Schlagwort-Archive: DVD

Rezension – DVD-Training-Serie mit Lichtsetups von Krolop & Gerst

Vor einer Weile hatte ich den beiden Fotografen Martin Krolop und Marc Gerst bei der Erstellung eines Video-Tutorials über die Schulter geschaut.

Heute will ich die dazugehörigen DVDs besprechen, was bei einer vorliegenden Gesamtlaufzeit von über 11 Stunden logischerweise etwas gedauert hat.


Ich habe mir diese drei Teile (mit insgesamt vier DVDs) angeschaut, insgesamt haben die beiden mittlerweile aber schon acht verschiedene DVD-Trainings im Angebot und sie arbeiten hart daran, dass es noch mehr werden. Es liegt auf der Hand, dass jedes DVD-Training ein anderes Thema abhandelt, aber einiges ist auch identisch.

Die meisten DVDs richten sich an Fotografie-Anfänger, Profis werden vielleicht wenig Neues lernen, dafür aber ihre Neugier befriedigen können, wie andere Fotografen arbeiten und was für Ergebnisse sie erzielen. Doch dazu gleich mehr. Die Aufnahmetechnik ist auf den ersten DVDs etwas – na ja – bescheiden, die Musik eher nur für Techno-Fans und Martins Kommentare können schnell mal langatmig werden oder er verhaspelt sich und muss dann die Models fragen, was er eigentlich sagen wollte. Da dachte ich mir des öfteren schon: „Ja, Martin, ich hab’s verstanden, bitte weiter im Text„.

Blöd ist auch, dass sich die DVDs von den meisten DVD-Spielern nicht abspielen lassen, da die Videos entweder im FLV-Format oder MP4/MOV-Format vorliegen. Dafür sind auf jeder DVD die Videos auch in kleiner Auflösung dabei, sodaß sie sehr bequem auf dem iPhone oder anderen Smartphones angeschaut werden können. Die Länge der einzelnen Videos ist mit ca. 5-15 Minuten auch sehr passend, um sie häppchenweise auf dem Weg zur Arbeit oder Uni zu sehen.

Was die DVDs auszeichnet, sind andere Dinge: Zum einen sind die meisten DVD-Trainings zu eingerichtet, dass nur wenig Material gebraucht wird und der Anfänger nicht fürchten muss, sich die benötigten Geräte nicht leisten zu können. Zum Beispiel gibt es die „One Light„-Serie, bei der eindrucksvoll gezeigt wird, wie mit einer einzigen Lichtquelle sehr unterschiedliche Setups umgesetzt werden können oder die „Let’s Bounce„-Serie, welche nur mit Reflektoren der Firma California Sunbounce arbeitet. Das „Special Light„-Training zeigt, wie mit Dauerlicht, Neonröhren, Ringlicht und anderen Lichtquellen gearbeitet werden kann.

Desweiteren gibt es noch die Trainings „ Wie man Menschen fotografiert oder es besser nicht tun sollte„, „Action & Sport“ oder „Mobiles Blitzen„, die ich jedoch noch nicht gesehen habe.

Das Gute an den Videos von Krolop & Gerst ist, dass sie trotz ihrer manchmal holprigen Art sehr gut das Wesentliche vermitteln: Die Arbeit mit Licht! Es geht darum, gute Fotos zu erhalten, mit so wenig Mitteln wie möglich. Die Erklärungen sind gut verständlich und nach dem Betrachten der Videos bleiben keine Fragen offen. Die Kameraeinstellungen und Blitzeinstellungen werden genau erläutert, der Set-Aufbau wird ausführlich gezeigt, die Kommunikation zwischen Model und Fotograf ist zu sehen und sogar nach dem Shooting hören die Trainings nicht auf. Auf den DVDs sind – und das ist sehr selten – die Rohdaten der Fotografen aus der Kamera dabei sowie deren bearbeitete Versionen und einige Videos, in welchen die Bildbearbeitungsschritte in Lightroom und Photoshop gemeinsam durchgegangen werden. Wer sich also ein Model schnappt und einen Blitz besitzt, sollte sehr einfach und schnell ähnliche Ergebnisse wie auf den DVDs erzielen.

