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Nach Corbis-Übernahme zieht Veer zu iStock

Vor eini­gen Wochen wur­de die Bildagentur Corbis an die chi­ne­si­sche Firma VCG ver­kauft.

Damals gab es einen höh­ni­schen Tweet vom Vorsitzenden Jonathan Klein der Konkurrenz-Agentur Getty Images (sie­he Link oben), weil die Bilder von Corbis nun über Getty ver­trie­ben wer­den, ohne dass Getty – wie ver­mut­li­ch vor­her ver­sucht – die Firma kau­fen mus­s­te.

Veer-zieht-zu-istockIch bin mir sicher, dass hin­ter den Kulissen mehr gelau­fen ist, als wir zu hören bekom­men und nun kommt ein wei­te­res Puzzleteil hin­zu.

Zu Corbis gehör­te auch die Microstock-Agentur Veer, wel­che in den letz­ten Jahren beschei­den ohne Innovationen vor sich hin düm­pel­te. Auch der letz­te Eintrag im haus­ei­ge­nen Fotografen-Blog ist über zwei Jahre alt.

Gestern wur­de bekannt gege­ben, was mit Veer pas­siert. Wenig über­ra­schend gibt es wie­der star­ke Verbindungen zu Getty Images, bzw. deren Microstock-Agentur iSto­ck.

Zum 30. März 2016 wird Veer geschlos­sen. Alle Kunden wer­den ein­ge­la­den, zu iSto­ck zu wech­seln und erhal­ten Sonderangebote zur Einführung.

Seit ges­tern sind kei­ne neu­en Uploads zu Veer mehr mög­li­ch (ich hat­te schon die letz­ten Wochen auf­fäl­lig häu­fig Probleme beim Hochladen). Ausstehende Kommissionen wer­den in der Übergangszeit wei­ter­hin bezahlt.

Die Inhalte von Veer wer­den nicht auto­ma­ti­sch zu iSto­ck über­nom­men. Wer schon iStock-Anbieter ist, kann ein­fach die­sen Account wei­ter nut­zen, um neu­es Material hoch­zu­la­den.

Wer noch nicht bei iSto­ck ver­kauft, wird auf­ge­for­dert, sich dort als Fotograf zu regis­trie­ren. Mit dem Code „VEER“ im Feld „Contributor Invitation Code” wird eine beschleu­nig­te Bearbeitung der Bewerbung ver­spro­chen. Wenn ihr als Fotograf die Zusammenarbeit mit iSto­ck ins Auge fasst, berück­sich­tigt bit­te die­se bei­den Artikel.

Ich habe in den letz­ten Monaten öfter mit dem Gedanken gespielt, die Belieferung von Veer ein­zu­stel­len, weil die mei­ne Umsätze dort trotz regel­mä­ßi­ger Upload immer wei­ter san­ken und zuletzt im zwei­stel­li­gen Bereich lagen:

Veer 02-03-_2016_09-39-53So wird mir die Entscheidung abge­nom­men und ich hof­fe, dass zumin­dest eini­ge Kunden nicht (nur) zu iSto­ck wan­dern, son­dern auch bei den Microstock-Agenturen ein­kau­fen, wel­che ich eben­falls belie­fe­re.

Wie wer­det ihr ent­schei­den?

Bildagentur Corbis an chinesische Firma VCG verkauft

Die Gerüchte waber­ten schon eine Weile umher, aber seit weni­gen Tagen ist es offi­zi­ell:

Die Bildagentur Corbis, ehe­mals eine der Top-3-Bildagenturen der Welt, wur­de ver­kauft an Unity Glory International, eine Tochtergesellschaft der Visual China Group (VCG).

vcg_logoDer Verkauf umfasst die ca. 100 Millionen Bilder und ca. 800.000 Videos von Corbis Images, Corbis Motion sowie der Microstock-Tochter Veer sowie alle damit ver­bun­de­nen Marken und Warenzeichen.

Ausgenommen vom Verkauf sind Branded Entertainment Network, Splash und Greenlight sowie die Sparten Rechteklärung und Repräsentanz.

Parallel dazu haben Getty Images und die Visual China Group eine welt­wei­te Partnerschaft bekannt­ge­ge­ben: Getty Images wird jetzt die Inhalte von Corbis außer­halb Chinas zur Lizenzierung anbie­ten.

Garniert wird die­ser Deal mit einem zyni­schen Kommentar des Getty Images-Vorsitzenden Jonathan Klein als Tweet, der sinn­ge­mäß über­setzt unge­fähr lau­tet:

Nach 21 Jahren end­li­ch geschafft. Reizend, die Milch, die Sahne, den Käse, den Joghurt und das Fleisch zu bekom­men, ohne die Kuh zu kau­fen.“

jonathan klein tweet 25-01-_2016_14-31-12

Als einer der Gründe für den Verkauf wird der star­ke Preisdruck von Agenturen wie Shutterstock zitiert.

