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Die 15 Bildertrends-Bestseller von Westend61 in 2016

Anfang letz­ten Jahres hat­te die Bildagentur Westend61 (Platz 8 mei­ner Bildagentur-Auswertung) fünf zukünf­ti­ge Trends vor­ge­stellt, wel­che in den nächs­ten Monaten visu­ell nach­ge­fragt wür­den: Nonkonformität, Science-Reality, Achtsamkeit, Mobilität und YOUNIVERSE.

Eine genaue Umschreibung die­ser visu­el­len Trends könnt ihr hier im Bilderheimat-Blog der Agentur nach­le­sen.

Jetzt nach Ablauf des Jahres möch­te ich die jeweils drei Topseller der Bereiche vor­stel­len, damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, wel­che Themen und Bildsprachen aktu­ell gefragt sind:

  1. Nonkonformität:
    © Rainer Holz / Westend61
    © TeKa / Westend61
    © Team-Up / Westend61

    Individuelle Typen, unge­wöhn­li­che Perspektiven oder Abkehr vom Mainstream-Konsum: Alles dabei.

  2. Science-Reality
    © Mareen Fischinger / Westend61
    © zero­crea­ti­ves / Westend61
    © Florian Küttler / Westend61

    Wie sind Tablet-PCs und ande­re Bildschirme in der Praxis ange­kom­men? Die bes­ten Beispiele ver­kau­fen sich gut.

  3. Achtsamkeit
    © Reiner Berg / Westend61
    © Uwe Umstätter / Westend61
    © Mareen Fischinger / Westend61

    Rückbesinnung auf das, was einem selbst gut tut: Gesundheit, Zeit für die Familie oder den Partner: Solche Bilder sind gefragt.

  4. Mobilität
    © Rainer Berg / Westend61
    © Uwe Umstätter / Westend61
    © Rik Rey / Westend61

    Ob Auto, Fahrrad oder Umzugswagen: In Bewegung blei­ben, fle­xi­bel sein und sich wohl füh­len dabei, dar­auf kommt es an.

  5. YOUNIVERSE
    © Rainer Berg / Westend61
    © Uwe Umstätter / Westend61
    © Jo Kirchherr / Westend61

    Das trau­te Familienglück hat­te schon in den 1950er Jahren einen hohen Stellenwert und dabei ist es immer geblie­ben: Familie und Eltern mit ihren Kindern ste­hen bei Bildkäufern nach wie vor hoch im Kurs.

Auffällig ist, dass sich bei vie­len die­ser Bestseller sogar zwei oder mehr der genann­ten Trends im Bild wie­der­fin­den: Das letz­te Bild zum Beispiel könn­te neben dem YOUNIVERSE auch in den Kategorien Achtsamkeit oder Science-Reality lan­den.

Bei vie­len Bildern ist auch der Freiraum groß­zü­gig bemes­sen, sodaß Kunden noch Platz für Logos, Text oder ande­re Gestaltungselemente haben. Gegenlicht wird ger­ne genom­men und meist schau­en die Models auch nicht in die Kamera.

Fallen euch son­st noch Gemeinsamkeiten der Bestseller auf?

Die Top 11 der meistverkauften Videos 2014 bei Pond5

Bei unse­rem Rückblick auf die ver­schie­de­nen Bestseller des letz­ten Jahres nähern wir uns lang­sam dem Ende. Nach den Fotos, Smartphone-Bildern, Vektor-Grafiken und Editorial-Fotos kom­men heu­te die Topseller-Videos an die Reihe, bevor wie die Serie das nächs­te Mal mit den gefrag­tes­ten Audio-Tracks des letz­ten Jahres abschlie­ßen wer­den.

Die Bild- und Videoagentur Pond5* war so freund­li­ch, in ihrem Archiv zu schau­en, wel­che Videos sich 2014 beson­ders gut ver­kauft haben.

Hier die Liste der Video-Bestseller 2014, abstei­gend nach Verkäufen sor­tiert:

  1. Financial And Growing Charts. Black-White. Loopable.*

    Auf dem ers­ten Platz liegt kein „ech­tes“ Video, son­dern eine Animation zum Thema Business und Finanzen. Im Grunde ist das sowas wie die beweg­te Umsetzung des dritt­plat­zier­ten Bestseller-Fotos von 2014.
  2. Young Business People With Tablet Computer In Café, Steadicam Shot Hd*

    Letztes Jahr noch auf Platz 5, stieg das Video der dyna­mi­schen Geschäftsleute in einer Besprechung mit Tablet PC auf den zwei­ten Platz.
  3. Diverse Team Of Business People In A Light And Modern Office Building*

