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Shutterstock kürzt Fotografen-Honorare

Lange Zeit hätte kaum jemand geglaubt, dass solche Schlagzeilen die Runde machen. Shutterstock galt in der Branche als der Saubermann, was den Umgang mit Fotografen anging.

Nach dem Börsengang im Oktober 2012 scheint jedoch ein härterer Wind zu wehen.

Die neue Kommisionsstruktur von Shutterstock
Die neue Kommisionsstruktur von Shutterstock (Klicken zum Vergrößern)

Zuerst wurden im März 2013 die Lizenzbedingungen „angepasst“. Da wurde zum Beispiel die maximal erlaubte Druckauflage der Standardlizenz von 250.000 Kopien auf 500.000 Kopien verdoppelt. Das bedeutet im Grunde eine indirekte Honorarsenkung, weil weniger Kunden eine Erweiterte Lizenz (oder „Enhanced Licence“, wie Shutterstock es nennt) kaufen müssen.

Am Freitag, den 22.01.2016 flatterte den Fotografen eine weitere Ankündigung von Shutterstock per Email ins Postfach.

Diese war gleich aus mehreren Gründen dreist.
Zum einen enthielt sie den üblichen Corporate-Blabla-Mist, bei dem mit vielen Worten und Euphemismen wenig gesagt wird. Da heißt es:

„At Shutterstock, one of our most important goals is to drive our contributor’s success by continuously delivering new earnings opportunities to you, our partners. Our enhanced license provides a great opportunity to license your content at a higher price point. Over the past year, we have been testing ways to better communicate the value of this premium license to our customers.

We have determined that a fixed rate payment for enhanced licences limits our ability to continually drive more downloads. Therefore, effective January 25th 2016 the enhanced license payout will move from a fixed rate of $28 to a tiered percentage model, similar to our custom image license. To help simplify the earnings schedule, your enhanced license payout will now be determined by your earnings tier.

We are your partners and our job is to work tirelessly to serve you and grow our marketplace together.“

Nun, zynische Stimmen haben angemerkt, dass die bisherige fixe Kommission von 28 USD für einen EL-Verkauf „simple“ genug sei.

Blödsinn ist in der aktuellen Form auch, warum eine EL bei gleichem Verkaufspreis, aber geringerer Kommission zu mehr Verkäufen führen sollte. Doch dazu später mehr.

Dreist war es zudem, diese Informationen an einem Freitagnachmittag zu versenden, ohne konkrete Informationen darüber, wie nun die neue Vergütung aussehen soll. Das wurde gestern nachgereicht.

Oben ist als Screenshot die neue Honorarverteilung zu sehen. Damit erhalten Fotografen jetzt – je nach bisherigem Gesamtumsatz – 20%, 25%, 28% oder 30% des Verkaufspreises einer EL.

Konkret heißt das: Die Top-Fotografen mit einem Gesamtumsatz von mehr als 10.000 USD erhalten statt 28 USD für eine EL nun:

30% von $199/2 = $29,85 für das 2 EL Paket
30% von $449/5 = $26,94 für das 5 EL Paket
30% von $1.699/25 = $20,38 für das 25 EL Paket

Fotografen mit weniger als 500 USD Gesamtumsatz erhalten nur:

20% von $199/2 = $19,90 für das 2 EL Paket
20% von $449/5 = $17,96 für das 5 EL Paket
20% von $1.699/25 = $13,59 für das 25 EL Paket

Das ist im ungünstigsten Fall weniger als die Hälfte wie bisher.

Was bedeutet das für uns Fotografen?

Dieser Absatz ist Spekulation: Die Art, wie Shutterstock hier mit uns kommuniziert, lässt vermuten, dass die Aktionäre der Bildagentur immer stärker im Nacken liegen. Es geht nicht um das „Gemeinsame“ und die „Partnerschaft“, wie in der oben zitierten Mail angepriesen. Seit dem Hoch des Shutterstock-Aktienkurses vor knapp zwei Jahren ging es vor allem bergab. Der Kauf von Fotolia durch Adobe verstärkte diesen Trend nur noch:

26-01-_2016_10-59-43Konkreter macht mir mehr Sorgen, was die Umstellung von fixen Kommissionen auf einen prozentualen Anteil bedeuten könnte. Damit wäre der Grundstein gelegt, um durch Senkungen des EL-Verkaufspreises mehr „Enhanced Licenses“ verkaufen zu können.

Damit würde zum einen die Aussage in der Mail logischer, dass „mehr Downloads“ erzielt werden können und zum anderen ist es auch nur machbar, wenn keine Fixpreise für die Fotografen mehr garantiert werden. Dazu kommt, dass die „neuen“ Kommissionen, die ich oben ausgerechnet habe, wieder Makulatur wären und noch einen Schritt sinken könnten.

Was sagt ihr dazu?

Frag den Fotograf: Werden Fotolia-Lizenzen rechtmäßig bei Pixers verkauft?

