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Details zum neuen Adobe Stock Contributor Portal

Gestern war nicht nur der erste Tag der Photokina 2016, sondern in der Creative Cloud von Adobe gab es zwei Updates für Lightroom sowie Adobe Bridge.

Der Grund ist das neue Contributor Portal von Adobe Stock, mit dem Fotografen nun direkt zu Adobe Stock hochladen können, mit einigen coolen Features! Offiziell ist die Seite noch im Beta-Stadium, kann aber schon richtig genutzt werden.

Upload-Ansicht im neuen Adobe Stock Contributor Portal
Upload-Ansicht im neuen Adobe Stock Contributor Portal

Ich habe mir die Details direkt vom verantwortlichen Produktmanager Morgan De Lossy erklären lassen (siehe mein misslungenes erstes Facebook Live-Video gestern).

Ganz wichtig:
Wer sich das erste Mal bei der neuen URL (https://contributor.stock.adobe.com) für das Contributor Portal einloggt, wird gefragt, ob er schon einen Fotolia-Account hat.
Hier ist es sehr wichtig, dass ihr korrekt vorgeht, damit ihr euren Fotolia-Account mit dem neuen Adobe Stock Account synchronisieren könnt. Dafür müsst ihr dieselbe Email-Adresse wie bei eurem Fotolia-Account* angeben. Wer das nicht macht, kann es nicht nachträglich ändern!

Wer zwei separate Accounts erstellt, also Fotolia- und Adobe Stock-Account nicht zusammenführt, profitiert zum Beispiel nicht von den Ranking-Vorteilen der Adobe Stock-Verkäufe und auch existierende Model Releases, Steuerformulare usw. würden nicht beim Adobe Stock Contributor Portal angezeigt und so weiter.

Was ist neu?
Wie anfangs erwähnt, gab es ein Update für Adobe Bridge und Lightroom. Aus beiden Programmen kann nun direkt zu Adobe Stock hochgeladen werden.

Für Einsteiger ist auch interessant, dass bei nicht verschlagworteten Bildern nun eine Bilderkennung greift und automatisch die fünf passendsten Suchbegriffe vorschlägt. So lernen auch Leute schnell, welche Stock-Keywords am relevantesten sind. Auch können im Gegensatz zu bisher Keywords bearbeitet, gelöscht oder hinzugefügt werden.

Endlich gibt es auch eine Suchfunktion für Model- und Property-Releases und der Upload größere Bilder (bis zu 68 Megapixel) ist möglich.

Ebenfalls schon lange gewünscht sind genauere Ablehnungsgründe. Die aktuelle Liste möglicher Ablehnungsgründe findet ihr hier.

Kann Fotolia weiterhin genutzt werden?
Ja, auch wer wie empfohlen seinen Fotolia-Account mit dem Adobe Stock-Account synchronisiert, kann weiterhin wie gewohnt über Fotolia darauf zugreifen. Auch eine Kombination ist möglich: Zum Beispiel das Hochladen über das neue Contributor Portal, aber die Ansicht der Statistiken über Fotolia.

Wie ist das mit den Kommissionen?
Für etwas Verwirrung sorgte gestern bei einigen Kontributoren der Punkt, dass für Verkäufe über Adobe Stock eine andere Vergütung als über Fotolia gezahlt wird. Dabei ist s jedoch egal, ob neue Dateien über Fotolia oder das neue Adobe Stock Contributor Portal hochgeladen werden, da die Bilder auf beiden Wegen in der gleichen Datenbank landen. Relevant für die Kommission ist nur, auf welcher Plattform die Bilder gekauft werden.

Was passiert in Zukunft?
Da das neue Contributor Portal noch im Beta-Stadium ist, werden noch einige Bugs gefixt werden und aktuell sind noch einige Funktionen wie das Bestimmen des Startpreises oder des EL-Preises nicht verfügbar. Das soll aber bald kommen und basierend auf den Wünschen der Nutzer sollen weitere Funktionen dazukommen.

Es scheint klar, dass sich der Fokus immer mehr in Richtung Adobe Stock bewegt, weshalb ich jedem empfehle, sich mit den neuen Möglichkeiten vertraut zu machen und im Idealfall schon seinen Workflow dahingehend anzupassen.

Was sagt ihr zum neuen Adobe Stock Contributor Portal?

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Neuer Upload-Service dropstock.io in der Beta-Phase

Vor einem guten Jahr hatte ich hier „14 Tools zum Upload zu verschiedenen Bildagenturen“ vorgestellt.

