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Die Top 11 der meistverkauften Musik-Tracks in 2014 bei Pond5

Welche Medien haben sich im letz­ten Jahr am meis­ten ver­kauft?

Bisher hat­ten wir: Fotos, Smartphone-Bildern, Vektor-Grafiken, Editorial-Fotos, Videos und heu­te kom­men als sechs­ter und letz­ter Teil der Serie die Musik-Tracks an die Reihe. Damit sind musi­ka­li­sche Kompositionen gemeint, die über rei­ne Sound Effekts hin­aus gehen.

Die Agentur Pond5* war so freund­li­ch, mir die Verkaufszahlen für das letz­te Jahr raus­zu­su­chen.

Die Buchstabenkürzel hin­ter den Autoren bezeich­nen die Verwertungsorganisation, wel­cher der Musiker ange­hört, falls das der Fall ist, gefolgt von den gesam­ten Downloadzahlen (nicht nur des letz­ten Jahres) sowie der Geschwindigkeit des Tracks, gemes­sen in Schlägen pro Minute (bpm).

Hier ist die Liste:

  1. Optimistic and Upbeat* von LNDNSounds (1978 Downloads) (117 bpm)
    Im Jahr 2013 noch auf dem fünf­ten Platz, letz­tes Jahr schon an der Spitze mit einem Mainstream-Pop/Rock-Sound.
  2. Sunny Side* von ZingDog (ASCAP) (2656 Download) (100 bpm)
    Vom ers­ten auf den zwei­ten Platz abge­rutscht ist die­ser fröh­li­che Track mit Glockenspiel und Ukulele.
  3. Inspiring And Motivating Theme* von Twisterium (1529 Downloads) (116 bpm)
    Auch im Musikbereich ver­kau­fen sich „Business-Themen“ hör­bar gut, gestie­gen von Platz 7 auf Platz 3.
  4. Pulse (Full Track)* von sound­road (PRS) (1592 Downloads) (128 bpm)
    Energisch und trei­bend kommt die­ser Kraftmacher daher, der sich das zwei­te Jahr in Folge auf dem vier­ten Platz behaup­ten kann.
  5. Elevation* von AudioQuattro (1716 Downloads) (100 bpm)
    Der etwas ruhi­ge­re Business-Track ist vom zwei­ten auf den fünf­ten Platz gefal­len.
  6. Acoustic & Ukulele Fun* von JHunger (1450 Download) (86 bpm)
    Schon wie­der die Ukulele, zusam­men mit dem Glockenspiel. Könnte auch als Weihnachtssong durch­ge­hen, gefal­len von Platz 3 auf 6.
  7. Motivation To Win* von music­forho­pe­pro­duc­tion (BMI) (706 Downloads) (118 bpm)
    Pompös kommt die­ser Neueinsteiger daher, der die wich­ti­gen Keywords schon im Titel ver­eint.
  8. Corporate Ideas* von ThatBeat (1095 Download) (105 bpm)
    Von Platz 6 auf die 8 gefal­len ist die­ser Business-Track, der ähn­li­ch wie die Nummer 5 klingt.
  9. Family Underscore* von cur­tis­schweit­zer (ASCAP) (603 Downloads) (47 bpm)
    Auf dem neun­ten Platz neu ein­ge­stie­gen ist die­se lang­sa­me Hintergrundmusik mit viel Piano.
  10. Realisation (Inspirational Positive Piano And Strings)* von mar­co­zan­no­ne (796 Downloads) (70 bpm)
    Ebenfalls mit Piano, aber zusätz­li­ch mit Streichern ist die­ser moti­vie­ren­de Track.
  11. Breathe Some Life* von sweet­waveau­dio (498 Downloads) (136 bpm)
    Ein schnel­ler Synthie-Pop-Track belegt den letz­ten Platz.

In der Auswertung vom letz­ten Jahr hat­te ich geschätzt, dass alle die­se Bestseller in der Liste über 500 Downloads in einem Jahr erzielt haben. Daran hat sich auch die­ses Jahr nichts geän­dert, weil bei­spiels­wei­se der Track auf Platz 8 erst Mitte Oktober 2013 hoch­ge­la­den wur­de und bis jetzt über 600 Downloads erzielt hat.

Die Verkaufspreise der hier vor­ge­stell­ten Musikstücke rei­chen von 15–40 US-Dollar, wobei der Mittelwert gen­au bei 25 US-Dollar liegt. Im Vorjahr lag der Wert etwas höher bei 26,72 US-Dollar. Bei einem Split von 50% wür­de jeder der Topseller min­des­tens 6250 US-Dollar im Jahr ein­ge­spielt haben.