Gestern erhielt ich folgende Mail:

„Hallo Robert,

Erst einmal Kompliment für deine Seite! Es macht echt Spaß immer wieder reinzuschauen und deine Artikel zu lesen! Und wahrscheinlich ist es auch angebracht dir dafür zu danken, dass du dir überhaupt die Mühe machst. Aber jetzt zu dem eigentlichen Grund weswegen ich dir schreibe. Über die Bildsuche bei Google habe ich herausgefunden, dass einige meiner Bilder auf der Seite pixers.de als Fototapete, Bilder und Poster oder auch als Sticker angeboten werden. Die Tatsache, dass fast sämtliche Vorschaubilder Wasserzeichen von Fotolia enthalten machte mich stutzig und ich schrieb die Betreiber direkt an, warum dies so ist. Als Antwort erhielt ich, dass die Bilder bei Fotolia gekauft würden und die Wasserzeichen bei der Ware nicht mehr zu sehen sei. Nach kurzer Recherche stellte ich fest, dass dort mehrere Bilder zum Verkauf angeboten werden, die:

a) bei Fotolia nur als Standard Lizenz verkauft wurden (welche ja für das angebotene Produkt nicht ausreichen würde!?)

b) überhaupt noch nicht verkauft wurden

Ich nehme an, dass die Betreiber der Seite die Vorschaubilder von Fotolia anbieten und dann im Bedarfsfall die Bilder schnell in entsprechender Auflösung gekauft werden. Allerdings scheinbar ohne darauf zu achten, ob sie wirklich als erweiterte Lizenz angeboten werden.

Insgesamt macht das alles auf mich einen eher unseriösen Eindruck und ich weiß auch nicht so recht, inwiefern es rechtlich ok ist die Vorschaubilder von Fotolia zu zeigen, nur um dann das „richtige“ Bild bei Bedarf zu kaufen, bzw. Bilder anzubieten, die definitiv nicht in der richtigen Lizenz zu haben sind.

Die Seite rühmt sich damit 10 Millionen Bilder im Angebot zu haben, wobei ein absoluter Großteil von Fotolia stammt. Das sind Größenordnungen, die wahrscheinlich nicht unerheblich sind.

Ich habe die Betreiber der Seite bereits angeschrieben und ihnen mitgeteilt, dass sie Bilder anbieten, die nicht korrekt lizenziert sein können und ich nicht glaube, dass ich da ein Einzelfall bin. Eine Antwort habe ich darauf bisher noch nicht erhalten und weiß nicht so richtig, wie ich mit der Geschichte weiter umgehen soll. Ich dachte, dass dich diese Geschichte vielleicht interessieren könnte, da bei der großen Menge angebotener Bilder auch viele deiner Bilder betroffen sein könnte.

Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende!
Mit freundlichen Grüßen.
Malte“

Malte ist nicht die einzige, welche sich wundert, wieso jemand kommerziell Bilder auf T-Shirts, Poster oder Wandtapeten drucken darf, ohne dafür eine erweiterte Lizenz zu kaufen.


Dabei ist die Sache ganz einfach:

Darf ein Endkunde bei Fotolia ein Foto mit einer Standardlizenz kaufen und es sich selbst auf ein Poster drucken? Ja, darf er.

Darf dieser Endkunde das Poster weiterverkaufen? Nein, mit einer Standardlizenz darf er das nicht. Mit einer Erweiterten Lizenz darf er das.

Wie Malte richtig festgestellt hat, kauft Pixers jedoch keine Bilder mit Erweiterten Lizenzen und bietet sogar Bilder an, die keine Erweiterte Lizenz haben. Ist das rechtens? Ja.

Denn Pixers oder auch andere Fotolia-Partner wie Bilderking nutzen die Business-API von Fotolia und agieren nicht als „Bildkäufer“, sondern als eine Art „Vertriebspartner“.

Das heißt: Wer bei Pixers eine Fototapete oder Poster mit einem Fotolia-Bild bestellt, der würde dafür eine normale Standardlizenz benötigen. Diese kauft Pixers über die API im Namen des Kunden.

Aber warum kauft der Postershop keine Erweiterte Lizenz? Er könnte. Für den Endkunden käme das gleiche bei raus. Aber der Postershop müsste sich auf die beliebtesten Motive konzentrieren, weil es zu teuer wäre, für Millionen von Bildern eine Erweitere Lizenz zu kaufen. Außerdem könnte er keine Motive anbieten, die nicht mit einer Erweiterten Lizenz verfügbar sind.

Unter dem Strich ist für Fotografen das andere Modell lukrativer. Hier zeigt der Postershop dem Endkunden die vollständige Bildauswahl, die er nicht lizenziert, sondern nur über die API als Vorschau mit Wasserzeichen lädt. Wenn der Endkunde sich für ein Motiv entschieden hat, bestellt der Postershop das Motiv als Standardlizenz.

Ein Rechenbeispiel: Wenn der Fotograf das Bild als Erweiterte Lizenz verkaufen würde, bekäme der dafür (bei einem Credit-Preis von 100 Credits) je nach Ranking 20-46 Euro. Ich bekomme zur Zeit 37 Euro. Bei einer Standardlizenz in XL (ausreichend für einen Posterdruck) bekommt der Fotograf je nach Ranking 1,60 bis 3,68 Euro bei einem Startpreis von 1 Credit, bei 2 oder 3 Credits doppelt bzw. dreifach so viel. Ich bekäme bei einem 1-Credit-Bild 2,96 Euro oder bei einem 2-Credit-Bild 5,92 Euro. Das heißt, sobald der Postershop ein Foto 6x (2 Credits) oder 13x (1 Credit) verkauft hat, ist es für mich lukrativer, dass er tatsächlich die Standardlizenz nutzt und nicht die Erweiterte Lizenz. Außerdem können so Fotos verkauft werden, die nicht als Erweiterte Lizenz angeboten werden.