Einer der vorgestellten Dienste war Stocksender, welcher über den Cloud-Dienst Dropbox lief. Stocksender wurde jedoch Ende 2015 eingestellt. Zwei Nutzer von Stocksender, Robert Jung aus Deutschland und Ana Flašker aus Slowenien fanden das schade und gründeten daraufhin den ähnlichen Dienst dropstock. io, welcher sich momentan in der öffentlichen Beta-Phase befindet.

dropstock.io 23-05-_2016_09-42-52 dropstock.io erlaubt es Fotografen,  ihre Bilder in einen Dropbox-Ordner zu legen und diese werden von dort automatisch zu den gewünschten Bildagenturen hochgeladen. Das Ganze funktioniert vollautomatisch,nachdem einmalig die Zugangsdaten zu den jeweiligen FTP-Servern hinterlegt wurden.Die Bilder müssen jedoch trotzdem auf den Webseiten der jeweiligen Agenturen weiterverarbeitet werden im Gegensatz zu Tools wie Stocksubmitter oder Octopus.

>Der Service ist momentan kostenlos, in der Zukunft ist geplant, günstige Volumen-Pakete anzubieten. Zur Zeit werden nur JPG-Bilder unterstützt, es wird aber auch überlegt, in Zukunft Video-Dateien zu unterstützen sowie bestimmte Agenturen markieren zu können (um zum Beispiel redaktionelle Bilder nur an einen Teil der Agenturen senden zu können).

Der Vorteil eines Services wie dropstock.io liegt auf der Hand: Er spart Zeit und Bandbreite beim Upload, weil die Bilder nur 1x auf den Dropbox-Server geladen werden müssen, um von dort auf mehrere Agenturen verteilt werden zu können.

Der Nachteil: Es müssen die sensiblen FTP-Login-Daten in der Dropbox hinterlegt werden sowie der dropbox.io-App Zugriff auf den eigenen Dropbox-Account gewährt werden.

14 Tools zum Upload zu verschiedenen Bildagenturen

Schon oft habe ich die Frage gelesen: „Gibt es ein Programm, mit dem man seine Bilder zu vielen Agenturen gleichzeitig schicken kann?“ Idealerweise auch noch mit Statistik-Auswertung, Verschlagwortung, Fotoverwaltung und so weiter.

Solche Programme gibt es und ich habe auch einige ausprobiert. Jedoch erlaubt es mir meine Zeit nicht, jedes Programm so ausführlich zu testen, wie ich es für eine Rezension in meinem Blog erforderlich halte.

Deswegen habe ich mich bisher davor gescheut, diese Software oder Tools vorzustellen, denn mein Anspruch ist es, verlässliche Informationen in meinem Blog zu liefern, denen ich vertrauen könnt. Deshalb weise ich ausdrücklich hin, dass die Werkzeuge, die ich gleich vorstellen werde, fast alle nicht ausführlich von mir getestet wurden.

picworkflow*

picworkflow

Preis: kostenlos, Funktionen aber auf Credit-Basis, 100 Credits pro Monat kostenlos (Upload pro Bild/Agentur z.B. 1 Cent)
Plattform: browserbasiert, daher für PC, Mac, Linux
Dateien: Fotos, Vektoren, Videos (experimentell)
Hauptfunktionen: Verschlagwortung, Multi-Upload, Retusche, Kategorien, Online-Storage

Picworkflow wird von dem Fotografen und Programmierer Bob Davies betrieben und wird von einigen namenhaften Größen im Microstock-Bereich benutzt, weil der Workflow und die Funktionen stark an Stockfotografen angepasst sind.

picworkflow-backend
Einblick in einen Teil des Backends von picworkflow

Das Tool kann – gegen Bezahlung – Bilder in englisch verschlagworten und mit Titeln sowie Beschreibung versehen. Der Upload an ca. 35 Agenturen wird unterstützt sowie allen weiteren, welche einen FTP-Zugang haben.

Ganz nützlich ist auch, dass das Tool die Kategorien bei Bildagenturen mit auswählen kann, wenn dafür ein zusätzliches kostenloses Browser-Plugin installiert wird.

