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Stockfotografie-News 2015-02-27

Ich hab’s geschafft:
Nach nur sechs Wochen kommt schon die nächste Folge der Stockfotografie-News, damit die Nachrichten diesmal keinen Staub ansetzen.

  • Geht der größten Bildagentur der Welt, Getty Images, das Geld aus? Die Rating-Agentur Moody’s scheint dieser Meinung zu sein, weil vor allem iStock gegenüber Shutterstock und Fotolia ins Hintertreffen gelangt und hohe Kredite abgezahlt werden müssen.
  • Vor einem knappen Jahr hatte ich darüber berichtet, wie Dreamstime Bilder für einen Beta-Test nutzt, ohne die Fotografen dafür zu bezahlen. Der Dreamstime-Gründer meinte, wenn der Test gut läuft, würden die Fotografen bezahlt und mehr Informationen folgen. Das scheint nun der Fall zu sein.
    In einer Meldung im Dreamstime-Forum gibt der Gründer Serban Enache (unter seinem Nickname „Achilles“) mehr Infos. Die Bilder werden von Google lizenziert für Bannerwerbung bei den Google Ads, die Fotografen erhalten dafür einmalig 2 US-Dollar. Die Nutzung entspricht einer erweiterten Web-Lizenz mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Das ist deutlich weniger als Fotografen bei einer „normalen“ Web-EL-Lizenz erhalten würden, aber auch hier verspricht Serban Enache wieder, dass es in Zukunft mehr Geld geben würde. Ich habe auch einige 2$-Verkäufe in meinem Account, aber der Dreamstime-Kundendienst meint, dass kann auch ein normales „All-at-once“-Abo sein.
  • Nach dem Fall Edathy gab es eine Gesetzesänderung, die vor allem Kinderfotos und teilweise auch Partyfotos betrifft. Hier gibt es eine Übersicht, was jetzt erlaubt und verboten ist. Besonders problematisch für Stockfotografen ist, dass vor allem das Anbieten vom Verkauf bestimmter nun strafbar ist und sich hier in der Praxis noch zeigen muss, ob beispielsweise Fotos von nackten Kindern in der Badewanne als Stockfotos erlaubt sind oder nicht.
  • Die größte inhabergeführte deutsche Bildagentur Mauritius Images hat den Inhaber und Geschäftsführer gewechselt. Neuer Chef ist Stefan Ploghaus, der im Bildermarkt bisher vor allem für Tätigkeiten bei der Nachrichtenagentur dpa bekannt ist.
  • Die japanische Bildagentur Pixtastock ändert ihre Nutzungsbedingungen und erweitert vor allem die Möglichkeiten, was unter der normalen Lizenz erlaubt ist. Mehr dazu in der FAQ hier.
  • Noch mal Pixtastock: Hier listet die Agentur ihre 50 Bestseller von 2014 aus den Bereichen Foto, Video und Illustrationen auf.
  • Pond5 verschenkt jetzt über 12.600 Videos und Audio-Files, welche in der Public Domain zu finden sind, darunter viele historische Aufnahmen (1. Weltkrieg), Reden berühmter Politiker („Ich bin ein Berliner“) oder Clips von Charlie Chaplin.
  • Shutterstock hat vor zwei Wochen verkündet, 500 Millionen Downloads erzielt zu haben. Gratulation!
  • Noch mal Shutterstock: Ein sehr lesenswertes Interview mit der Agentur über die Übernahme von Rex Features führt Amos Struck auf fotos-verkaufen.de.
  • Shutterstock zum Dritten: Die Agentur stellt hier eine interaktive Infografik über die visuellen Trends 2015 vor. Sehr hilfreiches Futter für die Shootingplanung.
  • Was sind die beliebtesten Requisiten für einen Stockfotografen? Der Fotograf Sean Locke stellt hier seine Favoriten vor.
  • Der Bildagentur-Verband CEPIC schreibt den ersten „Stock Photography Award“ aus, an dem alle im CEPIC organisierten Agenturen sowie deren Fotografen teilnehmen können. Gesucht werden kreative Stockfotos, das Preisgeld beträgt 3.000 Euro.
  • Für die Foodfotografen: 10 Tipps, um besser Saucen zu fotografieren, wenn sie über das Essen gekippt werden.
  • Viele Nutzungsmöglichkeiten eines weißen Hintergrundes verrät der Fotograf Zack Arias in diesem Beitrag und Video. Für Stockfotografen, die viel mit Freistellern arbeiten, ein Muss. Den zweiten Teil gibt es hier.
  • Dass Licht die Wirkung eines Portraits drastisch verändern kann, ist guten Fotografen schon lange klar. Selten wurde es aber so eindrucksvoll illustriert wie hier.

Die meisten Infos gibt es wie immer schon früher auf meiner Facebook-Seite.

Habe ich etwas verpasst?
Dann immer rein in die Kommentare damit.

Frag den Fotograf: Modelvertrag bei Kinderfotos für Bildagenturen

In meinem Postfach landete wieder eine Mail mit einer Frage, die ich in ähnlicher Form schon mehrmals gestellt bekam. Deswegen möchte ich mich ihr heute widmen.

Hier die Mail:

„Hallo Robert,

gerne verfolge ich deine Blog und besitze auch dein Buch.

Ich habe dennoch mal eine Frage an dich. Und zwar soll ich demnächst ein Baby fotografieren und würde die Bilder natürlich auch gerne bei Bildagenturen nutzen, dafür brauche ich ja den Model Release (MR). Wie gehst du bei Eltern vor, um den zu bekommen? Wie machst du denen das schmackhaft? Ich traue mich da ja schon gar nicht zu fragen, weil das so ein heikles Thema ist. „Äh, kann ich die Bilder eures Kindes verwenden, um sie weiter zu verkaufen, im Internet?“. Da wird doch jeder stutzig. Ich traue mich einfach nicht an das Thema heran, würde mich auch nicht trauen, so was zu fragen, da würde ich mich schämen.

Wie kann ich diese Scham abwerfen bzw. wie kann ich Eltern nahebringen, dass es nichts Schlimmes ist, wenn Bilder von den Kindern verkauft werden? Mir ist klar, dass jeder mit „nein“ antworten würde oder sogar von einem Fotoshooting absehen würde, wenn ich mit so einem MR daher komme.

Vielleicht kannst du mal erklären, wie du das so machst. In deinem Buch steht zwar, wie und wo man die Models findet, aber nicht genau, wie man denen den MR näherbringt bzw. ausfüllen lässt.

So, jetzt bin ich gespannt auf deine Antwort und danke dir schon im Voraus für die Mühe und die Zeit die du dir dafür nimmst.

Viele Grüße,
Rita“


Beim Leser der Email habe ich gemerkt, dass ich etwas betriebsblind geworden bin. Ich habe bisher fast 20 Kinder fotografiert und diese Scham habe ich kaum gespürt. Das hat mehrere Gründe. Zum einen lege ich großen Wert auf Transparenz, das heißt, ich möchte sicherstellen, dass alle Models verstehen, was für Fotos ich mache, wie Stockfotografie grundsätzlich funktioniert und wo die Bilder erscheinen könnten bzw. welche Nutzungen verboten sind. Das unterscheidet sich bei Kindern nicht von Erwachsenen, außer das ich es meist nicht (nur) dem Model, sondern auch den beiden Eltern erkläre.

Natürlich ist es schon vorgekommen, dass ich einige Kinder nicht fotografieren durfte, weil die Eltern damit nicht einverstanden waren. In der Praxis hatte ich manchmal den Fall, dass bei getrennt lebenden oder geschiedenen Eltern das Persönlichkeitsrecht des Kindes benutzt wurde, um dem Elternteil, welches gerne Fotos von sich mit dem Kind haben wollte, nachträglich „eins auszuwischen“. Deshalb lege ich auch viel Wert darauf, dass beide Eltern den Modelvertrag für das Kind unterschreiben. Wenn ein Elternteil aus Sorge um das Kind abgelehnt hat, lag das oft auch daran, dass ich wegen der getrennt lebenden Eltern nicht mit der Person sprechen konnte, um die Nutzung genauer zu erklären. Aber in jedem Fall respektiere ich dann den Wunsch und verzichte auf ein Fotoshooting.

Im Hinterkopf behalten sollte man vor allem zwei Dinge: Die Angst der Eltern und die Vorteile eines Fotoshootings.

