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Ist die neue Foto-App Prisma sicher und stocktauglich?

In letzter Zeit hat eine neue Foto-App den vordersten Platz in den App-Stores belegt (zumindest in der Kategorie „Foto und Video“).

Die Rede ist von der App Prisma, welche über 30 künstlerische Effekte bzw. Filter im Stil klassischer Kunstwerke zur Verfügung stellt, die über ein Foto gelegt werden können. Sie gibt es für iOs und für Android.

Beispiel der Prisma-Filter: Oben links mein Original-Foto, daneben 5 Kunst-Filter der App.
Beispiel der Prisma-Filter: Oben links mein Original-Foto, daneben 5 Kunst-Filter der App.

In den letzten Tagen häuften sich die Meldungen über problematische Nutzungsbedingungen der App, deshalb habe ich sie mir im Detail durchgelesen.

Besonders bitter ist mir folgender Satz aufgestoßen:

„[,,,] you hereby grant to Prisma a non-exclusive, fully paid and
royalty-free, transferable, sub-licensable, worldwide license to use the Content that you stylize on or through the Service […]“

Das heißt sinngemäß übersetzt:
Jedes Bild, was ein Nutzer in die Prisma-App reinlädt, darf Prisma ohne jegliche Einschränkung verkaufen! Punkt.

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Prisma auf Platz eins der iOS-Download-Charts im Bereich kostenlose „Foto und Video“-Apps

Das ist umso gefährlicher, weil die App nur mit aktiver Internetverbindung funktioniert und alle Bilder, welche von der App bearbeitet werden soll, auf die Server der russischen App gespeichert werden. Probiert es aus: Im Flugmodus verweigert die App ihren Dienst.

In der Vergangenheit war es aber oft so, dass neue Apps oder Unternehmen sich diese Art von sehr weitreichenden Nutzungsbedingungen gegeben haben und erst nach Protesten zurückgerudert sind.

Deshalb habe ich dem Prisa-Gründer und Chef Alexey Moiseenkov eine Email auf englisch geschickt mit zwei Fragen:

„1. Ist es erlaubt, die fertigen Ergebnisse aus der Prisma-App für kommerzielle Zwecke zu nutzen?

2. Wie ist der [oben zitierte] Satz zu verstehen: Darf Prisma die Ergebnisse selbst verkaufen?“

Auf den ersten Satz habe ich am 11. Juli 2016 folgende Antwort erhalten:

„You can use it how you decide but mention our app.“

Das heißt sinngemäß: Mach, was Du willst, aber nenne dabei die App. Was wiederum so von mir nicht in den ursprünglichen Nutzungsbedingungen zu finden war. Das hat sich aber eh erledigt, weil seit dem Update 2.2 der App jetzt unten rechts der Name der App eingeblendet ist (siehe Beispiele oben) und dieser auch nicht entfernt werden darf, wenn ich die „Terms of Use“ (Stand 22.072016) richtig lese:

„You will not remove, alter or conceal any copyright, trademark, service mark or other proprietary rights notices incorporated in or accompanying the Prisma Content and you will not reproduce, modify, adapt, prepare derivative works based on, perform, display, publish, distribute, transmit, broadcast, sell, license or otherwise exploit the Prisma Content.“

Die Antwort auf die zweite Frage blieb mir der Entwickler jedoch leider schuldig. Auch auf eine Nachfrage meinerseits habe ich seit zehn Tagen keine weitere Antwort erhalten.

Das macht mich vorsichtig und ich rate jedem, der die App für mehr als Schnappschüsse von Blumen oder Sonnenuntergängen nutzen will, sehr vorsichtig zu sein.

Seid euch bewußt: Alle Bilder, die ihr mit der App bearbeitet landen auf einem Server und laut den Nutzungsbedingungen übertragt ihr Prisma alle Rechte an den Bildern, die Prisma braucht, um sie verkaufen, weiterzulizenzieren oder anderweitig nutzen zu können.

Wie sieht ihr die Nutzungsbedingungen und die Effekte der Prisma-App?

Warum Pinterest Fotografen eher schaden als helfen wird

In der bunten Welt der Bilder gibt es einen neuen Hype: Pinterest!

Für alle, die davon noch nichts gehört haben: Pinterest ist ein Web-Service, mit dem Leute beliebige Fotos aus dem Internet an ihre eigene Pinterest-Seite „pinnen“ können. Es ist also – wie der Name vermuten lässt – eine Art digitale Pinnwand, auf der Leute ihre Webfundstücke präsentieren können. Vor allem Fotografen kennen das sicher, dass sie gerne inspirierende Motive aus dem Netz in einem Ordner auf der Festplatte sammeln.

Das Besondere – und meines Erachtens auch das Riskante – an Pinterest ist nun, dass die gepinnten Bilder für alle sichtbar sind – nicht nur für Mitglieder, sondern alle Internet-Nutzer. Die „Pins“, also die markierten Fotos, können die Nutzer in „Boards“ anlegen, vergleichbar mit verschiedenen Ordnern, um die Motive zum Beispiel nach Themen, Farben oder anderen Kriterien zu sortieren. Das Ganze kann dann zum Beispiel so aussehen:

oder auch so:

 


Wird die Maus auf eins der Bilder gehalten, erscheint gleich ein kleines Pop-Up-Fenster, mit dem Pinterest-Nutzer das Bild sofort auf ihre eigene Pinnwand „re-pinnen“ können. Wird auf eins der Bilder geklickt, erscheinen Detailinformationen, Kommentare anderer Nutzer zum Bild, und ähnliche Bilder etc. Das sieht zum Beispiel so aus:

Klingt doch alles super? Vielleicht. Das Problem wird aber schnell sichtbar.  Das Foto des jungen Geschäftsmann oben ist beispielsweise ist ein Bild des Stockfotografen Yuri Arcurs und es wurde von der italienischen Fotolia-Webseite kopiert, ohne es zu kaufen – ein Verstoß gegen das Urheberrecht.

Aber gehen wir einen Schritt zurück und nähern uns dem Problem anders.

Einige Fotografen propagieren Pinterest als kreativen neuen Weg zum Selbst-Marketing. Durch das Pinnen eigener Bilder würden Fotografen einen großen Kundenstamm erreichen können, der sonst vielleicht nie von dem jeweiligen Fotografen gehört hätte oder sie erzeugen Traffic auf die eigene Webseite oder den Blog. Andere sehen das eher mit Einschränkungen so und wieder andere raten Fotografen strikt von der Pinterest-Nutzung ab. Ich tendiere eher zur letzteren Meinung und kann die Ablehnung auf drei Ebenen begründen.

1. Ebene: Das Pinterest-Problem der Quellenangaben

Nehmen wir an, dass ein Fotograf nur seine eigenen Fotos dort veröffentlicht. Die „Pinterest-Etikette“ besagt, dass die Originalquelle immer angegeben werden sollte. Das ist aber keine Pflicht. Wenn jemand ein Foto ohne Quellenangabe hochlädt und es von dort oft weiter gepinnt wird oder jemand das Fotografenfoto nimmt, aber die Quelle nicht mehr erwähnt, führt das schnell dazu, dass massenhaft Fotos des Fotografen im Netz herumschwirren, ohne dass der gewünschte Werbeeffekt eintreten kann. Von Pinterest schwappt es dann nach Tumblr, Weheartit oder Flickr und irgendwann gilt das Bild als „verwaistes Werk“ (orphan work), welches legal genutzt werden kann, ohne den Fotografen zu fragen, weil der Urheber nicht mehr zu ermitteln sei.

Deshalb gilt: Wer unbedingt eigene Bilder bei Pinterest einstellen will, sollte das immer nur mit sichtbaren Wasserzeichen und Urheberhinweis in den Metadaten machen.

Die Macher von Photoshelter haben in einem lesenswerten Blogbeitrag auch festgestellt, dass die Hauptnutzer von Pinterest junge Frauen mit wenig Geld sind, welche „Design“ oder „Handarbeit“ als ihr Hobby angeben. Das ist meist nicht die Zielgruppe, die Fotografen bucht. Und warum sollten diese Leute Fotos kaufen, wenn sie diese doch kostenlos bei Pinterest veröffentlichen können? Das führt langfristig zum Problem auf der dritten Ebene, aber zuerst kommt die zweite Ebene:

2. Ebene: Das Pinterest-Problem der Urheberrechte

Wer sich mit Medienrecht oder Fotografie etwas auskennt, wird beim Blick auf Pinterest innerhalb von Sekunden viele Urheberrechtsverstöße erkennen. Anders formuliert: Viele Bilder werden dort illegalerweise gezeigt. Im verklausulierten Kleingedruckten der Nutzungsbedingungen schreibt Pinterest, dass veröffentlichte Bilder frei von Rechten Dritter sein müssen:

„You agree not to do any of the following: Post, upload, publish, submit, provide access to or transmit any Content that: (i) infringes, misappropriates or violates a third party’s patent, copyright, trademark, trade secret, moral rights or other intellectual property rights, or rights of publicity or privacy“

Viele Nutzer halten sich jedoch nicht daran. So brauchte ich wieder nur Sekunden, um für jede der großen Bildagenturen hunderte von Fotos zu finden, die dort gezeigt werden, fast immer noch mit dem Wasserzeichen der Bildagentur, vermutlich oft ohne Erlaubnis des Fotografen: Hier von Fotolia, von Shutterstock,  von istockphoto oder Dreamstime, aber auch von Getty Images, Corbis oder Alamy.

Zusammen sind das schnell tausende illegale Bilder, gefunden innerhalb von weniger als paar Minuten.

Auf meine Email an Pinterest, was die Firma aktiv gegen solche massiven Urheberrechtsverstöße mache, kam nur die lapidare Antwort, dass ein Urheber erstens sein Werk nach dem DMCA-Gesetz gerne melden könne, wenn er es irgendwo auf Pinterest finde. Zweitens können Webseiten-Betreiber auf ihren Seiten diesen Meta-Tag einbinden, damit die Inhalte nicht auf Pinterest gepinnt werden können:

„<meta name=“pinterest“ content=“nopin“ />“

Ein Schweigen der Urheberrecht-Inhaber wird so als automatische Zustimmung gewertet. Außerdem hilft das Meta-Tag nicht, wenn Leute ein Foto erst von der gesperrten Webseite auf ihren Computer laden und von dort auf Pinterest veröffentlichen.

Besonders perfide klingt das angesichts der Tatsache, dass sich Pinterest auch das Recht herausnimmt, die veröffentlichten Bilder verkaufen zu dürfen:

„By making available any Member Content through the Site, Application or Services, you hereby grant to Cold Brew Labs a worldwide, irrevocable, perpetual, non-exclusive, transferable, royalty-free license, with the right to sublicense, to use, copy, adapt, modify, distribute, license, sell, transfer, publicly display, publicly perform, transmit, stream, broadcast, access, view, and otherwise exploit such Member Content only on, through or by means of the Site, Application or Services“ [Hervorhebung von mir]

Einige Leute argumentieren, dass Pinterest sich auf die „Fair Use“-Klausel berufen könne, nach der die urheberrechtlich geschützten Bilder bei Pinterest zu einem „neuen Werk“ transformiert werden, ähnlich wie es damals bei einer Klage gegen die Thumbnails von Google Images argumentiert wurde, aber der Rechtsanwalt Itai Maytal widerspricht dem jedoch, der deutsche Rechtsanwalt Christian Solmecke nennt Pinterest sogar „eine einzige Urheberrechtsverletzung“. Das alles führt uns zur dritten und langfristig gefährlichsten Ebenen für Fotografen.

3. Ebene: Das Fotografen-Problem des Gewöhnungseffekts

Es hilft nichts, wenn Fotografen sich jetzt nur hinstellen und auf ordentliche Quellenangaben pochen und notfalls ihren Anspruch mit teuren Abmahnungen einklagen. Angesichts der oben aufgezeigten tausenden Fälle bleibt das alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Schlimmer noch ist der Gewöhnungseffekt, der sich bei den Internet-Nutzern einstellt. Fotografen verdienen ihr Geld hauptsächlich damit, dass Leute sie für ihre Bilder bezahlen. Internetnutzer glauben jedoch sehr häufig, dass Bilder im Internet kostenlos sind. Dazu tragen Web-Services wie Pinterest, Tumblr und Weheartit, aber auch  Facebook und Konsorten stark bei.

Je mehr Privatpersonen diese Dienste nutzen, desto eher nutzen auch Firmen und andere kommerzielle Anbieter solche Seiten. Diese wiederum werben dann auch mit urheberrechtlich geschützten Fotos, ohne sie gekauft zu haben. Damit gehen Fotografen ganz konkret auch Einnahmen und Folgeaufträge verloren. Kleines Beispiel? Gefunden innerhalb einer Minute: Auf der Pinterest-Seite des Hotel München zeigt das Hotel ein Foto eines Fahrrads aus Gemüse. Der Bildqualität nach zu urteilen, wurde es nicht bei Fotolia gekauft, von wo es ursprünglich kommt, sondern einfach das Layoutbild verwendet:


Wenn Fotografen nicht aufpassen, kommt irgendwann der Moment, an dem die Macht der Gewohnheit so stark und die Menge der unwissenden Internet-Nutzer so groß ist, dass sich die Gesetze dem neuen „Lebensstil“ anpassen müssen und einfach geändert werden. Die Piratenpartei arbeitet schon darauf hin und da sie vor allem von jungen Leuten gewählt wird, steigen deren Chancen.

Eine Lösung habe ich nicht: Wie macht man Leuten klar, dass Bilder und Fotos kein kostenloses Treibgut im Internet sind, dass jeder aufsammeln und ausstellen kann? Am besten, ohne Privatpersonen verklagen zu müssen?

Was sagt ihr? Welche Chancen und Risiken seht ihr bei Pinterest?

Das Bundesarchiv und Wikimedia: Erfolge und Probleme einer Zusammenarbeit

Vor paar Wochen hielt ich einen Vortrag auf der Frühjahrstagung “Mediale Werte” des Vereins für Medieninformation und Mediendokumentation (vfm) in Dresden. Mit dabei war auch Dr. Oliver Sander, der als Leiter des Bundesarchivs über die Zusammenarbeit seines Archivs mit Wikimedia Deutschland berichtete.

Kernpunkt dieser Kooperation war folgender „Deal“, den ich selbst nicht so knackig zusammenfassen könnte wie es in der Tagungsbeschreibung stand:

„Im Dezember 2008 hat das Bundesarchiv – als erstes Staatsarchiv weltweit – eine Kooperation mit Wikimedia bekannt gegeben. Knapp 90 000 Fotos wurden für Wikimedia Commons unter der Lizenz CC-BY-SA kostenfrei bereit gestellt. Im Gegenzug haben viele „Wikipedianer“ mit Hilfe eines ebenfalls von Wikipedia-Mitarbeitern entwickelten Werkzeugs die Personenliste des Bundesarchivs mit der so genannten  Personennamendatei (PND) verknüpft.“

ADN-ZB/ Archiv Berlin, Juni 1924: Vorbereitung zur Eröffnung der Großen Berliner Kunstausstellung. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-S29554 / CC-BY-SA)

Diese Fotos können beispielsweise hier eingesehen werden. Warum berichte ich an dieser Stelle über das Bundesarchiv und Wikimedia? Was hat das mit kommerzieller Fotografie zu tun?

Im Vortrag kamen einige Punkte zur Sprache, die für Fotografen sehr interessant sind.

Vor einer Weile hatte ich im Blog einen Artikel namens „Acht Gründe, warum Fotografen kostenlose Fotos anbieten“ geschrieben. Einer dieser Gründe war, dass man auch mit kostenlosen Fotos Geld verdienen könne. Das Bundesarchiv hat ähnliche Erfahrungen gemacht.

Durch die Bereitstellung der knapp 90.000 kostenlosen Fotos gab es:

  • 2-5 neue Nutzer am Tag
  • 9 Bestellungen am Tag, davon 81,45% kostenfrei
  • eine Verdoppelung der Besucherzahlen (49.000 Visits pro Monat)
  • 230%ige Zunahme von schriftlichen Anfragen
  • 193%ige Zunahme der Einnahmen

Auf die Einnahmen und Kritik an der Höhe der verlangten Nutzungsgebühren ging Dr. Sander in der schriftlichen Fassung seines Vortrags genauer ein:

„Infolge der erhöhten Zugriffe und Bestellungen wurden erstaunlicherweise auch die Einnahmen um 193% gesteigert. Und das obwohl 81% der Bild-Downloads kostenfrei sind, da für amtliche Zwecke, Ausstellungen, bestimmte Veröffentlichungen unter 500 Exemplare und „LowRes“-Bildern für private Zwecke keine Gebühren erhoben werden und die Nutzung von Bundesarchiv-Bildern via Wikimedia Commons prinzipiell kostenfrei ist. Während gerade nach der Onlinestellung des Digitalen Bildarchivs von vielen Internetusern Kritik an den angeblich unangemessen hohen Gebühren geübt wurde, kritisierte der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive (BVPA) hingegen die „niedrigen Beträge“ als „erheblich wettbewerbsverzerrend“. Allerdings war, ist und wird das Bundesarchiv keine Bildagentur und ist zuallererst dem Bundesarchivgesetz und dessen Zielen verpflichtet und nicht der Steigerung von Einnahmen!“

Ebenfalls interessant, aber eher bedenklich fand ich eine weitere Zahl, die während des Vortrags fiel. Es gab viel Bildmissbrauch, das heißt zahlreiche unerlaubte Verkäufe von Fotos bei Ebay, Probleme für das Bundesarchivs mit Fotografen oder anderen Rechteinhabern wegen fehlender Urheberrechtsnachweise und zahlreiche Verstöße gegen die Creative Commons-BY-SA-Lizenz. Bei fast 95% der Nutzungen wurden die Lizenzvereinbarungen nicht korrekt eingehalten:

„Bei Nutzungen von Bundesarchiv-Fotos via Wikimedia Commons halten schätzungsweise 5% der Nutzer die Bedingungen der Lizenz CC-BY-SA inklusive Nennung des Urhebers ein oder anders formuliert: bei ca. 95% der Nutzungen sind Verstöße gegen die Lizenz und das Urheberrechtsgesetz festzustellen! Zwar hat das Bundesarchiv alle Fotos mit einem weißen „Quellenstreifen“ versehen, in dem die Quelle Bundesarchiv, die Bildsignatur und der Urheber genannt sind, doch ermöglicht es die Lizenz CC-BY-SA diesen Quellennachweis zu entfernen. Bei den Fotos auf Wikimedia Commons ist das insofern unproblematisch, weil hier alle notwendigen Angaben vorhanden sind. Sobald ein Foto aber (mit rechter Maustaste) herunter geladen wird, sind diese Angaben jedoch nicht mehr vorhanden und werden von Wikimedia-Nutzern – wie oben dargestellt – so gut wie nie angegeben.

Dementsprechend sieht sich das Bundesarchiv mittlerweile außerstande weitere Bilder auf Wikimedia Commons freizugeben, da dies bedeuteten würde, dass das Bundesarchiv wissentlich Lizenz- und Rechtsbrüchen Vorschub leisten würde.“

95%! Das heißt, nur eine verschwindend geringe Anzahl von Leuten hat die kostenfreien Fotos wirklich legal genutzt. Das war einer von mehren Gründen, warum sich das Bundesarchiv schweren Herzens entschieden hat, die Kooperation nicht fortzuführen. Die bisherigen Bilder bleiben jedoch im Bestand von Wikimedia.

Frei aus dem Gedächtnis zitiert meinte Dr. Sander: „Es gab einige Probleme mit der Kooperation, aber unser Schatzmeister war nach anfänglichen Vorbehalten später derjenige, der als Erster uneingeschränkt für eine Fortsetzung der Kooperation war„.

Die Präsentation seines Vortrags stelle ich mit der freundlichen Erlaubnis von Dr. Oliver Sander hier zum Nachlesen zur Verfügung.

Sagt sagt ihr zu den Zahlen und Erfahrungen?