StockSubmitter

stocksubmitter-page
Preis: kostenlos bis 33 Dateien pro Monat/Agentur, danach je nach Menge ca. 10-40 Euro pro Monat
Plattform: PC, Mac-Version in Arbeit
Dateien: Fotos, Vektoren, Videos, Audio
Hauptfunktionen: Multi-Upload, Kategorien, Release-Zuordnung, Indexierung auf Agenturseiten

Hinter StockSubmitter stecken als Gründer der russische 3D-Modeller Konstantin Yermolayev und sein Programmierer Dmitry Budnikov zusammen mit ihrem Team. Die Hauptidee ist, dass der komplette Uploadprozess in der Software stattfinden kann, ohne danach noch auf den Agenturwebseiten etwas anklicken zu müssen.

screenshot stocksubmitter
Auf den ersten Blick wirkt das Programm relativ überladen und es braucht etwas Zeit, um sich damit zurechtzufinden. Zwei Tutorials auf englisch, die einen ersten Überblick geben, finden sich hier und hier. Im zweiten Tutorial werden auch einige nützliche Keyword-Tools erklärt. Interessante Besonderheit: StockSubmitter unterstützt den Upload zu Alamy und iStock, obwohl diese keinen FTP-Zugang anbieten.

Octopus Microstock

octopus-microstock-logo
Preis: kostenlos für 20 Bilder pro Agentur, mehr Bilder kosten je nach Menge 9-19 USD pro Monat
Plattform: für PC
Dateien: Fotos, Vektoren
Hauptfunktionen: Multi-Upload, Kategorien, Release-Zuordnung, Indexierung auf Agenturseiten

screenshot-octopus
Ebenfalls aus Russland kommt diese Software, welche StockSubmitter ähnlich ist. Auch hier ist das Programm darauf angelegt, bei 22 Bildagenturen den kompletten Upload-Prozess in der Software steuern zu können, ohne die Agenturseite besuchen zu müssen. Weitere Agenturen werden via FTP unterstützt. Auch hier ist die Bedienung durch den Funktionsumfang etwas gewöhnungsbedürftig, auf den ersten Blick jedoch nicht ganz so komplex wie bei StockSubmitter.

Lightburner

Preis: ein Testmonat kostenlos, danach ca. 10-50 USD pro Monat je nach Menge der Dateien
Plattform: browserbasiert, daher für PC, Mac, Linux
Dateien: Fotos, Vektoren
Hauptfunktionen: Multi-Upload, Keyword-Übersetzung

lightburner-homepage
Lightburner wird von der kleinen israelischen Software-Firma Pixamba produziert, welche schon 2006 die Software ProStockMaster (siehe unten) ins Leben rief. Es war bis 2013 kostenlos, dann wurde der Dienst in einen Bezahlservice umgewandelt. Dafür wurde die kostenpflichtige Software ProStockMaster kostenfrei gemacht.

ProStockMaster

Preis: kostenlos, aber nur in Verbindung mit kostenpflichtigem Lightburner-Account
Plattform: für PC und Mac
Dateien: Fotos, Vektoren
Hauptfunktionen: Keyword-Vorschläge und -Übersetzung, Foto-Verwaltung, Multi-Upload

prostockmaster

ProStockMaster ist die mittlerweile kostenlose Desktop-Erweiterung für den bezahlten Dienst Lightburner und kann nur in Kombination mit einem Lightburner-Account genutzt werden. Mit dem Tool können die eigenen Stockfotos verwaltet, verschlagwortet, übersetzt und auch an verschiedene Agenturen (mittels Lightburner) gleichzeitig hochgeladen werden.

Stock Photo Manager

Preis: bis 3 Agenturen und 200 Fotos kostenlos, danach je nach Menge der Fotos und Agenturen von ca. 58 bis 213 Euro
Plattform: für PC, Mac und Linux
Dateien: Fotos, Vektoren
Hauptfunktionen: Keyword- und Foto-Verwaltung, Multi-Upload, Release-Verwaltung, Deepmeta-Import

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Der deutsche Softwareingenieur und Fotograf Frank Merfort hat den Stock Photo Manager kreiert. Die Stärke liegt in der Verwaltung und Sortierung von Suchbegriffen (auch mehrsprachig). Das Programm ist im Laufe der Zeit relativ umfangreich geworden, der Nutzer Ralf Eckert hat deswegen eine ausführliche Anleitung als PDF hier kostenfrei bereitgestellt.

GO Stock

Preis: kostenlos
Plattform: für PC und Mac (mit Java 6)
Dateien: alle Dateitypen
Hauptfunktionen: Multi-Upload

gostockGO Stock ist ein kleines Java-Tool, welches relativ simpel ist: Bilder können per Drag & Drop zu GO Stock gezogen werden und werden dann automatisch an alle Bildagenturen (außer iStock und Veer) hochgeladen, für welche die Zugangsdaten im Tool lokal hinterlegt wurden. Im Grunde ist es also ein sehr bequemer FTP-Uploader, der jedoch wirklich nur die Zeit spart, die man gebraucht hätte, um im FTP-Programm nacheinander die Bilder in die verschiedenen Agenturen zu ziehen.

