<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Alltag eines Fotoproduzenten &#187; Rechtliches</title>
	<atom:link href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/category/rechtliches/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de</link>
	<description>Fotos: Beauty _ Business _ Emotions</description>
	<lastBuildDate>Wed, 01 Feb 2012 07:57:34 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Frag den Fotograf: BG ETEM Pflichtversicherung vermeiden</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2012/01/23/frag-den-fotograf-bg-etem-pflichtversicherung-vermeiden/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2012/01/23/frag-den-fotograf-bg-etem-pflichtversicherung-vermeiden/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 08:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frag den Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Beitragszahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsgenossenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[BG ETEM]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[gesetzliche Unfallversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Unfallversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherungspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherungsschutz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/?p=7017</guid>
		<description><![CDATA[Wieder hatte ich eine Mail im Postfach, die bestimmt auch einige von Euch Leserinnen und Lesern interessieren wird: &#8220;Hallo Robert! Seit einiger Zeit lese ich nun schon begeistert deine Artikel auf alltageinesfotoproduzenten.de. Da hast du wirklich eine interessante Seite in Leben gerufen. Viele nützliche Informationen, Anregungen, etc.. Dafür erst mal vielen Dank! Ich hätte da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder hatte ich eine Mail im Postfach, die bestimmt auch einige von Euch Leserinnen und Lesern interessieren wird:</p>
<blockquote><p>&#8220;Hallo Robert!</p>
<p>Seit einiger Zeit lese ich nun schon begeistert deine Artikel auf alltageinesfotoproduzenten.de.<br />
Da hast du wirklich eine interessante Seite in Leben gerufen. Viele nützliche Informationen, Anregungen, etc..<br />
Dafür erst mal vielen Dank!</p>
<p>Ich hätte da allerdings eine Frage zum Thema Berufsgenossenschaft:</p>
<p>Die BG ETEM ist ja leider eine Pflichtversicherung. Aber gibt es vielleicht eine Möglichkeit, diese Mitgliedschaft zu umgehen?</p>
<p>Der Grund, warum ich das frage, ist folgender: Ich arbeite bereits seit einigen Jahren als freiberuflicher Dozent im sozialen Bereich. Seit einiger Zeit überlege ich jedoch, auf Stockfotografie umzusatteln.</p>
<p>Leider verdient man als Dozent aber nicht unbedingt die Welt; um ehrlich zu sein wird es seit einiger Zeit immer schwerer, neue Verträge zu bekommen und einen vernünftigen Lohn auszuhandeln. Das Geld sitzt also nicht mehr so locker wie früher.<br />
Die Kosten für die BG (nach Auskunft der BG etwa 295 Euro jährlich) würde ich zumindest im ersten Jahr lieber in den Ausbau der Tätigkeit investieren.</p>
<p>Mir ist klar, dass ich in der Zeit praktisch nicht versichert wäre, was natürlich klar von Nachteil ist.<br />
Auf der anderen Seite sind 300 Euro zur Zeit eine Menge Geld für mich. Sollte sich nach einem halben Jahr herausstellen, dass das mit der Stockfotografie nicht funktioniert, hätte ich 150 Euro zum Fenster rausgeworfen, da ich nicht glaube, dass die BG mir die Differenz zurückzahlen würde.</p>
<p>Nun habe ich in einigen Foren gelesen, dass man mit der Anmeldung bei der BG einfach warten könnte, bis diese sich bei einem meldet. Angeblich würde es dabei nicht zu Nachzahlungen kommen. Das kann ich mir zwar irgendwie nicht vorstellen, aber vielleicht könntest du mir dazu etwas Genaueres sagen.</p>
<p>Ich glaube jemand der das hauptberuflich macht, kann einem da verlässlichere Informationen geben als die Mitglieder in Fotoforen.</p>
<p>Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir dazu etwas sagen könntest.</p>
<p>Vielen Dank im Voraus, Kai&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer Fotograf ist und von der BG ETEM noch nichts gehört hat, sollte sich <a href="http://www.bgdp.de/pages/mitgliedschaft/fotografen/Foto.pdf" target="_blank">hier schnell informieren</a>.</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/logo_bgetem.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7093" title="logo_bgetem" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/logo_bgetem.jpg" alt="" width="150" height="55" /></a></p>
<p><strong>BG ETEM</strong> ist die Abkürzung für &#8220;Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse&#8221;. Letzteres umfasst auch Fotografen. Das heißt, jeder Fotograf ist <strong>verpflichtet</strong>, in deren Branchenverwaltung &#8220;Druck und Papiererzeugnisse&#8221; Mitglied zu sein, selbst wenn er nur digital arbeitet. Diese <strong>Pflichtversicherung</strong> gilt für alle Fotografen, egal, ob sie als feste Freie, freie Freie, Pauschalisten oder als freischaffende Künstler arbeiten.</p>
<p>Der <strong>Vorteil</strong> der Mitgliedschaft liegt auf der Hand:</p>
<p>In der Mitgliedschaft ist eine <strong>gesetzliche Unfallversicherung</strong> enthalten, welche Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten, Wegeunfälle und Verkehrsunfälle auf dem Weg zu einem Kunden entschädigt. Die Unfälle müssen im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen.</p>
<p>Auch wer selbst eine private Unfallversicherung hat, ist von der Pflichtversicherung nicht ausgenommen.</p>
<p>Der <strong>Nachteil</strong> ist aber ebenso klar:</p>
<p>Die Mitgliedschaft kostet <strong>Geld</strong>, auch wenn die gesetzliche Unfallversicherung deutlich günstiger als eine private ist. Die Beiträge hängen vom Einkommen ab und fangen bei ca. 200 Euro pro Jahr an.</p>
<p>Es gibt jedoch eine Möglichkeit für Fotografen, sich von der Versicherungspflicht zu befreien. Diese wird in der Satzung der BG ETEM in <a href="http://www.bgetem.de/htdocs/r30/vc_shop/bilder/firma53/d_013_a09-2011.pdf" target="_blank">§46 Abschnitt 2</a> erklärt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Nach Absatz 1 versicherte Unternehmer und Unternehmerinnen, die selbst nicht mehr als 100 Arbeitstage (8 Stunden = 1 Arbeitstag) jährlich im Unternehmen arbeiten, werden auf schriftlichen Antrag von der Versicherungspflicht befreit.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer also weniger als 100 Arbeitstage im Jahr als Fotograf tätig ist, kann einen formlosen Antrag bei der BG ETEM einreichen, der ihn von der Beitragszahlung befreit. Damit entfällt jedoch auch der Versicherungsschutz.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/09f5779dc81e44868d5784eed0dc81e0" width="1" height="1" alt=""><br />
<em>Welche Erfahrungen habt ihr mit der Berufsgenossenschaft gemacht?</em></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2012%2F01%2F23%2Ffrag-den-fotograf-bg-etem-pflichtversicherung-vermeiden%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2012/01/23/frag-den-fotograf-bg-etem-pflichtversicherung-vermeiden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie ein Stockfoto fast die US-Präsidentschaftswahl beeinflusste</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/12/12/wie-ein-stockfoto-fast-die-us-praesidentschaftswahl-in-den-usa-beeinflusste/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/12/12/wie-ein-stockfoto-fast-die-us-praesidentschaftswahl-in-den-usa-beeinflusste/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 08:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[herman Cain]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Kneschke]]></category>
		<category><![CDATA[Stockfoto]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Women for Cain]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/?p=6969</guid>
