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Saphir-Status für mich, kostenloses Foto für euch

Endlich! Ganz knapp habe ich es errei­chen kön­nen: Letztes Jahr setz­te ich mir unter ande­rem zum Ziel, bei der Bildagentur Fotolia den Saphir-Rang zu errei­chen.

Dafür muss ich ins­ge­samt 100.000 Fotos ver­kau­fen, eigent­li­ch sogar noch mehr, weil die Abo-Downloads nur als 1/4 Download gezählt wer­den. Vor knapp zwei Wochen war es dann so weit! Ich rutsch­te von „grün“ (Smaragd) auf „blau“ (Saphir) hoch. Der Wechsel von Smaragd zu Saphir ist nicht nur sym­bo­li­scher Natur. Ich erhal­te auch 3 Prozentpunkte mehr Umsatzbeteiligung pro Verkauf.

Das ist umso coo­ler, weil ich höchs­tens eine Handvoll Leute ken­ne, die die­sen Status über­haupt erreicht haben. Nach dem Wegfall von Yuri Arcurs‘ Portfolio bei Fotolia ist das auch der höchs­te Status, den dort bis­her ein Fotograf inne­hat. Fotolia mein­te auch, ich wäre der Fotograf, der in Deutschland die­sen Rang am schnells­ten erreicht habe. Ich habe dafür ziem­li­ch gen­au zwei Jahre gebraucht.

Das ist übri­gens ziem­li­ch gen­au die Zeit, die mir auch mein eige­ner Fotolia-Ranking-Rechner vor­aus­ge­sagt hat­te. Aktuell spuckt er mir ca. drei Jahre bis zur nächs­ten Ranking-Stufe (Rubin) aus.

Um das etwas zu fei­ern und mich bei den vie­len tau­send Leuten zu bedan­ken, die mir mit dem Kauf mei­ner Bilder den Aufstieg ermög­licht haben, ver­schen­ke ich das 100.000. Bild, was zum „Farbwechsel“ geführt hat. Hier könnt ihr* das unten ste­hen­de Bild bis zum 31.07.2013 kos­ten­los run­ter­la­den. Danke!

Viel Spaß mit dem Bild!

* Affiliate-Link

Emails bei Fotografen-Bewerbung für Shutterstock verstehen

Wer sich als Fotograf bei der Bildagentur Shutterstock* bewirbt, muss zuer­st durch ein Auswahlverfahren. Das ist nicht immer ganz ein­deu­tig, wie mir eini­ge Mails zei­gen von Fotografen, die sich über hohe Ablehnungen wun­dern. Shutterstock ver­langt, dass der Fotograf zehn Bilder ein­sen­den muss, von denen min­des­tens sie­ben Fotos akzep­tiert wer­den müs­sen, damit er bei Shutterstock hoch­la­den darf. Die Email, wel­che über die Annahmen und Ablehnungen der Bewerbungsbilder infor­miert, ist lei­der etwas ver­wir­rend, des­we­gen hier eine kur­ze Erklärung:

Von den geschick­ten zehn Bildern müs­sen sie­ben oder mehr ange­nom­men wer­den. Wenn jedoch weni­ger als sie­ben Fotos akzep­tiert wur­den, steht neben jedem Foto „not appro­ved“. Das bedeu­tet jedoch nur, dass die Bewerbung ins­ge­samt noch kei­nen Erfolg hat­te. Erst die letz­te Spalte, in der ent­we­der „7 of 10 must be appro­ved“ oder eine ande­re Meldung steht, ver­rät, ob das Bild ange­nom­men wur­de oder nicht. Bei „7 of 10 must be appro­ved“ wur­de das Bild ange­nom­men, bei ande­ren Meldungen wie „Noise“, „Focus“ oder „Poor Lighting“ sind das die Ablehnungsgründe, wes­halb die Fotos nicht akzep­tiert wur­den.

