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Frage von Photography Q & A – Selbstvermarktung für Fotografen

Vor über zwei Jahren habe ich hier im Blog das Buch „Photography Q&A“ von Zach Arias vor­ge­stellt und mei­ne Leser auf­ge­for­dert, mir eben­falls Fragen in den Kommentaren zu stel­len. Zwei die­ser Fragen woll­te ich dann im Blog beant­wor­ten.

Die ers­te Frage, wel­che Blitze ich benut­ze, habe ich vor lan­ger Zeit hier beant­wor­tet.

Kompass-V04-wide-selbstvermarktung_kleinHeute ist nun die zwei­te Frage an der Reihe, die sich rund um das Thema „Selbstvermarktung“ dreht. Genau genom­men haben meh­re­re Leser ähn­li­che Fragen gestellt, wel­che das Thema „Selbstvermarktung“ mit unter­schied­li­chen Schwerpunkten auf­grei­fen.

Hier die Fragen:

Vorweg erst­mal: inter­es­san­ter Blog, ich bin gera­de “drü­ber­ge­stol­pert”.
Daraus ergibt sich auch mei­ne Frage:
Wie wich­tig sind die­se Standbeine für Fotografen? Ich ken­ne kaum einen Fotografen, der “nur” Bilder anbie­tet. Es wer­den Blogs betrie­ben, Workshops oder Coachings ange­bo­ten, Bücher geschrie­ben. Alles sehr zeit­auf­wän­di­ge Tätigkeiten. Sind die­se Aspekte über­le­bens­wich­tig gewor­den als Fotograf? Oder stel­len die­se Bereiche ein­fach einen net­ten Nebenverdienst dar, der auch noch Spaß macht? Gruß, Johannes“

Meine Frage: Wie wich­tig ist Facebook-Marketing für dich und akqui­rier­st du auch grö­ße­re Kunden über dei­ne Facebookseite? Vielen Dank! Justus“

Womit lässt sich dei­ner Meinung nach besser/eher Geld ver­die­nen? Mit einem erfolg­rei­chen Blog oder mit Stockfotos?“

Hallo Robert,
mei­ne Frage bezieht sich auf das eige­ne “Branding”, also wie stellt man es an, sei­ne eige­ne “Marke” als Fotograf bekann­ter zu machen. Und wel­che Methoden/Mittel bie­ten sich an? Als Einzelkämpfer (ohne Angestellte) ist das ein Faktor, der neben der eigent­li­chen Arbeit oft zu kurz kommt. Wie machst du dir einen Namen bzw. wir hast du es geschafft, den “Robert Kneschke” bekannt zu machen? Spielt in der Stockfotografie bei­spiels­wei­se die Menge der Fotos, die man in Agenturen plat­ziert hat, eine ent­schei­den­de Rolle? Sprich: ab wann sucht jemand in der Agentur oder einer Suchmaschine gezielt nach dei­nem Namen, um Fotos von dir ange­zeigt zu bekom­men? Und einen eige­nen “Bildstil” zu ent­wi­ckeln, um sich von der Masse abzu­he­ben, wird nach mei­ner Einschätzung immer schwie­ri­ger. Ist es vor allem und zuer­st ein Blog, das Aufmerksamkeit erregt? Ist es das Kommentieren bei ande­ren, sind es Facebook & Co? Viele Grüße, Nora“

Damit ihr mei­ne Antwort rich­tig ein­ord­nen könn­te, möch­te ich beto­nen, dass ich nur von der Stockfotografie lebe und kei­ne Aufträge anneh­me. Das heißt, vie­le der Marketing-Maßnahmen, die ich für unnö­tig hal­te, mögen für einen Auftragsfotografen über­le­bens­wich­tig sein und anders­rum.

Im Gegensatz zu eini­gen mei­ner Fotografie-Kollegen sind mei­ne Aktivitäten neben der Kamera eher gering. Ich betrei­be zwar seit ca. acht Jahren ger­ne die­sen Blog „Alltag eines Fotoproduzenten“ und im Laufe der Jahre sind mei­ne bei­den Sachbücher „Stockfotografie“* und „Die Arbeit mit Models“* hin­zu­ge­kom­men. Vorträge und Seminare gebe ich jedoch nur sel­ten, viel­leicht zwei bis vier Mal im Jahr (das nächs­te Mal übri­gens wie­der auf der Photokina 2016).

Aber ganz nüch­tern betrach­tet: Ich könn­te locker auf die weni­gen Einnahmen der Bücher, vom Blog und den Vorträgen ver­zich­ten und damit viel­leicht sogar mehr ver­die­nen, weil ich in der frei­en Zeit mehr Stockfotos pro­du­zie­ren wür­de.

Andere Kollegen haben hin­ge­gen ber­ge­wei­se Workshops, DVDs und Seminare im Angebot, ver­öf­fent­li­chen deut­li­ch mehr Artikel in ihren Blogs und ihren Social-Media-Kanälen und so wei­ter. Der Unterschied ist jedoch: Diese Leute leben eben haupt­säch­li­ch davon, die­se Produkte sind ein wich­ti­ger, wenn nicht der größ­te, Teil ihrer Einnahmequellen. Vielleicht könn­te man die­se Leute kor­rek­ter als „Foto-Trainer“ statt als „Fotografen“ bezeich­nen. Das mag sei­ne Berechtigung haben, ist aber als Unterscheidung wich­tig, weil die Zielgruppe eine ande­re ist. Wer sich als Fotograf selbst ver­mark­ten will, muss „Kunden“ für Aufträge errei­chen. Wer als „Foto-Trainer“ unter­wegs sein will, sucht ande­re Fotografen als Kunden. Ein gutes Beispiel ist Calvin Hollywood, der sich öffent­li­ch immer öfter als Foto-Coach statt als Bildbearbeiter dar­stellt.

