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Erneuter Familienbesuch

Ich mag es sehr, Familien zu fotografieren. Vor allem, wenn ich schon mehrmals Fotos von den Eltern und Kindern gemacht habe und so mitverfolgen kann, wie sich die kleinen Racker entwickeln. Diese Familie habe ich jetzt das dritte Mal fotografiert. Beim ersten Mal vor zwei Jahren war das Mädchen nur ansatzweise im Babybauch der Mutter erkennbar, letztes Jahr bekam sie noch Brei zu essen und jetzt sitzt sie schon wie eine Große am Küchentisch. Wildes Portrait Familienshootings sind aber sowohl für mich, die Kinder und auch die Eltern jedes Mal eine neue Herausforderung, weil die Technik aufregend und ungewohnt ist, die Eltern besorgt sind, dass nichts kaputt geht und sich die Kinder von der besten Seite zeigen und die Kinder lieben natürlich die verstärkte Aufmerksamkeit und versuchen zu testen, wie weit die neue Freiheit zu reicht. Und ich krabble mit Kamera, Blitz und Zubehör allen auf dem Boden hinterher, um die flüchtigen Momente einzufangen, bei denen sich alle möglichst „natürlich“ verhalten. Fremdeln Nach so einem Tag sind wir alle k.o., aber beim Bearbeiten der Bilder freue ich mich jedes Mal, dass ich die Arbeit auf mich genommen habe. Drachen halten Familientag Familie am Küchentisch Gleichzeitig trinken

Teil 2: Fotos von Bildagenturen in GQ, Computer Bild, Eltern, Schrot & Korn, Glamour

Wer die „Einleitung: Fotos von Bildagenturen in Zeitschriften“ schon gelesen hat, kann nach dem Foto weiterlesen, ansonsten empfehle ich, sich dort einen Überblick zu verschaffen.

Wieviel Fotos sind von welchen Bildagenturen in Zeitschriften vorhanden? Das will ich hier herausfinden.

Fangen wir an:

Zeitschrift: GQ
Untertitel: Deutschlands bestes Männermagazin
Ausgabe: März 2008
Erscheinungsweise: monatlich
Preis: 4,50 Euro
Zeitschriftenthema: Mode/Kultur/Design
Größe der Bildredaktion: Vier Personen (Leiterin: Birgit Biechele)
Verlag: Condé Nast Verla GmbH

Die Ausgabe der GQ enthält insgesamt 36 Fotos von 18 Bildagenturen (ohne Auftragsfotos) und gehört damit zu den Zeitschriften, die sehr wenig Agenturmaterial nutzen. Dass die Zeitschrift trotzdem sehr bunt und fotolastig ist, liegt daran, dass vor allem die Modefotos viele Auftragsarbeiten sind und die viele Werbung im Heft aufwändige Fotos nutzt.

Hier die Liste der Agenturen, sortiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Die Zuordnung der Agenturfotos bereitete keine Probleme. Statt wie bei vielen Zeitschriften üblich nutzt die GQ nur wenige Herstellerfotos, sondern arrangiert die Produkte im verlagseigenen Fotostudio Condé Nast Verlag selbst.

Zeitschrift: Computer Bild
Untertitel: Europas größte PC- und Handy-Zeitschrift
Ausgabe: 03/2008
Erscheinungsweise: zweiwöchentlich
Preis: 3,50 Euro
Zeitschriftenthema: Computer/Technik
Größe der Bildredaktion: Zwei Personen (Leitung: Uli Mahn)
Verlag: Axel Springer-AG

Die Computer Bild hat zusammen 27 Fotos von 13 Bildagenturen und nutzt damit trotz vieler Seiten wenig Agenturmaterial.

Hier die Liste der Agenturen, sortiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Die Zuordnung der Agenturbilder selbst fiel mir leicht, da die Computer Bild eine der wenigen Zeitschriften ist, bei der die Bildcredits direkt neben dem Foto stehen. Neben den leicht erkennbaren Herstellerfotos (z.B. von Druckern oder Softwareverpackungen) gab es Jedoch einige Bilder, die nicht gekennzeichnet waren, z.B. ein Foto von Bill Gates mit E-Gitarre auf der US-Computermesse CES.