Bei Eltern kursiert manchmal der Gedanke im Kopf, dass Fotos der eigenen Kinder im Internet „böse“ seien. Weil sich dort „Irre“ und „Perverse“ rumtreiben könnten. Ein befreundeter Fotograf hatte kürzlich dagegen argumentiert: „Die Irren fahren ja auch Auto, deswegen verzichte ich trotzdem nicht darauf…“

Ich denke auch, dass es viel gefährlicher ist, Fotos der eigenen Kinder bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, wo diese Bilder noch mit persönlichen Angaben wie Alter, Wohnort, Schule oder ähnliches verknüpft werden könnten. Dann wäre eventuell wirklich die Gefahr gegeben, jemand könne auf den Gedanken kommen, das Kind zu entführen oder Schlimmeres. Bei den Kinderfotos in Bildagenturen jedoch bleibt das Kind für die Betrachter und Käufer anonym. Einige Agenturen verbieten sogar, Kinderfotos mit potenziell gefährlichen Begriffen wie „nackt, sexy, etc.“ zu verschlagworten.

Wenn der Fotograf ängstlich und schüchtern bei den Eltern einen Vertrag ansprechen will, spüren diese schnell, dass dem Fotografen dabei unwohl ist und malen sich die Gründe dafür in den düstersten Farben aus.

Deshalb empfehle ich generell jedem Stockfotografen, mit gutem Beispiel voranzugehen und selbst einige Fotos der eigenen Kinder anzubieten oder – falls keine vorhanden sind – einfach Selbstportraits zu machen. In wenigen Jahren sehen die Kinder sowieso ganz anders aus und sind kaum wiederzuerkennen. Ich habe auch einige Selbstportraits in den Agenturen und es zeigt meinen Models, dass ich keine Angst habe, mein Gesicht auf diese Art zur Schau zu stellen.

Der zweite Punkt ist, dass die Eltern und das Kind Vorteile von einem Fotoshooting haben. Die Eltern sparen das Geld für einen Portraitfotografen, was bei 10-20 Bildern schnell mehrere hundert Euro kosten kann. Bei mir bekommen die Eltern oft sogar deutlich mehr Fotos kostenlos. Manchmal bezahle ich die Kindermodels auch zusätzlich, je nachdem, wer wen gefragt hat.

Hier sind wir bei einem weiteren Punkt. Die meisten Kinder habe ich auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern fotografiert. Das heißt, diese wussten, dass ich Fotograf bin, kannten meist auch meine Bilder und haben gefragt, ob ich auch Kinderfotos oder Familienfotos machen könne. Meist habe ich das bejaht unter der Bedingung, dass ich diese Fotos wie mein anderen Fotos auch bei den Bildagenturen verkaufen darf. Mein Vertrag ist auch öffentlich auf meiner Webseite einsehbar; die Eltern haben also im Voraus genug Zeit, sich damit vertraut zu machen.

Nach diesen Überlegungen habe ich Rita gefragt, wie denn bei ihr der Kontakt zustande gekommen ist und was sie sich vorgestellt hat:

„Hallo Robert,

ich wollte schon so 30 Euro für die Bilder haben, weil ich die auf CD brenne und die Bilder bearbeiten muss. Es sind dann aber auch wirklich viele Bilder die ich meistens mache und der Bearbeitungsaufwand ist groß.

Ich wüsste ja gar nicht, ob die Bilder sich bei den Bildagenturen verkaufen lassen oder nicht. Ich weiß nur, dass Menschenbilder eben gern genommen werden. Wohin die gehen, wenn sie verkauft werden oder was für einen Nutzen das Model davon hat, damit hab ich mich noch nie auseinandergesetzt.

Eine Mami hat mich einfach gebeten, ein paar Bilder von ihrer acht Monate alten Tochter zu machen und ich hab zugesagt, es zu tun. Dabei dachte ich, ich könnte auch gleich fragen ob sie mir den MR ausfüllen. Ich will halt meinen Bildbestand mal aufstocken und das geht nicht nur mit Blümchen und Bienchen…weißt du ja auch. Ich brauche bestimmte Dinge, die keiner sonst hat.

Ich hab einfach Hemmungen, die Eltern danach zu fragen, weiß auch nicht, wieso und wie man diese Hemmungen loswerden kann. Die Mama der Kleinen hat mit mir mal einen VHS-Fotokurs mitgemacht und weiß sicherlich, was solche Fotoshootings mit Kindern kosten. Da sind 30 Euro ein Spott dagegen.

Machst du nur noch Fotos mit MR, damit du die Bilder alle verwenden kannst und wenn ja, wie hast du die Überwindung hinter dich gebracht, danach zu fragen, bzw. den Leuten Stift und Zettel in die Hand zu drücken und alles zu erklären?