Stockuploader

stockuploader-logo
Preis: kostenlos nach Registrierung
Plattform: für PC und Mac
Dateien: alle Dateitypen
Hauptfunktionen: Multi-Upload, Keyword-Tool

screenshot-stockuploader
Ähnlich wie GO Stock funktioniert der Stockuploader. Die Hauptfunktion ist der FTP-Upload an mehrere Agenturen, der wichtige Unterschied ist jedoch, dass bei ausreichender Bandbreite mehrere Upload-Slots gleichzeitig gestartet werden, sodaß langsame FTP-Verbindungen auf Seiten einer Agentur kein Nadelöhr mehr darstellen. Die Möglichkeiten des Verschlagwortung-Tools werden hier in englisch beschrieben.

Easy Stock

Preis: 34 Euro
Plattform: für Mac
Dateien: alle Dateitypen
Hauptfunktionen: Multi-Upload

screenshot EasyStock
Easy Stock ist ein Produkt des italienischen Multimedia-Designers Fulvio Massini, die im Grunde ähnlich wie GO Stock oder Stockuploader funktioniert. Bilder können per FTP an mehrere Agenturen geschickt werden, vorher wird angezeigt, ob eventuell Metadaten fehlen und ob die Mindestgröße erfüllt ist. Der Entwickler hat ein ca. 35. minütiges Video-Tutorial bei Udemy veröffentlicht, in dem der Umgang mit dem Programm erklärt wird.

KeyStocker

Preis: Credit-basiert, ein Credit kostet 1 Euro
Plattform: browserbasiert, daher für PC, Mac, Linux
Dateien: Videos
Hauptfunktionen: Multi-Upload, Keywording-Service

keystocker-webseite
Der deutsche Videofilmer Georg Votteler suchte etwas wie den Dienst picworkflow, nur eben für Videos, weil dort die Unterstützung nur rudimentär ist. Deshalb entwickelte er kurzerhand Keystocker, welches sich stark den den Bedürfnissen professioneller Stock-Videografen ausrichtet. Der Dienst bietet einen Verschlagwortungsservice für Videos mit CSV-Export-Möglichkeit, kann Videos für die Agentur VideoHive konvertieren und vor allem werden die Videos deutlich schneller an die Agenturen geschickt als beim Einzel-Upload vom heimischen Rechner.

Mymicrostockupload.com

Preis: Credit-basiert, ein Credit kostet einen US-Cent, ein Bild verbraucht 1 Credit.
Plattform: browserbasiert, daher für PC, Mac, Linux
Dateien: Fotos
Hauptfunktionen: Multi-Upload

mymicrostockuploads-screenshot
Ziemlich neu ist der Dienst vom Deutschen Thomas John. Hier wird in Credits bezahlt, wobei ein Credit 1 US-Cent kostet. Hauptfunktion ist das Hochladen auf den Server von Mymicrostockupload.com, von wo die Bilder an die gewünschten Agenturen verteilt werden.

Stock Photo Express

Preis: 7 Dateien pro Woche kostenlos, ansonsten 37 USD
Plattform: für PC
Dateien: alle Dateitypen
Hauptfunktionen: Multi-Upload, Keyword-Tool

StockPhotoExpress-websiteDie Hauptfunktion hier ist ebenfalls der Multi-Upload, ich vermute jedoch wegen der Nennung einiger mittlerweile geschlossener Agenturen in den Screenshots auf der Webseite, dass das Programm schon seit Jahren nicht mehr aktualisiert wurde.

StockSender

Preis: kostenlos
Plattform: Dropbox-App
Dateien: alle Dateitypen
Hauptfunktionen: Multi-Upload

stocksender-screenshot
Die türkische Fotografin Sebnem Köken steht hinter StockSender. Das Tool verfolgt einen interessanten anderen Ansatz. Hier werden die Bilder einfach in einen Dropbox-Ordner* hochgeladen und dann durch StockSender als Dropbox-App mit einem Klick auf der StockSender-Webseite per FTP an die gewünschten Agenturen hochgeladen. Leider müssen dafür die FTP-Zugangsdaten als Textdatei in der Dropbox gespeichert werden und sie werden an die StockSender-App übertragen.

Eigener FTP-Server

Preis: Hosting-Preis für einen Server
Plattform: PC, Mac, Linux
Dateien: alle Dateitypen
Hauptfunktionen: Multi-Upload, je nach Programmierkenntnissen auch mehr

Wer etwas programmieren kann, kann sich auch selbst einen „Multi-Uploader“ mittels einem eigenen FTP-Server basteln. Wie genau das geht, steht hier in diesem Gastartikel von Marco Schwarz.