Fotolia ist übrigens nicht der einzige Anbieter, der solchen Vertriebspartner hat. Panthermedia zum Beispiel hat auch über 10 „Sonderprojekte„, die nach dem gleichen Muster funktionieren. Der Unterschied zu Fotolia ist jedoch, dass der Fotograf jedes Partnerprogramm deaktivieren kann, aber auch pro Verkauf meist weniger erhält als wenn der Kunde das Bild direkt bei Panthermedia kaufen würde. Bei Fotolia hingegen erhält der Fotograf die gleiche Kommission wie bei einem Direktverkauf. Auch bei istockphoto gibt es ähnliche Konstruktionen.

Soweit die Theorie. In der Praxis sind vor allem Motive betroffen, welche sich auch für den Druck auf Poster, Leinwände, Postkarten und so weiter eignen. Das sind zum Beispiel Blumen, Landschaften, Wolken, Städteansichten oder niedliche Tiere. Business-Motive oder People-Aufnahmen sind seltener betroffen.

Kann man als Fotograf verhindern, dass die eigenen Bilder über die API bei Vertriebspartnern angeboten werden? Nein. Es existiert leider keine Wahlmöglichkeit. Andererseits: Der Kunde dürfte sowieso das Foto normal bei Fotolia lizenzieren und dann selbst beim Postershop hochladen, um sich sein privates Plakat drucken zu lassen. Die API erleichtert diesen Vorgang nur.

Update 10.10.2011: Fotolia hat mich eben noch auf einige Details zur API hingewiesen. Alle Unternehmen, welche diese Business-API in Anspruch nehmen wollen, müssen vorher bei Fotolia einen Antrag stellen, werden überprüft und müssen dann freigeschaltet werden, damit das funktioniert. Es ist jedoch nicht erlaubt, ohne so eine API Fotolia-Vorschaubilder zu nutzen, um dann bei einer eventuellen Bestellung noch schnell eine Lizenz zu kaufen. Meist kann man sehen, dass eine API benutzt wird, wenn auf der Partner-Webseite zum Beispiel dynamisch im Bilderpool gesucht werden kann, da die Suchbegriffe mit von der API übergeben werden. Wer Webseiten findet, welche vermutlich keine API-Anbindung haben, aber Fotolia-Vorschaubilder zeigen, kann diese gerne an Fotolia melden, die sich dann darum kümmern.

Was sagt ihr dazu? Unübersichtlich oder sinnvolles Vertriebsmodell?

Die Entwicklung von Microstock

Noch vor zehn Jahren war alles ganz einfach:

Große Werbeagenturen und Verlage mit großen Etats kauften für viel Geld von ebenso großen Bildagenturen schicke Fotos für ihre Zeitungen, Broschüren und Werbeaufträge und zahlten dafür Hunderte von DM (für die jüngeren Leser: Das war die Währung, bevor es den Euro gab und die nur in Deutschland galt).

Etwas kleinere Werbeagenturen und Verlage mit kleineren Etats kauften für etwas weniger Geld bei kleineren Bildagenturen etwas weniger schicke Fotos für ihre Medien.

Privatleute machten selbst Fotos oder schnitten für ihre Grußkarten die großformatigen Fotos der teuren Bildagenturen aus den gelesenen Zeitschriften.

Babygriff

Einige Designer, welche nicht bei den Werbeagenturen mit den großen Etats arbeiteten, ärgerten sich über die vielen hundert Mark, die sie für Fotos ausgeben mussten und begannen, Fotos zu tauschen statt zu kaufen. Da aber der 1:1-Tauschhandel zu mühselig war – aus den gleichen Gründen, die zum Übergang der Tauschgesellschaft zum Finanzmarkt führten -, wurde ein Credit-System eingeführt, welches für jedes heruntergeladene Foto dem Urheber/Designer Credits verschaffte, die dieser für andere benötigte Fotos ausgeben konnte. Später konnten die Credits gegen Bargeld ausgezahlt werden lassen. Der Microstock-Bildermarkt war geboren.

Ein markerschütternder Schrei ging durch die Reihen der Bildagenturen und der Fotografen, welche diese Agenturen mit ihren Fotos belieferten. Von Kannibalismus und Preisverfall war die Rede und auch Schimpfwörter und Beleidigungen, die ich hier nicht wiedergeben kann, waren zu hören.

Es herrschte nackte Angst: Da wagten einige Branchenneulinge, Fotos für einen Dollar zu lizenzieren, die bisher für dreistellige Beträge verkauft wurden. Oder anders formuliert: Es gab auf einmal ein Angebot, was 99% billiger war. Die Coolen unter den Agenturmitarbeitern wagten noch, sich zurückzulehnen und lässig zu kontern: Die Bildauswahl der neuen Microstock-Agenturen sei lächerlich gering, technisch zweitklassig und mit rechtlichen Unsicherheiten behaftet. Das könne nix werden.

Das Argument der ersten Microstock-Agenturen wie istockphoto oder Fotolia hingegen war, dass ihr neues Angebot keine Konkorrenz zu den traditionellen Bildagenturen mit ihren hohen Preisen sei, sondern vielmehr eine Ergänzung. Eine Erweiterung. Jetzt würden nicht nur große und kleine Werbefirmen und Verlage sich Fotos leisten können, sondern auch Privatpersonen könnten sich endlich edle Fotos für Einladungskarten, Kalender oder ihre Webseiten und die wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden sprießenden Blogs leisten.

Zu einem Teil trafen die Argumente beider Seiten zu: Es kauften jetzt Privatleute Fotos, die vorher nie daran gedacht hätten und da die Microstock-Anbieter auch gezielt Amateurfotografen rekrutierten, wurden diese oft nicht nur Käufer, sondern auch gleich Anbieter. Das wiederum führte dazu, dass sich die Menge und Qualität der Microstock-Fotos schnell erhöhte, womit sich langsam das Argument der Macrostock-Agenturen selbst entkräftete.

Aber schnell merkten die Microstock-Agenturen, dass sie nicht nur Kunden belieferten, die vorher nie Fotos gekauft hatten. Im Gegenteil: Immer häufiger waren die besten neuen Kunden die, welche vorher ihr Geld bei den teuren Agenturen gelassen haben.

Nun – finde ich – sind die Microstock-Agenturen an einem Scheidepunkt: Die Preise für ihre Bilder werden für Privatpersonen zu teuer. Für große Firmen hingegen sind die Preise immer noch lächerlich niedrig und das gesparte Geld fließt nicht in den Bildermarkt (also an Fotografen, Bildagenturen, etc.), sondern in andere Bereiche.

Die Microstock-Agenturen versuchen zum Teil, dagegen zu steuern, indem sie Premium-Kollektionen einrichten. Bei istockphoto klappt das mit der Vetta-Kollektion ganz gut, weil hier nur neue und exklusive Bilder zu finden sind. Fotolia hat in der Infinite-Kollektion vor allem das ausrangierte Bildmaterial von großen Macrostock-Agenturen. Deren altes Material sieht im Vergleich zu den besten neuen Microstock-Fotos hingegen oft mau aus.

Trotzdem plädiere ich dafür, wieder Augenmaß zu halten. Es sollte weiterhin günstige Bilder zu Microstock-Preisen geben. Aber Großkunden, die mehr mit einem Bild machen als es wert ist, sollten entsprechend mehr bezahlen. „Erweiterte Lizenzen“ und Druckauflagen-Beschränkungen sind ein Anfang. Aber viele große Unternehmen existieren nur noch virtuell: Amazon, Ebay und so weiter. Printlizenzen und hohe Auflagen greifen hier nicht. Solche Firmen wären in der Lage, ein Foto für 1 Euro zu kaufen und es auf die Startseite einer Webseite zu packen, mit der hundertausende Euro verdient werden. Hier müssen Bildagenturen einen Weg finden, Gerechtigkeit zu schaffen.

Früher nannte man diese Gerechtigkeit „rights managed“ oder RM, bei der Bildlizenzen nach Nutzungszweck bezahlt wurden. Wer eine „royalty free“-Lizenz wollte um mit den Bildern (fast) alles machen zu dürfen, was dem Käufer beliebt, musste meist mindestens das Doppelte, wenn nicht noch mehr, bezahlen. Bis die Microstock-Agenturen den Preis für RF-Lizenzen so gedrückt haben, dass die Gerechtigkeit auf der Strecke blieb.

Da aber mittlerweile die Nutzungsbedingungen einiger Microstock-Bildagenturen komplizierter sind als eine „normale“ RM-Lizenz, ist es vielleicht an der Zeit, die bisherige Preis- und Lizenzpolitik zu überdenken. Der Ansatz von Dreamstime, Fotos umso teuerer zu machen, je öfter sie verkauft wurden, finde ich ganz gelungen.

Habt ihr weitere Ideen für neue Herangehensweisen an das skizzierte Problem?

Stockfotos kaufen: Erweiterte Lizenz

Weiter geht es mit der Machete durch den Stockfotografie-Dschungel, um Licht ins Dunkel der Lizenztücken zu bringen.

In dieser Folge geht es um die Unterschiede zwischen einer „einfachen“ und einer „erweiterten“ Lizenz.

Geschenke vergleichen

Einschränkungen bei „Einfacher“ vs. „Erweiterter“ Lizenz

Viele Bildagenturen bieten Fotos in allen möglichen Größen an und zusätzlich in je zwei verschiedenen Lizenzarten: Die günstige „einfache Lizenz“ (oder Standardlizenz, Basic License, etc.) und die teurere „Erweiterte Lizenz“ (oder Merchandising-Lizenz, Extended Licence, etc.). Grob gesprochen: Wer etwas mit einem Foto als Hauptbestandteil des Produkts (Poster, Postkarten, T-Shirts, Kalender, …) weiterverkaufen will, braucht eine Erweiterte Lizenz.

Wenn das Foto selbst Teil eines Produkts wird, was verkauft wird, reicht nicht mehr die einfache Lizenz aus. Wer etwas verkaufen will, was vor allem durch das Bild zur Ware wird, braucht die Erweiterte Lizenz. Übliche Produkte sind da Kalender, T-Shirts, Poster, Mouse-Pads, Tassen, Postkarten (auch E-Cards), Leinwände, Webseiten-Templates, Bildbände und so weiter.

Die Nutzung zur Verkaufsförderung selbst ist meist durch die einfache Lizenz gedeckt. Wenn eine Firma beispielsweise Stockfotos für einen Werbekalender kauft, den sie an gute Kunden verschenkt, ist das okay. Soll der Kalender verkauft werden, wird die Erweiterte Lizenz benötigt.

Anderes Beispiel: Wer ein Foto kauft, um es als Werbeplakat für ein Produkt aufhängen zu lassen, dem reicht meist die einfache Lizenz – vorausgesetzt, er hält die Auflagenbeschränkungen der Bildagenturen ein. Wer ein Foto jedoch als Poster drucken und verkaufen will, sei es auf Kunstmärkten oder über Online-Poster-Shops, benötigt die erweiterte Lizenz.

Da sich diese Lizenzbedingungen je nach Agentur etwas unterscheiden, hilft auch hier im Zweifel ein Blick in den Lizenzvertrag der Bildagentur.  Einige Bildagenturen begrenzen bei der einfachen Lizenz auch die Auflagenhöhe, mit der ein Foto gedruckt werden darf. Bei istockphoto liegt die Grenze zum Beispiel bei 500.000 Stück, ab der eine Erweitere Lizenz nötig wird. Ein Buch oder eine CD oder DVD mit einem Stockfoto auf dem Cover darf mit der einfachen Lizenz also bis 500.000 gedruckt werden, darüber hinaus wäre die Erweiterte Lizenz fällig.

Auch wer die Erweiterte Lizenz kauft, darf das Foto selbst trotzdem nicht weiterverkaufen, z.B. digital über Bildagenturen. Auch die üblichen Einschränkungen gelten sowohl für die einfache als auch die erweiterte Lizenz.

Übrigens: Das obige Foto kann hier exklusiv lizensiert werden.

Stockfotos kaufen: Verbotene Nutzungen

Ursprünglich sollte der Titel dieses Artikels „Schutz von Models in Bildagenturen“ lauten. Denn bei Fotos mit Models gibt es in der Praxis die häufigsten Probleme, wenn ein gekauftes Bild falsch eingesetzt wird. Oder wie es mir gegenüber ein Rechtsanwalt treffend formulierte: „Eine Banane verklagt nicht wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten“.

Deswegen will ich in diesem Text kurz zusammenfassen, welche Nutzungsarten üblicherweise verboten sind. Dabei konzentriere ich mich die Bereiche, die auch für Models interessant sind, den ich bekomme häufig von Models zu hören, dass sie nicht wollen, dass ihre Fotos für „unseriöse“ Zwecke genutzt werden. Die Auflistung hat nur einen Hinweis-Charakter, rechtlich verbindlich sind immer die Lizenzbedingungen der jeweiligen Bildagentur, von der ein Bild gekauft wurde. Unten habe ich diese Lizenzverträge auch verlinkt und einen Teil der wichtigen Passagen zitiert.

Türsteher verweigert Zutritt

Wer bis zum Ende durchgehalten hat, mag den Eindruck bekommen, dass kaum eine Nutzung mit Stockfotos möglich sei. Das stimmt natürlich nicht und ich werde bald einen Artikel mit den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Stockfotos veröffentlichen. Doch erst mal die Einschränkungen.

Verbotene Nutzung:

  • Nutzung in illegaler Weise
    Dazu zählt jede Nutzung, bei der das Foto im Zusammenhang mit illegalen Dingen gebracht wird. Üblicherweise sind das Rassismus, Sexismus, religiöse Intoleranz und all die anderen Dinge, die das Grundgesetz verbietet. Verboten wäre beispielsweise die Nutzung eines Fotos in einem volksverhetzenden Flyer einer rechtsextremen Partei.
  • Nutzung in erotischer/pornografischer Weise
    Dazu zählt beispielsweise, aber nicht ausschließlich, die Nutzung von Fotos auf dem Cover von Porno-Filmen oder Portraits von Models für Escort-Webseiten. Da die Grenzen zwischen Erotik und Pornografie fließend sind, sollte im Zweifel eher anhand einer konservativen Sicht entschieden werden oder besser direkt die Bildagentur nach dem konkreten Nutzungswunsch gefragt werden.
  • Nutzung in diffamierender Weise
  • Wer den Kopf eines Models auf einem Stockfoto ausschneidet und auf ein häßliches Tier montiert, beleidigt das Model. Oft ergibt sich eine Diffamierung aber nur aus dem Zusammenspiel von Bild und Text. Wen neben einem Model der Text „Sie sieht geil aus, aber ist strohdoof“ steht, ist das eine Beleidigung. Das gilt übrigens auch, wenn nicht das Model, sondern der Fotograf beleidigt wird, z.B. mit dem Kommentar: „Das Foto hat der Spanner heimlich im Bad aufgenommen“. Auch die Nutzung eines Fotos von einer glücklichen Familie am Frühstückstisch mit dem Text „Dank diesen Schlankheitspillen haben wir in einem Monat 20 Kilo abgenommen“ ist grenzwertig, denn es impliziert, dass die Models vorher 20 Kilo dicker wären. Außerdem berührt es die folgende verbotene Nutzung:
  • Nutzung als Meinungsaussage
    Wenn das Foto (meist in Verbindung mit Text) so genutzt wird, dass das Model angeblich eine Meinung äußert, ist das verboten. Klassische Fälle sind Aussagen wie „Ich wähl die Partei XY“, „Ich bin gegen Abtreibung“ oder „Ich esse nur das leckere Brot von Bäcker XY“. Besonders empfindlich sind Meinungsaussagen im Bereich Politik, Religion, Gesundheit und Moral.
  • Nutzung in verfälschender Weise
    Oft gibt es in Frauenzeitschriften Seiten mit Leserbriefen und Antworten der Redaktion, wo z.B: steht „Hilfe, mein Mann betrügt mich“, „Mein Sohn streitet immer mit mir“ oder „Mein Nachbar bedroht mich“. Zur Illustration werden gerne Stockfotos gekauft. Das ist nur zulässig, wenn dem Leser klar wird, dass die Personen auf dem Foto nicht identisch mit den Personen des Textes sind. Dazu stehen entweder neben dem Foto oder im Text „Szene nachgestellt“, „nur zur Illustration“ oder ähnliche Hinweise.
  • Nutzung in unmoralischer Weise
    Hier wird es schwammig. Viele Bildagenturen haben ihren Sitz in den USA, wo zumindest im Gesetzbuch strengere Sitten herrschen. Das schlägt sich in den Nutzungsbedingungen wieder. Häufig wird die Verwendung von Fotos im Zusammenhang mit Tabakwaren, Gesundheitsfürsorge (z.B. Monatshygiene, Nahrungsergänzung, Verdauungshilfsmittel, Hygieneprodukte, Geburtenkontrollen) oder Drogenmißbrauch (auch Alkohol). Je nach Bildagentur wird das mehr oder weniger ausführlich aufgelistet.

Die Faustregel für verbotene Nutzungen ist: Wenn sich die Nutzung eines Bildes für das Model, den Fotografen oder die Bildagentur irgendwie negativ auswirken könnte (Rufschädigung, Umsatzeinbruch, o.ä.), sollte vorher die Bildagentur gefragt werden und im Zweifel das Bild nicht genutzt werden.

Zusätzlich zu diesen „moralischen“ Verboten gibt es noch andere Kategorien.

Mehr verbotene Nutzungen:

  • In der Regel darf ein Stockfoto nicht als Teil eines Logos, einer Geschäftsmarke oder Dienstmarke genutzt werden. Der Grund ist, dass z.B. ein Logo selbst schutzwürdig ist. Da der Bildkäufer aber nicht die erforderlichen Rechte am Foto besitzt, um diesen Schutz in Anspruch nehmen zu können, gäbe es einen Interessenkonflikt.
  • Stockfotos dürfen vom Bildkäufer weder kostenlos und gegen Bezahlung zum Download angeboten werden. Es gab Fälle, wo Bildkäufer die gekauften Bildern selbst bei Bildagenturen hochgeladen haben, um damit Geld verdienen zu wollen. Das ist verboten!
  • Nutzungsrechte übertragen: Beim Kauf eines Stockfotos erwirbt der Käufer nicht das Foto selbst, sondern Nutzungsrechte, die je nach Bildagentur genauer definiert werden. Üblicherweise ist verboten, dieses Nutzungsrecht anderen zu übertragen. So darf beispielsweise eine Werbeagentur das Foto für einen Kunden kaufen (sozusagen in dessen Auftrag), aber nicht das gleiche Foto für einen anderen Werbekunden nutzen, es sei denn, es wird noch mal gekauft. Auch das Einsenden von Fotos zu Fotowettbewerben oder ähnliches ist damit nicht möglich.

Einschränkungen bei „Einfacher“ vs. „Erweiterter“ Lizenz

Viele Bildagenturen bieten Fotos in allen möglichen Größen an und zusätzlich in je zwei verschiedenen Lizenzarten: Die günstige „einfache Lizenz“ (oder Standardlizenz, Basic License, etc.) und die teurere „Erweiterte Lizenz“ (oder Merchandisinglizenz, Extended Licence, etc.). Grob gesprochen: Wer etwas mit einem Foto als Hauptbestandteil des Produkts (Poster, Postkarten, T-Shirts, Kalender, …) weiterverkaufen, braucht eine Erweiterte Lizenz. Dazu gibt es hier bald einen ausführlicheren Artikel.

Wer ein Gefühl dafür bekommen will, welche Nutzungen verboten sind, kann sich nun entweder zu den – meist sehr langatmigen – Lizenzverträgen im Original durchklicken, oder in den von mir zusammengesuchten gekürzten Zitaten stöbern.

Getty Images: Vollständiger Lizenzvertrag (RF) für Bildnutzer.