Die Länge der Tracks reicht von 1:29 Minuten bis 5:08 Minuten Spielzeit, bei einem Mittelwert von 2:40 Minuten. Damit sind die Topseller im Vergleich zum Vorjahr ca. eine hal­be Minute län­ger gewor­den.

Die Schnelligkeit der Songs ist von durch­schnitt­li­ch 199 bpm auf 102 bpm gefal­len, vor allem wegen des lang­sa­men Piano-Stückes auf Platz 9. Ohne die­sen Song läge der Durchschnitt-bpm bei 108 bpm, also immer noch lang­sa­mer als im Vorjahr.

Die Keywords lie­gen zwi­schen 20 und 51 Wörtern, im Durchschnitt bei 40 Wörtern (im Vorjahr 36 Wörter).

Wer von euch ver­kauft auch Stock-Audio?
Was sind eure Erfahrungen?

* Affiliate

Die 11 meistverkauften Musik-Tracks bei Pond5 im Jahr 2013

Die Video-, Bild- und auch Audioagentur Pond5* war so freund­li­ch, mir eine Liste von deren „meist­ver­kauf­ten Musik-Tracks“ im Jahr 2013 zur Verfügung zu stel­len. 2013? *hüs­tel* Ja, es gab eini­ge tech­ni­sche Probleme, wes­we­gen ich euch erst jetzt die Liste prä­sen­tie­ren kann.

Kind singt Lied in Musikschule mit vielen Noten
Wer schon mal ver­sucht hat, etwas über den Erfolg von Stockaudio im Netz zu recher­chie­ren, wird gemerkt haben, dass da eine Grabesstille herrscht. Umso mehr freut es mich, jetzt hier die ers­te Liste der Bestseller-Musiktracks vor­stel­len zu dür­fen, auch wenn wir ein drei­vier­tel Jahr hin­ter­her hin­ken. Die Liste ent­hält kei­ne Soundeffekte (SFX), son­dern „nur“ die meist höher­prei­si­gen Musiktracks.

Die Links füh­ren direkt zu den Tracks bei Pond5, zum Anhören ein­fach auf das Play-Symbol dar­un­ter kli­cken. Die Buchstaben in Klammern geben an, ob und in wel­cher Verwertungsgesellschaft (z.B. der GEMA) der Musiker Mitglied ist und die „bpm“ zei­gen geschätzt die Geschwindigkeit der Songs in „Schlägen pro Minute“ an.

1. Sunny Side* von ZingDog (ASCAP) (100 bpm)

2. Elevation* von AudioQuattro (100 bpm)

3. Acoustic Fun & Ukulele* von rya­nan­co­na (155 bpm)

4. Pulse* von sound­road (PRS) (128 bpm)

5. Optimistic and Upbeat* von LNDNSounds (117 bpm)

6. Corporate Ideas* von ThatBeat (105 bpm)

7. Inspiring and moti­vat­ing the­me* von Twisterium (116 bpm)

8. Fun gui­tar and Ukulele* von JHunger (86 bpm)

9. Upbeat Life* von UniqueSound (156 bpm)

10. Acoustic Hopes And Dreams* von ZingDog (ASCAP) (95 bpm)

11. Hopes And Expectations* von Alf (110 bpm)

Was für Umsätze kann man mit so einem Track erzielen?

Die ers­ten fünf Tracks haben alle­samt vier­stel­li­ge Downloadzahlen. Die wei­te­ren fünf lie­gen alle im oberen drei­stel­li­gen Bereich. Vier der elf Tracks wur­den erst im Laufe des Jahres 2013 hoch­ge­la­den, das heißt, die Downloadzahlen wur­den inner­halb eines Jahres erzielt. Ich hat­te ja schon im Januar 2014 die Zahlen ver­gli­chen, es ist also durch­aus mög­li­ch, mit die­sen Bestsellern über 500 Downloads inner­halb eines Jahres zu erzie­len.

Die Preise für die­se Tracks lie­gen zwi­schen 8 und 40 USD. Der Durchschnitt liegt bei einem Verkaufspreis von 26,72 USD. Bei einem Anteil von 50% für Pond5 erhal­ten die Musiker ca. 13,36 pro Download. Bei 500 Downloads wären das 6680 USD, die inner­halb eines Jahres mit einem Bestseller ver­dient wer­den kön­nen.

