Schlagwort-Archive: Canon 5D Mark II

Meine erste Einschätzung der Canon 5D Mark III

Die Ankündigung ist raus: Der Nachfolger der Canon 5D Mark II wird einfach Canon 5D Mark III heißen.

Die Mark II, mit der ich seit Jahren arbeite und die sich als zuverlässiges Arbeitstier erwiesen hat, ist etwas in die Jahre gekommen.

Die spannende Frage deshalb ist: Kann die Mark III die gestiegenen Anforderungen von Fotografen erfüllen? Ich kann das nur für meine Art der Fotografie, der Stockfotografie, beantworten und auch nur theoretisch, da ich die Kamera noch nicht testen konnte. Aber die technischen Daten ermöglichen schon eine erste Einschätzung.

Kein Megapixel-Rennen

Die erste Enttäuschung vorweg: Die Megapixel-Zahl steigt von 21,1 MP auf 22,3 MP. Das ist ein winziger Sprung, der in der Praxis kaum bemerkbar sein wird. Wer zum Beispiel vor allem Outdoor-Reportage-Fotografie macht, den wird das nicht stören. Bei Stockfotografen übersetzt sich eine höhere Auflösung jedoch fast automatisch in höhere Einnahmen, weil die Bildagenturen die Fotos nach Größe verkaufen. Wer als Fotograf größere Dateien anbieten kann, ist dann in der Lage, mal einen XXXL-Verkauf statt nur eines XXL-Verkaufs zu realisieren. Oder die Gefahr sinkt, dass der Bildkunde gleich ein anderes Foto kauft, weil es größer verfügbar ist. Die neue Nikon D800* hingegen toppt das mit 36,3 MP im Längen. Damit wären selbst starke Ausschnittsvergrößerungen möglich, ohne die lukrativen XXL-Verkäufe zu gefährden.

Ein Hoffnungsschimmer am Horizont ist das Gerücht, dass Canon vielleicht die Produktionslinie aufspalten will und neben der 5D Mark III mit einem schnellen Serienbild-Modus, aber weniger Megapixeln eine neue Kamera einführen will, die sich mit mehr Megapixel, aber weniger „Dauerfeuer“ stärker an die Studiofotografen richtet.

Verbesserter Autofokus

Viel besser liest sich die Ankündigung, dass das Autofokus-System jetzt mit dem der 1D-Linie identisch sein soll, sprich: Endlich 61 Messpunkte und 41 Kreuzsensoren. Das war bisher der Punkt, der mich an der Mark II gestört hat: Die hatte nur nur einen mittigen Kreuzsensor. On location mit nicht idealen Lichtverhältnissen wurde die Fokussierung mit lichtstarken Objektiven damit manchmal zur Glückssache. Allein diese Verbesserung würde mich motivieren, die Mark III zu kaufen, denn ich habe bisher genug unscharfe Bilder durch das alte AF-System produziert. Hätte ich die als scharfe Motive verkaufen können, wäre das Geld für das Kamera-Upgrade sicher längst drin gewesen. Ronald Biallas hat das schon getestet und er war sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Bessere Video-Funktionen

Immer mehr Fotografen filmen auch mit der Canon 5D Mark II und hier hat sich bei Konkurrenzkameras wie der Canon 7D* so viel getan, dass ein Upgrade nötig wurde. Für Stockfotografen am meisten interessant ist die Möglichkeit, bei 1280 x 720 Pixeln auch Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen zu können. Das ermöglicht es, deutlich fließendere Zeitlupen-Aufnahmen zu erstellen. Außerdem werden die Metadaten endlich direkt in die .mov-Dateien geschrieben, was sehr hilfreich ist, wenn man sich später Infos über die Blende/Zeit-Kombinationen oder das verwendete Objektiv abrufen will. Wer oft Making-Ofs oder Behind-The-Scenes dreht, der findet die besseren Audioabnahme-Möglichkeiten und den neu eingeführten Timecode ebenfalls hilfreich.

Neue Bildverarbeitung und Datenspeicherung

Wer oft in der Natur fotografiert, findet den intregrierten HDR-Modus bestimmt nützlich, der auf Knopfdruck bei der Aufnahme ein HDR-Bild aus mehreren Einzelaufnahmen von bis zu drei Blendenstufen Unterschied erstellt. Ich selbst finde zwei andere Details sehr spannend. Zum einen gibt es endlich eine kamerainterne Objektivkorrektur, welche Vignettierung und Verzerrungen direkt im RAW-Bild entfernen kann und zwei Plätze für je eine CF- und eine SD-Speicherkarte. Damit könnte man zum Beispiel mit der CF-Karte die Bilder speichern und im SD-Slot eine Eye-Fi-Karte* nutzen, welche die Vorschau-JPGs per WLAN direkt auf den Computer-Monitor oder den Tablet-PC sendet. Das ist vor allem im Studio sehr praktisch, um Bilddetails wie Flusen an der Kleidung kontrollieren zu können, die auf dem Kameradisplay nur schwer zu entdecken sind.

Wechseln, kaufen oder nichts davon?

Nach der Ankündigung der Canon 5D Mark III stellt sich für viele Profi-Fotografen die Frage: Soll ich bei meiner alten 5D Mark II bleiben, auf die Mark III upgraden oder gleich ganz zu Nikon mit der D800 wechseln? Ist es eine schwere Entscheidung. Wer im Technologie-Rennen zwischen Canon und Nikon vorne liegt, wechselt alle paar Jahre. Erinnert ihr euch noch, dass Nikon vor wenigen Jahren noch nicht in der Lage war, eine vernünftige Full-HD-Filmaufnahme zu ermöglichen? Dazu kommen die sündhaft teuren L-Objektive, die sich schnell auf über 10.000 Euro summieren können. Bei Amazon wird die 5D Mark III* noch für 3.900 Euro angeboten, aber wenn die Kamera Anfang April 2012 erscheint, wird der Preis sicher schnell auf knapp über 3000 sinken.

Ich selbst werde vermutlich die Mark III kaufen, vor allem wegen des Autofokus, den Videofunktionen und der WLAN-Option. Wer nur als Hobby fotografiert oder keine Videos macht, wird sicher auch noch eine Weile mit der Mark II glücklich bleiben. Und wie immer gilt sowieso: Der wichtigste Faktor für gelungene Fotos steht hinter der Kamera – egal welcher.

Was sagt ihr zur 5D Mark III? Kaufen, warten oder wechseln? Und warum?

10 Tipps für Videos-Aufnahmen mit einer DSLR

Mittlerweile habe ich etliche Testvideos gemacht und auch – mehr oder weniger erfolgreich – bei den Bildagenturen eingestellt.

Dabei habe ich gemerkt, dass beim Filmen einige Dinge von elementarer Bedeutung sind, die beim Fotografieren total unerheblich sind. Deshalb hier einige grundlegende Tipps für den Einstieg in die DSLR-Filmerei.

1. Das Stativ ist Dein Freund!
Ja, ich weiß: Es ist schwer, sperrig und unhandlich! Trotzdem. Ohne Stativ werden Dir nur in den seltensten Fällen ruhige Bilder gelingen. Es gibt verschiedene Varianten. Als Standard nutze ich das Manfrotto-Stativ MA 190XPROB Pro*. Das ist relativ leicht (1,8 Kilo), mit 5 Kilo belastbar (also gerade ausreichend für die 5D Mark II und ein schweres Objektiv), ziemlich hoch ausziehbar und die Mittelsäule kann gekippt werden, um Aufnahmen von oben direkt nach unten zu machen (Vogelperspektive). Zuerst hatte ich den Fehler gemacht, einen normalen Kugelkopf zu nehmen, aber damit gibt es bei Kameraschwenks (Panning) und Kamerakipps (Tilting) beim Anfahren und Abbremsen immer einen Ruck. Deshalb habe ich mir als Stativkopf zusätzlich den Mini Fluid Videoneiger 700RC2 von Manfrotto* gekauft. Die Aufnahmen werden damit viel ruhiger, aber die Bedienung der Schnellwechselplatte finde ich noch nicht optimal. Sehr wacklig, bevor sie umständlich festgeschraubt wird.

Die zweite Möglichkeit, wenn ich keinen Platz für Stativ plus Kopf habe, ist mein Einbeinstativ 685B*. Das ist zwar auch nicht das leichteste oder kürzeste, aber dafür ist es eins der wenigen, welches sich mit einer Hand in der Höhe verstellen lässt, ohne die andere Hand von der Kamera zu nehmen. So vermeide ich wenigstens Wackler nach oben und unten und gut schwenken lässt es sich auch.

Andere Möglichkeiten zur Stabilisierung des Bildes sind Steadicams, Dollys oder Schulterhalterungen.

2. Halte Deinen Sensor sauber!
Ein kleiner Fleck auf dem Kamerasensor? Kein Problem bei einem Foto. Ein Klick mit Photoshop und weg ist er. Bei Flecken auf Video geht das nicht so einfach und ich musste schon einige Videos in den Papierkorb befördern, weil sie unübersehbare Flecken zeigten. Deshalb vor ausgedehnten Filmaufnahmen vorher sowohl den Sensor als auch die Objektive reinigen.

3. Bringe Bewegung ins Bild!
Bewegungen in einem Foto darzustellen, ist eine Kunst für sich. Für Videos sind sie eine Notwendigkeit. Ansonsten blieben nur 24 identische Fotos pro Sekunde übrig. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

Entweder bewegt sich das Motiv, zum Beispiel ein Mensch geht, dreht sich, springt, rennt, fällt. Oder das Motiv wird bewegt, wie Blumen, die sich im Wind wiegen, Bälle, die angestoßen oder Flüssigkeiten, die in Gefäße gefüllt werden.

Alternativ kann sich auch die Kamera um ein statisches Motiv bewegen. Das erfordert vor allem bei DSLR-Kameras durch das manuelle Scharfstellen viel Übung und Genauigkeit. Hier können entweder Movie-Slider, die oben genannten Dollys oder andere Dinge mit Rädern oder Rollen benutzt werden. Die Königsdisziplin ist das Bewegen der Kamera, um sich bewegende Objektive zu filmen.

4. Mach den Ton an!
Bei vielen Footage-Clips für Videoagenturen reichen Aufnahmen ohne Originalton. Der Kunde legt sich oft sowieso Musik oder Ambience-Geräusche drunter. Deshalb würde es sich anbieten, gleich an der Kamera den Ton abzuschalten. Trotzdem rate ich dazu, das bleiben zu lassen. Nachdem ich viele Videos direkt in der Kamera ohne Ton aufgenommen habe, hatte ich den 60. Geburtstag meiner Oma fotografiert. Ihr alter Mädchenchor – jetzt ebenfalls rüstige Damen – hatte ein Überraschungsständchen geplant und meine Oma sang mit Tränen in den Augen gerührt mit. Es entstand ein sehr bewegender Video-Mitschnitt – nur leider ohne Ton.

Außerdem gibt es immer mal wieder Motive, bei denen die Videos sich mit Ton besser verkaufen, seien es gurgelnde Gebirgsbäche oder Vogelgezwitscher auf einer Sommerwiese. In der Regel muss das Video sowieso konvertiert werden, dann kann der Ton immer ohne viel Aufwand noch entfernt.

Manchmal eignet sich der Ton auch für Kommentare aus dem Off, die beim Schneiden des Films o.ä. helfen. Ich habe zum Beispiel bei meinem Dauerlichttest für Videoaufnahmen die Tonspur genutzt, um zu kommentieren, welchen Lichtaufbau ich gerade außerhalb des sichtbaren Bildes nutze.

5. Denke wie ein Kameramann!
Ich habe das Glück, dass ein guter Freund von mir professioneller Videojournalist ist, mit dem ich auch schon zusammen Videos realisiert habe. Dadurch lernte ich eine Denkweise kennen, die Fotografen meist noch nicht verinnerlicht haben.

Um beim Schneiden flexibler zu sein, soll es zum Beispiel am Anfang und Ende einer Szene immer einige Sekunden Ruhe geben, in denen sich das Motiv noch nicht bzw. nicht mehr bewegt. Wenn das nicht möglich ist, wird zum Beispiel eine ruhige Stelle wie der Fußboden oder die Wand gefilmt, damit von dort zur Bewegung geschwenkt werden kann. Fünf Sekunden Vorlauf und Nachlauf sollten reichen.

Außerdem gibt es einige Regeln, die in Fotografiebüchern nicht auftauchen, aber Allgemeinwissen bei Kameraleuten sind. Zum Beispiel gilt es, einen Achsensprung zu vermeiden.

6. Mach’s manuell, Baby!
Das betrifft sowohl Belichtung als auch Fokussierung. Bei einer automatischen Belichtung entstehen Helligkeitsschwankungen, wenn der Bildausschnitt bei Schwenks verändert wird, die sehr amateurhaft wirken. Der Autofokus bei digitalen Spiegelreflexkameras mit Videofunktion ist noch sehr langsam und während einer Aufnahme praktisch nicht zu gebrauchen. Das kann sich noch ändern, bisher ist die manuelle Einstellung jedoch das Maß der Dinge. Für eine genauere Fokussierung kann eine Displaylupe helfen, zum Beispiel von Hoodman*.

7. Kenne die richtigen Einstellungen!
Genau wie für das Fotografieren gibt es auch beim Filmen Einstellungen an der Kamera, die vorteilhafter sind. Dazu gehört zum Beispiel eine Reduzierung des Kontrasts.

Da ich selbst mit der Canon 5D Mark II arbeite, beschränken sich die Kameraeinstellungen auf das Modell. Im Prinzip gilt es aber für alle Video-DSLRs. Am einfachsten ist es, zum Beispiel bei Canon als Bildstil „Neutral“ zu wählen, wo Schärfe, Kontrast und Sättigung unverändert bleiben. Bei schwierigen, kontrastreichen Lichtverhältnissen wie Nachtaufnahmen oder Gegenlicht hilft auch der „Traumflieger Picture-Style für Video„. Als Anzeigemodus für das Live-Bild empfehle ich das Netzgitter 1, welches das Bild in drei gleich große horizontale und vertikale Bereiche teilt. das hilft ungemein bei der Bildgestaltung.

Für Canon 5D Mark II-Nutzer selbstverständlich sollte das Firmware-Update auf 2.0.7 sein, welches im Vergleich zur Firmware 1.1.0 mehr Auswahl bei der Bildrate und dem Ton bietet und nun auch ein Histogramm für Videos anzeigt etc. Mehr Auswahl heißt jetzt aber auch mehr Entscheidungen zu treffen. Eine Bildrate von 24 Bildern/Sekunde (fps) wird bei Kinofilmen genutzt, 25 fps hat das PAL-System (u.a. im europäischen Fernsehen) und 30 fps hat das us-amerikanische NTSC-System. Auch für Zeitlupen-Aufnahmen sind 30 fps zu empfehlen, da dem Schnittprogramm dann mehr Ausgangsmaterial zur Verfügung steht, um Zwischenbilder zu berechnen. Wer beim Filmen jedoch auf Dateigröße oder Mindestlaufzeit des Videos achten muss, sollte lieber weniger Bilder pro Sekunde wählen.

Ganz Mutige können sogar – auf eigenes Risiko – den Firmware-Hack „Magic Lantern“ benutzen, den einige Filmemacher entwickelt haben. Damit sind beispielsweise faszinierende Dinge wie ein Live-Histogramm und Schnittmarken während der Aufnahme oder Focus Pulling möglich.

8. Freunde Dich wieder mit Filtern an!
Geht es um das Fotografieren, rate ich heute nur noch zu zirkularen Polarisationsfiltern*. Der Rest wurde durch RAW und Photoshop ersetzt. Aber beim Filmen werden Filter noch gebraucht, da die Möglichkeiten zur Nachbearbeitung, vor allem verlustfrei, deutlich geringer sind. Neben dem Polfilter zur Reduzierung von Spiegelungen helfen Graufilter* bei hellem Licht, die Schärfentiefe zu verringern. Graue Farbverlauffilter eignen sich, um den Kontrast zwischen hellem Himmel und dunkler Landschaft bei Außenaufnahmen auszugleichen. Da bei Videoaufnahmen oft die internen Antialiasing-Filter der Kameras umgangen werden, helfen auch in solchen Fällen externe Filter.

9. Spiele mit der Unschärfe!
Je kleiner der Sensor, desto eher ist ein Bild oder Video von vorne bis hinten scharf. Dadurch wirkt es jedoch auch flach. Die teuren Kameras mit großen Sensoren können sehr geringe Tiefenschärfe erzeugen, was die Tiefenwirkung im Bild verstärkt. Beide Faktoren, Wirkung und Preis, führen dazu, den Look mit wenig Tiefenschärfe für edel und professionell zu halten. Nutze das zu Deinem Gunsten! Manchmal reicht es, vor dem Motiv einen unscharfen Gegenstand zu haben oder eben dorthin zu stellen, um Tiefe zu simulieren.

Statt sich mit der Kamera zu bewegen, um auf andere Objekte scharf zu stellen, kann auch die Fokussierung am Objektiv verstellt werden. Dadurch wirkt der Übergang sehr weich. Diese Methode ist jedoch an den Video-DSLRs sehr kompliziert, weshalb Hersteller-Firmen schnell teures Zubehör (Stichwort „Follow Focus„) entwickelt haben.

10. Denke in Serien!
Für einen Stockfotografen sollte es selbstverständlich sein, von einem Motiv mehrere Varianten zu fotografieren, um dem Bildkäufer Auswahl zu bieten. Ähnliches gilt für Stock-Footage, auch wenn ich zugebe, das bisher vernachlässigt zu haben. Auch bewegte Bilder können aus verschiedenen Richtungen, als Close-Up oder Weitwinkel-Ansicht gefilmt werden. Nur vertikale Aufnahmen sollten unterlassen werden. Zumindest bis sich Fernseher standardmäßig um 90° drehen lassen…

Was sind Eure Erfahrungen? Was habt ihr bei Euren ersten Videos gelernt? Wo liegen die größten Schwierigkeiten?

* Affiliate-Link (Ich erhalte eine kleine Provision beim Kauf, ihr zahlt nicht mehr)

Stockfotografie-News 2009-08-18

Letzte Woche kamen wieder keine News, da ich im Urlaub war. Muss auch mal sein. Dafür geht’s heute wieder mit aufregenden Meldungen weiter.

  • istockphoto kündigt eine Bildgarantie an. Die Garantie stellt sicher, dass alle Dateien, solange sie bestimmungsgemäß genutzt werden, die Urheberrechte, Warenzeichen und Rechte des geistigen Eigentums einhalten sowie die Persönlichkeitsrechte beachten. iStockphoto übernimmt ab jetzt eventuelle Schäden und Aufwendungen bis zu einer Höhe von 10.000 US$. Wem diese Sicherheit nicht genügt, der kann zusätzlich eine „Erweiterte Garantie“ erwerben. Sie kostet 100 iStock-Credits und erhöht die Leistungen auf eine Gesamtsumme von 250.000 US$. Zwar wirbt istock damit, die erste Agentur mit einer solchen Garantie zu sein, aber andere Agenturen wie Vivozoom haben es vorgemacht. Die haben jedoch nur Fotos, keine Videos oder Audiodateien.
  • Polylooks, die Online-Bildagentur der Deutschen Telekom, startet ihr Angebot ab sofort auch in Großbritannien (UK) unter www.polylooks.co.uk. Zum Marktstart sind über 35.000 Bilder – auch mit britischen Motiven – verfügbar. Um den britischen Kunden diese Bilder schon zum Start anbieten zu können, kooperiert Polylooks mit Monkey Business Images, einer Bildagentur aus Wallingford, UK. Sämtliche Bilder der britischen Agentur sind nun auch über Polylooks zu beziehen – zu denselben Preisen, die auch alle anderen Polylooks-Bilder haben. Zum Marktstart werden die Titel und Schlagworte aller Bilder automatisch ins Englische übersetzt. Betreut wird der britische Ableger von Polylooks aus Deutschland, für britische Kunden steht zusätzlich ein englischer Support via Telefon und E-Mail zur Verfügung.
  • Getty Images kündigt eine Zusammenarbeit mit der News-Firma Daylife an. Zusammen stellen sie das Tool „SmartGalleries“ vor, mit dem automatisch Bildergalerien für Webseiten und Blogs erstellt werden können mit den Foto eines Getty-Abonements.
  • Wem die Anleitung seiner neuen Canon 5D Mark II nicht reicht, der interessiert sich vielleicht für das Buch zur Kamera von ProfiFoto-Redakteur Dirk Böttger. Mit knapp 45 Euro finde ich es leider etwas zu teuer geraten.
  • Corbis nimmt einige renommierte Fotojournalisten in die Bildagentur auf. Dazu zählen u.a. preisgekrönte Nachrichten- und Sportfotografen wie Tim Clayton, Elizabeth Kreutz, Les Stone, Noah Addis und David Turnley.
  • Bei FotoTV zeigt Oliver Rausch von der Fotoschule Köln die Arbeit mit dem hochfrontalen Licht, das auch Marleene Dietrich Licht genannt wird. Die Position zur Lichtquelle, richtige Höhe des Lichts und weitere Tipps werden am Beispiel mit einem Model gezeigt. Viel Spaß beim Anschauen.

Link: Hochfrontales Licht 1

  • Außerdem startet FotoTV jetzt eine monatliche News-Reihe, die später vielleicht zweiwöchentlich erscheinen soll mit Nachrichten rund um die Fotografie. Hier die erste Folge:

Canon EOS 7D ab Oktober 2009 erhältlich

Vor einigen Tagen hat Canon den Vorhang gelüftet: Darunter war die neue Canon EOS 7D verborgen. Die Kamera soll die Lücke zwischen der Canon 50D und der 5D Mark II füllen.

