Schlagwort-Archive: online

Vertraulicher Beta-Test bei Dreamstime verschenkt Bilder

In der Microstockgroup veröffentlichte gestern ein Fotograf diese Email von Dreamstime, in der ein neues „Beta-Test-Programm“ vorgestellt wurde.

Darin ist von einem kleinen Test die Rede, bei dem Dreamstime-Bilder für Online-Werbung genutzt werden. Die teilnehmenden „Kunden“ sollen Bilder in kleinen Auflösungen auswählen können für die Verwendung in Online-Werbeanzeigen, die  – vermutlich – über Werbenetzwerke auf anderen Webseiten eingeblendet werden.

Die Bilder bei Dreamstime kommen von den Fotografen, welche die Funktion „Alliances and Partnerships“ (oder sperriger im Deutschen „Bündnisse und Teilhaberschaften“) aktiviert haben. Hier könnt ihr schauen, ob die Funktion bei euch an- oder ausgeschaltet ist:

dreamstime-alliances

Die spannende Frage ist nun: Wie viel bekommt der Fotograf für die Nutzung seiner Bilder?

Ich versuche mal, den Satz aus der Dreamstime-Mail so genau wie möglich zu übersetzen

„Obwohl es keine Kompensation an Dreamstime oder die beteiligten Fotografen geben wird in der Testphase, sollte diese neue Partnerschaft in zusätzlicher Sichtbarkeit und Einnahmen für Sie und Dreamstime resultieren, wenn der Beta-Test gut läuft. Es gibt zur Zeit keine weiteren Details.“

Also kurz: Die Fotografen erhalten kein Geld für die Verwendung ihrer Bilder. In einem Folgebeitrag schreibt Serban Enache, der Gründer von Dreamstime, unter seinem Alias „Achilles“, dass Dreamstime versuchen will, nachträglich Bildhonorare für die Verwendung zu zahlen. Nach einem Versprechen klingt das nicht. Unklar ist auch die Länge des Testprogramms. Das klingt nach einer Fortsetzung des Google Drive-Deals.

Wer nicht möchte, dass seine Bilder bei diesem Test dabei sind, muss sich spätestens bis zum 2.6.2014 komplett von dem oben gezeigten „Alliances“-Programm abmelden. Wer wie ich schon abgemeldet war, wird die oben genannte Email nicht erhalten. Wer dort angemeldet ist, erhält diese Email, wenn einige seiner Bilder für die Teilnahme ausgewählt wurden.

Online-Backup für Fotografen und andere Tipps zu Datensicherung

Vor kurzem hatte ich auf meiner Facebook-Seite den Link zu diesem Artikel gepostet, in dem eine Firma für Online-Datensicherung die Festplatten verschiedener Hersteller miteinander vergleicht.

In den Kommentaren kamen einige Fragen zur konkreten Gestaltung einer Datensicherung auf und da meine beiden Artikel zum Thema schon etwas älter sind, möchte ich das wichtige Thema noch mal ins Gedächtnis aller Fotografen rufen.

Warum ist Datensicherung wichtig?

Datensicherung erfüllt das gleiche Prinzip wie eine Versicherung. Wir alle hoffen, dass wir nie eine brauchen, aber wenn der Ernstfall eingetreten ist, sind wir sehr froh, wenn wir eine haben. Der Ernstfall kann ein Einbruch ins Fotostudio sein, bei dem alle technischen Geräte gestohlen werden, ein Feuer, was das Arbeitszimmer vernichtet oder ein plötzlicher Ausfall der Festplatten, auf denen unsere Daten gespeichert sind. Vor allem den letzten Punkt vergessen viele Leute gerne, dabei haben auch Festplatten eine Art „Haltbarkeitsdatum“, welches im Schnitt zwischen zwei bis zehn Jahren schwankt. Deshalb ist die Wahl der richtigen Festplatte von großer Bedeutung und ich lege allen ans Herz, vor Kauf einer neuen Festplatte den oben verlinkten Artikel gründlich zu lesen.

Was für Daten sollten gesichert werden?

Alle Daten, die im Falle eines Verlusts entweder nicht mehr problemlos wiederhergestellt werden können (der Offline-Dump der Wikipedia mit über 100 GB gehört also nicht dazu) oder eine starke Einschränkung bei der Arbeit bedeuten würden, sollten gesichert werden.