Update: Da es eini­ge Unklarheiten gab, noch mal zur Klarstellung: Es müs­sen min­des­tens 7 von 10 Bewerbungsfotos akzep­tiert wer­den, damit die Bewerbung erfolg­reich ist. Wenn weni­ger Fotos akzep­tiert wer­den (die akzep­tier­ten Fotos erkennt man an der letz­ten Spalt, in der dann „7 of 10 must be appro­ved“ steht), wer­den die­se bei der ers­ten Bewerbung nicht ange­nom­men, kön­nen aber bei der zwei­ten Bewerbung wie­der mit­ge­schickt wer­den. Details auch in den Kommentaren unter dem Artikel.

Gesamt kann das dann so aus­se­hen:

Bei der gezeig­ten Mail wur­den also 6 von 10 Bildern ange­nom­men, wes­halb die Bewerbung als Ganzes nicht erfolg­reich war. Aber der Fotograf kann beim nächs­ten Versuch die sechs ange­nom­me­nen Bilder noch mal schi­cken und vier zusätz­li­che neue Motive mit­lie­fern. Da die Annahmen und Ablehnungen jedoch je nach Bildredakteur sub­jek­tiv sein kön­nen, kann es pas­sie­ren, dass beim zwei­ten Versuch auch von den zuvor ange­nom­me­nen Bildern eini­ge abge­lehnt wer­den.

Ein wei­te­rer häu­fi­ger Fehler ist, dass nicht gen­au 10 Fotos hoch­ge­la­den wer­den, son­dern nur neun oder mehr als zehn.

Wie oft muss­tet ihr euch bewer­ben, um von Shutterstock als Fotograf akzep­tiert zu wer­den?

* Affiliate

Fotoverkauf durch meine „Pimp My Stock!“-Serie

Weihnachten ist doch die rich­ti­ge Zeit für Geschichten mit Herz.

Deshalb heu­te eine klei­ne Erfolgsgeschichte.

In mei­ner Serie „Pimp My Stock!“ bespre­che ich regel­mä­ßig und kos­ten­los Fotos auf ihre Verkäuflichkeit hin.

In der Folge 5 hat­te ich 2009 die Fotos von Wole ali­as „Bilderquelle“ bespro­chen, die meis­ten davon sehr wohl­wol­lend, dar­un­ter auch die­ses Bild einer alten Frau mit Erdbeeren:

Ich schrieb:

Das ers­te Foto ist von einer alten Frau im Garten mit einer Erdbeere in der Hand. Dieser klei­ne rote Punkt vor dem grü­nen Hintergrund sorgt für einen schö­nen Farbkontrast. Die blau/gelbe-Schürze mit der eben­so blau/gelben-Bluse tra­gen auch dazu bei und tau­chen das Bild in sat­te, strah­len­de Primärfarben. Der Anschnitt ist knapp, aber gut gesetzt und das Format unge­wöhn­li­ch. Das Aufhelllicht kommt weich und dezent von schräg vor­ne. Thematisch sind Senioren in länd­li­cher Umgebung und “gesun­de Ernährung” gefrag­te Themen, wes­halb die­se Foto auf jeden Fall ein super Stockfoto ist!“

So sahen das wohl auch die Kunden.

Im April 2011 bekam ich die Mail einer Mitarbeiterin des Schöningh Verlags, die das Foto unbe­dingt für ein Schulbuch nut­zen woll­te und um ein Angebot bat. Sie schick­te sogar ein Layout-Beispiel mit, wie die fer­ti­ge Seite aus­se­hen wür­de. Da ich die Kontaktdaten des Fotografen hat­te, schick­te ich der Verlagsfrau den Link zu dem Bild bei Fotolia*, wo es gekauft wer­den konn­te. Kurz dar­auf wur­de es in Druckgröße run­ter­ge­la­den und vor paar Tagen infor­mier­te mich der Fotograf, dass er end­li­ch das SchulbuchPolitik und Wirtschaft Klasse 5/6″* in der Hand habe, wo auf Seite 67 sein Bild zu sehen ist:


Herzlichen Glückwunsch! Damit ist es jetzt offi­zi­ell, dass eine Teilnahme an der „Pimp My Stock“-Serie euren Verkaufserfolg för­dern kann. Hier mehr Infos über die kos­ten­lo­se Teilnahme.

Über wel­chen Foto-Verkauf habt ihr euch in letz­ter Zeit beson­ders gefreut?


* Affiliate-Link

3 Kriterien für eine erfolgreiche Bildagentur

Wer als Fotograf mit einer Bildagentur zusam­men­ar­bei­ten will, möch­te eine Bildagentur, die lang­fris­tig am Markt Erfolg hat. Das ist dann der Fall, wenn die Kunden mit der Agentur zufrie­den sind.

Von der Kundenseite aus gibt es drei Kriterien, die dafür sor­gen, dass eine Bildagentur über lan­ge Zeit hin­weg viel ver­dient und damit auch den Lieferanten Einnahmen ver­schafft.

Drei Finger
1. Die Inhalte
Die schöns­te Webseite nützt nichts, wenn nicht das pas­sen­de Bild oder Video vor­han­den ist, was der Kunde haben möch­te. Um im Bildermarkt erfolg­reich zu sein, wer­den meh­re­re zig­tau­send Fotos benö­tigt, bevor über­haupt auf Kundensuche gegan­gen wer­den kann. Das ist mitt­ler­wei­le die größ­te Einstiegshürde in den Markt, da es für die Fotografen genug ande­re  – auch erfolg­rei­che – Agenturen gibt, die deren Fotos ger­ne neh­men. Neue Bildagenturen kön­nen des­halb nur genü­gend Inhalte gene­rie­ren, wenn das Angebot an die Fotografen lukra­tiv genug ist.

Die Bildagentur Zoonar bei­spiels­wei­se bie­tet den Fotografen bis zu 80% Umsatzbeteiligung. Oder kurz nach­dem Fotolia ihre Lieferanten um Einsendung von Stock-Videos gebe­ten hat, erhöh­te der Konkurrent istock­pho­to das Upload-Limit für Videos, mit dem sie son­st ver­su­chen, die Anzahl der gelie­fer­ten Videos zu begren­zen.

Wer sehen möch­te, wie eine Bildagentur bestückt ist, soll­te sich ange­wöh­nen, bei jeder Agentur nach den glei­chen Suchbegriffen zu suchen. Einmal eine Kombination, die in der Regel vie­le Treffer ver­spricht, wie z.B. „Frau Freude“ oder „Weihnachten“ und ein­mal ein Suchwort, wel­ches sel­te­ner zu Treffern führt, wie z.B. „Planierraupe“ oder „Sauerstoffflasche“. Wer das regel­mä­ßig macht, wird anhand der Suchergebnisse schnell ein Gefühl dafür bekom­men, ob es sich lohnt, mit die­ser Agentur zusam­men­zu­ar­bei­ten.

Neben der puren Menge an Inhalten ist auch die Qualität und die Exklusivität wich­tig. Wenn das Motiv passt, aber das Bild nicht groß genug gedruckt wer­den kann, wen­den sich Kunden ent­täuscht ab. Wenn bei Agentur XY nur Fotos zu fin­den sind, die der Kunde schon von Agentur Z kennt, wird er dort nicht län­ger suchen.

2. Die Suche
Die Inhalte brin­gen einer Agentur nichts, wenn die Kunden die­se nicht fin­den. Da vie­le Agenturen mitt­ler­wei­le Fotos im Millionenbereich hor­ten, wird es immer wich­ti­ger, zu ent­schei­den, nach wel­cher Methode die Bilder ange­zeigt wer­den. Sollen die neus­ten nach vor­ne? Die meist­ver­kauf­ten? Eine Kombination aus bei­dem? Da es für Bildkäufer genauso frus­trie­rend ist, zu wenig Auswahl zu haben wie sich durch hun­der­te nicht rele­van­ter Fotos kli­cken zu müs­sen, ist die rich­ti­ge Balance ent­schei­dend.

