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Stockfotografie-News 2010-12-10

Okay, es wurde aber auch Zeit. Schon über einen Monat keine News mehr und dabei ist so viel passiert. Also Ärmel hochgekrempelt, Zettel sortiert und los geht’s:

  • Fangen wir mit Fotolia an. Zum 1.12.2010 wurde deren Service „My Fotolia“ eingestellt. Damit konnten Fotografen ihre Fotolia-Bilder Kunden zeigen, ohne dass sie Bilder anderer Fotolia-Fotografen sehen konnten. Laut Fotolia arbeiten die Entwickler an einer neuen Möglichkeit, damit Fotografen besser ihre eigenen Bilder präsentieren können. Andersrum wäre es vielleicht besser gewesen.
  • Noch mal Fotolia: Nachdem Pixmac versucht hat, die Fotografen der eingestellten Bildagentur Polylooks zu umwerben, zeigt sich, wer die Branche versteht. Fotolia bietet den Polylooks-Kunden an, ihre nicht verbrauchten Credits 1:1 in Fotolia-Credits zu übertragen und legt noch drei Credits drauf. Die Aktion gilt bis zum 15.12.2010
  • Wo wir schon bei Polylooks sind: Die Agentur erinnert daran, dass deren Webseite nach dem 31.12.2010 nicht mehr erreichbar ist. Wer Zugriff auf seine gekauften Bilder, Rechnungen oder sonstige Belege braucht, muss diese vorher rechtzeitig sichern. Ähnliches gilt auch für die Fotografen: Wer im Januar sein Restgutaben ausgezahlt bekommen will, muss bis zum 20.12.2010 seine PayPal-Email-Adresse bei Polylooks hinterlegen.
  • Wer wissen will, ob ein Bild digital bearbeitet wurde, kann es mit einer „Error-Level-Analyse“ herausfinden.
  • Mitarbeiter der Agentur Bilderberg gründen die Fotografenrepräsentanz FotoGloria. Schwerpunkt ist wie schon bei Bilderberg die dokumentarische Fotografie (via Olaf Bathke)
  • Von zwei Rechtsanwältinnen gibt es einen Ratgeber als PDF (89 Seiten) zum kostenlosen Download, der grundlegende Rechtsfragen für Fotografen beantwortet.
  • Die Bildagentur Zoonar hat jetzt auch DDP Images als Vertriebspartner. Presse- und Eventfotos werden jedoch nicht an DDP Images weitergeleitet, da die Agentur davon selbst genug hat. Da diese Agentur jedoch hauptsächlich über das Picturemaxx-Netzwerk verkauft und Zoonar-Fotografen das selbst freischalten können, frage ich mich, ob es da nicht zu unnötigen Dopplungen kommt.
  • Genau zum Thema: Zoonar bietet professionellen Presse- und Eventfotografen einen neuen Zugang an, mit dem diese ihre Fotos in kürzester Zeit selbst ins Picturemaxx-Netzwerk einstellen können. Fotografen müssen sich per Mail bei Zoonar mit einem Link beispielhafter Arbeiten bewerben.
  • istockphoto hat still und leise die Möglichkeit eingestellt, dass exklusive istock-Fotografen Bilder zu Getty Images hochladen können. Diese müssen sich jetzt genauso wie alle anderen (unabhängigen) Fotografen bei Getty bewerben.
  • Als eine der ersten Bildagenturen bietet die Bildagentur StockFood jetzt auch 3D-Bilder an. Bisher gibt es jedoch keine direkt in 3D aufgenommenen Fotos, sondern die Agentur bietet an, gegen einen Aufpreis von 99 Euro zusätzlich zur Lizenzgebühr und einer Wartezeit von zwei Tagen 2D-Fotos zu stereoskopischen 3D-Bildern umzuwandeln. Um diese Fotos in 3D zu sehen, ist dann eine Rot-Cyan-Brille notwendig.
  • Nach der Schließung von iSyndica gibt es mittlerweile gleich drei Anbieter, die um die Gunst der Fotografen buhlen: picWorkflow, MicrostockSubmitter und Lightburner. Ich hoffe, in den nächsten Tagen darüber ausführlicher berichten zu können.

Puh, geschafft. Wenn ich etwas vergessen habe, dann bitte rein in die Kommentare damit.

Von Polylooks zu Pixmac – Lohnt sich das Angebot?

Am Montag verschickte die Deutsche Telekom Emails an die Fotografen der Bildagentur Polylooks , welche zum 31.12.2010 geschlossen wird. Diese lautete:

„Lieber [Fotografenname],

Ende September haben wir angekündigt, dass Polylooks zum 31.12.2010 geschlossen wird. Damit Sie weiterhin von Verkäufen Ihres Bildmaterials profitieren können, haben wir nun ein einmaliges Angebot für Sie: Transferieren Sie Ihren Bildbestand zu unserem Partner Pixmac und erweitern Sie damit ohne Aufwand Ihre Erlösbasis.

Ihre Vorteile im Überblick:

  • Automatischer Bildtransfer mit allen Meta-Angaben an Pixmac
  • Verkaufen Sie Ihre Bilder mit bis zu 50% Provision
  • Profitieren Sie von einem internationalen Anbieter mit weltweitem Partnernetzwerk

Wir freuen uns, Ihnen damit ein Angebot machen zu können, mit dem Sie den Verkauf Ihres Bildmaterials reibungslos fortsetzen können. Das Angebot ist bis zum 30. November 2010 befristet.
Beantragen Sie den Transfer Ihres Bildbestands am besten gleich!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Polylooks-Team“

Da stellt sich sofort die Frage: Lohnt sich das?

Schauen wir uns die Agentur Pixmac genauer an.


Pixmac wurde im September 2008 von Vita Valka in Tschechien gegründet. Auch wenn die Agentur in den letzten Monaten an Besucherzahlen stark zugelegt hat, dümpelt sie doch noch deutlich unter den vier Branchengrößen Shutterstock, Fotolia, istockphoto und Dreamstime, was auch die Entwicklung des Traffic-Ranks bei Alexa.com zeigt:


Es gibt auch eine deutschsprachige Version der Agentur unter pixmac.de, deren Traffic-Rank liegt jedoch noch unter dem dieses Blogs.

Pixmac zahlt nichtexklusiven Fotografen 30-44% des Verkaufspreises als Fotografenanteil. Exklusive Fotografen erhalten 45-60%, aber angesichts des geringen Traffics ist das keine realistische Option. Die 44% erreichen Fotografen, nachdem sie mehr als 100 US-Dollar Einnahmen generiert haben.

Wer sich ausnahmsweise die Mühe macht, vor der Registrierung die Vertragsbedingungen in deutsch zu lesen, wird Bauchschmerzen bekommen. Zwei wichtige Kritikpunkte, die im August 2010 aufkamen, sind dort immer noch nicht behoben. Zum einen müssen Fotos nach dem Hochladen mindestens ein Jahr in der Agentur verweilen: „Sie können Ihr genehmigtes Material von diesen web-Seiten entfernen oder blockieren, stimmen aber dem zu, dass Sie das nicht vor Ablauf 1 Jahres nach Hochladen des Materials tun.“ Nach Aussage des Firmengründers per Mail kann jedoch für kleine Teile des Portfolios auf Wunsch eine Löschung beantragt werden: „In individual cases we’re ready to delete small portions of the portfolio upon request“.

Außerdem verfallen Fotografeneinnahmen nach einem Jahr, wenn bis dahin nicht die Auszahlungsgrenze von 50 US-Dollar erreicht wurde: „Kredit ist eine Zahlungseinheit bei Pixmac. Der Fotopreis und die Autorenprovisionen sind in Krediten abgebildet und der Kreditpreis ist in der Preisliste abgebildet. Die Kredits laufen nach einem Jahr nach deren Einkauf ab.

Der dritte unschöne Punkt: Im deutschen Vertrag ist munter von 50% Fotografenanteil die Rede, dass diese seit dem 1. April 2009 auf 30% gesenkt wurden, steht nur in englisch dort.

Dazu kommt, dass viele große Bildagenturen wie Fotolia, Dreamstime und auch Macrostock-Agenturen wie Moodboard und Image Source die Agentur beliefern. Wer trotzdem Pixmac direkt beliefern will, muss die Bildagentur kontaktieren und mit der Nennung des eigenen Usernamens bei Pixmac und den anderen Microstockagenturen um eine manuelle Sperrung bitten, damit nur die direkt hochgeladenen Bilder angezeigt werden und doppelte Anzeigen vermieden werden.

Hier kommt der vierte ärgerliche Punkt ins Spiel: Fotos der Partneragenturen werden teilweise mit falschen Benutzerdaten angezeigt:


Als Beispiel eins von mehreren Fotos, die bei Pixmac unter meinem Fotolia-Nutzernamen „style-photographs“ geführt werden, aber eigentlich dem Fotolia-Nutzer „helix“ (bzw. anderen) gehört. Spart euch bitte Kommentare, dass sich unsere Fotos zu ähnlich seien, die wichtigere Frage ist: Wer bekommt beim Verkauf das Honorar?

Überhaupt das Honorar: Bei den Bildpreisen liegt Pixmac zusammen mit Crestock und CanStockPhoto am unteren Ende der Fahnenstange. Wer über Contentpartner wie Fotolia dort Fotos anbietet, bekommt von Fotolia zum Beispiel immerhin das gleiche Honorar als wäre das Foto bei Fotolia gekauft worden. Verkaufe ich bei Pixmac ein Web-Bild direkt, erhalte ich 23-45 Cent (bis 1,75 Euro bei Einzel-Download ohne Credits), bei Fotolia erhalte ich dafür 25-46 Cent, bei teilexklusiven Bildern mit höheren Startpreisen mindestens das Doppelte.

Ähnliches gilt für Abo-Verkäufe und „Erweiterte Lizenzen„: Während andere Microstock-Agenturen diese weitreichenden Rechte oft für dreistellige Summen verkaufen, schlägt Pixmac nur 12 Credits (ca. 8-12 Euro) zusätzlich auf den Bildpreis.  Bei Abo-Verkäufen erhält der Fotograf immer mindestens 10 Cent, ansonsten gelten auch die 30-44%. Fotos, die über Contentpartner (also z.B. Dreamstime oder Fotolia) bei Pixmac angeboten werden, sind jedoch nicht im Rahmen eines Abonnements erhältlich.

Ein Detail, was viele Agenturen selten erwähnen, sind die Rabatte. Wenn eine Bildagentur zu Marketing-Zwecken Bildkäufern Preisnachlass gewährt, kann entweder die Agentur diesen Rabatt selbst stemmen oder den Fotografen ebenfalls anteilig daran beteiligen – wie es Pixmac macht.

Ob es sich angesichts dieser Details lohnt, dort seine eigenen Fotos direkt anzubieten, muss jeder Fotograf selbst entscheiden. Ich habe mich dagegen entschieden.

Wie ist Eure Entscheidung? Werdet ihr Eure Fotos von Polylooks zu Pixmac beamen? Oder wenn ihr schon direkt über Pixmac Bilder anbietet: Wie verkaufen sich Eure Fotos?

Update 23.11.2010, 9:00 Uhr:
Der Eigentümer von Pixmac, Vita Valka, wies mich eben per Email auf zwei Dinge hin: Zum einen gelte die Mindestlaufzeit von neuen Fotos NUR für Fotografen, die das Polylooks-Angebot annehmen. Wer seine Fotos selbst zu Pixmac hochlade, könne diese jederzeit löschen. Zum anderen würden die erzielten Credits der Fotografen nicht verfallen. Ich schreibe das im Konjunktiv, weil diese Sachen trotzdem noch in den Vertragsbedingungen stehen. Laut Valka seien diese aber nur veraltet und würden schnell angepasst werden.

Update 23.11.2010: 10:15 Uhr:
Die Vertragsbedingungen auf der deutschen Pixmac-Seite wurden jetzt dahingehend geändert, dass 1. die Fotografencredits nicht mehr verfallen und 2. die Mindestlaufzeit für Fotos nur für Bilder gilt, die von Polylooks kommen. Nach dem Löschen eines Bildes wird es jedoch weiterhin 1 Jahr auf der Pixmac-Seite angezeigt.

