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Kostenloses iPad für Fotografen erhalten?

Ich hätte selbst nicht gedacht, dass es so einfach ist. Wer als Fotograf ein kostenloses iPad haben will, muss nur drei Schritte umsetzen.

Als erstes wird ein aktuelles iPad gekauft. Ja, ich hatte „kostenlos“ versprochen, aber zu dem Teil komme ich noch.

Es gibt das Tablett in verschiedenen Ausführungen, die sich beim Speicherplatz, im optionalen Funkmodul und den beiden Farben unterscheiden. Für unsere Zwecke reicht das Modell mit dem geringsten Speicherplatz und ohne das teure Funkmodul. Diese Ausführung* kostet bei Amazon.de aktuell ca. 515 Euro (Preise schwanken täglich etwas).

Zweitens machen wir von dem Gerät gute Stockfotos, das heißt, ohne sichtbare Logos und Markennamen und idealerweise mit dazu passenden Models. So zum Beispiel:

Drittens bieten wir die Fotos über Bildagenturen an und nach nur wenigen Monaten hat sich das Gerät von selbst amortisiert. Hier mal ein aktueller Umsatz-Screenshot meiner iPad-Bilder via Stockperformer:

Ihr seht, ich habe ca. 100 Bilder mit meinem iPad online bei den drei (für mich) wichtigsten Bildagenturen und habe innerhalb von ca. fünf Monaten 661 Dollar damit eingenommen. Die 661 Dollar sind nach dem aktuellen Wechselkurs ziemlich genau die 515 Euro wert, welche das iPad kostet. Voilà, ein Gratis-iPad für Stockfotografen!

Den Umsatz bei den anderen Agenturen, welche die Bilder ebenfalls anbieten, habe ich nicht mal eingerechnet. Außerdem sind die Bilder noch jung und werden sich bestimmt auch die nächsten Monate noch gut verkaufen. Zusätzlich nutze ich das iPad jetzt gerne zur Bildkontrolle während eines Shootings und privat als bequemen Ebook-Reader.

Die Moral von der Geschichte?

Ich bin niemand, der sich neumodischen Schnickschnack sofort kaufen muss. In diesem Fall könnte ich mich aber in den Hintern beißen, dass ich es nicht getan habe. Denn hätte ich gleich am Anfang das erste iPad gekauft, als es 2010 herauskam, hätte ich damit richtig viel Geld verdienen können, allein deshalb, weil es sehr wenige Fotografen hatten. Mittlerweile gehört das iPad (oder vergleichbare Tablet Computer) fast zur Standardausstattung professioneller Fotografen und ich bin ehrlich gesagt erstaunt gewesen, dass ich trotzdem den Kaufpreis in weniger als einem halben Jahr wieder einnehmen konnte.

An diesem Punkt erinnere ich mich an den Vortrag des Produktfotografen Elnur Amikishiyev (über 61.000 Bilder bei Shutterstock online) während der Microstock Expo 2011. Elnur meinte dort, er fotografiere alle Sachen, die er neu kaufe und bisher hat er von jedem Gegenstand den Verkaufspreis wieder einspielen können. Hätte ich nur früher auf ihn gehört.

Zu dem iPad musste mich noch ein Freund regelrecht überreden, weil ich keinen Nutzen für mich erkennen konnte. Bei kommenden technischen Neuerungen will ich meinen inneren Schweinehund schneller überwinden. Selbst wenn ich ein technisches Gimmik vielleicht nicht privat brauche, dann muss ich es eben als berufliche Investition sehen – selbst wenn es nur als Requisite sein sollte.

Oder anders formuliert: Auch – oder vielleicht sogar gerade – richtig teure Requisiten machen sich bezahlt.

Was sind eure teuersten Requisiten bisher gewesen und eure Einnahmen damit?

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Apps zur Bildkontrolle mit dem iPad bei Fotoshootings

Zuerst sollte dieser Artikel „Tethered Shooting mit dem iPad“ heißen, aber das wäre nicht ganz korrekt, denn „tethered shooting“ bedeutet ja, mit einem externen Gerät die Kamera auszulösen. Was ich stattdessen vorstellen will, ist das kabellose Senden von Bildern direkt während eines Fotoshootings auf das iPad.

Warum Bilder aufs iPad schicken?

Bei den modernen DSLR-Kameras ist das Display größer, hochauflösender und insgesamt besser geworden. Trotzdem kann es erstens nicht mit der Auflösung des Retina-Displays eines neuen iPads mithalten und außerdem ist die Ansicht manchmal etwas unpraktisch.

