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Die Gewinner der Fotobuch-Verlosung stehen fest

Vor paar Tagen habe ich zwei Fotobücher für die Pressefreiheit verlost. Heute habe ich die beiden glücklichen Gewinner gezogen.

Beim Artikel gab es zum zum Einsendeschluss 51 Kommentare, von denen 5 nicht die Teilnahmebedingungen erfüllten. Es blieben 46 Einträge, aus denen ich mittels random.org zwei Nummern gezogen habe:

Die Nummern sind 10 und 43.

Die ungültigen Kommentare habe ich abgezogen und so sind die beiden Gewinner:

– Bernd Jürgens (Kommentar 10)

– Tina (Kommentar 43)

Herzlichen Glückwunsch!

Die beiden Gewinner werden gleich per Email informiert und wenn mir beide ihre Postanschrift mitgeteilt haben, werden die Bücher verschickt.

Sehr schön auch, dass immerhin einer der beiden Gewinner  – Bernd – sogar bei der ursprünglichen Aktion mitgemacht hatte.

Verlosung: Zwei Fotobücher für die Pressefreiheit

Gestern bekam ich eine Mail von Mathias Wahler, dem Referent für Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins „Reporter ohne Grenzen„, der sich für meine bisher dreimalige Spendenaktion bedankte.

Außerdem bot Herr Wahler mir an, zwei Fotobücher im Blog zu verlosen, sozusagen als kleines Dankeschön an die Leser, die mitgeholfen haben, die Spendensumme zu erarbeiten.


Das erste Buch, was ich verlose, ist „Fotos für die Pressefreiheit 2012“ im Wert von 14 Euro.

Der zweite Bildband ist „100 Photos Of Martin Parr For Press Freedom“ im Wert von 12 Euro. Für Details zu den Büchern einfach auf den jeweiligen Link klicken.

Die Teilnahmebedingungen sind kurz und einfach:

Hinterlasst einen Kommentar unter diesem Artikel mit dem Satz “Ja, ich will das Buch ___ gewinnen”. (bei ___ eintragen, welches der beiden Bücher euch mehr interessiert).

Der Einsendeschluss ist Samstag, der 12. Januar 2013. Danach werde ich aus allen gültigen Blog-Kommentaren mittels dem Zufallsgenerator von random.org die beiden Gewinner ziehen und per Email informieren. Das bedeutet, ihr solltet auch eine gültige Emailadresse angeben, unter der ich euch erreichen kann.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mein neues Fotobuch „my work“ ist da

Schon wieder ein Buch? Was heißt: schon wieder? Mein letztes Fotobuch habe ich Anfang 2009 veröffentlicht. Ich benutze es hauptsächlich, wenn ich Leuten, die sich bei mir als Models bewerben, einen Querschnitt meiner bisherigen Arbeiten zum besseren Verständnis zeigen will oder mich bei Firmen vorstelle, deren Räumlichkeiten ich als Location nutzen will.

Da erschien es mir mittlerweile unpassend, so alte Fotos zu zeigen und ich habe mich hingesetzt und ein neues Buch gestaltet. Da ich gemerkt habe, dass die vielen kleinen Bilder für meine Art der Nutzung überfordern, habe ich mich diesmal fast nur für große ganzseitige Fotos entschieden. Das hat auch den Vorteil, dass die Gestaltung des Buches schneller ging. So sieht mein nunmehr viertes Fotobuch „my work“ aus:

Gedacht ist es nur für meinen Eigengebrauch. Falls aber doch jemand Interesse hat, ein „Best Of“ meiner Stockfotos gedruckt in den Händen zu halten, kann das Buch gerne bei mir bestellen. Das Buch hat einen festen Einband (2,5mm Karton, glänzend kaschiert) mit hochwertig fadengebundenen Seiten (Hochglanzpapier, 170g), ist ca. 23 x 31 cm groß, hat 40 Seiten mit 55 Fotos und kostet 39 Euro (inkl. Porto innerhalb Deutschlands). Bestellungen werden per Mail entgegengenommen.

Wie auch meine anderen drei Fotobücher habe ich das Fotobuch bei Pixopolis bestellt. Zum einen weil der Anbieter damals der einzige war, der es mir erlaubte, die Fotobuchseiten in Photoshop (oder einem anderen Programm) zu layouten, ohne diese eher halbgaren Anbieter-Layoutprogramme dafür nutzen zu müssen, zum anderen, weil es auch einer der wenigen Anbieter ist, welche die Bücher per Hand mit einer Fadenbindung herstellen.