    Dem zwei­ten Platz inhalt­li­ch sehr ähn­li­ch, aber von der Kamerabewegung sowie dem Licht etwas anspruchs­vol­ler ist der drit­te Platz mit eini­gen Geschäftsleuten in einem mode­ren Büro.
  4. Beautiful Sunrise Over The Earth. Cities At Night. Hd 1080.*

    Auch im letz­ten Jahr gab es einen Sonnenaufgang aus dem Weltraum gese­hen, wie­der eine 3D-Animation.
  5. Futuristic Developer With Code Hologram*

    Eine Mischung aus Video und Animation ist das Video der Programmiererin mit ihren blin­ken­den Codezeilen, auch immer sehr beliebt zur Visualisierung des Themas „Hacker“.
  6. Beautiful Flight Through Space To The Earth. Hd 1080.*

    Einen Platz hoch­ge­kämpft im Vergleich zum Vorjahr hat sich die 3D-Animation des Weltraumflugs.
  7. Space Galaxy*

    Ich bin nicht sicher, ob das auch eine 3D-Animation ist oder die Szene zum Beispiel kom­plett in Adobe After Effects erstellt wur­de. Jedenfalls zei­gen die­se Weltraum-Szenen, dass eine Videokamera nicht mehr aus­reicht, um im Videobereich rich­tig erfolg­reich zu sein.
  8. Stage Lights. Amber-Blue.*
    Auch bei die­sen Bühnenlichtern tip­pe ich eher auf After Effects als auf eine Videoaufnahme.
    (Da dies das ein­zi­ge Video mit Sound ist und es tech­ni­sch anschei­nend nicht lös­bar ist, das Video so ein­zu­bin­den, dass es nicht auto­ma­ti­sch abge­spielt wird, ver­zich­te ich auf eine Einbindung, um die Leute in Büros nicht über­mä­ßig zu erschre­cken und zu ner­ven. Wer das Video sehen will, kann auf den Link kli­cken.)
  9. Growing Global Network Realistic*

    Vom ers­ten auf den neun­ten Platz abge­stürzt ist die 3d-Animation von blau­en Linien, die sich über die Erde bewe­gen.
  10. Montage Images Touch Screen Technology*

    Ein wei­te­res Video, wel­ches nicht ohne nach­träg­li­che digi­ta­le Elemente aus­kommt: Der Geschäftsmann mit sei­nen vie­len Touchscreen-Elementen.
  11. Fly In Clouds*

    Ein Flug durch die Wolken lan­det auf dem elf­ten Platz in die­sem Jahr.

Die domi­nie­ren­den Video-Themen des letz­ten Jahres sind somit klar: Business, Technologie und Weltraum, idea­ler­wei­se eine Kombination aus die­sen Themen. Waren es 2013 noch ca. die Hälfte, so sind 2014 schon die deut­li­che Mehrheit der Videos voll­stän­dig oder teil­wei­se 3D-Animationen.

Pond5 ist eine der weni­gen Agenturen, bei denen die Anbieter die Preise für ihre Werke selbst bestim­men kön­nen. Der Durchschnittspreis der 11 obi­gen Clips für die höchs­te Auflösung beträgt knapp 55 US-Dollar und liegt damit deut­li­ch höher als bei den 33 USD vom letz­ten Jahr.

Welche Themen lie­fen bei euch 2014 beson­ders gut?

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Die Top 10 Bestseller-Fotos von Fotolia 2014

Bevor der Frühling anfängt, arbei­ten wir uns noch etwas an den Bestsellern des letz­ten Jahres ab, denn noch sind nicht alle Kategorien abge­deckt.

Ich habe euch gezeigt, wel­che Smartphone-Bilder, wel­che Vektor-Grafiken und wel­che Editorial-Fotos sich im ver­gan­ge­nen Jahr am meis­ten ver­kauft haben.

Heute geht es um die „ganz nor­ma­len“ Stockfotos, am Beispiel der Bildagentur Fotolia*.

  1. Fotolia_57845477_S
    © good­luz – Fotolia.com

    Den Platz eins belegt die glück­li­che Familie mit zwei Kindern. Beachtet die brau­ne Haarfarbe, die das Bild im Gegensatz zu einer blon­den Familie auch in Südamerika ver­käuf­li­ch wer­den lässt und den Hintergrund, der uni­ver­sell aber gleich­zei­tig fri­sch (blau­er Himmel) und natur­ver­bun­den (grü­ne Wiese) ist. Nicht umson­st gehö­ren auch Frau, Mann, Familie und Kinder zu den belieb­tes­ten Suchbegriffen. Mich wun­dert eher, war­um kein Haus im Hintergrund zu sehen ist.