Ich habe das iPad jetzt bei einigen Fotoshootings dabei gehabt und es ist zum Beispiel sehr praktisch, wenn der Assistent während des Shootings direkt parallel meine Aufnahmen sehen kann, um zu erkennen, ob im Hintergrund etwas stört oder die Visagistin sieht genau, wie die Haare auf dem Bild fallen. Außerdem ist es einfacher, den Models kurz ein Bild auf dem iPad zu zeigen, um zu sagen, welche Pose eben besonders gut war, um sie zu wiederholen.

Wie Bilder von der DSLR zum iPad schicken?

Einer der Gründe, mir die neue 5D Mark III* zu kaufen, war der doppelte Kartenslot. Neben der üblichen CF-Karte kann ich nun gleichzeitig eine SD-Karte in der Kamera haben und im Menü entscheiden, ob ich meine Bilder auf beiden Karten parallel speichern will oder nur die RAW-Daten auf der CF-Karte und die JPG-Daten auf der SD-Karte oder einige andere Kombinationen.

Ich habe jetzt neben meiner CF-Karte die EyeFi-SD-Karte* im Gehäuse, welche ich dafür nutze, nur die mittleren JPG-Daten (ca. 5 MP) zum iPad zu senden. Ich wähle die mittlere JPG-Größe beim Speichern, weil das Retina-Display des iPad mittlerweile mehr Details anzeigen kann als die ca. 2Megapixel, welche bei der kleinen JPG.Größe gespeichert werden.

Die EyeFi-Karte aktiviert ein eigenes WLAN-Netz, welches im iPad ausgewählt werden kann. Vorher muss jedoch im Menü der Canon 5D Mark III die EyeFi-Übertragung aktiviert werden, das ist eine häufige Fehlerquelle. Wenn das WLAN-Netz steht, muss nur noch eine App gestartet werden und schwupps werden die Bilder angezeigt. Nur welche?

Welche App zur Bildübertragung aufs iPad?

Wer sich die EyeFi-Karte gekauft hat, erhält einen Zugangscode, mit dem man sich gratis die EyeFi-App aus dem iTunes-Store runterladen kann. Ich habe jedoch schon nach zwei Shootings den großen Nachteil dieser App entdeckt. In der Praxis mache ich bei einem Fotoshooting ca. 500-1000 Fotos, aus denen ich mir danach am Computer die besten aussuche. Das führt dazu, dass ich in der EyeFi-App nach einem Shooting mindestens 500 Bilder habe, die dort meist ca. 1 GB Speicher belegen (650 JPGs mit 5 MP belegen bei mir ca 1 GB). Zusätzlich werden alle Bilder von der App direkt in den Foto-Ordner des iPad kopiert, was die Speichermenge verdoppelt.

Und nun kommt’s: In der EyeFi-App können Fotos nicht gebündelt gelöscht werden. Weder alle auf einmal, noch von einem bestimmten Tag oder nach sonsteinem Filter. Das heißt, ich muss über 500 Mal jedes Foto anklicken und bestätigen, dass ich es wirklich löschen will. Auch in der Fotos-App geht es nur geringfügig schneller, die über 500 importierten Fotos zu löschen.

Das ging mir so schnell auf den Keks, dass ich eine Alternative gesucht habe. Gefunden habe ich ShutterSnitch. Eine App, die den stolzen Preis von 12,99 Euro kostet, aber sich allein durch die Zeitersparnis schnell bezahlt gemacht hat.

Bei ShutterSnitch kann ich auf Knopfdruck Ordner erzeugen. Standardmäßig ist er mit Datum und Uhrzeit der Erstellung beschriftet, man kann ihn aber auch anders benennen. Je nachdem, in welchem Ordner ich gerade bin, wenn ich fotografiere, wird dorthin das Bild von der EyeFi-Karte gesendet. Wer beispielsweise auf zwei Hochzeiten parallel fotografiert, könnte die Bilder immer in den jeweiligen richtigen Ordner schicken. Was wirklich viel Zeit spart, ist, dass ich jeden Ordner auf Knopfdruck komplett löschen kann. Zwei Klicks und alle 1000 Bilder sind weg. Vergleicht das mal mit über 1000 Klicks. Außerdem muss ich die Bilder nicht noch zusätzlich aus der Fotos-App löschen. Natürlich ist es auch möglich, nur einzelne Fotos oder eine Auswahl zu löschen.

Dazu kommen viele andere nützliche Funktionen, welche der Gratis-App von EyeFi fehlen. Ich beschränke mich bei meiner Aufzählung jetzt nur auf die nützlichsten: Es werden bei jedem Bild ISO-Zahl, Blende, Belichtungszeit und Brennweite angezeigt. Wer will, kann sogar visuelle oder akustische Warnungen einstellen lassen, wenn einer oder mehrere dieser Werte definierbare Kriterien nicht erfüllen. Zum Beispiel kann ich mir – wie auf dem Kameradisplay – eine Belichtungswarnung anzeigen lassen, sodaß die Bereiche rot blinken, weile überbelichtet sind oder die App piept immer dann, wenn meine Belichtungszeit länger als 1/50 Sekunde ist.

Außerdem können Schnittmasken für verschiedene Formate über das Bild eingeblendet werden, zum Beispiel, um zu sehen, wie das Bild bei inem quadratischen Beschnitt wirken würde. Oder man lässt gleich ein ganzs Bild halbtransparent über die Fotos legen, zum Beispiel, damit der Werbekunde sehen kann, wie das Foto mit seinem Produkt unten rechts aussehen würde.

Bilder können – mit oder ohne Wasserzeichen versehen und wahlweise in verschiedenen Größen – per Email verschickt oder in andere Apps exportiert werden, man kann eine Diashow mit oder ohne Musik laufen lassen (ideal beispielsweise auf Hochzeiten, wo die Bilder direkt während der Feier auf einer Leinwand gezeigt werden können, wenn das iPad an einen Beamer angeschlossen wird) und vieles mehr.

Viele Möglichkeiten bieten auch selbst definierbare Batch-Funktionen. Ich kann Kriterien festlegen und darauf basierend entscheiden, ob Bilder, welche die Kriterien erfüllen, zum Beispiel in die Fotos-App kopiert werden oder in einen anderen Ordner oder in iher Größe geändert, mit Wasserzeichen versehen und so weiter. Zum Beispiel könnte ich alle Fotos, welche als Favoriten markiert wurden, automatisch verkleinern, mit Wasserzeichen versehen und an ein bestimmte Mailadresse schicken. Oder ich kann automatisch alle Fotos, welche mit mehr als 70 mm fotografiert wurden, in meinen Dropbox-Account senden.

Rechtfertigen diese Unterschiede den hohen Kaufpreis? Meiner Meinung nach ja. Spätestens dann, wenn das erste Mal 1000 Fotos aus der EyeFi-App gelöscht werden müssen.

Die Zukunft und Alternativen

Neben der EyeFi-Karte gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten, die Bilder drahtlos auf Laptop, iPad oder das Smartphone zu bekommen. Da wäre einerseits die Toshiba AirFlash*-Karte, die ich jedoch noch nicht ausprobiert habe. Die Zukunft wird jedoch eindeutig in Richtung integrierter WLAN-Netzwerke in den Kameras selbst gehen. Einen Umweg gehen noch Nikon mit dem Funkadapter WU-1a/b*, der momentan mit der Nikon D3200* und der neuen Nikon D600* funktioniert oder die im Vergleich zu den Funktionen preislich deutlich überteuerten WFT-WLAN-Transmitter* von Canon. Es gibt jedoch – zum Beispiel mit der Samsung NX20* – erste Kameras, welche das WLAN gleich standardmäßig dabei haben und auch Canon hat das für die ab ca. November 2012 erhältliche Canon 6D angekündigt. Die WLAN-Unterstützung hat gegenüber den EyeFi-Karten den großen Vorteil, dass auch eine Kamerasteuerung via ipad oder Handy kabellos möglich wird.

Damit eröffnen sich in Kombination mit zusätzlichen Apps auch grandiose Möglichkeiten für automatisiertes Focus Stacking, Langzeit-HDR-Belichtungen oder Langzeit-/ oder Zeitrafferaufnahmen mit variablem Fokus.

Bis dahin bleibt mir nur ShutterSnitch-App oder ganz altmodisch die Verbindung der Kamera ans Laptop mit einem Kabel.

Welche Methoden nutzt ihr zur externen Bildkontrolle, zum tethered Shooting oder zur Bildvorschau auf dem Smartphone?

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Die 14 besten Apps für (Stock-)Fotografen für iPhone, iPad und Android

Die Überschrift sagt alles. Heute stelle ich kurz einige Apps vor, die für die Stockfotografen interessant sind, welche ein iPhone, ein iPad (manchmal reicht auch ein iPod Touch) oder ein Android-Handy haben.