Im Blog von Krolop & Gerst gibt es auch unzählige Videos zum kostenlosen Anschauen. Ihr wisst also vorher genau, welcher Stil euch erwartet, wenn ihr eine der DVDs kauft. Ich empfehle für den Anfang vor allem die Doppel-DVD „One Light Setups“ (Basics/Teil1).

Manchmal werde ich gefragt, ob man mir bei einem Fotoshooting zuschauen dürfte. Das ist möglich, aber zeitlich oder örtlich nicht immer machbar. Das Ansehen dieser DVDs hat jedoch fast den gleichen, wenn nicht sogar einen größeren Lerneffekt.

Wie lernt ihr am liebsten? Mit Büchern, DVDs, Workshops?

Rezension: „Picture Me – Tagebuch eines Topmodels“ von Sara Ziff und Ole Schell

Ein Leben auf Laufstegen, vor Scheinwerfern und im Blitzlichtgewitter, unterwegs in Flugzeugen, jeder Tag in einer anderen Stadt: Paris, Rom, Mailand, New York. Hört sich traumhaft an? Für Top-Models ist das Alltag, der aber schnell langweilig wird und nervenaufreibend ist.

Das ehemalige Top-Model Sara Ziff hat diesen Alltag zusammen mit ihrem Freund, dem Filmschulabsolventen Ole Schell, auf Video festgehalten. Herausgekommen ist die Dokumentation „Picture Me – Tagebuch eines Topmodels„* auf DVD. Sara Ziff wurde 1982 in New York City geboren und begann im Alter von 14 Jahren mit der Arbeit als Model. Schnell wurde sie für große Kampagnengebucht, unter anderem von Dolce & Gabbana, Tommy Hilfiger, Calvin Klein, Stella McCartney, GAP, Ralph Lauren und so weiter.


Die Dokumentation ist im Stil eines Video-Tagesbuchs gehalten, gefilmt wurde mit einer kleinen Kompaktkamera. Die Bildqualität ist entsprechend, einige Szenen sind verwackelt, aber das unterstreicht gut das Normale, Ungeschminkte. Denn viele der gezeigten Top-Models haben hinter den Kulissen ungekämmte Haare, schlechte Haut, Augenringe, rauchen viel, essen ungesund und leben gestresst. Kein Wunder bei den Anforderungen, die der Job als Top-Model mit sich bringt.

In der Hochsaison, wenn auf den „Fashion Weeks“ die großen Modeschauen der Top-Designer laufen, bedeutet das für die teilnehmenden Models ca. vier Wochen mit höchstens 4-5 Stunden Schlaf pro Nacht, kaum Zeit zum Essen, ständige Flugreisen, Hektik und Stress. Das ist ein Knochenjob, der dann auch entsprechend gut bezahlt wird. An manchen Tagen hat Sara sechsstellige Summen verdient, mit 20 Jahren hat sie sich ein Haus in New York gekauft, weil sie nicht wusste, wohin mit ihrem Geld.

Überhaupt wird im Film viel über Geld geredet: Oft ist es die einzige Motivation, so jung so lange von der Familie weg zu sein, die Strapazen und die ständigen Anmachen und sexuellen Übergriffe auf sich zu nehmen. Sara erzählt von sexueller Belästigung mit 16 Jahren, auch einige andere berichten das erste Mal vor der Kamera von ihren demütigenden Erlebnissen. Die Dunkelziffer ist weit höher, da sich die wenigsten aktiven Models trauen, öffentlich von sexueller Nötigung zu sprechen, wenn alte Männer mit einem großen Budget im Rücken sich Gefügigkeit erkaufen, damit das Model eine Chance auf den Auftrag hat. So kann der Film nur zaghaft an der Oberfläche kratzen und auch Themen wie Drogenmissbrauch und finanzielle Abhängigkeit der Models von ihrer Model-Agentur werden im Film nur – aber immerhin – angedeutet.

