehen, wenn oft auch nicht individuell erkennbar.

Smartphone-Bilder haben 2014 eindeutig Einzug in die professionelle Stockfotografie gehalten. Ich selbst habe letztes Jahr mit ca. 400 Bildern knapp 1000 Dollar Umsatz erzielen können, was mich zum Jahresende motiviert hat, verstärkt Handybilder anzubieten.

Wer noch mehr Bilder aus der Instant Collection von Fotolia sehen will, findet hier eine Zusammenstellung der schönsten Bilder.

Was war euer Smartphone-Bestseller 2014?

Sechs Jahre Microstock – Meine Zahlen und Erfahrungen

Die letzten Monate wurde ich gefragt, ob ich auch dieses Jahr wieder meine Zahlen aus dem Microstock-Business veröffentlichen werde. Ich habe damit einige Monate gezögert, aber dazu später.

Dabei geben die Zahlen keinen Anlass zur Sorge.

Auch dieses Jahr werte ich nur die fünf besten meiner Microstock-Agenturen aus. Das sind Fotolia*, Shutterstock*, 123rf*, Dreamstime* und Bigstock*, die zu Shutterstock gehören.

iStock* werte ich dieses Mal nicht mehr aus, weil deren Umsätze kontinuierlich gesunken sind und nun auf Platz 8 meiner einnahmestärksten Agenturen gelandet sind. Dafür, dass ich dort jedoch seit ca. drei Jahren nichts mehr hochlade und 40% meiner Bilder gelöscht habe, halte ich das aber ehrlich gesagt für eine beeindruckende Leistung.

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Aktiv beliefere ich momentan 16 Agenturen halbwegs regelmäßig. Es sind fünf Agenturen weggefallen, bei denen sich der Ertrag im Verhältnis zum Aufwand nicht mehr gelohnt hat oder wo es andere Gründe gab, diese nicht mehr zu beliefern. Dazugekommen sind in der gleichen Zeit nur zwei Agenturen. Die berücksichtigten 5 Agenturen erwirtschaften aber über 85% meines Gesamtumsatzes.

Die hier im Artikel genannten Zahlen beziehen sich auf die Zeit vom Juli 2013 bis Juni 2014 und schließen wieder nahtlos an die Auswertung vom Vorjahr an. Wer die komplette Entwicklung nachlesen will, findet hier die Ergebnisse nach dem ersten, zweiten, dritten, vierten und fünften Jahr Microstock.

Portfolio-Größe

Die Anzahl meiner Bilder bei den Agenturen steigt weiterhin ziemlich gleichmäßig. Die Zahlen in Klammern zeigen die Veränderung zum Vorjahr auf. Bei Fotolia hatte ich Ende Juni 13304 Bilder online (+2815), bei Shutterstock sind es 10056 gewesen (+1975), 123rf kam auf 10145 Bilder (+2193), das Portfolio bei Dreamstime enthält 9716 Bilder (+1898) und Bigstock hat 9958 Bilder von mir (+1896).

Im Schnitt habe ich ca. 165 neue Bilder pro Monat hochgeladen, wobei Fotolia zusätzlich ca. 20% exklusives Material von mir erhält. 200 Bilder pro Monat, wie in dieser Rechnung, sind also machbar.

Verkäufe

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Wie viele Verkäufe konnte eine Agentur letztes Jahr mit meinen Bildern pro Monat im Durchschnitt erzielen? Die Zahlen in Klammern zeigen die Veränderung zum Vorjahr an. Wie zu erwarten liegt Shutterstock als Abo-Agentur bei der Anzahl der Verkäufe mit 7539 weit vorne (+2087). Danach folgt Fotolia mit 5803 Verkäufen (+973). Auf Platz drei liegt 123rf mit 1059 Sales (+339), dicht gefolgt von Bigstock mit 705 Verkäufen (+483). Auf dem fünften Platz liegt diesmal Dreamstime mit 658 Sales (+176). Zusammen wurden also im letzten Jahr über 15.000 Bilder von mir pro Monat verkauft. Eine Summe, die ich mir zu Beginn nicht zu erträumen gewagt hätte.

Umsätze

Im letzten Bericht hatte ich die Befürchtung geäußert, dass das Ende der Fahnenstange bei meinen Umsatzsteigerungen erreicht sein könnte. Diese Befürchtung hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Meine Umsätze steigen regelmäßig weiter, aber ich habe mich nach langem Zögern entschieden, keine konkreten Umsatzzahlen mehr zu veröffentlichen.

