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Stockfotografie-News 2013-03-22

Es ist schon wieder ca. sechs Wochen her,seit ich den letzten News-Rundumschlag rausgehauen habe. Deswegen geht es heute wieder mit den aktuellen Meldungen aus der Bilderbranche.

  • Fangen wir mit etwas Statistik an: Die Ergebnisse der großen Microstock-Umfrage 2012 von MSG sind online. Wer wissen will, wo er im Vergleich zu anderen Microstockern steht, findet dort die Antworten.
  • Letztes Jahr war es der große Trend, jetzt gibt es die ersten Opfer: Die Smartphone-Bildagentur Pictorama quittiert ihren Dienst.
  • Ebenfalls aufgeben musste die Hamburger Bildagentur Fotocent, welche zum 30.4.2013 ihre Pforten wegen Geldmangels schließt.
  • Ganz anders bei Shutterstock: Nach ihrem Börsengang veröffentlichte die Agentur am 21.2.2013 ihre Geschäftszahlen für 2012 und gleich darauf verdoppelte sich der Aktienkurs fast.
  • Die eher im Video-Bereich beheimatete Agentur Pond5 übernahm gerade erst die Microstock-Agentur Pixmac. Ich weiß noch nicht, wie ich das einordnen soll, weil ich von Pond5 viel halte, von Pixmac jedoch eher wenig. Aber hoffen wir, dass sich das jetzt zum Positiven wenden wird.
  • Clipdealer führt zum 1.3. eine „Social Media-Lizenz“ ein. Damit können Bildkäufer gegen 1,50 Euro Aufpreis bei Fotos (3 Euro bei Videos) die Werke auch in sozialen Netzwerken veröffentlichen. Wegen der oft sehr weitreichenden Rechteeinräumung bei Seiten wie Facebook, Pinterest etc. sollten Fotografen sich gut überlegen, ob sie diese Lizenz aktivieren wollen. Eine Übersicht über den unzureichenden Metadaten-Erhalt bei sozialen Netzwerken gibt es hier.
  • Wie sehen Porno-Stars ohne Make-Up aus? Wer das schon immer mal wissen wollte, findet die teils erschreckende Antwort hier.
  • Eine umfangreiche Sammlung von vielen Tutorials für die Foodfotografie gibt es im Blog von Jenncuisine.
  • Seid ihr von den vielen Ablehnungen wegen „zuviel Ähnlichkeit“ bei Dreamstime genervt? Die Agentur verspricht, ab sofort wieder mehr ähnliche Bilder durchzulassen.
  • iStockphoto setzt das Upload-Limit für Vektorgrafiken auf 999 Dateien pro Woche und schafft das Limit damit de facto ab. Es scheint, als ob der Versuch einer Volumenbegrenzung heutzutage nicht mehr sinnvoll ist?
  • Die neue Agentur Disimage will den Klischees im Bildermarkt gänzlich andere Motive, skurril und abgefahren, gegenüberstellen.
  • Adobe plant, den Verkauf von Photoshop und der Creative Suite als CD-Version im Mai gänzlich einzustellen. So sehr ich diesen Schritt wegen neuer Vertriebsmethoden verstehen kann, so sehr fürchte ich doch, dass danach mittelfristig eine Preiserhöhung der Creative Cloud anstehen könnte.
  • Wer sich ärgert, dass die Lichtsetzungs-App Strobox lange nicht weiterentwickelt wurde, findet vielleicht in Sylights eine durchdachte und – noch – kostenlose Alternative.
  • Unter welchen Bedingungen darf man Werbung mit Prominenten machen? Ein aktuelles Urteil wegen eines Brüderle-Fotos zeigt die Grenzen auf.
  • Birgit Engelhardt veröffentlicht auf ihrem Blog hunderte Texturen und Hintergründe, die ausdrücklich auch kommerziell und für die Nutzung in Stockfotos genutzt werden dürfen.
  • Einen kostenlosen Photoshop-Pinsel für die Erstellung von Sommersprossen gibt es hier.
  • Wer es noch nicht gemerkt hat: Sowohl mein Stockfotografie-Verdienst-Rechner als auch mein Fotolia-Ranking-Rechner funktionieren wieder. Schuld war ein neues Plugin, was Amok gelaufen ist.
  • Noch was Lustiges: Der Musiker Darwin Deez hat für sein Musikvideo zum Song „You Can’t Be My Girl“ komplett auf Stock-Videos zurückgegriffen. Noch lustiger ist, dass zwei der Videos (bei Minute 1:01 und 1:17 von mir sind, aus der Fotosession, die ich im letzten Blogbeitrag vorgestellt habe.)
  • Gerade frisch rein: Shutterstock plant auch eine Bildagentur oder Kollektion namens „Offset„, mit hochwertigem Premiummaterial.