		<description><![CDATA[Als ich vor knapp zwei Wochen an einem Freitagabend von einem Shooting nach Hause kam, blinkte mein Anrufbeantworter wie wild. Drei Journalisten aus den USA hatten mir aufs Band gesprochen und alle hatten parellel ebenfalls Emails geschickt, um mit mir sprechen zu können. Was war passiert? Kurz vorher hatte der us-amerikanische Präsidentschaftskandidat Herman Cain (tritt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vor knapp zwei Wochen an einem Freitagabend von einem Shooting nach Hause kam, blinkte mein Anrufbeantworter wie wild. Drei Journalisten aus den USA hatten mir aufs Band gesprochen und alle hatten parellel ebenfalls Emails geschickt, um mit mir sprechen zu können. Was war passiert?</p>
<p>Kurz vorher hatte der us-amerikanische Präsidentschaftskandidat <strong><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Herman_cain" target="_blank">Herman Cain</a></strong> (tritt für die Republikaner an) eine Kampagne namens &#8220;<strong>Women for Cain</strong>&#8221; ins Leben gerufen. Grund waren Vorwürfe gegen Cain wegen sexueller Belästigung und Sexaffären. Diese Kampagne sollte seinen weiblichen Unterstützern ein Forum bieten, die Vorwürfe gegen ihn &#8211; in teils vulgärer Sprache &#8211; zu entkräften. Zur Kampagne gehörte auch ein Stockfoto von mir mit <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2010/07/04/vier-maedchen-auf-einem-haufen-beim-shooting/" target="_blank">vier jungen Mädchen</a>, welche die Daumen hochhalten.</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/Women-For-Cain-SG.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6970" title="Women-For-Cain-SG" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/Women-For-Cain-SG.jpg" alt="" width="600" height="413" /></a><br />
Als studierter Politologe weiß ich, dass der <strong>Wahlkampf</strong> in den USA mit deutlich härteren Bandagen als hier ausgefochten wird. Deshalb war die Nutzung meines Stockfotos ein gefundenes Fressen für die Journalisten. Der vielgelesene US-Blog <strong>Talking Points Memo</strong> stürzte sich als erstes auf die Geschichte und rief zu einer <a href="http://talkingpointsmemo.com/archives/2011/12/women_for_cain.php" target="_blank">Suche nach den Models</a> auf, um diese nach ihrer Meinung zu fragen. Daraufhin meldeten sich bei mir Journalisten von der New York Post, der Huffington Post und einigen anderen US-Medien bei mir. Selbst eine Kölner Schwulenzeitschrift wollte über die Sache berichten.</p>
<p>Ich habe etwas Erfahrung mit Medienpolitik, deshalb verzichtete ich auf voreilige Aussagen und bat ich die Journalisten, mir einen Tag Zeit zu geben, bis ich die Angelegenheit näher untersucht habe. Ich kontaktierte die beiden <strong>Bildagenturen</strong>, bei denen die Wahrscheinlichkeit am größten war, dass das Foto darüber lizenziert worden war: Fotolia und Shutterstock. Außerdem schrieb ich eine Mail an die Kampagnenleitung mit der direkten Frage, wo Herman Cain das Foto lizenziert habe. Auf die letzte Mail habe ich bis heute keine Antwort erhalten, aber <strong>Shutterstock</strong> meldete sich von zwei Stunden bei mir und bestätigte, dass jemand des Wahlkampfteams von Cain das Bild dort runtergeladen habe.</p>
<p>Jetzt wird es spannend: Der <a href="http://www.shutterstock.com/licensing.mhtml" target="_blank">Bildnutzungsvertrag von Shutterstock</a> verbietet ausdrücklich in Teil II.9. die Nutzung der Fotos für &#8220;politische Unterstützung:</p>
<blockquote><p>&#8220;PART II &#8211; RESTRICTIONS</p>
<div>YOU MAY NOT:</div>
<div>[...]<br />
9.</div>
<div>Use an Image in a way that places any person depicted in the Image in a bad light or in a way that they may find offensive &#8211; this includes, but is not limited to the use of Images: [...] d) in connection with political endorsements&#8221;</div>
</blockquote>
<div>
<p>Das ist sehr eindeutig formuliert. Die Nutzung in der Cain-Kampagne suggiert deutlich, dass die gezeigten Frauen den Präsidentschaftskandidaten unterstützen würden. Deshalb sorgte Shutterstock auch sofort dafür, dass das Foto von der Kampagnenwebseite entfernt wird. Das wiederum führte in den <a href="http://2012.talkingpointsmemo.com/2011/12/herman-cain-launches-women-for-cain-with-brutal-attacks-on-husbandless-accusers.php" target="_blank">Kommentarspalten</a> der berichtenten US-Medien zu hämischen Kommentaren, weil eine Zeitlang nur &#8220;Women Cain&#8221; im Titel stand, bis das Bild durch ein unverfängliches Foto von Cain mit seiner Ehefrau ersetzt wurde.</p>
<p>Die Journalisten, die bei mir anfragten, wollten natürlich wissen, was ich von der Bildnutzung halte, wie ich zu Cains Politik stünde und ich ich den Kontakt zu den abgebildeten Frauen herstellen könne. Letzteres verweigerte ich mit einem Hinweis auf den Datenschutz. Ich informierte die Models jedoch selbst über die Nutzung und das Medieninteresse und versicherte, mich um den Fall zu kümmern.</p>
</div>
<div>Den Journalisten antwortete ich:</div>
<blockquote><p>&#8220;The photo was taken in April 2010 and the women in the picture are models living in or near Cologne, Germany.<br />
I informed the models about the usage and told them that I will pass on their contact information if they want me to, but so far nobody of them has responed.</p>
<p>The image was taken in my studio in Cologne, Germany for stock photo libraries like Shutterstock and Fotolia.<br />
I wrote about the photosession here in my blog:<br />
<a href="../2010/07/04/vier-maedchen-auf-einem-haufen-beim-shooting/" target="_blank">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2010/07/04/vier-maedchen-auf-einem-haufen-beim-shooting/</a></p>
<p>I also contacted the agency that sold the image and had them remove the image from the Cain campaign, because it was a clear breach of the licence agreement from Shutterstock which forbids &#8220;political endorsments&#8221; with the images: <a href="http://www.shutterstock.com/licensing.mhtml" target="_blank">http://www.shutterstock.com/licensing.mhtml</a> (section Part II, 9.d)</p>
<p>I certainly disagree with Mr. Cain using the image in a way that is not conform with the licence agreement. If you run for president, you should know your legal terms.</p>
<p>I, however, did not follow the presidential campaign in the USA closely enough to make a judgement about Mr. Cain or his political positions.</p>
<p>If you have further questions, let me know.&#8221;</p></blockquote>
<p>Noch am selben Tag trat Herman Cain von seiner Kandidatur zurück. Die falsche Verwendung des Stockfotos war sicher nicht der Auslöser für diese Entscheidung, aber wenn er weiterhin kandidiert hätte, hätten vor allem die liberalen US-Medien das Thema gerne breiter ausgewalzt, um Cain an den Karren zu fahren. So berichtete die Huffington Post sichtlich <a href="http://www.huffingtonpost.com/2011/12/05/huffpost-hill---our-one-d_n_1130525.html" target="_blank">enttäuscht über den Fall</a>, weil das Interesse an Cain-Nachrichten nach seinem Rücktritt verständlicherweise abgenommen hat. Selbst diese verspätete Meldung wurde zigfach zitiert und schon die erste Meldung von Talking Points Memo wurde oft <a href="http://twitter.com/#!/milowent/status/142651784794619905" target="_blank">getwittert</a> und <a href="http://ethercycle.com/blog/index.php?entry=192" target="_blank">aufgegriffen</a>. Hätte Cain an seiner Kandidatur festgehalten, bin ich mir sicher, dass auch die New York Post und in Folge viele andere Zeitungen darüber berichtet hätten und der Tenor wäre sicher nicht positiv gewesen.</p>
<p><strong>Die Moral von der Geschichte?</strong></p>
<p>Wer Stockfotos verwenden will, sollte sich an die <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2009/07/20/stockfotos-kaufen-verbotene-nutzungen/">Lizenzbedingungen</a> halten. Vor allem dann, wenn man stark im Rampenlicht steht.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/7d5f7381396542f2aec1774d86e25651" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><em>Wie hättet ihr an meiner Stelle reagiert?</em></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F12%2F12%2Fwie-ein-stockfoto-fast-die-us-praesidentschaftswahl-in-den-usa-beeinflusste%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/12/12/wie-ein-stockfoto-fast-die-us-praesidentschaftswahl-in-den-usa-beeinflusste/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>19</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme von dpa Picture-Alliance zu meinem Blog-Artikel</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/12/07/stellungnahme-von-dpa-picture-alliance-zu-meinem-blog-artikel/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/12/07/stellungnahme-von-dpa-picture-alliance-zu-meinem-blog-artikel/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 08:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildagenturen]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Abrechnung]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Bildagentur]]></category>