Zum Thema, ob Models dumm seien, wird eine nachvollziehbare Erklärung geliefert: Viele Models werden schon mit 14-15 Jahren entdeckt und haben dann schlicht keine Zeit für Schule mehr, wenn sie im Model-Business ganz weit oben mitspielen wollen. Auch Sara hat ihre Schulausbildung abgebrochen und sich erst mit Ende 20 an der Universität eingeschrieben.

In Deutschland gibt es die DVD mit deutschen Untertiteln und einer deutschen Synchronisation. Beides habe ich jedoch schnell ausgeschaltet und den Film in englisch gesehen, weil die Synchronstimmen deutlich zu alt und abgeklärt für die jungen Models im Film klingen.

Wer Model-Ambitionen hat, kann im empfehlenswerten Film „Picture Me„* für ca. 14 Euro hinter die Kulissen der Branche schauen. Wer aber danach denkt, die Models würden ja nur geradeaus laufen müssen, kann sich noch dieses beeindruckende Video anschauen, in der ein Model Fotografenanweisungen minutiös umzusetzen versteht.

* Affiliate-Link (Ich erhalte beim Kauf eine kleine Provision, ihr zahlt nicht mehr)

Making Of: Krolop & Gerst drehen Video-Tutorials

Nanu? Was machen denn die Fotografen Krolop & Gerst in diesem Blog?

Martin Krolop von Krolop & Gerst fragte im Dezember 2010 in seinem Blog, ob jemand Lust hätte, beim Videodreh für eine neue Tutorial-DVD die Making-Of-Fotos zu machen? Der Termin passte, ich wollte Martin sowieso kennenlernen und da ich im Videobereich ein totaler Anfänger bin, könnte ich vielleicht etwas lernen.

So kam es, dass ich zwei Tage lang morgens nach Düsseldorf in eine große Diskothek fuhr, um das Foto- und Video-Team bei der Arbeit zu fotografieren. Neben Martin Krolop und Marc Gerst waren drei Videofilmer für den Dreh vor Ort, zwei Assistenten, drei Models, eine Visagistin, ein Techniker, zwei Making-Of-Filmer und ich als Making-Of-Fotograf. Das Team bestand demnach als 15 Leuten. Und der ganze Aufwand für einige wenige Minuten lange Videosequenzen auf der geplanten Lern-DVD  zum Thema „Aufsteckblitze“ (Der Name steht noch nicht offiziell fest).

Damit ihr seht, wie viel Arbeit (und Spaß) hinter den Kulissen notwendig ist, um solche DVDs zu erstellen, können wir uns schon an den Making-Of-Fotos erfreuen, bevor ihr diese Fotos und viel, viel mehr Material auf der fertigen DVD sehen könnt.

Martin fotografiert einen aufstrebenden Nachwuchs-Rapper. Ganz links im Schatten sitzt andächtigt der Tonmeister, der kontrolliert, ob keine Störgeräusche auf Band sind, wenn in der Dunkelheit wieder jemand gegen ein Stativ stolpert. Irgendwie erinnert mich das Bild ständig an die Sendung „Wetten dass..?“


Die drei lachenden Models, von vorne durch meinen Ringblitz-Adapter ausgeleuchtet.


Martin versucht, den berühmt-berüchtigten „Daumen hoch“-Look des Stockfotografen Robert Kneschke zu imitieren.


Die Kameraleute Joschi und Jonas überprüfen ihre Einstellungen. Grob im Display könnt ihr erkennen, dass die linke Kamera für die Weitwinkel-Einstellungen zuständig ist, während die rechte Kamera nur Nahaufnahmen macht, die dann später abwechsend geschnitten werden können, damit Martins Monologe nicht so langatmig wirken. Die Kameras müssen so dicht wie möglich nebeneinander stehen, sonst würde es später im Video so aussehen, als würde Martin bei einer von beiden Einstellungen schielen.