Habe ich was vergessen? Dann bitte einfach in den Kommentaren nachtragen.

Welche Bildagenturen haben die größten Thumbnails?

Bevor sich ein Bildkäufer entscheidet, ein Foto zu kaufen, sucht er nach Begriffen und die Bildagenturen zeigen dem Käufer eine Auswahl von zig bis hunderten Treffern pro Seite. Diese Ansichten werden „Thumbnails“ genannt, weil sie ungefähr so groß wie ein Daumennagel sind. Der Interessent klickt auf ein Bild oder fährt mit der Maus rüber, um eine größere Version und mehr Bildinformationen angezeigt zu bekommen.

Das Thumbnail-Bild muss groß genug sein, dass der Käufer das Motiv gut erkennen kann. Wenn es aber zu groß ist, verleitet es einige Leute, das Foto ohne Bezahlung zu nutzen. Je kleiner das Bild, desto schneller ist auch die Ladezeit der Webseite. Das erhöht den Bedienkomfort der Seite und verbessert das Ranking bei Suchmaschinen.  Wie schon Lee Torrens vor paar Jahren habe ich mal verglichen, wie groß die Thumbnails bei den verschiedenen Bildagenturen sind. Als Thumbnail zählte immer die größte Version des Bildes, die ohne ein sichtbares Wasserzeichen angezeigt wurde:

Shutterstock: 67 x 100 Pixel
Zoonar: 67 x 100 Pixel
Fotolia: 73 x 109 Pixel
Bigstock: 73 x 110 Pixel
istockphoto: 73 x 110 Pixel
Bildmaschine: 80 x 120 Pixel
Bildunion: 80 x 120 Pixel
Dreamstime: 80 x 120 Pixel
Pitopia: 93 x 140 Pixel
Digitalstock: 93 x 140 Pixel
Panthermedia: 97 x 145 Pixel
Clipdealer: 100 x 150 Pixel
Imagepoint: 101 x 152 Pixel
Adpic: 107x x 160 Pixel
Waldhäusl: 107 x 160 Pixel
123rf: 113 x 168 Pixel
Pixmac: 113 x 170 Pixel
Veer: 113 x 170 Pixel
Shotshop: 172 x 260 Pixel
Digitalstock (Detailseite): 267 x 400 Pixel

Wie ihr seht, gibt es deutliche Unterschiede. Shutterstock und Zoonar haben die kleinsten Thumbnails, das Motiv ist aber trotzdem gut erkennbar. Die folgende Größe mit ca. 110 bis 120 Pixel Bildbreite scheint der gängige Standard zu sein. Die Thumbnails bei Getty Images sind übrigens 114×170 Pixel groß und liegen damit fast an der Spitze, wenn die folgenden Ausnahmen nicht berücksichtigt werden.

Deutlich aus dem Rahmen fallen zwei Agenturen: Shotshop und Digitalstock: Bei Shotshop sind die Thumbnails 172 x 260 Pixel groß, was für die Illustration vieler  Webseiten locker reichen würde. Noch schlimmer ist es bei Digitalstock, die sich seit Jahren weigern, auch bei den Detailfotos ein Wasserzeichen zu integieren. Deshalb gibt es dort Bilder bis zu einer Kantenlänge von 400 Pixeln ohne Wasserzeichen. Damit wäre selbst eine Druckausgabe von ca. 4×6 cm ohne sichtbaren Qualitätsverlust möglich. Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich keine Bilder mehr an Digitalstock liefere. Auch Shotshop sollte vielleicht über eine Verkleinerung der Thumbnails nachdenken, denn Daumennagelgröße ist das längst nicht mehr.