		<category><![CDATA[Chromorange]]></category>
		<category><![CDATA[dpa]]></category>
		<category><![CDATA[Nicole Hoffmann]]></category>
		<category><![CDATA[picture alliance]]></category>
		<category><![CDATA[Vertriebspartner]]></category>
		<category><![CDATA[Waldhäusl]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/?p=6949</guid>
		<description><![CDATA[Vor ca. zwei Wochen hatte ich hier im Blog über Abrechnungsprobleme bei einigen Bildagenturen geschrieben. Mittlerweile habe alle drei im Artikel genannten Agenturen zu meinem Artikel Stellung genommen. Hier ihre Aussagen: Die Bildagentur Waldhäusl veröffentlichte am 1. Dezember einen Hinweis in deren Blog mit dem Titel &#8220;Prozedur für nicht abgerechnete Webverwendungen über Chromorange&#8220;. Darin schreibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ca. zwei Wochen hatte ich hier im Blog über <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/11/25/abrechnungsstau-in-der-bildvertriebskette-waldhaeusl-chromorange-dpa-picture-alliance/" target="_blank">Abrechnungsprobleme bei einigen Bildagenturen</a> geschrieben.</p>
<p>Mittlerweile habe alle drei im Artikel genannten Agenturen zu meinem Artikel Stellung genommen. Hier ihre Aussagen:</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/2011a_anne-lena_mit_mikrofon_07_2720.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6951" title="Hand hält Mikrofon" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/2011a_anne-lena_mit_mikrofon_07_2720.jpg" alt="" width="349" height="393" /></a></p>
<p>Die Bildagentur <strong>Waldhäusl</strong> veröffentlichte am 1. Dezember einen Hinweis in deren Blog mit dem Titel &#8220;<a href="http://blog.waldhaeusl.com/?p=1266" target="_blank">Prozedur für nicht abgerechnete Webverwendungen über Chromorange</a>&#8220;.</p>
<p>Darin schreibt die Agentur:</p>
<blockquote><p>&#8220;Liebe Fotografen,</p>
<p>in letzter Zeit häufen sich Beschwerden, dass Bilder, die über Chromorange vermarktet werden, auch nach langer Zeit nicht abgerechnet wurden. Es handelt sich dabei um Online-Verwendungen im Jahr 2009.</p>
<p>Es scheint, dass einige Verwendungen nicht richtig erfasst wurden. Daher gelangte in einzelnen Fällen das Honorar nicht zu Chromorange und in weiterer Folge auch nicht zu Ihnen.</p>
<p>Sammeln Sie Screenshots und URLs von Websites die nicht abgerechnete Bilder aus Ihrem Bestand zeigen und mailen Sie sie an uns. Wir werden diese an Chromorange zur Abrechnung weiterleiten.</p>
<p>Wir versuchen diese Fälle so rasch wie möglich zu klären und bedauern, dass einige Bildverwendungen dadurch erst verspätet zur Auszahlung kommen.</p>
<p>Vielen Dank für Ihr Verständnis!&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Geschäftsführer von <strong>Chromorange</strong> wiederum drohte mir mit rechtlichen Schritten, wenn ich ihn namentlich nennen oder zitieren würde.</p>
<p>Die Marketing-Managerin Nicole Hoffmann von der <strong>dpa Picture-Alliance GmbH</strong> schrieb mir eine Mail, die ich hier wiedergeben darf:</p>
<blockquote><p>&#8220;Lieber Herr Kneschke,</p>
<p>mit Interesse haben wir Ihren Blogeintrag verfolgt. Als Bildvermarktungsagentur vertreiben wir unter anderem auch Bildmaterial, das wir von der Bildagentur Chromorange zur Vermarktung erhalten. Seien Sie versichert, dass wir alle uns bekannten Bildverwendungen zeitnah und ordnungsgemäß mit der Agentur abrechnen. Die Ausschüttung des Bildhonoraranteils erfolgt dabei zeitgleich mit der Rechnungsstellung zum Kunden, so dass wir hier sogar in Vorleistung gehen. Eine Abrechnung setzt allerdings voraus, dass uns die Nutzung des entsprechenden Bildes auch bekannt ist. Dies geschieht bei Zeitungen, Magazinen und deren online-Auftritten nun einmal branchenüblich durch Meldung der genutzten Bilder seitens der Publikationen, so dass es immer dann zu Verzögerungen im Ablauf kommen kann, wenn diese nicht zeitnah erfolgt.</p>
<p>Es mag sein, dass Ihnen diese vom Vertrauensverhältnis zwischen Agentur und Kunde geprägte Vorgehensweise nicht zweckmäßig erscheint, wir haben allerdings keinen Grund zur Annahme, dass dieses seit Jahrzehnten übliche Procedere nicht zielführend ist. Da die Verwendungsmeldungen unserer Kunden in der Regel nicht maschinell erstellt werden, ist es denkbar, dass Bilder übersehen oder mit falscher Bildnummer zurückgemeldet werden. Sollte aus solchem Grunde einmal ein Bild nicht korrekt abgerechnet worden sein, sind wir für jeden Hinweis dankbar und werden selbstverständlich derlei umgehend korrigieren.</p>
<p>Auch wenn wir Ihre Verärgerung über scheinbar unabgerechnetes Bildmaterial verstehen können, ist uns nicht ganz verständlich, warum Sie Herrn Eckhardts Reaktion auf Ihren Anruf emotional interpretieren. Als Vermarktungsagentur haben wir nicht nur keine direkte Geschäftsbeziehung mit den Fotografen bildgebender Agenturen, noch ist es &#8211; und dafür bitten wir Sie um Verständnis &#8211; weder zulässig, noch in Ihrem Sinne, vertriebliche Informationen telefonisch an nicht bekannte Anrufer weiterzugeben.</p>
<p>Zu Ihrem Unverständnis bezüglich des nicht genannten Urhebers bei Bildverwendungen können Sie versichert sein, dass alle unsere Kunden zur vollständigen Nennung verpflichtet sind. Sofern uns die Bilder jedoch ohne oder mit unvollständiger Nennung des Fotografen zur Vermarktung zur Verfügung gestellt werden, können auch unsere Kunden über die vorhandenen Informationen hinaus keine genaue Urhebernennung vornehmen.</p>
<p>Gerne stehen wir Ihnen für alle Ihre Rückfragen zur Verfügung und verbleiben mit besten Grüßen<br />
Nicole Hoffmann&#8221;</p></blockquote>
<p>Der schwarze Peter wird demnach von jeder Agentur weitergereicht, bis das Problem anscheinend beim Kunden, in diesem Fall dem <strong>Axel Springer Verlag</strong> zu liegen scheint. Ähnliches wurde schon in den Kommentaren des Ausgangsartikels vermutet (Stichwort Push-FTP).</p>
<p>In der Zwischenzeit habe ich Herrn Waldhäusl gebeten, meine Bilder aus den betroffenen Partner-Agenturen zu entfernen, der dieser Bitte auch entsprochen hat.</p>
<p>Ob sich der geschilderte &#8220;Stau&#8221; wirklich gelöst hat, werde ich in wenigen Monaten sehen, wenn die Honorare der von mir gemeldeten, bisher nicht abgerechneten Fotos, endlich eingegangen sind.</p>
<p><strong>U<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/254a6891fbbf4bcbaed01c8762ba67ee" alt="" width="1" height="1" />pdate 8.12.2011:</strong> Der oben verlinkte Blog-Beitrag bei Waldhäusl scheint auf deren Seite entfernt worden zu sein.</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F12%2F07%2Fstellungnahme-von-dpa-picture-alliance-zu-meinem-blog-artikel%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/12/07/stellungnahme-von-dpa-picture-alliance-zu-meinem-blog-artikel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die steuerlichen Aspekte der Stockfotografie</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/11/23/die-steuerlichen-aspekte-der-stockfotografie/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/11/23/die-steuerlichen-aspekte-der-stockfotografie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 09:41:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Buchhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Existenzgründung]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerbe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbständigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Steuer]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerberater]]></category>
		<category><![CDATA[Stockfotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Stockfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Umsatzsteuer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/?p=6897</guid>