In die­se „Falle“ bin ich selbst anfangs getappt: Die ursprüng­li­che Idee zu mei­nem Blog war, mich bei mehr Bildkäufern bekannt zu machen. Da ich aber von Foto-Themen mehr Ahnung habe als vom Verkauf, inter­es­sie­ren sich vor allem ande­re Fotografen, aber nicht so sehr Bildkäufer für die­se Themen im Blog.

Damit ist mein Blog nicht so sehr ein Marketing-Instrument, wel­ches mehr Bildkäufe bringt, son­dern ein Hilfsmittel, um mich bei Kollegen und Agenturmitarbeitern bekann­ter zu machen, wel­che dann mit mir Informationen und ähn­li­ches aus­tau­schen. Das ist nütz­li­ch, aber schwer in „mehr „Umsatz“ zu mes­sen.

Ein Blog von einem Fotografen, den ich ger­ne ver­fol­ge, und der sich kon­se­quent an poten­ti­el­le Kunden rich­tet, ist der vom Kollegen Till Erdmenger.

Ähnliches gilt für die Facebook–Präsenz: Während Kollegen wie Matthias Schwaighofer min­des­tens meh­re­re Postings täg­li­ch abset­zen, sind es bei mir alle paar Tage einer. Auch hier gilt wie­der: Ich muss kei­ne Aufträge an Land zie­hen, weil ich das sowie­so nicht anbie­te. Natürlich kann es pas­sie­ren, dass ein Fotograf, der mei­nem Blog oder mei­ner Facebook-Seite folgt, eben­falls Grafikdesign für ande­re Kunden macht und dabei mal eini­ge mei­ner Stockfotos kauft, weil er mich durch mei­ne Veröffentlichungen immer im Hinterkopf hat. Ich ver­mu­te jedoch dass die­ser Effekt zu ver­nach­läs­si­gen ist. Die meis­ten Kunden bei Bildagenturen brau­chen ein bestimm­tes Motiv und suchen die­ses, indem sie Suchbegriffe bei den Agenturen ein­tip­pen.

Je spe­zi­el­ler jedoch die Nische, die ein Fotograf bedient, desto eher kön­nen sich Social-Media-Kanäle oder Blogs loh­nen, um sich als Experte für die­ses Gebiet pro­fi­lie­ren zu kön­nen.

Natürlich ist es mög­li­ch, mit einem Blog mehr Geld zu ver­die­nen als mi Stockfotos, sei es durch Werbung, Ebooks, Affiliate-Marketing oder ande­re Methoden, aber das erfor­dert grund­sätz­li­ch ande­re Fähigkeiten als wel­che, die nötig sind, um mit Stockfotos erfolg­reich zu sein.

Ein „Branding“ ist im Bereich der Stockfotografie deut­li­ch weni­ger nötig als in ande­ren Bereichen. Ich weiß, dass eini­ge Branchengrößen sehr erfolg­reich bei Bildagenturen sind, über die in der Öffentlichkeit fast nichts bekannt ist. „Africa Studio“*, „Ioannis Kounadeas“* oder „Gina Sanders“* sind nur eini­ge Beispiele. Während Auftragsfotografen ger­ne wegen ihres „eige­nen Stils“ gebucht wer­den, sind Stockfotografen Lieferanten für Mainstream-Looks, die sich natur­ge­mäß weni­ger stark von­ein­an­der abhe­ben oder teil­wei­se sogar kopie­ren.

Viele Tipps für erfolg­rei­ches Fotografen-Marketing bie­tet übri­gens mein Kollege Michael Omori Kirchner an.

Wie wich­tig ist das Selbstmarketing für euch?
Was funk­tio­niert am bes­ten für euren Bereich?

* Affiliate

Studie: Social Media Webseiten entfernen Copyright-Informationen

Viele Social Media-Webseiten, wel­che das Hochladen von Bildern anbie­ten, ent­fer­nen dabei Copyright–Informationen und ande­re Metadaten. Zu die­sem Schluss kommt eine Praxis-Studie des IPTC-Councils, wel­ches für die Einhaltung des IPTC-Metadaten–Standards ver­ant­wort­li­ch ist.

Für Fotografen ist die Erkenntnis nicht mehr über­ra­schend, aber die­se geball­ten Dreistigkeiten als Übersicht prä­sen­tiert zu bekom­men, zeigt gut, wie igno­rant vie­le deser Seiten mit Urhebern umge­hen.

Zum Vergrößern das Bild anklicken

Im Zeitraum vom Oktober 2012 bis März 2013 hat eine Arbeitsgruppe des IPTC-Councils fünf­zehn Webseiten getes­tet, indem dort mit Metadaten (EXIF/IPTC) ver­se­he­ne Bilder hoch- und run­ter­ge­la­den wur­den. Danach wur­de geschaut, wel­che Metadaten auf der Webseite selbst ange­zeigt wer­den und wel­che nach dem Runterladen noch im Bild vor­han­den waren. Getestet wur­den unter ande­rem Facebook, Twitter, Flickr, Google+, Pinterest, 500px, Tumblr und mehr.

Die Ergebnisse

Die lin­ke Spalte zeigt an, wel­che Daten auf der Webseite kor­rekt ange­zeigt wer­den, die mitt­le­re Spalte zeigt, wel­che Daten im Bild blie­ben, wenn das Bild mit der Funktion „Speichern als…“ run­ter­ge­la­den wur­de und die rech­te Spalte zeigt, wel­che Informationen erhal­ten blie­ben, wenn ein Download-Button o.ä. genutzt wur­de, sofern die­ser auf der Webseite ange­bo­ten wird.

Ein grü­ner Kreis zeigt an, dass alle Anforderungen erfüllt wur­den, ein gel­ber Kreis zeigt, dass eini­ge Anforderungen erfüllt wur­den und der rote Kreis mar­kiert unge­nü­gen­de Ergebnisse, die ver­bes­sert wer­den soll­ten. Grau bedeu­tet, dass die­ser Bereich nicht getes­tet wur­de.

Die Auswertung

Erstaunlich ist, dass KEINE ein­zi­ge Webseite kom­plett im grü­nen Bereich liegt. Bei genau­e­rer Betrachtung der Versuchsanordnung wür­de ich das aber auch nicht so eng sehen, weil zum Beispiel der grü­ne Punkt bei der Copyright-Anzeige nur ver­ge­ben wur­de, wenn alle vier IPTC-Copyright-Felder (Titel, Ersteller, Copyright-Vermerk und Credit) ange­zeigt wer­den. Da bei mir zum Beispiel Ersteller, Copyright und Credit sehr ähn­li­ch sind, reicht mir da schon die gel­be Markierung.

Insofern hat Google+ am bes­ten abge­schnit­ten was die Beibehaltung der Metadaten angeht, gefolgt von Dropbox. Am schlimms­ten sieht iro­ni­scher­wei­se bei den meist­ge­nutz­ten Diensten Facebook, Flickr und Twitter aus. Dort wer­den Metadaten und Copyright-Informationen gna­den­los aus den Fotos gelöscht. Dabei schrei­ben sowohl Vorschriften der Europäischen Union als auch der USA ver­meint­li­ch klar vor, dass Urheberrechtsinformationen nicht aus digi­ta­len Medien ent­fernt wer­den dür­fen. Leider hat sich schon bei ande­ren Themen wie Datenschutz gezeigt, dass Facebook & Co. sich recht wenig um Gesetze sche­ren.

Die Lösung

Eine Lösung für das Problem liegt auf der Hand: Die betref­fen­den Webseiten nicht nut­zen. Da aber Fotografen Social Media-Webseiten vor­teil­haft für die Kundenpflege oder das Akquirieren von Aufträgen nut­zen kön­nen, ist das nicht immer der bes­te Weg. Bis dahin bleibt wohl nur die Möglichkeit, eige­ne Fotos immer nur in klei­ner Auflösung und mit einem sicht­ba­ren Urheberrechtsvermerk auf den Bildern auf sol­che Webseiten zu laden. Ich habe ein­mal den Fehler gemacht, das nicht zu tun und sofort wur­de das Bild mas­sen­haft ille­gal im Netz ver­brei­tet.

Wie geht ihr mit Social Media-Seiten um?

Darf man gekaufte Stockfotos bei Facebook posten? Die große Umfrage

Ich hät­te nicht gedacht, dass die Antwort auf die­se Frage so schwer fällt. Selbst die größ­te Bildagentur der Welt scheint nicht in der Lage zu sein, dar­auf eine Antwort zu geben. Aber der Reihe nach.
Desöfteren haben mich sowohl Fotografen als auch Bildkäufer gefragt, ob sie Fotos bei Facebook nut­zen dürf­ten. Ich wuß­te kei­ne genaue Antwort und habe mich damit her­aus­ge­re­det, dass die jewei­li­gen Lizenzbedingungen von der betref­fen­den Bildagentur und von Facebook ein­ge­hal­ten wer­den müss­ten.
Deshalb dach­te ich, fra­ge ich die Leute, die es am bes­ten wis­sen müs­sen: Die Bildagenturen selbst. Schließlich müss­ten die ers­tens ihre eige­nen Lizenzen und die erlaub­ten Verwendungen am bes­ten im Kopf haben und zwei­tens ist Facebook ja kei­ne unbe­kann­te Seite mehr, sodaß in der Praxis längst klar sein soll­te, dass auf Facebook eine unvor­stell­bar gro­ße Menge an Bildern hoch­ge­la­den wird.
Ich schick­te vier ein­fa­che Fragen an zehn gro­ße Micro- und Macrostock-Agenturen, an Corbis, Getty Images, Mauritius Images und Plainpicture, an Fotolia, Dreamstime, iStock­pho­to, Shutterstock, Depositphotos und Veer. Die vier Fragen lau­te­ten:
  1. Darf man bei ihrer Bildagentur gekauf­te Bilder bei Facebook nut­zen?
  2. Wenn ja, mit wel­cher Lizenz und unter wel­chen Bedingungen (Größe etc.) gen­au?
  3. Wenn nein, wel­cher Passus des Lizenzvertrags ver­bie­tet das gen­au?
  4. Welche Überlegungen gibt es, in Zukunft die Stockfoto-Verwendung bei Facebook rechts­si­cher zu gestal­ten?
Die Resultate haben mich über­rascht.
Alle fett­ge­druck­ten Hervorhebung in den Agenturantworten erfolg­ten durch mich.
Als ers­tes ant­wor­te­te Dreamstime in Form von Carmen Pietraru (Qualitätskontrolle und Kundendienst) sehr aus­führ­li­ch auf eng­li­sch, die Antworten habe ich für den Blog über­setzt:
„Unsere Lizenzbedingungen erwäh­nen nur die am häu­figs­ten vor­kom­men­den Nutzungen und die Liste ist nicht voll­stän­dig, des­halb ist Facebook nicht expli­zit erwähnt. Wir emp­feh­len allen Bildkäufern, immer mit unse­rem Kundendienst Rücksprache zu hal­ten, wenn sie Fragen zur Nutzung oder not­wen­di­gen Lizenzen haben.
Facebook ist unse­rer Meinung nach ein Markt mit einem rie­si­gen Potential (er hat schon über eine Millarde Mitglieder), des­halb haben wir kürz­li­ch unse­re neue Webseite timelineimages.com gestar­tet, spe­zi­ell aus­ge­rich­tet auf die Facebook-Nutzung.
Die meis­ten Bildagenturen sind auf ein Business-To-Business–Konzept aus­ge­rich­tet. Dreamstime hat bis zu einem gewis­sen Grad das glei­che Konzept, obwohl wir auch eine brei­te Masse an Käufern haben, wel­che Endnutzer der Bilder sind. Mit TimelineImages schwenk­ten wir auf das Business-To-Consumer–Modell umd spre­chen die Leute an, die Bilder haupt­säch­li­ch brau­chen, um ihre Profile oder Nachrichten in sozia­len Netzwerken wie Facebook visu­ell zu ver­bes­sern.
Hier noch eini­ge detail­lier­te Antworten auf Deine Fragen:
Zu 1. Ja, Bilder von Dreamstime dür­fen auf Facebook genutzt wer­den, solan­ge sie nicht als Profilfoto genutzt wer­den, ins­be­son­de­re wenn es um Bilder mit Models oder Leuten geht. Der Bildnachweis (zum Beispiel „Das ist ein Foto mit Models“ [Anmerkung R. Kneschke: im Sinne der Abgrenzung von gestell­ten Fotos gegen­über doku­men­ta­ri­schen Aufnahmen]) ist nur erfor­der­li­ch, wenn es der gene­rel­le Kontext der Nutzung erfor­dert, wie bei jeder ande­ren Web-Nutzung auch der Fall ist. Ein Beispiel: Wenn du eins unse­rer Bilder nutzt, um einen Artikel zu illus­trie­ren, ist es emp­feh­lens­wert, den Bildnachweis anzu­brin­gen, um die Bildquelle und den Urheber zu wür­di­gen. Dasselbe ist erfor­der­li­ch, wenn du das Bild ein­fach in eins dei­ner Facebook-Alben hoch­lädst, nur um das Missverständnis zu ver­mei­den, dass Du das Copyright für das Bild vor­ent­hal­ten wür­dest or Leute anneh­men lässt, Du hätt­st das Bild gemacht. So lan­ge das Bild gekauft und kor­rekt genutzt wird, dür­fen Bilder von Dreamstime bei Facebook genutzt wer­den.
Zu 2. Facebook soll­te als Medium betrach­tet wer­den. Leute fra­gen uns, ob sie unse­re Bilder für eine pri­va­te Nutzung auf Facebook neh­men dür­fen oder für Facebook-Anwendungen, des­halb unter­schei­den sich manch­mal die not­wen­di­gen Lizenzen. Persönliche Nutzung (als Titelbild für die Zeitleiste oder in einem Marketing-Artikel zum Beispiel) ist von der „Standard Royalty Free“-Lizenz abge­deckt, wel­che die güns­tigs­te Lizenz auf unse­rer Seite ist. Die Nutzung des Bildes in einer Facebook-Anwendung kann von ver­schie­de­nen Lizenzverträgen abge­deckt wer­den, inklu­si­ve der Standard-Lizenz. Das hängt davon ab, wie gen­au das Bild benutzt wird. Am häu­figs­ten ist die „Web-Extended Licence W-EL“ not­wen­dig, aber Kunden kön­nen die Bilder auch unter der „Unlimited Seats Licence U-EL“ run­ter­la­den und auch unter der „Sell The Rights Licence SR-EL“.

Zu 3. Wie schon gesagt, wir erlau­ben die Facebook-Nutzung, aber wie bei jeder ande­ren Nutzung auch gel­ten die übli­chen Einschränkungen zu sen­si­blen Themen und zur Modelfreigabe. [Anmerkung Robert Kneschke: Versucht nicht, die deut­sche Übersetzung auf der Dreamstime-Seite zu lesen, die ist auto­ma­ti­siert über­setz­tes Kauderwelsch.]

Zu 4. Als Ergänzung zu Dreamstime ist Timelineimages.com unse­re aktu­ells­te Lösung, um Facebook-Nutzern schnell und ein­fach Zugriff auf qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Bilder für die Facebook-Nutzung zu geben.“

Danach kam die Antwort von Susanne Mendack, die in Deutschland die Pressearbeit für Corbis und Veer macht:

Ich habe mit den USA gespro­chen, es ist lei­der nicht mög­li­ch, Ihre Fragen so, wie sie gestellt sind, zu beant­wor­ten. Es hängt von jeder ein­zel­nen Lizenz ab, die ein Kunde erwirbt, ob er damit auch sozia­le Medien ‚bespie­len‘ darf. Jede Lizenz ist anders, jede Kollektion ist anders, es gibt bei Corbis ja vie­le ver­schie­de­ne High-End-Kollektionen und das, was in der Lizenz des Kunden steht, gilt. Wenn Sie eine Tendenz wis­sen möch­ten – man darf die Fotos eher nicht auf Facebook und Co. pos­ten. Das ist auch im Interesse des Fotografen.“

