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Professional Photo Days 2014 in München vom 15. bis 16.03.2014 (mit Verlosung)

Letztes Jahr war ich als Gast bei den Professional Photo Days (PPD) in München und ich durfte einige hochkarätige Vorträge hören. Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt im zweiten Jahr als Referent eingeladen wurde.

Mein Thema wird „Geld verdienen mit Stock-Fotos“ sein. Da die Zielgruppe der PPD Berufsfotografen sind, werde ich mich nicht lange damit aufhalten, zu erklären, was überhaupt Stockfotografie ist, sondern erklären, wo hauptsächlich die Unterschiede zur Auftragsfotografie liegen, wie sich das ergänzen kann und hoffentlich gute Tipps geben, wie man Bilder über Agenturen verkauft.

Die Veranstaltung wird vom 15. bis 16. März 2014 in München stattfinden. Am Freitag, den 14.3. gibt es abends noch ein „Meet & Greet“, wo sich die Teilnehmer in Referent_innen schon mal kennenlernen und in informeller Runde plaudern können.

Die vollständige Agenda sieht aktuell so aus:

Freitag, 14.03.2014
18.00 Uhr – Meet & Greet im Foyer des IDG Gebäudes

Samstag. 15.03.2014
09:15 Uhr – Begrüßung der Teilnehmer und Einführung in das Programm
09:30 Uhr – Eberhard Schuy “Stilllife – wie Produkte leben
11:00 Uhr – Kaffeepause
11:30 Uhr – Ulla Lohmann „Alltag einer Expeditionsfotografin zwischen Lava und Tiefsee
13:00 Uhr – Mittagessen und Networking
14:30 Uhr – Silke Güldner „Aquisition und Kundenkontakt
16:00 Uhr – Kaffeepause und Networking
16:30 Uhr – Kai Gebel „Imagefilme, die bewegen
18:00 Uhr – Come Together mit Fingerfood

Sonntag, 16.03.2014
09:15 Uhr – Begrüßung der Teilnehmer und Einführung in das Programm
09:30 Uhr – Herbert Piel „‚My Life – My work‘: Reportagefotografie
11:00 Uhr – Kaffeepause
11:30 Uhr – Robert Kneschke: „Geld verdienen mit Stock-Fotos
13:00 Uhr – Mittagessen und Networking
14:30 Uhr – Martin Krolop „Bildsprache in der Peoplefotografie
16:00 Uhr – Kaffeepause und Networking
16:30 Uhr – Pia Löffler „Rechtsberatung für Fotografen
18:00 Uhr – Resumee und Ausklang der Veranstaltung

Bis zum 14.02.104 gilt der Frühbucherpreis von 349 € (1 Tag, zzgl. MwSt.) oder 549 € (beide Tage, zzgl. MwSt.).

Verlosung einer Freikarte für die Professional Photo Days

Die Veranstalter haben mir freundlicherweise eine Freikarte zur Verfügung gestellt, die ich gerne unter euch Leserinnen und Lesern verlosen möchte.Alles, was ihr dafür tun müsst: Schreibt als Kommentar unter diesen Artikel, welcher Vortrag euch am meisten interessieren würde und warum. Schleimen bringt keine Vorteile, ihr müsst also nicht meinen Vortrag nennen 🙂 Teilnahmeschluss ist Freitag, der 14.02.2014, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Den Gewinner werde ich danach bekannt geben.

Viel Glück, vielleicht sehen wir uns dann in München…

Rezension – DVD-Training-Serie mit Lichtsetups von Krolop & Gerst

Vor einer Weile hatte ich den beiden Fotografen Martin Krolop und Marc Gerst bei der Erstellung eines Video-Tutorials über die Schulter geschaut.

Heute will ich die dazugehörigen DVDs besprechen, was bei einer vorliegenden Gesamtlaufzeit von über 11 Stunden logischerweise etwas gedauert hat.


Ich habe mir diese drei Teile (mit insgesamt vier DVDs) angeschaut, insgesamt haben die beiden mittlerweile aber schon acht verschiedene DVD-Trainings im Angebot und sie arbeiten hart daran, dass es noch mehr werden. Es liegt auf der Hand, dass jedes DVD-Training ein anderes Thema abhandelt, aber einiges ist auch identisch.

Die meisten DVDs richten sich an Fotografie-Anfänger, Profis werden vielleicht wenig Neues lernen, dafür aber ihre Neugier befriedigen können, wie andere Fotografen arbeiten und was für Ergebnisse sie erzielen. Doch dazu gleich mehr. Die Aufnahmetechnik ist auf den ersten DVDs etwas – na ja – bescheiden, die Musik eher nur für Techno-Fans und Martins Kommentare können schnell mal langatmig werden oder er verhaspelt sich und muss dann die Models fragen, was er eigentlich sagen wollte. Da dachte ich mir des öfteren schon: „Ja, Martin, ich hab’s verstanden, bitte weiter im Text„.

Blöd ist auch, dass sich die DVDs von den meisten DVD-Spielern nicht abspielen lassen, da die Videos entweder im FLV-Format oder MP4/MOV-Format vorliegen. Dafür sind auf jeder DVD die Videos auch in kleiner Auflösung dabei, sodaß sie sehr bequem auf dem iPhone oder anderen Smartphones angeschaut werden können. Die Länge der einzelnen Videos ist mit ca. 5-15 Minuten auch sehr passend, um sie häppchenweise auf dem Weg zur Arbeit oder Uni zu sehen.

Was die DVDs auszeichnet, sind andere Dinge: Zum einen sind die meisten DVD-Trainings zu eingerichtet, dass nur wenig Material gebraucht wird und der Anfänger nicht fürchten muss, sich die benötigten Geräte nicht leisten zu können. Zum Beispiel gibt es die „One Light„-Serie, bei der eindrucksvoll gezeigt wird, wie mit einer einzigen Lichtquelle sehr unterschiedliche Setups umgesetzt werden können oder die „Let’s Bounce„-Serie, welche nur mit Reflektoren der Firma California Sunbounce arbeitet. Das „Special Light„-Training zeigt, wie mit Dauerlicht, Neonröhren, Ringlicht und anderen Lichtquellen gearbeitet werden kann.

Desweiteren gibt es noch die Trainings „ Wie man Menschen fotografiert oder es besser nicht tun sollte„, „Action & Sport“ oder „Mobiles Blitzen„, die ich jedoch noch nicht gesehen habe.

Das Gute an den Videos von Krolop & Gerst ist, dass sie trotz ihrer manchmal holprigen Art sehr gut das Wesentliche vermitteln: Die Arbeit mit Licht! Es geht darum, gute Fotos zu erhalten, mit so wenig Mitteln wie möglich. Die Erklärungen sind gut verständlich und nach dem Betrachten der Videos bleiben keine Fragen offen. Die Kameraeinstellungen und Blitzeinstellungen werden genau erläutert, der Set-Aufbau wird ausführlich gezeigt, die Kommunikation zwischen Model und Fotograf ist zu sehen und sogar nach dem Shooting hören die Trainings nicht auf. Auf den DVDs sind – und das ist sehr selten – die Rohdaten der Fotografen aus der Kamera dabei sowie deren bearbeitete Versionen und einige Videos, in welchen die Bildbearbeitungsschritte in Lightroom und Photoshop gemeinsam durchgegangen werden. Wer sich also ein Model schnappt und einen Blitz besitzt, sollte sehr einfach und schnell ähnliche Ergebnisse wie auf den DVDs erzielen.

Im Blog von Krolop & Gerst gibt es auch unzählige Videos zum kostenlosen Anschauen. Ihr wisst also vorher genau, welcher Stil euch erwartet, wenn ihr eine der DVDs kauft. Ich empfehle für den Anfang vor allem die Doppel-DVD „One Light Setups“ (Basics/Teil1).

Manchmal werde ich gefragt, ob man mir bei einem Fotoshooting zuschauen dürfte. Das ist möglich, aber zeitlich oder örtlich nicht immer machbar. Das Ansehen dieser DVDs hat jedoch fast den gleichen, wenn nicht sogar einen größeren Lerneffekt.

Wie lernt ihr am liebsten? Mit Büchern, DVDs, Workshops?