Beim Speichern der Fotos ist mir aufgefallen, dass viele Bildagenturen ihre Suchmaschinenfreundlichkeit und den Service für Bildkäufer noch erhöhen können. So enthielten nur die gespeicherten Thumbnails von Clipdealer und Veer IPTC-Metadaten mit Copyright-Informationen. Bei Clipdealer waren es die Originaldaten, die ich eingegeben hatte, bei Veer wurde beim Copyright-Hinweis mein Name durch den Agenturnamen ausgetauscht. Bei Adpic werden auch die Metadaten im Bild geliefert, jedoch nur beim Detailbild mit Wasserzeichen.

Fast alle der getesteten Agenturen haben die Bildnummer als Dateinamen für die Thumbnails oder eine andere kryptische Zeichenfolge. Stellt euch aber mal vor, ein Bildkäufer klickt sich durch verschiedene Agenturen auf der Suche nach Motiven, speichert aber nur kurz die Thumbnails und nicht die größere Bildversion mit dem Wasserzeichen der Agentur. Dann weiß er nach paar Tagen nicht mehr, bei welcher Agentur genau er das Bild gefunden hatte und kauft entweder ein anderes Motiv oder bei einer anderen Agentur.

Sinnervoller ist es deshalb erstens, auch den Agenturnamen im Dateinamen anzugeben und zweitens, neben der Bildnummer auch eine kurze Motivbeschreibung, üblicherweise der Bildtitel. Erstaunlicherweise hat nur eine Agentur alle diese Empfehlungen umgesetzt: Bei Pixmac sieht der Dateiname eines Thumbnails so aus: „royalty-free-photos-young-woman-with-red-hair-listening-to-music-with-headphones-pixmac-49503015.jpg“ Alles drin: Bildtitel, Agenturname und Bildnummer! Das ist einer der Gründe, warum Pixmac bei Suchmaschinen sehr gut abschneidet.

istockphoto, 123rf und Adpic haben immerhin bei den Thumbnails die Bildnummer und den Bildtitel. Die anderen Agenturen können sich auf diesem Gebiet noch verbessern.

Was sagt ihr zu den Erkenntnissen? Was ist euch beim Betrachten der Thumbnails aufgefallen?

Stockfotografie-News 2011-02-04

Machen wir es kurz: Neuer Monat, neue News. Hier die aktuellen Meldungen aus der Stockfotografie-Branche.

  • Der Wirbel um Pixmac hört nicht auf. Nachdem Fotolia und Dreamstime die Partnerschaft mit der Agentur beendet haben, gab Pixmac in seinem Blog eine Erklärung ab, der den Vorwurf der falschen Abrechnungen klar stellen sollte. Wer etwas rechnen kann, sollte übrigens auch in der Lage sein, mit den dort genannten Zahlen, ungefähr die Umsätze der Firma abschätzen zu können. In der Zwischenzeit gab auch die Bildagentur 123rf bekannt, dass sie die Zusammenarbeit mit Pixmac als Partneragentur beendet haben. Fast schon nebensächlich war da diese Studie (vor allem Seite 9), dass Pixmac „Browser History Sniffing“ betreiben würde, um zu kontrollieren, welche ihre Besucher vorher auf der Webseite von istockphoto.com waren. Das Prinzip erklärt ein heise-Artikel. Laut Amos Struck sei der beanstandete Code jedoch mittlerweile entfernt worden.
  • Die Microstock-Bildagentur Clustershot gibt auf. Offiziell soll die Webseite am 21.02.2011 abgeschaltet werden, falls sich nicht vorher ein Käufer fände, aber ich komme schon jetzt nicht mehr auf deren Seite.
  • Dass einige Fotowettbewerbe nur ein windiger Versuch sind, sich möglichst günstig die Nutzungsrechten an guten Fotos zu sichern, wissen wir mittlerweile hoffentlich alle. Dass jetzt aber auch das Bundesfamilienministerium in dieser zwielichtigen Ecke mitmitschen will, überrascht dann doch etwas. Da wurden sie wohl von einer Werbeagentur zu gut beraten.
  • Es gibt einen neuen, empfehlenswerten Blog, der sich mit juristischen Fragen rund um das Urheberrecht auseinandersetzt: Rechtambild.de. Dort wird auch ein „Juristisches Handbuch für Fotografen“ kostenlos zum Download angeboten.
  • Fotolia investiert 750.000 US$ in die Microstock-Audio-Seite Audiomicro. Das passt insofern gut, weil Fotolia bisher nur Bilder und Videos verkauft. In wenigen sollen „gemeinsame Produkte“ auf den Markt kommen.
  • Fotolia hat auch anderweitig aufgerüstet: Die Suchfunktion erlaubt es endlich, Begriffe auszuschließen (z.B. „Gruppe -Männer“), sehr hilfreich bei mehrdeutigen Wörtern („Rock -Musik“). Außerdem gibt es bei den erweiterten Suchfunktionen die Möglichkeit, nur in neuen Fotos zu suchen oder sich nur Bilder anzeigen zu lassen, welche im Abonnement verfügbar sind. ich vermute, dass letzteres zu einem weiteren Anstieg der Abo-Downloads zu Lasten der normalen Downloads führen wird. Ach ja, auf koreanisch gibt es Fotolia jetzt auch.
  • Bigstock gibt es hingegen nun auch ganz auf deutsch.
  • Die Bildagentur Veer hat jetzt eine Gratis-Ecke, in der jede Woche ein neues Foto, eine Illustration und ein Font zum kostenlosen Download angeboten werden.
  • Gibt es eigentlich sowas wie Facebook für Microstock-Fotografen? Ja, gibt es.

