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Koole Kostüme auf der Kölner Karnevalsmesse

Wie in den letz­ten News ange­kün­digt, habe ich mich auf die Kölner Karnevalsmesse InterKarneval bege­ben, in der Hoffnung, Nützliches für Euch Fotografen aus­zu­gra­ben.

Als gebo­re­ner Berliner (also da, wo Karneval noch Fasching heißt) war das kein Zuckerschlecken. Aber Ohren zu und durch.

Karnevalsmmesse Perücken

Im Grunde gab es vier Arten von Ständen. Erstens die Karnevalsvereine und Tanzsportgruppen, zwei­tens die Fress- und Sauffirmen mit pseudo-witzigen Alkoholika und ber­ge­wei­se Kamelle) und drit­tens die Fabrikanten von Orden, Auszeichnungen, Pokalen und so wei­ter.

Für Fotografen am inter­es­san­tes­ten war die vier­te Art von Ständen: Kostüme, Perücken, Deko-Artikel und Schminke.

Das Foto oben zeigt zum Beispiel den Stand von „Monika’s Haarstudio“ (stil­echt mit fal­sch gesetz­ten Apostroph), die rea­lis­ti­sch aus­se­hen­de Perücken anbo­ten.

An Kostümen gab es eine reich­hal­ti­ge Auswahl, wobei der Schwerpunkt ein­deu­tig bei alter­tüm­li­chen Verkleidungen (baro­cke Rüschen etc.) lag. Für Stockfotografen wenig hilf­reich, aber für Fantasie-Fotografen wie Stefan Kassal sicher eine net­te Fundgrube. Übrigens geht der Kostüm-Trend die­ses Jahr ein­deu­tig in Richtung …Trommelwirbel… Pirat! Höhlenmensch scheint aber auch in zu sein.

Das Problem mit Kostümen für Stockfotos ist, dass die­se oft zu künst­li­ch aus­se­hen und Berufe nicht glaub­wür­dig genug umset­zen. Dafür ist die Kleidung jedoch deut­li­ch güns­ti­ger als ech­te Berufskleidung (aber auch hier gilt: je teu­e­rer das Kostüm, desto bes­ser oft die Details und Verarbeitung) und manch­mal gibt es auch Klischees und Stereotypen, die sich mit über­trie­be­ner Kostümierung vor­teil­haf­ter umset­zen las­sen. Aber bit­te: Fotos von ultra-sexy Krankenschwestern wer­den sel­ten gebraucht…

Drei Kostümfirmen mit eini­gen nütz­li­chen Kostümen sind zum Beispiel:

  1. Deko Schmitt. Die haben zum Beispiel eine oran­ge­ne Gefangenenbekleidung (wäre vor paar Jahren super zum Thema „Guantanamo“ gewe­sen), die­se ecki­gen Graduiertenhüte für Uni-Absolventen, eine über­gro­ße Spritze oder ein Scheich-Kostüm. In Zeiten der Rohstoff-Knappheit und der Ölkatastrophe von BP sicher eine Überlegung wert. Die Firma hat in Köln auch eine rie­si­ge Ausstellung auf dem 5000qm-Firmengelände.
  2. Hendriks Mode. Die nie­der­län­di­sche Firma hat ein halb­wegs pas­send aus­se­hen­des Zauberer-Kostüm im Sortiment, ein kli­schee­haf­tes Sherlock-Holmes-Kostüm mit Schottenmuster und kurio­ser­wei­se vie­le bay­ri­sche Trachten.
  3. Karnevalshop24.de Die hat­ten eine coo­le gro­ße gold­far­ben­de Bling-Bling-Dollarkette für Gangsta-Rapper und halb­wegs annehm­ba­re Polizei- und Flugkapitän-Uniformen. Ja, die sexy Flugbegleiterin-Uniform gab es auch.

Karnevalsmmesse Hintergründe

Ebenfalls inter­es­sant für Fotografen könn­te die Firma IDE-KO sein, die gro­ße Dekorationen und Bühnenkulissen her­stellt, ver­leiht und ver­kauft. Auf dem Foto oben ist eine Stadtkulisse zu sehen. Das eig­net sich vor allem für Fotografen mit gro­ßen Studios, die sich – gerin­ge Tiefenschärfe vor­aus­ge­setzt, so Property Releases und ner­vi­ge Reklame im Hintergrund spa­ren kön­nen.

Die Firma Europalms bie­tet eine gro­ße Auswahl an rea­lis­ti­sch anmu­ten­den Kunstpflanzen, Kunstbäumen und so wei­ter. Für den Hintergrund sicher lang­le­bi­ger und pfle­ge­leich­ter als ech­te Pflanzen.

karnevalsmmesse_huete_MG_1076

Nicht vor­ent­hal­ten will ich Euch die Firma Sili Creations, die in Handarbeit und als Einzelstücke rie­si­ge Hüte aus Schaumstoff her­stellt. Für Fotografen nicht auto­ma­ti­sch geeig­net, aber da der Inhaber Sjohn Smeets ger­ne auf Kundenwunsch hin eige­ne Hüte anfer­tigt, fällt eini­gen Fotografen viel­leicht etwas ein. Ich hat­te zum Beispiel mit dem Gedanken gespielt, den Geburtstagstorten-Hut links im Bild zu kau­fen, um ihn einem Model mit Geschenken in der Hand auf­zu­set­zen.

Stattdessen habe ich mir aber für paar ande­re Kostüme ent­schie­den. Welche das sind, ver­ra­te ich heu­te noch nicht. Die wer­det ihr sicher bald auf mei­nen Fotos ent­de­cken.

Wer spon­tan ist: Die Karnevalsmesse läuft noch bis Sonntag, den 27.6.2010, 18 Uhr in der Kölner Messe.

Stockfotografie-News 2010-06-18

Es ist schon komi­sch:

Da fah­re ich für zwei Wochen in die Alpen und schrei­be eini­ge Artikel vor, damit ihr genug zu lesen habt. Das klapp­te wun­der­bar, aber als ich wie­der­kam, gab es so viel ange­fal­le­ne Arbeiten zu erle­di­gen, dass ich für den Blog kei­ne Zeit fand. Das ist hier­mit offi­zi­ell vor­bei.

Den Startschuss machen die gesam­mel­ten Freitags-News, wei­ter geht es dann bald mit eini­gen Fotos unse­rer Trekking-Tour, der Review des Fotolia-Workshops und mehr. Ihr sollt ja nicht den­ken, ich wür­de nicht mehr zu arbei­ten brau­chen… 🙂