Dabei werde ich keine Kamera-Apps, Photosharing-Apps oder Bildbearbeitung-Apps vorstellen, weil ich davon ausgehe, dass diese Handy-Fotos von Bildagenturen sowieso nicht angenommen würden.

Ich möchte vielmehr die Apps vorstellen, die in der Praxis eines professionellen Fotografen trotzdem nützlich sind, auch wenn sie keine Fotos „produzieren“. Zusammen kosten die 12 Apps übrigens nur ca. 28 US-Dollar. Los geht’s:

1. PixMuse

Preis: gratis (mittlerweile $ 0,99 €)

für: iPhone, iPad, iPod Touch

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Früher schwebten die Musen über unseren Köpfen, heute sind sie handfest im Handy verankert. PixMuse ist eine kostenlose App des Stockfotografen Rasmus Rasmussen und basiert auf seinem „Stock Photo Concept Generator„: Per Zufallsgenerator wird aus einer Person, einem Thema und einer Stimmung ein Fotomotiv vorgeschlagen. Das kann völliger Quatsch sein oder aber auch der nächste Verkaufsschlager, denn Rasmus weiß als Fotograf sehr wohl, was verkäuflich wäre. Beispiele für solche Motiv-Vorschläge wären: „A sad ethnic minority going to the bathroom“, „A vacationing student walking through a meadow“ oder „A uniformed elderly man feeding a pet“.

2. Easy Release

Preis: $ 9.99

für: iPhone, iPad, Android, iPod Touch

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Easy Release ist eine digitale Version der Model-Verträge und Property-Releases, die jeder Stockfotograf immer in der Tasche haben sollte. Der Clou: Die Verträge liegen in 13 Sprachen vor, die  Bedienung in sechs Sprachen (inklusive deutsch), Verträge können manuell angepasst werden, auf dem Touchscreen vom Model und Zeugen unterschrieben werden und mit dem Kamera-Handy gleich ein Foto für den Vertrag eingeführt werden. Die ausgefüllten Verträge können als PDF oder JPG auf den Rechner des Fotografen und/oder des Models geschickt werden und vieles mehr. Mittlerweile akzeptieren Bildagenturen wie Getty Images, Alamy und Imagebroker diese Verträge. istockphoto und Fotolia verbieten sie bislang jedoch (noch) ausdrücklich.

3. Photocalc

Preis: $ 2.99

für: iPhone, iPad, iPod Touch

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Ich kenne noch Fotografen, die mit einer Mittelformatkamera rumlaufen und ausgedruckte Tabellen mit winzigen Zahlenkolonnen bei sich tragen, um die erforderlichen Blende/Belichtungszeit/ISO-Wert-Kombinationen nachschlagen zu können. Die moderneren Fotografen nutzen „Photocalc“. Diese App berechnet unter anderem den Zusammenhang von Blende/Zeit/ISO, berechnet die Schärfentiefe, kann die erforderliche Blitzleistung berechnen, kennt die Zeiten von Sonnenaufgängen und -untergängen und enthält ein Glossar für Fotofachbegriffe. Die Werte können in metrischen oder US-Maßen eingestellt werden, die Blenden können in Drittel- oder Halb-Schritten angegeben und ausgegeben werden.

4. Focalware

Preis:  $ 1.99

für: iPhone, iPad, iPod Touch,

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Focalware ist eine App, welche vor allem für Fotografen nützlich ist, die viel draußen fotografieren. Das Programm berechnet Sonnen-Aufgangs- und -untergangszeiten wie „Photocalc“, kann aber noch viel mehr. Zum Beispiel kann es errechnen, zu welcher Uhrzeit die Sonne an einer gewünschten Location zu einem gewünschten Datum aus einer gewünschten Himmelsrichtung scheint. Es errechnet, wie lang die Schatten von Objekten zu einer bestimmten Uhrzeit sein werden, berücksichtigt Zeitzonen und vieles mehr. Es lassen sich auch beliebte Orten abspeichern, um schneller darauf zugreifen zu können und einiges mehr. Wer mit der Sonne fotografieren will, kommt um Focalware nicht herum.

5. Strobox

Preis: gratis

für: iPhone, iPad, iPod Touch

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Wie hatte ich das Licht bei diesem genialen Foto aufgebaut? Wer sich solche Fragen stellt, findet mit Strobox die Antwort. Die kostenlose App lässt einen mit über 25 verschiedenen Lichtformern wie Softboxen, Schirmen, Haarlichtern etc. Licht-Setups nachbauen und abspeichern, damit nicht vergessen wird, was für diesen komplizierten Lichtaufbau alles benötigt wurde und wo genau die Blitze und Kamera standen.