Viele in meinem Freundes- und Bekanntenkreis fanden es schon seit Jahren befremdlich, dass ich so offen über meine Einnahmen schreibe. Ich habe es trotzdem gemacht, weil es für mich ein Experiment war, ob sich mit der Microstock-Fotografie wirklich Geld verdienen lässt. An diesem Experiment wollte ich euch als Leser teilhaben lassen. Ich denke, den Erfolg des Experiments habe ich spätestens im obigen Bericht bewiesen.

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war der reißerisch betitelte Artikel „So verdient man 10.000 Euro monatlich mit Stockfotos“ von Online Marketing Rockstars, der textgleich auch in der t3n und der Gründerszene veröffentlicht wurde. Ich habe der Autorin ausdrücklich erklärt, dass ich das Interview nur geben möchte, wenn meine Einnahmen nicht im Vordergrund stünden. Solche Überschriften sind dann das Ergebnis.

Ich möchte nicht auf meine Umsätze reduziert werden, denn damit könnte der Eindruck erweckt werden, Microstock sei eine dieser Methoden zum „Geld verdienen im Schlaf“. Das stimmt nicht. Es ist immer noch möglich, ins Microstock-Business einzusteigen, aber die Konkurrenz ist im Vergleich zu meinem Beginn vor sechs Jahren härter geworden. Wer Erfolg haben will, braucht Durchhaltevermögen und Disziplin. Zwei Jahre mindestens, eher drei bis vier Jahre, bevor sich die Investition lohnt. Das schaffen nur wenige.

Außerdem sah die Journalistin – auch auf konkrete Hinweise von mir – nicht ein, den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn verstehen zu wollen und die Überschrift dahingehend abzuändern. Damit werden unnötig falsche Hoffnungen geweckt, denn um solche Umsätze zu erzielen, gehören auch hohe Investitionen dazu. Es ist bestimmt kein Zufall, dass die Shootings, mit denen ich am meisten Geld verdiene, gleichzeitig die sind, welche mich am meisten gekostet haben. Bevor ich jetzt aber detailliert öffentlich meine Ausgaben gegenrechne, um die Umsätze in den passenden Kontext zu stellen, lasse ich es ganz bleiben.

Anreize

Die Bildagenturen haben verschiedene Mechanismen, um ihre Fotografen zu motivieren und zu belohnen.

Fotolia hat ein Ranking, in dem man höher steigt, je mehr Bilder man verkauft. In jedem Level erhält man mehr Prozente pro Verkauf. Mitte letzten Jahres habe ich das Saphir-Level erreicht, was dem fünften von acht möglichen Leveln entspricht. Meinem Ranking-Rechner zufolge wird es aber bestimmt noch ca. ein Jahr dauern, bis ich das sechste Level Rubin erreicht habe. Da gibt es weltweit aber auch nur fünf Fotografen, die das schon geschafft haben.

Shutterstock hat ein anderes System. Anfangs bringt jedes verkaufte Foto dem Fotografen 0,25 US-Dollar. Wer mehr als 500 US-Dollar eingenommen hat, bekommt danach pro Verkauf 0,33 USD, bei mehr als 3000 USD Umsatz dann 0,36 USD pro Verkauf. Nach insgesamt 10.000 USD Verkaufserlösen bekommt man 0,38 USD pro Verkauf. Diese Hürde habe ich schon vor vier Jahren genommen und stagniere auf hohem Niveau.

Dreamstime hat wieder eine andere Struktur. Je häufiger ein Foto verkauft wurde, desto teurer wird es. Hier haben 84 meiner Fotos das höchste Level 5 erreicht.

123rf hat erst im Januar 2013 ein Ranking-System eingeführt. Hier zählen die Verkäufe der letzten 12 Monate. Je mehr Verkäufe, desto höher das Level und damit verbunden die Prozente, die man pro Verkauf erhält. Dort bin ich 2013 ins Level 5 (von ingesamt 10) eingestiegen und habe aktuell das Level 6 inne. Das Level 7 werde ich aber voraussichtlich eine Weile nicht erreichen.

Bigstock hat meines Wissens kein Ranking-System.

Mitmachen

Wer jetzt Lust bekommen hat, sein eigenes Experiment zu wagen, kann sich über folgende Affiliate-Links bei den Bildagenturen anmelden:

Übrigens: Wer selbst ausrechnen will, wie viel er im nächsten Jahr mit seinen Fotos verdienen könnte, kann meinen kostenlosen “Stock Photography Income Calculator” benutzen.

Wie lief euer letztes Microstock-Jahr? Wie schätzt ihr die Zukunft ein?

* Affiliate

Die 11 meistverkauften Musik-Tracks bei Pond5 im Jahr 2013

Die Video-, Bild- und auch Audioagentur Pond5* war so freundlich, mir eine Liste von deren „meistverkauften Musik-Tracks“ im Jahr 2013 zur Verfügung zu stellen. 2013? *hüstel* Ja, es gab einige technische Probleme, weswegen ich euch erst jetzt die Liste präsentieren kann.