Die Vorteile und Nachteile dieser Tools

Die Tools lassen sich in zwei Gruppen unterteilen. Zum einen sind da die Desktop-Programme, welche auf dem heimischen Rechner installiert werden. Hier werden die sensiblen Daten wie Passwörter und Nutzernamen bei den Agenturen meist nur lokal gespeichert. Dafür wird in der Regel keine Bandbreite oder Zeit beim Upload gespart, wenn alle Bilder nacheinander über die heimische Internetleitung hochgeladen werden.

Im Gegensatz dazu gibt es Online-Services, wo die Daten nur ein Mal hochgeladen werden und von dort aus an alle gewünschten Agenturen verteilt werden. Das geht wegen besserer Server-Anbindung in der Regel deutlich schneller, kostet aber Geld und erfordert Vertrauen in die Entwickler der Tools, dass sie ihre Seite gut genug gegen Angriffe auf Passwörter und Benutzerdaten absichern.

Auch die Preismodelle unterscheiden sich. Einige Programme kosten eine einmalige Gebühr, andere erfordern ein monatlichen Abo und andere rechnen nur pro verschickter Datei ab.

Jedes der vorgestellten Tools bietet den Multi-Upload an, also dass die Bilder an alle Agenturen mit einem Klick geschickt werden, mit der Einschränkung bei den meisten Desktop-Programmen, dass damit meist keine Zeit und Bandbreite gespart werden. Viele Programme bieten auch rudimentäre oder umfangreichere Statistik-Auswertungen der Agentur-Umsätze, aber da habe ich die Erfahrung machen müssen, dass die Programme mit meinen Datenmengen oft Probleme haben. Außerdem empfehle ich als Statistik-Dienst Stock Performer, weil die Daten dort erstens genau und zweitens übersichtlich und aussagekräftig dargestellt werden.

Viele der Tools bieten auch eine Tools zur Erstellung oder Bearbeitung der Suchbegriffe an, hier ist für mich jedoch wichtig, dass die Begriffe nicht alphabetisch sortiert werden, was die Auswahl wieder reduziert.

Alles steht und fällt mit dem Programmierer

Ich war bei der Recherche erstaunt, wie viele verschiedene Tools es für diesen doch eher kleinen Markt gibt. Hinter fast allen Tools steht jedoch in der Regel eine einzige Person, auch wenn diese sich manchmal den Mantel einer Firma umhängt. Das bedeutet für die Nutzer, dass sie auf das technische Können und das Durchhaltevermögen dieser Person angewiesen sind, wenn sie den Dienst auch in Zukunft nutzen wollen.

Es gab in der Vergangenheit schon einige ähnliche Dienste wie iSyndica oder CushyStock, die jedoch nicht mehr verfügbar sind, weil der Programmierer nicht genug Umsatz mit dem Tool gemacht hat, dass sich eine Weiterentwicklung lohnen würde. Durch die ständigen Webseiten-Änderungen bei den Bildagenturen ist das aber eine Grundvoraussetzung für das Funktionieren der Upload-Tools.

In der Praxis konzentrieren sich die größeren Microstock-Fotografen bisher auf die Dienste picworklow, StockSubmitter oder Lightburner. Hier ist durch die größere Nutzerbasis auch die Wahrscheinlichkeit für ein Überleben der Tools höher. Wer auf den Preis achten muss oder ganz spezielle Funktionen sucht, kann jedoch auch bei den kleineren Tools fündig werden.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Welchen Dienst nutzt ihr und warum?

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Fotolia zahlt für Upload von Smartphone-Bildern und lobt Bestseller-Preis aus

Eigentlich möchte ich vermeiden, zu oft hintereinander über die gleichen Bildagenturen zu berichten, aber in diesem Fall lässt es sich leider nicht vermeiden.

Fotolia hat heute den „Instant Contest“ angekündigt. Das ist ein Fotowettbewerb, bei dem automatisch jedes Foto teilnimmt, welches über die iPhone-App „Instant“ hochgeladen und angenommen wird. Das Foto, welches im Jahr 2014 am meisten verkauft wird, gewinnt den 5.000 Euro-Preis.

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Zusätzlich zahlt Fotolia für jedes Instant-Foto, welches bis Ende April in die Kollektion aufgenommen wird, eine Upload-Belohnung von je einem Euro.