6. Getty Images

Preis: gratis

für: iPhone, iPad, iPod Touch

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Die iPhone-App der weltweit größten Bildagentur Getty Images ist hauptsächlich für Bildkäufer gedacht. Aber sie kann auch für Fotografen hilfreich sein, die vor Ort beim Shooting schnell mal sehen wollen, wie viele Fotos es zu einem bestimmten Thema schon gibt und ob es sich lohnt, bestimmte Motive noch zu fotografieren. Außerdem eignet sie sich zur schnellen Suche nach unterrepräsentierten Nischen und zur Inspiration.

7. istockphoto

Preis: gratis

für: iPhone, iPad, iPod Touch

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Ähnlich wie bei der App von Getty Images kann auch mit der App von istockphoto im Portfolio der der Microstock-Bildagentur gesucht werden, nützlich für Inspiration und Recherche. Dort angemeldete Fotografen können aber auch ihre Downloads, Umsätze und Statistiken einsehen, zum Beispiel, welche Bilder kürzlich angenommen oder abgelehnt wurden.

8. Imagesearch für Fotolia

Preis: gratis

für: iPhone, iPad, iPod Touch

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Wie für istockphoto gibt es auch eine ähnliche, unbekanntere App für die Bildagentur Fotolia. Damit lassen sich jedoch nur Bilder suchen, geeignet also für Recherche und Inspiration. Geplant ist aber ein Update, mit dem Nutzer sich auch einloggen können, um Leuchtkästen anzulegen und mehr. Der Link zum iTunes-Store auf der Herstellerseite führt übrigens ins Leere, der richtige Link zum App-Store ist der hier.

9. Gorillacam

Preis: gratis

für: iPhone, iPad, iPod Touch

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Von den Machern der originellen Gorillapod-Stative gibt es auch eine kostenlose iPhone-App. Mit der wird die interne Handy-Kamera so richtig gepimpt: Selbstauslöser, Anti-Shake, Serienaufnahmen, Wasserwaagen-Auslösung, Schnellfeuer, Digitalzoom und vieles mehr. Damit wir uns richtig verstehen: Auch diese Fotos werden den Qualitätskriterien der meisten Bildagenturen nicht entsprechen, aber da viele Fotografen mit ihrem Kamerahandy auch Location-Scouting machen oder Erinnerungsfotos von potentiellen Models oder anderen wichtigen Daten aufnehmen, gehört diese App in die Liste für Stockfotografen. Zumal sie kostenlos ist. Ähnliche Effekte, aber zusätzlich unter anderem auch eine sprachaktivierte Aufnahme bietet die App „Camera Genius“ für $ 0,99.

10. MotionX

Preis: $ 0.99

für: iPhone, iPad, iPod Touch

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Es gibt unzählige GPS-Apps, aber nur wenige, welche sich auch für Fußgänger und Radfahrer eignen. Fotografen können diese GPS-App nutzen, um sich zum Beispiel geeignete Locations zu speichern und auch wieder dahin zurückzufinden.

11. myPantone

Preis: $ 9.99

für: iPhone, iPad, iPod Touch

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Wer fotografiert – egal ob Models oder Food-Stills – und keinen Stylisten dabei hat, muss sich irgendwie selbst behelfen. myPantone erledigt diesen Job.Diese App schlägt automatisch passende Farbkombinationen vor. Zwar ist die App recht teuer, aber sie kann etwas, was für Fotografen sehr nützlich ist: Wenn man ein Foto von einer Farbe macht, erkennt die App, welcher Pantone-Farbe diese am nächsten kommt und macht einige passende Farbvorschläge zum Kombinieren. Im Klartext: Der Fotograf will mehrere Models fotografieren. Er fotografiert das T-Shirt von einem Model und die App schlägt vor, welche Farben die anderen Oberteile haben sollten, damit alles farblich aufeinander abgestimmt ist.

13. Krolop & Gerst Lighting-Setup

Preis: noch unbekannt

für: iPhone, iPad

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Ich bin so aktuell, ich stelle Apps vor, die es noch gar nicht gibt: Die Fotografen Krolop & Gerst planen eine iPhone-App, mit der anhand konkreter Bildbeispiele Licht-Setups erklärt werden. Nach der Auswahl zwischen den Kategorien Studio, Outdoor, On Location und Bouncer gibt es eine Fotogalerie mit verschiedenen fertigen Fotos. Nach der Auswahl eines Fotos werden die Details wie Blende, Belichtungszeit, ISO-Werte, Objektiv etc. gezeigt und es gibt jeweils ein kurzes Making-Of-Video, wie das Licht für das Foto gesetzt wurde.