Verglichen mit Fotos ist das viel, aber die Arbeitszeit für die Erstellung eines sol­chen Bestsellers liegt auch deut­li­ch höher als bei Fotos. Andererseits ist auch die Konkurrenz viel gerin­ger, da es bei Pond5 zum Beispiel „nur“ ca. 200.000 Audio-Tracks gibt, aber über 11 Millionen Fotos, also ca. 55x so vie­le.

Dazu kommt, dass Pond5 Dateien nicht exklu­siv anbie­tet, die Musiker kön­nen ihre Tracks also meist bei wei­te­ren Agenturen ein­stel­len und dort Geld ver­die­nen.

Was können Stockaudio-Produzenten aus dieser Liste lernen?

Als ers­tes: Dur zählt. Ähnlich wie bei Fotos soll­ten auch die Audio-Tracks eine posi­ti­ve Grundstimmung haben. Das trau­ri­ge Moll ist da nicht gefragt. Die Songs soll­ten opti­mis­ti­sch und moti­vie­rend klin­gen, ger­ne auch mit akus­ti­schen Instrumenten. Das mit Abstand belieb­tes­te Instrument ist die Ukulele, gefolgt von effekt­ver­zehr­ten Gitarren und Klavier.

In den Klammern habe ich ja ver­sucht, die „Beats pro Minute“ (bpm) zu zäh­len, also die Schnelligkeit eines Songs. Der Herzschlag eines erwach­se­nen Menschen bei nor­ma­ler Anstrengung liegt ca. bei 72 bpm. Das heißt, alles, was dar­über liegt, wirkt „trei­bend“ beim Hören, was dar­un­ter liegt, wirkt „beru­hi­gend“. Die Audio-Bestseller lie­gen alle­samt dar­über, der Durchschnitt liegt bei ca. 115–120 bpm. Damit lie­gen die Tracks ziem­li­ch gen­au bei den 119 bpm, die hier als Durchschnitt für Chart-Hits errech­net wur­den. Dort gibt es übri­gens vie­le wei­te­re span­nen­de Forschungsergebnisse über den Klang eines Chart-Hits.

Die Dauer der obi­gen Besteller-Audiotracks liegt zwi­schen 78 und 196 Sekunden, wobei die Länge der Top 5 län­ger ist als der fol­gen­den Songs. Im Durchschnitt liegt die Songlänge bei 131 Sekunden, also 2:11.

Ein wei­te­rer Aspekt ist die Verschlagwortung und Titelvergabe. Die obi­gen Titel schaf­fen es alle, eine Stimmung oder Erwartungshaltung zu erzeu­gen, nach der ein Käufer suchen könn­te. Die Anzahl der Suchbegriffe vari­iert von 20 bis 51 Keywords, im Schnitt sind es 36 Wörter, also ähn­li­ch der emp­foh­le­nen Zahl bei Fotos.

Was für Erfahrungen habt ihr gemacht? Wer ver­kauft von euch auch Stockaudio-Tracks?

* Affiliate

Stockfotografie-News 2009-10-23

Hat es jemand gemerkt? Die News sind letz­te Woche kom­plett aus­ge­fal­len. Nun wird es aber höchs­te Zeit, weil sich die Neuigkeiten aus der Stockfotografie-Branche schon sta­peln.

