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Sechs Jahre Microstock – Meine Zahlen und Erfahrungen

Die letz­ten Monate wur­de ich gefragt, ob ich auch die­ses Jahr wie­der mei­ne Zahlen aus dem Microstock-Business ver­öf­fent­li­chen wer­de. Ich habe damit eini­ge Monate gezö­gert, aber dazu spä­ter.

Dabei geben die Zahlen kei­nen Anlass zur Sorge.

Auch die­ses Jahr wer­te ich nur die fünf bes­ten mei­ner Microstock-Agenturen aus. Das sind Fotolia*, Shutterstock*, 123rf*, Dreamstime* und Bigstock*, die zu Shutterstock gehö­ren.

iSto­ck* wer­te ich die­ses Mal nicht mehr aus, weil deren Umsätze kon­ti­nu­ier­li­ch gesun­ken sind und nun auf Platz 8 mei­ner ein­nah­me­stärks­ten Agenturen gelan­det sind. Dafür, dass ich dort jedoch seit ca. drei Jahren nichts mehr hoch­la­de und 40% mei­ner Bilder gelöscht habe, hal­te ich das aber ehr­li­ch gesagt für eine beein­dru­cken­de Leistung.

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Aktiv belie­fe­re ich momen­tan 16 Agenturen halb­wegs regel­mä­ßig. Es sind fünf Agenturen weg­ge­fal­len, bei denen sich der Ertrag im Verhältnis zum Aufwand nicht mehr gelohnt hat oder wo es ande­re Gründe gab, die­se nicht mehr zu belie­fern. Dazugekommen sind in der glei­chen Zeit nur zwei Agenturen. Die berück­sich­tig­ten 5 Agenturen erwirt­schaf­ten aber über 85% mei­nes Gesamtumsatzes.

Die hier im Artikel genann­ten Zahlen bezie­hen sich auf die Zeit vom Juli 2013 bis Juni 2014 und schlie­ßen wie­der naht­los an die Auswertung vom Vorjahr an. Wer die kom­plet­te Entwicklung nach­le­sen will, fin­det hier die Ergebnisse nach dem ers­ten, zwei­ten, drit­ten, vier­ten und fünf­ten Jahr Microstock.

Portfolio-Größe

Die Anzahl mei­ner Bilder bei den Agenturen steigt wei­ter­hin ziem­li­ch gleich­mä­ßig. Die Zahlen in Klammern zei­gen die Veränderung zum Vorjahr auf. Bei Fotolia hat­te ich Ende Juni 13304 Bilder online (+2815), bei Shutterstock sind es 10056 gewe­sen (+1975), 123rf kam auf 10145 Bilder (+2193), das Portfolio bei Dreamstime ent­hält 9716 Bilder (+1898) und Bigstock hat 9958 Bilder von mir (+1896).

Im Schnitt habe ich ca. 165 neue Bilder pro Monat hoch­ge­la­den, wobei Fotolia zusätz­li­ch ca. 20% exklu­si­ves Material von mir erhält. 200 Bilder pro Monat, wie in die­ser Rechnung, sind also mach­bar.

Verkäufe

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Wie vie­le Verkäufe konn­te eine Agentur letz­tes Jahr mit mei­nen Bildern pro Monat im Durchschnitt erzie­len? Die Zahlen in Klammern zei­gen die Veränderung zum Vorjahr an. Wie zu erwar­ten liegt Shutterstock als Abo-Agentur bei der Anzahl der Verkäufe mit 7539 weit vor­ne (+2087). Danach folgt Fotolia mit 5803 Verkäufen (+973). Auf Platz drei liegt 123rf mit 1059 Sales (+339), dicht gefolgt von Bigstock mit 705 Verkäufen (+483). Auf dem fünf­ten Platz liegt dies­mal Dreamstime mit 658 Sales (+176). Zusammen wur­den also im letz­ten Jahr über 15.000 Bilder von mir pro Monat ver­kauft. Eine Summe, die ich mir zu Beginn nicht zu erträu­men gewagt hät­te.

Umsätze

Im letz­ten Bericht hat­te ich die Befürchtung geäu­ßert, dass das Ende der Fahnenstange bei mei­nen Umsatzsteigerungen erreicht sein könn­te. Diese Befürchtung hat sich glück­li­cher­wei­se nicht bewahr­hei­tet. Meine Umsätze stei­gen regel­mä­ßig wei­ter, aber ich habe mich nach lan­gem Zögern ent­schie­den, kei­ne kon­kre­ten Umsatzzahlen mehr zu ver­öf­fent­li­chen.

Viele in mei­nem Freundes- und Bekanntenkreis fan­den es schon seit Jahren befremd­li­ch, dass ich so offen über mei­ne Einnahmen schrei­be. Ich habe es trotz­dem gemacht, weil es für mich ein Experiment war, ob sich mit der Microstock-Fotografie wirk­li­ch Geld ver­die­nen lässt. An die­sem Experiment woll­te ich euch als Leser teil­ha­ben las­sen. Ich den­ke, den Erfolg des Experiments habe ich spä­tes­tens im obi­gen Bericht bewie­sen.

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brach­te, war der rei­ße­ri­sch beti­tel­te Artikel „So ver­dient man 10.000 Euro monat­li­ch mit Stockfotos“ von Online Marketing Rockstars, der text­gleich auch in der t3n und der Gründerszene ver­öf­fent­licht wur­de. Ich habe der Autorin aus­drück­li­ch erklärt, dass ich das Interview nur geben möch­te, wenn mei­ne Einnahmen nicht im Vordergrund stün­den. Solche Überschriften sind dann das Ergebnis.

Ich möch­te nicht auf mei­ne Umsätze redu­ziert wer­den, denn damit könn­te der Eindruck erweckt wer­den, Microstock sei eine die­ser Methoden zum „Geld ver­die­nen im Schlaf“. Das stimmt nicht. Es ist immer noch mög­li­ch, ins Microstock-Business ein­zu­stei­gen, aber die Konkurrenz ist im Vergleich zu mei­nem Beginn vor sechs Jahren här­ter gewor­den. Wer Erfolg haben will, braucht Durchhaltevermögen und Disziplin. Zwei Jahre min­des­tens, eher drei bis vier Jahre, bevor sich die Investition lohnt. Das schaf­fen nur weni­ge.

Außerdem sah die Journalistin – auch auf kon­kre­te Hinweise von mir – nicht ein, den Unterschied zwi­schen Umsatz und Gewinn ver­ste­hen zu wol­len und die Überschrift dahin­ge­hend abzu­än­dern. Damit wer­den unnö­tig fal­sche Hoffnungen geweckt, denn um sol­che Umsätze zu erzie­len, gehö­ren auch hohe Investitionen dazu. Es ist bestimmt kein Zufall, dass die Shootings, mit denen ich am meis­ten Geld ver­die­ne, gleich­zei­tig die sind, wel­che mich am meis­ten gekos­tet haben. Bevor ich jetzt aber detail­liert öffent­li­ch mei­ne Ausgaben gegen­rech­ne, um die Umsätze in den pas­sen­den Kontext zu stel­len, las­se ich es ganz blei­ben.

Anreize

Die Bildagenturen haben ver­schie­de­ne Mechanismen, um ihre Fotografen zu moti­vie­ren und zu beloh­nen.

Fotolia hat ein Ranking, in dem man höher steigt, je mehr Bilder man ver­kauft. In jedem Level erhält man mehr Prozente pro Verkauf. Mitte letz­ten Jahres habe ich das Saphir-Level erreicht, was dem fünf­ten von acht mög­li­chen Leveln ent­spricht. Meinem Ranking-Rechner zufol­ge wird es aber bestimmt noch ca. ein Jahr dau­ern, bis ich das sechs­te Level Rubin erreicht habe. Da gibt es welt­weit aber auch nur fünf Fotografen, die das schon geschafft haben.

Shutterstock hat ein ande­res System. Anfangs bringt jedes ver­kauf­te Foto dem Fotografen 0,25 US-Dollar. Wer mehr als 500 US-Dollar ein­ge­nom­men hat, bekommt dana­ch pro Verkauf 0,33 USD, bei mehr als 3000 USD Umsatz dann 0,36 USD pro Verkauf. Nach ins­ge­samt 10.000 USD Verkaufserlösen bekommt man 0,38 USD pro Verkauf. Diese Hürde habe ich schon vor vier Jahren genom­men und sta­gnie­re auf hohem Niveau.

Dreamstime hat wie­der eine ande­re Struktur. Je häu­fi­ger ein Foto ver­kauft wur­de, desto teu­rer wird es. Hier haben 84 mei­ner Fotos das höchs­te Level 5 erreicht.

123rf hat erst im Januar 2013 ein Ranking-System ein­ge­führt. Hier zäh­len die Verkäufe der letz­ten 12 Monate. Je mehr Verkäufe, desto höher das Level und damit ver­bun­den die Prozente, die man pro Verkauf erhält. Dort bin ich 2013 ins Level 5 (von inge­samt 10) ein­ge­stie­gen und habe aktu­ell das Level 6 inne. Das Level 7 wer­de ich aber vor­aus­sicht­li­ch eine Weile nicht errei­chen.

Bigstock hat mei­nes Wissens kein Ranking-System.