Darin steht u.a.:

3. Einschränkungen
[…]
3.5    Bei Verwendung von Lizenzmaterial, auf dem ein Fotomodel oder Objekt in Verbindung mit einem Thema erscheint, das auf den gewöhnlichen Betrachter verletzend oder unangemessen kontrovers wirkt, muss der Lizenznehmer bei jeder derartigen Verwendung eine Erklärung hinzufügen, aus welcher hervorgeht, (i) dass das Lizenzmaterial lediglich zu Illustrationszwecken eingesetzt wird und (ii) es sich bei der ggf. abgebildeten Person um ein Fotomodell handelt.
3.6    Das Lizenzmaterial darf nicht in pornografischer, diffamierender oder anderweitig rechtswidriger Weise verwendet werden, weder direkt noch implizit oder in Kombination mit anderen Materialien oder Inhalten. Außerdem ist der Lizenznehmer zur Einhaltung aller geltenden rechtlichen Vorschriften und/oder brancheninternen Regelungen verpflichtet.“

Corbis: Vollständiger Lizenzvertrag für Bildnutzer (PDF).

Darin steht u.a.:

11. Unauthorized Uses:

Without limitation, Content may not be used as a trademark, or for any pornographic use, unlawful purpose or use, or to defame any person, or to
violate any person’s right of privacy, publicity or moral rights, or to infringe upon any copyright, trade name or trademark of any person or entity.“

Mauritius Images: Vollständiger Lizenzvertrag für Bildnutzer.

Darin steht u.a.:

III. Verwendungseinschränkungen
[…]
6. Es ist nicht gestattet, die Bilder auf beleidigende, ehrrührige, pornographische, betrügerische, verletzende oder quälende Weise zu verwenden oder in einen solchen Zusammenhang zu bringen. Berührt der geplante Einsatz dieser Bilder solche Bereiche oder kann auf einen der vorgenannten Begriffe ein Zusammenhang geschlossen werden, ist eine vorherige schriftliche Genehmigung einzuholen. Dieser Begriff gilt einschließlich, aber nicht nur beschränkt, auf Drogenmissbrauch, körperliche oder seelische Grausamkeiten, Alkohol, Tabak, Aids, Krebs oder andere schwere körperliche oder geistige Gebrechen sowie die Verunglimpfung einer Person oder Sache.“

Istockphoto: Vollständiger Lizenzvertrag für Bildnutzer.

Darin steht u.a.:

4. Standardlizenzbeschränkungen

(a) Untersagte Nutzungen. Sie dürfen den Content lediglich dazu verwenden, was in vorstehendem Abschnitt oder durch eine Erweiterte Lizenz zulässig ist. Zur weiteren Erläuterung stellen folgende Handlungen „Untersagte Nutzungen“ dar und sind Ihrerseits zu unterlassen:
[…]
6. Nutzung des Contents auf eine Art und Weise, die durch iStockphoto (berechtigterweise handelnd) oder gemäß dem anwendbaren Recht ihrer Natur nach als pornografisch, obszön, unmoralisch, verletzend, diffamierend oder verleumderisch angesehen werden, bzw. die hinreichend wahrscheinlich jedwede in dem Content dargestellte Person oder Objekt in Misskredit bringen würden;
7. Nutzung oder Darstellung eines jedweden Contents, der ein Modell oder eine Person auf eine Art und Weise darstellt, die
(i) eine vernünftige Person dazu bringen würden, anzunehmen, dass diese Person jedwede Geschäftstätigkeit, Produkt, Dienstleistung, Grund, Verbindung oder sonstige Bemühung nutzt oder persönlich billigt; oder
(ii) die diese Person in einer möglicherweise sensiblen Situation darstellt, einschließlich, aber ohne Beschränkung auf mentale und physische Gesundheits- und Sozialverhalten, bei einer sexuellen oder angedeuteten sexuellen Handlung oder Vorlieben, Drogenmissbrauch, Verbrechen, physischem oder mentalem Missbrauch oder Leiden, bzw. jedweder sonstigen Situation, die berechtigterweise wahrscheinlich für jedwede in dem Content dargestellte Person anstoßend oder unschmeichelhaft wäre“

Fotolia: Vollständiger Lizenzvertrag für Bildnutzer.

Darin steht u.a.:

3. Einschränkungen

Unbeschadet jeglicher anders lautender und in diesem Vertrag enthaltener Bedingungen anerkennt, akzeptiert und garantiert das Nicht-exklusiv Downloadende Mitglied ohne Beschränkung gegenüber irgendwelchen vorgenannten Einschränkungen, dass es nicht zu Folgendem berechtigt ist:
[…]
(j) Jedwede Handlungen in Verbindung mit dem Werk, die gegen Gesetze, Bestimmungen oder Rechtsvorschriften in einer geltenden Gerichtsbarkeit verstoßen;
[…]
(m) Jegliche Handlungen in Verbindung mit dem Werk, die es selbst, den Urheber des Werks oder in dem Werk erscheinende Menschen oder Eigentum (falls vorhanden) mit jedweden politischen, religiösen, wirtschaftlichen oder anderen Bewegungen oder Parteien auf Meinungsbasis in Zusammenhang bringen.
(n) der Gebrauch des Werkes in einer Art und Weise, die die angebildete Person oder den Urheber in einem negativen Zusammenhang darstellen, u.a.:
(1) Pornografie
(2) Zigaretten und Tabakprodukte
(3) Herrenclubs, Nacktbars und Escort-Services
(4) Extreme politische Parteien und Meinungsförderung im politischen Sinne
(5) Pharmazeutische Produkte oder den Bereichen Monatshygiene und Geburtenverhütung
(6) Diffamierende, unrechtliche, beleidigende oder unmoralische Verwendungsarten“

Shutterstock: Vollständiger Lizenzvertrag für Bildnutzer.