Ich würde ja auch meine eigenen Kinder nehmen (bisher nur Hände und Füße), aber mein Ex-Mann hat leider was dagegen, die Kinder so öffentlich zu zeigen. Deswegen denke ich immer, andere Eltern würden auch so verklemmt denken und so vorsichtig sein. Einerseits könnt ich die Eltern auch verstehen, wenn sie „nein“ sagen.

Schönen Abend noch und viele Grüße,
Rita“

Die Ursache der Angst, nach einem Vertrag zu fragen, lässt sich am Ex-Mann schnell festmachen.

Wichtiger scheint mir noch ein anderer Punkt: Auch wenn Bildagenturen gerne Hobbyfotografen aufnehmen, bleibt die Stockfotografie trotzdem ein Geschäftsmodell. Dazu gehört für die teilnehmenden Fotografen auch, betriebswirtschaftlich denken zu müssen, um langfristig erfolgreich zu sein. Dazu gehört, sich das Verständnis zu erarbeiten, was mit den Bildern geschehen kann und die Bereitschaft, Investitionen zu tätigen.

Ich würde zum Beispiel kein Geld für die Fotos nehmen, zumal 30 Euro eh nicht den Stundenlohn wert wären. Stattdessen würde ich sagen: „Hör zu, ich mache dir die Bilder kostenlos, aber dafür darf ich die bei Bildagenturen verkaufen. Dazu wird dieser Vertrag hier abgeschlossen…“ Ob sich die Bilder verkaufen, ist allein das Risiko des Fotografen und es sollte ihn motivieren, möglichst gut zu arbeiten. Im Falle eines Misserfolges sollte analysiert werden, was beim nächsten Mal anders laufen muss, damit sich die Fotos verkaufen.

Fotografen, die sich jedoch eher auf Portraits und Auftragsarbeiten spezialisiert haben, machen es manchmal so, dass sie für die Unterschrift zu einem Modelvertrag einen Rabatt auf den normalen Preis geben. Zum Beispiel könnte ein Kinder-Portrait-Shooting mit 20-30 Bildern statt 300 Euro nur noch 200 Euro kosten.

Wenn sich die professionelle Einstellung auch so auf die eigene Webseite etc. auswirkt, dass Personen sofort erkennen, dass der Fotograf mit seiner Arbeit Geld verdienen will, dann muss man sich auch nicht mehr schämen, Geld zu verlangen bzw. stattdessen Veröffentlichungsrechte.

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Kinderfotografie gemacht? Was für Tipps würdet ihr Rita geben?

Pimp My Stock! Bildbesprechungen von Stockfotos 10

Wir feiern heute ein kleines Jubiläum. Meine Serie „Pimp My Stock!“ erscheint zum zehnten Mal.

Tadaa! Diesmal bespreche ich die Fotos von Stephanie, einer jungen Mutter, die ich auf der Photokina kennenlernen durfte. Sie fotografiert seit mehreren Jahren als Hobby und beschäftigt sich seit einigen Monaten mit der Stockfotografie. Ihr Lieblingsobjektiv ist das Canon EF 24-70mm f/2.8 L USM. Als Mutter fotografiert sie naturbedingt gerne Kinder,  ihre kleine Tochter, aber auch deren Cousins und Cousinen.

Sie hat gesagt, ich darf ruhig ganz ehrlich sein. Das werde ich auch…

Schauen wir uns die Bilder an:

Eine niedliche Katze? Nein, das ist kein gutes Stockfoto. Das Motiv ist hundertfach vorhanden und vor allem in besserer Qualität. Wie hätte es besser fotografiert werden können? Mit Aufhellblitz von vorn, dichter ran und auf eine interessantere Mimik warten…

Das Hundebild ist schon besser, vorausgesetzt, es wird mit den richtigen Stichworten wie „Wachhund, Aggression, beißen“ etc. verschlagwortet. Da das Foto dann auch in Kontexten auftauchen kann, die dem Hundebesitzer eventuell nicht gefallen, sollte auf jeden Fall ein Property Release für die Hundefotos abgeschlossen und der Besitzer über mögliche Verwendungen unterrichtet werden.