Habe ich was übersehen? Dann rein in die Kommentare damit.

Stockfotografie-News 2011-01-21

Wer als Stockfotograf paar Wochen Pause macht, kann sich auf umfangreiche Lektüre einstellen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Als Anhaltspunkt hier einige Updates:

  • Die Frage lag auf der Hand, seitdem Shutterstock die Agentur BigStockPhoto gekauft hatte: Können Fotografen von Shutterstock ihre Bilder automatisch zu BigStock senden? Lange hieß es, nein, das sei nicht möglich, nun geht es doch: Vorerst dürfen ausgewählte Fotografen (mit großen Portfolios und vielen Verkäufen) ihre Bilder automatisch zu BigStock kopieren, danach soll der Prozeß schrittweise für mehr Kontributoren geöffnet werden.
  • Die Bildmaschine kündigte per Email an ihre Fotografen einen „kompletten Relaunch“ für das zweite Quartal 2011 an. Im Zuge der Neuausrichtung wurde der Bildbestand von 1,5 Millionen Bilder neu gesichtet und Bilder gelöscht, die entweder weniger als 5 Megapixel hatten, deren Verschlagwortung nicht optimal war oder bei der die Bildmaschine keine Vermarktungschancen sieht. Vor allem letzteres rief bei Fotografen hämische Kommentare hervor, die über die Bildagenturen seit mehreren Jahren keine Bilder verkaufen konnten.
  • Begeisterung löste hingegen eine andere Meldung aus: Die Bildagenturen Fotolia und Dreamstime liefern keine Bilder mehr an Pixmac. Auf den ersten Blick ist es vielleicht verwunderlich, dass eine Vertragskündigung Jubel auslöst, aber die Hintergründe lassen einem schon ein Kribbeln über den Rücken laufen. Ich hatte vor einigen Wochen im Blog über Pixmac berichtet und das fiel nicht positiv aus. Mittlerweile erhebt Dreamstime offiziell den Vorwurf, dass Pixmac Bilder entgegen vertraglichen Vereinbarungen verkaufen würde und – noch schlimmer – Verkäufe nicht immer mit Fotografen abrechnen würde. Viele Fotografen melden sich auch in deutschen und englischen Foren, dass zum Beispiel Namen falsch zugeordnet würden, fremde Bilder im eigenen Portfolio zu finden seien und vieles mehr. Das kann ich aus eigener Hand bestätigen, da ich selbst mehrere fremde Bilder in meinem Portfolio fand. Da bekommt die aktuelle Pressemitteilung von Pixmac, in der sie von „fairen Regeln“ sprechen, einen bitteren Beigeschmack.
  • Übrigens: Wer meint, er habe mit Pixmac nichts zu tun, sollte nicht so sicher sein. Wer zum Beispiel bei BigStock, 123rf, Fotolia, Dreamstime oder Imagebroker Bilder verkauft und dort die Weitergabe seiner Bilder an Partneragenturen erlaubt hat, könnte seine Fotos bei Pixmac finden. Ob unter seinem Namen, ist jedoch nicht immer gesichert. Erster Anhaltspunkt zur Suche: Bei Pixmac nach einem häufigen Keyword der eigenen Bilder suchen und unter „Erweiterte Suche“ im Feld „Urheber“ seinen Benutzernamen bei einem der genannten Bildagenturen eintragen.