Nicht nur von den beiden Kameraleuten, sondern auch von den beiden Making-Of-Filmern Philip und Tobi (hier Philip im Bild) konnte ich einiges lernen. Wenn beide nicht gerade damit beschäftigt sind, sich hammergeiles Zubehör für ihre Video-DSLRs selbst zu basteln, schreiben sie in ihrem Blog Beauty-Fool. Oben seht ihr um die Kamera eine LED-Lampe mit Akku-Pack, einen Schulter-Rig mit Follow-Focus und einer Matte Box für dem Objektiv. Den Lichteffekt erzielt ihr mit einer Kombination aus Dauerlicht, Aufsteck-Blitz und einem mutigen Kameraschwenker. Wird natürlich ebenfalls auf der DVD erklärt werden.


Das gesamte Film-Team stand neidisch um diesen Schulter-Rig herum, den Tobi aus Einzelteilen komplett selbst gebaut hat. Jedes Detail lässt sich per Hand leicht verschieben oder verstellen. Das können nicht mal die teuersten der auf dem Markt erhältlichen kommerziellen Rigs. Einigen liefen die Speichelfäden vor Neid aus den Mundwinkeln.


Ein weiteres selbstgebautes Gadget des genialen Tobi (im Bild), vor dem wir wie kleine Jungen im Spielwarenladen erfürchtig erstarrten. Eine reibungslos gleitende Führungsschiene für eine DSLR mit externem Liveview-Monitor. Rechts seht ihr den Hebel, der zum Kurbeln umgeklappt werden kann. So werden butterweiche Kamerafahrten möglich.


Andreas, Herrscher über die Kommandozentrale: Hier werden die vielen Gigabyte gesichert, die ständig anfallen und die Akkus für die unzähligen Kameras und Blitzgeräte aufgeladen. Absichtlich habe ich mal den Ringblitz im Bild gelassen.


Nur weil ich die Making-Of-Fotos machte, hieß das nicht, dass ich nicht auch experimentieren dürfte: Hier der kritische Kontrollblick von Andreas auf den Bildschirm.


Woran erkennt man einen echten Fotografen? Er schaut zuerst auf die kleine Schwarze – Kamera, meine ich.


Noch mal Dessous mit einem weiteren Blick. Im Vordergrund die Making-Of-Kamera auf der Schiene, dahinter ein Kamerakran für fliegende Kamerabewegungen, ganz rechts Martin beim Fotografieren, daneben Arkadi mit einer Teleskopstange, um störende Leuchten aus dem Bild zu halten. Die helle Softbox ist das Dauerlicht für die Videokameras.


Die Zombie-Hand aus dem Sunbouncer. Den Sinn dieses Lochs im California Sunbounce erklärt Martin in hier einem eigenen Video.


Wer professionell mit Aufsteckblitzen arbeiten will, kommt um das Musterheft der „Lee FarbFilter“ nicht vorbei. Das Teil ist unschlagbar günstig und enthält eine Probe von jeder Filterfolie, welche die Firma Lee produziert. Außerdem haben die Muster die richtige Größe, um sie schnell vor ein Speedlite zu kleben, um die Farbtemperatur zu ändern.


Kein Respekt vor dem Alter. Die Kameramänner spielen mit dem Schatten von Martins Kopf. Weitere Versionen der Schattenspiele waren nicht jugendfrei und sind nur auf der limiterten FSK18-Version der DVDs zu sehen.


Till am Schaltpult der Diskothek mit der Nervennahrung jedes Technikers (links im Bild).


Etwas unhandlich ist die Länge des Kamerakrans, die manchmal unbequeme Positionen erfordert. Da ein Blick auf das Kameradisplay schwierig ist, wenn diese fünf Meter in der Höhe schwebt, filmt Glenn „über Bande“ mit einem externen Monitor. Das ist der Grund, warum die Video-DSLR-Kameras einen HDMI-Ausgang haben.