Kind singt Lied in Musikschule mit vielen Noten
Wer schon mal versucht hat, etwas über den Erfolg von Stockaudio im Netz zu recherchieren, wird gemerkt haben, dass da eine Grabesstille herrscht. Umso mehr freut es mich, jetzt hier die erste Liste der Bestseller-Musiktracks vorstellen zu dürfen, auch wenn wir ein dreiviertel Jahr hinterher hinken. Die Liste enthält keine Soundeffekte (SFX), sondern „nur“ die meist höherpreisigen Musiktracks.

Die Links führen direkt zu den Tracks bei Pond5, zum Anhören einfach auf das Play-Symbol darunter klicken. Die Buchstaben in Klammern geben an, ob und in welcher Verwertungsgesellschaft (z.B. der GEMA) der Musiker Mitglied ist und die „bpm“ zeigen geschätzt die Geschwindigkeit der Songs in „Schlägen pro Minute“ an.

1. Sunny Side* von ZingDog (ASCAP) (100 bpm)

2. Elevation* von AudioQuattro (100 bpm)

3. Acoustic Fun & Ukulele* von ryanancona (155 bpm)

4. Pulse* von soundroad (PRS) (128 bpm)

5. Optimistic and Upbeat* von LNDNSounds (117 bpm)

6. Corporate Ideas* von ThatBeat (105 bpm)

7. Inspiring and motivating theme* von Twisterium (116 bpm)

8. Fun guitar and Ukulele* von JHunger (86 bpm)

9. Upbeat Life* von UniqueSound (156 bpm)

10. Acoustic Hopes And Dreams* von ZingDog (ASCAP) (95 bpm)

11. Hopes And Expectations* von Alf (110 bpm)

Was für Umsätze kann man mit so einem Track erzielen?

Die ersten fünf Tracks haben allesamt vierstellige Downloadzahlen. Die weiteren fünf liegen alle im oberen dreistelligen Bereich. Vier der elf Tracks wurden erst im Laufe des Jahres 2013 hochgeladen, das heißt, die Downloadzahlen wurden innerhalb eines Jahres erzielt. Ich hatte ja schon im Januar 2014 die Zahlen verglichen, es ist also durchaus möglich, mit diesen Bestsellern über 500 Downloads innerhalb eines Jahres zu erzielen.

Die Preise für diese Tracks liegen zwischen 8 und 40 USD. Der Durchschnitt liegt bei einem Verkaufspreis von 26,72 USD. Bei einem Anteil von 50% für Pond5 erhalten die Musiker ca. 13,36 pro Download. Bei 500 Downloads wären das 6680 USD, die innerhalb eines Jahres mit einem Bestseller verdient werden können.

Verglichen mit Fotos ist das viel, aber die Arbeitszeit für die Erstellung eines solchen Bestsellers liegt auch deutlich höher als bei Fotos. Andererseits ist auch die Konkurrenz viel geringer, da es bei Pond5 zum Beispiel „nur“ ca. 200.000 Audio-Tracks gibt, aber über 11 Millionen Fotos, also ca. 55x so viele.

Dazu kommt, dass Pond5 Dateien nicht exklusiv anbietet, die Musiker können ihre Tracks also meist bei weiteren Agenturen einstellen und dort Geld verdienen.

Was können Stockaudio-Produzenten aus dieser Liste lernen?

Als erstes: Dur zählt. Ähnlich wie bei Fotos sollten auch die Audio-Tracks eine positive Grundstimmung haben. Das traurige Moll ist da nicht gefragt. Die Songs sollten optimistisch und motivierend klingen, gerne auch mit akustischen Instrumenten. Das mit Abstand beliebteste Instrument ist die Ukulele, gefolgt von effektverzehrten Gitarren und Klavier.

In den Klammern habe ich ja versucht, die „Beats pro Minute“ (bpm) zu zählen, also die Schnelligkeit eines Songs. Der Herzschlag eines erwachsenen Menschen bei normaler Anstrengung liegt ca. bei 72 bpm. Das heißt, alles, was darüber liegt, wirkt „treibend“ beim Hören, was darunter liegt, wirkt „beruhigend“. Die Audio-Bestseller liegen allesamt darüber, der Durchschnitt liegt bei ca. 115-120 bpm. Damit liegen die Tracks ziemlich genau bei den 119 bpm, die hier als Durchschnitt für Chart-Hits errechnet wurden. Dort gibt es übrigens viele weitere spannende Forschungsergebnisse über den Klang eines Chart-Hits.

Die Dauer der obigen Besteller-Audiotracks liegt zwischen 78 und 196 Sekunden, wobei die Länge der Top 5 länger ist als der folgenden Songs. Im Durchschnitt liegt die Songlänge bei 131 Sekunden, also 2:11.

Ein weiterer Aspekt ist die Verschlagwortung und Titelvergabe. Die obigen Titel schaffen es alle, eine Stimmung oder Erwartungshaltung zu erzeugen, nach der ein Käufer suchen könnte. Die Anzahl der Suchbegriffe variiert von 20 bis 51 Keywords, im Schnitt sind es 36 Wörter, also ähnlich der empfohlenen Zahl bei Fotos.

Was für Erfahrungen habt ihr gemacht? Wer verkauft von euch auch Stockaudio-Tracks?

* Affiliate

Neue Funktionen bei Microstock-Analyse-Tool Stockperformer

Vor ca. zweieinhalb Jahren habe ich in diesem Blogartikel das neue Microstock-Analyse-Tool Stockperformer vorgestellt. Seitdem nutze ich das Tool ohne Übertreibung täglich und es ist so einem wichtigen Werkzeug in meiner täglichen Arbeit geworden.

Stockperformer erlaubt mittlerweile die Auswertung von Verkäufen von neun (!) Bildagenturen: iStock, Shutterstock, Fotolia, Dreamstime, 123rf, Pond5, Depositphotos, Stocksy, Getty Images, sowie das Partnerprogramm und die Getty-Verkäufe über iStock.

Neben den Verkaufszahlen zu einzelnen Bildern gibt es eine monatliche Gesamtauswertung, die Anzeige der Bestseller in wählbaren Zeiträumen bei den einzelnen Agenturen, eine Collection-Verwaltung, mit der der Umsatz und die Verkäufe einzelner Bildserien zusammengefasst analysiert werden können und vieles mehr.

In den über zwei Jahren haben Luis und Oliver fleißig daran gearbeitet, neue Funktionen einzubauen. So gibt es jetzt beispielsweise eine Prognose der monatlichen Umsätze, mit der man schon Mitte des Monats abschätzen kann, wie sich die Verkäufe bis zum Monatsende entwickeln werden, entweder für alle Agenturen gesamt oder die einzelnen Agenturen:

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Dazu gibt es eine detaillierte Verkaufsaufschlüsselung, welche die Verkäufe und Umsätze nach Medientyp (Bilder, Videos, Vektoren, …), runtergeladener Bildgröße, Credits vs. Abo, Upload-Jahr etc. auswertet:

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Am häufigsten nutze ich Stockperformer aber, um genau zu sehen, wie viel Umsatz ich bei den verschiedenen Agenturen mit einem Shooting gesamt gemacht habe. Dafür lassen sich bequem dich Kollektionen, Lightboxen oder Collections von Fotolia, Shutterstock, 123rf und Dreamstime mit einem Klick importieren, wenn diese bei den Agenturen angelegt wurden. Die Bilder können aber auch bei Stockperformer mit dem „Collection Manager„selbst zu Serien zusammengefügt werden. So sieht das ungefähr aus, unten folgt dann die Auflistung der dazugehörigen Thumbnails, die nach Datum, Medientyp, Umsatz, Verkäufen oder RPD (Revenue per Download) sortiert werden können:

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Ganz neu ist die Funktion der „Supplier Accounts„: Die ermöglicht Nutzern, eine oder mehrere Collections mit einer anderen Person zu sein. Das können zum Beispiel Models, Visagisten, Location-Eigentümer, Assistenten, Verschlagworter, Grafikdesigner oder andere Mitarbeiter einer Fotosession sein. Vor allem, wenn Personen anteilig am Umsatz der Fotosession beteiligt werden sollen, sind die Supplier Accounts eine sinnvolle Lösung, damit mehrere Leute die gleichen Daten sehen können und die Abrechnung transparent geschieht. Für die Fotografen kostet zum Beispiel ein solcher zusätzlicher Account 24 Euro im Monat. Die andere Person erhält dann Zugangsdaten zu Stockperformer und sieht dann im Nutzerbereich nur die Daten der Collections, welche der Fotograf dafür freigeschaltet hat.

Mit diesen Funktionen ist Stockperformer ein „Must-Have“ für alle, die hauptberuflich bei den genannten Bildagenturen Fotos verkaufen. Und auch wer das nebenberuflich macht und – sagen wir – mehr als 400 Euro monatlich damit verdient, sollte sich Stockperformer genau anschauen.

Mich würde interessieren: Welche Agenturen sollten ebenfalls von Stockperformer ausgewertet werden?