Ich selbst trenne bei der Datensicherung zwischen zwei Bereichen:

  1. meinem „Stockfotomaterial„:
    • RAW-Dateien/Videos
    • entwickelte JPG-Fotos und gerenderte Videos
    • Model-, Agentur- und andere Verträge als Scans
    • meine Excel-Tabellen mit Verwaltungsinformationen, Model-Kontakten und Umsatz-Statistiken
  2. meinem „Arbeitsmaterial„:
    • im Grunde meine gesamte Arbeitsfestplatte, auf der sich unter anderem befinden:
    • meine geschäftlichen Emails
    • meine Textdateien
    • Layout-Entwürfe
    • meine Webseiten-, Blog- und Forum-Daten

Diese sichere ich auf zwei verschiedene Arten:

Das Stockfoto-Material sichere ich regelmäßig auf zwei externe Festplatten (aktuell die WD My Book 4 TB*). Regelmäßig heißt, sobald die Daten anfallen, also nach einem Shooting, nach dem Ende eines Bildbearbeitungssession etc. Die beiden Festplatten tausche ich ca. alle zwei Jahre gegen ein Modell mit mehr Speicherplatz aus. Aktuell bin ich in der vierten Generation angekommen: 500GB, 1 TB, 2TB, 4 TB. Die alten Daten kopiere ich dann auf beide neue Platten und lagere eine der alten Platten bei einem Freund aus. So habe ich die Daten immer doppelt vorrätig, falls eine der Platten den Geist aufgibt. Ich nutze zwei Platten, um eine Art „manuelles RAID-1-System“ zu haben. Es gibt zwar Systeme, die eine noch bessere Verfügbarkeit garantieren, aber da gibt es eben auch zusätzliche Probleme und die Einrichtung ist komplizierter. Zusätzlich werden die Festplatten mit einem Online-Backup-Dienst gesichert. Dazu gleich mehr.

Mein Arbeitsmaterial ist meine aktuelle Festplatte. Es ist aber nicht die einzige Festplatte in meinem Rechner, sondern neben der SSD-Systemplatte nur eine von zwei Festplatten. Wer an der genauen Modellnummer interessiert ist: Ich nutze die WD 2002FAEX 2 TB*. Die Daten der einen Platte werden mit der automatischen Windows-Sicherung regelmäßig auf die andere Platte kopiert.

Erfahrungen mit einem Online-Backup-Dienst

Zusätzlich nutze ich für beide Daten-Bereich einen Online-Backup-Dienst. In meinem Fall nehme ich Backblaze*, weil die unbegrenzten Speicherplatz anbieten, was bei mehreren Terabyte an Daten wichtig ist. Die Kosten belaufen sich auf 5 Dollar pro Monat, ich jedoch habe das Abo für zwei Jahre abgeschlossen, was mich dann im Schnitt nur ca. 3 Euro pro Monat kostet. Das ist unschlagbar. Und es funktioniert. Zwar habe ich bisher noch keinen Computercrash gehabt, aber unterwegs mal paar wichtige Daten vergessen. Da habe ich mich bei Backblaze eingeloggt, die gewünschten Daten auf meiner Festplatte angeklickt und paar Minuten später habe ich per Email eine Zip-Datei mit den benötigten Daten bekommen. Im Grunde sowas wie eine Art „Ersatz-NAS„.

Der größte Nachteil bei Backblaze ist, wie lange es dauert, bis die Daten das erste Mal gesichert sind. Da ich insgesamt ca. 5 TB an Daten habe, dauerte die erste Sicherung ca. ein halbes Jahr (bei 2,5 Mb/s), wo ich auch den Rechner oft nachts angelassen habe. Da wäre es schöner, einen Anbieter zu haben, dem man zu Beginn eine Festplatte schicken könnte. Aber nachdem ich diese „Durststrecke“ überstanden habe, sichert Backblaze nur die neu erstellten oder geänderten Dateien und ist im Hintergrund nicht mehr bemerkbar. Backblaze bietet aber auch an, nur bestimmte Ordner und nicht nur komplette Festplatten zu sichern, weshalb ich nach und nach die wichtigsten Ordner sichern lassen habe, damit sich der Dienst nicht zum Anfang mit den großen, von mir sowieso auch extern gesicherten RAW-Dateien aufhalten muss.