Auf der Webseite von Corbis gibt es ein FAQ für mehr Informationen.

VCG ist die­sel­be Firma, wel­che letz­tes Jahr 13 Millionen USD in die Foto-Community 500px inves­tiert hat sowie deren Expansion in China unter­stützt, was wie­der­um für Unmut unter Fotografen gesorgt hat.

Wie schätzt ihr die­se Entwicklung ein?

Wie man sich als Bildagentur den Start versaut am Beispiel von Zoomyimages

Ich weiß, dass neben Fotografen, Designern und Models auch vie­le Bildagentur-Mitarbeiter mei­nen Blog lesen, des­halb heu­te eini­ge Tipps, wie man eine Agentur nicht füh­ren soll­te.

Praktischerweise habe ich ein brand­neu­es Beispiel zur Hand, die Bildagentur „Zoomyimages“.

Gegründet wur­de die Agentur im Oktober 2012 von dem Manager Joey Separzadeh, CEO der Optimal Investment Group (wür­den sie einer Investmentfirma mit so einer Webseite ihr Geld anver­trau­en?), in Los Angeles. Ende April 2013 wur­de dann der Start der Bildagentur bekannt gege­ben.

In den sechs Monaten dazwi­schen schien die Agentur an einem Deal mit der klei­nen Bildagentur YAY Images gear­bei­tet zu haben, um deren Bilder in ihre Datenbank auf­neh­men zu kön­nen. YAY bie­tet ihren Fotografen an, selbst zu wäh­len, an wel­che „Partner-Agenturen“ deren Bilder wei­ter­ge­ge­ben wer­den sol­len oder nicht.

So weit, so gut. Jetzt fan­gen die Fehler an:

  1. Schnell mel­de­ten sich Fotografen, die ihre Bilder bei der Agentur gefun­den haben, aber kei­ne Ahnung hat­ten, woher die Bilder kamen. Es stell­te sich bald her­aus, dass die betref­fen­den Fotografen zwar bei YAY Images aktiv waren, dort aber Zoomyimages nicht als Partner akti­viert hat­ten. Auch beim Löschungswunsch eines Fotografen wur­de an YAY ver­wie­sen, statt die Bilder ein­fach direkt zu löschen.
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  2. In mei­nen Augen der größ­te Fehler ist, dass der­zeit alle Bilder auf der Webseite ohne Nennung der Urheber gezeigt wer­den. Nachdem vie­le Fotografen sich dar­über in der Microstock Group beschwer­ten, stän­kert Zoomyimages auch noch rum und meint, dass sie weder recht­li­ch und ver­trag­li­ch ver­pflich­tet wären, die Urheber zu nen­nen. Angesichts der Diskussion um „ver­wais­te Werke“ kei­ne zufrie­den­stel­len­de Einstellung. Ich habe sogar etwas Geld aus­ge­ge­ben und test­wei­se ein Bild gekauft, wel­ches sehr wahr­schein­li­ch IPTC-Daten nutzt: Auch in der gekauf­ten Bilddatei waren kei­ner­lei IPTC-Daten zu sehen, weder der Name des Fotografen, der Bildagentur, Bildtitel oder Keywords. [Update: Ich schrieb die­sen Artikel am Dienstag, nach der Kritik imple­men­tier­te die Bildagentur am Mittwoch die Anzeige des Urhebers neben den Bildern. Einen wei­te­ren Testkauf will ich jedoch nicht machen, um zu über­prü­fen, ob Metadaten in den Download-Bildern ent­hal­ten sind.]
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  3. Eine wei­te­re Fehlentscheidung ist mei­nes Erachtens, dass die Agentur nur exklu­si­ve Bilder (für 40% Fotografenanteil) direkt anneh­men will. Das an sich wäre nicht schlimm, das machen vie­le Agenturen. Aber: Wenn man zeit­gleich hun­dert­tau­sen­de nicht-exklusive Bilder aus ande­ren Quellen in die Agentur spült, kann man das nur als Abwertung der direkt lie­fern­den Fotografen bezeich­nen. Spätestens seit der Bilderflut aus der Agency Collection wis­sen vor allem exklu­si­ve iStock-Fotografen, dass ihnen damit nicht gehol­fen ist.
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  4. Lobenswert ist es, dass die Agentur ver­sucht, ihre Preisstruktur so ein­fach wie mög­li­ch zu hal­ten: Es gibt nur „royal­ty free“, „pre­mi­um royal­ty free“ und „rights mana­ged“, wel­che sich in der Preisstruktur ähn­li­ch hoch wie die Premium-Bilder bewe­gen. Die Premium-RF und die RM-Bilder stam­men anschei­nend von Corbis, sind aber offen­sicht­li­ch älte­ren Datums. Ob sich die Agentur damit bei den Bildkäufern beliebt macht, bezweif­le ich. Blöd ist auch, wenn für die RM-Kollektion mit einem RF-Bild gewor­ben wird, wel­ches es gar nicht bei der Agentur zu kau­fen gibt.