		<description><![CDATA[Oft werde ich von Fotografen gefragt: Wie machst Du das mit den Steuern? Beispielhaft hier eine Mail, die ich vor einigen Tagen erhielt: &#8220;Was ich bisher vermisse (Viele Fragen..) oder noch nicht online gefunden habe, sind Tipps/Links zu den ganzen Steuerangelegenheiten oder zur finanziellen Seite, bzw. Auszahlung u.a. bei Fotolia. Seit ca. einem Jahr bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oft werde ich von <strong>Fotografen</strong> gefragt: Wie machst Du das mit den <strong>Steuern</strong>?</p>
<p>Beispielhaft hier eine Mail, die ich vor einigen Tagen erhielt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Was ich bisher vermisse (Viele Fragen..) oder noch nicht online gefunden habe, sind Tipps/Links zu den ganzen Steuerangelegenheiten oder zur finanziellen Seite, bzw. Auszahlung u.a. bei Fotolia.</p>
<p>Seit ca. einem Jahr bin ich auch erfolgreicher Stockanbieter und möchte demnächst, mich das erste Mal, auszahlen lassen. Dazu schwirren mir viele Fragen im Kopf herum&#8230; u.a. wieviel muss ich davon in Deutschland an Steuer abgeben, wieviel darf man monatlich &#8221;frei&#8221; verdienen, Steuern/Einnahmen geltend machen&#8230; etc. Ich befinde mich dazu in einer Festanstellung in einer Grafikagentur?! Hindernis?<br />
Wie schwierig ist das alles in unserem Land, der u.a. kompliziertesten Steuersysteme, überhaupt?<br />
Was muss ich/sollte ich bei der Auszahlung u.a. per Paypal beachten?<br />
Finde ich dazu Tipps/Hilfen/weitere Links in einen deiner Bücher oder muss/sollte ich mich direkt an das Finanzamt oder einen Steuerberater wenden?<br />
Über eine Antwort/Hilfe dazu, freue ich mich!&#8221;</p></blockquote>
<p>Es gab einen guten Grund, warum darüber bisher in meinem Blog kaum etwas zu lesen war: Ich habe wenig Ahnung davon.</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/11/2011a_claudia_business_am_schreibtisch_08_1698.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6902" title="Auszubildende sitzt an ihrem Schreibtisch" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/11/2011a_claudia_business_am_schreibtisch_08_1698.jpg" alt="" width="524" height="350" /></a><br />
Das meiste lasse ich meinen Steuerberater erledigen. Das halte ich so, seit ich 2006 das erste Mal über 300 Euro im Monat Einnahmen aus Bildagentur-Verkäufen erzielt habe. Glücklicherweise war ich zu der Zeit noch Student und hatte die Gelegenheit, im Rahmen eines <a href="http://www.htw-berlin.de/Service/Existenzgruendung/index.html" target="_blank">Existenzgründerprogramms </a>an der Berliner Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (heute FHW) kostenlos Seminare und Coachings zu erhalten.</p>
<p>Zum Coaching zählten auch mehrere Beratungsstunden bei einer <strong>Steuerberaterin</strong>, die mir einen Crashkurs in <strong>Buchhaltung</strong> und <strong>Steuerrecht</strong> gab, speziell zugeschnitten auf meinen Fall.</p>
<p>Das war das Beste, was mir passieren konnte! Die freundliche Steuerberaterin half mir nicht nur bei der Anmeldung als Freiberufler beim Finanzamt, sondern bewahrte mich auch vor einem folgenschweren Fehler: Das Finanzamt versuchte, mich mit einem Trick zu einer Gewerbeanmeldung zu überreden, die bei mir nicht notwendig war. Meine Steuerberaterin erklärte mir, dass ich kein Gewerbe anmelden müsse, wenn ich ausschließlich vom Verkauf der Fotos über Bildagenturen lebe, weil der Verkauf von Nutzungsrechten nach<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__18.html" target="_blank"> §18 des Einkommensteuergesetzes</a> problemlos als Freiberufler möglich sei. So muss ich keine Gewerbesteuern zahlen, keinen Gewerbeschein beantragen und habe eine einfachere Buchführung.</p>
<p>Aber auch hier gilt: Das trifft auch meinen Fall zu. Wer beispielsweise regelmäßig Hochzeiten fotografiert oder Portraitfotos verkauft, ist meist <strong>gewerbepflichtig</strong>. Deswegen werdet ihr auch in Zukunft im Blog keine konkreten Steuertipps von mir lesen, da man die Fälle nicht verallgemeinern kann.</p>
<p>Ich bin sehr froh darüber, kompetente Beratung von Fachleuten zu haben, die sich mit der Materie auskennen. Vor allem weil es eine schwierige Materie ist: Geld verdienen im Internet? Noch dazu mit immateriellen Gütern wie Nutzungsrechten? Weltweit, also in Deutschland, in Europa und im nicht-europäischen <strong>Ausland</strong>? Da sind sich selbst die Finanzbehörden nicht immer einig, wer wo wann wie viel Steuern zahlen muss.</p>
<p>Klar ist immerhin: Einnahmen müssen gemeldet und versteuert werden. Wer nur unregelmäßig paar hundert Euro im Monat verdient, kann das in seiner Steuererklärung einfach ins Feld &#8220;sonstige Einnahmen&#8221; schreiben und fertig. Wer regelmäßig Umsätze bei Bildagenturen hat, kann sich überlegen, ob er als Selbständiger &#8220;<strong>Kleinunternehmer</strong>&#8221; sein will oder nicht. Die &#8220;<a href="http://www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/vorbereitung/gruendungswissen/steuern/00886/index.php" target="_blank">Kleinunternehmerregelung</a>&#8221; kann ein Fotograf nach <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html" target="_blank">§19 des Umsatzsteuergesetzes</a> in Anspruch nehmen, wenn er im Vorjahr weniger als 17.500 Euro Umsatz gehabt hat und im laufenden Jahr voraussichtlich weniger als 50.000 Euro Umsatz erzielen wird. Das hat den Vorteil, dass keine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht werden muss, hat aber den Nachteil, dass gezahlte Umsatzsteuer, zum Beispiel beim Kauf von Kamera oder Objektiven, nicht zurückverlangt werden kann. Außerdem darf bei gestellten Rechnungen keine Umsatzsteuer aufgeschlagen werden, was für Stockfotografen jedoch nicht relevant ist.</p>
<p>Knackpunkt ist jedoch wieder das &#8220;<strong>regelmäßig</strong>&#8220;. Ab wann Einnahmen regelmäßig oder hoch genug sind, kann ich nicht sagen. Wer hier konkrete Zahlen will, muss wirklich das Finanzamt oder seinen Steuerberater fragen.</p>
<p>Ob jemand mit einer <strong>Festanstellung</strong> überhaupt etwas nebenbei verdienen darf, hängt wieder vom jeweiligen Arbeitsvertrag ab. Im Zweifel einfach den Arbeitgeber fragen, ob man in seiner Freizeit als Nebenbeschäftigung Fotolizenzen verkaufen darf.</p>
<p>Sehr hilfreich zum Einlesen &#8211; nicht nur in Steuerfragen &#8211; ist das <a href="http://www.existenzgruender.de/" target="_blank">Existenzgründungsportal</a> des Bundesministeriums für Wirtschaft. Dort gibt es zum Beispiel eine Checkliste mit den <a href="http://www.existenzgruender.de/imperia/md/content/pdf/publikationen/uebersichten/steuern_versicherungen_formalitaeten/02_uebersicht.pdf" target="_blank">6 häufigsten Steuerfehlern von Existenzgründern</a>, einen <a href="http://www.existenzgruender.de/imperia/md/content/pdf/publikationen/uebersichten/steuern_versicherungen_formalitaeten/01_uebersicht.pdf" target="_blank">Überblick</a>, wer wann welche Steuern zahlen muss und auch <a href="http://www.existenzgruender.de/imperia/md/content/pdf/publikationen/broschueren/bmwi_kuk-2011.pdf" target="_blank">Tipps für Selbständige in der Kreativwirtschaft</a>. Auch sehr lesenswert ist der &#8220;<a href="http://www.mediafon.net/ratgeber.php3?view=&amp;si=4eccbd92e3783&amp;lang=1" target="_blank">Ratgeber Selbstständige</a>&#8221; von Götz Buchholz, der online kostenlos einzusehen ist und auch viele <a href="http://www.mediafon.net/ratgeber_einfuehrungstext.php3?si=4eccbd92e3783&amp;id=40e02905b341d" target="_blank">Kapitel zu Steuerfragen</a> enthält.</p>
<p>Wie immer bei Rechtsthemen der Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/ada94e1f2d6e42268caecc42e1741dbf" width="1" height="1" alt=""><br />
<em>Was bereitet euch bei Steuerfragen am meisten Probleme? Was würdet ihr am liebsten wissen?</em> Vielleicht kann ich mal einen Steuerberater o.ä. interviewen.</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F11%2F23%2Fdie-steuerlichen-aspekte-der-stockfotografie%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/11/23/die-steuerlichen-aspekte-der-stockfotografie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Honorarprobleme bei Hamburger Bildagentur?</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/10/31/honorarprobleme-bei-hamburger-bildagentur/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/10/31/honorarprobleme-bei-hamburger-bildagentur/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 07:35:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bildnutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Face To Face]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografenanteil]]></category>
		<category><![CDATA[Honorar]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzungsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Partneragentur]]></category>
		<category><![CDATA[Profimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/?p=6764</guid>
		<description><![CDATA[Solche Geschichten höre selbst ich nicht alle Tage. Der Fotograf Andreas P. (voller Name bekannt), seines Zeichens hauptberuflich Bildjournalist, verfolgt regelmäßig meinen Blog. Nach meinem Bericht über Browser-Plugins zum Finden der eigenen Bilder probierte er diese aus und bekam viele Treffer angezeigt. Was ihn wunderte: Einige davon wurden anscheinend von einer tschechischen Bildagentur namens Profimedia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Solche Geschichten höre selbst ich nicht alle Tage.</p>
<p>Der Fotograf Andreas P. (voller Name bekannt), seines Zeichens hauptberuflich <strong>Bildjournalist</strong>, verfolgt regelmäßig meinen Blog. Nach meinem Bericht über <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/09/12/alternativen-fuer-google-images-addon-fur-firefox-6/" target="_blank">Browser-Plugins zum Finden der eigenen Bilder</a> probierte er diese aus und bekam viele Treffer angezeigt. Was ihn wunderte: Einige davon wurden anscheinend von einer tschechischen Bildagentur namens <strong><a href="http://www.profimedia.cz/" target="_blank">Profimedia</a></strong> an Bildnutzer verkauft. Das Kuriose daran: Der Fotograf hat keine Geschäftsbeziehung mit dieser Agentur.</p>
<p>Nach etwas Recherche fand der Fotograf heraus, dass diese Bilder von der deutschen Agentur <strong><a href="http://www.facetoface.de" target="_blank">Face To Face</a></strong> kommen, mit der Andreas P. einen Autorenvertrag abgeschlossen hatte, um ca. 200 seiner Fotos zu vertreiben. In seinem Vertrag stand jedoch nirgends, dass eine Sub-Lizenzierung erlaubt sei. Dem deutschen <strong>Urheberrechtsgesetz</strong> nach (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__34.html" target="_blank">§</a><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__35.html" target="_blank">35 UrhG</a>) kann jedoch auch der Inhaber von ausschließlichen Nutzungsrechten &#8220;<em>weitere Nutzungsrechte nur mit Zustimmung des Urhebers einräumen</em>&#8220;.</p>
<p>Der Fotograf bat um eine Erklärung und eine Überweisung des ihm zustehenden <strong>Honorars</strong>. Immerhin liegen die Fälle teilweise schon über drei Jahre zurück.</p>
<div id="attachment_6765" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/10/screenshot-novinky.jpg"><img class="size-full wp-image-6765" title="screenshot-novinky" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/10/screenshot-novinky.jpg" alt="" width="636" height="735" /></a><p class="wp-caption-text">Eines der betreffenden Fotos, was seit 2008 genutzt wird.</p></div>
<p>Der Geschäftsführer von Face To Face erklärte daraufhin dem verdutzten Fotografen, dass die Agentur für die Bildnutzung von der Partneragentur 0,58 Euro erhalten habe, was beim vereinbarten Honorarsplit von 50:50 einem Fotografenanteil von <strong>29 Cent</strong> beträgt (Nachweis liegt vor). Ja, richtig gelesen: 29 Cent! Wohlgemerkt, es geht hier nicht Abo-Modelle einer Microstock-Agentur, sondern um ein RF-Bild bei einer angesehenen Macrostock-Agentur. Mindestens fünf Bilder waren betroffen, was zu einer Summe von 1,45 Euro führt.</p>
<p>Und es kommt noch besser: Der Betrag wurde<strong> nicht überwiesen</strong>, da die Bankgebühren den Betrag wieder auffressen würden (Nachweis liegt ebenfalls vor).</p>
<p>Auf jeden Fall &#8211; ich formuliere es mal vorsichtig &#8211; sehr unorthodox ist auch die Methode, den Fotografen über die erzielten Erlöse erstens nicht zu informieren und diese zweitens nicht nach dem Verkauf mit ihm zur Auszahlung zu bringen, obwohl vertraglich eine monatliche Auszahlung vereinbart ist (Nachweis liegt vor).</p>
<p>Der Fotograf hat ca. 200 Bilder bei der Agentur online und bei der ersten Stichprobe 12 Nutzungen von 10 Bildern gefunden, für die er bis heute kein Honorar überwiesen bekommenhat. Ob weitere Bilder betroffen sind, weiß er nicht. Raum für wilde <strong>Spekulationen</strong> ist daher vorhanden.</p>
<p>Unklar ist weiterhin auch, wie bei einer Macrostock-Bildagentur Honorare im Cent-Bereich anfallen konnten. Darauf hat der Fotograf noch keine Antwort erhalten.</p>
<p>Als ich den Geschäftsführer der Agentur um eine Stellungnahme bat, verbot dieser mir, ihn zu zitieren oder namentlich zu nennen, andernfalls müsse er den Rechtsweg wählen.</p>
<p>Insgesamt zeichnen sich diese Vorfälle durch ein Geschäftsgebaren aus, was mehr als geeignet ist, das Vertrauen von Fotografen in eine Agentur nachhaltig zu zerstören. Wer weiß schon, wie viele Bilder da draußen kursieren, die zwar verkauft und vom Bildkäufer ordentlich bezahlt wurden, aber im undurchsichtigen Netz der Partneragenturen und Vertriebskanäle versickert sind, sodaß die Fotografen kein Honorar dafür sehen?</p>
<p>Erst wenige Monate ist es her, dass Fotografen dank der neuen <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/06/20/bildersuche-mit-google-images-vs-tineye/" target="_blank">Bildersuche von Google Images</a> systematischer nach der Verwendung von ihren Fotos fahnden können. Die Anzahl der <strong>Abmahnungen</strong> ist dadurch deutlich gestiegen, das merke ich bei mir selbst und auch von einigen Bildagenturen habe ich das gehört. Wie sieht es wohl bei den Büchern aus, die der Fotograf nicht so einfach durchsuchen lassen kann? Transparenz ist hier endlich mal nötig.</p>
<p><em>Wie seht ihr das? Was für Erfahrungen habt ihr mit Euren Honorarabrechnungen gemacht?</em></p>
<p><strong>Update</strong> 13.12.2011: Die Bildagentur Face To Face wies den Fotografen jetzt auf einen &#8220;Royalty Free Zusatzvertrag&#8221; hin, in dem steht, dass die Distribution über Partneragenturen erlaubt sei und Auszahlungen erst gesammelt ab einer Summe von 100 Euro ausgezahlt würden.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4acf104ceb6a4b1cbcb8b289e830def4" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F10%2F31%2Fhonorarprobleme-bei-hamburger-bildagentur%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/10/31/honorarprobleme-bei-hamburger-bildagentur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Geschichte eines Internet-Fotos &#8211; Kopiert, geklaut, benutzt</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/09/02/die-geschichte-eines-internet-fotos-kopiert-geklaut-benutzt/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/09/02/die-geschichte-eines-internet-fotos-kopiert-geklaut-benutzt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 07:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet-Funde]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bilderklau]]></category>
		<category><![CDATA[Bildersuche]]></category>
		<category><![CDATA[Casper]]></category>
		<category><![CDATA[Diebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[DMCA]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Fotodiebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/?p=6502</guid>
		<description><![CDATA[Es war einmal ein Fotograf, der auf einem Konzert ein Foto machte. Das Konzert des Musikers Casper fand im November in Köln statt und der Fotograf machte die Bilder für ein Musikmagazin. Eins der Bilder war dieses, was er in seinem Blog und dem Musikmagazin zeigte: Das Bild bearbeitete er auch mit einem Retro-Filter in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal ein Fotograf, der auf einem Konzert ein Foto machte. Das Konzert des Musikers <strong>Casper</strong> fand im <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2010/11/20/konzertfotos-kraftklub-und-casper-in-koeln/">November in Köln</a> statt und der Fotograf machte die Bilder für ein Musikmagazin. Eins der Bilder war dieses, was er in seinem Blog und dem Musikmagazin zeigte:</p>