  • Die Bildagentur Shutterstock hat eini­ge neue Funktionen für das Hochladen von Bildern ein­ge­führt. Jetzt gibt es einen Zähler, der anzeigt, wie vie­le Keywords bis­her bei einem Foto ver­ge­ben wur­den, es kön­nen jetzt auch nur Teile einer Bildlieferung bear­bei­tet wer­den statt wie bis­her nur die gesam­te Lieferung auf ein­mal und even­tu­el­le Fehlermeldungen wer­den jetzt auf der Seite ange­zeigt, auf der die­se Fehler gleich beho­ben wer­den kön­nen. Vor allem die ers­ten bei­den Funktionen habe ich mir lan­ge gewünscht und ich freue mich, dass sie nun da sind.
  • Auch für die Bildkäufer hat Shutterstock eini­ge Verbesserungen. So ist es nun mög­li­ch, Suchen zu spei­chern und sich per Mail über neue Bilder zu den gewünsch­ten Suchbegriffen infor­mie­ren zu las­sen. Auch Indexierung neu­er Bilder in den Katalog geht schnel­ler und die Sortierung „Beliebte Ergebnisse“ soll wei­ter ver­bes­sert wor­den sein.
  • Shutterstock Teil 3: Nach dem Kauf der Agentur Bigstock gibt es dort wie­der paar Verbesserungen zu mel­den: Die Umsatzzahlen der Fotografen kön­nen jetzt gra­fi­sch dar­ge­stellt wer­den und es gibt hilf­rei­che Verkaufstatistiken der ein­zel­nen Bilder.
  • Im Forum der Model-Kartei fand ich die­sen Link zu einer Seite, wel­che bei der Farbkalibrierung des Monitors hilft. Besonders die Gamut-Visualisierung in der Mitte der Seite ist ein ein­fa­ches und nütz­li­ches Tool, um schnell zu sehen, ob ein Monitor über­haupt genug Farben dar­stel­len kann, um dar­an ver­bind­li­ch zu arbei­ten. Mein Schreibtisch-Monitor (Eizo) hat den Test glän­zend bestan­den, mein Laptop-Monitor (Samsung) wie zu erwar­ten lei­der nicht.
  • Fast hat­te ich mich nach mona­te­lan­gen Überlegungen für ein Dauerlicht für Videoaufnahmen ent­schei­den, da kommt Sam und macht einen Dauerlicht-Test in sei­nem Blog, der mei­ne gan­zen Überlegungen zunich­te macht. Leider ange­säu­ert, aber den­no­ch ehr­li­ch sage ich des­halb: „Danke, Sam“.
  • Photocase hat sei­ne Nutzungsbedingungen leicht geän­dert. Für deut­sche Kunden wird jetzt bei Credits die Mehrwertsteuer aus­ge­wie­sen, es ist auch ein Einzelkauf von Bildern mög­li­ch, ohne vor­her Credits kau­fen zu müs­sen und die Bilder wer­den etwas teu­e­rer – im Durchschnitt steigt der Preis pro Credit um 22 Cent.
  • Auf dem dies­jäh­ri­gen Treffen des Art Directors Club (also die Leute, wel­che Stockfotos wirk­li­ch kau­fen) befrag­te Polylooks eini­ge Kreative, wel­che Trends es in der Bildsprache geben wer­de. Die Antworten sind lei­der so öde wie vor­her­seh­bar: Alle reden von der „neu­en Echtheit“, von Authentizität und „kein Photoshop mehr“. Komisch, trotz­dem ver­kau­fe ich wei­ter­hin mehr Fotos von schö­nen, gestyl­ten Menschen als wel­che mit nor­mal wir­ken­den Personen.
  • Es gibt immer noch Leute, die auf den fah­ren­den Zug sprin­gen: Neu sind die bei­den Bildagenturen Gallery Stock (Macrostock) und Stockfresh (Microstock). Letztere Agentur ist übri­gens von der „Dream Group“, den glei­chen Leuten, die vor neun Jahren die Bildagentur StockXpert ins Leben rie­fen und dann 2009 an Getty Images ver­kauf­ten. Vielleicht ist das das Geschäftsmodell der Zukunft?
  • Die neu­en Analyse-Funktionen von LookStat sind aus dem Beta-Stadium raus und all­ge­mein ver­füg­bar. Neu ist zum Beispiel eine Keyword-Suche für Bildkollektionen und viel mehr Möglichkeiten, die Zeiträume der Portfolio-Analyse ein­zu­stel­len.
  • Getty Images stellt eine App für das iPad vor, mit dem Bilder der Agentur ange­schaut und lizen­ziert wer­den kön­nen. Besonders cool: Wird das iPad geschüt­telt, wird ein zufäl­li­ges Stockfoto aus dem Agentur-Portfolio ange­zeigt.
  • Die Bildagentur Zoonar hat ihre Webseite kom­plett neu gestal­tet. Zusätzlich wur­den auch Vektor-Grafiken ins Angebot genom­men, Fotografen kön­nen Bilder end­li­ch per FTP hoch­la­den und es gibt jetzt eine Merchandising-Lizenz, mit der Bildkäufer die Fotos auch für Produkte und Waren nut­zen kön­nen.
  • Am nächs­ten Wochenende vom 25. bis 27.7.2010 fin­det in Köln übri­gens wie­der die Karnevalsmesse InterKarneval statt. Für Fotografen ist vor allem die Auswahl an Kostümen und Verkleidungen als Requisiten inter­es­sant. Ich wer­de dort vor­bei schau­en und für Euch schau­en, ob es hilf­rei­che Accessoires gibt.


Was meint ihr zu den News? Habe ich was ver­ges­sen? Dann bit­te in den Kommentaren nach­tra­gen.