Fairerweise muss ich dazu sagen, dass es noch viele andere Anbieter gibt, welche Fotobücher im Programm haben und bestimmt haben die auch ihre Vor- und Nachteile. Zum Beispiel weiß ich, dass einige Anbieter mittlerweile keinen Barcode mehr auf die Rückseite drucken, wie Pixopolis es noch macht, oder die technisch bedingte leere erste und letzte Seite nicht weiß sondern auch in schwarz anbieten. Aber bisher war ich zufrieden und sah keinen Grund zu wechseln.

Vielleicht müsste ich wirklich mal einen direkten Vergleich anstellen. Falls ich das mache: Welche Anbieter sollten Eurer Meinung nach daran teilnehmen?

Rezension: „In Pursuit Of The Sublime“ von 1x.com

Bisher habe ich nur sehr selten Fotobücher im Blog rezensiert. Genau genommen nur ein Mal, die Werbefotos des Luerzer Archivs. Heute stelle ich ein Buch vor, was ungefähr genau das Gegenteil ist: „In Pursuit Of The Sublime“ von 1x.com.
www.1x.com ist eine Online-Fotocommunity, vergleichbar mit Flickr oder der Fotocommunity, mit dem Unterschied, dass alle gezeigten Fotos vorher wie bei Bildagenturen durch eine Bildredaktion müssen, die nur einen Bruchteil der eingereichten Fotos annimmt. Das kann man elitär nennen oder auch bequem, weil die Besucher nur die schönen Fotos zu sehen bekommen. Dieses Prinzp haben die Macher jetzt auf die Spitze getrieben und von 205 der beteiligten Fotografen das jeweils beste Foto ausgesucht und im Fotobuch „In Pursuit Of The Sublime“ zusammengestellt.

Der Titel läßt sich mit „Das Streben nach Großartigkeit“ übersetzen. Zu sehen sind 205 Fotos, offsetgedruckt auf hochwertigem 170g-Papier, ca. DinA4 groß und 1,2 Kilo schwer, fünffach fadengebunden mit Hardcover-Umschlag und einem Stoffbändchen als integriertem Lesezeichen. Das Ganze hat seinen Preis: Satte 75 Euro kostet das Buch und reicht damit an die großen Coffeetable-Bücher des teNeues Verlag heran. Aber es kann auch locker mithalten.

Coffeetable-Bücher sind meist große, hochwertig gedruckte Bücher, meist Bildbände, die – wie der Name andeutet – auf dem Kaffeetisch im Wohnzimmer liegen, damit Besucher ohne Beschäftigung darin rumblättern und sich die Zeit vertreiben können. Bei den Fotobüchern einzelner Fotografen herrscht logischerweise meist entweder ein fotografischer Stil oder ein bestimmtes Motiv/Thema vor.

Im Fotobuch „The Pursuit Of The Sublime“ wechselt sich das ständig ab: Grob lassen sich die Bilder in die Kategorieren Tiere, Architektur, Portrait, Landschaften, Street, Düsteres und Schwarz/Weiß einteilen, wobei darauf geachtet wurde, dass die beiden Bilder einer Doppelseite gut harmonieren. Das gelingt erstaunlich gut und bringt eine zusätzliche Betrachtungsebene mit ins Spiel: Neben der direkten Betrachtung den Vergleich.

Während das erste rezensierte Fotobuch ausschließlich kommerziell orientierte Fotografie zeigte, zeigt dieses Fotobuch nur künstlerische Fotos, auch von – guten – Amateuren. Das führt dazu, dass die Motive, auch wenn sie technisch perfektionisch abgelichtet wurden – teilweise bekannt sind: Der unvermeidliche Sonnenuntergang, die Kanäle von Venedig, New York von oben, Langzeitbelichtung von Wellen, abblätternde Farbe an Wänden und so weiter.

Das muss man mögen. Mit dieser Motivauswahl ist es aber ein ideales Geschenk für Fotografieeinsteiger, für Hochzeiten oder ästhetisch interessierte Menschen, die noch keinen Zugang zur Fotografie gefunden haben. Damit man bei diesem Preis nicht die Katze im Sack kaufen muss, kann man sich hier ca. 50 der 205 Fotos vorab online anschauen.


Was sagt ihr zu den Fotos?

Rezension: „200 Best Ad Photographers Worldwide 2010/11“ von Lürzer’s Archive Special

Ich schaue mir gerne Fotobücher guter Fotografen an, um zu lernen und mich inspirieren zu lassen. Die meisten Fotobücher gibt es jedoch von „künstlerisch“ arbeitenden Fotografen. Damit meine ich, dass diese eine künstlerische Vision haben und die meisten Fotos nur der Kunst, aber nicht einem Kunden oder dem Bildermarkt verpflichtet sind. Das hat den Vorteil, dass auch abstrakte Motive, Nischenthemen und wirtschaftlich völlig uninteressante Sujets behandelt werden.