  2. ©  sarahdesign85 - Fotolia.com
    © sarahdesign85 – Fotolia.com

    Was ich letz­ten Monat über Vektoren geschrie­ben habe, scheint auch hier zuzu­tref­fen, wobei ich ver­mu­te, dass es eben wirk­li­ch mehr als Vektor denn als JPG ver­kauft wur­de. Icons wer­den immer gebraucht und die Präsentation mit der Titelleiste oben macht den Unterschied.

  3. © Dreaming Andy - Fotolia.com
    © Dreaming Andy – Fotolia.com

    Wenn etwas „Business“ schreit, dann die­ses Bild.  Die zusätz­li­che Verwendung der Diagramme als 3D-Variante hebt das Bild von einem rei­nen Foto ab, weil so etwas foto­gra­fi­sch viel schwie­ri­ger umzu­set­zen ist, vor allem mit dem Glas-Look der Balken. Die sta­tis­ti­schen Elemente sind außer­dem so gene­ri­sch, dass das Bild für vie­le Branchen ein­setz­bar ist, wäh­rend das küh­le Blau bei Business-Themen sehr beliebt ist.

  4. © mpfphotography - Fotolia.com
    © mpf­pho­to­gra­phy – Fotolia.com

    Hier hat sich noch ein Bild ein­ge­schli­chen, was eigent­li­ch eine Vektorgrafik ist. Da sie aber so foto­rea­lis­ti­sch per­fekt ist, fällt es kaum auf. Die Elemente sind alle sehr modern und ähneln stark den Apple-Produkten, nur ohne die Logos und so wei­ter, die auf einem Foto auf­wän­dig ent­fernt wer­den müss­ten. Die viel­fäl­ti­gen Einsatzmöglichkeiten für Designer bei die­sem Bild soll­ten auf der Hand lie­gen.

  5. © Romolo Tavani - Fotolia.com
    © Romolo Tavani – Fotolia.com

    Während mir die meis­ten Motive aus die­ser Top-10-Liste bekannt vor­kom­men, muss ich geste­hen, dass die­ses leicht kit­schi­ge Motiv im letz­ten Jahr an mir vor­über­ge­gan­gen ist. Es liegt opti­sch aber in dem Trend, wel­chen wir schon bei den Handy-Fotos beob­ach­ten konn­ten: Sonnenuntergänge schei­nen aller Unkenrufe zum Trotz wei­ter­hin gut ver­käuf­li­ch zu sein.

  6. © Halfpoint - Fotolia.com
    © Halfpoint – Fotolia.com

    Ein soli­des Stockfoto: Aufgeräumt, kühl, modern (Glastisch!) mit einem kla­ren Konzept (Vertragsunterzeichnung), wel­ches trotz­dem für vie­le Zwecke ein­setz­bar ist: Neuer Job, Kündigung, Versicherung, Business-Deal, Hauskauf und so wei­ter.

  7. © kasto - Fotolia.com
    © kas­to – Fotolia.com

    Ein Stockfoto, auf das ich rich­tig nei­di­sch bin: Im Gegensatz zu eini­gen ande­ren Motiven in die­ser Liste, die sich rela­tiv leicht nach­ma­chen las­sen, ist so ein Foto deut­li­ch anspruchs­vol­ler. Einerseits wegen der Menge an Leuten sowie der schwie­ri­gen (Kunst-)Lichtstimmung. Die Zusammenstellung und die nicht all­zu enga­gier­te Körperhaltung der Leute lässt ver­mu­ten, dass hier kei­ne MRs ein­ge­holt wur­den, was durch die Unschärfe aber auch okay sein könn­te. Verkäuflich ist es auch wie­der, weil so vie­le Verwendungsmöglichkeiten offen sind: Weiterbildung, Konferenz, Wahlkampfrede, Verkaufsseminar, Info-Veranstaltung und so wei­ter.

  8. © Sergey Peterman - Fotolia.com
    © Sergey Peterman – Fotolia.com

    Den Traum vom eige­nen Heim, der jedoch bald greif­bar nah ist, wird von die­sem Foto sehr gut sym­bo­li­siert. Durch die Rückenansicht wer­den die Menschen gene­ri­scher und ob es nun eine Villa oder nur eine Zweiraumwohnung ist, lässt sich eben­falls nicht erken­nen. Das lila Hemd sorgt für den not­wen­di­gen Farbklecks im ansons­ten eher wei­ßen Bild.

