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Veränderungen bei Microstock-Agenturen 2013 in Prozent (mit Verlosung)

Jedes Jahr im Januar schickt der Analyseservice Stock Performer an seine Mitglieder eine ausführliche Mail, in der die eigene Entwicklung von Vorjahr zum aktuellen Jahr ausgewertet wird, in Hinblick auf Einkommensverteilung, Umsatz, Downloads und RPD.

ich möchte jetzt nicht meine gesamten Zahlen veröffentlichen, aber die Prozentangaben sind interessant genug.

Berücksichtigt werden hier nur die sechs Agenturen 123rf*, Fotolia*, Shutterstock*, Dreamstime*, Pond5* und iStock* sowie deren Partnerprogramm.

Stock Performer wertet noch zusätzlich die Agenturen Depositphotos, Stocksy und Getty Images, bei denen ich jedoch (noch?) keine Bilder habe. Bei meinen Agenturen habe ich überall Bilder und Videos im Angebot (bei Pond5 nur Videos).

Meine Einnahmen bei den sechs genannten Agenturen haben sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr 2012 wie folgt entwickelt:

Alle Agenturen zusammen: +28%
123rf: +89%
iStock: -23%
iStock/Partner Program: +61%
Fotolia: +20%
Shutterstock: +45%
Pond5: +20%
Dreamstime: +29%

Ihr seht, es gibt bei jeder Agentur große Schwankungen. Mein Umsatz bei 123rf hat sich fast verdoppelt, die einzige Agentur mit Rückgang ist iStock, wobei ich da fairerweise anmerken muss, dass ich dort im Gegensatz zu den anderen Agenturen auch nichts hochgeladen habe und stattdessen sogar einige hundert Dateien gelöscht habe. Dafür hat das iStock-Partnerprogramm deutlich zugelegt (Thinkstock, photos.com). Das kann auch einfach heißen, dass iStock verstärkt Kunden zu ihren Abo-Modellen lockt, wie sie Fotografen weniger bezahlen müssen.

Die Entwicklung bei den Downloads von 2012 zu 2013 sieht ähnlich aus:

Alle Agenturen zusammen: +38%
123rf: +63%
iStock: -4%
iStock/Partner Program: +33%
Fotolia: +35%
Shutterstock: +41%
Pond5: +1%
Dreamstime: +38%

Die meist gestiegenen Einnahmen und Downloads müssen jedoch in Relation zu den Uploads gesehen werden, also wie viel Dateien ich im Jahr hochgeladen habe. Im Vergleich zu 2012 sieht die Entwicklung 2013 bei mir so aus:

Alle Agenturen zusammen: -3%
123rf: -8%
Fotolia: -7%
Shutterstock: +2%
iStock: -100%
Pond5: +209%
Dreamstime: -6%

Insgesamt war ich 2013 etwas weniger fleißig beim Upload als 2012, aber im Schnitt bekam jede Agentur etwas mehr als 2000 neue Bilder von mir.

Dass die Agenturen trotz gleichbleibender bis leicht sinkender Upload-Menge meine Umsätze beachtlich erhöhen konnten, finde ich beachtlich. Das hängt teilweise auch mit den Ranking-Systemen zusammen, wo ich bei Fotolia den Saphir-Status erreicht habe, bei Dreamstime sind mehr Dateien in die höchste Stufe 5 gerutscht und Shutterstock scheint einfach total gut im „Upselling“ zu sein, weil ich dort auch 2012 schon in der höchsten Umsatzstufe war. Eine erfreuliche Aussicht ist, dass ich im Dezember 2013 bei 123rf von „Level 5“ mit 50% Umsatzanteil auf Level 6 mit 52% Umsatzanteil gestiegen bin. Das sollte mir dort auch 2014 einen guten Schub bescheren.

Der „Revenue per Download“ (RPD) ergibt sich aus der Kombination von Umsatz durch Downloads.
Das sah bei mir 2013 so aus:

Alle Agenturen: -8%
123rf: +16%
iStock: -19%
iStock/Partner Program: +21%
Fotolia: -11%
Shutterstock: +3%
Pond5: +19%
Dreamstime: -6%

Bei Fotolia und Dreamstime wirken sich vermutlich die Abo-Verkäufe aus, wobei mein Abo-Anteil erstaunlicherweise bei Fotolia kaum steigt (dazu mal mehr in einem anderen Artikel). Bei Pond5 kann ich die Preise selbst festsetzen und habe sie um 22% erhöht. Erfreulich ist die Steigerung bei 123rf, weil die Agentur damit in absoluten Zahlen endlich über dem RPD von Shutterstock liegt. Das sah 2012 noch anders aus.

Verlosung

Damit ihr mal testen könnt, wie umfangreich die Funktionen von Stock Performer mittlerweile geworden sind, darf ich eine sechsmonatige Mitgliedschaft für den „Eagle-Plan“ (im Wert von 174 €) von Stock Performer verlosen.

Wer teilnehmen will, beendet einfach den Satz „Wenn ich ein Microstock Analyse- und Statistik-Tool hätte, würde ich… “ in den Kommentaren oder unter der Ankündigung dieses Artikels bei Facebook oder Twitter. Einsendeschluss ist Freitag, der 7.2.2014. Luis und Oliver von Stock Performer werden dann aus den besten Antworten den Gewinner wählen.

Wie haben sich bei euch die Umsätze und Downloads 2013 entwickelt?

* Affiliate

Auswirkungen der Preisänderungen bei Fotolia

Zum Beginn des Jahres hatte die Microstock-Bildagentur Fotolia ihre Preisstruktur geändert. Kurz gesagt wurden die Preise etwas erhöht und Bildgrößen zusammengefasst und die Fotografenhonorare meist etwas gesenkt. Fotolia hat behauptet, dass unter dem Strich mehr Geld für die Fotografen bleiben würde, was in Fotografen-Foren eher bezweifelt wurde. Deswegen habe ich mal wieder in meine Zahlen geschaut und kann euch handfeste Ergebnisse nennen.

Mein Verdienst bei Fotolia pro Verkauf (RPD = Revenue per Download) lag in den letzten drei Monaten 2009 zwischen 1,06 und 1,08 Euro. Im Januar 2010 lag mein Verdienst pro Verkauf bei 1,11 Euro. Das ist eine minimale Steigerung. Als Grundlage habe ich nur die „normalen“ Verkäufe genommen, einige Erweiterte Lizenzen habe ich nicht berücksichtigt, da sie die RPD-Werte verfälschen würden. Da sich sowohl meine Verkäufe als auch meine Einnahmen im hohen dreistelligen Bereich bewegen, sind diese Werte statistisch gesehen sehr „sicher“. Fairerweise muss ich jedoch sagen, dass meine RPD-Werte Anfang 2009 eher um 1,25 Euro lagen, was sicher damit zu tun hat, dass ich zu der Zeit mehr exklusive Fotos eingestellt hatte, die höhere Einnahmen erzielen.

Revenue per Download bei Fotolia

Übrigens hat Fotolia am Montag den Wert eines Credits von 1 Euro auf 1,20 Euro angehoben. Wie es scheint, betrifft das aber nur den Wert der Credits für Käufer, die Fotografen tauschen die Credits 1:1 zurück.


Habt ihr mal nachgerechnet, wie sich Euer RPD bei Fotolia entwickelt hat?