Canon 7D

Dazu gehört unter anderem eine Auflösung von 18MP, allerdings nicht als Vollformat-, sondern mit einem APS-C-großen Sensor. Außerdem kann die Kamera ebenfalls in FullHD aufnehmen und das – was mich als 5D Mark II-Besitzer etwas neidisch macht – wahlweise mit 24 oder 30 Frames per second.

Mit der 5D Mark II ist nur letzteres möglich, während die 24fps mit leicht weicheren Bewegungen eher an den klassischen Filmlook erinnern. Aber vielleicht wird das für die 5D Mark II ja mit einer Firmware nachgeliefert?

Das Sucherfeld soll erstmals 100% des tatsächlich fotografierten Bildes zeigen und eine integrierte elektrische Wasserwaage hilft beim Geradehalten der Kamera.

Die Kamera soll ab Oktober 2009 für ca. 1650 Euro (ohne Objektiv) oder für 2300 Euro zusammen mit dem Canon 15-85mm IS USM-Objektiv.

Frag den Fotograf: Sensorreinigung selbst machen?

Letzte Woche kam folgende Frage in meine Mailbox:

„Hallo,

in Deinem Blog hast Du schon einmal verlauten lassen das die Sensor Reinigung nicht ganz ungefährlich ist. Aus diesem Grund habe ich die Reinigung in einer Canon Service Werkstatt machen lassen. Mit dem Ergebnis das ich vorher 2 Placken hatte und nach der Canon Service Reinigung sind es plötzlich 6 Placken. Fürs Wegstempeln sind es einfach zu viele. Das bedeutet das ich die Sensor Reinigung selber machen muß. Auf der anderen Seite will ich aber keine 250 Euro für irgendwelche Reinigungsmittel ausgeben. Mit den Mittelchen ( M-Alkohol)aus der Apotheke bekomme ich keine guten Ergebnisse. Es gibt nach der Trocknung sehr viele Schlieren. Des weiteren besteht auch die Gefahr, das in dem einen oder anderen Q-Tip ein Sandkorn vorhanden sein könnte. Was für eine Reinigungsflüssigkeit wird von Dir benutzt?“

Beim Frühjahrsputz
Sensorreinigung ist in der Tat eine schwierige Angelegenheit. Ich versuche, meinen Sensor so selten wie möglich, aber so oft wie nötig zu reinigen. Bei meiner Canon 5D Mark II ist zwar eine integrierte Sensorreinigung eingebaut, aber durch die neue Videofunktion muss der Sensor trotzdem öfter gereinigt werden. Ein Staubfleck auf dem Sensor kann bei Fotos oft mit Photoshop leicht retuschiert werden, bei Videos ist das ungleich schwerer.
Ich reinige meinen Sensor in zwei Schritten. Zuerst puste ich eventuelle Staubkörner mit dem Blasebalg „Airbomb“ von Giottos weg. Dabei halte ich die Kamera mit der Öffnung nach unten, so dass die Schwerkraft hoffentlich die Staubkörner nach unten, also aus dem Gehäuse zieht.Der Blasebalg eignet sich übrigens auch zur Staubentfernung von Objektiven und anderem Kamerazubehör.
Danach nutze ich die VisibleDust Vswabs 1.0x für den Vollformatsensor mit der passenden Reinigungsflüssigkeit. Das sind im Grunde lange Stäbchen, deren Ende genau so breit ist wie der Sensor. Deshalb gibt es auch für verschiedene Sensorgrößen (1x, 1,3x, 1,6x) unterschiedliche Swabs. Das Ende besteht aus einem weichen, fusselfreien Stoff, der mit der antistatischen, rückstandsfreien Flüssigkeit beträufelt wird. Der Stab wird nun ein Mal quer über den Sensor gezogen und fertig.
Das funktioniert und ich bin zufrieden damit. Es gibt jedoch unzählige Möglichkeiten zur Sensorreinigung. Da ich nicht alle ausprobiert habe, gibt es vielleicht welche, die besser sind, aber bisher bin ich mit dieser Methode ganz zufrieden und sehe keinen Grund zu wechseln.

Wie reinigt ihr Euren Sensor? Was könnt ihr empfehlen und was lieber nicht?