Bevor ihr jetzt alle Fotos von euren Haustieren, Blumen aus dem Garten oder eurer letzten Mahlzeit hochladet: Diese Motive werden am häufigsten abgelehnt. Gefragt hingegen sind originelle, humorvolle Schnappschüsse, kreative und bunte Bilder. Hier gibt es eine Übersicht über die bisherigen ca. 10.000 Bilder in der Instant-Kollektion.

Instant-Screenshot-2

Android-Nutzer müssen sich leider noch etwas gedulden: Die Android-Version ist im Beta-Test und wenn diese veröffentlicht wird, wird es auch einen eigenen Fotowettbewerb nur für die Android-Nutzer geben.

Der bisherige Bestseller kommt übrigens von mir und zeigt viele bunte Weihnachtskugeln. Das Motiv hat sich bisher 83x verkauft innerhalb von nur ca. zwei Monaten und mir knapp 100 Dollar Umsatz gebracht. Meine Kollektion von aktuell 118 Instant-Bildern hat mir in den letzten Monaten im Schnitt knapp 40 Euro pro Monat gebracht. Den Handy-Vertrag habe ich damit locker raus…

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Mein Bestseller und der aktuelle Bestseller der gesamten Instant-Kollektion

Selbst ich habe aber immer noch Probleme, alle meine Bilder in die Kollektion zu bekommen. Häufig liegt das daran, dass ich die Bildqualität vom iPhone im Dämmerlicht überschätze oder meine Bilder nicht spektakulär genug sind. Habe ich in der normalen Fotolia-Kollektion eine Annahmequote von ca. 99%, liegt sie aktuell bei Instant nur bei ca. 69%.

Fast alle Bilder bearbeite ich übrigens entweder vorher dezent mit Snapseed, wenn sie „poppiger werden sollen oder mit VSCO Cam, wenn sie einen Retro-Look erhalten sollen. Auch das quadratische Format verkauft sich ganz gut, wohl wegen des populären Instagram-Looks.

Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit Fotolia Instant gemacht?

Konsequenzen aus der istockphoto-Honorarsenkung

Am 8. September 2010 trat eine Meldung von istockphoto unangekündigt die Tür der Microstock-Community ein und ballerte wild mit dem Maschinengewehr herum.

Es ging unter anderem darum, die Fotografenhonorare bis auf ein historisches Industrietief von 15% zu senken.

Nachdem alle Fotografen in Deckung gegangen sind, legte sich der Lärm und einzelne Fotografen hoben langsam die Köpfe. Zack, schlug istockphoto mit einer kompromisslosen zweiten und dritten Nachricht hinterher.

Hier einige Sätze aus diesen Meldungen, die vielleicht in die Geschichte der größten PR-Pannen eingehen werden:

„For non-exclusive contributors the royalties will range from 15 to 20% for content sold on iStock.“

„Since roughly 2005 we’ve been aware of a basic problem with how our business works. As the company grows, the overall percentage we pay out to contributing artists increases. In the most basic terms that means that iStock becomes less profitable with increased success. As a business model, it’s simply unsustainable: businesses should get more profitable as they grow. This is a long-term problem that needs to be addressed.“

„We expected – and wanted – to pay more and more money out to contributors. But what we quickly realized was that it’s one thing for the payout amount to increase over time, it’s another thing for that percentage of our total cost to always increase over time.“

„But money isn’t going to be what makes you all happy.“

Auf gut deutsch lässt sich das – sehr frei – so übersetzen: Je erfolgreicher wir werden, desto weniger sehen wir ein, warum wir das Geld mit unseren Fotografen teilen sollten. Matt Antonino übersetzt die dritte istock-Meldung ganz humorvoll (wenn es nicht so ernst wäre) vom „Corporate Speak“ in „Plain English“.

Es wäre etwas anderes, wenn eine Firma sagt, mit 50% kann ich nicht leben. Aber mit 80% Prozent nicht profitabel sein zu können ist aus mehreren Gründen komplett unglaubwürdig. Zum einen gelingt das anderen Bildagenturen seit mehreren Jahrzehnten, auch mit 50-60% gut über die Runden zu kommen. Die Bildagentur Zoonar zahlt sogar bis zu 80% an die Fotografen aus und wächst immer noch. Dazu kommt, dass die Pressemeldungen von istockphoto in den letzten Jahren vor Erfolg-Superlativen nur so wimmelten.

Es könnte natürlich sein, dass istockphoto recht hat. Wenn eine Bildagentur mit 80% Agenturanteil (ohne Retusche und Verschlagwortung zu übernehmen) nicht konkurrenzfähig ist, hieße das entweder, dass Fotografen sich wirklich mit weniger zufrieden geben müssten, oder dass die Preise wieder so weit angehoben werden müssen, dass es keine Microstock-Preise mehr gibt. Dann wäre alles wieder wie früher, rosa-flauschig und kuschelig.