Ich kann nur über meine Erfahrungen mit Backblaze schreiben, weil ich keinen anderen Dienst nutze. Der Vollständigkeit halber will ich aber andere, ähnliche Dienste erwähnen. Es gibt zum Beispiel noch Crashplan, Livedrive oder Carbonite. Die vier Dienste sind preislich sehr ähnlich und bieten alle unbegrenzten Speicherplatz. Sie unterschieden sich vor allem in der verwendeten Software und Detaileinstellungen wie der Dauer der Versionsarchivierung, der Bequemlichkeit der Einrichtung etc.

Zusätzlich habe ich einen kostenlosen Dropbox-Account*, mit dem ich ebenfalls wichtige Dateien auf alle meine Rechner verteile und diese bei einer versehentlichen Löschung ebenfalls wieder rekonstruieren kann.

Datenschutz beim Cloud-Backup?

Der größte Kritikpunkt bei der Nutzung von Cloud-Backups ist, das andere Leute Zugriff auf die eigenen Daten hätten. Ich halte das für übertrieben. Zum einen werden die Daten in den Rechenzentren der Anbieter gut verschlüsselt. Klar, die NSA wird diese Verschlüsselung sicher knacken können, aber wenn sie das kann, kann sie auch direkt über das Internet auf euren Rechner zugreifen. Einige Dienste wie Crashplan bieten auch an, die Daten nicht auf den eigenen Servern zu sichern, sondern diese an einen anderen Ort zu schicken, beispielsweise auf die externe Festplatte eines Verwandten oder einen selbst betriebenen Server.

Wie sichert ihr eure Daten? Welche Tipps gebt ihr anderen Fotografen zur Datensicherung?

* Affiliate-Link

Online-Bildersuche Spookfish mit Kickstarter-Kampagne

Ich habe bisher ab und zu an dieser Stelle über Möglichkeiten geschrieben, geklaute Bilder im Internet mit diversen Tools zu finden.

Da gibt es zum Beispiel TinEye und Google Images, seit kurzem auch Plaghunter und bald soll ein neues Tool names Spookfish hinzukommen.

spookfish
Spookfish ist im Grunde eine Weiterentwicklung von Plaghunter. Beide nutzen im Hintergrund Google Images als Bildersuche, vereinfachen und automatisieren den Prozess jedoch.

Ich habe die Entwickler gefragt, was aus ihrer Sicht die Unterschiede zwischen Spookfish und den anderen Tools sind.

„1.) Google: Spookfish nutzt kostenlose Reverse Image Search Dienste im Internet, darunter auch Google. Spookfish hat Google gegenüber aber den Vorteil, dass man nicht jedes mal seine Bilder manuell neu suchen muss. Außerdem bekommt man auf Google bei einer erneuten Suche ja auch all die Stellen gezeigt, die man schon kennt. Spookfish lässt sich so einstellen, dass man eben nur über neue Stellen informiert wird.

2.) Tineye: Spookfish findet wesentlich mehr, außerdem ist Tineye ein Abo-Service. Hier bezahlt man monatlich eine Stange Geld; bei uns nur einmal. Zur Zeit 30$ (ca. 22 €) für die Pro-Version.

3.) Plaghunter: Plaghunter setzt offenbar auch auf die Google-Funktion auf. Zwei entscheidene Unterschiede:
A: Plaghunter ist wiederum ein Abo-Service. Hier bezahlt man für die Überwachung von 50 Bildern jeden Monat 29€. (wie gesagt: für die Pro-Version von Spookfish bezahlt man einmal 30$ und kann eine unlimitierte Anzahl an Bildern suchen – davon 100 am Tag.
B: Plaghunter ist browserbasiert und kann nur nach Bildern suchen, zu denen man verlinken kann. Wenn man als Fotograf ein Online-Portfolio hat und nach diesen Bildern sucht, dann funktioniert das. Für den Fall, dass man aber nicht möchte, dass ein Bild überhaupt im Internet auftaucht, dann ist diese Funktionsweise von Nachteil.“

Ich selbst nutze Plaghunter seit einigen Monaten in der kostenfreien Variante und habe damit bisher einige gewerbliche Urheberrechtsverletzungen entdecken können, die mir sonst vielleicht nicht aufgefallen wären. Diese Fälle habe ich dann meinem Anwalt übergeben, der die meisten davon zu meiner Zufriedenheit lösen konnte.

