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Rezension: PoseBook – Über 400 Posen für Models und Fotografen (mit Verlosung)

Einer der beliebtesten Artikel in meinem Blog ist die Linksammlung zu Model-Posen. Deshalb wird es einige sicher interessieren, dass es jetzt ein weiteres Buch mit Modelposen gibt: Das „PoseBook“ mit über 400 Posen für Models und Fotografen.


Um sich einen kurzen Einblick in das Buch zu verschaffen, gibt es hier eine kostenlose Demo-Version*. Das Buch als PDF hat 172 Seiten mit über 400 farbigen Fotos und kostet 24 Euro. Es kann hier bestellt* werden. Wem die Ebook-Variante nicht gefällt, kann es dort auch für 49 Euro als gedrucktes Hardcover – leider dann nur in schwarz-weiß – kaufen.

Das Buch handelt hauptsächlich Posen für Frauen ab, sortiert nach „stehend“, „sitzend“, „liegend“ und „mit Accessoires“ (was hier vor allem Jacke, Hut, Armreifen und Handtaschen bedeutet). Dazu kommt ein Kapitel mit erotischen Posen, aufgeteilt in „Körper“, „Bikini“ und „oben ohne“. Zum Abschluss gibt es noch zwanzig Seiten mit paar Posen für Männer (stehend und sitzend) und ein dreiseitiges Special mit Fuß-Posen. Insgesamt ergibt das 147 Haupt-Posen, zusammen mit den Varianten sind es über 400 Posen. Diese Aufteilung finde ich gut, weil in anderen Posing-Sammlungen entweder oft alles ungeordnet und wild durcheinander gezeigt wird oder unzählige Posen mit minimalen Veränderungen gezeigt werden, um auf eine möglichst hohe Zahl zu kommen. Hier hingegen wird schnell sichtbar, was die Haupt-Pose ist und wie Versionen davon aussehen könnten.

Autor und Fotograf ist der Kölner Mehmet Eygi, Creative Director bei einer Fotostudio-Kette. Er hat also genug unerfahrene Leute vor der Kamera gesehen, um zu wissen, was später auf den Fotos gut aussieht und was nicht. So sind die Posen gut ausgewählt und auf jeder Seite finden sich zu einer „Haupt-Pose“ noch drei Variationen. Das Besondere am Buch im Vergleich zu vielen anderen Posing-Anleitungen ist, dass auf jeder Seite zur Haupt-Pose kurz einige Hinweise zur Haltung gegeben werden. Das sieht dann beispielsweise so aus:

Ich bin etwas gespalten, was diese Tipps angeht. Für professionelle People-Fotografen sind diese meist unnötig, da denen die Bilder reichen würden und unerfahrene Fotografen oder Models brauchen sicher mehr Anweisungen als „Hüfte raus“ und „leichtes Hohlkreuz“. Trotzdem ist es eine der besseren Posing-Anleitungen, die ich bisher gehen habe.

Schade ist nur, dass Tipps für Paar-Posen fehlen, die meist schwieriger umzusetzen sind als Einzel-Posen. Update: Früher wurde die PDF mit Passwort ausgeliefert, was etwas nervig war, aber jetzt gibt es die PDF ohne Passwort, aber mit einem unsichtbaren Stempel, damit nachvollzogen kann, wer der Käufer der PDF war.

Für Anfänger-Models oder Fotografen ist das PoseBook eine hilfreiche Übersicht über gängige Modelposen.

Verlosung

Drei Leserinnen oder Leser meines Blogs haben jetzt die Chance, das Ebook zu gewinnen. Schreibt einfach einen Kommentar, warum ihr gerne das PoseBook gewinnen wollt. Unter allen Kommentaren verlose ich dann die drei Ebooks.

Teilnahmeschluss ist der 4.4.2012, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Achtet bitte darauf, dass ihr eine Emailadresse angebt, unter der ich Euch benachrichtigen kann, falls ihr gewinnt.