  9. © drubig-photo - Fotolia.com/partner/200576396
    © drubig-photo – Fotolia.com

    Fällt euch was auf? Wer gen­au hin­guckt, ent­deckt, dass bei jeder die­ser Wiesen das Bild in der Länge ver­dop­pelt wur­de, eine ein­fa­che, aber wir­kungs­vol­le Methode, um aus einem Bild ein Panoramafoto zu machen (und die Pixelmenge zu ver­grö­ßern). Die Fotografin bie­tet die Wiesen auch ein­zeln an, aber wenn ein Käufer für den glei­chen Preis drei Varianten bekom­men kann, liegt auf der Hand, war­um sich gera­de die­se Dreier-Kombination zu einem Bestseller gemau­sert hat.

  10. © Coloures-pic - Fotolia.com
    © Coloures-pic – Fotolia.com

    Auch mit sol­chen ein­fa­chen Fotos lässt sich viel Geld ver­die­nen. Hauptsächlich nut­zen Designer sol­che Fotos, um sie als Hintergrund für ande­re Motive zu ver­wen­den, wie es der Fotograf selbst zum Beispiel mit Motiven wie die­sem oder die­sem hier eben­falls macht. Aber wenn die Kunden eige­ne Ideen umset­zen wol­len, war­um nicht auch die Montage-Vorlage mit anbie­ten? Die gleich­mä­ßi­ge Ausleuchtung und fron­ta­le Ablichtung erlaubt es not­falls auch, das Holz rela­tiv ein­fach zu kacheln, wenn eine grö­ße­re Auflösung not­wen­dig sein soll­te.

Über den Daumen gepeilt soll­ten alle hier gezeig­ten Bilder über 1000 Downloads im letz­ten Jahr erzielt haben, weil mein Bestseller 2014 bei Fotolia etwas dar­un­ter liegt.

Unschwer zu erken­nen ist die Zunahme von digi­tal erstel­len Bildern, wie es bei den Topsellern vor zwei Jahren noch nicht der Fall war.

In der offi­zi­el­len Pressemitteilung von Fotolia vom 27.2.2015 wer­den noch Unterschiede in den Kaufgewohnheiten der ver­schie­de­nen Länder ana­ly­siert, die ich für so inter­es­sant hal­te, dass ich sie hier unver­än­dert wie­der­ge­ben möch­te:

Deutsche Bildtrends 2014: Ökologie, Natur und orga­ni­sche Materialien 

Ein Blick auf die deut­schen Bildtrends 2014 offen­bart eine inter­es­san­te Analogie zur gesell­schaft­li­chen Vorreiterrolle Deutschlands als Öko-Land: Die zehn meist­ver­kauf­ten Bilder auf dem deut­schen Markt haben einen kla­ren Fokus auf Natur, Ökologie und orga­ni­sche Muster und Strukturen wie bei­spiels­wei­se Holz. Im Gegensatz zu ande­ren Märkten wie Großbritannien, bei denen eher küh­le Business- und London-Bilder die natio­na­len Trends domi­nie­ren, nimmt der deut­sche Bildmarkt damit eine grü­ne Sonderrolle ein.

Dies zeigt sich auch in der Landschafts-Kategorie, in der neu­tra­le Landschaftsdarstellungen auf dem deut­schen Bildmarkt nach­ge­fragt wer­den, wäh­rend Länder wie Frankreich, Großbritannien und Spanien in die­ser Kategorie auf das eige­ne Land und deren urba­ne Zentren aus­ge­rich­tet sind: London, Barcelona und Paris bei unse­ren EU-Nachbarn, son­ni­ge Blumenwiesen bei uns.

Globaler Fußball, natio­na­le Esskultur 

Globale Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien hin­ter­las­sen ihre deut­li­chen Spuren in den Bildtrends 2014. Die Abbildung eines Stadions konn­te sich so in gleich meh­re­ren Kategorien wie „Architektur“, „Sport und Freizeit“ oder „Wohlergehen“ als Spitzenreiter posi­tio­nie­ren – und zwar über Ländergrenzen hin­weg.

Folgt man den Bildtrends der Kategorie „Essen und Trinken“, scheint die Esskultur hin­ge­gen eher eine natio­na­le Angelegenheit zu sein: Landestypische Spezialitäten – Fish and Chips (GB), Wein (FR, ES, IT) oder Kürbis (US) – domi­nie­ren die natio­na­len Verkaufscharts und las­sen kei­ne über­grei­fen­den glo­ba­len Trends erken­nen. Erstaunlich: Das am meis­ten nach­ge­frag­te Food-Motiv der Deutschen ist die Tasse Kaffee – im Gegensatz zu den tra­di­tio­nel­len Kaffeehauskulturen Spanien oder Italien, bei denen die gerös­te­te Bohne erst gar nicht in den drei meist­ver­kauf­ten Bildern auf­taucht.“

Bald geht es an die­ser Stelle wei­ter mit den Video-Bestsellern von 2014.