  • Die Bildagentur Zoonar bie­tet nun die Möglichkeit, aus­ge­wähl­te Fotos in das APIS-Netzwerk ein­zu­spei­sen, ein Distributionskanal vor allem für gro­ße Verlage.
  • Canon kün­digt für Ende des Jahres die Canon EOS 1D Mark IV an, die hier schon vor­be­stellt* wer­den kann. Die Kamera wird 16 MP, zwei DIGIC 4-Prozessoren, 45 AF-Messfelder, einen ISO-Bereich bis 102.400 und eine FullHD-Videofunktion haben und bis zu 10 Bildern pro Sekunde auf­neh­men kön­nen. Im Foto-Modus wohl­ge­merkt… 😉
  • Canon kün­digt auch gleich ein neu­es Firmware-Update für die 5D Mark II an, wel­ches Videoaufnahmen wahl­wei­se mit 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde ermög­li­chen soll. Leider ist die Veröffentlichung erst Mitte 2010 geplant.
  • Die Bildagentur Mauritius Images koope­riert mit der Firma pixo­lu­ti­on, um deren Bildersuchsystem ImageSorter zu nut­zen. Das zeigt Fotos als nach Farben sor­tier­ten Clustern an und eig­net sich damit vor allem für Bildkäufer, bei denen die Farbauswahl eine ent­schei­de­ne Rolle spielt.
  • Nach istock­pho­to bie­tet nun auch Shutterstock eine ver­bind­li­che Rechte-Garantie für gekauf­te Fotos und Videos an.
  • Auch Fotolia hat zwei span­nen­de Neuigkeiten: Zum einen ver­öf­fent­licht es mit „Fotolia Ribbon“* ein Microsoft Word und ein Powerpoint-Plugin, mit dem Fotolia-Fotos direkt aus die­sen Programmen ein­ge­fügt und gekauft wer­den kön­nen.
  • Die zwei­te Neuigkeit ist „Operation Level Ground“*. Damit bie­tet Fotolia neu­en Fotografen die Möglichkeit, gleich mit einem höhe­ren Ranking ein­zu­stei­gen, wenn sie min­des­tens 1.000 Bilder und einen Mindestgesamtumsatz mit­brin­gen, den sie bis­her bei ande­ren Bildagenturen erzielt haben. Somit kön­nen Profi-Fotografen gleich vom Start mehr ver­die­nen als sie es könn­ten, wenn sie auf der Rangliste ganz unten anfan­gen.
  • Im Blog der Firma LookStat gab es gleich drei lesens­wer­te Artikel. Zum einen eine Ideen-Liste mit den belieb­tes­ten Suchbegriffen für Weihnachten, ein Suchbegriff-Vergleich zwi­schen „Hund“ und „Katze“ und die Meldung, dass im Statistik-Bereich nun Fotos nach Serien sor­tiert wer­den kön­nen. Das ist hilf­reich, um zum Beispiel leicht zu erken­nen, wie viel die Fotos einer Fotosession zusam­men über meh­re­re Bildagenturen hin­weg ein­ge­bracht haben oder wel­che Models wie viel Umsatz gebracht haben.
  • Markus Wäger stellt in sei­nem Blog eine Erfindung von Tao Chen vor, mit der man nur ein Motiv unge­fähr skiz­zie­ren muss, damit das Programm ent­spre­chen­de Fotos raus­sucht. Wer das System in eine Bildagentur inte­griert, könn­te damit die Bildersuche revo­lu­tio­nie­ren und unab­hän­gi­ger von Suchbegriffen machen.
  • Die Bildproduktionsfirma Image Source ändert ihren Namen in taba­to und kon­zen­triert sich auf die Motivbereiche Healthcare und Finance.
  • Die Footage-Agentur Pond5 ver­kauft jetzt auch Audio-Clips.
  • Auch die Bildagentur PantherMedia rührt kräf­tig an ihren Verkaufsmethoden. Erst eröff­nen sie eine Zweigstelle in Polen, jetzt strei­chen sie die Anzahl ihrer Bildgrößen von 9 auf 6 zusam­men und ver­än­dern die Preise. Beim Credit-Kauf eines DinA4-Fotos wer­den nun zwi­schen 9,60 Euro bis 16,68 Euro fäl­lig, statt wie bis­her 49,90 Euro beim Kauf auf Rechnung. Das ent­spricht einer Preissenkung von 80%. Ich bin noch nicht sicher, ob ich das gut fin­den soll.
  • Die Bildagentur Getty Images ent­lässt wie­der Mitarbeiter und schließt ihre Abteilung für Auftragsproduktionen. Diese soge­nann­ten „whol­ly owned shoots“ sind Fotoserien, die von einer Bildagentur in Auftrag gege­ben und bezahlt wer­den. Der Fotograf ver­dient dann nur an dem einen Auftrag, die Verkaufsprovisionen flie­ßen dann meist aus­schließ­li­ch (oder zu einem viel grö­ße­ren Teil) an die Bildagentur. Ich muss zuge­ben, dass ich die­sem Modell nie beson­ders eupho­ri­sch gegen­über stand, da es lang­fris­tig die die Machtposition zu Lasten der Fotografen in Richtung Bildagentur ver­la­gert. Deswegen stimmt mich die­se Meldung nicht so trau­rig. Aber auch anders könn­te ein Schuh draus wer­den: Getty will das Risiko, ob sich eine Fotostrecke gut ver­kauft oder nicht, an die Fotografen aus­la­gern. Oder wie seht ihr das alles?

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