Deshalb überzeugt mich das Angebot von Spookfish, für einmalig ca. 22 Euro automatisiert nach einer unbegrenzten Menge an Bildern suchen zu können.

Damit die Software realisiert werden kann, hat Spookfish diese Kickstarter-Kampagne gestartet, welche nur noch bis Freitag, den 28. März 2014 läuft. Leider sind bis jetzt nur knapp 10% der anvisierten 28.000 USD zusammen gekommen. Die Macher von Spookfish sehen die Kickstarter-Kampagne auch als einen Gradmesser für das Interesse an der Software, wenn sie also nicht erfolgreich ist, wird Spookfish sehr wahrscheinlich auch nicht umgesetzt werden.

 

Wer mithelfen möchte, dass das Projekt umgesetzt werden kann, kann sich bei hier bei Kickstarter für die Standard- oder Pro-Variante von Spookfish vormerken lassen.

Welche Methoden nutzt ihr, um nach geklauten Bildern zu suchen?

Kostenloser Stockfotografie-Verdienst-Rechner

Ich bin stolz, Euch heute meinen Stockfotografie-Verdienst-Rechner vorstellen zu können.

Ihr findet das Online-Tool in meinem Blog, wenn ihr oben auf „Stock Photography Income Calculator“ klickt oder unten in diesem Blogbeitrag.

Oben rechts ist beim Rechner ein kleines Auswahlfeld, mit dem zwischen den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch gewechselt werden kann.

Dieser Rechner erlaubt es Stockfotografen, einfach ihr zu erwartendes Einkommen und andere hilfreiche statistische Daten auszurechnen.

Der Stockfotografie-Verdienst-Rechner errechnet das voraussichtliche Einkommen bis zum Jahresende und dem nächsten Jahr, basierend auf einigen Daten, die eingegeben werden. Er schätzt auch das zu erwartende Portfolio-Wachsum eines Fotografen und berücksichtigt es in der Kalkulation.

Darüber hinaus werden wichtige Analyse-Zahlen für das Stockfotografie-Geschäft berechnet, zum Beispiel der „Return per Image“ (RPI), also der Umsatz pro Bild und Jahr und die „Verkäufe pro Foto“ für jede Bildagentur. Das Tool berücksichtigt auch, dass einige Agenturen verschiedene Währungen benutzen und lässt Euch selbst so viele Agenturen hinzufügen, wie ihr wollt.

So, jetzt bin ich gespannt, wie ihr es findet. Schreibt mir Eure Meinung dazu in den Kommentaren.

Für mehr Informationen und die Hilfe-Funktion lest unten weiter.

Stock Photography Income Calculator

calculate your projected stock income over the next years

Name:
Name: logout
Agencies
Total earnings this year at all agencies
Total earnings next year at all agencies with today's images
Total earnings next year at all agencies with today's portfolio growth rate
Add another agency
Name:
AGENCY_NAME_HERE
Downloads this year: # images now
Earnings this year: # images beginning of the year

Currency settings: US-$ other
Conversion rate:

Downloads photo/year: Return per photo/year
Earnings total this whole year: Return per download
Earnings total next year with todays images:

Total images till end of this year with today's growth rate:
Total images till end of next year with today's growth rate:
Earnings total next year with today's portfolio growth rate:

Wie funktioniert das Teil?

Vier verschiedene Daten müssen eingegeben werden, die der Rechner für die Analyse braucht:

  1. Bisherige Verkäufe im Jahr
  2. Bisherige Einnahmen im Jahr
  3. Anzahl Deiner Bilder in der Agentur
  4. Anzahl Deiner Bilder in der Agentur zu Jahresbeginn

Wie trage ich diese Daten ein?

Hier sind einige Beispiele, wie Du diese Daten von den Agentur-Webseiten auslesen kannst. Du musst hier keine Login-Daten eingeben, damit der Rechner funktioniert. Stattdessen gehst Du einfach wie gewohnt in den Mitgliedsbereich Deiner Bildagenturen und suchst dort nach den passenden Daten.