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Die 10 Editorial-Topseller von Rex Features 2014

Nach den meist­ver­kauf­ten Smartphone-Fotos und Vektoren, wird es heu­te Zeit, einen Blick auf die Editorial-Fotos zu wer­fen, wel­che sich 2014 am bes­ten ver­kauft haben. Dafür habe ich die Agentur Rex Features gefragt, wel­che erst kürz­li­ch von Shutterstock auf­ge­kauft wur­de. Obwohl Rex Features eine „News-Agentur“ ist, wel­che alle Arten von Nachrichtenfotos – sei es Politik, Sport, Unterhaltung oder Königshäuser – anbie­tet, bestehen die Top 10 nur aus Entertainment-Stars oder Mitgliedern der eng­li­schen Königsfamilie.

Schauen wir uns die Sieger im Detail an:

  1. Amal Alamuddin
    © Rex
    © Rex

    Die britisch-libanesische Juristin mit Spezialisierung auf Menschenrechte und Internationale Politik ver­trat unter ande­rem den Wikileaks-Gründer Julian Assange und die ehe­ma­li­ge Ministerpräsidentin der Ukraine Julija Tymoschenko. Vermutlich deut­li­ch bekann­ter wur­de sie jedoch durch ihre Heirat im September 2014 mit dem Schauspieler George Clooney.

  2. Katie Price
    © Newspix/Rex
    © Newspix/Rex

    Okay, kei­ne Ahnung. Ehrlich. Ich mus­s­te goo­g­len, um über­haupt zu ler­nen, wer Katie Price ist. Anscheinend ein Fotomodell, wel­ches vie­le Brust-OPs und drei Ehemänner hat­te und mitt­ler­wei­le fünf Kinder hat. Die „wich­tigs­te“ Meldung 2014 war anschei­nend, dass sie sich im Mai 2014 von ihrem drit­ten Mann, einem ehe­ma­li­gen Stripper, getrennt hat­te, nach­dem die­ser eine mona­te­lan­ge Affäre mit ihrer bes­ten Freundin hat­te. Wie die Frau ange­sichts der Konkurrenz auf Platz Zwei lan­den konn­te, ist mir jedoch immer noch schlei­er­haft.

  3. Catherine Herzogin von Cambridge und Prinz George and Prinz William
    © Rex
    © Rex

    Auf dem drit­ten Platz liegt der eng­li­sche Prinz William mit sei­ner Frau und deren Sohn an des­sen ers­tem Geburtstag beim Besuch einer Schmetterlingsausstellung im Naturkundemuseum. Interessiert mich nicht die Bohne, aber ich kann den drit­ten Platz ange­sichts der vie­len Regenbogenhefte (Yellow Press) nach­voll­zie­hen.

  4. Harry Styles
    © Can Nguyen/Rex
    © Can Nguyen/Rex

     

    Der Popsänger Harry Styles der Band „One Direction“ auf einer Party von Warner Music and GQ im Shoreditch House in London im Juli 2014. Newswert? Habe ich wie­der kei­ne Ahnung. Ich wer­de ver­mut­li­ch alt.

  5. Chris Martin
    © Theo Kingma/Rex
    © Theo Kingma/Rex

    Der bri­ti­sche Musiker Chris Martin spielt in der Band Coldplay. Anderweitige Aufmerksamkeit erziel­te er 2014 durch eine Beziehung mit der Schauspielerin Jennifer Lawrence, die unter ande­rem bei „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ mit­spielt. Im Rahmen der Filmbewerbung ist auch das obi­ge Foto ent­stan­den.

  6. Justin Bieber
    © Miami-dade Corrections/Rex
    © Miami-dade Corrections/Rex

    Oh, wie muss die­ser Gegensatz die Boulevardmedien befeu­ert haben: Der (ehe­ma­li­ge?) Teenie-Schwarm und Pop-Sänger wur­de als 19-Jähriger im Januar 2014 von der Polizei in Miami inhaf­tiert, weil er unter dem Einfluss von Alkohol, Marihuana und ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Drogen mut­maß­li­ch an einem ille­ga­len Autorennen in einem gel­ben Lamborghini teil­ge­nom­men haben soll. Zusätzlich soll er sich der Festnahme wider­setzt haben und ohne Führerschein unter­wegs gewe­sen sein. Das ist aber auch eine zu coo­le Story, zumal wenn das Ganze noch mit dem offi­zi­el­len Polizeifoto gar­niert wer­den kann.

