Schlagwort-Archive: Bewerbung

Shutterstock senkt Eintrittshürde für Fotografen

Die Bildagentur Shutterstock war eine der letzten, die eine relativ strenge Hürde für neue Fotografen aufrecht hielt.

Bewerber mussten 10 Bilder hochladen, davon mussten 7 angenommen werden, um als Shutterstock-Lieferant akzeptiert zu werden.

Damit ist jetzt Schluss.

Ab sofort reicht es, wenn eins dieser zehn Bilder durch die Bildprüfung kommt.

Die bisherigen Shutterstock-Fotografen reagieren darauf mit etwas Murren im Forum, aber diese überraschende Entscheidung ist nachvollziehbar.

iStock hatte vor zwei Jahren schon die Schleusen geöffnet und dort wird jetzt so gut wie jedes Bild akzeptiert, wenn nicht gerade der große Daumen vor der Linse hing.

Der offizielle Hintergrund ist, dass Shutterstock akzeptierten Fotografen mit den internen Blogs, Foren und Email-Newsletter besser dabei helfen kann, verkäuflichere Fotos zu liefern.

Inoffiziell ist es sicher eine Reaktion darauf, dass die Menge der Bilder bei der Bewertung einer Bildagentur eine Rolle spielt, ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht. Ich vermute auch, dass Shutterstock den „Long Tail“ des Marktes besser bedienen will und qualitativ schlechtere neue Bilder ansonsten durch clevere Algorithmen kaum in den Suchen auftauchen lässt.

shutterstock preview 03-12-2015 13-30-21Ende Oktober hat Shutterstock auch ein neues Wasserzeichen vorgestellt und eine Zoom-Funktion eingeführt, mit der Bildkäufer in das Bild reinzoomen können, um selbst die Qualität zu kontrollieren.

Der Stockfotograf Michael Zwahlen vermutet deshalb, dass beides zusammen zu einer weniger strengen Ablehnungspolitik führen könnte, weil die Käufer vorher besser sehen können, was sie kaufen. Das würde die Bildermenge zusätzlich erhöhen.

Wie seht ihr das?

Falls ihr euch noch nicht bei Shutterstock beworben habt, könnt ihr das auch über meinen Affiliate-Link hier machen.

Emails bei Fotografen-Bewerbung für Shutterstock verstehen

Wer sich als Fotograf bei der Bildagentur Shutterstock* bewirbt, muss zuerst durch ein Auswahlverfahren. Das ist nicht immer ganz eindeutig, wie mir einige Mails zeigen von Fotografen, die sich über hohe Ablehnungen wundern. Shutterstock verlangt, dass der Fotograf zehn Bilder einsenden muss, von denen mindestens sieben Fotos akzeptiert werden müssen, damit er bei Shutterstock hochladen darf. Die Email, welche über die Annahmen und Ablehnungen der Bewerbungsbilder informiert, ist leider etwas verwirrend, deswegen hier eine kurze Erklärung:

Von den geschickten zehn Bildern müssen sieben oder mehr angenommen werden. Wenn jedoch weniger als sieben Fotos akzeptiert wurden, steht neben jedem Foto „not approved“. Das bedeutet jedoch nur, dass die Bewerbung insgesamt noch keinen Erfolg hatte. Erst die letzte Spalte, in der entweder „7 of 10 must be approved“ oder eine andere Meldung steht, verrät, ob das Bild angenommen wurde oder nicht. Bei „7 of 10 must be approved“ wurde das Bild angenommen, bei anderen Meldungen wie „Noise“, „Focus“ oder „Poor Lighting“ sind das die Ablehnungsgründe, weshalb die Fotos nicht akzeptiert wurden.

Update: Da es einige Unklarheiten gab, noch mal zur Klarstellung: Es müssen mindestens 7 von 10 Bewerbungsfotos akzeptiert werden, damit die Bewerbung erfolgreich ist. Wenn weniger Fotos akzeptiert werden (die akzeptierten Fotos erkennt man an der letzten Spalt, in der dann „7 of 10 must be approved“ steht), werden diese bei der ersten Bewerbung nicht angenommen, können aber bei der zweiten Bewerbung wieder mitgeschickt werden. Details auch in den Kommentaren unter dem Artikel.

Gesamt kann das dann so aussehen:

Bei der gezeigten Mail wurden also 6 von 10 Bildern angenommen, weshalb die Bewerbung als Ganzes nicht erfolgreich war. Aber der Fotograf kann beim nächsten Versuch die sechs angenommenen Bilder noch mal schicken und vier zusätzliche neue Motive mitliefern. Da die Annahmen und Ablehnungen jedoch je nach Bildredakteur subjektiv sein können, kann es passieren, dass beim zweiten Versuch auch von den zuvor angenommenen Bildern einige abgelehnt werden.

Ein weiterer häufiger Fehler ist, dass nicht genau 10 Fotos hochgeladen werden, sondern nur neun oder mehr als zehn.

Wie oft musstet ihr euch bewerben, um von Shutterstock als Fotograf akzeptiert zu werden?

* Affiliate

Kostenlose Foto-Kritiken in der Serie „Pimp My Stock!“

Seit einer Weile biete ich schon kostenlose Foto-Kritiken in meiner Rubrik „Pimp My Stock!“ an.

Bisher hatte ich noch keine offizielle Anleitung geschrieben, wie die Teilnahme funktioniert, deswegen hole ich das heute nach.


Was ist „Pimp My Stock!“?

In dieser Serie bespreche ich gratis eingesandte Leserfotos und bewerte sie basierend auf meiner professionellen Erfahrung. Dabei geht es weniger darum, ob ein Foto „schön“ oder „gelungen“ ist, sondern vielmehr darum, ob das Foto Verkaufschancen bei Bildagenturen (oder auf anderen Wegen) hätte und was der Fotograf tun könnte, um diese Verkaufschancen zu erhöhen, zum Beispiel durch andere Motive, Aufnahmetechnik oder Bildbearbeitung.

Je nachdem, was der Fotograf wünscht, kann ich mein Augenmerk auf gezielt auf bekannte Probleme richten, zum Beispiel, warum bestimmte Fotos von Bildagenturen abgelehnt wurden.

Ich werde bei den Bildbesprechungen nicht nur „Honig ums Maul“ schmieren, sondern ehrlich Kritikpunkte aufzeigen, aber natürlich auch bisher gelungene Elemente erwähnen.

Das Ganze kann als eine Art kostenlose Portfolio-Sichtung gesehen werden, für die andere Experten hohe Summen verlangen oder bei denen lange Wartezeiten entstehen.

Wie kann ich an „Pimp My Stock!“ teilnehmen?

Wer mitmachen will, schickt mir am besten eine Email, in der ihr Euch vorstellt, z. B. wie lange ihr Fotos macht, mit welcher Ausrüstung, ob und wo ihr schon Fotos verkauft und was ihr in Zukunft in der (Stockfotografie-)Branche vorhabt. Es sollte auch deutlich hervorgehen, dass ihr Eure Bilder für „Pimp My Stock!“ einreichen wollt. Im Anhang schickt bitte 5-10 (nicht mehr!) Fotos in kleiner Auflösung (ca. 600×800 Pixel).

Wer will, kann seine Bilder gerne mit Wasserzeichen versehen.

Was ist sonst noch zu beachten?

Eine anonyme Teilnahme ist auch möglich, jedoch solltet ihr mir gegenüber auch euren Namen nennen und darauf hinweisen, dass dieser dann nicht im Blog erscheinen soll. Die Angabe eines Pseudonyms oder Künstlernamens ist ebenfalls möglich. Wenn ihr wollt, verlinke ich auch auf Eure Webseite oder Euer Portfolio.

Mit der Bewerbung für die Serie „Pimp My Stock!“ erklärt ihr Euch damit einverstanden, dass ich Eure Fotos in meinem Blog in der Rubrik „Pimp My Stock!“ veröffentlichen darf.

Wenn ihr erkennbare Personen fotografiert habt, müsst ihr vor der Teilnahme die Erlaubnis der Personen zur Veröffentlichung einholen.

Was habe ich von der Teilnahme?

Wenn ihr Eure Fotos für die „Pimp My Stock!“-Serie einsendet, erhaltet ihr ehrliches, kostenloses und konstruktives Feedback, mit dem ihr viel besser einschätzen könnt, ob Eure Fotos realistische Chancen im Bildermarkt haben als wenn ihr nur Freunde und Verwandte fragen würdet. So vermeidet ihr unnötige Ablehnungen bei Bildagenturen, spart Geld und verbessert Eurer Können.

Ein netter Nebeneffekt: Ab und zu bekomme ich auch Anfragen, ob die gezeigten Fotos verkäuflich sind, welche ich dann an die jeweiligen Fotografen weiterleite.

Ich freue mich auf Eure Einsendungen.

Wer will über Flickr zu Getty Images?

Schon vor Wochen habe ich im Blog gefragt, ob sich der Vertrag mit Getty Images lohnt, nachdem die weltweit größte BIldagentur angefangen hat, in der Fotocommunity Flickr nach neuen Fotografen zu suchen. Wer diese Frage für sich mit „ja“ beantwortet hat und wen die bisherigen ersten Verkaufszahlen überzeugen konnten, bekommt nun eine weitere Möglichkeit, sich Getty Images zu präsentieren, anstatt wie bisher darauf warten zu müssen, von denen entdeckt zu werden.

Ambitionierte Amateur-Fotografen können sich und ihre Bilder nun auch aktiv bei Getty Images bewerben, um Teil der Flickr Kollektion zu werden. Nach Anmeldung auf Flickr können Fotografen ein Portfolio mit ihren zehn besten Bildern – Fotos oder Illustrationen – erstellen und den Link an myflickr@gettyimages.com senden. Getty Images prüft daraufhin die Aufnahmen und achtet auf Stil, technische Umsetzung und Thema. Bei Gefallen wird den Fotografen ein Vertrag mit Getty Images angeboten.

Das ist noch nicht alles. Es gibt einen weiteren Weg. Dazu lasse ich am besten Andy Saunders, Vizepräsident des Kreativbereichs von Getty, zu Wort kommen:

Flickr-Getty-Images-Call-for-Artists

„Seit der Bekanntgabe unserer Partnerschaft haben Bildredakteure bei Getty Images das ‚Flickrversum’ durchforstet, um die passenden Fotos für die Kollektion zu finden. Doch auch wenn wir wissen, wie viel Spaß ihnen die Durchsicht Ihrer Arbeiten macht: Die schiere Menge – mehr als vier Milliarden Fotos – kann einen gelegentlich doch ein wenig überwältigen!

Bisher konnten Flickr-Mitglieder zwar über ihre Account-Einstellungen signalisieren, dass sie von Getty Images kontaktiert werden möchten, jedoch nicht aktiv Foto-Portfolios zur Begutachtung vorlegen. Aber da wir wissen, wie sehr die mehr als 40 Millionen Flickr-Mitglieder darauf brennen, uns ihre Arbeiten zu präsentieren, wollten wir eine entsprechende Lösung entwickeln.

Und so freuen wir uns sehr, heute einen offiziellen Aufruf an die Flickr-Community starten zu können: ALLE Flickr-Mitglieder können ab sofort über die Call for Artists-Gruppe auf Flickr mit ihren Bilder für die Kollektion bewerben.

Ausführliche Hinweise dazu finden Sie auf der Gruppen-Seite, doch an dieser Stelle möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über den Ablauf geben. Eine Einreichung sollte genau zehn Bilder umfassen, die nach Sie für Ihre besten Arbeiten halten. Das Kreativteam von Getty Images wird die Bilder im Hinblick auf stilistische Aspekte, thematischer Inhalt und technische Umsetzung prüfen. Sollten einige oder alle Fotografien – oder auch andere Fotos aus Ihrem Fotostream – für die Flickr-Kollektion auf Getty Images ausgewählt werden, erhalten Sie eine Einladung via Flickrmail. Aus dieser Einladung geht genau hervor, welche Bilder Getty Images ausgewählt hat und wie der Aufnahmeprozess aussieht.“

Ach ja: Wer einige Bilder hat, die von Getty Images ausgewählt wurden, kann gerne seinen Link zum Foto auf Flickr in den Kommentaren posten.

Wie Models sich bei mir bewerben

Auf meiner Webseite, in meinem Blog und bei Model-Plattformen wie der Model-Kartei suche ich regelmäßig nach Menschen, die von mir fotografiert werden möchten.

Ich schreibe bewußt nicht Models, da ich auch gerne mit Anfängern arbeite oder Leuten, die kein Interesse an einer Model-Karriere haben, sondern vor allem professionelle Fotos von sich haben möchten. Bildagenturen lieben Fotos mit natürlich wirkenden Menschen, deshalb risikiere ich gerne, jemanden zu fotografieren, der vielleicht keine guten „Standard-Posen“ drauf hat, dafür aber eine gewinnende Ausstrahlung.

Regelmäßig bekomme ich deshalb Emails von Leuten, die sich als Model bei mir bewerben. Vor einer Weile hatte ich im Blog ja geschrieben, was typische Fehler bei Model-Bewerbungen sind und auch der Fotograf Omori hat viele Hinweise dazu veröffentlicht.

Blick durch Rahmen

Heute will ich anhand einiger Beispiele zeigen, was bei einer Bewerbung wirkt und was stört. Die Mails sind alle echt und unverändert, aber ich habe alle Daten, welche die Identität des Absenders verraten könnten, umgewandelt oder gelöscht.

Die 1. Mail:

„Hallo
Ich habe gelesen, dass Sie Modele suchen.
Ich bin Schauspielerin und arbeite nebenbei als Model. Über eine Antwort, würde ich mich freuen.
Mit freundlichem Gruss
[voller Name + Handynummer]

———————
[Adresse/Handynummer]
konf.- gr. 38- 40
21 jahre
171cm
90- 66- 95
einsatzgebiete:
portrait, fashion, glamour, editorial“

Gut finde ich die Aufzählung der wichtigen Daten wie Adresse, Alter, Größe, etc. in Stichwortform untereinander. Nachteilig ist, dass mir so eine Mail nichts über das Model verrät. Warum sie modelt, wie lange schon, welche Erfahrungen sie hat, wie sie auf mich aufmerksam geworden ist und was genau sie von mir möchte. Wer die Mail aufmerksam liest, kann letzteres vielleicht kombinieren, explizit steht aber nirgends, dass sie z.B. mit mir zusammenarbeiten möchte oder nicht doch ihre Schwester vorschlagen will. Sie hat auch zwei Fotos angehangen, die jedoch so ähnlich waren, dass eins gereicht hätte.

Die nächste Mail:

„guten abend,
mein name ist [Name] ,ich habe im intenet durch zufall gelesen das sie immer models suchen .
hiermit möchte ich gerne meine tochter [Name] als kindermodel bei ihnen bewerben!

name: […]
wohnort: […]
telefon: […]
geburtstag: […].2005
haarfarbe: braun
augenfarbe: dunkel braun/fast schwarz
konfektionsgrösse: 92
schuhgrösse: 24
körpergrösse: 93 cm
nationalität: […]

erfahrungen:
[Name] hat schon einige erfahrungen gesammelt als fotomodel.
sie wurde schon 3mal für […] fotografiert.
für das geschäft […] in […] (herbst/winter collection).
für 2 fotoläden(bilder fürs schaufenster und diverse shootings für privat(familie)

zur person:
sie ist ein aufgewäcktes kind ,freundlich,wandelbar und hat wie man auch auf den bildern erkennen kann regelrecht viel spass am posen,sie lässt sich allgemein gern fotografieren.
sie fällt durch ihren grossen runden fast schwarzen augen auf,und hat immer ein lächeln im gesicht.

sie ist bei der werbeagentur […] gemeldet(nichts vertraglich)
und bei […] in hamburg

wir sind sehr flexibel,haben bus bahn und auto direkt vor der tür:-) !!!
wir würden uns sehr über ihre mail freuen,lg [Name der Mutter]

in der nächsten mail sende ich ihnen einige bilder von meiner tochter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“

Inhaltlich fand ich die Mail ausreichend, sie enthält alles Wesentliche, was mich interessiert und nützlich ist. Aber die Form. Wenn ich „aufgewäckt“ lese oder mehr als ein Ausrufezeichen hintereinander sehe, verkrampfen sich meine Augen und ich kann die anghängten Fotos kaum noch würdigen. Ich verlange von Models ja nicht, dass sie einen Universitätsabschluss haben, aber die Grundlagen von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung wären doch schön. Ansonsten wirkt der Absender dumm und das ist kein Eindruck, den jemand von sich erzeugen will, oder? Auch Mail-Adressen wie „hasimausi87“, „schnutengirlie“ oder „crazygirl“ wirken unseriös. Am besten sind da immer noch Vorname und Nachname.

Kommen wir zu Nummer 3:

„guten tag

mein name ist [Name] ich wohne in [Ort] und bin 18 jahre alt
ich bin 1,71 groß und bin ein süddländischer typ ich habe modelerfahungen vor der kamara meine kontatdaten sind einmal meine nummer [Handynummer] und einmal meine email mit der ich ihnen grade schreibe ich bin sehr dizipliniert und gehe immer auf den fotographen ein und verweigere nicht die anforderungen die an mir gestellt werden ichhabe eine sehr starke ausdauer und werde nicht so schnell stressig von einem sehr langen arbeitstag ich halte durch bis zum ende
ich schicke ihnen noch ein paar bilder von mir mit
mit freundlishen grüßen [Name]“

Ich habe zwar schon von einigen Models gehört, dass meine Foto-Shootings entpannter ablaufen als bei einigen anderen Fotografen, aber solche Mails machen mir etwas Angst. Für mich klingt das als ob für den Absender das Modeln eine Strafe sei, der er sich beugen muss. Es gelten auch die Anmerkungen zur Rechtschreibung zur letzten Email. Zusätzlich war kein Betreff angegeben und als Absender nur eine kryptische Zahlenkombination (à la 6453 29484746383) zu lesen. Ein Wunder, dass mein Spam-Filter die Mail nicht aussortiert hat. Die angehängten Fotos waren okay: klein, verschiedene Outfits und Gesichtsausdrücke. Was er von mir möchte, steht jedoch nicht in der Mail. Soll ich seine Fotos kommentieren oder ihn als Model buchen? Oder ihn wegen zu vieler harter Shootings trösten?

Die 4. Mail geht da anders ran:

„sehrte Damen u. Herren ,
ich würde mich gerne bei ihnen Bewerben as Model.

da ich meine Ganzen bilder auf einer CD habe und eine Fertige Set Card und nur 4 bis 5 Fotos klein genug sind um sie per e-mail zu schicken werde ich dieswe fotos abschicken dazu tue ich noch ein drei ganz normale bilder mit rein die nicht bearbeitet worden sind. dait sie ein gutes bid von mir machen können…..ich würde mich wirklich sehr freuen wenn sie mir die möglichkeit geben mich bei ihnen persöhnlich vorzustellen um ihnen zu bewesen das ich das zeug dazu habe mit ihrer hilfe an viele aufträge ran zu kommen.

Grösse: (1.87cm)
Augen Farbe: (Grünbraun)
Haar Farbe: (Schwarz)
Konfektionsgrösse: (48)…(102/(84/86)
Jeans Grösse: (31/34)
Schuh Grösse: (42)

Referenzen:
[Firma] […]parfüm presentation Deutschland weit.
[Firma] (foto shoot mit [Name] u. Laufsteg).
[Firma] (winter mode Laufsteg).
[Firma] (designer Anzug Laufsteg).
[Firma] (Designer AnzugLaufsteg).
[Firma] (sommer mode Laufsteg).

Das Jahr 2008 habe ich nicht mehr Gemodelt da ich Vater wurde und ich viel zeit mit mein Sohn und meiner Frau verbracht habe…aber ich würde so gerne wieder anfangen und würde mich gerne bei ihnen vorstellen ich weiss eigentlich macht man die bewerbuung anders aber ich wollte damit nur zeigen das ich es wirklich sehr möcht…
würde mich sehr freuen wenn sie sich melden..mir die möglichkeit geben…
mit freundlichen grüssen [Name]“

Bei einer Bewerbung gilt wie bei anderen Bewerbungen auch, dass sich das Model von seiner besten Seite zeigen sollte. In dieser Mail werde ich jedoch in jeder Zeile auf die Fehler hingewiesen, die das Model eben gemacht hat und die ich sonst nie bemerkt hätte: Fotos nicht fertig, lange Auszeit, Bewerbung anders geplant. Außerdem ist der Grundtenor der Mail: „Was ich als Model will“. Die Vorteile für den Fotografen werden nirgends erwähnt. Immerhin waren die Fotos im Angang ausreichend und die Referenzen sind ebenfalls von großen Firmen. Aber da alle Referenzen Laufsteg-Jobs sind, wäre eine Erklärung schön gewesen, warum das Model Stockfotografie machen möchte. Außerdem fehlt der Ort in der Mail und so sehe ich nicht, welche Entfernung zwischen mir und dem Model liegt.

Wie schreibe ich eine gute Model-Bewerbung?

Liebe Models, ich beiße Euch keinen Kopf ab, wenn ihr einige Fehler in der Bewerbung macht. Wenn ich einen guten Eindruck habe und einige Daten fehlen, frage ich auch noch mal nach. Aber ich möchte doch die Gewissheit haben, dass ihr vor der Bewerbung überlegt habt, was ihr wollt.

Schreibt mir, wie und warum ihr mich gefunden hat und was genau ihr Euch vorstellen könnt (Kennenlern-Gespräch, Test-Shooting, nur bezahlte Aufträge, etc.). Lest Euch die Mail vor dem Abschicken noch mal durch, um kleine Tippfehler zu korrigieren. Ja, ist lästig und dauert, macht aber einen besseren Eindruck. Und es es gibt nur einen ersten Eindruck. Außerdem wirkt eine Massen-Anrede wie „sehr geehrte Damen und Herren“ oder „Hallo“ sehr unpersönlich. das haben bisher alle vier Kandidaten falsch gemacht.

Aber nun zu den positiven Beispielen. Davon will ich mehr lesen.

Die fünfte Mail:

„Sehr geehrter Herr Kneschke,

Hiermit bewerbe ich mich bei ihnen als Modell ,
Erfahrungen bringe ich mit da ich schon mehrmals in meiner Umgebung für eine Modeagentur gearbeitet habe.
Und das Modeln mir neben bei Spaß macht.
Leider bin ich nicht die Größte und bin deswegen etwas eingeschränkt.
Aber ich habe Spaß am leben und bin offen für neues!

Meine Angaben hierzu sind:
Größe : 167
Gewicht : 53

Brustumfang: 80
Tailenumfang: 70
Hüftumfang: 80

Konvektionsgröße :34 /36
Schuhgröße: 39

Meine Adresse lautet:
[Name+Adresse]

Die Bewerbung ist okay, die angehängten Fotos waren auch nützlich und es ist die erste Mal mit direkter Anrede. Da das Model sehr jung aussieht, fehlt mir nur eine Altersangabe, da ich bei Minderjährigen eine Einverständniserklärung der Eltern brauche und das vor einem Shooting klären will. Da der Wohnort der Bewerberin weit von Köln entfernt ist, hätte ich mir noch einen Satz dazu gewünscht, wie flexibel das Model beim Reisen ist.

Hier noch eine gelungene Bewerbung:

„Sehr geehrter Herr Kneschke,
mein Name ist [Name], ich bin 20 Jahre alt und komme aus […].

Über Ihre Internetseite habe ich erfahren, dass Sie ständig neue Gesichter für diverse Fotoproduktionen suchen.
Sehr gerne würde ich mich dafür bewerben.
Ich habe schon einige Shootings absolviert und fühle mich vor der Kamera sehr wohl.
Besuchen Sie doch auch meine Internetseite www.[Webseite].de .

Im Anhang sende ich Ihnen meine Setcard.

Wenn Sie Interesse an meiner Person haben, dann melden Sie sich doch einfach bei mir.

Mit freundlichen Grüßen
[voller Name]“

Premiere! Die erste komplett fehlerfreie Email an mich. Außerdem ist sie kurz und knapp, freundlich formuliert, der Hinweis auf eine Webseite mit mehr Informationen und im Anhang eine Sedcard als JPG mit sieben professionellen Fotos, die das Model auch lachend und in Aktion zeigen. In der Sedcard stehen auch die Daten wie Alter, Größe, Konfektionsgröße etc., die in der Mail fehlen. Nur ein kleiner Minuspunkt: Die genannte Webseite führt zu einer Seite, wo sich das Model als Sängerin präsentiert. Eine Darstellung als Model wäre angebrachter und ist mit einer einfachen Unterseite leicht umzusetzen.

Zuletzt noch eine Mail, die heute in meinem Postfach lag:

„Hallo Robert,

ich bin eben auf deine Website gestoßen, und habe Gefallen an deinen Fotos (und dem Video) gefunden.
Falls ich für ein Projekt in Frage kommen sollte, würde ich mich sehr freuen.
Jetzt mal zu den Daten, die nicht fehlen dürfen (Smiley)

Alter: 21 / Studentin
Wohnort: [Ort] (Reisen ist prinipiell kein Problem, kommt immer auf die Planung an – und inwieweit es sich finanziell lohnt)
Größe: 1,64m
Konfektionsgröße: 35
Kontaktdaten: Mail (steht oben *g*) Handy: [Nummer] (D2)
Erfahrungen / Referenzen:
Ich hatte bis jetzt 7 Fotoshootings mit (meiner Meinung nach) tollen Ergebnissen (Bilder sind im Anhang). Mit Stockfotografie hatte ich bisher noch keinen Kontakt, würde das aber gerne ändern. Ob ich dafür in Frage komme, kannst du sicher am besten entscheiden.

Über eine Rückmeldung (egal ob positiv oder negativ) würde ich mich freuen!
Mit freundlichen Grüßen,
[voller Name]“

Auch hier hat das Model alles richtig gemacht. Die mitgeschickten Fotos waren etwas zu groß, aber die Auswahl der Bilder war passend. Übrigens ist dieses Model das erste, welche die große Entfernung zwischen Köln und dem Wohnort des Models kommentiert und darauf hingewiesen hat, unter welchen Bedingungen das kein Problem wäre.

Erfolg mit der Bewerbung?

Ja, ich habe schon Models fotografiert, deren Bewerbung mir nicht gefallen hat. Ja, ich habe auch Models ablehnen müssen, deren Bewerbung gut war. Fotogenes Aussehen des Models ist Pflicht, eine gute Bewerbung die Kür. Aber ja, ich habe schon Models abgelehnt, die ganz passend gewesen wären, weil die Bewerbung sehr schlampig oder unhöflich war.

Was sind Eure Erfahrungen? Was stört Euch bei Bewerbungen von Models am meisten? Worüber freut ihr Euch am meisten bei Bewerbungsmails?