Stockfotografie-News 2010-10-22

Hallo,

nach zwei aufregenden Wochen in Berlin gibt es wieder einige Meldungen aus der bunten Bilderwelt. Los geht’s:

  • Fotolia hat in den letzten Tagen zwei neue Partnerschaften verkündet. Zum einen mit dem Grafik-Portal DeviantArt. Dort teilen Künstler meist Fotos, Fotomontagen, Photoshop-Pinsel und vieles mehr. Die Kooperation könnte dazu führen, dass viele neue Künstler Mitglied bei Fotolia werden, aber auch mehr Verkäufe könnten möglich sein, denn viele der Künstler sind eben auch Designer, die Fotos und Vektoren für ihre Arbeit brauchen. Da die Seite – ich formuliere es mal vorsichtig –  auch von Leuten benutzt wird, die Urheberrechte eher als Klotz am Bein sehen, könnte die Kooperation mit Fotolia vielleicht auch zu einem besseren Bewußtsein führen, was den Umgang mit Urheberrechten angeht.
  • Die zweite neue Kooperation von Fotolia ist mit content.de. Das ist eine Webseite, die als eine Art Ghostwriter Textdienste für Webseiten, Blogs etc. anbietet. Jetzt können über eine Schnittstelle zu Fotolia auch gleich die passenden Fotos mit gekauft werden. Eine sehr nützliche Kooperation, wie ich finde, da sie den Kundenkreis der Bildagentur erweitern kann.
  • Die Zeitschrift ProfiFoto hat jetzt eine kostenlose iPad-App veröffentlicht, welche ausgewählte Themen der Printausgabe multimedial aufbereitet. Kostenpflichtige Versionen sind geplant, Print-Abonnenten sollen diese jedoch ebenfalls kostenlos erhalten.
  • Mit dem LiveComp-Plugin für Photoshop von Getty Images können Designer un Grafiker jetzt Vorschau-Bilder aus der Bildagentur in ihre Layouts holen, ohne dafür ihr Grafikprogramm verlassen zu müssen.
  • Die deutsche Bildagentur Panthermedia wird feiert ihren sechsjährigen Geburtstag mit vielen Sonderangeboten und einem Rückblick in ihrem Blog. Das war auch eine der Agenturen, die ich als erstes beliefert habe und die immer noch einen wichtigen Teil meines Einkommens erwirtschaften. Herzliche Glückwünsche auch von mir!
  • Man kann es ja mal probieren: Eine andere deutsche Bildagentur verschickt Pressemitteilungen, in denen sie das Ende der Bildagentur Polylooks ankündigt und den Geschäftsführer der eigenen Bildagentur zum Interview anbietet. Natürlich als erfolgreiches Gegenmodell.
  • In eigener Sache: Eins meiner Hirngespinste ist endlich Realität geworden: In meinem neuen Blog „Selbst Eis machen“ widme ich mich meiner zweiten Leidenschaft. Der Name spricht für sich.

Stockfotografie-News 2010-10-08

Oh Mann, da habe ich aber was schleifen lassen. Und so viel ist passiert. Fangen wir deshalb gleich mit den News an:

  • Wer sich gewundert hat, wo die ganzen Bildagenturen bei der Photokina waren: Die sind alle lieber nach Frankfurt zur Buchmesse gefahren. Liegt auf der Hand, da sich dort eher die Kunden als die Anbieter rumtreiben. Diesmal gibt es sogar ein eigenes „Zentrum Bild“ mit mehr als 15 teilnehmenden Agenturen. Bis zum 10.10.2010 läuft sie noch.
  • Die Vertriebsplattform für (Micro)Stockfotos, iSyndica, beendet zum 10.10.2010 ihren Dienst. Mit iSyndica konnten Fotografen bequem Fotos und Videos 1x hochladen und iSyndica verteilte diese dann automatisch an verschiedene Agenturen. Wer dort noch Guthaben offen hat (z.B. aus Affiliate-Einnahmen oder einem abgeschlossenen Abo), muss bis zum 17.10.2010 eine Erstattung beantragen, um sein Geld ausgezahlt zu bekommen. Ich finde diese Meldung zum Teil überraschend, da die Idee sehr einleuchtend und beliebt war. Der Grund für die Schließung: Unter dem Strich wurden die Erwartungen der Investoren nicht erfüllt. Der iSyndica CTO Seb Coursol hat eine sehr ausführliche Stellungnahme abgegeben, in der er übrigens ganz nebenbei ein großes Microstock-Geheimnis lüftet. Mehr sag ich nicht.
    Wer jetzt händeringend nach Alternativen sucht: Ähnliche Dienste bieten zum Beispiel ProStockMaster (kostenlos), CushyStock (kostenlose und Bezahl-Variante) und Photoshelter (Abo-Service).
  • Ebenfalls schließen wird die Microstock-Bildagentur Polylooks der Deutschen Telekom. Das kam für mich nicht ganz so überraschend, da das Geschäftsmodell anscheinend nur aus „Billiger als alle anderen anbieten, weniger als alle anderen auszahlen“ bestand. Traurig bin ich auch nicht, da ziemlich offensichtlich war, welcher anderen großen Microstock-Agentur Polylooks die Kunden streitig machen wollte. Der Kuchen wäre demnach nur anders verteilt, aber nicht größer geworden.
  • Die nächste schlechte Nachricht: Fotografen aus Bayern aufgepasst! Die Firma Hensel warnt in einer Rundmail vor einer „groß angelegten Einbruch- und Diebstahlserie in Fotostudios im Raum Bayern“. Die Einbrüche sollen professionell und gezielt ausgeführt werden.
  • Diebstahl II: Den Fotografen Nicole und Ralf Obermann wurde auf der Photokina fast ihr komplettes Nikon-Equipment gestohlen! In ihrem Blog veröffentlichen sie die Seriennummern, damit Fotografen und andere potentielle Käufer nachschauen können, ob sie Hehler-Ware erwerben. Ebenfalls sehr interessant: Durch die Seriennummern wurde die Ausrüstung bei Nikon als „gestohlen“ vermerkt und wird KEINE Wartung, Reparatur oder Sensorreinigung erhalten und sofort der Polizei gemeldet. Ein guter Grund, sich die Seriennummern seiner Kameras und Objektive zu notieren.
  • Jetzt aber noch paar gute Nachrichten: Die Bildagentur Zoonar hat jetzt AGE Fotostock / THP als neuen Content-Partner gewonnen. Fotografen bei Zoonar können also entscheiden, ob ihre Bilder auch über die Agentur AGE Fotostock angeboten werden und deren THP-Netzwerk. THP steht für „Technological Hosting Platform“ und ist eine Art Foto-Suche, welche andere Agenturen nahtlos in die eigene Webseite einbinden können und damit das gesamte Bildmaterial von AGE (über 1,5 Millionen Fotos) ebenfalls zum Verkauf anbieten.
  • Shutterstock erhöht die Affiliate-Auszahlungsgrenzen für geworbene Kunden. Bisher erhielten die Werber 20% der Kundenumsätze bis zu einem Limit von 50 US$, die Grenze wird jetzt auf 200 US$ angehoben.
  • Die Bildagentur StockFood eröffnet eine neue Bildagentur für die Themen „Inneneinrichtung, Haus & Garten“ und sucht dafür noch Fotografen die entsprechende Motive mit Model Release und Property Release liefern können. Bisher wurden solche Motive eher nebenbei angeboten, jetzt will sich StockFood wieder ganz auf die Themen „Essen & Trinken“ konzentrieren.
  • Zum Schluß in eigener Sache ein Hinweis auf zwei Interviews, die Claudia von stellenboersen.de und Amos von fotos-verkaufen.de mit mir auf der Photokina geführt haben. Viel Spaß beim Lesen.

Was sagt ihr zu diesen Entwicklungen? Habt ihr News, die ich übersehen habe? Dann bitte rein in die Kommentare damit.

Stockfotografie-News 2010-06-18

Es ist schon komisch:

Da fahre ich für zwei Wochen in die Alpen und schreibe einige Artikel vor, damit ihr genug zu lesen habt. Das klappte wunderbar, aber als ich wiederkam, gab es so viel angefallene Arbeiten zu erledigen, dass ich für den Blog keine Zeit fand. Das ist hiermit offiziell vorbei.

Den Startschuss machen die gesammelten Freitags-News, weiter geht es dann bald mit einigen Fotos unserer Trekking-Tour, der Review des Fotolia-Workshops und mehr. Ihr sollt ja nicht denken, ich würde nicht mehr zu arbeiten brauchen… 🙂