14. Diverse Android-Apps

Markus hat in seinem Blog „nachbelichtet“ vor paar Monaten einige Foto-Apps für das Android-Handy vorgestellt, die ähnliche Funktionen wie Photocalc, Focalware oder Strobox erfüllen. Damit sich unsere Artikel nicht überschneiden, hier seine App-Empfehlungen.

15. Bonus-Tipp 1

Die meisten modernen Handys erlauben es, neben Fotos und Musik auch PDFs zu speichern. Ich nutze das, um meine Standard-Verträge (MR, PR) immer dabei zu haben und sie am nächsten Computer ausdrucken zu können. Außerdem habe ich die Bedienungsanleitungen von meiner Kamera, meinem Blitzgerät, den Pocketwizards und anderen technischen Geräten als PDF auf dem Handy, um unterwegs schnell nachschlagen zu können.

16. Bonus-Tipp 2

Da die meisten Fotografen selbständig sind und nicht bei einer Firma angestellt, empfehle ich für die Berufsfotografen einen Blick in die weiterführende App-Liste „Die besten 30 iPhone Apps für Selbständige 2011“ von Peer.

Jetzt seid ihr dran: Welche Apps nutzt ihr als Fotografen auf Euren Handys und was findet ihr gut daran?

Stockfotografie-News 2010-10-22

Hallo,

nach zwei aufregenden Wochen in Berlin gibt es wieder einige Meldungen aus der bunten Bilderwelt. Los geht’s:

  • Fotolia hat in den letzten Tagen zwei neue Partnerschaften verkündet. Zum einen mit dem Grafik-Portal DeviantArt. Dort teilen Künstler meist Fotos, Fotomontagen, Photoshop-Pinsel und vieles mehr. Die Kooperation könnte dazu führen, dass viele neue Künstler Mitglied bei Fotolia werden, aber auch mehr Verkäufe könnten möglich sein, denn viele der Künstler sind eben auch Designer, die Fotos und Vektoren für ihre Arbeit brauchen. Da die Seite – ich formuliere es mal vorsichtig –  auch von Leuten benutzt wird, die Urheberrechte eher als Klotz am Bein sehen, könnte die Kooperation mit Fotolia vielleicht auch zu einem besseren Bewußtsein führen, was den Umgang mit Urheberrechten angeht.
  • Die zweite neue Kooperation von Fotolia ist mit content.de. Das ist eine Webseite, die als eine Art Ghostwriter Textdienste für Webseiten, Blogs etc. anbietet. Jetzt können über eine Schnittstelle zu Fotolia auch gleich die passenden Fotos mit gekauft werden. Eine sehr nützliche Kooperation, wie ich finde, da sie den Kundenkreis der Bildagentur erweitern kann.
  • Die Zeitschrift ProfiFoto hat jetzt eine kostenlose iPad-App veröffentlicht, welche ausgewählte Themen der Printausgabe multimedial aufbereitet. Kostenpflichtige Versionen sind geplant, Print-Abonnenten sollen diese jedoch ebenfalls kostenlos erhalten.
  • Mit dem LiveComp-Plugin für Photoshop von Getty Images können Designer un Grafiker jetzt Vorschau-Bilder aus der Bildagentur in ihre Layouts holen, ohne dafür ihr Grafikprogramm verlassen zu müssen.
  • Die deutsche Bildagentur Panthermedia wird feiert ihren sechsjährigen Geburtstag mit vielen Sonderangeboten und einem Rückblick in ihrem Blog. Das war auch eine der Agenturen, die ich als erstes beliefert habe und die immer noch einen wichtigen Teil meines Einkommens erwirtschaften. Herzliche Glückwünsche auch von mir!
  • Man kann es ja mal probieren: Eine andere deutsche Bildagentur verschickt Pressemitteilungen, in denen sie das Ende der Bildagentur Polylooks ankündigt und den Geschäftsführer der eigenen Bildagentur zum Interview anbietet. Natürlich als erfolgreiches Gegenmodell.
  • In eigener Sache: Eins meiner Hirngespinste ist endlich Realität geworden: In meinem neuen Blog „Selbst Eis machen“ widme ich mich meiner zweiten Leidenschaft. Der Name spricht für sich.