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Tutorial: Kreatives Blitzen draußen mit dem Porty

Drüben bei der Model-Kartei hat der Hobbyfotograf Bent Jessen ein kleines Tutorial veröffentlicht, welches den Umgang einer tragbaren Blitzanlage draußen (oder auch drinnen) erklärt. Das ist für den Einstieg ganz hilfreich, weshalb ich Bent gefragt habe, ob ich das mit meinen Lesern teilen darf. Am Ende des Artikels gibt es das Tutorial auch als PDF-Download. Ab jetzt schreibt Bent:

Ein portabler Blitz (auch „Porty“ genannt) ist schon eine feine Sache. Wir wollen schließlich nicht nur bei optimalem Wetter fotografieren. Aber wie setzt man den Porty eigentlich ein? Dazu habe ich diese kleine Anleitung geschrieben.

Was man braucht:

Eine Kamera (egal ob digital oder analog), in meinem Fall eine Nikon D90*, einen externen Belichtungsmesser (am besten digital) mit Blitz-Messfunktion, z. B. einen Gossen Digipro F* und natürlich den Porty, z. B. den Elinchrom anger Quadra*. Grundsätzlich funktioniert diese Anleitung aber auch mit anderen Blitzen, zum Beispiel entfesselten Speedlites.

Los geht’s:

Der erste Gedanke, den man sich machen muss, ist, die Verschlusszeit zu bestimmen. Dabei muss man zwei Dinge berücksichtigen.

Zuerst muss man wissen, welche Zeit die maximale Blitz-Synchronisationszeit der Kamera ist. Diese ist von Modell zu Modell verschieden. Ein Blick in die Bedienungsanleitung gibt hier Auskunft. Meine Kamera kann Blitze bis maximal 1/200 Sekunde synchronisieren. Das bedeutet – vereinfacht – folgendes: Bis zu diesem Zeitwert ist der Verschluss der Kamera vollständig geöffnet, wenn mit einem Blitz fotografiert wird. Wählt man eine schnellere Zeit (z. B. 1/250 Sekunde) ist die Kamera bereits im Begriff, den Verschluss zu schließen, während der Blitz noch das Bild belichtet. Das Ergebnis wäre, dass im Bild schwarze Balken auftauchen und Teile des Bildes verdecken. Und das wollen wir nicht…

Ein Zitat aus Wikipedia:
„Als Blitzsynchronzeit oder Synchronzeit (auch X-Sync) bezeichnet man in der Fotografie die kürzeste wählbare Belichtungszeit (Verschlusszeit), bei der der Verschluss eines Fotoapparats kurzzeitig vollständig geöffnet ist und das Licht eines Blitzgerätes (Fotoblitz) somit das gesamte Filmbild bzw. den Bildsensor vollständig beleuchten kann. Die Blitzauslösung ist mit dem Verschluss derart synchronisiert, dass jener vollständig geöffnet ist, bevor der Blitz beginnt.“

Die zweite Sache, die man bei der Wahl der Verschlusszeit berücksichtigen muss, ist die Zeit, in der man die Kamera noch in der Hand halten kann, ohne zu verwackeln. Eine alte Formel besagt, dass diese Zeit ungefähr dem Kehrwert der Brennweite entspricht. Damals gab es noch kein „Anti- Shake“ und so. Demnach sollte man bei einer Brennweite von 50 mm einen Wert wählen, der ungefähr diesem Wert entspricht. Man nehme 1/60 Sekunde.

Wichtig ist auch, dass die ISO- Zahl gewählt wird. Als Beispiel ISO 200.

Messung des Hintergrundlichts

Die erste Messung:

Für die erste Messung müssen die gewählten Werte im Belichtungsmesser eingestellt werden. Dies geschieht in der „Dauerlicht“-Messfunktion. Nachdem die Taste gedrückt wurde, erhält man einen Messwert, der angibt, mit welchen Werten bei dem vorhandenen Licht ein korrekt belichtetes Foto entsteht. Bei den Aufnahmen ist dieser Messwert unsere „Hintergrund- Helligkeit“. Die Messung sollte in unmittelbarer Nähe eines Fensters (sofern Indoor) vorgenommen werden, da dies die Lichtquelle darstellt. Als Beispiel haben wir einen Wert von 8,0 für die Blende erhalten und merken uns diesen Wert.