  • Die Bildagentur Shutterstock hat einige neue Funktionen für das Hochladen von Bildern eingeführt. Jetzt gibt es einen Zähler, der anzeigt, wie viele Keywords bisher bei einem Foto vergeben wurden, es können jetzt auch nur Teile einer Bildlieferung bearbeitet werden statt wie bisher nur die gesamte Lieferung auf einmal und eventuelle Fehlermeldungen werden jetzt auf der Seite angezeigt, auf der diese Fehler gleich behoben werden können. Vor allem die ersten beiden Funktionen habe ich mir lange gewünscht und ich freue mich, dass sie nun da sind.
  • Auch für die Bildkäufer hat Shutterstock einige Verbesserungen. So ist es nun möglich, Suchen zu speichern und sich per Mail über neue Bilder zu den gewünschten Suchbegriffen informieren zu lassen. Auch Indexierung neuer Bilder in den Katalog geht schneller und die Sortierung „Beliebte Ergebnisse“ soll weiter verbessert worden sein.
  • Shutterstock Teil 3: Nach dem Kauf der Agentur Bigstock gibt es dort wieder paar Verbesserungen zu melden: Die Umsatzzahlen der Fotografen können jetzt grafisch dargestellt werden und es gibt hilfreiche Verkaufstatistiken der einzelnen Bilder.
  • Im Forum der Model-Kartei fand ich diesen Link zu einer Seite, welche bei der Farbkalibrierung des Monitors hilft. Besonders die Gamut-Visualisierung in der Mitte der Seite ist ein einfaches und nützliches Tool, um schnell zu sehen, ob ein Monitor überhaupt genug Farben darstellen kann, um daran verbindlich zu arbeiten. Mein Schreibtisch-Monitor (Eizo) hat den Test glänzend bestanden, mein Laptop-Monitor (Samsung) wie zu erwarten leider nicht.
  • Fast hatte ich mich nach monatelangen Überlegungen für ein Dauerlicht für Videoaufnahmen entscheiden, da kommt Sam und macht einen Dauerlicht-Test in seinem Blog, der meine ganzen Überlegungen zunichte macht. Leider angesäuert, aber dennoch ehrlich sage ich deshalb: „Danke, Sam“.
  • Photocase hat seine Nutzungsbedingungen leicht geändert. Für deutsche Kunden wird jetzt bei Credits die Mehrwertsteuer ausgewiesen, es ist auch ein Einzelkauf von Bildern möglich, ohne vorher Credits kaufen zu müssen und die Bilder werden etwas teuerer – im Durchschnitt steigt der Preis pro Credit um 22 Cent.
  • Auf dem diesjährigen Treffen des Art Directors Club (also die Leute, welche Stockfotos wirklich kaufen) befragte Polylooks einige Kreative, welche Trends es in der Bildsprache geben werde. Die Antworten sind leider so öde wie vorhersehbar: Alle reden von der „neuen Echtheit“, von Authentizität und „kein Photoshop mehr“. Komisch, trotzdem verkaufe ich weiterhin mehr Fotos von schönen, gestylten Menschen als welche mit normal wirkenden Personen.
  • Es gibt immer noch Leute, die auf den fahrenden Zug springen: Neu sind die beiden Bildagenturen Gallery Stock (Macrostock) und Stockfresh (Microstock). Letztere Agentur ist übrigens von der „Dream Group“, den gleichen Leuten, die vor neun Jahren die Bildagentur StockXpert ins Leben riefen und dann 2009 an Getty Images verkauften. Vielleicht ist das das Geschäftsmodell der Zukunft?
  • Die neuen Analyse-Funktionen von LookStat sind aus dem Beta-Stadium raus und allgemein verfügbar. Neu ist zum Beispiel eine Keyword-Suche für Bildkollektionen und viel mehr Möglichkeiten, die Zeiträume der Portfolio-Analyse einzustellen.
  • Getty Images stellt eine App für das iPad vor, mit dem Bilder der Agentur angeschaut und lizenziert werden können. Besonders cool: Wird das iPad geschüttelt, wird ein zufälliges Stockfoto aus dem Agentur-Portfolio angezeigt.
  • Die Bildagentur Zoonar hat ihre Webseite komplett neu gestaltet. Zusätzlich wurden auch Vektor-Grafiken ins Angebot genommen, Fotografen können Bilder endlich per FTP hochladen und es gibt jetzt eine Merchandising-Lizenz, mit der Bildkäufer die Fotos auch für Produkte und Waren nutzen können.
  • Am nächsten Wochenende vom 25. bis 27.7.2010 findet in Köln übrigens wieder die Karnevalsmesse InterKarneval statt. Für Fotografen ist vor allem die Auswahl an Kostümen und Verkleidungen als Requisiten interessant. Ich werde dort vorbei schauen und für Euch schauen, ob es hilfreiche Accessoires gibt.


Was meint ihr zu den News? Habe ich was vergessen? Dann bitte in den Kommentaren nachtragen.