Besser wäre es jedoch gewesen, wenn die Mimik des Hundes eindeutiger wäre. Auf dem Foto ist nicht genau zu erkennen, ob sich der Hund freut oder sein Revier verteidigen will. Zusätzlich hätte ich noch einige Stellen an der Schnauze retuschiert, aber da bin ich wohl zu genau.

Der gleiche Hund, ein anderes Motiv. So wie es ist, hat es nur geringe Verkaufschancen. Das liegt vor allem an den zu kühlen Farben (besseren Weißabgleich machen, mehr Sättigung rein) und an dem Hintergrund, der oben zu unruhig wird. Das kann aber noch nachträglich beschnitten werden. Auf jeden Fall sollte die Hunderasse bei der Verschlagwortung genau beschrieben werden.

Ich verspreche, das ist das letzte Tier in dieser Folge. Generell verkaufen sich Nutztiere besser als Haustiere. Deshalb ist das Foto mit diesem Schwein schon ganz gut. Verwendet werden solche Fotos vor allem, um zu zeigen, wie glücklich die Tiere vor der Verwendung als Bratwurst, Schnitzel oder Eisbein gelebt haben. Dazu passt zum einen die Markierung am Ohr nicht, weil es zu industriell aussieht. Auch einige Schmutzflecken im Schweinegesicht hätte ich entfernt und die Sättigung erhöht.


Kommen wir zu den Kinderfotos. Die freudige Überraschung wurde hier gut eingefangen, der Bildausschnitt ist passend gewählt. Eventuell wäre weiteres Foto mit Blick in die Kamera für einige Kunden nützlich. Das Motiv auf dem Hemd sollte auch entfernt werden, weil es ablenkt und das Design geschützt sein könnte.

Das Bild ist gut geignet, um den Umgang von Kindern mit Werkzeug o.ä. zu illustrieren. Auch die Farben, Hintergrund etc. passen hier sehr gut. Einzig störend ist, dass links der Arm abgeschnitten wurde. Mehr Platz hätte dem Bild gut getan. Eine Version mit einem lächelnden oder gar lachenden Gesicht wäre auch nicht verkehrt.


Die Komposition des Fotos ist zwar stocktauglich, aber das traurige Gesicht auf der Schaukel passt nicht ganz dazu. Lässt sich bestimmt verkaufen, aber es gibt „sicherere“ Motive.

Das Foto wird sich gut verkaufen. Sehr klassische Komposition, fast schon kitschiger Hintergrund (Die Amis lieben sowas) und ein Grinsen mit Zahnlücke. Winziger Nachteil: Der Essensrest in der Hand. Entweder ganz ohne oder mit erkennbarer Nahrung – idealerweise Obst oder Gemüse (Möhre) – wäre besser gewesen. Das Motiv auf dem Shirt sollte auch noch retuschiert werden.

Ein frisches, spritziges Sommerfotos. Vor allem bei Kindern haben sich viele Bildagenturen jedoch mit Nacktheit, weshalb eine kurze Hose und Shirt als Bekleidung passender wären. Davon abgesehen aber ein sehr stocktaugliches Bild.

Ich bin unschlüssig. Fotos von hinten werden meist benutzt für sensible Themen wie Gewalt, Mißbrauch oder Vernachlässigung, bei denen das Model anonym bleiben soll. Trotzdem zweifle ich, ob die Eltern solche Verwendungen gerne sehen, auch wenn das Kind nicht eindeutig zu erkennen ist. Abgesehen davon wäre ein einfarbiger Hintergrund besser gewesen, indem der Blickwinkel mehr nach oben verschoben wird. Die Zeichen an der Schuhsohle würde ich noch retuschieren und den Asphalt etwas digital säubern.

Auch wenn es jeweils kleine Details zu verbessern gibt, eignen sich fast alle Fotos grundsätzlich gut als Stockfotos. Du solltest auf jeden Fall bei Kinderfotos bleiben, Stephanie.

Was sagt ihr? Liege ich richtig? Oder würdet ihr einige Fotos anders beurteilen?

Wer von mir auch kostenlose Tipps haben will, ob seine Fotos “stocktauglich” sind, kann gerne ebenfalls mitmachen.

