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Das Beste aus dem Stockfotografie-Forum – Mai 2012

Das neu gegrün­de­te www.stockfotografie-forum.de ist jetzt ca. sechs Wochen alt. Da außer­dem der Monat so gut wie zu Ende ist, ist es ange­bracht, auf eini­ge Perlen des Forums zu ver­wei­sen, falls ihr die­se bis­her noch nicht gele­sen habt. Wer noch nicht ange­mel­det ist, kann das auch schnell und ein­fach mit sei­nem Facebook- oder Twitter-Account machen.

Hier eini­ge sehr lesens­wer­te Diskussionen mit vie­len hilf­rei­chen Tipps und Informationen in loser Reihenfolge (eini­ge Beiträge las­sen sich nur nach Anmeldung lesen):

Ich freue mich, wenn ihr euch an den Diskussionen betei­ligt oder neue span­nen­de Beiträge auf­macht.

Rezension: „Konzertfotografie. Three songs, no flash!“ von Loe Beerens

Was eini­ge von Euch viel­leicht nicht wis­sen: So neben­bei, neben die­sem Blog und mei­ner Arbeit als Fotoproduzent schrei­be ich auch regel­mä­ßig – unent­gelt­li­ch – für ein Online-Musikmagazin. In die­sem Rahmen foto­gra­fie­re ich ab und zu Bands bei Konzerten. Deshalb war ich auf das Buch “ Konzertfotografie. Three songs, no flash!“* von Loe Beerens gespannt.

Meine Erwartungen wur­den nicht ent­täuscht. Das Buch ist eine Mischung aus Fotobuch und Sachbuch, denn die knapp 150 Seiten sind mit 190 Farbfotos bestückt, oft auch ganz­sei­tig. Seiten ohne Fotos sind fast nicht zu fin­den.  Löblich ist, dass zu jedem Bild die Belichtungsdaten ver­merkt sind. Vor allem die groß­for­ma­ti­gen Bilder bewei­sen jedoch auch, dass ISO 1600 heu­te die tech­ni­sche Grenze für Bilder in guter Druckqualität ist. Wer rech­nen kann, merkt, dass da nicht mehr viel Platz für Text sein kann. Aber wenn etwas dort steht, hat es Hand und Fuß.


Loe Beerens foto­gra­fiert seit Anfang der 1980er Jahre Musiker und ist seit 1995 der Fotograf für die Plattenfirma Universal Music in den Niederlanden. Seine Tipps sind kurz, aber ver­ständ­li­ch, tref­fend und hilf­reich. Wer noch nie auf Konzerten foto­gra­fiert hat, der wird das Buch sehr lehr­reich fin­den, auch wenn wie über­all viel Übung essen­ti­ell ist. Der Autor fängt an mit der Akkreditierung für ein Konzert, beschreibt die Rangordnung der Mitarbeiter einer Tournee und die Foto-Regeln. Er erklärt, auf was beim Licht zu ach­ten ist und wie sich Konzertfotos bei unter­schied­li­chen Musikstilen und Instrumenten unter­schei­den. Kurz geht er auf not­wen­di­ge Kameras und Objektive ein. Abgerundet wird das Buch durch Kapitel zum Thema Duette, Leinwand-Projektionen, Theaterfotos, Aufnahmen von DJs und in Tonstudios, beim Ballett und Fashion Shows.

Etwas kurz kommt zusätz­li­ch hilf­rei­ches Zubehör neben der Kamera und Objektiven, wie Ohrenstöpsel (wenn man vor­ne an den Boxentürmen steht, sind die nicht mehr hilf­reich, son­dern lebens­wich­tig), Einbein-Stative etc. Um Konzertfotos machen zu kön­nen, muss man jedoch erst die Erlaubnis bekom­men. Das han­delt Loe Beerens auf ca. zwei Seiten viel zu kurz ab. Vor allem weist er dar­auf hin, dass es ohne per­sön­li­che Kontakte oder Beziehungen zu Plattenfirmen, Konzertveranstaltern, Musikern o.ä. kaum mög­li­ch ist, Einlass zu bekom­men. Auch die recht­li­chen Aspekte, zum Beispiel die heu­ti­gen Knebelverträge von Robbie Williams und Konsorten und der Umgang damit, fin­den im Buch lei­der kei­nen Platz. Ein Kapitel am Ende wid­met sich aber dem Thema „Vermarktung der Aufnahmen“. Es lässt sich kurz zusam­men­fas­sen: Vergiss es! Das ist inso­fern erstaun­li­ch, da der Autor ja gen­au davon zu leben scheint.

Was für Erfahrungen habt ihr mit der der Konzertfotografie gemacht? Wie habt ihr die Erlaubnis bekom­men? Wie konn­tet ihr Eure Bilder ver­mark­ten?

* = Affiliate-Link (Ich erhal­te eine klei­ne Provision beim Kauf, ihr zahlt nicht mehr)