Mitmachen

Wer jetzt Lust bekom­men hat, sein eige­nes Experiment zu wagen, kann sich über fol­gen­de Affiliate-Links bei den Bildagenturen anmel­den:

Übrigens: Wer selbst aus­rech­nen will, wie viel er im nächs­ten Jahr mit sei­nen Fotos ver­die­nen könn­te, kann mei­nen kos­ten­lo­sen “Stock Photography Income Calculator” benut­zen.

Wie lief euer letz­tes Microstock-Jahr? Wie schätzt ihr die Zukunft ein?

* Affiliate

Das Microstock Geschäft: Wie viel lässt sich damit verdienen?

Kürzlich pos­te­te der Fotograf Luis Alvarez (und Stock Performer Gründer) eini­ge Rechenbeispiele auf sei­ner Facebook-Seite, wo er vor­rech­ne­te, wie viel man mit Stockfotos ver­die­nen könn­te. Ich frag­te ihn, ob er das nicht aus­führ­li­cher als Gastbeitrag für die­sen Blog erklä­ren will. Zusammen mit sei­nem Kollegen Oliver Rivo hat er für euch die­sen Artikel geschrie­ben:

Vor kur­zem unter­hielt ich mich mit einem Freund, der in das Microstock Geschäft ein­stei­gen woll­te. “Hast du das wirk­li­ch vor?”, frag­te ich ihn. “Warum nicht?”, ant­wor­te­te er.

Seine Frage war durch­aus berech­tigt: Warum soll­te er nicht in die Microstock-Welt ein­stei­gen? Viele von uns haben mit­er­lebt, wie es in die­ser Industrie enger und die Konkurrenz här­ter gewor­den ist. Aber bedeu­tet das gleich­zei­tig, dass Newcomer kei­ne Chance mehr haben?

Als wir uns mit die­ser Frage beschäf­tig­ten, ent­stand die Idee eines ein­fa­chen Business Plan Rechners, der uns hel­fen kann, unse­re Ziele zu defi­nie­ren sowie Strategien zu ent­wi­ckeln, sie zu errei­chen. Im Spiel mit dem Rechner wur­de uns bewusst, dass es tat­säch­li­ch mög­li­ch ist, als Neuling in das Microstock-Business ein­zu­stei­gen. Und je nach Zielsetzung gibt es ver­schie­de­ne Wege, das zu tun.

stock-photography-business-plan-rechnerZur Verdeutlichung schau­en wir uns ein paar bei­spiel­haf­te Strategien an.

Dein Business-Plan

Bevor du dich auf dein Microstock-Abenteuer begib­st, müs­sen vier wich­ti­ge Entscheidungen getrof­fen wer­den:

  • Wie vie­le Bilder kann­st du monat­li­ch pro­du­zie­ren?
  • Wie viel kos­tet dich die Produktion eines Bildes?
  • Was sind dei­ne monat­li­chen Fixkosten?
  • Wie vie­le Monate lang will­st du dei­nen Produktionsplan durch­zie­hen?

Die Antworten auf die­se Fragen defi­nie­ren dei­ne Strategie. Ob du mit einem Team zusam­men­ar­bei­test, ob du Menschen oder Stillleben foto­gra­fier­st oder ob du ein Studio mie­test oder nicht – all die­se Fragen müs­sen beant­wor­tet wer­den.

Dein monat­li­cher Umsatz pro Bild (RPI/m)

Der zweit­wich­tigs­te Einflussfaktor ist der zu erwar­ten­de durch­schnitt­li­che Monatsumsatz für jedes Bild, das du pro­du­zier­st. Es mag zwar unmög­li­ch erschei­nen, die­sen Wert zu bestim­men, aber ob du’s glaub­st oder nicht, man hat einen Einfluss auf den monat­li­chen Umsatz pro Bild, auch RPI/m (eng­li­sch für “Revenue per Image per Month”) genannt.

Der RPI/m defi­niert den Betrag, den du im Durchschnitt monat­li­ch mit all dei­nen Bildern ver­dienst. Wenn zum Beispiel 500 dei­ner Bilder online sind und sie monat­li­ch EUR 1.000 ein­brin­gen, dann liegt dein RPI/m bei EUR 2. Es geht immer um einen durch­schnitt­li­chen Wert, das heißt dass wenn du in einem Monat EUR 1.200 ein­nimmst und im nächs­ten Monat EUR 800, bleibt der RPI/m immer noch bei EUR 2.

Wenn du in gro­ßen Mengen Bilder min­der­wer­ti­ger Qualität pro­du­zier­st, von denen sich vie­le ähneln, wirst du mit Sicherheit einen nied­ri­gen RPI/m haben. Eine Ausrichtung auf Nischenthemen mit hoher Nachfrage und einer hohen Qualität dage­gen wird zu hohen Umsätzen pro Bild füh­ren.

Und natür­li­ch gibt es jede Menge Varianten zwi­schen die­sen zwei Extremen.

Der Business Plan Rechner

Um an die­sen Geschäftsmodellen zu arbei­ten, haben wir einen Business Plan Rechner ent­wi­ckelt, der uns auf einen Blick zeigt, wie sich ver­schie­de­ne Strategien ent­wi­ckeln. Öffne ihn in dei­nem Browser und fin­de her­aus, wie gut dein Business für dich funk­tio­niert: https://www.stockperformer.com/calculator

Drei Beispielstrategien für den Einstieg in die Microstock-Welt

Der Business Plan Rechner hilft uns dabei, Strategien zum Einstieg in das Geschäft  mit Microstock zu unter­su­chen. Wir haben drei unter­schied­li­che Beispiele gewählt, alle bezo­gen auf die Produktion von Lifestyle Fotografie:

  • Die Microstock-Produktionsfirma
  • Der Vollzeit Solo-Fotograf
  • Der Freizeit Amateur-Fotograf

Strategie 1: Die Microstock-Produktionsfirma

Der Aufbau einer Microstock Produktionsfirma ist zeit­in­ten­siv und teu­er, aber er erlaubt die Produktion einer gro­ßen Menge an Bildern. Wie wür­de so etwas aus­se­hen?

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© Foto: Luis Alvarez
  • Wie vie­le Bilder kann­st du monat­li­ch pro­du­zie­ren?
    800 pro Monat.
  • Wie viel kos­tet dich die Produktion eines Bildes?
    Shootings kön­nen teu­er sein. Geliehenes Equipment, Kleidung und Requisiten, Location-Miete, gute Models, all das kos­tet Geld. Dank eines gro­ßen Teams und guter Vorbereitung soll­te es jedoch mög­li­ch sein, pro Shooting vie­le Bilder zu pro­du­zie­ren. Wir set­zen die Kosten pro Bild bei EUR 25 an.
  • Was sind dei­ne monat­li­chen Fixkosten?
    Eine Microstock-Produktionsfirma hat Angestellte, z.B. einen Produktionsleiter, der alles orga­ni­siert, einen Produktionsassistenten und eine Vollzeitkraft für die Retusche. Wir mie­ten außer­dem ein Studio. Das kann EUR 6.000 kos­ten.
  • Wie vie­le Monate lang will­st du dei­nen Produktionsplan durch­zie­hen?
    Da die Startkosten sehr hoch sind, wol­len wir min­des­tens 5 Jahre dabei blei­ben. Wir set­zen die Länge des Business Plans auf 60 Monate.

Welchen monat­li­chen Umsatz pro Bild kön­nen wir erwar­ten? Unser Produktionsbüro inves­tiert hohe Summen in die Shootings, um die best­mög­li­che Qualität zu erzie­len. Gute Vorbereitung erlaubt uns die Auswahl gefrag­ter Themen. Für die­se Strategie set­zen wir als Beispiel einen RPI/m von EUR 1,50 an. Der Business Plan Rechner lie­fert fol­gen­de Ergebnisse:

  • Wir müs­sen EUR 268.800 inves­tie­ren, bevor wir zum ers­ten Mal Geld ver­die­nen!
  • Erst im vier­ten Jahr bekom­men wir unse­re Investition wie­der her­ein und sind unterm Strich im grü­nen Bereich.
  • Nach fünf Jahren beträgt der Gesamtgewinn EUR 636.000. Das ist ein Return on Investment von 237%.

Der Aufbau einer Microstock-Produktionsfirma ist teu­er und bedeu­tet har­te Arbeit. Aber wenn man es rich­tig macht, kann man doch immer noch gutes Geld ver­die­nen.

Strategie 2: Der Vollzeit Solo-Fotograf

Für unser zwei­tes Strategie-Beispiel stel­len wir uns vor, du bist ein ein­zel­ner Fotograf, der alles selbst orga­ni­siert und Vollzeit arbei­tet. Hin und wie­der gib­st du Verschlagwortung und Photoshop-Arbeit an ande­re wei­ter.

© Foto: Luis Alvarez
© Foto: Luis Alvarez
  • Wie vie­le Bilder kann­st du monat­li­ch pro­du­zie­ren?
    200 pro Monat.
  • Wie viel kos­tet dich die Produktion eines Bildes?
    Shootings wer­den zwar so güns­tig wie mög­li­ch pro­du­ziert, aber den­no­ch mit einem Fokus auf Qualität. Für eini­ge dei­ner Bilder bezahl­st du exter­ne Dienstleister für die Verschlagwortung und Retusche. Wir set­zen die Kosten bei EUR 10 an.
  • Was sind dei­ne monat­li­chen Fixkosten?
    Wir gehen davon aus, dass du wei­test­ge­hend allei­ne arbei­test und kein Studio mie­test. Da du Vollzeit arbei­test, mus­st du von Microstock leben. Gehen wir davon aus, dass du mit einem ein­fa­chen Leben zufrie­den bist und EUR 1.800 brauchst, um all dei­ne Rechnungen zu bezah­len.
  • Wie vie­le Monate lang will­st du dei­nen Produktionsplan durch­zie­hen?
    Als ein Solo-Fotograf kann­st du nur 3 Jahre für die­ses Business ris­kie­ren.

Angenommen du bist talen­tiert und kann­st mit dei­nen begrenz­ten Möglichkeiten einen RPI/m von EUR 1,20 erzie­len. Unser Business Plan Rechner kommt dann zu fol­gen­dem Ergebnis:

  • Du mus­st EUR 28.200 inves­tie­ren, bevor du zum ers­ten Mal Geld ver­dienst!
  • Erst in der Mitte des drit­ten Jahres bekommst du dei­ne Investition wie­der her­ein und bist unterm Strich im grü­nen Bereich.
  • Nach drei Jahren beträgt der Gesamtgewinn EUR 23.040 und beziehst ein monat­li­ches Gehalt von EUR 4.840.

Mit die­ser Strategie wirst du ein paar Jahre lang kämp­fen müs­sen, aber wenn du durch­hält­st, kann­st du dich auf ein Monatsgehalt von knapp EUR 5.000 ein­stel­len!

Strategie 3: Der Freizeit Amateur-Fotograf

Jeder von uns kennt einen Fotografen, der sei­ne Urlaubs- und Hochzeitsbilder bei ein paar Agenturen hoch­lädt. Ist das eine sinn­vol­le Strategie oder nur Zeitverschwendung? Das kön­nen wir mit dem Rechner leicht über­prü­fen:

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© Foto: Luis Alvarez
  • Wie vie­le Bilder kann­st du monat­li­ch pro­du­zie­ren?
    100 pro Monat. Einfach die gesam­te Karte hoch­la­den.
  • Wie viel kos­tet dich die Produktion eines Bildes?
    Unser Amateur-Fotograf macht nur Urlaubs-, Familien- und Haustierbilder, so dass die Kosten pro Bild sehr nied­rig sind. Wir wäh­len EUR 0.
  • Was sind dei­ne monat­li­chen Fixkosten?
    Unser Amateur-Fotograf lebt haupt­be­ruf­li­ch von etwas ande­rem, so dass von Microstock kei­ne regel­mä­ßi­gen Rechnungen bezahlt wer­den müs­sen. Fixkosten EUR 0.
  • Wie vie­le Monate lang will­st du dei­nen Produktionsplan durch­zie­hen?
    Um die­se Strategie mit dem zwei­ten Szenario ver­glei­chen zu kön­nen, wäh­len wir auch hier 36 Monate.

Bilder von Amateuren ver­kau­fen sich auf dem heu­ti­gen Microstock-Markt nur schlecht. Mit Glück kann man einen RPI/m von 15 Euro-Cent erzie­len.

Mit die­ser Strategie kommt unser Business Plan Rechner zu fol­gen­dem Ergebnis:

  • Unser Amateur-Fotograf muss kein Geld inves­tie­ren und macht von Beginn an Gewinn.
  • Nach drei Jahren kon­stan­ter Produktion hat unser Amateur-Fotograf ins­ge­samt knapp EUR 10.000 ein­ge­nom­men und ver­dient monat­li­ch EUR 540.

Wenn dei­ne Erwartungen nicht zu hoch gesteckt sind und du etwas Zeit hast und extra Taschengeld ver­die­nen möch­test, kann die Arbeit als Amateur Microstocker durch­aus ein net­tes Nebeneinkommen bie­ten.

Unsere Tipps für dei­nen Erfolg

Alle drei Strategien zei­gen, dass man mit Geduld und har­ter Arbeit im Microstock-Business auch heu­te noch ein gutes monat­li­ches Einkommen erzie­len kann. Der Business Plan Rechner ver­deut­licht die ver­schie­de­nen Variablen, die dei­nen Erfolg beein­flus­sen.

Vor allem aber zeigt er, dass eine Variable den höchs­ten Einfluss auf dei­nen Gewinn hat: der monat­li­che Umsatz pro Bild (RPI/m). Du kann­st noch so vie­le Bilder mehr pro­du­zie­ren oder dei­ne Kosten pro Bild noch so sen­ken: Ein schlech­ter RPI/m wird die­se Anstrengungen immer zunich­te machen. Andererseits, wenn du dich dar­auf kon­zen­trier­st, dei­nen RPI/m zu erhö­hen, kann dei­ne Microstock-Karriere sehr lukra­tiv sein. Finde es her­aus! Spiele mit dem Business Plan Rechner selbst her­um!

Wir bei Stock Performer haben es uns zum Ziel gesetzt, unse­ren Kunden zu hel­fen ihre Umsätze pro Bild zu erhö­hen und damit ihren Gewinn zu maxi­mie­ren. Ein paar wich­ti­ge Tipps, die wir unse­ren Kunden geben:

  • Konzentriere dich auf Agenturen, die gut dar­in sind, den Content zu ver­kau­fen, den du pro­du­zier­st.
  • Nutze Analytics Tools wie Stock Performer, um den Erfolg dei­ner Bilder zu mes­sen und mehr von den Gewinnbringern zu pro­du­zie­ren. Verschwende kei­ne Zeit an Bildern, die sich nicht ver­kau­fen.
  • Nutze sol­che Analytics Tools, um her­aus­zu­fin­den, wel­cher Content auf wel­chen Agenturen gut läuft. Biete Bilder an der rich­ti­gen Stelle exklu­siv an, um dei­nen Umsatz zu erhö­hen.
  • Identifiziere Nischen, auf die du Zugriff hast.
  • Verfolge den Markt und wel­che Themen und Stile gefragt sind. Stock Performer hilft dir dabei, die kom­men­den und gehen­den Trends zu erken­nen, bevor die ande­ren Fotografen sie ent­de­cken.

Wenn du mehr dar­über ler­nen will­st, wie Stock Performer dir hel­fen kann, dei­ne Einnahmen zu maxi­mie­ren, mel­de dich zu unse­rem Free Trial an oder schi­cke uns ein­fach eine Email: info@stockperformer.com.

Das Killer-Feature: Stockfotos agenturübergreifend analysieren mit Stock Performer

Gestern sag­te mir ein Mitarbeiter einer gro­ßen Bildagentur, dass sie im Backend ihren Statistik-Bereich erwei­tern wol­len und ob ich Vorschläge hät­te.

Ich mein­te, dass ich für sta­tis­ti­sche Informationen über Verkäufe und so wei­ter so gut wie gar nicht mehr auf die Agenturseite schaue, weil ich alle Daten, die ich brau­che, um mei­ne Umsätze und Bestseller zu ana­ly­sie­ren, viel bes­ser bei Stock Performer auf­be­rei­tet bekom­me. Vor vier Monaten hat­te ich hier schon über eini­ge neue Features berich­tet, aber jetzt haben die Jungs ihr Ass aus dem Ärmel gezo­gen und prä­sen­tie­ren die „Cross Agency Collections“.

Beispieldaten über mehrere Agenturen hinweg
Beispieldaten über meh­re­re Agenturen hin­weg

Das heißt nichts Geringeres als dass die Auswertung der Bilder jetzt agen­tur­über­grei­fend erfolgt. Üblicherweise laden Stockfotografen ja die glei­chen Fotos zu meh­re­ren Agenturen hoch und nun kön­nen wir mit einem Klick sehen, wie viel wir ins­ge­samt mit den Bildern ver­dient haben – über alle unter­stütz­ten Agenturen hin­weg. Die Zuordnung funk­tio­niert bis­her lei­der noch nicht auto­ma­ti­sch, son­dern die Bilder müs­sen ent­we­der per Hand in die rich­ti­ge Collection ein­sor­tiert wer­den oder die Lightboxes, Image Sets oder wie auch immer das bei jeder Agentur anders heißt, müs­sen den glei­chen Namen haben, damit Stock Performer die Bilder auto­ma­ti­sch zusam­men­füh­ren kann.

Neben den Gesamtwerten wie RPI (Return per Image), RPI/m (Return per Image pro Monat), RPD (Revenue per Download), Umsatz, Downloads und so wei­ter kön­nen die Daten natür­li­ch auch alle auf die ein­zel­nen Agenturen her­un­ter­ge­bro­chen wer­den.

Außerdem gibt es ein neu­es Feature namens „Revenue Breakdown“. Damit kann ich bequem sehen, mit wel­chen mei­ner Fotoshootings ich im letz­ten Monat, im letz­ten Quartal, im letz­ten hal­ben oder gan­zen Jahr das meis­te Geld ver­dient habe . Das ist sehr hilf­reich, wenn Agenturen mal wie­der an den Stellschrauben für ihren Suchalgorithmus dre­hen und sich plötz­li­ch ganz ande­re Bilder bes­ser ver­kau­fen.

Die genann­ten Features sind nur in der „Eagle“-Mitgliedschaft ent­hal­ten, aber für den gesa­men Oktober kön­nen auch die Mitglieder mit der „Sparrow“-Mitgliedschaft die Nützlichkeit der neu­en Funktionen tes­ten.

Es mag wie Marktschreierei geklun­gen haben, aber mal ganz ern­st und nüch­tern: Wenn ich nicht gera­de Bilder hoch­la­de, son­dern wis­sen will, wie viel Geld ich mit mei­nen Fotos ver­dient habe, wel­che Motive sich zu Bestsellern ent­wi­ckeln und wel­che mei­ner Shootings am lukra­tivs­ten waren, bin ich täg­li­ch deut­li­ch län­ger auf der Webseite von Stock Performer unter­wegs als auf allen Agentur-Webseiten zusam­men.

Neue Funktionen bei Microstock-Analyse-Tool Stockperformer

Vor ca. zwei­ein­halb Jahren habe ich in die­sem Blogartikel das neue Microstock-Analyse-Tool Stockperformer vor­ge­stellt. Seitdem nut­ze ich das Tool ohne Übertreibung täg­li­ch und es ist so einem wich­ti­gen Werkzeug in mei­ner täg­li­chen Arbeit gewor­den.

Stockperformer erlaubt mitt­ler­wei­le die Auswertung von Verkäufen von neun (!) Bildagenturen: iSto­ck, Shutterstock, Fotolia, Dreamstime, 123rf, Pond5, Depositphotos, Stocksy, Getty Images, sowie das Partnerprogramm und die Getty-Verkäufe über iSto­ck.

Neben den Verkaufszahlen zu ein­zel­nen Bildern gibt es eine monat­li­che Gesamtauswertung, die Anzeige der Bestseller in wähl­ba­ren Zeiträumen bei den ein­zel­nen Agenturen, eine Collection-Verwaltung, mit der der Umsatz und die Verkäufe ein­zel­ner Bildserien zusam­men­ge­fasst ana­ly­siert wer­den kön­nen und vie­les mehr.

In den über zwei Jahren haben Luis und Oliver flei­ßig dar­an gear­bei­tet, neue Funktionen ein­zu­bau­en. So gibt es jetzt bei­spiels­wei­se eine Prognose der monat­li­chen Umsätze, mit der man schon Mitte des Monats abschät­zen kann, wie sich die Verkäufe bis zum Monatsende ent­wi­ckeln wer­den, ent­we­der für alle Agenturen gesamt oder die ein­zel­nen Agenturen:

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Dazu gibt es eine detail­lier­te Verkaufsaufschlüsselung, wel­che die Verkäufe und Umsätze nach Medientyp (Bilder, Videos, Vektoren, …), run­ter­ge­la­de­ner Bildgröße, Credits vs. Abo, Upload-Jahr etc. aus­wer­tet:

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Am häu­figs­ten nut­ze ich Stockperformer aber, um gen­au zu sehen, wie viel Umsatz ich bei den ver­schie­de­nen Agenturen mit einem Shooting gesamt gemacht habe. Dafür las­sen sich bequem dich Kollektionen, Lightboxen oder Collections von Fotolia, Shutterstock, 123rf und Dreamstime mit einem Klick impor­tie­ren, wenn die­se bei den Agenturen ange­legt wur­den. Die Bilder kön­nen aber auch bei Stockperformer mit dem „Collection Manager„selbst zu Serien zusam­men­ge­fügt wer­den. So sieht das unge­fähr aus, unten folgt dann die Auflistung der dazu­ge­hö­ri­gen Thumbnails, die nach Datum, Medientyp, Umsatz, Verkäufen oder RPD (Revenue per Download) sor­tiert wer­den kön­nen:

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Ganz neu ist die Funktion der „Supplier Accounts“: Die ermög­licht Nutzern, eine oder meh­re­re Collections mit einer ande­ren Person zu sein. Das kön­nen zum Beispiel Models, Visagisten, Location-Eigentümer, Assistenten, Verschlagworter, Grafikdesigner oder ande­re Mitarbeiter einer Fotosession sein. Vor allem, wenn Personen antei­lig am Umsatz der Fotosession betei­ligt wer­den sol­len, sind die Supplier Accounts eine sinn­vol­le Lösung, damit meh­re­re Leute die glei­chen Daten sehen kön­nen und die Abrechnung trans­pa­rent geschieht. Für die Fotografen kos­tet zum Beispiel ein sol­cher zusätz­li­cher Account 24 Euro im Monat. Die ande­re Person erhält dann Zugangsdaten zu Stockperformer und sieht dann im Nutzerbereich nur die Daten der Collections, wel­che der Fotograf dafür frei­ge­schal­tet hat.

Mit die­sen Funktionen ist Stockperformer ein „Must-Have“ für alle, die haupt­be­ruf­li­ch bei den genann­ten Bildagenturen Fotos ver­kau­fen. Und auch wer das neben­be­ruf­li­ch macht und – sagen wir – mehr als 400 Euro monat­li­ch damit ver­dient, soll­te sich Stockperformer gen­au anschau­en.

Mich wür­de inter­es­sie­ren: Welche Agenturen soll­ten eben­falls von Stockperformer aus­ge­wer­tet wer­den?

37 verkäufliche Top-Themen für Stockfotos

Welche Bilder und Motive ver­kau­fen sich über Bildagenturen am bes­ten?

Das ist die ewig glei­che Frage und frü­her muss­ten Fotografen sich dabei vor allem auf ihre Erfahrung, das Bauchgefühl und ihren Instinkt ver­las­sen. Das sind immer noch nütz­li­che Werkzeuge, aber in der heu­ti­gen digi­ta­len Welt, wo auch die Suchbegriffe digi­tal erfasst wer­den, kommt eine wei­te­re hilf­rei­che Komponente hin­zu: „Big Data“. Die genaue Erklärung fin­det ihr im Link, die Kurzform ist: Aus ver­schie­de­nen Datenquellen wer­den gro­ße Mengen an Daten durch­sucht und ana­ly­siert.

Dieses Bild deckt sowohl „Multigenerationen-Familie“ als auch „Großeltern/Enkelkinder“ und „Älteres Paar/Seniorenpaar“ ab.

In Hinblick auf die Stockfotografie leis­ten da die Jungs von Stock Performer und Picworkflow* groß­ar­ti­ge Arbeit. Ein ganz prak­ti­sches Beispiel lie­fern sie in ihrer kom­bi­nier­ten Analyse von Käufer-Suchbegriffen bei Bildagenturen. Stock Performer fing mit die­ser Liste an und Picworkflow griff sie auf und opti­mier­te sie zu die­ser hier.

Ich über­set­ze die letz­te­re Liste jetzt und habe sie nach „Beliebtheit“ bei den Bildkäufern sor­tiert. Einige ähn­li­che Begriffe habe ich zusam­men­ge­fasst (man kann Enkelkinder kaum ohne Großeltern dar­stel­len).

  • Mehrgenerationen-Familien
  • Besprechungsraum
  • Kundenberater
  • multi-ethnische Gruppe
  • Großeltern/Enkelkinder
  • Seminar
  • Handschlag
  • fra­gen
  • Älteres Paar/Seniorenpaar
  • Fitnesscenter
  • Ausbilder
  • Patient
  • Rückansicht
  • Hund
  • Laufen/Jogging
  • Nachtclub
  • Radfahren
  • repa­rie­ren
  • Textnachricht
  • Smartphone
  • klei­ne Einzelhändler
  • Headset
  • Sexsymbol
  • medi­zi­ni­sche Untersuchung
  • Arbeiter
  • Tablet Computer
  • am Telefon
  • Klassenzimmer
  • sprin­gen
  • Ingenieur
  • Lehrer
  • schla­fen
  • Kopfhörer
  • besorgt
  • Meeting
  • Diagramm
  • Aufstieg

Diese 37 Begriffe bie­ten genü­gend Anhaltspunkte für gute und vor allem lukra­ti­ve Shootings. Zu beach­ten ist, dass eini­ge Themen am bes­ten in Kombination funk­tio­nie­ren (Lehrer/Klassenzimmer oder Patient/Untersuchung). Wer sich wun­dert, was „Rückansicht“ bedeu­ten soll: Das wird ger­ne als Ergänzung in Kombination mit dem eigent­li­ch gesuch­ten Begriff ver­wen­det, in der Art „Senioren von hin­ten“ oder „Rückansicht einer Frau beim Laufen“.

Auch zum Verschlagworten ist die­se Liste sehr hilf­reich, wenn auch mit Vorsicht zu genie­ßen, weil viel vom kon­trol­lier­ten Vokabular von iSto­ck drin steckt. So suchen Leute viel­leicht doch eher nach „Familie Senioren“ als nach „Mehrgenerationen-Familie“.

Aber die­se Liste, kom­bi­niert mit der oben genann­ten Erfahrung und dem Instinkt eines guten Stockfotografen soll­te ein guter Ratgeber für zukünf­ti­ge Stockfotos sein. Auch für mein geplan­tes „Microstock-Shooting-Experiment“ könn­te die Liste nütz­li­ch sein. Doch dazu in einem eige­nen Beitrag bald mehr.

Was sagt ihr zu der Liste? Was fällt euch auf?