* Affiliate

Gratis-Ebook: Aktuelle Modelhonorare für Stockfotos

Vor paar Monaten erhielt ich das Buch „Honorare und Recht für Models„*. Ich staunte nicht schlecht, dass dort als Tagesgage für ein Stockmodel 800 Euro oder mehr aufgeführt wurden. Zwar weiß ich, dass das die Preise sind, die klassische Model-Agenturen verlangen, aber genau das ist einer der Gründe, warum ich nicht mit diesen Model-Agenturen arbeiten kann. Weil das Buch den Anschein erweckt oder die Hoffnung hat, analog zur MFM-Liste für Bildhonorare ein Standard-Nachschlagewerk zu sein und behauptet, nur die tatsächlichen Marktpreise wiederzugeben, wollte ich es genauer wissen.

Ich schrieb 50 Fotografinnen und Fotografen an, die ich kannte und von denen ich wusste, dass sie des öfteren Models für Bildagenturen fotografieren. Davon haben 30 geantwortet. Basierend auf dieser Umfrage habe ich ein kleines Ebook als PDF mit dem Titel „Analyse: Modelhonorare für Stockfotos – Aktuelle Marktwerte für Deutschland“ verfasst, was ich hier als kostenloser Download anbiete:

(auf das Bild klicken zum Downloaden oder auf dem Bild rechte Maustaste und „Ziel speichern unter…“ wählen)

In dieser PDF findet ihr alle meine Fragen zu Model-Honoraren und die jeweiligen Antworten der Kollegen darauf. Neben einer grafischen Übersicht habe ich versucht, die Antworten zu analysieren und zum Beispiel geschaut, welche Kriterien die Höhe des Modelhonorars beeinflußen. Wie erwartet liegen die tatsächlichen Honorare für Stockmodels deutlich unter den zitierten Summen des Buches.

Da in Deutschland nicht so gern über Geld geredet wird, bevorzugten es die meisten Fotografen, anonym zu bleiben. Da ich jedoch die Arbeiten aller angeschriebenen Fotografen kenne, kann ich mir zumindest sicher sein, dass alle Teilnehmer genug Model-Erfahrung hatten, um die Umfrage fundiert zu beantworten.

Ein kleines Manko bisher ist, dass die meisten Fotografen nur im Microstock-Bereich ihre Bilder anbieten. Hier wäre es langfristig interessant zu sehen, ob im Macrostock-Bereich höhere Model-Honorare gezahlt werden und in welchen Bereichen sich diese bewegen.

Deswegen bin ich auch auf Eure Kommentare gespannt. Ist das Ebook hilfreich für Euch? Wie viel zahlt ihr Euren Stockmodels?

* Affiliate-Link

Stockfotografie-News 2011-08-26

Es ist nicht April, sondern August, auch wenn man beim Blick aus dem Fenster anderes meinen könnte. Und nach einigen Wochen Abstinenz wieder eine Ladung Informationen von Bildagenturen und der Fotobranche. Los geht’s:

  • Shutterstock akzeptiert jetzt auch Bilder, welche Text im Bild haben, der nicht in englischer Sprache ist. Das betrifft zum Beispiel einige Verkehrzeichen („Achtung Baustelle“) oder Hinweisschilder wie „Haus zu verkaufen“. Die Bildredaktion bittet jedoch um eine englische Übersetzung des Textes im Kommentarfeld an den Bildredakteur.
  • Bei istockphoto gibt es eine Personaländerung: Der COO Kelly Thompson (sowas wie der Chef des Tagesgeschäfts) wechselt ab September 2009 als Manager für Produktentwicklung zu Getty Images. Sein Nachfolger wird Rebecca Rockafellar, die ebenfalls Managerin bei istock und Getty ist und war.
  • Die Video-Agentur Pond5 hat dem Mitgliedbereich ein neues Layout mit einigen neuen Funktionen spendiert. So ist es endlich möglich, Videos nach der Anzahl der Ansichten oder Verkäufe zu sortieren oder sich nur Dateien mit einem bestimmten Status (online, in Bearbeitung, …) anzeigen zu lassen.
  • Noch mal Pond5: Die Agentur hat angekündigt, bald auch 3D-Modelle verkaufen zu wollen und ruft 3D-Designer auf, ihre Dateien einzureichen.
  • Die Jungs von Krolop & Gerst haben ein kostenloses Ebook als PDF veröffentlicht, in dem sie die Leistung von Aufsteckblitzen und Lichtformern miteinander vergleichen. Sehr lesenswert für Strobisten.
  • Dreamstime hat jetzt einen Bereich, in dem Fotografen vermeintlich illegale Bildnutzungen melden können. Das soll es der Agentur erleichtern, schneller „DMCA Takedown“-Meldungen zu verschicken, um diese Inhalte aus dem Internet entfernen zu lassen. Ein guter Schritt in die richtige Richtung, da viele Bildagenturen die Fotografen bei Urheberrechtsverletzungen oft wenig unterstützen.
  • Die Bildagentur Panthermedia hat sich seit ca. zwei Jahren kontinuierlich in Richtung Microstock bewegt. Jetzt will sie wieder zusätzlich „Premium Royalty Free“-Bilder und rights-managed-Bilder über die Webseite glowimages.de verkaufen. Die Bilder scheinen jedoch nur eine Sammlung von verschiedenen bekannten Kollektionen wie Westend61, Imagebroker oder Blend Images zu sein.
  • Die Microstock-Bildagentur Pitopia geht einen ähnlichen Weg und bietet nun ebenfalls in einer „Value Edition“ ausgewählte Bilder zu höheren Preisen an.
  • Es geht aber auch andersrum: Die österreichische Bildagentur Waldhäusl hat nach ca. zwei Jahren ihre Experimente im Bereich Microstock beendet und nimmt jetzt keine Bilder mehr an, die auch in Microstock-Bildagenturen angeboten werden.
  • Die renommierte Macrostock-Bildagentur Masterfile wurde jetzt für 21,4 Millionen USD von Arius3D gekauft, einer Firma, die sich auf die Herstellung interaktiver 3D-Bilder spezialisiert hat.
  • Der Stativ-Hersteller Manfrotto steigt jetzt in die Licht-Technik ein und vertreibt jetzt LED-Dauerlicht-Leuchten. Besonders interessant ist dabei das LED-Ringlicht „Aura“ als Dauerlicht, was wahlweise auch in einen Blitzmodus mit 4facher Leistung geschaltet werden kann.

So, das war’s für heute.

Wenn ich was übersehen habe, weist mich einfach darauf hin.

Stockfotografie-News 2011-03-18

An diesem Freitag ist es wieder soweit: Nachrichten aus der bunten Bilderwelt. Kurz und knackig.

  • Canon hat ein neues Blitzgerät veröffentlicht, das Canon Speedlite 320EX*. Highlight ist neben der Funktion zum Entfesselten Blitzen („wireless slave“) auch ein integriertes LED-Licht für Videoaufnahmen. Den Produktfotos nach sieht die Lichtquelle jedoch ziemlich klein aus, was zu harten Schattenkanten führen würde. Ein Praxistest steht noch aus.
  • Die Bildagentur Bildmaschine plant eine Änderung ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen und damit auch eine Änderung der Fotografenhonorare. Für Fotografen, die innerhalb von 12 Monaten weniger als 1000 Fotos liefern oder weniger als 1000 Euro jährlich dort umsetzen, wird das Honorar von zur Zeit 50% auf bis zu 40% sinken, für andere Fotografen auf bis zu 60% steigen. Dass viele Hobby-Fotografen jetzt frustriert ihren Account dort gekündigt haben, hat die Agentur wahrscheinlich mit einkalkuliert bzw. sogar erhofft.
  • Die Agentur Dreamstime hat ihre Upload-Funktionen um die Möglichkeit erweitert, manuell oder automatisch aus den EXIF-Daten die GPS-Koordinaten eines Fotos einzulesen. Diesen Schritt habe ich schon lange erwartet von den Bildagenturen und ich bin mir sicher, dass Fotolia, istockphoto und Shutterstock nachziehen werden.
  • Es ist immer sinnvoll, zu wissen, was einer der meistverkaufenden Stockfotografen weltweit plant. Deshalb der Hinweis auf dieses Interview, in dem Yuri Arcurs ankündigt, in den nächsten Monaten seinen eigenen Bildershop zu eröffnen. Ich bin gespannt, wie sich das auf die großen Microstock-Agenturen auswirken wird: Mehr Umsätze für die verbliebenen Fotografen oder weniger Umsätze, weil Yuri denen die Kunden „weglocken“ wird?
  • Die Video-Agentur Pond5 wird in Kürze auch Bilder und Vektorgrafiken* verkaufen. Der Bildupload wird in Kürze möglich sein.
  • Asterix hätte jetzt gesagt: „Die spinnen, die Franzosen“. Aber so abwegig sind die Gedanken des französischen Rechtsanwalts nicht, der „royalty free“-Microstock-Fotos in Frankreich verbieten lassen will.
  • Noch mehr Lesestoff: Im Microstockgroup-Forum wird eine Rebellion der Video-Künstler bei istockphoto beschrieben. Grund ist wieder eine Honorarkürzung.
  • Die Analyse- und Backend-Firma Lookstat unterstützt jetzt in ihrem Analyse-Bereich endlich auch den Datenimport von Fotolia.
  • Der Deutsche Journalistenverband DJV hat ein aktuelles PDF gratis veröffentlicht, in dem Fotojournalisten viele hilfreiche Vertragsmuster, Gesetzestexte und mehr finden.
  • Zu guter Letzt der Overkill: 15 kostenlose Ebooks für Fotografen zu den Themen Recht, Foto-Business und eben Fotografie listet das Magazin Fotografr auf.
  • Wem das immer noch nicht genug ist, der findet hier 23 kostenlose Ebooks für Selbständige und Webworker. Achtet besonders auf die Ebooks „Tipps für die Existenzgründung in der Kreativbranche“ und „Starting A Photography Business“.