Zeitschrift: Eltern
Untertitel: keiner
Ausgabe: 03/2008
Erscheinungsweise: monatlich
Preis: 2,70 Euro
Zeitschriftenthema: Familie
Größe der Bildredaktion: Vier Personen (Leitung: Uli Mahn)
Verlag: Gruner + Jahr AG & Co KG

Auch wenn die insgesamt 60 Agenturfotos von 20 Bildagenturen stammen, liefert den Großteil doch der Platzhirsch Getty Images.

Hier die Liste der Agenturen, sortiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Eltern lebt durch ansprechende, farbenfrohe Fotos und geht dafür bei den angesehensten Agenturen einkaufen. Zusätzlich sind viele Illustrationen im Heft und einige längere Themen mit Auftragsfotos. Über ein Drittel der Fotos stammt von Getty Images, eine Dominanz, die sonst nur in wenigen Zeitschriften zu finden ist. Die Zuordnung der Agenturfotos bereitete keine Probleme, genannt werden nur der Agenturname, kein Fotografenname. Mit vier Fotos ist die Agentur Strandperle vertreten, welche jedoch ein eigenes Material liefert, sondern Bilder anderer Agenturen vermittelt.

Zeitschrift: Schrot & Korn
Untertitel: Ihr Naturkostmagazin
Ausgabe: 04/2008
Erscheinungsweise: monatlich
Preis: kostenlos
Zeitschriftenthema: Ernährung
Größe der Bildredaktion: Eine Person (Claudia Trunk)
Verlag: bio verlag gmbh

In der Schrot & Korn sind 27 Fotos von 13 Agenturen zu finden, jedoch mit Einschränkungen, die in der Bemerkung unten erwähnt werden.

Hier die Liste der Agenturen, sortiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Schrot & Korn kauft viele Fotos über Fotofinder, ein Portal, in dem bei über 100 Bildagenturen gleichzeitig gesucht werden kann. Zwei dieser Fotos konnte ich keiner Agentur zuordnen und auch darüber hinaus gab es manchmal Probleme mit der Zuordnung, da nicht alle Bilder mit Vermerk versehen waren. Es werden auch einige Microstock-Agenturen benutzt; die Rezepte, mit denen auf dem Titelblatt geworben wird, werden aber mit Auftragsfotos bebildert und die Spezialagentur Stock Food genutzt.

Zeitschrift: Glamour
Untertitel: keiner
Ausgabe: 05/2008
Erscheinungsweise: zweiwöchentlich
Preis: 2 Euro
Zeitschriftenthema: Celebrity/Mode/Beauty
Größe der Bildredaktion: Fünf Personen (Leitung: Katja Klinger und Nina Meixner)
Verlag: Condé Nast Verla GmbH

Nach den Zeitschriften mit eher wenig Agenturmaterial zum Schluss noch eine, die nicht kleckert, sondern klotzt. 112 Fotos von 23 Bildagenturen finden sich in der Glamour.

Hier die Liste der Agenturen, sortiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Durch den Schwerpunkt auf Celebtrity-News im Heft erklärt sich leicht die Dominanz von Agenturen, die sich auf Prominente spezialisiert haben. Bei den Mode- und Beauty-Strecken gibt es zusätzlich viele Auftragsfotos. Im Gegensatz zu anderen Agenturen wird bei Wireimage im Heft zusätzlich zum Agenturnamen auch der Fotograf genannt.

Einige Zahlenspiele:

  • Werden die ersten beiden Teile meiner Analyse zusammengerechnet, ergibt sich eine klare Führung von Getty Images mit insgesamt 71 Bildern in den Zeitschriften. Den zweiten Platz teilen sich Action Press und Corbis mit 56 Fotos und danach folgt die deutsche Vorzeigeagentur Mauritius mit 35 Bildern.
  • Interessant ist, dass die drittgrößte Agentur Jupiterimages erst auf Platz 11 rangiert. Das lässt sich vielleicht damit erklären, dass Jupiterimages vor allem vom Verkauf von „Royalty Free“-Motiven lebt, während Zeitschriften bevorzugt „Rights Managed“-Fotos kaufen.
  • 10% der Agenturen lieferten ca. 50 % der Fotos

Übersicht der Marktanalyse: