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Sechs Jahre Footage für Microstock-Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen

Was passiert, wenn ich ein Jahr fast keine Video hochlade? Wie ändern sich meine Umsätze dadurch?

Dieses – mehr ofer weniger freiwillige – Experiment habe ich in meinem 6. Video-Jahr gemacht. Schauen wir uns an, wie es gelaufen ist.

Ich lade meine Videos momentan aktiv bei sieben Agenturen hoch: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas*, 123rf* und Dreamstime*. Clipdealer* hat ebenfalls viele Videos von mir, aber bis sich da der Upload-Prozess nicht verbessert, lade ich da nichts Neues mehr hoch. iStock habe ich dieses Jahr aus meiner Auswertung entfernt, weil kein einziger Verkauf (bei auch nur 38 Videos kein Wunder) zustande kam.

Für meine Auswertung berücksichtige ich die 12 Monate vom Juni 2014 bis einschließlich Mai 2015. Hier könnt ihr auch meine Zahlen für das fünfte, vierte, das dritte und die ersten beiden Jahre nachlesen.

Portfolio-Größe

Bei den meisten Agenturen habe ich aktuell rund 800 Videos online. Letztes Jahr waren es ca. 795 Videos. Genau genommen habe ich nur 9 neue Videos in dem Zeitraum hochgeladen, dazu später mehr.

Verkäufe und Umsätze

Weil meine Uploads so gut wie nicht gestiegen sind,leiden auch meine Einnahmen darunter. Mit Videos habe ich in dem gezählten Jahr 9107 US-Dollar eingenommen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 9624 US-Dollar.

Der Revenue per Download (RPD) ist wieder etwas gesunken und liegt jetzt bei 17,73 USD pro Verkauf.

Auch der gesamte Return per Image (RPI) ist auf 12,62 USD gesunken, was kein Wunder ist, wenn die Videos veralten und viel neues, besseres Material auf den Markt kommt.

Die genauen Werte könnt ihr in der Tabelle unten sehen. Grün markiert die Agentur mit dem besten Wert in der Spalte, rot die mit dem schlechtesten. Änderungen gibt es wenige, Shutterstock und Pond5 liegen weiterhin unangefochten vorne, gefolgt von Fotolia, Revostock und 123rf im Mittelfeld.

Pro Monat habe ich mit den Videos knapp über758 US-Dollar Umsatz gemacht. Im Zeitraum davor waren es noch 800 US-Dollar. Dafür spielt der Wechselkurs zu meinem Gunsten mit, denn in Euro umgerechnet hebt sich der Unterschied halbwegs wieder auf.

Meine Faustregel von einem Dollar pro Video und Monat bleibt damit weiterhin gültig.

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Die Zukunft

Die Zukunft sehe ich – zumindest für mich – im Videobereich leider nicht so rosig. Meine Erklärungen von letzten Jahr gelten nach wie vor.

Ich merke zudem, dass in Videos einfach nicht mein Herzblut steckt. Zusätzlich habe ich neben der Fotoproduktion andere Standbeine wie 3D-Renderings und Illustrationen etabliert, die mich deutlich mehr interessieren.

Trotzdem schreibe ich Videos noch nicht ganz ab und ich kann jetzt schon verraten, dass bei der nächsten Auswertung garantiert mehr als die neun neuen Videos dazugekommen sein werden.

Wie entwickeln sich eure Video-Verkäufe?

Fünf Jahre Footage für Video-Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen

Nach fünf Jahren ist es wieder Zeit für einen Rückblick: Wie lief der Verkauf meiner Videos und welche Umsätze habe ich damit erzielt?

Ich lade meine Videos momentan aktiv bei sieben Agenturen hoch: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas*, Clipdealer* und 123rf*. Bei iStock habe ich noch einige „Altlasten“, aber da trotzdem ab und zu Verkäufe kommen, lasse ich die Agentur in der Statistik.

Für meine Auswertung berücksichtige ich die 12 Monate vom Juni 2013 bis einschließlich Mai 2014. Hier könnt ihr auch meine Zahlen für das vierte, das dritte und die ersten beiden Jahre nachlesen.

Portfolio-Größe

Bei den meisten Agenturen habe ich aktuell rund 795 Videos online. Letztes Jahr waren es ca. 530 Videos, das bedeutet einen Zuwachs von 265 Videos oder anders formuliert: Ziemlich genau 50% mehr!

Motive

Wie bisher waren die meisten Videos als Outtakes nach oder zwischen einem Fotoshooting entstanden, nur zwei Video-Sessions habe ich extra als solche geplant und aufwändiger aufgezogen. Von den Ergebnissen, was Menge, Qualität und Umsatz angeht, bin ich im Vergleich zu reinen Fotoshootings jedoch noch nicht überzeugt, aber dazu später mehr. Mein aufwändigstes Shooting war dieses hier, was auch ungefähr den jetzigen Stand meiner Fähigkeiten zeigt:

Technik

Wie das oft so ist: Einige der „coolen Zubehörteile“, die ich letztes Jahr vollmundig angekündigt habe, sind angekommen, aber ich bin bisher noch kein einziges Mal dazu gekommen, sie auszuprobieren. Dazu gehört eine Steadycam, ein Timelapse-Tool und andere kleine Spielereien. Doch auch dazu gleich mehr.

Verkäufe und Umsätze

Während meine Uploads um 50% gestiegen sind, kann ich das von den Einnahmen leider nicht behaupten. Mit Videos habe ich in dem gezählten Jahr 9624 US-Dollar eingenommen, das sind ca. 28% mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Revenue per Download (RPD) ist um einen knappen Dollar gestiegen, was angesichts der neu aufkommenden „Full-HD-Videos für 5 Dollar“-Agenturen ein beruhigendes Zeichen ist. Leider ist dafür der Return per Image (RPI) etwas gesunken.

Die genauen Werte könnt ihr in der Tabelle unten sehen. Grün markiert die Agentur mit dem besten Wert in der Spalte, rot die mit dem schlechtesten. Änderungen gibt es wenige, neu 123rf, die erst seit letzten Jahr dabei sind, haben trotz weniger Videos in meinem Portfolio vom Umsatz schnell aufgeholt und sich an den vierten Platz gesetzt. Ich sollte da endlich den Rest meiner Videos hochladen.

Pro Monat habe ich mit den Videos demnach knapp über 800 US-Dollar, also ca. 593 Euro Umsatz gemacht. Meine Faustregel von einem Dollar pro Video und Monat bleibt damit weiterhin gültig.

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Wie sich meine Umsätze mit den Videos im monatlichen Durchschnitt pro Jahr entwickelt haben, seht ihr in dieser Grafik. Ein erfreulicher Trend, eigentlich…

Umsätze mit meinen Videos im monatlichen Durchschnitt
Umsätze mit meinen Videos im monatlichen Durchschnitt

Ziele

Mein selbstgesetztes Ziel, 1000 Dollar pro Monat mit Videos zu verdienen, habe ich leider klar verfehlt. Auch die 350 neuen Videos pro Jahr habe ich nicht erreichen können, auch wenn ich deutlich mehr produziert hatte als im Jahr davor. Deshalb bleiben die Vorjahresziele gültig und ich werde versuchen, diese Marken im nächsten Jahr zu knacken.

Die Zukunft

Die Zukunft sehe ich – zumindest für mich – im Videobereich leider nicht so rosig.

Meine Überlegung bei dem oben gezeigten Uni-Shooting war: Ich nehme ein gut verkäufliches Thema, was ich schon mal als reines Foto-Shooting konzipiert hatte und mache es als Video-Shooting. Weil ich ein Angsthase bin, konnte ich es aber nicht lassen, und habe am Ende der Video-Session noch einige Fotos zur Sicherheit gemacht, unter schlechteren Bedingungen, weil die Beleuchtung auf Dauerlicht ausgelegt war.  Am Ende hatte ich 50 Video-Clips und 18 Fotos. Sowohl bei Shutterstock als auch bei Fotolia ist der Bestseller dieser Session jedoch ein Foto und selbst unter den Top 10 der Dateien mit den meisten Einnahmen befinden sich jeweils 7 Fotos bei beiden Agenturen. Mit anderen Worten: Ich hätte deutlich mehr verdient, wenn ich mich nur auf die Fotos konzentriert hätte.

Diesen Effekt konnte ich nicht nur bei dieser Video-Session, sondern auch bei zwei anderen Sessions beobachten, wo ich eher nebenbei einige Fotos gemacht hatte. Kombiniert mit dem Fakt, dass ich für Videos deutlich teurere Ausrüstung benötige und die Arbeitszeiten bei der Aufnahme, der Bearbeitung und dem Hochladen deutlich länger sind, stimmt mich das Ergebnis sehr nachdenklich.

Dazu kommt, dass die technische Entwicklung im Video-Markt deutlich schneller voranschreitet, als meine Ausrüstung mithalten kann. Sowohl 123rf als auch Pond5 bieten seit diesem Jahr schon 4K-Videos an und die Kameras dafür werden zum Beispiel mit der Blackmagic Production 4K* für unter 3000 Euro erschwinglich. Pond5 bietet zusätzlich schon Videos im Redcode RAW Format (R3D) an, welches das Raw-Format der RED Videokameras ist und 3D-Videos halten in Kinos Einzug. Angesichts dessen, dass sich Videos bei mir deutlich weniger gut amortisieren als Fotos, scheue ich mich dafür, diese Kosten in vierstelliger Höhe zusätzlich auszugeben. Der Kompromiss, FullHD-Videos mit meiner Foto-Kamera Canon 5D Mark III* zu machen, erscheint mir das noch als passable Notlösung.

Der dritte Punkt zeigt die Abhängigkeit von Google auch im Videomarkt. Zwei meiner sieben Agenturen, namentlich Revostock und Clipcanvas haben durch Änderungen der Such-Algorithmen bei Google im Jahr 2012 viel Traffic verloren, was sich in deutlich weniger Verkäufen niederschlug. Das geht soweit, dass die Zukunft der beiden Agenturen am seidenen Faden hing und wahrscheinlich immer noch hängt.

Wie seht ihr die Zukunft im Videomarkt und wie entwickeln sich eure Video-Verkäufe?

* Affiliate

Einnahmen und Erfahrungen nach vier Jahren Footage für Video-Agenturen

Was, vier Jahre schon? Ja, seit vier Jahren liefere ich kurze Videos (auch Footage genannt) an Videoagenturen, um damit genauso wie mit Fotos Geld zu verdienen.

Es lief sehr schleppend an. In den ersten beiden Jahren erzielte ich nur ca. 411 Dollar Umsatz mit meinen Videos, im dritten Jahr kam ich immerhin schon auf durchschnittlich ca. 338 Dollar im Monat mit den Videoverkäufen.

Jetzt wird es wieder Zeit für einen Rückblick: Was habe ich im vierten Jahr Videoproduktion geschafft?

Ich betrachte den Zeitraum Juni 2012 bis inklusive Mai 2013 und knüpfe damit nahtlos an den Artikel vom letzten Jahr an. Zur Zeit beliefere ich aktiv sieben Video-Agenturen: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas*, Clipdealer* und – seit letztem Jahr dazugekommen – 123rf*. Bei iStockphoto habe ich die meisten Videos gelöscht, aber da ich noch einige Umsätze mit ihnen hatte, ist die Agentur unten in der Liste mit aufgeführt.

Portfolio-Größe

Mein Portfolio ist im letzten Jahr nur um ca. 100 Videos gewachsen. Das lag hauptsächlich daran, dass ich die gesamten Wintermonate so gut wie keine Videos gedreht habe, obwohl sich einige Gelegenheiten geboten hätten. Mein Ziel vom letzten Jahr, mindestens 350 neue Clips zu drehen, habe ich damit deutlich verfehlt. Sechs, setzen! Die genaue Aufschlüsselung meiner Video-Portfolios findet ihr in der Tabelle unten. Wer sich einige meiner Videos anschauen will, kann das z.B. hier bei Pond5* tun.

Motive

Bei den Motiven bin ich der Linie treu geblieben, die ich vor zwei Jahren begonnen habe. Kurze People-Videos am Ende einer Fotosession mit den Models, meist im Business-Look. Dazu kommen paar Videos von Tulpenfeldern und Footage von Medikamenten, weil das in den ersten beiden Jahren zu den bestverkaufendsten Themen gehörte.

Verkäufe und Umsätze

Hier jetzt endlich die komplette Übersicht über meine Video-Umsätze der letzten zwölf Monate. Wer das mit dem vorangegangenen Jahr vergleichen will, findet die Tabelle dafür hier. Grün markiert die Agentur mit dem besten Wert in der Spalte, rot die mit dem schlechtesten Wert.

Fast alle Werte sind zu meiner Zufriedenheit gestiegen, besonders schön ist der stark gestiegene „Revenue per Download“ (RPD) von Shutterstock, der im Vergleich zum Vorjahr über 5 $ angewachsen ist. Und das trotz starker Konkurrenz von Pond5. Beide Agenturen lieferten sich im letzten Jahr einen Kampf um Umsätze und gute Videografen und es ist noch nicht entschieden, wer hier gewinnen wird. Etwas enttäuschend ist aktuell noch 123rf, die den geringsten Verkaufspreis erzielten. Aber da ich dort erst seit kurzem Videos liefere, will ich das noch mindestens ein Jahr weiter beobachten.

Selbst Fotolia liegt beim RPD trotz starker Abo-Kampfpreise fast doppelt so hoch beim durchschnittlichen Verkaufserlös. Aber da dieser immer noch sehr stark unter dem Durchschnitt liegt, habe ich mich vor einigen Wochen entschlossen, die Abo-Funktion für meine Videos bei Fotolia zu deaktivieren. Welche Auswirkungen das haben wird, werden wir im nächsten Jahr sehen.

Besonders freut mich, dass ich mein selbst gesetztes Ziel von mindestens 600 Dollar Umsatz im Monat übertreffen konnte. Im Schnitt erzielte ich in den letzten zwölf Monaten 627 Dollar pro Monat nur mit meinen Videos. Das sind nach aktuellem Wechselkurs ca. 465 Euro und damit mehr, als ich bei vielen kleinen Bildagenturen im Monat bekomme. Als Faustregel könnte ich sagen: Ich bekomme ca. 1 Dollar pro Video und Monat.

Technik

Ein Punkt, den ich immer noch nicht zufriedenstellend gelöst habe, sind ruckelfreie Kamerafahrten. Trotz kleinem Movie-Slider und einigen Gimmicks ruckelt es doch hier und da. Dank einiger Kickstarter-Projekte bin ich aber im Besitz eines coolen Teils, welches zumindest ruckelfreie Kameraschwenks für mich erledigt und theoretisch auch Kamerafahrten machen können sollte. Brauche ich nur etwas Zeit, mich da reinzufummeln. Einige andere Projekte für nützliches Videozubehör sind in der Realisierungsphase und ich kann es kaum erwarten, damit rumzuspielen.

Die Zukunft

Es gibt immer viele andere Baustellen, aber diesmal will ich endlich die 350 Videos im Jahr schaffen. Sind ja nur knapp 30 Videos im Monat. Außerdem wäre es super, wenn ich einen Umsatz von mindestens 1.000 Dollar pro Monat erzielen könnte. Das wiederum sollte mich genug motivieren, mein Portfolio zu diversifizieren und neben Fotos auch mehr 3D-Sachen und eben Videos zu produzieren.

Wie haben sich eure Umsätze bei Video-Agenturen entwickelt? Wie schätzt ihr die Marktentwicklung ein?

* Affiliate

Stockfotografie-News 2013-03-22

Es ist schon wieder ca. sechs Wochen her,seit ich den letzten News-Rundumschlag rausgehauen habe. Deswegen geht es heute wieder mit den aktuellen Meldungen aus der Bilderbranche.

  • Fangen wir mit etwas Statistik an: Die Ergebnisse der großen Microstock-Umfrage 2012 von MSG sind online. Wer wissen will, wo er im Vergleich zu anderen Microstockern steht, findet dort die Antworten.
  • Letztes Jahr war es der große Trend, jetzt gibt es die ersten Opfer: Die Smartphone-Bildagentur Pictorama quittiert ihren Dienst.
  • Ebenfalls aufgeben musste die Hamburger Bildagentur Fotocent, welche zum 30.4.2013 ihre Pforten wegen Geldmangels schließt.
  • Ganz anders bei Shutterstock: Nach ihrem Börsengang veröffentlichte die Agentur am 21.2.2013 ihre Geschäftszahlen für 2012 und gleich darauf verdoppelte sich der Aktienkurs fast.
  • Die eher im Video-Bereich beheimatete Agentur Pond5 übernahm gerade erst die Microstock-Agentur Pixmac. Ich weiß noch nicht, wie ich das einordnen soll, weil ich von Pond5 viel halte, von Pixmac jedoch eher wenig. Aber hoffen wir, dass sich das jetzt zum Positiven wenden wird.
  • Clipdealer führt zum 1.3. eine „Social Media-Lizenz“ ein. Damit können Bildkäufer gegen 1,50 Euro Aufpreis bei Fotos (3 Euro bei Videos) die Werke auch in sozialen Netzwerken veröffentlichen. Wegen der oft sehr weitreichenden Rechteeinräumung bei Seiten wie Facebook, Pinterest etc. sollten Fotografen sich gut überlegen, ob sie diese Lizenz aktivieren wollen. Eine Übersicht über den unzureichenden Metadaten-Erhalt bei sozialen Netzwerken gibt es hier.
  • Wie sehen Porno-Stars ohne Make-Up aus? Wer das schon immer mal wissen wollte, findet die teils erschreckende Antwort hier.
  • Eine umfangreiche Sammlung von vielen Tutorials für die Foodfotografie gibt es im Blog von Jenncuisine.
  • Seid ihr von den vielen Ablehnungen wegen „zuviel Ähnlichkeit“ bei Dreamstime genervt? Die Agentur verspricht, ab sofort wieder mehr ähnliche Bilder durchzulassen.
  • iStockphoto setzt das Upload-Limit für Vektorgrafiken auf 999 Dateien pro Woche und schafft das Limit damit de facto ab. Es scheint, als ob der Versuch einer Volumenbegrenzung heutzutage nicht mehr sinnvoll ist?
  • Die neue Agentur Disimage will den Klischees im Bildermarkt gänzlich andere Motive, skurril und abgefahren, gegenüberstellen.
  • Adobe plant, den Verkauf von Photoshop und der Creative Suite als CD-Version im Mai gänzlich einzustellen. So sehr ich diesen Schritt wegen neuer Vertriebsmethoden verstehen kann, so sehr fürchte ich doch, dass danach mittelfristig eine Preiserhöhung der Creative Cloud anstehen könnte.
  • Wer sich ärgert, dass die Lichtsetzungs-App Strobox lange nicht weiterentwickelt wurde, findet vielleicht in Sylights eine durchdachte und – noch – kostenlose Alternative.
  • Unter welchen Bedingungen darf man Werbung mit Prominenten machen? Ein aktuelles Urteil wegen eines Brüderle-Fotos zeigt die Grenzen auf.
  • Birgit Engelhardt veröffentlicht auf ihrem Blog hunderte Texturen und Hintergründe, die ausdrücklich auch kommerziell und für die Nutzung in Stockfotos genutzt werden dürfen.
  • Einen kostenlosen Photoshop-Pinsel für die Erstellung von Sommersprossen gibt es hier.
  • Wer es noch nicht gemerkt hat: Sowohl mein Stockfotografie-Verdienst-Rechner als auch mein Fotolia-Ranking-Rechner funktionieren wieder. Schuld war ein neues Plugin, was Amok gelaufen ist.
  • Noch was Lustiges: Der Musiker Darwin Deez hat für sein Musikvideo zum Song „You Can’t Be My Girl“ komplett auf Stock-Videos zurückgegriffen. Noch lustiger ist, dass zwei der Videos (bei Minute 1:01 und 1:17 von mir sind, aus der Fotosession, die ich im letzten Blogbeitrag vorgestellt habe.)
  • Gerade frisch rein: Shutterstock plant auch eine Bildagentur oder Kollektion namens „Offset„, mit hochwertigem Premiummaterial.

Habe ich was vergessen? Dann bitte einfach in den Kommentaren nachtragen.

Stockfotografie-News 2012-08-03

Nach einem ruhigen Juli mit Urlaub und sogar ein paar warmen Sonnentagen kommen heute wieder einige Nachrichten aus der bunten Welt der Bilder.

  • Lee Torrens veröffentlichte in seinem Blog einen interessanten „Microstock Royalty Calculator„, der die tatsächlichen Fotografenkommissionen berechnet. Einige liegen unter den versprochen Prozenten, andere darüber, die beworbenen Werte sind also meist nur eine Art Mischkalkulation.
  • Die Bildagentur Clipdealer führt jetzt auch Abo-Modelle ein. Löblich ist hingegen, dass diese Funktion standardmäßig deaktiviert ist und erst auf Wunsch des Fotografen aktiviert wird.
  • Der Kampf mittels Abos wird auch an anderen Stellen ausgefochten: Dreamstime erlaubt deutlich mehr Downloads für das gleiche Geld wie vorher, was logischerweise dazu führt, dass die Fotografen weniger Geld pro Download bekommen. In der Praxis betrifft das die Bilder der Rankingstufen 3-5, die früher mit 0,70 bis 1,05 Dollar vergütet wurden. Jetzt gibt es dafür nur noch 0,35 Dollar pro Abo-Download.
  • Picworkflow hat jetzt nach dem Bildervertrieb und der Verschlagwortung einen weiteren Service im Angebot auf dem Weg zum „One-Stop-Service“ für Stockfotografen: Die Bildbearbeitung. Ab 90 US-Cent soll es stocktaugliche Retuschen geben mit Geld-zurück-Garantie. Bisher werden leider keine RAW- oder TIFF-Dateien unterstützt, aber die Vorher-Nachher-Beispielbilder* sehen sehr überzeugend aus. Für einen Aufpreis von einigen Cent sollen sogar die besten Bilder aus einer Serie rausgesucht werden. Ich wollte den Service jedoch gleich testen und habe festgestellt, dass eine bei mir übliche Retusche inklusive Hintergrundaufhellung, Zähne und Augen weißen, Hautkorrektur und einer kleinen Logoentfernung auch schnell über 8 Euro kostet.
  • Fotolia hat jetzt auch lokalisierte Webseiten für Argentinien, Chile, Mexiko, Kolumbien und Australien und verstärkt damit die Präsenz in Lateinamerika und Australien. Insgesamt deckt Fotolia jetzt 20 Länder mit 12 Sprachen ab.
  • Die Seite istockcharts.de geht ja leider seit einigen Monaten nicht mehr. Nun gibt es hier bei Microstocktime.com einen vollwertigen Ersatz, nicht ganz so schön aber mit mehr Infos als zuletzt bei istockcharts, vor allem, weil jetzt wieder alle Fotografen erkennbar sind.
  • Die Video-Agentur Pond5 verkauft seit einer Weile auch Fotos. Bisher kamen die Bilder von 123rf, wenn die Fotografen dort ihre Fotos für Partnerprogramme freigegeben hatten. Jetzt sind auch direkte Uploads zu Pond5 erlaubt.
  • iStockphoto akzeptiert jetzt endlich auch digitale Modelverträge, welche mit der „Easy Release“-App erstellt wurden. Außerdem will iStockphoto mehr Bilder in die „1-Dollar-Ramschkiste“ packen und diese stärker bewerben.
  • Außerdem hat Pond5 ein Plugin für Adobe Premiere Pro CS6 (und höher) vorgestellt, mit dem Videos direkt aus dem Schnittprogramm gesucht und eingebunden werden können, ohne das Programm zu verlassen.
  • Was Getty mit Flickr gemacht hat, hat nun auch die Bildagentur Westend61 mit der Fotocommunity gemacht. Eine handverlesene Kollektion mit bisher ca. 130 Bildern von Fotografen aus der Fotocommunity, die über das Vertriebsnetzwerk von Westend61 zum Verkauf angeboten werden.
  • Nachdem Shutterstock seine iphone-App für Fotografen vorgestellt hatte, gibt es jetzt mit PHOTOanalytics auch eine kostenlose iPad-App für Fotolia-Fotografen. Interessant ist vor allem die Anzeige, wie viel Prozent der Bildbetrachter ein Foto auch gekauft haben und es gibt einen netten Präsentationsmodus.
  • Die Bildagentur Snapixel wird zum 31. August 2012 ihren Dienst einstellen, damit sie vorher erfolglos versucht hatten, die Agentur via Online-Auktion zu verkaufen.
  • Von der Bildagentur Alamy gibt es jetzt ein lesenswertes White Paper über die aktuelle Lage und die Zukunft von verschiedenen Lizenzmodellen in der Bilderbranche.

Habe ich was verpasst? Dann rein in die Kommentare damit.

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