<div id="attachment_4601" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2010/11/casper-koeln-kneschke_5037.jpg"><img class="size-medium wp-image-4601" title="casper-koeln-kneschke_5037" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2010/11/casper-koeln-kneschke_5037-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Casper im Underground, Köln (1/400s, 24mm, f2.8, ISO 3200)</p></div>
<p>Das Bild bearbeitete er auch mit einem Retro-Filter in Photoshop und das Ergebnis sah so aus, was er ebenfalls in seinem <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2010/11/20/konzertfotos-kraftklub-und-casper-in-koeln/">Blog-Artikel</a> zeigte.</p>
<div id="attachment_4613" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2010/11/casper-koeln-kneschke_5037_3-retro-blueish.jpg"><img class="size-full wp-image-4613" title="casper-koeln-kneschke_5037_3-retro-blueish" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2010/11/casper-koeln-kneschke_5037_3-retro-blueish.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Casper im Underground, Köln (Retro-Look)</p></div>
<p>Okay, ihr ahnt sicher, wer dieser Fotograf gewesen ist. Ich habe das Foto gemacht und will Euch erzählen, was seit der <strong>Veröffentlichung</strong> im Musikmagazin und meinem Blog geschehen ist.</p>
<p>Casper fand das Foto so cool, dass er es am 11. April <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=192274607482655&amp;set=a.127102543999862.11907.120154491361334" target="_blank">2011 hier auf seine Facebook-Seite</a> packte. Leider schrieb er nur dazu: &#8220;wisst ihr noch letztes jahr? köln 2010? hammerbild. keine ahnung wer das gemacht hat, aber es ist ein wahnsinnig superes bild! und genau so wie das da drauf aussieht, so werden die festivals auch! ich freu mich!&#8221;</p>
<p>Noch am gleichen Tag wies mich der Fotograf und Blog-Leser Gerd Dörfler darauf hin, dass das Foto auf der Facebook-Seite zu sehen sei und er schrieb dort auch gleich als <strong>Kommentar</strong>: &#8220;Für alle die es interessiert: das bild stammt von robert kneschke aus köln. Er hat auch noch mehr fotos an dem abend gemacht. Mehr über ihn: <a href="../" rel="nofollow" target="_blank">www.alltageinesfotoproduze<wbr>nten.de</wbr></a>&#8221; Das brachte immerhin etwas mehr Klicks für meinen Blog.</p>
<p>Nachdem ich freundlich bei dem <strong>Management</strong> von Casper angerufen hatte und darauf hinwies, dass ich das Bild gemacht hatte, baten sie um Entschuldigung für den ungestümen Künstler und Casper ergänzte seine Bildunterschrift um &#8220;(Foto wurde bereitgestellt von Robert Kneschke, besuche: <a href="http://www.robertkneschke.de/" rel="nofollow" target="_blank">www.robertkneschke.de</a>)&#8221;. Das war auch okay für mich, immerhin hat der Musiker als Abgebildeter ja auch Rechte an dem Bild.</p>
<p>In der Folge bekam ich paar <strong>Emails</strong>, in denen mich Fans baten, ob ich ihnen das Bild in voller Auflösung schicken könne, damit sie es sich als Poster drucken könnten. Mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte des Musikers lehnte ich ab.</p>
<p>Bei Facebook bekam das Foto mittlerweile über 100 &#8211; durchweg positive &#8211; Kommentare und 862 Personen &#8220;gefällt das&#8221;. Das führte leider auch zu einer inflationären Verbreitung des Bildes.</p>
<div id="attachment_6505" class="wp-caption aligncenter" style="width: 484px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/08/casper-google-image.jpg"><img class="size-full wp-image-6505" title="casper-google-image" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/08/casper-google-image.jpg" alt="" width="474" height="499" /></a><p class="wp-caption-text">Viele Bildfunde bei Google Images</p></div>
<p>Dank der neuen <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/06/20/bildersuche-mit-google-images-vs-tineye/" target="_blank">Google Images Bildersuche</a> fand ich einige Webseiten, welche das Foto ohne meine Erlaubnis nutzten, geschweige denn einen Link oder eine Quelle angaben. Anfangs schrieb ich einige der Seiten an und bat um eine nachträgliche Verlinkung, was auch prompt umgesetzt wurde. Blöderweise gab es bei einigen Seiten kein Impressum und ich verschwendete viel Arbeitszeit, die Verantwortlichen rauszusuchen. Als ich dann auf eine Mail mit dem sinngemäßen Inhalt &#8220;<em>Bitte entferne das Foto, da ich der Urheber bin und keine Nutzungserlaubnis erteilt habe, andernfalls muss ich mir weitere Schritte vorbehalten</em>&#8221; eine sehr pampige Antwort zurück kam à la: &#8220;<em>Was willst du, du hättest auch höflich fragen können, ohne mir mit &#8216;weiteren Schritten&#8217; zu drohen, ich nehm das Bild mal runter, aber nur ausnahmweise</em>&#8220;, wurde es mir zu blöd. Ich bin doch kein Bittsteller, dem andere einen Gefallen tun, sondern andersrum.</p>
<p>Deshalb ging ich zwei Wege. An alle Seiten, mit dem Bild, die nicht aus Deutschland waren und deswegen kein Impressum enthalten mussten, verschickte ich &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Millennium_Copyright_Act" target="_blank">DMCA Takedown Notices</a>&#8220;. Das ist eine Möglichkeit nach dem us-amerikanischen Urheberrecht, als Urheber seine Werke schnell entfernen zu lassen. Betroffen waren meist Blogging-Hoster wie Tumblr.com, blogger.com oder andere Facebook-Seiten. Als Vorlage benutzte ich <a href="http://ipwatchdog.com/2009/07/06/sample-dmca-take-down-letter/id=4501/" target="_blank">dieses Beispielschreiben</a>, wo ich nur meinen Namen und die Linkadressen austauschen musste.</p>
<div id="attachment_6506" class="wp-caption aligncenter" style="width: 661px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/08/DMCA-takedown-mails.jpg"><img class="size-full wp-image-6506" title="DMCA-takedown-mails" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/08/DMCA-takedown-mails.jpg" alt="" width="651" height="471" /></a><p class="wp-caption-text">Auszug meiner Mail-Korrespondenz wegen des Casper-Bildes</p></div>
<p>Positiv war, dass auf die DMCA-Meldungen sehr schnell reagiert wurde und die betreffenden Blogeinträge mit meinem Foto gelöscht wurden. In einem <strong>Forum</strong> nutzte ein User mein Foto sogar als Signatur und bat im Forum auch darum, ob ihm jemand aus meinem Foto ein cooles Hintergrundbild für seinen <strong>Youtube-Kanal</strong> basteln könne. Jemand erfüllte ihm diesen Wunsch und ich musste feststellen, dass es bei YouTube nicht so leicht ist, Hintergrundbilder entfernen zu lassen. Videos, ja, kein Problem, aber Hintergründe scheinen schwieriger zu sein.</p>
<p>Während ich bisher bei privaten Webseiten beide Augen zugedrückt hatte, gab es auch einige Webseite wie Musikmagazine, welche das Foto unerlaubt nutzten. Hier übergebe ich die Fälle an meinen <strong>Anwalt</strong>, da Medien oder kommerzielle Nutzer die Grundzüge des Urheberrechts kennen sollten.</p>
<p>Vor paar Tagen war ich dann auf einem Konzert von <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/24/konzertfotos-von-auletta-in-koeln/" target="_blank"><strong>Auletta</strong> in Köln</a>, um wieder Fotos für das Musikmagazin zu machen. Ein Mädchen vor mir im Publikum holte kurz ihr Handy raus, um die Uhrzeit zu sehen und was sah ich da? Mein Casper-Foto als <strong>Hintergrundbild</strong> auf ihrem Handy! Ich habe mal ein &#8220;Beweisfoto&#8221; gemacht:</p>
<div id="attachment_6508" class="wp-caption aligncenter" style="width: 260px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/08/casper-handy-2930.jpg"><img class="size-full wp-image-6508" title="casper-handy-2930" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/08/casper-handy-2930.jpg" alt="" width="250" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Mein Casper-Foto auf einem Handy</p></div>