Wer jetzt einwirft, dass es ja nicht nur um den 80/20-Split gehe, sondern auch darum, dass die exklusiven Künstler im Laufe der Jahre immer mehr Prozente bekämen, spricht einen weiteren Punkt an, den ich unsinnig finde. Natürlich bekommen diese Fotografen im Laufe der Zeit mehr. Aber das ist fair. Denn die Honorarerhöhung ist dann eine Belohnung für mehr Verkäufe, die wiederum istockphoto IMMER mehr einbringen als dem Fotografen. Selbst bei der höchstmöglichen Stufe würde ein Fotograf 40% und istockphoto 60% bekommen. Halten wir fest: Die höchstmögliche Stufe ist die prozentuale Verteilung, die traditionelle Bildagenturen seit Jahrzeiten gezahlt haben, oft auch 50/50 oder 60/40. Ohne immer Exklusivität zu verlangen. Das funktionierte auch. Übrigens hat sich ein Fotograf hier im istockforum die Mühe gemacht, auszurechnen, welche Auswirkungen die Preisänderungen für exklusive istock-Fotografen haben. Sieht ebenfalls nicht sehr erbaulich aus.

Außerdem ist es unlogisch, wenn die istock-Argumentation stimmen sollte, dass sie am Rande des Existensminimuns rumkrebsen und nicht mehr Geld zahlen können, dass sie dann nach der neuen Regelung das höchstmöglich zu erreichende Honorar auf 45% anheben. Es sei denn, das ist nur Augenwischerei, um auf dem Papier bessere Optionen zu haben.

Aber ich glaube nicht daran. Für mich ist die Honorarsenkung schlicht ein dreister Versuch, ohne zusätzlichen Aufwand mehr Geld zu verdienen. Auf dem Rücken der Fotografen. Punkt.

Reaktionen anderer Bildagenturen

Der Zorn der Fotografen auf istockphoto lässt die konkurrierenden Bildagenturen entweder heimlich oder auch laut frohlocken.

  • So sprach die Agentur 123rf frustrierte istocker via Twitter an, doch zu ihnen zu kommen.
  • Auch Alamy tröstete die Fotografen über Twitter und warb zeitgleich für ihren 60%-Fotografenanteil.
  • Die relativ neue Microstock-Agentur Stockfresh lässt es sich ebenfalls nicht nehmen, einige Seitenhiebe zu verteilen.
  • Dreamstime preschte am weitesten vor und bietet bis zum 15. November allen Fotografen, die vorher exklusiv bei einer Bildagentur waren, für jeden akzeptierten Upload $0,20. Eindeutig ein Wink in Richtung der verärgerten istock-Exklusivfotografen.

Meine Reaktion

Im Gegensatz zu anderen Fotografen lebe ich ausschließlich von meinen Einnahmen der Stockfotografie. Jede Entscheidung will wohlüberlegt sein. Im letzten Jahr habe ich ca. 150 Euro pro Monat bei istockphoto verdient, in den letzten Monaten eher zwischen 150-200 Euro. Von den gesamten Einnahmen pendelt istockphoto im Vergleich zu meinen anderen Bildagenturen glücklicherweise nur an 7-9. Stelle. Mein RPD (Revenue per Download) lag bei ca. 1,10-1,20 Euro. Mein RPI (Return per Image) lag in den letzten Monaten bei ca. 0,19 Euro, Tendenz fallend. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag er bei istock noch doppelt so hoch.

Anders gerechnet heißt das: Wenn ich jetzt bei 20% im Monat 200 Euro bei istock verdiene, erhält istock 800 Euro. Wenn ich bei 15% ab dem nächsten Jahr 150 Euro verdiene, würde istockphoto damit 850 Euro verdienen. Das sehe ich nicht ein. Okay, ich würde mit meinen Verkäufen auf 16% kommen, aber mittelfristig nie auf 17%. Dazu kommt, dass neben der Honorarkürzung in der istockphoto-Meldung auch stand, dass viel mehr Bilder aus andere Kanälen über istock verkauft werden sollen. Das heißt, dass die Sichtbarkeit meiner nicht-exklusiven Bilder weiter abnehmen wird, was wiederum weniger Verkäufe bedeutet. Die ersten Motive aus der „Agency Collection“ deuten das bereits an.