Als nächs­tes kam die Antwort der PR-Agentur von Getty Images:

[…] Wie bereits bespro­chen, haben wir Ihre Anfrage selbst­ver­ständ­li­ch an Getty Images wei­ter­ge­lei­tet, wie­der­holt ange­fragt und ent­spre­chend bespro­chen. Entgegen unse­rer Erwartungen und mit Hinweis auf zeit­li­che Engpässe liegt uns aktu­ell aller­dings noch kein offi­zi­el­les Statement von Getty Images vor. “

Danach folg­te  – mit viel Wartezeit – die sehr aus­führ­li­che Antwort von Fotolia:

Vielen Dank für dei­ne Geduld und dafür, daß Du auch uns die Möglichkeit ein­räumst, uns zu die­sem wich­ti­gen Thema zu äußern.  Wir möch­ten im Zusammenhang mit unse­ren Antworten dar­auf hin­wei­sen, daß wir uns nur zum aktu­el­len Stand der Diskussion um Social Media und expli­zit auf die aktu­el­len Facebook Terms of Service (Tos) sowie unse­rer aktu­el­len ToS bezie­hen kön­nen – bei­des kann sich in der schnell­le­bi­gen Zeit rasch ändern. Keiner weiß, was Facebook und Co. mor­gen machen wer­den.

- Darf man bei Fotolia gekauf­te Bilder bei Facebook ver­wen­den?

Ja, aber mit Einschränkungen. Eine Verwendung von Fotolia-Content auf Facebook ist auf­grund der dor­ti­gen Nutzungsbedingungen lei­der nur unter Einschränkungen mög­li­ch. Hintergrund ist neben der umfas­sen­den Nutzungsrechtseinräumung, die sich Facebook regel­mä­ßig bereits mit der Einstellung jeden Contents an die­sem über­tra­gen lässt (inkl. der Möglichkeit, selbst Sublizenzen an Dritte zu ver­ge­ben), eben auch die sei­tens Facebook auto­ma­ti­sch vor­ge­se­he­ne und vom Einsteller nicht abwähl­ba­re Möglichkeit zum Download und Nutzung des Contents. Diese Weiterverbreitung des Contents wider­spricht den Vorgaben von Fotolia.

Dennoch ist es mög­li­ch, Fotolia-Content auf Facebook ein­zu­set­zen, sofern man sich zuvor mit den Nutzungsbedingungen von Facebook und und den Lizenzbestimmungen von  Fotolia beschäf­tigt und bestimm­te grund­le­gen­de Regeln bei der Verwendung von RF-Content beach­tet.

Solange Fotolia-Bilder nicht in ihrer von Fotolia bereit­ge­stell­ten Form („stand-alone“, d.h. nicht bear­bei­tet, wie her­un­ter­ge­la­den)  bei Facebook hoch­ge­la­den wer­den, son­dern Teil einer neu­en Komposition eines neu­en Werks sind (Anzeige, Flyer, …) soll­te es kei­ne Probleme geben.

- Wenn ja, mit wel­cher Lizenz und unter wel­chen Bedingungen (Größe etc.) gen­au?

Eine Lizenz, die die Verwendung auf Facebook oder ande­ren Social Media Plattformen expli­zit regelt, gibt es noch nicht.

Grundsätzlich gilt bei der Online-Verwendung  unse­res Contents und bei Facebook glei­cher­ma­ßen: Fotolia gestat­tet ist die Verwendung von Bildern mit einer maxi­ma­len Auflösung von 1000 x 1000 Pixeln bei 72 dpi. Natürlich ver­bie­ten sich auch hier belei­di­gen­de oder sonst­wie rechts­ver­let­zen­de Verwendungen, eben­so der Einsatz als Avatar. Man darf also kein Fotolia-Bild als Profilfoto ver­wen­den und eine Fake-Identität schaf­fen. Und wie bei jeder Verwendung soll­ten Urheber und Quelle genannt wer­den. Auch hier reicht die Nennung im Impressum/Info der betref­fen­den Facebook-Seite.

- Wenn nein, wel­cher Passus des Lizenzvertrags ver­bie­tet das gen­au?

Gemäß unse­ren Verträgen darf unser Content nicht „stand-alone“ ver­teilt oder ver­trie­ben wer­den. Auch dür­fen kei­ne Unterlizenzen ein­ge­räumt wer­den. Das gilt über­all, also auch bei Facebook. Und auch wenn der Facebook-Nutzer sich im Zweifelsfall nicht dar­über im Klaren ist, räumt er Facebook (oder ande­ren Plattformbetreibern) bereits durch den Upload von Bildern bedeu­ten­de, wenn auch beschränk­te Nutzungsrechte ein, ver­öf­fent­licht den Content und ermög­licht in vie­len Fällen Dritten die wei­te­re Nutzung des Contents durch die Bereitstellung per Download.

Fotolias Download-Verträge (sowohl Standard als auch die Erweitere Lizenz) ent­hal­ten die maß­ge­ben­den Einschränkungen in ihren jewei­li­gen Ziffern 2. und 3.

Ziff. 2 Unterlizenz: Das Nicht Exklusiv Herunterladende Mitglied ist nicht zur Gewährung wei­te­rer Unterlizenzen berech­tigt.“

=> Eine Unterlizenz las­sen sich Facebook et al. expli­zit ein­räu­men.

Ziff 3 Einschränkungen (a): „Unterlizenzierung, Verkauf, Abtretung oder Übertragung jeg­li­cher Rechte aus die­sem Vertrag. Verkauf, Lizenzierung oder Vertrieb des Werkes oder einer Bearbeitung des Werkes als Stand-Alone-Image-Datei oder als Bestandteil einer Online- oder jeg­li­cher ande­ren Datenbank oder jeg­li­cher Derivate, die das Werk in einer Form ent­hal­ten, die es Dritten ermög­li­chen, das Werk her­un­ter­zu­la­den, zu extra­hie­ren oder sich Zugang zum Bild als Stand-Alone-Image-Datei zu ver­schaf­fen;“

Ziff 3 Einschränkungen ©: „die öffent­li­che Zugänglichmachung eines Werkes online in einem her­un­ter­lad­ba­ren Format, Bereitstellung eines Werkes in elek­tro­ni­schen Foren oder Boards;“

=> Auch wenn der Facebook-Nutzer sich im Zweifelsfall nicht dar­über im Klaren ist, durch den Upload von Bildern (vor allem ab einer bestimm­ten Dateigröße), räumt er Facebook (oder ande­ren Plattformbetreibern) Unterlizenzen ein, macht er den Content öffent­li­ch zugäng­li­ch und ermög­licht in vie­len Fällen den Download des Contents durch Dritte.

- Welche Überlegungen gibt es, in Zukunft die Stockfoto-Verwendung bei Facebook rechts­si­cher zu gestal­ten?

Ohne Zweifel sehen wir hier einen sehr leben­di­gen Markt. Es ist kein leich­tes Unterfangen, die Interessen, der Kunden, der Urhebern, von Facebook und Fotolia glei­cher­ma­ßen unter einen Hut zu bekom­men. Fotolia aner­kennt die immen­se Verwendung von Bild-Content in Social Media und den dar­aus ent­ste­hen­den Bedarf einer für Kunden wie Fotografen glei­cher­ma­ßen ver­tret­ba­ren Regelung. Daher arbei­ten wir dar­an, die Bilder für Facebook/Social-Media in Zukunft gere­gelt nutz­bar zu machen und zu ver­ein­fa­chen.“

Trotz mehr­fa­cher Nachfragen und Wartezeiten von eini­gen Wochen wur­de ich bei Shutterstock vom Vizepräsidenten Gerd Mittmann lei­der nur ver­trös­tet, aber ich schie­be die Antwort ger­ne nach, wenn sie noch kom­men soll­te.

Bei Mauritius Images wur­de mir tele­fo­ni­sch mit­ge­teilt, dass eine Verwendung deren Bilder bei Facebook wegen der oben genann­ten Unterlizenzierung nicht erlaubt sei. Ich bat dar­um, mir eine zitier­fä­hi­ge Antwort per Email zuzu­schi­cken, das ist jedoch bis heu­te nicht erfolgt.

Auch von plain­pic­tu­re, Depositphotos und Bigstock erhielt ich trotz Nachfragen lei­der kei­ne Antwort.

Mich wurm­te auch, dass Getty Images als mit Abstand weit­weit größ­te Bildagentur nicht in der Lage sei, mei­ne Fragen zu beant­wor­ten. Deswegen star­te­te ich einen zwei­ten Versuch und frag­te nicht als Pressevertreter, son­dern als Käufer an. Und sie­he da, auf ein­mal ging es sehr schnell. Ich bekam einen Anruf eines Kundenberaters, wel­cher mir sei­ne Antwort auch noch per Email zur Bestätigung schick­te:

Hallo Herr Kneschke,

sie kön­nen lizenz­frei­es Material von GETTY IMGES auch auf web­ba­sier­ten sozia­len oder Community-Netzwerken nut­zen. Allerdings erstreckt sich die­se Nutzung nicht auf bezahl­te Werbeflächen.

Bei lizen­pflich­ti­gen Bildern fin­den Sie bei der Preiskalkulation unter „Internet und APP“ den Punkt „Web – Social Media“ wel­chen Sie bei der Honorarberechnung ange­ben kön­nen.

Kommen Sie bei Fragen ger­ne auf mich zurück.

Beste Grüße aus München,
Mustafa Cihangir
(Sales & Service Representative)“

Zusammenfassung

Ob gekauf­te Stockfotos bei Facebook genutzt wer­den dür­fen, hängt dem­nach stark von der Agentur ab, bei wel­cher die­se gekauft wer­den. Einige ver­bie­ten die­se Nutzung aus­drück­li­ch, ande­re erlau­ben sie mit Einschränkungen, die unter­schied­li­ch aus­fal­len. Andere Agenturen las­sen ihre Kunden lei­der völ­lig im Unklaren. Im Zweifelsfall emp­feh­le ich des­halb, die Bildagentur vor einer kon­kre­ten Verwendung zu fra­gen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Stockfotos auf Facebook gemacht?

Test und Verlosung des Ringblitz-Adapters Roundflash

Vor knapp vier Monaten habe ich hier im Blog den neu­en Ringblitz-Adapter „Roundflash“ vor­ge­stellt.


In den letz­ten Monaten habe ich eini­ge Gelegenheiten gehabt, die Alternative zum ech­ten Ringblitz aus­zu­pro­bie­ren. Nach den Testbildern im oben ver­link­ten Beitrag will ich euch heu­te eini­ge wei­te­re Fotos zei­gen, die mit dem Roundflash ent­stan­den sind und über mei­ne Erfahrungen berich­ten.


Im Foto der lachen­den Frau ganz oben kam der Blitz mit dem Ringblitz-Aufsatz wirk­li­ch als ein­zi­ge Lichtquelle zum Einsatz. Fotografiert habe ich mit mei­ner Canon 5D Mark II und dem Canon Speedlite 580 EX II und dem Roundflash. Belichtungszeit war 1/160 Sekunde bei Blende 3,5 (ISO 100). Als Objektiv hat­te ich das Canon 24-70mm genom­men, bei Brennweite 35 und mit ca. 0,75 Metern Abstand zum Model.


Beim sprin­gen­den Musiker oben war die Ausrüstung die Gleiche, jedoch war das eine Außenaufnahme, wo der Blitz nicht die gan­ze Arbeit ver­rich­ten mus­s­te. Diesmal mit 1/170, Blende 4 (ISO 200) und bei 2,25 Metern Abstand foto­gra­fiert. Die Blitzleistung habe ich manu­ell erhöht.

Es liegt in der Natur der Sache, dass der beson­de­re Look des Ringblitzes vor allem dann wirkt, wenn er von nahem ein­ge­setzt wird. Je wei­ter weg der Ringblitz vom foto­gra­fier­ten Motiv ist, desto eher wirkt er wie eine Punktlichtquelle. Deswegen eig­net er sich auch beson­ders gut für Makroaufnahmen. Je dich­ter der Ringblitz am Model ist, desto grö­ßer ist auch der kreis­run­de Lichtreflex in den Augen. Sehr gut zu erken­nen ist das beim Mann mit der Grimasse. Allerdings kann die­ser unge­wöhn­li­che Lichtreflex im Auge auch ablen­ken, wes­halb ich ihn bei eini­gen Fotos auch retu­schiert habe, sodaß er nicht mehr wie ein Donut, son­dern nur noch wie ein Kreis aus­sieht.


Bei den Fotos von Maschinen der Lebensmittelindustrie habe ich gemerkt, dass der Ringblitz-Adapter auch nicht die rich­ti­ge Wahl ist, wenn Geräte mit viel Metall/Chrom oder ande­ren spie­geln­den Flächen foto­gra­fiert wer­den sol­len, weil das unge­fähr so uncool aus­sieht als wür­de man in einen Spiegel blit­zen.

Hier auch mal ein Vergleich eines Fotos mit und ohne den Roundflash-Ringblitz (kli­cke die Bilder zum Vergrößern):

(mit Roundflash)
(ohne Roundflash)

Das Zusammenfalten des Roundflash berei­tet mir auch nach eini­gen Malen noch etwas Kopfzerbrechen, da ich immer Angst habe, beim Drehen und Falten des Roundflash wür­de ich etwas bre­chen kön­nen. Glücklicherweise gibt es jetzt eine Video-Anleitung für den Auf- und Abbau.


Auch ohne den „spe­zi­el­len Ringblitz-Look“ eig­net sich der Roundflash her­vor­ra­gend als Mittel zur Kontrastkontrolle, mit dem man regeln kann, wie stark die Schatten einer ande­ren Lichtquelle auf dem Model wir­ken sol­len, da der Ringblitz die Schatten direkt von der Kameraachse meist ohne zusätz­li­chen Eigenschatten auf­hellt. Wenn es rich­tig ange­stellt wird, ist kaum zu bemer­ken, dass  über­haupt ein Ringblitz (wenn im Bild unten auch ein ande­rer als der Roundflash) im Einsatz war:


Ohne den Aufhellblitz von vor­ne wären die son­ni­gen Stellen jedoch schon aus­ge­fran­st bzw. die schat­ti­gen Stellen zu dun­kel.

Mittlerweile wird der Roundflash auch direkt in Deutschland ver­trie­ben (für 129 Euro inkl. Versand über www.roundflash.de).

Verlosung

Der Erfinder des Roundflash war so freund­li­ch, mir ein Exemplar des Roundflash-Ringblitz-Adapaters für eine Verlosung zur Verfügung zu stel­len.

Um an der Verlosung teil­zu­neh­men, mus­st Du nur zwei Dinge tun:

  1. Schreibe einen Kommentar unter die­sen Artikel, dass Du den Roundflash gewin­nen will­st.
  2. Klicke „Gefällt mir“ auf mei­ner Facebook–Seite. Wenn Du schon Fan bist, alles bes­tens. Zwei Hinweise noch: Verwechsle bit­te nicht mei­nen pri­va­ten Facebook-Account mit mei­nem öffent­li­chen und ach­te dar­auf, dass ich dei­nen Kommentar auch dei­nem Facebook-Account zuord­nen kann.


Die Verlosung endet am 18.05.2012, den Gewinner wer­de ich dann über Facebook benach­rich­ti­gen.

Stockfotografie-News 2012-04-13

Nach eini­gen Wochen wird es mal wie­der Zeit, mei­ne Notizen zusam­men­zu­su­chen und Euch einen Überblick über die Bilderbranche zu ver­schaf­fen.

Seltsamerweise gibt es seit Jahresbeginn kaum wirk­li­ch wich­ti­ge Nachrichten, was mir etwas Angst macht, da die Ruhe vor dem Sturm bis­her kein gutes Zeichen war.