Spitzenreiter auf die­sem Gebiet ist momen­tan Getty Images mit ihrem „kon­trol­lier­ten Vokabular“. Bildkäufer kön­nen dort in der Regel mit höchs­tens 2–3 Suchbegriffen ein Foto fin­den, was sehr gen­au ihren Vorstellungen ent­spricht. Die ein­zi­gen bei­den Nachteil die­ser Methode sind, dass die Kunden ers­tens die Benutzung etwas „trai­nie­ren“ müs­sen, um gute Ergebnisse zu erzie­len. Darum bie­tet Getty Images eine fast 20seitige PDF mit Suchtipps. Zweitens ist das kon­trol­lier­te Vokabular auch ein­engend, vor allem, wenn es um sehr prä­zi­se Unterscheidungen geht, z.B. zwi­schen einem Traktor mit Ackerwalze bzw. Glattwalze.

In naher Zukunft könn­te die Bildsuche jedoch durch Systeme revo­lu­tio­niert wer­den, wel­che Fotos auf­grund der Ähnlichkeit mit ande­ren Fotos grup­pie­ren. In die­ser Richtung wird flei­ßig geforscht. Erste Ergebnisse sind der ImageSorter (sor­tiert gro­ße Bildmengen nach Farbe), Retrievr (sucht Flickr-Bilder, die der eige­nen Skizze oder dem eige­nen Foto ähneln)  oder ImageSearch von IBM (erkennt Gesichter in Fotos). Eine Einleitung in die ver­schie­de­nen Methoden der Bildersuche gibt es hier.

3. Die Preise
Die gefun­den Fotos brin­gen einem Kunden nichts, wenn er sie sich nicht leis­ten kann. Der Preis von Bildern einer Agentur ist dem­nach eben­falls einer der drei wich­ti­gen Kriterien für den Erfolg einer Bildagentur. Dass „bil­lig“ sich gut ver­kauft, hat vor allem der Erfolg der Microstock-Bildagenturen in den letz­ten Jahren gezeigt. Als Reaktion dar­auf haben vie­le eta­blier­te Anbieter eben­falls ihre Preise gesenkt, wenn manch­mal auch nur für die „Web-Auflösung“.

Doch nicht nur die Höhe des Preises ist ent­schei­dend für den Erfolg einer Bildagentur, son­dern auch, wie ein­fach oder kom­pli­ziert das Preismodell ist. Urprünglich war die Einführung von „royal­ty free“-Lizenzen eine Reaktion auf die kom­pli­zier­te Lizenzierung von „rights managed“-Bildern. 1x zah­len, immer nut­zen, egal für was, war die Devise. Später kamen aber immer mehr Einschränkungen hin­zu. So muss sich heu­te z.B. ein Käufer bei Fotolia zwi­schen 40 ver­schie­de­nen Preispunkten ent­schei­den, je nach­dem, wel­ches Foto und wel­che Dateigröße er sucht und ob er eine „erwei­ter­te Lizenz“ braucht.

Die Mischung macht’s
Wie bei vie­len ande­ren Theorien auch ist der Zusammenhang zwi­schen Erfolg und einem der Kriterien nicht mono­k­au­sal. Wer Erfolg haben will, braucht ein gelun­ge­nes Zusammenspiel der drei Kriterien Inhalte, Suche und Preise. Wer bei­spiels­wei­se eine sehr gelun­ge­ne Suchfunktion hat, braucht weni­ger Bilder im Archiv. Zusätzlich gibt es auch noch ande­re Faktoren, die zum Erfolg von Bildagenturen bei­tra­gen kön­nen. Dazu gehört bei­spiels­wei­se der Service, ange­bo­te­ne Zahlungsmethoden und die Bekanntheit, wel­che durch Werbung und Marketing erreicht wird.

Nun zu Euch: Worauf ach­tet ihr, wenn ihr bei einer Bildagentur ein­kauft?