Und so läuft’s:
– Schickt mir eine kurze Mail, in der ihr Euch vorstellt, z. B. wie lange ihr Fotos macht, mit welcher Ausrüstung, ob und wo ihr schon Fotos verkauft und was ihr in Zukunft in der Stockfotografie-Branche vorhabt.
– Wenn ich ausreichend Zeit habe für Bildbesprechungen, bitte ich Euch, mir 5-10 (!) Bilder in kleiner Auflösung (ca. 600×800 Pixel) zu schicken.
– Diese werde ich dann in einem Blogbeitrag wie diesem veröffentlichen (auf Wunsch auch anonym) und meine Kommentare abgeben aus Business-Sicht. Also eher nicht, ob eine Blume schön ist oder nicht, sondern wie verkäuflich das Foto sein könnte oder wie es verkäuflicher gemacht werden könnte.

Kritisch, ehrlich, subjektiv.

Noch eine junge Familie

Wieder hatte ich eine junge Familie im Studio.
Häschenohren zeigen

Bei diesem Foto fand ich es unglaublich schwer, es gut zu verschlagworten, da es für diese „Häschenohren“ keine eindeutige Bezeichnung gibt, bzw. ich auch die englische Entsprechung nicht finden konnte. Hat jemand eine Idee?

Feste feiernAuch mit diesem Foto hatte ich meine Probleme. Hier aber nicht bei den Suchbegriffen, sondern wegen der Komposition. Ich war hin- und hergerissen zwischen „zu chaotisch“ und „idealer Textfreiraum“. Ich habe mich dann für letztere Sichtweise entschieden.

Flugzeug spielen

Bei dem kleinen Mädchen konnten wir nicht erwarten, dass es die gesamte Zeit aufmerksam beim Shooting dabei ist, deswegen haben wir zwischendurch auch einige Paarbilder gemacht, während sich die Kleine ausgeruht hat.

Luftrüssel

Danach ging es bei Sonnenschein ab in den Park. Die Tochter ist immer noch leicht erschöpft.

Familie sitzt im Park

Die beiden kommenden Bilder sind meine Lieblingsfotos der Session. Ich finde, die kindliche Art kommt da sehr gut zum Vorschein.

Weide erreichen

Dieses Foto ist durch das Rennen leider etwas bewegungsunscharf, aber für mich ein passendes Symbolfoto für einen sorgenfreien Sommer.

Schmetterling fangen

Zu guter Letzt gab es noch ein Outdoor-Familienportrait. Die Komposition ist nicht die originellste, aber sie wirkt immer noch. Der Look wurde mit einer Kombination aus Weitwinkel-Objektiv (genauer: 28mm des 24-105mm) und meinem Ringblitz-Adapter auf dem Canon Speedlite 580 II erzielt.

Familie im Gras

Welches Foto ist Euer Favorit?

Fotosession mit Mirja und Sohn

Wieder mal habe ich eine Familie fotografiert, bzw. eine Mutter und ihren zweijährigen Sohn. Er war etwas schüchtern, aber dank unfairer Motivationsmethoden („Wenn Du mitmachst, bekommst Du diesen Lolli“) haben wir gute Fotos hinbekommen.Scratch on the knee

Das Gute war, das bei den „Kinderärztin und kleiner Patient“-Fotos der Lolli ganz passend war. Und nein, die Schrammen hatte er schon vor dem Shooting… 🙂

Stuffed animal at pediatrist

Der Stoffhund muss aber auch noch untersucht werden, wenn wir schon dabei sind.

Konzentriertes Malen

Hier ist auch wieder meine neue Schreibtafel im Einsatz, auch wenn der Kleine sie eher dafür benutzt hat, neo-avantgardistische Formen zu kreiiern.

Kind mit KopfhörernHir noch ein Trick, um sich die Aufmerksamkeit kleiner Kinder zu sichern: Kopfhörer auf, an den Computer anschließen und bei YouTube ein lustiges Video anwerfen.

Kind isst BananeDas Thema „Kind mit Obst“ stand zwar weit oben auf meiner Shootingliste, aber wir sind nicht dazu gekommen. Als Mirja und ich das Shooting schon innerlich abgeschlossen hatten und alle Klamotten gepackt waren, gab es aber noch mal eine leckere Banane als Stärkung und da das Shooting ja irgendwie schon vorbei war, war der Kleine auch ganz gelassen.

Beraterin hält Vortrag

Wer sich übrigens Mirjas Sedcard anschaut, wird kaum glauben können, dass auf allen Fotos dieselbe Person zu sehen ist. Sehr wandelbar, die Frau und mit einem angenehm professionellen Verhalten, das heißt, pünktlich, zuverlässig und gut vorbereitet. Hat Spaß gemacht.