Gleichzeitig empfinde ich das aber oft als Nachteil, da meine Art der beruflichen Fotografie – die Stockfotografie – genau das Gegenteil ist. Hier geht es um Verkäuflichkeit, um eine direkte, aufmerksamkeitsheischende Bildsprache, welche die Betrachter sofort „anspringt“. Zum Beispiel kann ich mir für die schön grafischen Pflanzendetails in Schwarz-Weiß des Fotografen Karl Blossfeldt* kaum Verwendungen in der Werbung vorstellen. Gleiches gilt für die bewegten Aufnahmen aus einem New Yorker Taxi* oder die Typologien industrieller Bauten* von Bernd und Hilla Becher.

Verstehen wir uns nicht falsch: Ich weiß diese Art Fotobücher zu schätzen und schaue sie mir auch gerne an. Aus purer Lust an der Ästhetik. Beruflich helfen mir jedoch mehr Fotobücher, welche Werbefotos versammeln.

200 best ad photographers wordwide 2010

Eines der besten ist das alle zwei Jahre erscheinende Buch „200 Best Ad Photographers Worldwide„* aus dem Verlag Lürzer’s Archive. Dort wird auch die gleichnamige Zeitschrift herausgeben, in der regelmäßig die besten Print- und TV-Werbekampagnen vorgestellt werden. Im Buch werden auf über 400 durchgängig farbigen Seiten die besten Fotos der letzten Zeit gesammelt und ohne Werbetexte oder Produktabbildungen gezeigt, die von den Fotos ablenken würden.

Für diese Fotos wurde – bis auf einige Self-Promotion-Werke der beteiligten Fotografen – von Kunden viel Geld bezahlt. Sie hängen nicht nur in Galerien, sondern wurden gemacht, um etwas zu verkaufen oder Zeitschriften so zu illustrieren, dass sich die Leser das Heft auch wegen der Bilder kaufen. Unter den Fotos stehen die Namen der beteiligten Fotografen – teilweise auch die Werbeagenturen, Art Directoren und Photoshopper – und die Kunden. Die Liste deckt viele Automarken, Bankfirmen und große Konzerne ab, aber auch Auftragsarbeiten für Zeitschriften wie National Geographic, Elle, FHM oder Wired und Organisationen wie Aktion Mensch, Greenpeace, Zoos, Museen und mehr.

Für 29,90 Euro erhalten Stockfotografen hier die perfekte Quelle, um zu sehen, welche Motive gefragt sind, was für Licht, welche Stimmung, der Umgang mit Models und vieles mehr. Genau das unterscheidet solche Fotobücher auch von den Bildkatalogen der Bildagenturen, welche früher in ebenso dicker, gedruckter Form existierten und heute meist eher online anzusehen sind. Die Agenturkataloge sind für Stockfotografen eine Quelle, um zu sehen, was angeboten und welche Techniken und Motive bei den Fotografen beliebt sind. Die Fotobücher mit Werbefotos zeigen, was von Kunden auch gekauft wird. Ein feiner, aber wichtiger Unterschied.

Wer jetzt denkt, ach, Werbefotos sind doch genauso langweilig und uninspiriert wie Microstock-Topseller, der vergleicht normale TV-Werbung mit den Beiträgen des Cannes Lions International Advertising Festival. Fast alle Fotos im Buch können in punkto Originalität und Schönheit mit den klassischen Coffeetable-Fotobüchern oder auch Bildbänden berühmter Fotografen mithalten. Nur wollen sie eben auch etwas verkaufen.

Foto von Alex Telfer

Besonders in Erinnerung sind mir nach mehrmaligem Durchschauen des Buches die auf alt geschminkten Kinderportraits von Alex Telfer (Foto oben) für die Kinderschutzorganisation Enfance et Partage, die bunten Flaschen-Stills von Neil Corder oder das Mädchen mit dem zerbrochenen Puppen-Gesicht am Küchentisch von Julia Fullerton-Batten (Foto unten), ebenfalls für eine Kinderschutzorganisation.

Foto von Julia Fullerton-Batten

Mal wieder eine klare Buchempfehlung, die ich ausspreche, diesmal nicht zum Lesen, sondern zum Schmöckern.

* Affiliate-Link
(Fotos mit freundlicher Genehmigung des Verlags)