In einem Kommentar zu meinem ersten Artikel über die Honorarkürzung hier im Blog hat Andreas gesagt:

„Natürlich probieren IS und Co. aus wie weit sie gehen können. Bieten doch genug Fotografen Ihre Bilder für 20% Anteil an, also warum dann nicht auch für 15. Versteht mich nicht falsch, aber wenn nicht langsam mal signalisiert wird, dass die Fotografen nicht nur die Lakaien der BAs sind, wird dieser Trend sich fortsetzen.Ich war nicht bereit bei 20% Verkaufsanteil meine Bilder hochzuladen und ich verstehe auch nicht, warum die meisten nicht sofort Abstand nehmen.“

Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe lange überlegt, ob ich die Klappe halten soll und einfach weiterhin meine 150 Euro im Monat einstreiche. Aber wenn andere Agenturen merken, dass den Fotografen scheißegal ist, für wie wenig Anteil sie ihre Fotos einstellen, würden sie vielleicht nachziehen und dann habe ich wahrscheinlich deutlich mehr Verluste. Es gibt weitere Punkte, die gegen istockphoto sprechen: Es ist bei mir die Agentur, welche bei der Bildauswahl am pingeligsten ist, das Hochladen der Fotos dauert im Vergleich zu anderen Agenturen deutlich länger und das Upload-Limit verhindert, dass ich alle meine Fotos hochladen kann.

Deswegen: Seit Bekanntgabe der Honorarkürzungen lade ich keine neuen Bilder mehr hoch. Das werde ich unter den aktuellen Bedingungen auch weiterhin nicht tun. Es lohnt sich einfach nicht. Ich spare Upload-Zeit, die Umsätze werden erst langsam abnehmen, da die alten Bilder drin bleiben werden und mit der Zeit hoffe ich, den Verlust durch die anderen Bildagenturen, welche alle meine neuen Fotos vertreiben, aufzufangen. Es versteht sich von selbst, dass ich Bildkäufer, die mich fragen, wo sie meine Fotos kaufen können, nicht mehr an istock verweise, sondern an die anderen Bildagenturen.

Reaktionen anderer Fotografen

Seit Bekanntmachung der Honorarsenkung habe ich mit vielen Fotografen gesprochen. Dabei ist mir etwas aufgefallen: Das Hochladen und Verschlagworten der Bilder zu istockphoto ist extrem umständlich und langwierig. Viele exklusive istock-Fotografen, die überlegen, zu anderen Bildagenturen zu wechseln, befürchten deswegen, dass sich dieser hohe Aufwand dann multipliziert, wenn sie mehrere andere Agenturen beliefern. Ich kann sie jedoch beruhigen: Alle Bildagenturen die ich kenne, erfordern weniger Aufwand beim Hochladen der Bilder (vorausgesetzt, die Bildtitel, Beschreibung und Suchbegriffe werden mittels IPTC den Foto-Metadaten angehangen).

Reaktionen im Netz

Auch die bloggenden Fotografen und Online-Journalisten ließen sich die Meldung nicht nehmen und lieferten viele verschiedene Meinungen und Hintergrund-Analysen. Von „Ich hab’s doch immer gesagt“ bis zu „Unverschämtheit!“. Hier eine Auswahl der relevantesten Beiträge:

  • Cnet berichtet darüber, wie das Crowdsourcing-Modell von istockphoto nach hinten losgehen kann.
  • Paul Melcher bettet die istock-Entscheidung in größere Getty-Zusammenhänge ein.
  • Photo Business News ist einer derjenigen, die es schon immer gewußt haben wollen.
  • Auch Jeremy Nicholl hat den Ärger vorhergesehen.
  • Einen Bericht über die langfristigen Folgen der istock-Entscheidung für Microstock gibt es bei Lighting Essentials.
  • Eher istock-freundlich ist die Berichterstattung bei DPTnT.
  • Mehr aus der Käufer-Sicht schreibt der istock-Fotograf Sean Locke.
  • Doug Armand vergleicht das Vorgehen von istock mit früheren Tricks von Getty Images.
  • Matt Antonino hat einen wütendenden, aber trotzdem inhaltlich gut argumentierenden Artikel gepostet.
  • Jen Grantham ist ebenfalls frustriert und listet ihre Einwände auf.
  • Rob Davis stellt Alternativen für frustrierte istocker vor.
  • Eine der Fotografinnen, die entschieden hat, ihre Bilder bei istock zu entfernen.
  • Eine noch ausführlichere Liste zu Berichten über die istock Honoraränderung gibt es bei mystockphoto.


Was für Konsequenzen habt ihr aus der Ankündigung von istockphoto gezogen? Beißt ihr in den sauren Apfel oder ändert ihr Euer Upload- bzw. Kauf-Verhalten?