Martin, Arkadi und Andreas betrachten die ersten Ergebnisse der Fotosession auf dem iPad*. Über die Probleme der kabellosen Übertragung beim „Tethered Shooting“ mittels WiFi auf das iPad berichtet Martin hier.


Philip ist fasziniert von der Auflösung der Fotos auf dem ipad. Aber vielleicht liegt es auch nur am Motiv.


Zweckentfremdung des iPad: Der Körper von Joschi mit dem Kopf von Glenn.


Die meisten Kameraleute, die ich kenne, sind coole Säue. So auch Joschi und Jonas. Kaum wurde das neue Setting aufgebaut, schoben sich die beiden bequeme Ledersessel hinter die Kameras und Joschi fand schnell eine bessere Verwendung für den Greifarm, mit dem sonst wahrscheinlich der Müll vom Diskoboden gepickt wird.


Wer bis hier durchgehalten hat, soll mit meinem Highlight belohnt werden. Arkadi mit einer transportablen Firefly Lite Bank* von Aurora, die einen Aufsteckblitz schnell in eine kleine Octobox verwandelt. Als Bonus erhielt er von mir einen Heiligenschein. Ich schwöre: Das Foto ist spontan und „out of the cam“! Kein Photoshop, keine endlosen Testreihen. Nur etwas Können – und viel Glück.

Übrigens: Vor paar Monaten hatte ich hier im Blog gefragt, wer mir kostenlos bei einem Fotoshooting assistieren wollen würde. Als Reaktion kamen auch einige böse Kommentare, dass ich damit Leute ausbeuten würde. Dabei sehe ich das als ein Geben und Nehmen. Damals hatte ich Arbeitskraft „genommen“, diesmal habe ich meine Arbeitskraft unentgeltlich gegeben. Ying und Yang. So ist das Leben.

Was sagt ihr zu den Fotos?


* Affiliate-Link

Stockfotografie-News 2011-01-07

Es gibt einen Spruch: „Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“. Ich überbiete das noch und liefere diesmal ausnahmsweise Nachrichten, welche aus dem letzten Jahr sind! Nimm das, F5-Junkie.

Ärmel hochgekrempelt, Papiere rausgesucht und los geht’s:

  • istockphoto akzeptiert jetzt auch „redaktionelle Bilder„. Das sind – vereinfacht gesagt – Bilder, welche wegen fehlender Model-Verträge oder Eigentumsfreigaben nur für die journalistische Berichterstattung genutzt werden dürfen. Wer es genauer wissen will, wartet paar Tage, denn ich habe einen erklärenden Artikel schon fertig in der Schublade, der bald im Blog veröffentlicht wird.
  • Das ist selten: Der Bildbearbeiter Calvin Hollywood veröffentlicht seine DVD „Calvin Hollywoods Stock Selection„*. Darauf befinden sich über 580 hochauflösende Fotos, die Bildbearbeiter und Fotografen für ihre eigenen Hintergründe, Fotomontagen etc. einsetzen dürfen. Und jetzt kommt’s: „Alle Bilder sind ohne jegliche Einschränkung verwendbar“. Das heißt, die fertigen Fotomontagen dürfen z.B. ausdrücklich auch über Bildagenturen verkauft werden. Die einzige Einschränkung bleibt laut Gerhard Koren des Herstellers video2brain, dass die Bilder nicht unverändert weiterverkauft werden dürfen.
  • Die Bildagentur Zoonar hat angekündigt, mit weiteren Partneragenturen zusammenzuarbeiten, darunter ab sofort auch mit der Photolibrary. Außerdem wird der Honoraranteil für Fotografen bei Verkäufen über Partneragenturen insgesamt auf 60% geändert. Das heißt, bei Alamy steigt der Anteil von 50% auf 60%, bei Fotofinder sinkt der Anteil bei einigen Fotografen von 80% auf 60%.
  • Welche wichtigen Änderungen gibt es für Selbständige 2011? Das beantwortet der Selbständig-im-Netz-Blog.
  • Die Bildagentur Panthermedia veröffentlichte ihre meistverkauftesten Bilder 2010. Bei Twitter meinte jemand als Kommentar: „Alles austauschbare symbolische Motive“. Keine Ahnung, ob es positiv oder negativ gemeint war, aber die Beobachtung ist jedenfalls richtig.
  • Auch die Bildagentur Getty Images hat einen bebilderten Jahresrückblick 2010 erstellt. Ihr Buch „Yeahr in Focus“ kann online durchgeblättert werden. Sehr beeindruckende Fotos dabei. Wer den Unterschied zwischen „kommerziellen Bildern“ und „redaktionellen Bildern“ sehen will, kann die Bildsprache und Motive der Fotos von Panthermedia und Getty mal vergleichen. Erstere sind kommerziell, zweitere meist redaktionell.
  • Fotolia hat eine neue Version ihrer kostenlosen Software „Fotolia Desktop“ veröffentlicht. Damit können Bildkäufer auf dem Desktop Bilder raussuchen, ohne auf die Fotolia-Webseite gehen zu müssen. Neu sind unter anderem verbesserte tionen für die Handhabung von Galerien oder Leuchtkästen.
  • Designer mit einer Kreativitätsblockade können sich von der Bildagentur Veer kostenlos ein „Activity Book“ anfordern, in dem viele kurzweilige Denkspiele zu finden sind, welche das Gehirn wieder ankurbeln sollen.
  • Die Rechercheabteilung der Bildagentur Corbis hat als neuen visuellen Trend den „Human Touch“ entdeckt. Menschliche Nähe und Wärme soll wieder mehr in Bildern zu finden sein. Das deckt sich zumindest mit der „neuen Natürlichkeit„, die Getty als Trend postuliert.
  • Vor paar Wochen hatte ich hier im Blog auf einige Nachteile der Bildagentur Pixmac aufmerksam gemacht. Das hat sich Pixmac zu Herzen genommen und neben den Vertragsbedingungen jetzt auch die Honorarstruktur angepasst. Es wird nun ein Mindesthonorar von 0,25 $ pro Verkauf und ein Mindestanteil von 30% pro Verkauf garantiert. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, erinnert leider aber noch zu stark an Polylooks. ch meiner Kritik an zu niedrigen Honoraren wurde dort ebenfalls ein Mindesthonorar von 35 Cent eingeführt. Damit stieg (zumindest bei mir) der durchschnittliche „Revenue per Download“ (RPD) zwar von 80 Cent auf 91 Cent, war aber immer noch niedriger als bei anderen Microstock-Agenturen. Angesichts der Verkaufspreise bei Pixmac befürchte ich ähnliches. Lobenswert ist in diesem Zusammenhang mal die Agentur Clipdealer zu erwähnen, bei der ich trotz Microstock-Preisen konstant ein durchschnittliches Verkaufshonorar (RPD) von über 3 Euro erhalte.
  • Das Webmagazin t3n sucht übrigens den „Blog des Jahres 2010„. Wer meinen Blog toll findet, kann ja für ihn abstimmen. Da ich nicht nominiert bin, müsstet ihr dann die Blogadresse unten im Freifeld eintragen.

Was sagt ihr zu den News? Sind das gute Nachrichten?

* Affiliate-Link (Ich erhalte beim Kauf eine kleine Provision, ihr zahlt nicht mehr)

Photokina 2010 – Splitter 2: Strobist-Power, Fotostammbaum und mehr

Auch diesmal habe ich mir für Euch die Füße wundgelaufen, um auch in den hintersten Ecken der Photokina spannende oder kuriose Gimmicks auszugraben.