Darin steht u.a.:

Teil 2 Einschränkungen

Sie dürfen nicht:
[…]
8. ein Bild in Zusammenhang mit pornografischem, verleumderischem, oder sonstwie illegalem oder sittenwidrigem Inhalt oder auf eine Art und Weise verwenden, dass ein Markenzeichen oder geistiges Eigentum verletzt wird.
9. ein Bild auf eine Art und Weise benutzen, dass eine Person auf dem Foto negativ dargestellt wird oder die Person so darstellt wird, dass sie daran Anstoß nehmen könnte. Das schließt folgende Beispiele ein (ist aber nicht auf solche Beispiele beschränkt):
a) die Verwendung von Bildern in Pornografie, erotischen Videos, oder dergleichen,
b) in Tabak Reklamen,
c) in Reklamen für Nachtclubs o.ä., oder für Dating, Begleitung, oder ähnliche Dienstleistungen,
d) in Zusammenhang mit politischen Befürwortungen,
e) in Reklame oder Promotion-Material für pharmazeutische Produkte oder Gesundheitsfürsorge, einschließlich (aber nicht beschränkt auf) Nahrungsergänzung, Verdauungshilfsmittel, Phytopharmaka, hygienische Produkte oder Produkte für Geburtenkontrolle
f) Verwendungen, die verleumderisch sind, oder die illegalen, anstößigen, oder unmoralischen Inhalt haben.
Sie dürfen kein Bild, auf dem die Abbildung einer Person zu sehen ist, benutzen, wenn die Benutzung andeutet, dass das Model sich an unsittlichen oder illegalen Taten beteiligt fühlt oder an körperlichen oder geistigen Krankheiten, Gebrechen oder Unpässlichkeiten leidet.“

123rf: Vollständiger Lizenzvertrag fü Bildnutzer.

Darin steht u.a.:

4. You may NOT
[…]
(f) under any circumstances use Content in connection with any pornographic, obscene, immoral, defamatory or illegal materials; endorsement of product(s); sensitive mental/health/other similar aspect of contexts or subjects.“

StockXpert: Vollständiger Lizenzvertrag für Bildnutzer.

Darin steht u.a.:

B: Prohibited uses

You may not use the Image in the following ways, unless they are expressly permitted by one of our Extended licenses that You have obtained from Us in writing for the Image:
[…]
* For pornographic, unlawful or other immoral purposes, for spreading hate or discrimination, or to defame or victimize other people, societies, cultures.
* In a way that would make people assume that the person(s) depicted on the Image is/are endorsing a certain product or a service.
* In a way that could give a bad name to either Stockxpert or the person(s) depicted on the Image, including illustrating sensitive social subjects such as health issues, crime, sexual preferences, drug abuse or similar issues.“

PantherMedia: Vollständiger Lizenzvertrag für Bildnutzer.

Darin steht u.a.:

4. Unerlaubte Nutzung

Die Inhalte dürfen nicht eingesetzt werden
(a) für pornografische, sexistische, diffamierende, verleumderische, rassistische, Minderheiten oder religiös verletzende Darstellungen
(b) in einer dem Urheber oder die abgebildete Person/en herabwürdigenden Art und Weise bzw. wenn davon ausgegangen werden kann, dass der Urheber oder die abgebildete Person mit der Veröffentlichung (trotz Vorliegen eines sogenannten Model Releases = Freigabeerklärung) nicht einverstanden sein könnte. Zur Verdeutlichung: Dies betrifft alle Abbildungen, die diese Person in einer möglicherweise persönlichkeitsverletzenden Situation darstellt, einschließlich sexuellen oder angedeuteten sexuellen Handlungen oder Vorlieben, Drogenge- oder -missbrauch, Verbrechen, physischem oder mentalem Missbrauch oder Leiden, bzw. jedweder sonstigen Situation, die berechtigterweise wahrscheinlich für jedwede in dem Inhalt dargestellte Person anstoßend wäre (z.B. Dating-Seiten, Escort Services, Erotikangebote, pornografische Angebote, jugendgefährdende Seiten). In diesem Fall ist ein ausdrückliches schriftliches Einverständnis der betroffenen Person über PantherMedia einzuholen (gegen eine pauschale Gebühr).
[…]
(f) für sonstige unerlaubte Handlungen“

Zoonar: Vollständiger Lizenzvertrag für Bildnutzer (PDF).

Darin steht u.a.:

IV. Urheberrechte, Verwertungs- und Nutzungsrechte

[…]
4. Tendenzfremde Verwendung und Verfälschung in Bild und Wort sowie
Verwendungen, die zur Herabwürdigung abgebildeter Personen führen können, sind
unzulässig und machen den Kunden bzw. Verwender schadenersatzpflichtig.“

Was sind Eure Erfahrungen mit den Einschränkungen bei der Nutzung von Stockfotos?