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Stockfotografie-News 2012-02-17 – Honorar- und Preisänderungen, ACTA und Trends

Was ist los? Seit über zwei Monaten habe ich keine Freitags-News mehr gebracht. Der Grund war einfach: Es gab über Weihnachten und Neujahr kaum Nachrichten.

Langsam aber kehren die Agenturmitarbeiter von den Südseeinseln zurück ins Büro und verschicken fleißig Ankündigungen. Einige gut, einige stimmen eher bedenklich.

Aber wir arbeiten die mal schön der Reihe nach ab:

  • Als ob ich hellsehen könnte, bietet Dreamstime jetzt die Möglichkeit, Informationen zu hochgeladenen Fotos und Model Releases als CSV-Datei einzusenden. Den Sinn und die Vorteile einer solcher Methode hatte ich erst kürzlich im Artikel „Vorteile und Nachteile einer Modelvertrag-Tabelle“ beschrieben. Noch stecken einige Kinderkrankheiten in diesem System, aber die Richtung stimmt. Dreamstime weist ausdrücklich darauf hin, dass diese CSV-Methode nur von Fotografen mit vielen Uploads und Modelverträgen genutzt werden soll.
  • Dreamstime bietet Fotografen mit mindestens 500 Dateien online und einer Annahmequote von über 85% außerdem an, deutlich mehr Bilder pro Woche hochladen zu können als unter den normalen Uploadquoten erlaubt wären. Dazu müssen die Fotografen eine Mail an den Support schreiben, wenn sie davon Gebrauch machen wollen.
  • Kriselt es dagegen bei istockphoto? Mittlerweile scheint bestätigt, dass istockphoto 30 Mitarbeiter im kanadischen Hauptbüro entlassen hat. Dazu kommen nicht enden wollende technische Probleme mit deren Webseite, die dazu führten, dass Fotografen sich wochenlang nicht als Exklusivfotograf registrieren konnten, viele Verkaufsabrechnungen im Januar fehlerhaft waren und die Statistiken nicht aktualisiert werden. Die aktuelle Liste der gemeldeten Bugs liest sich fast länger als die Liste der funktionierenden Features.
  • Immerhin eine gute Nachricht von istockphoto gibt es: Nachdem die Fotografen gezwungen wurden, am Partnerprogramm teilzunehmen, werden ab März 2012 die Honorare für das Thinkstock-Partnerprogramm deutlich angehoben.
  • Shutterstock hat angekündigt, jetzt eine „Sensitive Use“-Lizenz einzuführen. Details und meine Meinung dazu habe ich in diesem Artikel beschrieben.
  • Noch mal Shutterstock: In dieser Infografik gibt es einige spannende Statistiken über aktuelle Design-Trends, Keyword-Veränderungen und so weiter.
  • Einen eher unerwarteten Schachzug wagte die Bildagentur 123rf. Lange galt diese Agentur mit 50% Fotografenbeteiligung als faire Agentur, die eher leise vor sich hin werkelte und beständig wuchs. Damit ist jetzt Schluss. Vor einigen Wochen kündigte die Agentur an, für neue Fotografen eine geringere Honorarbeteiligung einzuführen, dann ruderte die Agentur zurück, nur um die Honorarkürzung für alle Fotografen einzuführen, wenn diese wenig Bilder verkaufen. Das beschriebene System ähnelt stark dem „Redeemed Credits“-System von istock und führt dazu, dass Fotografen mit kleinen Portfolios deutlich weniger verdienen (ab 30% statt 50%). Professionelle Stockfotografen sollten die zur Zeit gesetzten Limits, die notwendig sind, um 50% zu erreichen, einfach überschreiten können. Ich habe das bei mir durchgerechnet und würde auf 6000 Credits kommen, 500 wären notwendig, um 50% zu halten. So gesehen ist die Kommissionsänderung weniger eine Honorarkürzung, sondern eher eine Umverteilung, welche die Topseller belohnt, während, die Hobby-Fotografen abgestraft werden. Zwar kündigt 123rf an, im Gegensatz zu istock die erforderlichen Limits für mindestens drei Jahre stabil zu halten, aber angesichts deren aktueller „Hü-Hott“-Politik sehe ich das kritisch.
  • Die Bildagentur Shotshop hat eine Preisänderung eingeführt. Microstock-Bilder werden jetzt deutlich günstiger als bisher angeboten, außerdem werden die Preise stärker nach Größe gestaffelt, statt wie bisher nur zwei Größen anzubieten. Lobenswert hingegen ist, dass in den AGB ein neuer Passus aufgenommen wurde: Für Kunden ist bei Verwendung des Bildmaterials im Internet jetzt ein Bildnachweis Pflicht.
  • Fotolia hat eine Partnerschaft mit dem GrafikPortal DeviantArt gestartet. Dabei werden über 3000 Bilder aus dem Portal exklusiv auch bei Fotolia als eigene Kollektion* angeboten. Die Bildsprache erinnert stark an die Flickr Kollektion von Getty Images, was sicher beabsichtigt ist.
  • istockphoto hat ein kostenloses PDF namens „The Pink Paper“ zum Download bereit gestellt, in dem beschrieben wird, wie Frauen als Zielgruppe am besten – auch mit Bildern – angesprochen werden können.
  • Die Mutterfirma Getty Images hat ebenfalls ein kostenloses PDF veröffentlicht, und zwar den aktuellen „Curve-Report„, diesmal zum Thema Energie. Der Curve Report analysiert visuelle Trends für bestimmte Branchen, frühere Themen deckten Medizin & Wellness und die Finanzbranche ab. Für dem Download muss man sich leider registrieren.
  • Was Fotografen auch interessieren sollte: Seit kurzem geistert der Begriff ACTA durch das Internet. Die meisten kennen das geplante Gesetz vermutlich durch dieses YouTube-Video. Da das Video jedoch teilweise sachlich falsch ist, zum Beispiel, dass Ideen geschützt und dann deren „unlizenzierter Gebrauch kriminalisiert“ werden könne. Wer sich die Mühe machen will, kann deshalb hier den Original-Gesetzesentwurf lesen. Wer als Fotograf schon mal versucht hat, für ein geklautes Foto auf einer ausländischen Webseite Schadensersatz zu verlangen, wird einige der Vorschläge von ACTA sicher interessant finden.
  • Passend dazu: Das IPTC-Council, also die Organisation, welche für den gleichnamigen Metadaten-Standard verantwortlich ist, hat jetzt die Initiative „Embedded Metadata“ gestartet. Das Ziel ist eine stärkerere Sensibilisierung für den Nutzen von Metadaten in digitalen Werken, zum Beispiel auch bei Fotos in sozialen Netzwerken.
  • Für Fotografen und Mitarbeiter der Bilderbranche ebenfalls interessant: Vom 13.-15. März 2012 findet in Bonn das SeminarBilddokumentation und Bildermarkt“ mit vielen spannenden Vorträgen statt.
  • Thomas Lammeyer ist in seinem Blog der spannenden Frage nachgegangen, wie stark welche Version des California Sunbounce wirklich reflektiert.
  • Noch was Niedliches zum Schluss: Wer als Fotograf Kekse verschenken will oder andersrum einem Fotografen oder einer Fotografin ein Freude machen will, sollte sich diese Ausstechformen für Kekse in Kameraform* anschauen.

Habe ich etwas vergessen? Dann rein die Kommentare damit.

* Affiliate

Großes Gewinnspiel zur Feier des 500. Artikels

Vor ca. dreieinhalb Jahren habe ich meinen Blog „Alltag eines Fotoproduzenten“ gestartet. Mit diesem Artikel erreiche ich die magische Grenze von 500 Artikeln im Blog!
Das muss gefeiert werden. Da ich Euch nicht alle in eine Bar einladen kann, um eine Runde auszugeben, möchte ich lieber einen Haufen Preise verlosen.

Mit der freundlichen Unterstützung vieler namenhafter Firmen habe ich eine Verlosung auf die Beine gestellt, die jedem Fotografen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Das Beste dabei ist: Die Gewinner können sich ihre Preise selbst aussuchen! Wie genau das funktioniert, erkläre ich unten bei „Wer ermittelt den Gewinner?“.

WAS gibt es zu gewinnen?

Ich verlose 13 Preise im Gesamtwert von ca. 880 Euro, die mir freundlicherweise von den Firmen zur Verfügung gestellt wurden.

  • Preis A – Buchpaket „Marketing für Fotografen“ im Wert von ca. 85 Euro
    Der mitp-Verlag veröffentlicht nicht nur regelmäßig tolle Fotografie-Bücher, sondern hat auch viele gute Titel aus dem Bereich IT, Neue Medien und Marketing im Programm.
    Für Fotografen sind die neuen Medien wie Facebook, Twitter, Blogs und Web-Foren wichtige Werkzeuge für die Selbstvermarktung geworden. Doch wie stellt man das richtig an? Im Buchpaket „Marketing für Fotografen“ findet ihr die drei Bücher „Online-Marketing und Recht“ von Martin Schirmbacher, „Die neuen Marketing- und PR-Regeln im Web 2.0“ von David Meerman Scott (großartiges Buch, lese ich gerade) und „Social Media Monitoring“ von Jim Sterne.
  • Preis B – Software ACDSee Pro 4 von Globell im Wert von ca. 175 Euro

    ACDSee Pro ist eine Workflow-Software für Fotografen von Globell, mit der Fotografen leicht ihre Bilder verwalten und organisieren können. Außerdem können Fotos (auch JPGs) zerstörungsfrei bearbeitet werden (Tonwerte, Vignettierung, chromatische Abberation, Farbsäume, etc.), umfangreiche Metadaten-Verwaltung inklusive IPTC-Core 1.1-Unterstützung, Geotagging, FTP-Upload und vieles mehr ist möglich. Die Software ist für PC, kompatibel mit Windows 7.
  • Preis C – Buchpaket „People-Fotografie“ im Wert von ca. 110 Euro

    Im Verlag Addison-Wesley sind einige großartige Bücher zum Thema „People-Fotografie“ erschienen und da ich weiß, dass einige meiner Leser sehr gerne mehr mit Menschen arbeiten würden, haben wir das ideale Einsteiger-Paket für den Anfang zusammengestellt: „Making Of… Menschenbilder“ von Cora und Georg Banek, „Im richtigen Licht: Menschen“ von Hicks, Wood, Larg und Schultz und das brandneue Buch „Modelfotograf werden“ von Jamari Lior. Wer alle drei gelesen hat, sollte keine Probleme mehr mit Menschen vor der Kamera haben.
  • Preis D – Farbkalibrierungsgerät Spider3Elite im Wert von ca. 175 Euro
    Wer professionell fotografiert, muss seine Farben im Griff haben. Das geschieht zum einen mit korrekten Farbprofilen und richtigem Weißabgleich, zum anderen durch eine Farbkalibrierung des Monitors. Deshalb verlose ich den Spider3Elite von DataColor, welches für zuverlässige Farben auf euren Monitoren sorgt. Neben den richtigen Farben und Kontrasten sorgt der Spider3Elite auch für einen Helligkeitsausgleich bei wechselndem Umgebungslicht, ermöglicht die Kalibrierung von mehreren Geräten mit dem StudioMatch-Assistenten und funktioniert am PC und MAC.
  • Preis E – Farbkalibrierungsgerät ColorChecker Passport im Wert von ca. 98 Euro

    Passend zum Kalibrierungsgerät für den Monitor gibt es von der Firma X-Rite den ColorChecker Passport. Das ist eine dreiteilige Farbtafel, die bei einer Fotosession kurz mit fotografiert wird, damit später am Computer die Farben so eingestellt werden können wie sie in Wirklichkeit waren. Wer auf farbgetreue Aufnahmen angewiesen ist wie Produkt- oder Modefotografen, wird dieses Teil lieben. Eine Farbtafel (im Bild ganz oben) mit verschiedenen Grautönen und den Standardfarben sorgt für ideale Graustufen und verhindert Farbstiche. Die Tafel darunter erleichtert die Wiedergabe schwieriger Farbtöne und drittens gibt es eine Grautafel für den Weißabgleich. Mit der Software können dann passende Farbprofile erstellt werden.
  • Preis F – Mein Buch „Stockfotografie. Geld verdienen mit eigenen Fotos“ in der Neuauflage im Wert von ca. 30 Euro

    Da gibt es nicht viel zu sagen. Mein Buch „Stockfotografie“ ist das Nachschlagewerk für alle, die mit dem Verkauf von Fotos Geld verdienen wollen.
  • Preis G – Den Kameragurt Sun-Sniper „Pro“ – Steel & Bear im Wert von ca. 69 Euro

    Die Firma California Sunbounce stellt nicht nur gute Reflektoren her, die ich oft und gerne benutze, sondern auch tolle Kameragurte. Ich verlose den Kameragurt Sun-Sniper „Pro“ – Steel & Bear. Das Besondere daran ist, dass die Kamera kugelgelagert am Gut befestigt wird und so erstens lässig an der Hüfte hängt, zweitens den Hals und Rücken durch bessere Gewichtverteilung schont und drittens sogar gegen Diebstahl versichert ist, sollte es einem Dieb gelingen, den stahlseilgesicherten Gurt mit einem Messer zu durchtrennen.
  • Preis H – Zwei Packungen „eneloop XX“ Hochleistungsakkus im Wert von ca. 30 Euro
    Die Firma Sanyo stellt nicht nur Elektrogeräte, sondern auch tolle Batterien her, genauer gesagt eneloop-Akkus. Diese Akkus haben sich unter Fotografen schnell einen tadellosen Ruf erworben, weil sie eine sehr geringe Selbstentladung bei hoher Kapazität haben. Das bedeutet in der Praxis, dass Blitze, Funkauslöser und andere Geräte, die auf AA-Akkus angewiesen sind, deutlich länger arbeiten. Ich weiß das, weil ich selbst seit Jahren ausschließlich mit den eneloop-Akkus arbeite. Sanyo hat mir für das Gewinnspiel 2 Packungen (also 8 Stück) ihrer neuen Hochleistungsakkus eneloop XX bereit gestellt, die 2500 mAh Leistung haben. Ideal zum Beispiel für 2 Systemblitze.
  • Preis I – Entrauschungssoftware Noise Ninja Pro Bundle im Wert von ca. 55 Euro
    Einer der häufigsten Ablehnungsgründe von Fotos bei Bildagenturen ist zu starkes Bildrauschen. Doch die Firma PictureCode hat eine Abhilfe: Die Entrauschungssoftware NoiseNinja, entweder als Standalone-Version oder als Plugin für Photoshop, Aperture oder (auf Umwegen) Lightroom (erhältlich für Win 32 Bit/64 Bit und Mac). Es braucht etwas Zeit, um die vielen Regler des Programms kennenzulernen, doch wer das gemeistert hat, wird dieses Tool nicht mehr missen wollen. Wenn es ein Pflicht-Plugin für Photoshop gibt, ist es Noise Ninja.
  • Preis J – Gutschein von Klick.de für Leinwand, Poster, Alu-Dibond o.ä. im Wert von 40 Euro

    klick.de ist ein Online-Fotoentwickler, der unter anderem Eure Bilder als Poster, auf Leinwände, Aluminium oder Acryl-Glas druckt. Die Seite gehört übrigens zu WhiteWall und hat demnach Erfahrungen im Laborbereich. Was ich woanders auch noch nicht gesehen habe: klick.de bietet sogar runde Drucke an! Verlost wird hier ein 40-Euro-Gutschein, mit dem ihr Euch aus der Produktpalette etwas aussuchen könnt.
  • Preis K – 50 Credits der Bildagentur Fotolia im Wert von ca. 60 Euro
    Beim Gewinnspiel sollen nicht nur die Fotografen, sondern auch die Bildkäufer etwas gewinnen können. Deshalb stellt die Microstockagentur Fotolia 50 Credits zur Verfügung, mit denen der Gewinner bis zu 50 Bilder (in der Größe XS) kostenlos runterladen kann oder einige Fotos in Druckgröße. Die Credits können nicht in Euro umgewandelt werden.
  • Preis L – Gutschein von 4foto.com für Fotoacrylglas, Leinwand, Poster o.ä. im Wert von 50 Euro
    4foto.com ist eine relativ junge deutsche Firma, welche sich auf hochwertige Foto-Produkte wie Leinwände, Poster, etc. spezialisiert hat. Ihr Premium-Produkt ist Fotoacrylglas, bei dem ein richtig ausbelichtetes Foto zwischen eine Alu-Dibond-Platte und eine Acrylglasplatte befestigt wird. Der Gewinner erhält einen 50-Euro-Gutschein und kann damit z.B. ein Foto als Fotoacrylglas im Format 30×45 cm ausbelichten lassen oder als Leinwand im Format 40×60 oder oder oder.
  • Preis M – Software Portrait Professional Studio 9 im Wert von ca. 70 Euro

    Die Firma Globell hat nicht nur das oben erwähnte ACDSee im Programm, sondern auch „Portrait Professional„.  Das ist eine geniale Software, die es erlaubt, mit nur wenigen Klicks eine komplette Beauty-Portrait-Retusche an einem Foto vorzunehmen. Ich war zuerst skeptisch, aber die Testversion hat mich restlos überzeugt. Einfach Augen, Nase, Mund anklicken und das Programm begradigt das Gesicht, glättet die Haut, lässt Augen und Zähne strahlen und so weiter. Das funktioniert mit Frontal- und Profilaufnahmen. Wer mir nicht glaubt, kann gerne die kostenlose Testversion runterladen. Eine echte Zeitersparnis für alle Fotografen, die oft Portraits, Hochzeitsbilder, Bewerbungsfotos etc. machen. Verlost wird hier die Studio-Variante, welche zusätzlich zu den genannten Funktionen eine 16-Bit-Unterstützung bietet, als Photoshop-Plugin einsetzbar ist und Stapelverarbeitung erlaubt.

WIE nehme ich an der Verlosung teil?

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, verlinke bitte einfach in Deinem Blog, bei Twitter oder Facebook auf diesen Artikel und poste den entsprechenden Link hier als Kommentar.

  • Beim Blog ist das die Artikel-URL
  • bei Twitter der Status-ID-Link
  • bei Facebook der Facebook-ID-Link (der Link, der hinter dem Datum unter Eurem Post versteckt ist, sieht aus wie www.facebook.com/[username]/post/[langeZahl]).

Wichtig: In jedem Kommentar muss zusätzlich zum Link kurz stehen, welche Kategorie (siehe linke Spalte) ihr in diesem Blog am besten findet und zu welchen Themen ihr gerne mehr von mir lesen würdet.

Da ich am liebsten euren Blog-Link sehe, können Blog-Besitzer ihre Gewinnchancen verdoppeln, indem sie zusätzlich einen Twitter- oder Facebook-Link als zweiten Kommentar posten.

Damit ich Euch informieren kann, falls ihr gewonnen habt, gebt bitte eine gültige Email-Adresse an, welche ihr auch regelmäßig abruft.

WANN ist Einsendeschluss?

Das Gewinnspiel endet am Freitag, den 1. 7.2011 um 22 Uhr.

WER ermittelt den Gewinner?

Nach Ablauf der Zeit werde ich auf der Webseite random.org die Gewinner ziehen, indem ich Zahlen ermitteln lasse von 1 bis zum letzten Kommentar vor dem Einsendeschluss.

Es wird keinen Hauptpreis geben, da mich selbst bei anderen Gewinnspielen manchmal der zweite oder dritte Preis mehr interessiert hätte als der Hauptpreis.
Deswegen läuft es so: Der Kommentator, der bei der von random.org ermittelten Liste ganz oben steht, darf sich als erstes einen Preis aussuchen. Der darunter von den übrig gebliebenen Preisen und so weiter, bis alle Preise weg sind. Wer sich fünf Tage nach meiner Kontaktaufnahme nicht gemeldet hat, um seinen Gewinn auszusuchen, verspielt diesen und ich gebe weiteren Teilnehmern eine Chance.

Das Kleingedruckte
Alle Angaben sind ohne Gewähr und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Es können nur Kommentare gewinnen, welche alle Teilnahmebedingungen (siehe oben) eingehalten haben. Reine Affiliate-, Gutschein-, AdSense-, Gewinnspiel- oder ähnliche Blogs dürfen nicht teilnehmen.

Okay, ich freue mich auf Eure rege Teilnahme! Viel Spaß!

Gruppenfotos in einer Apotheke (mit Making-Of-Fotos)

Vor ca. zwei Jahren hatte ich mal in einer Apotheke fotografiert. Die Fotos liefen gut, hatten aber zwei „Haken“. Zum einen war die Apotheke knallorange, was einige Kunden anscheinend zu würdigen wussten, weil es sich farblich von den üblichen „hellen, weißen“ Apothekenfotos unterschied. Außerdem war ich nur mit einem Model vor Ort, was den Nachteil hatte, dass ich nur eine Apothekerin oder Kundin allein zeigen konnte, aber nicht die Interaktion zwischen Kollegen oder die Beratung eines Kunden durch Apotheker.

Bei einem weiteren Apotheken-Shooting wollte ich das ändern.

Mit einer befreundeten Inhaberin von zwei Apotheken machte ich einen Deal: Sie bekam schöne Portrait- und einige Gruppenfotos ihrer Mitarbeiterinnen für die geplante neue Webseite und ich durfte im Gegenzug am Wochenende in einer der Apotheken mit Models fotografieren. Es stand eine niegelnagelneu gebaute Apotheke zur Auswahl in glänzenden Brauntönen, die mir jedoch zu dunkel wirkte. Die andere Apotheke war aber perfekt: Ein strahlendes Grün und viel Platz.


Schwieriger als gedacht gestaltete sich die Model-Suche. Das lag zum einen daran, dass die Apotheke tief in Brandenburg versteckt lag und ich nur zwei Models mit dem Auto von Berlin mitnehmen konnte, zum anderen aber auch am Alter. Ich bekam auf meine Job-Ausschreibung haufenweise Bewerbungen von vielen jungen Mädchen (16-25 Jahre) und einigen jungen Männern (18-25 Jahre). Aber die Ausbildung zur PTA (Pharmazeutisch-technischer Assistentin) oder gar zur Apothekerin dauert lange und die Eröffnung einer Apotheke ist mit einem finanziellen Risiko verbunden, weshalb zu junge Menschen auf den Fotos unpassend wirken würden.

Ich entschied mich deshalb für die drei oben gezeigten Frauen, die Ende 20 bis Mitte 30 waren. Außerdem gab es einen guten Mix an Haarfarben (blond, brünett, schwarz) und anhand der Sedcards war klar, dass die Models etwas Erfahrung hatten. Mir fehlte jedoch noch ein Mann, weil ich keine reine Frauengruppe fotografieren wollte und eine ältere Person als „Chef“ gut ins Bild passen würde. Die Bewerber waren jedoch vom Typ her alle unpassend, entweder zu jung, mit megalanger Rockermähne oder voll tätowiert. So suchte ich mir selbst einige Sedcards raus und schrieb den oben gezeigten Frank Kobuhs direkt an. Er hatte zwar wenig Model-Erfahrung und ist eher als Hobby-Fotograf aktiv, passte aber vom Typ, vom Alter und war einverstanden. Außerdem machte er paar Making-Of-Fotos, die ich unten noch zeige.


Wie immer bei Apotheken ist die größte Herausforderung, die Unmengen an Markennamen und geschützten Logos zu vermeiden. Ich versuchte das zu lösen, indem ich stark mit offener Blende (von 1.8 bis 2.8) fotografierte, was aber die Wahrscheinlichkeit von Unschärfen im Bild erhöhte, vor allem, wenn bei Gruppenaufnahmen nicht alle Personen auf gleicher Höhe stehen. Eine weitere Schwierigkeit war, dass die Verkaufstheke im Boden verschraubt war und wir sie deshalb nicht nach vorne schieben konnten, um den Abstand zum Regal im Hintergrund zu erhöhen. Wir hätten natürlich die ganzen Pillenpackungen wegräumen können, aber dann wäre es nur eine grüne Wand und das Foto nicht mehr als Apothekenfoto zu erkennen gewesen.