Und nun?

Nun schaltet man den Belichtungsmesser in die „Blitz- Messfunktion“ und stellt die Werte ein, die man sich am Anfang überlegt hat (t= 1/60 Sekunde, ISO 200). Drückt man nun den Schalter am Belichtungsmesser, „wartet“ dieser auf einen Blitz, sofern der Blitz nicht mit Kabel direkt ausgelöst wird. Nun erhält man den zweiten Wert, z. B 11,5 (der Wert hängt natürlich von der eingestellten Blitz-Leistung ab). Aus diesem Wert ergibt sich, ob die Leistung des Blitzes hoch oder herunter geregelt werden muss, um auf den zuvor gemessenen Wert „ohne Blitz“ zu kommen.

Wichtig: Nach jedem Griff zum Leistungsregler muss entweder einmal der Blitz manuell ausgelöst werden um die Kondensatoren zu entladen oder – sofern der Porty eine Automatik hat – es muss das Bereitschaftssignal der Blitzanlage abgewartet werden.

Wird nun fotografiert, erhält man ein Foto mit ausbalanciertem Vorder- und Hintergrundlicht.

Das Foto ist korrekt belichtet, wirkt aber leicht langweilig.
Das Foto ist korrekt belichtet, wirkt aber leicht langweilig.

Kreatives Blitzen – Variante 1: Ausblenden durch Überbelichtung

Möchte man z. B. bei einem Indoor- Shooting (hierfür ist dies Variante besonders geeignet) etwas mehr Schwung in die Fotos bringen, kann man „gleißendes Sonnenlicht“ simulieren, indem der Hintergrund überbelichtet wird.

Hierzu muss die Verschlusszeit manuell verlängert werden. Dabei entspricht eine Verdoppelung der Zeit (also von 1/60 auf 1/30 Sekunde) einer Blendenstufe. Bei eingeschaltetem „Anti- Shake“ kann man das auch noch halten, ohne zu verwackeln.

Der Effekt im Foto zeigt sich dadurch, dass der Hintergrund überstrahlt dargestellt wird.

Hintergrund 1 Blende überbelichtet (t= 1/30 Sek.)
Hintergrund eine Blende überbelichtet (t= 1/30 Sek.)

Kreatives Blitzen – Variante 2: Abdunkeln des Hintergrundes

Diese Variante eignet sich besonders bei Outdoor- Shootings, wo man einen „dramatischen“ Effekt zaubern möchte. Dazu wird das Hintergundlicht reduziert und der Blitz dient zur Aufhellung des Hauptmotivs.

Hierzu muss die Verschlusszeit manuell verkürzt werden. Dabei entspricht eine Verkürzung der Zeit von 1/60 auf 1/125 Sekunde einer Blendenstufe. Um das Hintergrundlicht noch weiter zu reduzieren, kann man die Zeit noch weiter verkürzen, jedoch nur bis zur maximalen Blitz- Synchronisationszeit (merken!).

Das Foto auf dieser Seite wurde mit den Werten t= 1/125 Sekunde & Blende 8 aufgenommen. Achten sie besonders auf die Helligkeit des Laubwerks im Hintergrund im Vergleich zu Bild 2 und Bild 3.

Hintergrund 1 Blende unterbelichtet (t= 1/125 Sek.)
Hintergrund eine Blende unterbelichtet (t= 1/125 Sek.)

Man kann zum Ausprobieren auch andere Werte als Basis nehmen. Wenn man statt 1/60 Sek. nun 1/30 Sek. als Ausgangswert nimmt („Anti- Shake“ sei dank ist das durchaus machbar) hat man bei einer max. Synchronisationszeit von 1/200 Sek. die Möglichkeit, das Hintergrundlicht um ganze 3 Blendenstufen abzudunkeln.

Beispiel mit max. Blitz- Synchronisationszeit (Ausgangswert 1/60 Sek., eingestellt 1/200 Sek.)
Beispiel mit max. Blitz- Synchronisationszeit (Ausgangswert 1/60 Sek., eingestellt 1/200 Sek.)

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Noch ein Hinweis:

Die Fotos in diesem Tutorial sind direkt aus der Kamera und nur gerichtet und beschnitten. Ich hätte gerne ein „richtiges“ Modell gehabt, aber die Suche war in der kurzen Zeit leider erfolglos, deshalb musste ich improvisieren.

Das Tutorial als PDF könnt ihr hier kostenlos runternladen.

* Affiliate

Rezension – DVD-Training-Serie mit Lichtsetups von Krolop & Gerst

Vor einer Weile hatte ich den beiden Fotografen Martin Krolop und Marc Gerst bei der Erstellung eines Video-Tutorials über die Schulter geschaut.

Heute will ich die dazugehörigen DVDs besprechen, was bei einer vorliegenden Gesamtlaufzeit von über 11 Stunden logischerweise etwas gedauert hat.


Ich habe mir diese drei Teile (mit insgesamt vier DVDs) angeschaut, insgesamt haben die beiden mittlerweile aber schon acht verschiedene DVD-Trainings im Angebot und sie arbeiten hart daran, dass es noch mehr werden. Es liegt auf der Hand, dass jedes DVD-Training ein anderes Thema abhandelt, aber einiges ist auch identisch.

Die meisten DVDs richten sich an Fotografie-Anfänger, Profis werden vielleicht wenig Neues lernen, dafür aber ihre Neugier befriedigen können, wie andere Fotografen arbeiten und was für Ergebnisse sie erzielen. Doch dazu gleich mehr. Die Aufnahmetechnik ist auf den ersten DVDs etwas – na ja – bescheiden, die Musik eher nur für Techno-Fans und Martins Kommentare können schnell mal langatmig werden oder er verhaspelt sich und muss dann die Models fragen, was er eigentlich sagen wollte. Da dachte ich mir des öfteren schon: „Ja, Martin, ich hab’s verstanden, bitte weiter im Text„.

Blöd ist auch, dass sich die DVDs von den meisten DVD-Spielern nicht abspielen lassen, da die Videos entweder im FLV-Format oder MP4/MOV-Format vorliegen. Dafür sind auf jeder DVD die Videos auch in kleiner Auflösung dabei, sodaß sie sehr bequem auf dem iPhone oder anderen Smartphones angeschaut werden können. Die Länge der einzelnen Videos ist mit ca. 5-15 Minuten auch sehr passend, um sie häppchenweise auf dem Weg zur Arbeit oder Uni zu sehen.

Was die DVDs auszeichnet, sind andere Dinge: Zum einen sind die meisten DVD-Trainings zu eingerichtet, dass nur wenig Material gebraucht wird und der Anfänger nicht fürchten muss, sich die benötigten Geräte nicht leisten zu können. Zum Beispiel gibt es die „One Light„-Serie, bei der eindrucksvoll gezeigt wird, wie mit einer einzigen Lichtquelle sehr unterschiedliche Setups umgesetzt werden können oder die „Let’s Bounce„-Serie, welche nur mit Reflektoren der Firma California Sunbounce arbeitet. Das „Special Light„-Training zeigt, wie mit Dauerlicht, Neonröhren, Ringlicht und anderen Lichtquellen gearbeitet werden kann.

Desweiteren gibt es noch die Trainings „ Wie man Menschen fotografiert oder es besser nicht tun sollte„, „Action & Sport“ oder „Mobiles Blitzen„, die ich jedoch noch nicht gesehen habe.

Das Gute an den Videos von Krolop & Gerst ist, dass sie trotz ihrer manchmal holprigen Art sehr gut das Wesentliche vermitteln: Die Arbeit mit Licht! Es geht darum, gute Fotos zu erhalten, mit so wenig Mitteln wie möglich. Die Erklärungen sind gut verständlich und nach dem Betrachten der Videos bleiben keine Fragen offen. Die Kameraeinstellungen und Blitzeinstellungen werden genau erläutert, der Set-Aufbau wird ausführlich gezeigt, die Kommunikation zwischen Model und Fotograf ist zu sehen und sogar nach dem Shooting hören die Trainings nicht auf. Auf den DVDs sind – und das ist sehr selten – die Rohdaten der Fotografen aus der Kamera dabei sowie deren bearbeitete Versionen und einige Videos, in welchen die Bildbearbeitungsschritte in Lightroom und Photoshop gemeinsam durchgegangen werden. Wer sich also ein Model schnappt und einen Blitz besitzt, sollte sehr einfach und schnell ähnliche Ergebnisse wie auf den DVDs erzielen.

Im Blog von Krolop & Gerst gibt es auch unzählige Videos zum kostenlosen Anschauen. Ihr wisst also vorher genau, welcher Stil euch erwartet, wenn ihr eine der DVDs kauft. Ich empfehle für den Anfang vor allem die Doppel-DVD „One Light Setups“ (Basics/Teil1).

Manchmal werde ich gefragt, ob man mir bei einem Fotoshooting zuschauen dürfte. Das ist möglich, aber zeitlich oder örtlich nicht immer machbar. Das Ansehen dieser DVDs hat jedoch fast den gleichen, wenn nicht sogar einen größeren Lerneffekt.

Wie lernt ihr am liebsten? Mit Büchern, DVDs, Workshops?

Making Of: Krolop & Gerst drehen Video-Tutorials

Nanu? Was machen denn die Fotografen Krolop & Gerst in diesem Blog?

Martin Krolop von Krolop & Gerst fragte im Dezember 2010 in seinem Blog, ob jemand Lust hätte, beim Videodreh für eine neue Tutorial-DVD die Making-Of-Fotos zu machen? Der Termin passte, ich wollte Martin sowieso kennenlernen und da ich im Videobereich ein totaler Anfänger bin, könnte ich vielleicht etwas lernen.

So kam es, dass ich zwei Tage lang morgens nach Düsseldorf in eine große Diskothek fuhr, um das Foto- und Video-Team bei der Arbeit zu fotografieren. Neben Martin Krolop und Marc Gerst waren drei Videofilmer für den Dreh vor Ort, zwei Assistenten, drei Models, eine Visagistin, ein Techniker, zwei Making-Of-Filmer und ich als Making-Of-Fotograf. Das Team bestand demnach als 15 Leuten. Und der ganze Aufwand für einige wenige Minuten lange Videosequenzen auf der geplanten Lern-DVD  zum Thema „Aufsteckblitze“ (Der Name steht noch nicht offiziell fest).

Damit ihr seht, wie viel Arbeit (und Spaß) hinter den Kulissen notwendig ist, um solche DVDs zu erstellen, können wir uns schon an den Making-Of-Fotos erfreuen, bevor ihr diese Fotos und viel, viel mehr Material auf der fertigen DVD sehen könnt.

Martin fotografiert einen aufstrebenden Nachwuchs-Rapper. Ganz links im Schatten sitzt andächtigt der Tonmeister, der kontrolliert, ob keine Störgeräusche auf Band sind, wenn in der Dunkelheit wieder jemand gegen ein Stativ stolpert. Irgendwie erinnert mich das Bild ständig an die Sendung „Wetten dass..?“


Die drei lachenden Models, von vorne durch meinen Ringblitz-Adapter ausgeleuchtet.


Martin versucht, den berühmt-berüchtigten „Daumen hoch“-Look des Stockfotografen Robert Kneschke zu imitieren.


Die Kameraleute Joschi und Jonas überprüfen ihre Einstellungen. Grob im Display könnt ihr erkennen, dass die linke Kamera für die Weitwinkel-Einstellungen zuständig ist, während die rechte Kamera nur Nahaufnahmen macht, die dann später abwechsend geschnitten werden können, damit Martins Monologe nicht so langatmig wirken. Die Kameras müssen so dicht wie möglich nebeneinander stehen, sonst würde es später im Video so aussehen, als würde Martin bei einer von beiden Einstellungen schielen.


Nicht nur von den beiden Kameraleuten, sondern auch von den beiden Making-Of-Filmern Philip und Tobi (hier Philip im Bild) konnte ich einiges lernen. Wenn beide nicht gerade damit beschäftigt sind, sich hammergeiles Zubehör für ihre Video-DSLRs selbst zu basteln, schreiben sie in ihrem Blog Beauty-Fool. Oben seht ihr um die Kamera eine LED-Lampe mit Akku-Pack, einen Schulter-Rig mit Follow-Focus und einer Matte Box für dem Objektiv. Den Lichteffekt erzielt ihr mit einer Kombination aus Dauerlicht, Aufsteck-Blitz und einem mutigen Kameraschwenker. Wird natürlich ebenfalls auf der DVD erklärt werden.


Das gesamte Film-Team stand neidisch um diesen Schulter-Rig herum, den Tobi aus Einzelteilen komplett selbst gebaut hat. Jedes Detail lässt sich per Hand leicht verschieben oder verstellen. Das können nicht mal die teuersten der auf dem Markt erhältlichen kommerziellen Rigs. Einigen liefen die Speichelfäden vor Neid aus den Mundwinkeln.


Ein weiteres selbstgebautes Gadget des genialen Tobi (im Bild), vor dem wir wie kleine Jungen im Spielwarenladen erfürchtig erstarrten. Eine reibungslos gleitende Führungsschiene für eine DSLR mit externem Liveview-Monitor. Rechts seht ihr den Hebel, der zum Kurbeln umgeklappt werden kann. So werden butterweiche Kamerafahrten möglich.


Andreas, Herrscher über die Kommandozentrale: Hier werden die vielen Gigabyte gesichert, die ständig anfallen und die Akkus für die unzähligen Kameras und Blitzgeräte aufgeladen. Absichtlich habe ich mal den Ringblitz im Bild gelassen.


Nur weil ich die Making-Of-Fotos machte, hieß das nicht, dass ich nicht auch experimentieren dürfte: Hier der kritische Kontrollblick von Andreas auf den Bildschirm.


Woran erkennt man einen echten Fotografen? Er schaut zuerst auf die kleine Schwarze – Kamera, meine ich.


Noch mal Dessous mit einem weiteren Blick. Im Vordergrund die Making-Of-Kamera auf der Schiene, dahinter ein Kamerakran für fliegende Kamerabewegungen, ganz rechts Martin beim Fotografieren, daneben Arkadi mit einer Teleskopstange, um störende Leuchten aus dem Bild zu halten. Die helle Softbox ist das Dauerlicht für die Videokameras.


Die Zombie-Hand aus dem Sunbouncer. Den Sinn dieses Lochs im California Sunbounce erklärt Martin in hier einem eigenen Video.


Wer professionell mit Aufsteckblitzen arbeiten will, kommt um das Musterheft der „Lee FarbFilter“ nicht vorbei. Das Teil ist unschlagbar günstig und enthält eine Probe von jeder Filterfolie, welche die Firma Lee produziert. Außerdem haben die Muster die richtige Größe, um sie schnell vor ein Speedlite zu kleben, um die Farbtemperatur zu ändern.


Kein Respekt vor dem Alter. Die Kameramänner spielen mit dem Schatten von Martins Kopf. Weitere Versionen der Schattenspiele waren nicht jugendfrei und sind nur auf der limiterten FSK18-Version der DVDs zu sehen.


Till am Schaltpult der Diskothek mit der Nervennahrung jedes Technikers (links im Bild).


Etwas unhandlich ist die Länge des Kamerakrans, die manchmal unbequeme Positionen erfordert. Da ein Blick auf das Kameradisplay schwierig ist, wenn diese fünf Meter in der Höhe schwebt, filmt Glenn „über Bande“ mit einem externen Monitor. Das ist der Grund, warum die Video-DSLR-Kameras einen HDMI-Ausgang haben.


Martin, Arkadi und Andreas betrachten die ersten Ergebnisse der Fotosession auf dem iPad*. Über die Probleme der kabellosen Übertragung beim „Tethered Shooting“ mittels WiFi auf das iPad berichtet Martin hier.


Philip ist fasziniert von der Auflösung der Fotos auf dem ipad. Aber vielleicht liegt es auch nur am Motiv.


Zweckentfremdung des iPad: Der Körper von Joschi mit dem Kopf von Glenn.


Die meisten Kameraleute, die ich kenne, sind coole Säue. So auch Joschi und Jonas. Kaum wurde das neue Setting aufgebaut, schoben sich die beiden bequeme Ledersessel hinter die Kameras und Joschi fand schnell eine bessere Verwendung für den Greifarm, mit dem sonst wahrscheinlich der Müll vom Diskoboden gepickt wird.


Wer bis hier durchgehalten hat, soll mit meinem Highlight belohnt werden. Arkadi mit einer transportablen Firefly Lite Bank* von Aurora, die einen Aufsteckblitz schnell in eine kleine Octobox verwandelt. Als Bonus erhielt er von mir einen Heiligenschein. Ich schwöre: Das Foto ist spontan und „out of the cam“! Kein Photoshop, keine endlosen Testreihen. Nur etwas Können – und viel Glück.

Übrigens: Vor paar Monaten hatte ich hier im Blog gefragt, wer mir kostenlos bei einem Fotoshooting assistieren wollen würde. Als Reaktion kamen auch einige böse Kommentare, dass ich damit Leute ausbeuten würde. Dabei sehe ich das als ein Geben und Nehmen. Damals hatte ich Arbeitskraft „genommen“, diesmal habe ich meine Arbeitskraft unentgeltlich gegeben. Ying und Yang. So ist das Leben.

Was sagt ihr zu den Fotos?


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Großes Gewinnspiel zur Feier des 400. Artikels

Es gibt was zu feiern!

Was ihr hier lest, ist der 400. Artikel im Blog.

Zugegeben, keine ganz runde Zahl, aber ich hatte etwas zu verschenken. Dalibor Zyka, der tschechische Fotograf, der auf der Photokina 2006 den RayFlash-Ringblitz-Adapter* vorgestellt hat, hat mir einen geschickt, weil ich das Teil dauernd benutze und z.B. hier im Blog erwähne. Finde ich cool – sowohl den Ringblitz-Adapter als auch sein Geschenk, was ich natürlich sofort an Euch, liebe Leserinnen und Leser, weiterreichen möchte.

Aber zu einer richtigen Verlosung gehören mehrere Preise, deswegen haben mein Verlag und ich noch was draufgelegt.

WAS sind die Preise?

  1. Preis: RayFlash Ringblitz-Adapter (Modell 170-2), Wert 129 Euro.
    Hinweis: Das vorhandene Modell ist für den Canon Speedlite 580EX II in Kombination mit einer Canon 7D, 5D MKII, 5D, 40D, 30D, 20D oder 10D. Falls ihr eine Nikon habt, müsstet ihr oben den Adapter vielleicht ankleben oder eine DIY-Lösung basteln. UPDATE 11.8.2010: Natürlich kann dem Gewinn auch eine Nikon-Version zur Verfügung gestellt werden.
  2. Preis: Buch „Entfesselt blitzen“ von Hendrik Roggemann, Wert 29,95 Euro
    Mehr Infos zum Buch findet ihr hier*.
  3. Preis: Fotobuch „People“ von Robert Kneschke, Wert 39 Euro
    Mehr Infos zum Buch findet ihr hier.

WIE nehme ich an der Verlosung teil?

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, verlinke bitte einfach in Deinem Blog, bei Twitter oder Facebook auf diesen Artikel und poste den entsprechenden Link hier als Kommentar. Beim Blog ist das die Artikel-URL, bei Twitter der Status-ID-Link und bei Facebook der Facebook-ID-Link (siehe Screenshot).

Da ich am liebsten euren Blog-Link sehe, können Blog-Besitzer ihre Gewinnchancen verdoppeln, indem sie zusätzlich (oder automatisch) einen Trackback hierher senden, der als Kommentar gezählt wird.

WANN ist Einsendeschluss?

Das Gewinnspiel endet am Sonntag, den 22.08.2010 um 22 Uhr.

WER ermittelt den Gewinner?

Nach Ablauf der Zeit werde ich auf der Webseite random.org 3x nacheinander eine Zahl ermitteln lassen von 1 bis zum letzten Kommentar vor dem Einsendeschluss. Die Kommentare mit den drei gezogenen Nummern erhalten absteigend die drei Preise, wenn sie die oben genannten Teilnahmebedingungen erfüllen. Übrigens: Da random.org die Zufallszahlen trotzdem aufsteigend sortiert, haben diejenigen bessere Chancen, die früher teilnehmen. Ich werde die Gewinner danach im Blog bekannt geben.

Alle Angaben sind ohne Gewähr und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Okay, ich freue mich auf Eure rege Teilnahme! Viel Spaß!
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Rezension: „Hot Shoe Diaries: Groß inszenieren mit kleinem Blitz“ von Joe McNally

Lange habe ich gezögert, dieses Buch zu lesen, trotz hunderter euphorischer Rezensionen auf Amazon. Das Zögern hat sich gelohnt, denn nun gibt es das Buch“Hot Shoe Diaries„* (ISBN 978-3827328670) von Joe McNally auch in deutscher Sprache zu kaufen. Und ich muss sagen: Die anderen Rezensionen haben nicht übertrieben.

Joe McNally - Hot Shoe Diaries

Joe McNally ist ein us-amerikanischer Fotojournalist, der unter anderem schon für die Zeitschriften National Geographic, Time Life und Sports Illustrated gearbeitet hat. Er ist dafür bekannt, fast nur mit kleinen Aufsteckblitzen zu fotografieren. Wenn einer nicht ausreicht, dann auch mit zwei, drei oder 47. Viele Fotografen haben erstaunlicherweise eine Abneigung gegen Blitze, vor allem gegen diese kleinen. Unkontrollierbar, schwache Leistung, uncooler Look, das sind die gängigen Vorurteile. Dabei entstehen diese nur bei falscher Handhabung und ungenügender Kenntnis dieser Wunderwerke.

Hier springt Joe McNally in die Bresche und zeigt in dem 300-Seiten-Buch beeindruckende Fotos und beschreibt detailliert, wie sie entstanden sind – die Idee, aber vor allem auch den Lichtaufbau. Das Ganze macht er in einem derart lockeren, humorvollen, aber immer fundierten Ton, des er als der unterhaltsamste Fotobuch-Autor der Welt gelten kann. Mehrmals habe ich laut auflachen und noch öfter schmunzeln müssen. Nicht gerade üblich bei meiner sonstigen Fotolektüre.

Lehrreich ist das Buch aber auch. So betont er wiederholt seinen Einsatz von Farbfiltern vor den Blitzen, die mehrfache Diffusion mittels Schirmen und Wänden und die Verbesserung der Lichtqualität durch zwei parallele Blitze. An sich alles einfache Weisheiten, die ich aber selbst bisher kaum eingesetzt habe. Aber wenn McNally es sogar schafft, ein ganzes Flugzeug nur mit diesen Mini-Blitzen gut zu beleuchten, muss ich mich mindestens mal an paar Farbfilterfolien trauen.

Joe ist langjähriger Nikon-Nutzer und so bleibt es nicht aus, dass er manchmal ganz detaillierte Einstellungen an den Nikon-Kameras und Blitzen erklärt, die das Blitzen noch einfacher und bequemer machen. Canon-User müssen hier etwas Abstriche hinnehmen. Wer aber durch das Studium der Kamera- und Blitz-Anleitung (immer eine empfehlenswerte Handlung) das theoretische Rüstzeug besitzt, kann die meisten seiner Tipps auch für die Canon-Ausrüstung umsetzen.

Das Wort „Diaries“ im Titel lässt erahnen, dass das Buch keine technische Anleitung für korrekte Blitzfotos ist, sondern eher aus dem „Bauch heraus“ geschrieben ist. Das macht es zum einen sehr vergnüglich, aber schmälert etwas den Erkenntnisgewinn, da ich mir zu mehr Fotos Skizzen zum Lichtaufbau gewünscht hätte. Es ist doch manchmal sehr verwirrend, wenn er versucht, einen Lichtaufbau mit mehreren Blitzen, Reflektoren und Auslösern im Fließtext zu beschreiben. Da sagt eine Skizze mehr als 1000 Worte.

Gewundert am Rande habe ich mich, dass er kein Wort über Batterien verliert, obwohl diese doch bei seinen Blitzen und den dazugehörigen Akku-Packs massenweise anfallen müssten. Da hätte ich mich auch einige Praxis-Tipps erhofft. Interessant ist auch, dass McNally etliche Verrenkungen in Kauf nimmt, um seine Blitze mit dem SU-800-Auslöser oder Kabeln zu zünden, statt seine PocketWizards zu benutzen, damit er die iTTL-Steuerung (bei Canon eTTL) verwenden kann.

Alles in allem ein sehr kurzweiliges Buch mit vielen Inspirationen und Tipps, was aber das Lesen der Blitz-Anleitung nicht erspart.

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