Habe ich eine Neuigkeit übersehen? Dann bitte in den Kommentaren nachtragen.

* Affiliate-Link

Stockfotografie-News 2010-08-20

Heute wieder ein bunter Strauß an Stockfotografie-Nachrichten:

  • Das Microstock-Plugin für WordPress, mit dem Blogger direkt aus dem Redaktionssystem Stockfotos in ihre Artikel einbinden können, hat nach Fotolia- jetzt auch istockphoto-Bilder im Angebot.
  • Wo wir beim Thema sind: istockphoto hat sich zum 10jährigen Geburtstag einen kompletten Relaunch der Webseite gegönnt und das Ganze „F5“ (nach der „Refresh“-Taste auf der Tastatur) genannt.
  • Abgesänge auf die Stockfotografie werden an vielen Stellen angestimmt, aber wenn es von offizieller Seite kommt, hat das Hand und Fuß: Der Berufsverband CEPIC meldet das erste Mal einen deutlichen Mitgliederrückgang und starke Umsatzeinbußen der bestehenden Mitgliedsagenturen.
  • Wer sich mehr für realistischen Fotojournalismus als für retuschierte Werbefotos interessiert, findet bei Rising Blackstar ein kostenloses Ebook über die „Ethik im modernen Fotojournalismus“.
  • Meine Verlosung der Photokina-Tickets ist schon vorbei. Wer kein Glück hatte, kann seins bis zum 26.8.2010 bei Bildwerk3 versuchen. Dort werden ebenfalls 5 Tickets verlost. Da letzte Woche auch Sigma 5000(!) Tickets verschenkt hat, frage ich mich langsam, ob die Photokina damit die Besucherzahlen künstlich hoch halten will. Sind Messen an sich ein aussterbenes Medium?
  • Habt ihr kreative Ideen für ungewöhnliche Fotos und wollt diese auch mit anderen teilen? Dann könnt ihr Eure Vorschläge für die Fortsetzung des Buches „Die wilde Seite der Fotografie“ von Cyrill Harnischmacher einreichen. Für die angenommenen Ideen erhalten die Fotografen kein Honorar, aber eine Kurz-Vorstellung mit Foto im Buch und zehn Exemplare desselben.
  • Noch etwas für die Fotokäufer unter Euch: Für Firefox gibt es jetzt ein Plugin namens „The Ultimate Free Stock Photo Finder„. Damit lässt sich in vielen Bildagenturen, bei Flickr und anderen Fotoquellen parallel suchen.
  • Zum Schluss noch in eigener Sache: Ein ca. 90minütiges Interview mit mir gibt es in der noch viel längeren Folge 39 des Podcastes der Drei Vogonen zu hören.

Habe ich was vergessen? Dann wie immer rein in die Kommentare damit.