Manchmal, wie bei diesem Foto am linken Rand, musste ich dann digital mehr Unschärfe hinzufügen, um die Markenprobleme zu umgehen. Das lachende Model hat mich übrigens so überzeugt, dass ich sie einige Wochen später gleich für ein anderes Shooting gebucht habe. Die Kittel waren übrigens eine weitere Aufgabe, die ich schnell meistern musste. In meinem Requisitenfundus habe ich zwar einige weiße Schlupfkasacks, aber in Apotheken werden fast nur lange weiße Kittel getragen. Von einem Freund der Freundin eines Freundes (ihr seht, gute Kontakte sind wichtig), der in einem Krankenhaus arbeitet, konnte ich mir zwei weiße Kittel leihen. Drei weitere Kittel kaufte ich schnell bei Ebay. Leider gab es nicht das gleiche Modell in verschiedenen Größen, aber dafür waren die Kittel deutlich günstiger. Eins der Models brachte auch einen eigenen Kittel mit. So hatte ich vor Ort genügend Auswahl, um die Kittel entsprechend der Kleidergrößen verteilen zu können.


Ihr seht auf den Bildern, dass nicht alle Models immer im Vordergrund sein müssen. Oft reicht es aus, einige der anderen Models im Hintergrund agieren zu lassen, um den Eindruck einer belebten, gut besuchten Apotheke mit vielen Mitarbeitern zu erwecken.


Das obige Foto gehört mit zu meinen Favoriten der Serie durch die ungewöhnlichere Perspektive. Fast unnötig zu sagen, dass sich das Foto der lachenden Apothekerin mit verschränkten Armen deutlich besser verkauft. Wo wir beim Thema wären: Alle Fotos dieser Serie sind hier exklusiv bei Fotolia* erhältlich. Das gezeigte Foto illustriert noch einen anderen Punkt sehr gut. Die Beleuchtung. Wie angekündigt gibt es paar Making-Of-Fotos von Frank und eins davon zeigt, wie das „Rezept-Foto“ entstand.


Ihr seht: Viel Tageslicht (pralle Mittagssonne) rechts vom Fenster her, über die Decke reflektiertes Licht einer transportablen Lastolite Ezybox* und ebenfalls gegen die Decke gerichtet etwas „normales“ Blitzlicht auf der Kameraachse. Nicht im Bild sichtbar ist der California Sunbounce Mini*, der links vom Model steht, um auch die Schattenseite besser aufhellen zu können. Ausgelöst habe ich mit den neuen PocketWizard MiniTT1-Funkauslösern*, um die TTL-Funktionen der Canon Speedlites nutzen zu können.


Auf dem zweiten Making-Of-Bild sind noch zwei weitere Details zu erkennen. Ich habe aus den Fehlern des Bibliothek-Shootings gelernt und wieder mein Manfrotto Monopod* mitgenommen, um auch bei Belichtungszeiten von 1/30 oder 1/50 die Bilder nicht zu verwackeln. Außerdem ist erkennbar, wie viel Helligkeit der Sunbounce-Reflektor ausmachen kann, der das Licht vom Fenster auf die Schattenseite der Models reflektiert. Der Blitz schaut übrigens in die falsche Richtung, weil ich Sekunden zuvor noch ein vertikales Foto gemacht und dafür gegen die Decke geblitzt hatte.