Making Of: Krolop & Gerst drehen Video-Tutorials

Nanu? Was machen denn die Fotografen Krolop & Gerst in diesem Blog?

Martin Krolop von Krolop & Gerst fragte im Dezember 2010 in seinem Blog, ob jemand Lust hätte, beim Videodreh für eine neue Tutorial-DVD die Making-Of-Fotos zu machen? Der Termin passte, ich wollte Martin sowieso kennenlernen und da ich im Videobereich ein totaler Anfänger bin, könnte ich vielleicht etwas lernen.

So kam es, dass ich zwei Tage lang morgens nach Düsseldorf in eine große Diskothek fuhr, um das Foto- und Video-Team bei der Arbeit zu fotografieren. Neben Martin Krolop und Marc Gerst waren drei Videofilmer für den Dreh vor Ort, zwei Assistenten, drei Models, eine Visagistin, ein Techniker, zwei Making-Of-Filmer und ich als Making-Of-Fotograf. Das Team bestand demnach als 15 Leuten. Und der ganze Aufwand für einige wenige Minuten lange Videosequenzen auf der geplanten Lern-DVD  zum Thema „Aufsteckblitze“ (Der Name steht noch nicht offiziell fest).

Damit ihr seht, wie viel Arbeit (und Spaß) hinter den Kulissen notwendig ist, um solche DVDs zu erstellen, können wir uns schon an den Making-Of-Fotos erfreuen, bevor ihr diese Fotos und viel, viel mehr Material auf der fertigen DVD sehen könnt.

Martin fotografiert einen aufstrebenden Nachwuchs-Rapper. Ganz links im Schatten sitzt andächtigt der Tonmeister, der kontrolliert, ob keine Störgeräusche auf Band sind, wenn in der Dunkelheit wieder jemand gegen ein Stativ stolpert. Irgendwie erinnert mich das Bild ständig an die Sendung „Wetten dass..?“


Die drei lachenden Models, von vorne durch meinen Ringblitz-Adapter ausgeleuchtet.


Martin versucht, den berühmt-berüchtigten „Daumen hoch“-Look des Stockfotografen Robert Kneschke zu imitieren.


Die Kameraleute Joschi und Jonas überprüfen ihre Einstellungen. Grob im Display könnt ihr erkennen, dass die linke Kamera für die Weitwinkel-Einstellungen zuständig ist, während die rechte Kamera nur Nahaufnahmen macht, die dann später abwechsend geschnitten werden können, damit Martins Monologe nicht so langatmig wirken. Die Kameras müssen so dicht wie möglich nebeneinander stehen, sonst würde es später im Video so aussehen, als würde Martin bei einer von beiden Einstellungen schielen.


Nicht nur von den beiden Kameraleuten, sondern auch von den beiden Making-Of-Filmern Philip und Tobi (hier Philip im Bild) konnte ich einiges lernen. Wenn beide nicht gerade damit beschäftigt sind, sich hammergeiles Zubehör für ihre Video-DSLRs selbst zu basteln, schreiben sie in ihrem Blog Beauty-Fool. Oben seht ihr um die Kamera eine LED-Lampe mit Akku-Pack, einen Schulter-Rig mit Follow-Focus und einer Matte Box für dem Objektiv. Den Lichteffekt erzielt ihr mit einer Kombination aus Dauerlicht, Aufsteck-Blitz und einem mutigen Kameraschwenker. Wird natürlich ebenfalls auf der DVD erklärt werden.


Das gesamte Film-Team stand neidisch um diesen Schulter-Rig herum, den Tobi aus Einzelteilen komplett selbst gebaut hat. Jedes Detail lässt sich per Hand leicht verschieben oder verstellen. Das können nicht mal die teuersten der auf dem Markt erhältlichen kommerziellen Rigs. Einigen liefen die Speichelfäden vor Neid aus den Mundwinkeln.


Ein weiteres selbstgebautes Gadget des genialen Tobi (im Bild), vor dem wir wie kleine Jungen im Spielwarenladen erfürchtig erstarrten. Eine reibungslos gleitende Führungsschiene für eine DSLR mit externem Liveview-Monitor. Rechts seht ihr den Hebel, der zum Kurbeln umgeklappt werden kann. So werden butterweiche Kamerafahrten möglich.


Andreas, Herrscher über die Kommandozentrale: Hier werden die vielen Gigabyte gesichert, die ständig anfallen und die Akkus für die unzähligen Kameras und Blitzgeräte aufgeladen. Absichtlich habe ich mal den Ringblitz im Bild gelassen.


Nur weil ich die Making-Of-Fotos machte, hieß das nicht, dass ich nicht auch experimentieren dürfte: Hier der kritische Kontrollblick von Andreas auf den Bildschirm.


Woran erkennt man einen echten Fotografen? Er schaut zuerst auf die kleine Schwarze – Kamera, meine ich.


Noch mal Dessous mit einem weiteren Blick. Im Vordergrund die Making-Of-Kamera auf der Schiene, dahinter ein Kamerakran für fliegende Kamerabewegungen, ganz rechts Martin beim Fotografieren, daneben Arkadi mit einer Teleskopstange, um störende Leuchten aus dem Bild zu halten. Die helle Softbox ist das Dauerlicht für die Videokameras.


Die Zombie-Hand aus dem Sunbouncer. Den Sinn dieses Lochs im California Sunbounce erklärt Martin in hier einem eigenen Video.


Wer professionell mit Aufsteckblitzen arbeiten will, kommt um das Musterheft der „Lee FarbFilter“ nicht vorbei. Das Teil ist unschlagbar günstig und enthält eine Probe von jeder Filterfolie, welche die Firma Lee produziert. Außerdem haben die Muster die richtige Größe, um sie schnell vor ein Speedlite zu kleben, um die Farbtemperatur zu ändern.


Kein Respekt vor dem Alter. Die Kameramänner spielen mit dem Schatten von Martins Kopf. Weitere Versionen der Schattenspiele waren nicht jugendfrei und sind nur auf der limiterten FSK18-Version der DVDs zu sehen.


Till am Schaltpult der Diskothek mit der Nervennahrung jedes Technikers (links im Bild).


Etwas unhandlich ist die Länge des Kamerakrans, die manchmal unbequeme Positionen erfordert. Da ein Blick auf das Kameradisplay schwierig ist, wenn diese fünf Meter in der Höhe schwebt, filmt Glenn „über Bande“ mit einem externen Monitor. Das ist der Grund, warum die Video-DSLR-Kameras einen HDMI-Ausgang haben.


Martin, Arkadi und Andreas betrachten die ersten Ergebnisse der Fotosession auf dem iPad*. Über die Probleme der kabellosen Übertragung beim „Tethered Shooting“ mittels WiFi auf das iPad berichtet Martin hier.


Philip ist fasziniert von der Auflösung der Fotos auf dem ipad. Aber vielleicht liegt es auch nur am Motiv.


Zweckentfremdung des iPad: Der Körper von Joschi mit dem Kopf von Glenn.


Die meisten Kameraleute, die ich kenne, sind coole Säue. So auch Joschi und Jonas. Kaum wurde das neue Setting aufgebaut, schoben sich die beiden bequeme Ledersessel hinter die Kameras und Joschi fand schnell eine bessere Verwendung für den Greifarm, mit dem sonst wahrscheinlich der Müll vom Diskoboden gepickt wird.


Wer bis hier durchgehalten hat, soll mit meinem Highlight belohnt werden. Arkadi mit einer transportablen Firefly Lite Bank* von Aurora, die einen Aufsteckblitz schnell in eine kleine Octobox verwandelt. Als Bonus erhielt er von mir einen Heiligenschein. Ich schwöre: Das Foto ist spontan und „out of the cam“! Kein Photoshop, keine endlosen Testreihen. Nur etwas Können – und viel Glück.

Übrigens: Vor paar Monaten hatte ich hier im Blog gefragt, wer mir kostenlos bei einem Fotoshooting assistieren wollen würde. Als Reaktion kamen auch einige böse Kommentare, dass ich damit Leute ausbeuten würde. Dabei sehe ich das als ein Geben und Nehmen. Damals hatte ich Arbeitskraft „genommen“, diesmal habe ich meine Arbeitskraft unentgeltlich gegeben. Ying und Yang. So ist das Leben.

Was sagt ihr zu den Fotos?


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