Fangen wir an:

  • Wer seinen Familienstammbaum visualisieren will, kann das zum Beispiel mit einem Bilderrahmen der Firma „De Knudt“ (Halle 6.B Stand 64) machen, der den unoriginellen Namen „G63TD2“ trägt.
  • Wer eher auf Puzzles steht, wird mit den Bilderrahmen aus Puzzle-Teilen seine helle Freude haben. Einzeln nicht sehr beeindruckend, an einer ganzen Wand hingegen machen die schon was her (ignoriert den fehlenden Weißabgleich). Gesehen bei der Firma „Country Living“ (Halle 6.B, Stand 81)
  • Von der gleichen Firma gibt es auch den Bilderrahmen „Mondrian“ in verschiedenen Ausführungen. Der erlaubt es, mehrere Bilder im Format 10×15 einfach gebogen in die Linien zu stecken und schnell je nach Bedarf zu wechseln oder zu verschieben.
  • Samsung haut auch eine Innovation nach der anderen raus. Heute habe ich gesehen, dass sie Extra-Kameras für Panoramaaufnahmen haben und FullHD-Camcorder mit eingebautem WLAN (802.11n), ideal, um die Firma direkt an einen Rechner oder den Fernseher zu senden. Falls Euer Fernseher schon WLAN unterstützt… (Halle 5.2, nicht zu verfehlen)
  • Noch mal Samsung: Sehr partytauglich sind die kleinen Kompakt-Kameras, welche einen kleinen Monitor zusätzlich auf der Objektivseite haben. Dort wird entweder das Live-View-Bild für bessere Selbstportraits und Gruppenaufnahmen angezeigt oder lustige Bildchen oder Filme, damit Babies und Kinder gebannt auf die Kamera starren…
  • Am Stand von California Sunbounce (Halle 9.1, Stand C8) gibt es Gratis-DVDs mit 2 Stunden Video-Training von Krolop & Gerst.
  • So, jetzt mal Business-Tipps: Die niederländische Firma Oypo bietet einen Web-Shop für Fotos, den Fotografen auch gratis in die eigene Webseiten einbinden können und über den Kunden selbständig Nachbestellungen von Fotos etc. kaufen können. Solche Services sind beispielsweise prädestiniert für Schul- und Kindergartenfotografen, Hochzeitsfotografen, Eventfotografen etc. Es gibt keine Grundgebühr oder Monatskosten, die Firma will nur 20% des Gewinns als Kommission. (Halle 6.1, B52)
  • Von Pasche Digital stellt personalisierte Mappen her – von Passmappen, Bewerbungsmappen über Portraitmappen bis zu Kindergartenmappen etc. Interessant vor allem für Fotografen mit einem Portraitstudio. (Halle 6.1, A57)
  • Lastolite hat auch jedes Mal wieder geile Ideen: Diesmal stellen sie unter anderem die volle Strobist-Dröhnung vor. Eine Halterung, mit der 4 batteriebetriebene Blitze (z.B. Speedlites) in eine faltbare Softbox gesteckt werden können. (Halle 9.1, E23) Das wäre was für Joe McNally. So sieht das Ganze dann aus:
  • Wie jedes Jahr gibt es von der Zeitschrift ProfiFoto einen guten Deal: 3 Ausgaben plus 1 Gymmick für 5 Euro. Wer nett zu dem Personal am Stand ist, erhält manchmal auch paar Hefte zusätzlich. Außerdem gibt es vom gleichen Verlag jetzt eine Zeitschrift ausschließlich für die Bilderbranche mit dem Namen „PICtorial„. Pflichtlektüre für Bildkäufer und Stockfotografen. (Halle 1)
  • Übrigens gibt es auf der Messe auch einen Stand, der mehrere meiner Fotos für seine Messe-Deko benutzt. Wer als erstes den Stand findet und mir Bescheid gibt (per Mail, Kommentar, Anruf, SMS, wie auch immer), dem schenke ich ein Exemplar meines Fotobuchs „People“.
  • Zuletzt eine Erinnerung: Mein Vortrag „Was macht ein gut verkäufliches Foto aus?“ auf der Photokina findet am Freitag um 11 Uhr in Halle 1 statt. Danach stehe ich für Fragen zur Verfügung.

Was habt ihr noch so gefunden?