<p>Ich hab mich gefreut, ihr eine Visitenkarte in die Hand gedrückt und gesagt, dass das Foto von mir sei. Keine Ahnung, ob sie mir geglaubt hat, ich hatte immerhin eine dicke Kamera umhängen. Bei <strong>Google+</strong>, wo ich den Zwischenfall kurz <a href="https://plus.google.com/115005211985920621125/posts/iD1jDxPBv5c?hl=de" target="_blank">gepostet</a> hatte, meinte jemand: &#8220;<em>Ich glaube, auch ein Profi sollte die Freude, die einstmals im Vordergrund stand, wenn ein eigenes Foto wertgeschätzt wurde, nicht darüber vergessen, daß es geklaut wurde.</em>&#8221; Stimmt schon. Aber hätte ich ihr eine Standpauke über das Urheberrecht halten sollen, während uns eine Rockband beschallt?</p>
<p><em>Wie reagiert ihr in solchen Fällen? Bestrafen oder sein lassen? Und was sind Eure schrägsten Erlebnisse mit Euren Fotos im Netz?</em><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/1cff653d28674fc282e3968a00944a18" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F09%2F02%2Fdie-geschichte-eines-internet-fotos-kopiert-geklaut-benutzt%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/09/02/die-geschichte-eines-internet-fotos-kopiert-geklaut-benutzt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>65</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Verbot von Hoheitszeichen-Abbildungen in der Praxis</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/30/das-verbot-von-hoheitszeichen-abbildungen-in-der-praxis/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/30/das-verbot-von-hoheitszeichen-abbildungen-in-der-praxis/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 07:05:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverwaltungsamt]]></category>
		<category><![CDATA[BVA]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlandadler]]></category>
		<category><![CDATA[Flagge]]></category>
		<category><![CDATA[Hoheitszeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Ordnungswidrigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[PantherMedia]]></category>
		<category><![CDATA[Reisepass]]></category>
		<category><![CDATA[Verbot]]></category>
		<category><![CDATA[Verboten]]></category>
		<category><![CDATA[Wappen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/?p=6516</guid>
		<description><![CDATA[Heutzutage ist es ziemlich einfach, eine Ordnungswidrigkeit zu begehen. Damit meine ich nicht Falschparken oder &#8220;bei Rot über die Ampel gehen&#8221;, sondern die Benutzung von Abbildungen des Bundesadlers. Die ist sogar häufiger, als man annehmen könnte, zum Beispiel immer dann, wenn eine Zeitschrift oder Webseite das Foto eines deutschen Reisepasses zur Illustration benutzt. Was ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heutzutage ist es ziemlich einfach, eine <strong>Ordnungswidrigkeit</strong> zu begehen. Damit meine ich nicht Falschparken oder &#8220;bei Rot über die Ampel gehen&#8221;, sondern die Benutzung von Abbildungen des Bundesadlers. Die ist sogar häufiger, als man annehmen könnte, zum Beispiel immer dann, wenn eine Zeitschrift oder Webseite das Foto eines <strong>deutschen Reisepasses</strong> zur Illustration benutzt.</p>
<div id="attachment_6518" class="wp-caption aligncenter" style="width: 505px"><a href="http://www.flickr.com/photos/alexander_johmann/140803516/"><img class="size-full wp-image-6518" title="reisepass_deutschland_fragezeichen" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/08/reisepass_deutschland_fragezeichen.jpg" alt="" width="495" height="638" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Alexander Johmann/aj82/Flickr (CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Was ist passiert? Vor wenigen Wochen schickte die Bildagentur <strong>Panthermedia</strong> ein Rundschreiben an ihre Fotografen. Darin stand unter anderem:</p>
<blockquote><p>&#8220;Nach einer Mitteilung des Bundesverwaltungsamtes dürfen wir keine Bilder mehr anbieten, die den Bundesadler oder das Bundeswappen abbilden.</p>
<p>Diese sind Hoheitszeichen der Bundesrepublik Deutschland und dürfen grundsätzlich nur von Behörden des Bundes zu deren amtlichen Zwecken verwendet werden.</p>
<p>Bestehendes Bildmaterial, welches in jeglicher Form den Bundesadler oder das Bundeswappen beinhaltet (sowohl Illustration oder Fotografie) wird innerhalb der nächsten Wochen gelöscht. Wir möchten weiterhin darauf hinweisen, dass wir ab sofort auch keine neuen Bilder, die entsprechende Kriterien erfüllen, annehmen können.&#8221;</p></blockquote>
<p>Daraufhin fragte ich beim zuständigen <strong>Bundesverwaltungsamt</strong> (BVA) nach und erhielt eine lange, ausführliche Antwort. Leider wurde mir auf Nachfrage ausdrücklich verboten, diese Antwort zu veröffentlichen, weshalb ich diese in eigenen Worten wiedergeben muss.</p>
<p>Zusammengefasst beruht das Verbot auf § 124 des <strong>Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten</strong> (OWiG). Darin <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__124.html" target="_blank">steht</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;§ 124<br />
<strong>Benutzen von Wappen oder Dienstflaggen</strong></p>
<p>(1) Ordnungswidrig handelt, wer unbefugt<br />
1.     das Wappen des Bundes oder eines Landes oder den Bundesadler oder den entsprechenden Teil eines Landeswappens oder<br />
2.     eine Dienstflagge des Bundes oder eines Landes<br />
benutzt.<br />
(2) Den in Absatz 1 genannten Wappen, Wappenteilen und Flaggen stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.<br />
(3) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße geahndet werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das BVA hat das auch schön erklärt, aber &#8211; wie gesagt &#8211; mir verboten, das wiederzugeben. Deshalb meine Version:</p>
<p>Das Amt verbietet generell jeden Gebrauch der Wappen oder Flaggen, wenn sie nicht von amtlicher Stelle erfolgt. Ausnahmen sind nur künstlerische, kunst-gewerbliche und heraldisch-wissenschaftliche Nutzungen. Ausdrücklich schrieb mir das BVA, dass <strong>jegliche kommerzielle oder redaktionelle Nutzung der Hoheitszeichen verboten</strong> sei. So hat zum Beispiel der Bundesgerichtshof in einem Fall (Aktenzeichen NotZ 42/02 vom 14.07.2003) beschlossen, dass ein Notar kein verfremdetes Landeswappen für seinen Briefkopf nutzen darf.</p>
<p>Das bedeutet auch: Theoretisch könnte das BVA jede Zeitung, welches ein Foto eines Reisepasses druckt, verklagen und diese Ordnungswidrigkeit mit bis zu 1000 Euro Bußgeld belegen. Besonders grantig wird die Behörde, wenn mit der Nutzung der &#8220;Anschein einer amtlichen Verwendung&#8221; entstehen kann.</p>
<p>Allein die <strong>Bereitstellung</strong> von Bildern mit dem Bundesadler drauf sowie der Verkauf dieser Abbildungen über Bildagenturen stellt jedoch noch keine unbefugte Benutzung im Sinne des oben genannten Gesetzes dar. Es kommt aber darauf an, in welchem Zusammenhang der Bundesadler bzw. die anderen Hohheitszeichen letztendlich vom Erwerber verwendet werden. Da die Anbieter das nicht kontrollieren können, ist starke Vorsicht beim Gebrauch dieser Motive gegeben. Insbesondere für Bildagenturen wie <strong>istockphoto</strong> oder <strong>Shutterstock</strong>, welche ihren Bildkäufern eine &#8220;Rechte-Garantie&#8221; geben, sollte das zu denken geben.</p>
<p>Das BVA weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es zu keiner Zeit die Löschung von Bildern gefordert hätte oder dass es verboten sei, Bilder mit Hoheitszeichen anzubieten.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass das BVA jetzt eine Tageszeitung verklagen würde, die das Foto eines deutschen Reisepasses zur Illustration eines Artikels über die neuen biometrischen Pässe nutzt. Das Bundesverwaltungsamt behält sich jedoch immer eine Einzelfallentscheidung vor und vor Gericht würde es dann um die Auslegung des Wortes &#8220;unbefugt&#8221; gehen. Da dem BVA das Recht zusteht, aus Opportunitätsgründen von einer Strafverfolgung abzusehen, ist die Gefahr für eine &#8220;normale Berichterstattung&#8221; sicher gering. Stärker verfolgt wird zum Beispiel der <strong>Verkauf von Fan-Artikeln</strong> wie Fahnen mit Hoheitszeichen oder das <strong>Tragen von Kleidung</strong> mit Hoheitszeichen.</p>