  • Alamy sucht professionelle Videofilmer, die ihr Footage über die Bildagentur vermarkten wollen. Damit sind ausdrücklich jedoch keine Fotografen gemeint, die bisher nur ein bißchen an der Videofunktion ihrer DSLR herumspielen. Wie ich zum Beispiel.. 🙂
  • Nachdem istockphoto die Honorare für Fotografen Anfang des Jahres gesenkt hatte, sie danach minimal angepasst hat, es zur Weihnachtszeit einen großangelegten Betrugsversuch gab und die Suche momentan nicht richtig funktioniert, geht istockphoto den einzig logischen Schritt: Die Bildagentur hebt die Preise an. Betroffen sind nicht nur Fotos, sondern hauptsächlich Videos.
  • Aber auch Fotolia senkt wieder die Fotografenhonorare: Nicht-exkusive Fotografen bekommen ab nächste Woche nur noch 20 statt 25% (Ranking Weiß), 23 statt 28% (Bronze), 25 statt 31% (Silber) oder 31 statt 34% (Gold). Exklusive Fotografen erhalten dann nur noch 35 statt 42% (Ranking Weiß), 40 statt 45% (Bronze) oder 45 statt 48% (Silber). Ein kurzes Durchrechnen ergab: Ich werde vermutlich einen dreistelligen Honorarverlust haben.
  • Noch mal istockphoto: Die Firma Lookstat hat errechnet, dass bei wichtigen Suchbegriffen wie „Business“ oder „Medizin“ exklusive Bilder 4x häufiger als nicht-exklusive Bilder bei istockphoto angezeigt werden.
  • Paul Melcher stellt in seinem Blog die Firma X-Pire vor und mit ihr einen interessanten Ansatz, wie es in Zukunft vielleicht möglich sein könnte, die „rights managed“-Lizenzierung von Bilder zu neuem Glanz zu verhelfen.
  • Nachdem Yuri Arcurs seine Bildbearbeitung nach Indien ausgelagert hat, crowdsourct er jetzt auch seine Art Direction. Vielleicht sollte ich das auch mal machen.
  • Nach einigen anderen Bildagenturen hat jetzt auch Veer ein Riesen-Shooting namens „Photo Op 2010“ organisiert. Die Ergebnisse, Making-Of-Fotos und ein Making-Of-Video gibt es hier zu sehen.
  • Da ich vor kurzem verschiedene Software zum Erstellen einer eigenen Bildagentur vorgestellt habe, soll dieser Hinweis nicht fehlen: Am 28.1. stellt der Journalistenverband DJV in einem Online-Seminar das hauseigene DJV-Bilderportal vor, mit dem Fotografen selbst ihre Bilder vermarkten können.
  • Nicht nur für Fotografen, sondern für alle Selbständigen interessant ist dieses Flussdiagramm, welches einem die Frage beantwortet: „Wann sollte ich umsonst für jemanden arbeiten?“

Was sagt ihr zu den Neuigkeiten? Habe ich etwas vergessen? Wenn ja, dann bitte wieder als Kommentar ergänzen.

Stockfotografie-News 2011-01-07

Es gibt einen Spruch: „Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“. Ich überbiete das noch und liefere diesmal ausnahmsweise Nachrichten, welche aus dem letzten Jahr sind! Nimm das, F5-Junkie.

Ärmel hochgekrempelt, Papiere rausgesucht und los geht’s:

  • istockphoto akzeptiert jetzt auch „redaktionelle Bilder„. Das sind – vereinfacht gesagt – Bilder, welche wegen fehlender Model-Verträge oder Eigentumsfreigaben nur für die journalistische Berichterstattung genutzt werden dürfen. Wer es genauer wissen will, wartet paar Tage, denn ich habe einen erklärenden Artikel schon fertig in der Schublade, der bald im Blog veröffentlicht wird.
  • Das ist selten: Der Bildbearbeiter Calvin Hollywood veröffentlicht seine DVD „Calvin Hollywoods Stock Selection„*. Darauf befinden sich über 580 hochauflösende Fotos, die Bildbearbeiter und Fotografen für ihre eigenen Hintergründe, Fotomontagen etc. einsetzen dürfen. Und jetzt kommt’s: „Alle Bilder sind ohne jegliche Einschränkung verwendbar“. Das heißt, die fertigen Fotomontagen dürfen z.B. ausdrücklich auch über Bildagenturen verkauft werden. Die einzige Einschränkung bleibt laut Gerhard Koren des Herstellers video2brain, dass die Bilder nicht unverändert weiterverkauft werden dürfen.
  • Die Bildagentur Zoonar hat angekündigt, mit weiteren Partneragenturen zusammenzuarbeiten, darunter ab sofort auch mit der Photolibrary. Außerdem wird der Honoraranteil für Fotografen bei Verkäufen über Partneragenturen insgesamt auf 60% geändert. Das heißt, bei Alamy steigt der Anteil von 50% auf 60%, bei Fotofinder sinkt der Anteil bei einigen Fotografen von 80% auf 60%.
  • Welche wichtigen Änderungen gibt es für Selbständige 2011? Das beantwortet der Selbständig-im-Netz-Blog.
  • Die Bildagentur Panthermedia veröffentlichte ihre meistverkauftesten Bilder 2010. Bei Twitter meinte jemand als Kommentar: „Alles austauschbare symbolische Motive“. Keine Ahnung, ob es positiv oder negativ gemeint war, aber die Beobachtung ist jedenfalls richtig.
  • Auch die Bildagentur Getty Images hat einen bebilderten Jahresrückblick 2010 erstellt. Ihr Buch „Yeahr in Focus“ kann online durchgeblättert werden. Sehr beeindruckende Fotos dabei. Wer den Unterschied zwischen „kommerziellen Bildern“ und „redaktionellen Bildern“ sehen will, kann die Bildsprache und Motive der Fotos von Panthermedia und Getty mal vergleichen. Erstere sind kommerziell, zweitere meist redaktionell.
  • Fotolia hat eine neue Version ihrer kostenlosen Software „Fotolia Desktop“ veröffentlicht. Damit können Bildkäufer auf dem Desktop Bilder raussuchen, ohne auf die Fotolia-Webseite gehen zu müssen. Neu sind unter anderem verbesserte tionen für die Handhabung von Galerien oder Leuchtkästen.
  • Designer mit einer Kreativitätsblockade können sich von der Bildagentur Veer kostenlos ein „Activity Book“ anfordern, in dem viele kurzweilige Denkspiele zu finden sind, welche das Gehirn wieder ankurbeln sollen.
  • Die Rechercheabteilung der Bildagentur Corbis hat als neuen visuellen Trend den „Human Touch“ entdeckt. Menschliche Nähe und Wärme soll wieder mehr in Bildern zu finden sein. Das deckt sich zumindest mit der „neuen Natürlichkeit„, die Getty als Trend postuliert.
  • Vor paar Wochen hatte ich hier im Blog auf einige Nachteile der Bildagentur Pixmac aufmerksam gemacht. Das hat sich Pixmac zu Herzen genommen und neben den Vertragsbedingungen jetzt auch die Honorarstruktur angepasst. Es wird nun ein Mindesthonorar von 0,25 $ pro Verkauf und ein Mindestanteil von 30% pro Verkauf garantiert. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, erinnert leider aber noch zu stark an Polylooks. ch meiner Kritik an zu niedrigen Honoraren wurde dort ebenfalls ein Mindesthonorar von 35 Cent eingeführt. Damit stieg (zumindest bei mir) der durchschnittliche „Revenue per Download“ (RPD) zwar von 80 Cent auf 91 Cent, war aber immer noch niedriger als bei anderen Microstock-Agenturen. Angesichts der Verkaufspreise bei Pixmac befürchte ich ähnliches. Lobenswert ist in diesem Zusammenhang mal die Agentur Clipdealer zu erwähnen, bei der ich trotz Microstock-Preisen konstant ein durchschnittliches Verkaufshonorar (RPD) von über 3 Euro erhalte.
  • Das Webmagazin t3n sucht übrigens den „Blog des Jahres 2010„. Wer meinen Blog toll findet, kann ja für ihn abstimmen. Da ich nicht nominiert bin, müsstet ihr dann die Blogadresse unten im Freifeld eintragen.

Was sagt ihr zu den News? Sind das gute Nachrichten?

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