Aber freu­en wir uns bis dahin, dass mal für paar Wochen alles beim Alten bleibt und schau­en uns an, was es trotz­dem Neues gibt:

  • Die Firma PocketWizard hat ihre bei Profifotografen belieb­ten Funkauslöser Plus II ver­bes­sert: Die neue „Plus III“-Reihe hat mehr Funktionen und ist sogar bil­li­ger. Einziger Haken: E-TTL wird nicht unter­stützt, wer dar­auf ver­zich­ten kann, soll­te zugrei­fen.
  • Getty Images ver­treibt jetzt über 800.000 Videos über die Mediensuchmaschine my-picturemaxx.
  • Fotolia–Fotos kön­nen mit dem neu­en Adobe-Plugin jetzt auch direkt aus der Adobe Creative Suite CS5 abge­ru­fen wer­den.
  • Noch mal Fotolia: Die Bildagentur hat jetzt die Crowdsourcing-Logo-Webseite wilogo.com auf­ge­kauft. Damit dehnt die Agentur das „User Generated Content“-Modell auf einen wei­te­ren Geschäftsbereich aus.
  • Fotolia die drit­te: Heute am Freitag, den 13.4. fin­det in Berlin die Vernissage um 18 Uhr für die Ausstellung „Me Myself & I. Stockfotografen im Selbstportrait“ statt, wel­che bis zum 13. Juli 2012 im FotoliaLAB zu sehen ist. Ich bin dort eben­falls mit einem amü­san­ten Selbstportrait zu sehen.
  • Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellt jetzt sei­ne Fotos und Videos, zum Beispiel Weltraumaufnahmen, unter einer Creative Commons CC-BY 3.0-Lizenz gra­tis zur Verfügung. Über die Erfahrungen des Bundesarchivs mit einer ähn­li­chen Entscheidung habe ich hier berich­tet.
  • Für Android–Smartphones gibt es jetzt eine App namens „Microstock Report“, wel­che die Fotografen-Einnahmen bei 29 Microstock-Bildagenturen anzeigt und aus­wer­tet.
  • Dreamstime expe­ri­men­tiert gera­de mit Preisänderungen.
  • Zoonar bie­tet jetzt Getty Images als Partneragentur an. Fotografen soll­ten sich jedoch nicht der Illusion hin­ge­ben, ihre Bilder in eine hoch­wer­ti­ge Getty-Kollektion zu bekom­men, viel wahr­schein­li­cher ist es, dass die Bilder für Abo-Verkäufe via Thinkstock und photos.com genutzt wer­den.
  • Außerdem kün­dig­te Zoonar an, dass die Kommissionen für Partnerverkäufe von 60% auf 50% redu­ziert wer­den. Damit scheint lei­der auch bei Zoonar das Rennen nach unten zu begin­nen.
  • Panthermedia hat jetzt ein Vertriebsbüro in Mailand, Italien, auf­ge­macht und deren Webseite gibt es nun auch in ita­lie­ni­sch.
  • Bei Birgit Engelhardt gibt es ihre Hausarbeit zum Thema „Urheberrecht und Fotografie“ zum kos­ten­lo­sen Download.
  • Wo wir beim Thema Recht sind: Bildersuchmaschinen wie Google Images dür­fen nun auch wider­recht­li­ch ver­öf­fent­lich­te Fotos anzei­gen. Das Internet sorgt schon für selt­sa­me Rechtssprechungen…
  • Ebenfalls lesens­wert ist der Beitrag im Blog des Journalisten-Verbands DJV, der sich in der aktu­el­len Debatte zum Urheberrecht für letz­te­res stark macht.
  • Die Keywording-Firma DokFünf ver­an­stal­tet gera­de einen Fotowettbewerb zum Thema „Schlagwort Copy Space: Wer hat das Blaue vom Himmel ver­kauft“. Ich sit­ze mit in der Jury, also strengt euch an.
  • Die Statistik-Seite istockcharts.de wur­de lei­der ein­ge­stellt, weil immer mehr Fotografen nur anony­mi­siert ange­zeigt wer­den woll­ten, was einer­seits die Anzeige immer nutz­lo­ser mach­te und ande­rer­seits unfair gegen­über den Fotografen war, die ihre Daten wei­ter­hin öffent­li­ch anzei­gen las­sen haben. Details gibts hier in der Facebook-Gruppe „United Stock Artists“.
  • Als Erinnerung: Ich habe mei­nen Facebook–Account radi­kal auf­ge­räumt und akzep­tie­re jetzt nur noch Leute, die ich per­sön­li­ch ken­nen­ge­lernt habe und wer­de dort auch eher pri­va­te Dinge pos­ten. Wer wei­ter­hin über Facebook über mei­ne beruf­li­chen Aktivitäten infor­miert wer­den will, dem emp­feh­le ich, mei­ner „Facebook-Seite“ zu fol­gen.
  • Das deut­sche Foto-Forum „Foto-Talk Relota“ hat „wegen eines amts­mü­den Administrators“ end­gül­tig die Pforten geschlos­sen. ursprüng­li­ch hat­te Thomas Seegers geplant, das Forum jemand ande­rem anzu­ver­trau­en, aber er hat sich aus Datenschutzgründen anders ent­schie­den. Ich bast­le bereits an einem neu­en deut­schen Microstock-Forum, wel­ches ich in paar Tagen im Blog vor­stel­len wer­de.
  • Übrigens: Ich habe gera­de eine Teilzeit-Stelle als Produktions-Assistenz in Köln zu ver­ge­ben. Bewerbungen sind will­kom­men.

Habe ich etwas ver­ges­sen? Dann tragt das ger­ne in den Kommentaren nach.