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Kreativität in der Fotografie

Vor eini­gen Monaten las ich in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel mit der Überschrift „Kreativität ist har­te Arbeit“.

Darin fand ich am Ende die­sen Satz, der mir ein­leuch­te­te:
„Fleiß, fach­li­che Expertise, Neugier und Offenheit – das sind die wich­tigs­ten Voraussetzungen für krea­ti­ves Handeln“

Blick durch Daumenloch
Ich fin­de den Satz gut, da er deut­li­ch macht, dass Kreativität nicht „ange­bo­ren“ ist, son­dern das Resultat har­ter Arbeit und ver­schie­de­ner Faktoren. Diese Faktoren spie­len auch in der Fotografie eine Rolle.

Fleiß - Nur wer stän­dig aus­pro­biert, expe­ri­men­tiert und vor allem foto­gra­fiert, wird irgend­wann sei­ne Kamera so im Schlaf beherr­schen, dass bei der zün­de­nen Inspiration sofort reagiert wer­den kann – ohne Blick in die Anleitung oder den Ärger, war­um das schö­ne Foto auf dem Display gelun­gen wirk­te, aber auf dem Computer-Monitor nicht mehr.

Fachliche Expertise – die bekommt man auch nur durch Fleiß. Durch das Lesen vie­ler Fotobücher, die Vergleiche von Fotografien gro­ßer Meister, die Analyse gelun­ge­ner Bilder und mehr.

Neugier – Das ist die Kraft, die einen Fotografen dazu ver­lei­tet, auch mal um ein Motiv her­um­zu­ge­hen, um zu sehen, ob die ande­re Seite nicht foto­ge­ner wäre.

Offenheit – „Das haben wir schon immer so gemacht“ ist kein Satz, der zu mehr Kreativität füh­ren wür­de. Einfach mal etwas anders machen, zu schau­en, was pas­siert, kann eben­falls inspi­rie­rend sein.

Alle der vier Faktoren kön­nen trai­niert und gepflegt wer­den. Mal den inne­ren Schweinehund über­win­den. Nicht auto­ma­ti­sch „nein“, son­dern auch mal „ja“ sagen.

Ausprobieren.

Kreativ sein.

Schönen krea­ti­ven Sonntag noch.