  7. Victoria Beckham
    © Richard Young/Rex
    © Richard Young/Rex

    Bei der Verleihung des „Harpers Bazaar Women of the Year Awards“ im November 2014 wur­de die­ses Foto auf­ge­nom­men. Gewonnen hat das ehe­ma­li­ge Spice Girl dort nichts, auf­ge­tre­ten ist sie dort eher als Mode-Designerin ihrer eige­nen Modelinie. Warum die Medien das Foto so inter­es­sant fan­den, dass es unter den Top 10 lan­de­te, kann ich lei­der nicht nach­voll­zie­hen. Hilfreiche Kommentare bit­te unten ergän­zen.

  8. Kim Kardashian und Kanye West mit Tochter North West
    © Startraks Photo/Rex
    © Startraks Photo/Rex

    Zwei Prominente bekom­men zusam­men ein Kind: Da steht die Boulevardpresse natür­li­ch Kopf und so ist auch das Foto der frisch­ge­ba­cke­nen Familie ein gefun­de­nes Fressen. Zumal die klei­ne Tochter „North West“ auf dem Bild auf den Tag gen­au ein Jahr alt ist.

  9. Kate Bush
    © Ken McKay/Rex
    © Ken McKay/Rex

    Wow, was für eine Ausnahme: Hier hat sich tat­säch­li­ch ein Foto einer Prominenten in die Top 10 geschli­chen, wel­ches die Person bei der Ausübung ihres Jobs zeigt. In die­sem Fall ist der Nachrichtenwert, dass das die ers­te Tournee von Kate Bush seit 1979, also seit 35 Jahren, war.

  10. Cressida Bonas und Prinz Harry
    © Ray Tang/Rex
    © Ray Tang/Rex

    Als Stockfotograf krin­geln sich mir hier bei der tech­ni­schen Qualität des Bildes die Fußnägel auf, aber wenn da ein eng­li­scher Prinz sowie des­sen Freundin (zumin­dest zum Zeitpunkt der Aufnahme noch) zu sehen ist, drü­cken sowohl Bildagenturen als auch die Medien ger­ne bei­de Augen zu.

Ich muss zuge­ben: Selten habe ich so oft und lan­ge goo­g­len müs­sen für einen Artikel wie bei die­sem Text: Wer ist noch mal die Person? Warum gen­au ist sie berühmt? Was haben die Leute 2014 gemacht, was einen Platz in der Top 10 recht­fer­ti­gen könn­te?

Aber gen­au das ist alles, was zählt, wenn es um Editorial-Fotos geht: Prominenz. Teilweise insze­nie­ren die Stars die Bedingungen ihrer Aufnahmen halb­wegs selbst, sei es bei Presseterminen oder im Rahmen von Fototerminen bei Veranstaltungen, manch­mal hel­fen auch Paparazzi nach. Ein Anlass für die Veröffentlichung der Bilder fin­det sich immer. Und wenn nicht, wird ein­fach einer erfun­den. Sehr deut­li­ch nach­zu­le­sen ist das zum Beispiel im emp­feh­lens­wer­ten Regenbogenpresse-Watch-Blog „Topf voll Gold“.

Welche Erkenntnis zieht ihr aus den Fotos?

Die 10 Vektor-Topseller 2014 bei Shutterstock

Im Rahmen mei­ner jähr­li­chen Serie, wel­che Motive sich letz­tes Jahr am bes­ten ver­kauft haben, geht es nach den Smartphone-Fotos dies­mal um die Vektoren. Vektoren sind im Gegensatz zu Illustrationen als JPG Grafiken, wel­che sich ohne Qualitätsverlust belie­big ska­lie­ren las­sen und meist auch in Form, Farbe etc. leicht ändern las­sen, was sehr Grafiker zu schät­zen wis­sen.

Beim Verkauf die­ser Vektoren hat Shutterstock* die Nase vorn und die Agentur war so freund­li­ch, mir die zehn Vektordateien raus­zu­su­chen, wel­che sich 2014 am meis­ten ver­kauft haben. Hier sind die Topseller:

  1. © Sky Designs/Shutterstock
    © Sky Designs/Shutterstock*

    Den ers­ten Platz belegt nicht ein Bild, son­dern 1000 Icons, zu vie­len Themen wie Büro, Medizin, Medien, Lebensmittel, Polizei, und so wei­ter. Der Nutzen die­ser Unmenge an Icons und Symbolen soll­te klar erkenn­bar sein. Aber dazu spä­ter noch mehr.

  2. PureSolution/Shutterstock
    © PureSolution/Shutterstock*

    Den zwei­ten Platz tei­len sich deut­li­ch weni­ger Icons, und zwar „nur“ 70, aus den Bereichen Web, Business, Finanzen und Kontakt.