Das war’s. Und das reicht schon.

Im Grunde kann eine Bildagentur ver­su­chen, ent­we­der durch Masse oder Klasse zu punk­ten. Masse macht zum Beispiel Shutterstock, Stocksy ver­sucht aktu­ell Klasse.

Aber Masse wird Zoomyimages nicht bekom­men, wenn sie gleich am Anfang so ihre Fotografen ver­schre­cken und nach Klasse sieht es auch nicht aus, wenn unge­fil­tert uralte Analogfotos zu „Premium-Preisen“ auf­ge­nom­men wer­den, nur weil ein Mitarbeiter von denen frü­her mal bei Corbis gear­bei­tet hat. Blöd ist auch, wenn der ers­te Kontakt zur Bildagentur über die Kritik ande­rer Fotografen statt­fin­det. Kein guter Start.

Was ich jedoch für halb­wegs inno­va­tiv und nütz­li­ch hal­te, ist die Möglichkeit, eine Bildersuche mit einem exis­tie­ren­den Bild statt mit Suchbegriffen zu star­ten, wie es seit zwei Jahren mit der Google Bildersuche geht. Dass es so kom­men wird, habe ich übri­gens vor vier Jahren schon ver­mu­tet. Wenn jedoch die Platzhirsche Shutterstock, Fotolia oder iSto­ck die­se Funktion anbie­ten, ist auch die­ser klei­ne Vorteil schnell wie­der fut­sch.

Was meint ihr? Welche Fehler neu­er Bildagenturen hal­ten euch davon ab, dort anzu­bie­ten oder zu kau­fen?

Darf man gekaufte Stockfotos bei Facebook posten? Die große Umfrage

Ich hät­te nicht gedacht, dass die Antwort auf die­se Frage so schwer fällt. Selbst die größ­te Bildagentur der Welt scheint nicht in der Lage zu sein, dar­auf eine Antwort zu geben. Aber der Reihe nach.
Desöfteren haben mich sowohl Fotografen als auch Bildkäufer gefragt, ob sie Fotos bei Facebook nut­zen dürf­ten. Ich wuß­te kei­ne genaue Antwort und habe mich damit her­aus­ge­re­det, dass die jewei­li­gen Lizenzbedingungen von der betref­fen­den Bildagentur und von Facebook ein­ge­hal­ten wer­den müss­ten.
Deshalb dach­te ich, fra­ge ich die Leute, die es am bes­ten wis­sen müs­sen: Die Bildagenturen selbst. Schließlich müss­ten die ers­tens ihre eige­nen Lizenzen und die erlaub­ten Verwendungen am bes­ten im Kopf haben und zwei­tens ist Facebook ja kei­ne unbe­kann­te Seite mehr, sodaß in der Praxis längst klar sein soll­te, dass auf Facebook eine unvor­stell­bar gro­ße Menge an Bildern hoch­ge­la­den wird.
Ich schick­te vier ein­fa­che Fragen an zehn gro­ße Micro- und Macrostock-Agenturen, an Corbis, Getty Images, Mauritius Images und Plainpicture, an Fotolia, Dreamstime, iStock­pho­to, Shutterstock, Depositphotos und Veer. Die vier Fragen lau­te­ten:
  1. Darf man bei ihrer Bildagentur gekauf­te Bilder bei Facebook nut­zen?
  2. Wenn ja, mit wel­cher Lizenz und unter wel­chen Bedingungen (Größe etc.) gen­au?
  3. Wenn nein, wel­cher Passus des Lizenzvertrags ver­bie­tet das gen­au?
  4. Welche Überlegungen gibt es, in Zukunft die Stockfoto-Verwendung bei Facebook rechts­si­cher zu gestal­ten?
Die Resultate haben mich über­rascht.
Alle fett­ge­druck­ten Hervorhebung in den Agenturantworten erfolg­ten durch mich.
Als ers­tes ant­wor­te­te Dreamstime in Form von Carmen Pietraru (Qualitätskontrolle und Kundendienst) sehr aus­führ­li­ch auf eng­li­sch, die Antworten habe ich für den Blog über­setzt:
„Unsere Lizenzbedingungen erwäh­nen nur die am häu­figs­ten vor­kom­men­den Nutzungen und die Liste ist nicht voll­stän­dig, des­halb ist Facebook nicht expli­zit erwähnt. Wir emp­feh­len allen Bildkäufern, immer mit unse­rem Kundendienst Rücksprache zu hal­ten, wenn sie Fragen zur Nutzung oder not­wen­di­gen Lizenzen haben.
Facebook ist unse­rer Meinung nach ein Markt mit einem rie­si­gen Potential (er hat schon über eine Millarde Mitglieder), des­halb haben wir kürz­li­ch unse­re neue Webseite timelineimages.com gestar­tet, spe­zi­ell aus­ge­rich­tet auf die Facebook-Nutzung.
Die meis­ten Bildagenturen sind auf ein Business-To-Business–Konzept aus­ge­rich­tet. Dreamstime hat bis zu einem gewis­sen Grad das glei­che Konzept, obwohl wir auch eine brei­te Masse an Käufern haben, wel­che Endnutzer der Bilder sind. Mit TimelineImages schwenk­ten wir auf das Business-To-Consumer–Modell umd spre­chen die Leute an, die Bilder haupt­säch­li­ch brau­chen, um ihre Profile oder Nachrichten in sozia­len Netzwerken wie Facebook visu­ell zu ver­bes­sern.
Hier noch eini­ge detail­lier­te Antworten auf Deine Fragen:
Zu 1. Ja, Bilder von Dreamstime dür­fen auf Facebook genutzt wer­den, solan­ge sie nicht als Profilfoto genutzt wer­den, ins­be­son­de­re wenn es um Bilder mit Models oder Leuten geht. Der Bildnachweis (zum Beispiel „Das ist ein Foto mit Models“ [Anmerkung R. Kneschke: im Sinne der Abgrenzung von gestell­ten Fotos gegen­über doku­men­ta­ri­schen Aufnahmen]) ist nur erfor­der­li­ch, wenn es der gene­rel­le Kontext der Nutzung erfor­dert, wie bei jeder ande­ren Web-Nutzung auch der Fall ist. Ein Beispiel: Wenn du eins unse­rer Bilder nutzt, um einen Artikel zu illus­trie­ren, ist es emp­feh­lens­wert, den Bildnachweis anzu­brin­gen, um die Bildquelle und den Urheber zu wür­di­gen. Dasselbe ist erfor­der­li­ch, wenn du das Bild ein­fach in eins dei­ner Facebook-Alben hoch­lädst, nur um das Missverständnis zu ver­mei­den, dass Du das Copyright für das Bild vor­ent­hal­ten wür­dest or Leute anneh­men lässt, Du hätt­st das Bild gemacht. So lan­ge das Bild gekauft und kor­rekt genutzt wird, dür­fen Bilder von Dreamstime bei Facebook genutzt wer­den.
Zu 2. Facebook soll­te als Medium betrach­tet wer­den. Leute fra­gen uns, ob sie unse­re Bilder für eine pri­va­te Nutzung auf Facebook neh­men dür­fen oder für Facebook-Anwendungen, des­halb unter­schei­den sich manch­mal die not­wen­di­gen Lizenzen. Persönliche Nutzung (als Titelbild für die Zeitleiste oder in einem Marketing-Artikel zum Beispiel) ist von der „Standard Royalty Free“-Lizenz abge­deckt, wel­che die güns­tigs­te Lizenz auf unse­rer Seite ist. Die Nutzung des Bildes in einer Facebook-Anwendung kann von ver­schie­de­nen Lizenzverträgen abge­deckt wer­den, inklu­si­ve der Standard-Lizenz. Das hängt davon ab, wie gen­au das Bild benutzt wird. Am häu­figs­ten ist die „Web-Extended Licence W-EL“ not­wen­dig, aber Kunden kön­nen die Bilder auch unter der „Unlimited Seats Licence U-EL“ run­ter­la­den und auch unter der „Sell The Rights Licence SR-EL“.

Zu 3. Wie schon gesagt, wir erlau­ben die Facebook-Nutzung, aber wie bei jeder ande­ren Nutzung auch gel­ten die übli­chen Einschränkungen zu sen­si­blen Themen und zur Modelfreigabe. [Anmerkung Robert Kneschke: Versucht nicht, die deut­sche Übersetzung auf der Dreamstime-Seite zu lesen, die ist auto­ma­ti­siert über­setz­tes Kauderwelsch.]

Zu 4. Als Ergänzung zu Dreamstime ist Timelineimages.com unse­re aktu­ells­te Lösung, um Facebook-Nutzern schnell und ein­fach Zugriff auf qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Bilder für die Facebook-Nutzung zu geben.“

Danach kam die Antwort von Susanne Mendack, die in Deutschland die Pressearbeit für Corbis und Veer macht:

Ich habe mit den USA gespro­chen, es ist lei­der nicht mög­li­ch, Ihre Fragen so, wie sie gestellt sind, zu beant­wor­ten. Es hängt von jeder ein­zel­nen Lizenz ab, die ein Kunde erwirbt, ob er damit auch sozia­le Medien ‚bespie­len‘ darf. Jede Lizenz ist anders, jede Kollektion ist anders, es gibt bei Corbis ja vie­le ver­schie­de­ne High-End-Kollektionen und das, was in der Lizenz des Kunden steht, gilt. Wenn Sie eine Tendenz wis­sen möch­ten – man darf die Fotos eher nicht auf Facebook und Co. pos­ten. Das ist auch im Interesse des Fotografen.“

Als nächs­tes kam die Antwort der PR-Agentur von Getty Images:

[…] Wie bereits bespro­chen, haben wir Ihre Anfrage selbst­ver­ständ­li­ch an Getty Images wei­ter­ge­lei­tet, wie­der­holt ange­fragt und ent­spre­chend bespro­chen. Entgegen unse­rer Erwartungen und mit Hinweis auf zeit­li­che Engpässe liegt uns aktu­ell aller­dings noch kein offi­zi­el­les Statement von Getty Images vor. “

Danach folg­te  – mit viel Wartezeit – die sehr aus­führ­li­che Antwort von Fotolia:

Vielen Dank für dei­ne Geduld und dafür, daß Du auch uns die Möglichkeit ein­räumst, uns zu die­sem wich­ti­gen Thema zu äußern.  Wir möch­ten im Zusammenhang mit unse­ren Antworten dar­auf hin­wei­sen, daß wir uns nur zum aktu­el­len Stand der Diskussion um Social Media und expli­zit auf die aktu­el­len Facebook Terms of Service (Tos) sowie unse­rer aktu­el­len ToS bezie­hen kön­nen – bei­des kann sich in der schnell­le­bi­gen Zeit rasch ändern. Keiner weiß, was Facebook und Co. mor­gen machen wer­den.

- Darf man bei Fotolia gekauf­te Bilder bei Facebook ver­wen­den?

Ja, aber mit Einschränkungen. Eine Verwendung von Fotolia-Content auf Facebook ist auf­grund der dor­ti­gen Nutzungsbedingungen lei­der nur unter Einschränkungen mög­li­ch. Hintergrund ist neben der umfas­sen­den Nutzungsrechtseinräumung, die sich Facebook regel­mä­ßig bereits mit der Einstellung jeden Contents an die­sem über­tra­gen lässt (inkl. der Möglichkeit, selbst Sublizenzen an Dritte zu ver­ge­ben), eben auch die sei­tens Facebook auto­ma­ti­sch vor­ge­se­he­ne und vom Einsteller nicht abwähl­ba­re Möglichkeit zum Download und Nutzung des Contents. Diese Weiterverbreitung des Contents wider­spricht den Vorgaben von Fotolia.

Dennoch ist es mög­li­ch, Fotolia-Content auf Facebook ein­zu­set­zen, sofern man sich zuvor mit den Nutzungsbedingungen von Facebook und und den Lizenzbestimmungen von  Fotolia beschäf­tigt und bestimm­te grund­le­gen­de Regeln bei der Verwendung von RF-Content beach­tet.

Solange Fotolia-Bilder nicht in ihrer von Fotolia bereit­ge­stell­ten Form („stand-alone“, d.h. nicht bear­bei­tet, wie her­un­ter­ge­la­den)  bei Facebook hoch­ge­la­den wer­den, son­dern Teil einer neu­en Komposition eines neu­en Werks sind (Anzeige, Flyer, …) soll­te es kei­ne Probleme geben.

- Wenn ja, mit wel­cher Lizenz und unter wel­chen Bedingungen (Größe etc.) gen­au?

Eine Lizenz, die die Verwendung auf Facebook oder ande­ren Social Media Plattformen expli­zit regelt, gibt es noch nicht.

Grundsätzlich gilt bei der Online-Verwendung  unse­res Contents und bei Facebook glei­cher­ma­ßen: Fotolia gestat­tet ist die Verwendung von Bildern mit einer maxi­ma­len Auflösung von 1000 x 1000 Pixeln bei 72 dpi. Natürlich ver­bie­ten sich auch hier belei­di­gen­de oder sonst­wie rechts­ver­let­zen­de Verwendungen, eben­so der Einsatz als Avatar. Man darf also kein Fotolia-Bild als Profilfoto ver­wen­den und eine Fake-Identität schaf­fen. Und wie bei jeder Verwendung soll­ten Urheber und Quelle genannt wer­den. Auch hier reicht die Nennung im Impressum/Info der betref­fen­den Facebook-Seite.

- Wenn nein, wel­cher Passus des Lizenzvertrags ver­bie­tet das gen­au?

Gemäß unse­ren Verträgen darf unser Content nicht „stand-alone“ ver­teilt oder ver­trie­ben wer­den. Auch dür­fen kei­ne Unterlizenzen ein­ge­räumt wer­den. Das gilt über­all, also auch bei Facebook. Und auch wenn der Facebook-Nutzer sich im Zweifelsfall nicht dar­über im Klaren ist, räumt er Facebook (oder ande­ren Plattformbetreibern) bereits durch den Upload von Bildern bedeu­ten­de, wenn auch beschränk­te Nutzungsrechte ein, ver­öf­fent­licht den Content und ermög­licht in vie­len Fällen Dritten die wei­te­re Nutzung des Contents durch die Bereitstellung per Download.

Fotolias Download-Verträge (sowohl Standard als auch die Erweitere Lizenz) ent­hal­ten die maß­ge­ben­den Einschränkungen in ihren jewei­li­gen Ziffern 2. und 3.

Ziff. 2 Unterlizenz: Das Nicht Exklusiv Herunterladende Mitglied ist nicht zur Gewährung wei­te­rer Unterlizenzen berech­tigt.“

=> Eine Unterlizenz las­sen sich Facebook et al. expli­zit ein­räu­men.

Ziff 3 Einschränkungen (a): „Unterlizenzierung, Verkauf, Abtretung oder Übertragung jeg­li­cher Rechte aus die­sem Vertrag. Verkauf, Lizenzierung oder Vertrieb des Werkes oder einer Bearbeitung des Werkes als Stand-Alone-Image-Datei oder als Bestandteil einer Online- oder jeg­li­cher ande­ren Datenbank oder jeg­li­cher Derivate, die das Werk in einer Form ent­hal­ten, die es Dritten ermög­li­chen, das Werk her­un­ter­zu­la­den, zu extra­hie­ren oder sich Zugang zum Bild als Stand-Alone-Image-Datei zu ver­schaf­fen;“

Ziff 3 Einschränkungen ©: „die öffent­li­che Zugänglichmachung eines Werkes online in einem her­un­ter­lad­ba­ren Format, Bereitstellung eines Werkes in elek­tro­ni­schen Foren oder Boards;“

=> Auch wenn der Facebook-Nutzer sich im Zweifelsfall nicht dar­über im Klaren ist, durch den Upload von Bildern (vor allem ab einer bestimm­ten Dateigröße), räumt er Facebook (oder ande­ren Plattformbetreibern) Unterlizenzen ein, macht er den Content öffent­li­ch zugäng­li­ch und ermög­licht in vie­len Fällen den Download des Contents durch Dritte.

- Welche Überlegungen gibt es, in Zukunft die Stockfoto-Verwendung bei Facebook rechts­si­cher zu gestal­ten?

Ohne Zweifel sehen wir hier einen sehr leben­di­gen Markt. Es ist kein leich­tes Unterfangen, die Interessen, der Kunden, der Urhebern, von Facebook und Fotolia glei­cher­ma­ßen unter einen Hut zu bekom­men. Fotolia aner­kennt die immen­se Verwendung von Bild-Content in Social Media und den dar­aus ent­ste­hen­den Bedarf einer für Kunden wie Fotografen glei­cher­ma­ßen ver­tret­ba­ren Regelung. Daher arbei­ten wir dar­an, die Bilder für Facebook/Social-Media in Zukunft gere­gelt nutz­bar zu machen und zu ver­ein­fa­chen.“

Trotz mehr­fa­cher Nachfragen und Wartezeiten von eini­gen Wochen wur­de ich bei Shutterstock vom Vizepräsidenten Gerd Mittmann lei­der nur ver­trös­tet, aber ich schie­be die Antwort ger­ne nach, wenn sie noch kom­men soll­te.

Bei Mauritius Images wur­de mir tele­fo­ni­sch mit­ge­teilt, dass eine Verwendung deren Bilder bei Facebook wegen der oben genann­ten Unterlizenzierung nicht erlaubt sei. Ich bat dar­um, mir eine zitier­fä­hi­ge Antwort per Email zuzu­schi­cken, das ist jedoch bis heu­te nicht erfolgt.

Auch von plain­pic­tu­re, Depositphotos und Bigstock erhielt ich trotz Nachfragen lei­der kei­ne Antwort.

Mich wurm­te auch, dass Getty Images als mit Abstand weit­weit größ­te Bildagentur nicht in der Lage sei, mei­ne Fragen zu beant­wor­ten. Deswegen star­te­te ich einen zwei­ten Versuch und frag­te nicht als Pressevertreter, son­dern als Käufer an. Und sie­he da, auf ein­mal ging es sehr schnell. Ich bekam einen Anruf eines Kundenberaters, wel­cher mir sei­ne Antwort auch noch per Email zur Bestätigung schick­te:

Hallo Herr Kneschke,

sie kön­nen lizenz­frei­es Material von GETTY IMGES auch auf web­ba­sier­ten sozia­len oder Community-Netzwerken nut­zen. Allerdings erstreckt sich die­se Nutzung nicht auf bezahl­te Werbeflächen.

Bei lizen­pflich­ti­gen Bildern fin­den Sie bei der Preiskalkulation unter „Internet und APP“ den Punkt „Web – Social Media“ wel­chen Sie bei der Honorarberechnung ange­ben kön­nen.

Kommen Sie bei Fragen ger­ne auf mich zurück.

Beste Grüße aus München,
Mustafa Cihangir
(Sales & Service Representative)“

Zusammenfassung

Ob gekauf­te Stockfotos bei Facebook genutzt wer­den dür­fen, hängt dem­nach stark von der Agentur ab, bei wel­cher die­se gekauft wer­den. Einige ver­bie­ten die­se Nutzung aus­drück­li­ch, ande­re erlau­ben sie mit Einschränkungen, die unter­schied­li­ch aus­fal­len. Andere Agenturen las­sen ihre Kunden lei­der völ­lig im Unklaren. Im Zweifelsfall emp­feh­le ich des­halb, die Bildagentur vor einer kon­kre­ten Verwendung zu fra­gen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Stockfotos auf Facebook gemacht?

Veer bietet jetzt Abo-Modell an – Einmalige Opt-Out-Chance für Fotografen

Die welt­weit größ­te Bildagentur Getty Images hat kürz­li­ch ihre Microstock-Fotografen bei istock­pho­to die Pistole auf die Brust gesetzt und gefor­dert: „Entweder wir dür­fen alle Deine Bilder auch als Abo-Download anbie­ten oder Du fliegst raus!“ So ver­sucht Getty, ihr Portal Thinkstock für Käufer attrak­ti­ver zu machen. Fotografen erhal­ten natür­li­ch ziem­li­ch wenig Geld für die­se Abo-Downloads.

Die zweit­größ­te Agentur Corbis muss sich gedacht haben: Was die kön­nen, schaf­fen wir auch. Deshalb bie­tet die Microstock-Tochter Veer der Bildagentur Corbis jetzt eben­falls ihre Bilder im Abonnement an. Immerhin sind sie im Gegensatz zu Getty so freund­li­ch und bie­ten den Fotografen eine ein­ma­li­ge Möglichkeit, ihre Bilder aus dem Abonnement zu ent­fer­nen. Doch dazu spä­ter mehr.


Was für Konditionen bie­tet das Veer-Abo für Fotografen?

Manchmal den­ke ich, Bildagenturen hal­ten ihre Lieferanten für blöd. Anders kann ich mir nicht erklä­ren, dass sie immer von den höchst­mög­li­ch zu erzie­len­den Honoraren reden, aber nie vom tiefst­mög­li­chen oder wenigs­tens vom Durchschnitt. Klar, es klingt bes­ser, wenn die Agentur sagt: „Der Fotograf kann pro Abo-Download bis zu 3,75 Dollar ver­die­nen“ statt „Der Fotograf wird nicht weni­ger als 10 US-Cent pro Abo-Download erhal­ten“.

Aber sei­en wir fair: Theoretisch ist das Modell von Veer fai­rer als bei den meis­ten ande­ren Bildagenturen. Der Fotograf erhält kei­ne fixe Summe pro Download, son­dern wird antei­lig an der Menge der Downloads betei­ligt. Übersetzt: Je weni­ger der Bildkunde am Tag run­ter­lädt, desto mehr ver­dient der Fotograf. Bei Abo-Modellen ande­rer Bildagenturen erhält der Fotograf immer die glei­che Summe und falls ein Bildkäufer sein Abo-Kontingent nicht aus­schöpft, streicht die Bildagentur den Gewinn ein.

Bei Veer erhält der Fotograf 3 Dollar, wenn der Abo-Kunde nur ein Bild am Tag run­ter­lädt. Wenn der Abo-Kunde jedoch 10 Bilder am Tag run­ter­lädt, bekommt der Fotograf nur noch 30 US-Cent. Bei 30 Bildern am Tag – der maxi­ma­len Downloadgrenze im Abonnement – erhält der Fotograf nur noch lächer­li­che 10 Cent. Die von Veer als höchs­ten Abo-Honorar in der Bilderbranche ange­prie­se­nen 3,75 Dollar sind nur eine Augenwischerei. Das ist näm­li­ch der Erlös für einen Abo-Download einer „Erweiterten Lizenz“, wel­che die Erlaubnis zur „unbe­grenz­te Vervielfältigung“ und einen Rechte-Schutz ent­hält. Wenn der Käufer jedoch 28 Abo-Bilder am Tag mit einer erwei­ter­ten Lizenz run­ter­lädt, erhält der Fotograf nur noch 13 US-Cent. Das wie­der­um ist für erwei­ter­te Lizenzen eher ein Rekordwert nach unten. Zum Vergleich: Normalerweise kos­tet ein Bild mit einer erwei­ter­ten Lizenz 100 Credits (ca. 100 Dollar) bei Veer. Die voll­stän­di­ge Übersicht der Preise und Honorare bei Veer gibt es hier als PDF.

Übrigens: Auch wenn Veer eine „Erweiterte Lizenz“ namens „Product For Resale“ anbie­tet, mit der ein Weiterverkauf, z.B: auf T-Shirts, in Webseiten-Templates oder auf Postern erlaubt ist, gibt es die­se Nutzung (noch) nicht im Abo.

Wichtiger Hinweis:
Diese fol­gen­de Information ist ganz neu und wird sicher hier im Blog noch aus­führ­li­cher bespro­chen, aber vor­weg:
Fotolia hat ange­kün­digt, sich die Möglichkeit offen zu hal­ten, Fotografen auf das Ausgangslevel „Weiß“ zurück­zu­set­zen, wenn sie ihre Bilder bei Agenturen anbie­ten, die unter den Preisen und Kommissionen für das Weiß-Ranking bei Fotolia lie­gen. Ich den­ke zwar, das betrifft eher Agenturen wie DepositPhotos, PhotoDune (Erweiterte Lizenzen für 15 Dollar) und ande­re, aber 10 Cent pro Abo-Download ist eben­falls deut­li­ch weni­ger als Fotolia mit 25 Cent min­des­tens pro Abo-Download zahlt.

In der Praxis gibt es ver­gleich­ba­re Abo-Modelle nur bei Panthermedia und Waldhäusl. Letztere will ihr Abo-Modell nicht wei­ter ver­fol­gen und in bei Panthermedia sahen mei­ne Durchschnittserlöse im Abo deut­li­ch mage­rer aus als die ver­spro­che­ne Beispielrechnung.  Deshalb habe ich dort das Abo schnell deak­ti­viert und auch bei Veer habe ich es aus­schal­ten las­sen.

Wie deak­ti­vie­re ich die Abos bei Veer?

Veer bie­tet Fotografen ein­ma­lig die Gelegenheit, das Abo für die eige­nen Fotos aus­zu­schal­ten. Hier die Anleitung:

  1. Dazu müs­sen Fotografen eine Email an „contributor@veer.com“ schrei­ben.
  2. Der Betreff muss lau­ten: „Subscription opt-out.“
  3. Im Text der Email muss ste­hen: „I do not wish to par­ti­ci­pa­te in the Veer Subscription pro­gram at this time. Please exclu­de my images from the sub­scrip­ti­on web site. Contributor Alias: _______“
  4. Im frei­en Feld zum Schluss muss euer Fotografenname bei Veer ste­hen, falls ihr dort z.B. ein Pseudonym nutzt.
  5. Falls ihr von einer ande­ren Email-Adresse schreibt als der, mit der ihr euch bei Veer ange­mel­det habt, müsst ihr die­se Anmelde-Mailadresse eben­falls im Text der Email ange­ben.

Wenn ihr auf die Adresse im Text bei 1. klickt, öff­net sich gleich eine Email mit den meis­ten not­wen­di­gen Angaben (bis auf euren Account-Namen), wenn ihr euren Browser mit einem Emailprogramm ver­knüpft habt.

Wer mit dem Gedanken lieb­äu­gelt, bei Veer Bilder zu ver­kau­fen, soll­te sich schnell anmel­den und  – mei­ne Empfehlung – gleich die Email schi­cken, um die Abos zu deak­ti­vie­ren.

Was sagt ihr zur Ankündigung von Veer? Wie ent­schei­det ihr euch und war­um?

Update 28.09.2011: Veer hat ange­kün­digt, das Abo-Modell noch mal zu über­ar­bei­ten zu wol­len, weil es zuviel Kritik dar­an gab.

Update 01.10.2011: Veer hat die Änderungen am Abo-Programm ver­öf­fent­licht. Demnach soll das Minimumhonorar pro Download jetzt 25 Cent betra­gen, außer­dem soll die Obergrenze auf 4,95 Dollar ange­ho­ben wer­den. Erweiterte Lizenzen sol­len vor­er­st nicht im Abo ange­bo­ten wer­den, Abo-Kunden erhal­ten nur die Möglichkeit, eine erwei­ter­te Lizenz etwas güns­ti­ger zu kau­fen, der Fotograf erhält dann 35 Dollar. Veer behält sich die Möglichkeit vor, spä­ter doch noch ein Abo für erwei­ter­te Lizenzen ein­zu­füh­ren, dann jedoch zu höhe­ren Preisen als bis­her ange­kün­digt. Wer als Fotograf sei­ne Bilder schon deak­ti­viert hat­te, kann sie bis zum 21. Oktober wie­der für das Abo-Programm akti­vie­ren, indem er eine Email an contributorhelp@veer.com schreibt mit dem Betreff „Opt in“.