istockphoto

  1. Bisherige Verkäufe im Jahr: Logge Dich ein, klicke oben links auf Deinen Benutzernamen und dann auf den Tab „Statistik“ (wie im Bild unten markiert). Dort gibt es im Bereich „Monat“ ein Feld namens „Downloads“, was so was anzeigt wie: „2009: XXXX Downloads“. XXXX ist die Zahl, die Du in den Rechner eingibst.
  2. Bisherige Einnahmen im Jahr: Genau über der Zahl mit den Downloads steht der Betrag, den Du bisher im Jahr verdient hast. Das sieht so aus: „2009: $XXXX,XX royalties“. XXXX ist das, was Du im Rechner eingibst.
  3. Anzahl Deiner Bilder in der Agentur: Oben rechts unter dem Wort „Portfolio“ steht: „Dateien: XXXX“. Diese Zahl gibst Du ein.
  4. Anzahl Deiner Bilder in der Agentur zu Jahresbeginn: Die Zahl ist etwas komplizierter zu finden. Gehe in den Bereich „Meine Uploads“ und sortiere Deine Fotos nach „Upload“. Dann gehe die Seiten durch, bis Du das erste Bild des Jahres mit einem Datum dieses Jahres findest. Nun musst Du alle Dateien zählen, die Du davor hochgeladen hattest. Du kannst Dir das vereinfachen, indem Du nur die Seiten zählst und mit 20 multiplizierst und die Bilder der Seite addierst, auf der der Jahreswechsel sichtbar ist. Das ist dann die gesuchte Zahl. Profi-Fotografen brauchen diese Zahl sowieso öfter, deswegen schreibe sie Dir ruhig für später auf.

istockphoto-backend

Fotolia

  1. Bisherige Verkäufe im Jahr: Logge Dich ein, klicke auf „Dateien“ und dann auf das Tab „Statistik“ (wie im Bild unten markiert). Wähle bei Zeitraum „Alle“ und bei Intervall „Jährlich“. Als Information wählst Du „Wieviele meiner Werke wurden heruntergeladen?“ und klickst dann auf „Statistik anzeigen“. Das Ergebnis trägst Du in den Rechner ein.
  2. Bisherige Einnahmen im Jahr: Ändere die Information zu „“ und trage das Ergebnis in den Rechner ein.
  3. Anzahl Deiner Bilder in der Agentur: In der linken Mitgliedskonto-Spalte steht „Portfolio“ und dahinter eine Zahl. Die kommt wieder in den Rechner.
  4. Anzahl Deiner Bilder in der Agentur zu Jahresbeginn: Das ist wieder schwierig. Klicke im Dateien-Bereich auf „Uploads“ und sortiere die Bilder nach „Datum“ und zähle, wie viele Bilder Du bis Jahresbeginn hochgeladen hast. Du kannst wieder Zeit sparen, indem Du die Seitenzahl mit der Zahl der angezeigten Bilder multiplizierst. Achte darauf, dass die Funktion „Gelöschte Dateien einblenden“ deaktiviert ist.

fotolia-backend

Shutterstock

  1. Bisherige Verkäufe im Jahr: Logge Dich ein, klicke oben auf „Statistiken“ (wie im Bild unten markiert) und addiere die Summe unten links (welche die Anzahl der Downloads im Monat anzeigt) für alle Monate dieses Jahres.
  2. Bisherige Einnahmen im Jahr: Mache das gleiche für die Einnahmen, nur das Du die Summe unten rechts (welche die monatlichen Gesamteinnahmen zeigt) addierst. Es gibt noch eine andere Methode, beide Zahlen zu bekommen: Klicke unten auf „Tabellenkalkulation Ihrer Verdienste herunterladen“ und gebe als Startdatum den 01.01. diesen Jahres ein und als Enddatum das heutige Datum (ähnlich wie im Bild unten gezeigt). In der Excel-Tabelle, die dann erstellt wird, ist die erste Zahl in der untersten Zeile die Anzahl der bisherigen Verkäufe im Jahr und die letzte Zahl in der untersten Spalte die bisherigen Einnahmen in diesem Jahr.
  3. Anzahl Deiner Bilder in der Agentur: Klicke in der oberen Spalte auf „Home“ und unter „Bildstatistiken“ steht rechts neben „Bilder in der Galerie:“, wie viele Bilder Du online hast.
  4. Anzahl Deiner Bilder in der Agentur zu Jahresbeginn: Klicke unten auf der Account-Seite auf „Status der eingereichten Fotos“ und dann auf den Tab „Genehmigte Fotos“. Dann zähle wieder, wie viele Bilder bis zum Anfang des Jahres freigeschaltet wurden. Ich weiß, es ist frustrierend, deswegen zähle einmal und schreibe Dir die Nummer auf.

shutterstock-backend

Dreamstime

  1. Bisherige Verkäufe im Jahr: Logge Dich ein und klicke auf „Verwaltungsbereich“ und dann auf „Statistiken“ (wie im Bild unten markiert). In der Spalte „Einkommen/Sales“ addiere die Zahlen für jeden Monat in diesem Jahr.
  2. Bisherige Einnahmen im Jahr: Ebenfalls auf der Statistik-Seite addiere die Werte bei Einkommen/Ertrag für jeden Monat diesen Jahres. Du kannst Dir das Zählen erleichtern, indem Du oben bei Archive“ auf „Quarterly“ klickst und nur die Quartalszahlen addieren musst. Du kannst Du auch alle Zahlen als Excel-Tabelle ausgeben lassen mit der Funktion „Download Excel Archives“ und dann Excel das Zählen übernehmen lassen.
  3. Anzahl Deiner Bilder in der Agentur: Ganz oben rechts im Bereich „Konto Statistik“ steht „Uplaods: XXXX“. Das ist die benötigte Zahl.
  4. Anzahl Deiner Bilder in der Agentur zu Jahresbeginn: Klicke im Verwaltungsbereich auf „Online Dateien“ und sortiere sie nach „Hochgeladen am“ und zähle wieder, wie viele Bilder vor Jahresanfang Du hochgeladen hast. Du kannst wieder Zeit sparen, indem Du die Anzahl der verbleibenden Seiten mit 20 (Anzahl der angezeigten Bilder) multiplizierst.

dreamstime-backend

Was bedeuten die Ergebnisse?

Vorausgesetzt, Du hast die Daten richtig eingetragen, gibt der Stockfotografie-Verdienst-Rechner diese Informationen aus:

Downloads pro Bild/Jahr: Prognose, wie viele Downloads pro Bild Du in diesem Jahr erzielen wirst. Diese Zahl berücksichtigt Dein Portfolio-Wachstum und kommende Downloads im Jahr.
Gewinn pro Bild/Jahr: Diese Nummer ist auch als RPI (Return per Image) bekannt und zeigt an, wie viel Geld Du pro Bild in der Agentur in diesem Jahr verdient hast. Das Portfolio-Wachstum wird wieder berücksichtigt.
Gesamteinnahmen dieses Jahr: Prognose, wie viel Geld Du gesamt dieses Jahr bei dieser Agentur verdienen wirst.
Gewinn pro Download: Dieser RTD (Return per Download) zeigt an, wie viel Geld Du bisher pro Download erhalten hast.
Einnahmen im nächsten Jahr mit den heutigen Bildern: Das ist eine Prognose, wie viel Du nächstes Jahr verdienen würdest, wenn Du keine neuen Bilder hochlädst.

Anzahl der Bilder bis Jahresende mit Portfolio-Wachstumsrate: Diese Zahl zeigt an, wie viele Bilder Du bis Jahresende bei der Agentur haben kannst, wenn Du mit dem gleichen Tempo wie bisher hochlädst.
Anzahl der Bilder bis Ende nächsten Jahres mit Portfolio-Wachstumsrate: Diese Zahl zeigt an, wie viele Bilder Du bis Ende des nächsten Jahres bei der Agentur haben kannst, wenn Du mit dem gleichen Tempo wie bisher hochlädst.
Einnahmen im nächsten Jahr mit Portfolio-Wachstumsrate: Prognose, wie viel Du das gesamte nächste Jahr verdienen wirst, wenn Du wie bisher Bilder hochlädst.

Unten beim Rechner stehen die Gesamtergebnisse für alle Agenturen kombiniert. Stelle sicher, dass Du immer eventuell verschiedene Währungen berücksichtigst, sonst addiert der Rechner einfach verschiedene Währungen und erzeugt falsche Ergebnisse. Bei der nächsten Frage steht, wie verschiedene Währungen eingetragen werden können.

Unter dem Strich erzeugt der Rechner seine Ergebnisse basierend auf Deinen bisherigen Einnahmen und Verkäufen und dem Wachstum Deines Portfolios. Aber die Formeln sind keine Hexerei und sie berücksichten NICHT Faktoren wie Vergrößerung oder Verkleinerung von Marktanteilen einer Bildagentur, höhere prozentuale Beteiligungen nach einer bestimmten Summe von Verkäufen oder Einnahmen und so weiter.

Wie benutze ich die Währung-Funktion?

Standardmäßig werden die Ergebnisse in der gleichen Währung ausgegeben wie sie eingegeben werden. Einige Agenturen zahlen ihre Mitglieder jedoch in verschiedenen Währungen aus (zum Beispiel überweist mir istockphoto US-Dollar, Fotolia aber Euro). Deswegen ist es möglich, auf „andere Währung“ zu klicken und einen Wechselkurs einzugeben, damit die Ergebnisse wieder vergleichbar werden.

Ein Beispiel: Wenn Dich alle Agenturen in US-Dollar bezahlen, aber eine Agentur Dir Euro überweist und der Umrechnungskurs beträgt 1 Euro = 1,48 USD, dann gibst Du die 1,48 als „Umrechnungskurs“ ein und erhältst die Ergebnisse in US-Dollar. So sind die Gesamteinnahmen am Ende des Rechner wieder in der gleichen Währung.

Kann ich meine Daten speichern und laden?

Der Rechner funktioniert, ohne dass Du Dich einloggen musst. Aber wenn Du Deine Zahlen für eine spätere Verwendung speichern wilst, kannst Du oben auf „Login und Daten laden“ klicken und einen Benutzernamen Deiner Wahl eingeben. Dann kannst Du Deine Daten speichern und wieder laden, bis Du auf „Ausloggen“ klickst. Warnung: Die Daten werden nur lokal auf Deinem Computer mit einem Cookie gespeichert, das Löschen des Cookies löscht also auch Deine Daten.

Sind meine privaten Daten sicher?

Na klar. Ich kann keine Deiner Zahlen sehen, die Du in den Rechner eingibst oder die als Ergebnis angezeigt werden. Alle Berechnungen werden auf Deinem Computer vorgenommen und wenn Du die Login-Funktion nutzt, werden alle Informationen nur in einem Cookie auf Deinem Computer gespeichert. Ich habe keinen Zugriff auf diese Informationen! Wenn Du Deine Daten löschen willst, leere einfach alle Felder und klicke auf „Speichern“ oder lösche den Cookie manuell aus Deinem Browser-Cache.

Warum gibt es dieses Tool?

Ich bin selbst ein professioneller Stockfotograf und hatte diese Idee schon vor einer Weile. Ich berechne die genannten Daten (und viele andere) in einer Excel-Tabelle für mein Geschäft und ich möchte diese Möglichkeit mit anderen Foto-Kollegen teilen. Der von mir hoch respektierte Stockfotograf Yuri Arcurs hat selbst ein ähnliches Tool online, welches meiner Meinung noch nach einige Funktionen vermissen lässt. So berechnet es nur die Einnahmen bis zum Monatsende und berücksichtigt nicht das Portfolio-Wachstum. Der „Nachteil“ meines Rechners hingegen ist, dass er im Vergleich zu Yuris Rechner vier mal so viele Daten erfordert, um arbeiten zu können.

Ideen? Vorschläge? Brauchst Du Hilfe?

Wenn Du Vorschläge oder Ideen hast, wie der Verdienst-Rechner besser oder genauer gemacht werden könnte, kannst Du gerne einen Kommentar schreiben oder mir eine Email schicken. Ich versuche, so gut wie möglich zu antworten und den Rechner zu verbessern, aber denke daran, dass ich vor allem Fotoproduzent und kein Programmierer bin und der Rechner nur ein Nebenprodukt meiner Arbeit ist. Deswegen auch noch mal ein großes Danke an Ralf Baumbach, ein befreundeter Programmierer, der mir schnell und unkompliziert geholfen hat, meine Idee technisch umzusetzen.

Wenn Du mehr über Stockfotografie lernen willst, kannst Du weiter in meinem Blog „Alltag eines Fotoproduzenten“ stöbern.

Wenn Du eine weitere Übersetzung für den Rechner beitragen willst, kannst Du Dich ebenfalls gerne bei mir melden.

Haftungsausschluss

Ich habe mir größte Mühe gegeben, die Ergebnisse so akkurat wie möglich werden zu lassen. Trotzdem übernehme ich keine Garantie für die Richtigkeit der Ergebnisse des Rechners und hafte nicht für eventuelle Schäden, die aus der Nutzung resultieren könnten.
Micros