  3. Romanova Ekatarina/Shutterstock
    © Romanova Ekatarina/Shutterstock

    Beim drit­ten Platz müs­sen mir eini­ge Grafiker unter den Lesern hel­fen: Warum sind die­se kal­li­gra­fi­schen Rahmen so beliebt bei Designern? Meine Vermutung ist, dass die­se Schnörkel ger­ne für Hochzeits- und ande­re Einladungen benutzt wer­den, aber ich las­se mich ger­ne eines Besseren beleh­ren.

  4. PureSolution/Shutterstock
    © PureSolution/Shutterstock

    Auf dem vier­ten Platz lie­gen wie­der 600 Icons, dies­mal mit dün­nen Linien. Wenn ich rich­tig sehe, wer­den eini­ge die­ser Icons auch im Shutterstock-Trend-Report 2015 unter „Gradliniges Design“ gezeigt.

  5. graphixmania/Shutterstock
    © graphixmania/Shutterstock

    Im Vergleich zu den ande­ren Vektoren ist Platz fünf rela­tiv sim­pel: Ein Infografik–Element vier Mal in ver­schie­de­nen Farben.

  6. HAKKI ARSLAN/Shutterstock
    © HAKKI ARSLAN/Shutterstock

    Noch simp­ler hin­ge­gen ist das ein­fa­che weiß gepunk­te­te Hintergrund. Beachtet, wie in der Mitte die Punkte aus­lau­fen und damit Platz für Text geschaf­fen wird. Außerdem sor­gen die fei­nen Schwingungen der Punkte für eine Dynamik, die Bewegung sug­ge­riert. Gerade das trägt ver­mut­li­ch zur Verkäuflichkeit bei, dann „nor­ma­le“ wei­ße Punkte auf grau­em Hintergrund sym­me­tri­sch anzu­ord­nen, dürf­ten vie­le Designer noch selbst schaf­fen. Die „Schwingungen“ ins Bild zu bekom­men, ist schon schwie­ri­ger.

  7. PureSolution
    © PureSolution/Shutterstock

    Auf Platz 7 liegt wie­der der Anbieter „PureSolution“* und ist damit men­gen­mä­ßig der Sieger. Hier ist es eine Mischung aus Icons und Design-Konzept zu vier Themen, die alle­samt sehr gut ver­käuf­li­ch sind: Webdesign, SEO, Social Media und Online-Zahlung.

  8. © Sky Designs/Shutterstock
    © Sky Designs/Shutterstock

    Auf Platz 8 begeg­nen wir wie­der dem Erstplatzierten „Sky Designs“*, der noch mal nach­ge­legt hat und die ers­te Icon-Sammlung um 50% auf 1500 Icons erwei­tert hat. Mittlerweile hat er die­se Sammlung jedoch schon ver­dop­pelt: Hier gibt es 3000 Icons* von ihm zum Preis von einem. Allein dafür wür­de sich der Kauf eines Bildpakets loh­nen.

  9. © Cienpies Design/Shutterstock
    © Cienpies Design/Shutterstock

    Wenn sich ein Feiertag gut ver­kauft, ist es Weihnachten. Deshalb liegt die­se weih­nacht­li­che Grußkarte als ein­zi­ger Feiertagsvektor auf Platz 9. Wobei ich mir gut vor­stel­len kann, dass sich die­ses Motiv (neben Platz 6) nicht nur als Vektor, son­dern auch als ein­fa­che JPG-Datei gut ver­kauft.

  10. © Leonid Zarubin/Shutterstock
    © Leonid Zarubin/Shutterstock

    Auf dem zehn­ten Platz liegt wie­der ein Bild mit Infografik–Thema. Ich ver­ste­he in der Praxis zwar nicht ganz, wie man damit viel Zeit spa­ren kann, wenn man die Grafiken sowie­so an die Werte der eige­nen Daten anpas­sen muss, aber ent­we­der igno­rie­ren eini­ge Designer die­sen Umstand oder die Erstellung von Infografiken geht trotz­dem leich­ter, wenn zumin­dest Farbe und gro­be Form vor­ge­ge­ben wer­den. Ich habe es noch nicht aus­pro­biert. Vielleicht hat von euch jemand Praxiserfahrung mit sol­chen Infografik-Templates?

Der Überblick – Was sagen uns die Top-Seller?

Zunächst ein­mal: Viel hilft viel. Während bei Fotos und (zu einem gerin­ge­ren Teil auch bei) Illustrationen nur weni­ge Variationen der Verwendung mög­li­ch sind, zum Beispiel durch Beschnitt, Farbänderung oder Textzugabe, sieht das bei Vektoren anders aus. Durch das Vektorformat kön­nen nicht nur Farbe und Größe ver­än­dert wer­den, auch die Anordnung der Objekte, der Zusammenhang, Elemente kön­nen weg­ge­las­sen wer­den, anders kom­bi­niert wer­den und so wei­ter.

