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Canon-Digitalkameras kostenlos aufmotzen

Ich nut­ze bei der täg­li­chen Arbeit mei­ne Canon EOS 5D. In mei­ner Freizeit tra­ge ich aber immer eine klei­ne Casio Exilim Digitalkamera mit mir, um Schnappschüsse oder „digi­ta­le Notizen“ zu machen.

Mittlerweile wünsch­te ich mir jedoch, dass ich auch eine klei­ne digi­ta­le Kompaktkamera von Canon hät­te, z.B. eine Canon Ixus 80 o.ä. Denn mit einem kos­ten­lo­sen Programm aus dem Internet namens CHDK wird aus dem ein­fa­chen Knipsgerät eine wah­re Multifunktionsmaschine.

Das für mich über­zeu­gends­te Feature: Die Kamera kann dann zusätz­li­ch RAW-Dateien auf­neh­men!

Andere tol­le Zusatzfunktionen:
– Live-Histogramme
– Anzeige der über- und unter­be­lich­te­ten Bildteile
– Tiefenschärfe-Kalkulation
– Fernauslösung der Kamera via USB
– auto­ma­ti­sches Auslösen der Kamera bei Bewegung (z.B. für Blitzfotos)
– extra lan­ge oder super kur­ze Belichtungszeiten
– High-Speed Flash-Synchronisation
– viel mehr

Und das Beste: Das Programm greift nicht in die kame­ra­ei­ge­ne Software (Firmware) ein und läuft ein­fach auf der SD-Speicherkarte. So bleibt auch die Garantie erhal­ten.

Die CHDK-Wiki-Webseite beant­wor­tet die häu­figs­ten Fragen, unter ande­rem, wel­che Kameras unter­stützt wer­den und wo das Programm run­ter­ge­la­den wer­den kann.

Habt ihr das Programm tes­ten kön­nen. Was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Kleine Analogie von der Musik zur Fotografie

Ich woll­te mir schon lan­ge Gedanken zum Wochenende machen. Auslöser war ein Beitrag im Studio-Blog über die Frage, ob das Copyright noch zeit­ge­mäß sei. Dort wird die Fotografie unter ande­rem mit der Musik ver­gli­chen, die schon lan­ge dar­an darbt, dass kaum jemand mehr CDs kauft.Wie sieht es aus, wenn wir die­sen Vergleich wei­ter spin­nen?

Früher kauf­ten die Leute erst LPs, dann MCs, dann CDs und waren – mehr oder weni­ger – glück­li­ch. Auch von den Fotografen wur­den die Fotos als Dia-Duplikate an die Bildagenturen geschickt und dort ver­kauft. Später wur­den die Fotos auf „Royalty Free“-CDs gepres­st und eben­falls für viel Geld ver­kauft.

Dann kam die digi­ta­le Revolution: Das MP3-Format und DSL-Verbindungen ermög­lich­ten es, gan­ze Musikalben aus dem Internet zu laden: schnell, gra­tis – und meist ille­gal.

Die Erfindung der Digitalkamera erlaub­te es auch Fotografen, mehr und bil­li­ge­re Fotos zu machen und die­se mit schnel­len Internet-Verbindungen an die eben­falls nun digi­tal arbei­ten­den Bildagenturen zu schi­cken. Wie bei der Musik sank der Marktwert von Fotos jedoch schnell. Bilder wur­den im Internet kopiert, geklaut, ohne Erlaubnis benutzt oder – wie in den Anfangstagen von istock­pho­to – ein­fach ver­schenkt. Nur weil die Server-Kosten bezahlt wer­den muss­ten, einig­te man sich spä­ter auf eine klei­ne Gebühr.

Auch bei den Internet-Tauschbörsen gab es die Musik am Anfang gra­tis (wenn auch nicht legal), jetzt müs­sen die Songs im iTunes-Store gekauft wer­den. Bei Napster, dem Pionier der Gratis-Musiktauschbören, gibt es die Musik jetzt gegen monat­li­che „Flatrates“.

Nachdem die tra­di­tio­nel­len Bildagenturen auf den digi­ta­len Zug auf­ge­sprun­gen sind und ihre Fotos nun über das Internet ver­kau­fen, bie­ten die Microstock-Agenturen schon die „Download-Flatrate“ an, bei der Fotos für eine monat­li­che Pauschale run­ter­ge­la­den wer­den dür­fen.

Die Musikindustrie wehrt sich immer noch ver­zwei­felt mit DRM-Maßnahmen (Digital Rights Management) gegen das uner­laub­te Kopieren von Musik. Auch für die Fotografie-Branche arbei­ten zahl­rei­che Firmen an Maßnahmen gegen den Bilderklau, lei­der meist eben­so erfolg­los.

Trotzdem ist der Berufsmusiker nicht aus­ge­stor­ben. Er ver­dient sein Geld jetzt vor allem durch Konzerte, GEMA-Einnahmen und Merchandise, also T-Shirts, Poster, Kaffeetassen, Schlüsselanhänger, Unterhosen etc. Musikalben und Singles sind mitt­ler­wei­le zu einem Marketing-Instrument gewor­den, um auf Festivals höhe­re Gagen und bei Konzerten mehr Eintritt ver­lan­gen zu kön­nen.

Was bedeu­tet das für Fotografen? Wenn die Analogie stim­men soll­te, ver­die­nen Fotografen immer weni­ger an dem Abdruck eines Fotos. Mittlerweile geben sich eini­ge Fotografen schon mit der Namensnennung in der Bildunterzeile zufrie­den. Das Geld wird wie­der mit Auftragsfotografie ver­dient (wie auch von Paul Melcher pro­phe­zeit) oder dem Veranstalten von Workshops. Ganz klas­si­sch, wie frü­her.

Was meint ihr? Wie schlüs­sig ist der Vergleich? Wohin geht die Reise?

Details zur neuen Canon 5D Mark II

Hach, ich kann es kaum abwar­ten:

Die neue Canon 5D Mark II hat 21 Megapixel (natür­li­ch im Vollformat), zusam­men mit einem DIGIC IV Bildprozessor, einem ISO-Bereich von 50 bis 25600 und LiveView-Option mit 3-Inch-Bildschirm. Außerdem soll sie 3,9 Bilder pro Sekunde machen kön­nen und eine inte­grier­ten Staubreduzierung haben. Ach ja, HD-Filme (1.920 x 1.080) kann sie eben­falls auf­neh­men. Erhältlich ist sie ab November 2008.

Mehr Daten hier auf der offi­zi­el­len Canon-Webseite.