Eine Schwierigkeit, die ich bei diesem Shooting noch nicht zufriedenstellend gelöst habe, ist der Farbtemperatur-Unterschied zwischen dem Tageslicht, Blitzlicht und der Innenbeleuchtung. Tageslicht und Blitzlicht hatten ca. eine Farbtemperatur von 5500-600 Kelvin. Die Innenbeleuchtung bestand jedoch aus vielen winzigen Halogenstrahlern, die mit ihren ca. 3500°C (wie bei meinem Grinse-Portrait zu sehen) für ein Gelbstich sorgen. Ich hätte entweder Farbfolien vor den Blitz machen können, aber dann hätte ich ohne das helle Tageslicht auskommen müssen (soviel Folie, damit es für die gesamte Fensterfront gereicht hätte, hatte ich nicht mit). Die zweite Möglichkeit wäre gewesen, jeden einzelnen der Halogenstrahler mit einer Blaufolie zu bekleben, aber das wäre sehr aufwändig gewesen, da es viele Strahler waren, die ohne Leiter nicht erreichbar und teilweise auch hinter Wandverblendungen verbaut waren.

Insgesamt war es wieder eines meiner logistisch aufwändigeren Shootings, was sich – wenn ich mir die Verkaufszahlen anschaue – jedoch gelohnt hat.

Wie löst ihr das Problem unterschiedlicher Farbtemperaturen? Was sagt ihr zu den Fotos?

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Besuch bei Modelfamilie

Eine Familie mit zwei fotogenen Eltern und zwei süßen Kindern ist für einen Stockfotografen ein Glücksfall. Deshalb nahm ich auch den langen Fahrtweg auf mich, um eine Familie zu fotografieren, mit der ich vor ca. einem halben Jahr schon ein gelungenes Shooting hatte.

Wir hatten uns im Vorfeld darauf geeinigt, hauptsächlich Fotos beim Frühstücken und auf dem Spielplatz zu machen.

Nach meiner Ankunft mussten wir die Küche jedoch noch „stockfototauglich“ machen.
Das hieß: Fotos und Bilder von den Wänden nehmen, die Marmelade in neutrale Behälter zu füllen und den Käse und die Wurst auf weiße Teller zu legen. Auch der übliche Sitzplan wurde geändert. Für die Fotos durften die Kinder auf dem Schoß von Mutter und Vater sitzen, damit die Bilder „näher“ und „liebevoller“ aussehen.

Danach ging es ungeplant ins Kinderzimmer, wo die meisten Motive Schnappschüsse sind. Sowohl in der Küche als auch im Spielzimmer ist ein Canon Speedlight 580 II die Hauptlichtquelle, durch einen weißen Schirm geblitzt mit einem großen Sunbounce-Reflektor auf der anderen Seite als Aufheller.

Bei den Außenaufnahmen habe ich dann auf den Blitz verzichtet, damit ich flexibler bin und die flinken Kinder besser in Aktion erwischen kann. Als dann der Regen kam, machte ich einige Fotos mit Regenschirm und beendeten dann die aufregende, wilde Fotosession. Die Familie und ich halten jetzt sehr lebensfrohe Familienfotos in den Händen.

Die Verträge für alle Model Releases und Property Releases füllten zusammen übrigens neun Seiten. Da fühle ich mich schon manchmal wie ein Beamter.


Jung und blond

Ich hatte mir vorgenommen, mehr Männer zu fotografieren. Vor allem, weil ich schon viele Fotos von jungen, blonden Mädchen im Portfolio habe. Wenn aber eine Fünfzehnjährige nett fragt und dazu noch ein sehr puppenhaftes Gesicht hat, sollte sie auch eine Chance bekommen.

Bei mir war ihr erstes richtiges Foto-Shooting und sie hat gemerkt, dass es „doch anstrengender als Schule“ ist. Aber dafür sind auch viele ansprechende Fotos entstanden.

Außerdem gab es eine halbe Premiere. Zum ersten Mal kam bei einem meiner Outdoor-Shootings der große 2x1m-Reflektor von California Sunbounce zum Einsatz, den der Vater des Model netterweise gehalten hat. Da es jedoch schon stark bewölkt war, ist der aufhellende Effekt nicht ganz so gut sichtbar wie bei Sonnenschein.

Der Einsatz von diesem Riesenteil erzeugte am Parkrand gleich einen kleinen Auflauf, aber da muss ein Model professionell sein und sich nichts anmerken lassen.