Zusätzlich jedoch ist ein Verkaufsargument offen­sicht­li­ch: „Viel zum Preis von einem“. Ob Icons, Templates oder Rahmen, die Käufer schei­nen es zu schät­zen, wenn die Anbieter nicht gei­zen und so viel Inhalte wie mög­li­ch in eine Datei packen. Bei Platz 5 mit dem iden­ti­schen Element in ver­schie­de­nen Farben bricht dem Anbieter kein Zacken aus der Krone, aber die ande­ren Elemente bie­ten schon ech­ten Mehrwert. Am bes­ten erkenn­bar ist es beim Vergleich von ach­ten mit dem ers­ten Platz. Hier bekommt der Käufer 50% mehr Inhalt zum glei­chen Preis.

Warum liegt dann die­se Datei nicht auf dem ers­ten Platz?
Zuerst hat­te ich ver­mu­tet, dass die­se deut­li­ch spä­ter hoch­ge­la­den wur­de. Aber das stimmt nur bedingt. Die Datei vom ers­ten Platz wur­de der Bildnummer nach ca. im März 2013 hoch­ge­la­den, die vom ach­ten Platz im Juni 2013. Beide hat­ten also genug Zeit, bis zum Beginn des Jahres 2014 genug Downloads zu gene­rie­ren. Die Datei mit den 3000 Icons hin­ge­gen stammt erst vom Januar 2015.

Meine Vermutung ist des­halb eine ande­re: Shutterstock ist eine der weni­gen gro­ßen Bildagenturen, die noch kei­ne Zoom-Funktion anbie­tet, bei der die Kunden das Bild vor dem Kauf an einer belie­bi­gen Stelle ver­grö­ßern kön­nen. Das bedeu­tet, dass die Kunden bei gleich­blei­ben­der Thumbnail-Größe umso weni­ger erken­nen kön­nen, je mehr Icons zum Beispiel ange­zeigt wer­den (Zum Vergleich: Das Thumbnail bei Shutterstock ist ca. 67% klei­ner auf die Topseller-Bilder in die­sem Artikel). Der Kunde kauft gewis­ser­ma­ßen die Katze im Sack, weil er bei mehr als 1000 Icons nicht mehr mit Sicherheit sagen kann, ob das Gesuchte mit dabei ist.

Interessante Anmerkung neben­bei: Bei Fotolia funk­tio­niert die Zoom-Funktion nur bei Fotos und Illustrationen, nicht bei Vektoren. Das Grundproblem ist also iden­ti­sch, der Effekt jedoch ein ande­rer. Weil bei Shutterstock mehr Kunden mit einem Abonnement kau­fen, den­ken sich die­se viel­leicht eher: „Ach, lade ich trotz­dem mal run­ter und schaue es mir an, bevor mein Guthaben am Ende des Tages oder Monats ver­fällt“. Allein, die Illusion lie­fern zu kön­nen, dass etwas Brauchbares dabei sein könn­te, wür­de dann schon gewinn­brin­gend wir­ken.

Die feh­len­de Zoom-Funktion ist ver­mut­li­ch – wenn bestimmt auch nicht allein – für eine ande­re Auffälligkeit ver­ant­wort­li­ch. Die Designer in den Bestsellern haben sich meist die Mühe gemacht, zusätz­li­ch zum eige­nen Inhalt Elemente ein­zu­fü­gen, die als „Verpackung“ oder „Kaufhilfe“ bezeich­net wer­den könn­ten. Damit mei­ne ich die rosa Balken rechts bei Platz 1 und 8, wo die Art der Icons und die Menge ange­zeigt wer­den, die bun­te Titelleiste vom zwei­ten Platz mit Farbcodierung und so wei­ter. Damit soll ers­tens das Thumbnail als sol­ches opti­sch attrak­ti­ver gestal­tet wer­den (stellt euch den ers­ten Platz ein­fach mal ohne den rosa rech­ten Teil vor), zwei­tens den Käufern Informationen gege­ben wer­den, die er ohne Zoom-Funktion nicht sehen kann und drit­tens wer­den dem Kunden teil­wei­se Gestaltungsvorschläge gemacht durch gene­ri­schen „Blindtext“, wel­cher mit einem Vektorprogramm leicht durch eige­ne Inhalte aus­ge­tauscht wer­den kann.

Welche Vektoren ver­kau­fen sich bei euch am bes­ten?
Was lernt ihr aus die­sen 10 Vektor-Bestsellern?

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