<p>Für <strong>Stock-Fotografen</strong> bedeutet das im Klartext: Lieber Finger weg von den Hoheitszeichen!</p>
<p><em>Was sagt ihr zu der Auslegung und praktischen Umsetzung dieser Vorschriften?</em><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/a0f79f2f07e34d2dbc404ae44c1e47c9" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F08%2F30%2Fdas-verbot-von-hoheitszeichen-abbildungen-in-der-praxis%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/30/das-verbot-von-hoheitszeichen-abbildungen-in-der-praxis/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>23</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Creative Commons Lizenzen (CC) richtig nutzen &#8211; Wie gebe ich den Urheber korrekt an?</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/13/creative-commons-lizenzen-cc-richtig-nutzen-wie-gebe-ich-den-urheber-korrekt-an/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/13/creative-commons-lizenzen-cc-richtig-nutzen-wie-gebe-ich-den-urheber-korrekt-an/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 07:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[lizenzieren]]></category>
		<category><![CDATA[Lizenzvereinbarung]]></category>
		<category><![CDATA[Lizenzvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Namensnennung]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/?p=6225</guid>
		<description><![CDATA[Leute, welche Fotos aus dem Internet nutzen, stolpern immer wieder mal über Bilder unter einer sogenannten &#8220;Creative Commons&#8221;-Lizenz (CC-Lizenz). Eins der größten Probleme dabei: Wie gebe ich den Urheber richtig an, damit meine Nutzung von der Lizenzvereinbarung korrekt abgedeckt wird? Eine Untersuchung des Deutschen Bundesarchivs zusammen mit Wikimedia ergab, dass ca. 95% aller Bildnutzungen aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leute, welche Fotos aus dem Internet nutzen, stolpern immer wieder mal über Bilder unter einer sogenannten &#8220;Creative Commons&#8221;-Lizenz (CC-Lizenz). Eins der größten Probleme dabei: Wie gebe ich den Urheber richtig an, damit meine Nutzung von der <strong>Lizenzvereinbarung</strong> korrekt abgedeckt wird?</p>
<p>Eine <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/01/das-bundesarchiv-und-wikimedia-erfolge-und-probleme-einer-zusammenarbeit/" target="_blank">Untersuchung des Deutschen Bundesarchivs</a> zusammen mit Wikimedia ergab, dass ca. <strong>95%</strong> aller Bildnutzungen aus dem Bundesarchiv unter einer CC-Lizenz nicht den Nutzungsbedingungen entsprechen und damit &#8211; salopp gesagt &#8211; illegal sind.</p>
<p>Oder anders formuliert: Wer ein Bild mit einer CC-Lizenz nutzt, muss sicherstellen, alle Regeln korrekt einzuhalten, sonst könnte er trotzdem kostenpflichtig abgemahnt werden.</p>
<p>Doch zuerst: Was ist überhaupt eine <strong>Creative Commons Lizenz</strong>?</p>
<p>&#8220;<a href="http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/" target="_blank">Creative Commons</a>&#8221; ist eine gemeinnützige  Organisation, welche sechs verschiedene <strong>Lizenzverträge </strong>formuliert hat, die im Gegensatz zu den meist üblichen Paragraphen-Wüsten sehr einfach formuliert sind und den Nutzern meist auch mehr Freiheiten erlauben als es normalerweise das Urheberrecht erlauben würde.</p>
<p>Diese sechs Lizenzen sind durch kleine Symbole gekennzeichnet, wie sie Fotografen sicher schon bei Flickr, Wikipedia oder anderen Webseiten gesehen haben:</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/07/cc-lizenzen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6369" title="cc-lizenzen" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/07/cc-lizenzen.jpg" alt="" width="672" height="207" /></a><br />
Die <strong>sechs Lizenzen</strong> setzen sich in einer Art Baukastensystem aus vier Elementen zusammen: &#8220;Namensnennung&#8221; (BY), &#8220;Keine Bearbeitung&#8221; (ND), &#8220;Nicht Kommerziell&#8221; (NC) und &#8220;Weitergabe unter gleichen Bedingungen&#8221; (SA). Die Buchstabenkürzel in Klammern kürzen die englischen Bezeichnungen ab und zusammen mit dem CC-Zusatz heißen die Lizenzen in Kurzform beispielsweise CC-BY, CC-NC-ND oder CC-SA.</p>
<p>Laut einer <a href="http://wiki.creativecommons.org/Metrics/License_statistics" target="_blank">Statistik</a> von Creative Commons sind die drei häufigsten benutzten Lizenzformen <strong>CC-BY-NC-SA</strong> (Namensnennung, nichtkommerziell, gleiche Weitergabe) mit ca. 30%, CC-BY-NC-ND (Namensnennung, nichtkommerziell, keine Bearbeitung) mit ca. 18% und CC-BY-NC (Namensnennung, nichtkommerziell) mit ebenfalls knapp 18%.</p>
<p>&#8220;<strong>Keine Bearbeitung</strong>&#8221; heißt, dass Nutzer das Bild nicht für Fotomontagen oder ähnliches verwenden dürfen. Strittig ist hingegen, ob schon Bearbeitungen wie Beschnitt oder Umwandlung in Schwarz/Weiß ebenfalls verboten sind.</p>
<p>&#8220;<strong>Nicht Kommerziell</strong>&#8221; bedeutet, dass mit Werken mit diesem Lizenz-Merkmal kein Geld verdient werden darf. Genau definiert der <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/de/legalcode" target="_blank">Lizenzvertrag</a> das so: Das Werk darf &#8220;nur für Handlungen, die nicht vorrangig auf einen geschäftlichen Vorteil oder eine geldwerte Vergütung gerichtet sind&#8221;, benutzt werden.</p>
<p>&#8220;<strong>Weitergabe unter gleichen Bedingungen</strong>&#8221; heißt, dass Werke, welche mit Hilfe dieses Lizenz-Merkmals erstellt wurden, ebenfalls unter der gleichen Creative Commons Lizenz angeboten werden müssen. Wenn ich beispielsweise einen Bildband mit solchen Fotos erstelle, muss ich den Bildband ebenfalls unter diese CC-Lizenz stellen.</p>
<p>&#8220;<strong>Namensnennung</strong>&#8221; In der aktuellen Version 3 der Creative Commons Lizenzen wird jede Lizenz nur zusammen mit dem &#8220;Namensnennung&#8221;-Element angeboten. Das heißt, das der Urheber des Werkes &#8220;in der von ihm festgelegten Weise&#8221; genannt werden muss. Aber: Im <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/legalcode" target="_blank"><strong>Kleingedruckten</strong></a> verstecken sich weitere Bedingungen.</p>
<p><strong>Wie gebe die den Namen bei einer Creative Commons Lizenz richtig an?</strong></p>
<p>Als erstes muss der <strong>Name </strong>des Urhebers und der <strong>Titel </strong>des Werkes genannt werden. Falls der Urheber das Werk Dritten zugeschrieben hat, z.B. einer Zeitung oder Stiftung, muss diese ebenfalls genannt werden. Es sollte ein <strong>Link</strong> zum Werk bzw. zu den Rechteinformationen oder der Lizenzvereinbarung des Werkes angegeben werden, auch in gedruckten Werken. Alternativ muss als Minimalforderung die <strong>Art der Lizenz</strong> angegeben werden, unter der das Werk lizenziert wurde.</p>
<p>Falls das Werk bearbeitet wurde, muss gekennzeichnet werden, dass eine <strong>Bearbeitung</strong> erfolgt ist.</p>
<p>Die Webseite für Creative Commons-Musik <a href="http://dig.ccmixter.org/" target="_blank">CCMixter</a> bietet als Service zu jedem Werk praktischerweise die Angaben zur korrekten Namensnennung als &#8220;Copy&amp;Paste&#8221;-Schnipsel an. Das sieht dann beispielsweise so aus:</p>
<blockquote><p>&#8220;Hornet&#8221; by George_Ellinas</p>
<p>http://ccmixter.org/files/George_Ellinas/15924</p>
<p>is licensed under a Creative Commons license:</p>
<p>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</p></blockquote>
<p>Name, Titel, Link und Art der Lizenz: Alles drin.</p>
<p><strong>Worauf muss ich bei der Nutzung eines Bildes mit Creative Commons Lizenz noch achten?</strong></p>
<p>Creative Commons bietet nur Lizenzverträge an, welche Rechte regeln, die durch das Urheberrecht entstehen. Bei vielen Werken, zum Beispiels Fotos kommen jedoch noch viele andere Rechte hinzu, welche nicht berücksichtigt sind. Das heißt konkret: Nur weil ein Foto unter einer CC-Lizenz steht, die kommerzielle Nutzung erlaubt, heißt das noch lange nicht, dass das Foto ohne Probleme kommerziell genutzt werden darf!</p>
<p>Einige dieser anderen Rechte betreffen beispielsweise das &#8220;Recht am eigenen Bild&#8221; (Persönlichkeitsrechte von fotografierten Personen), das <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2010/07/29/frag-den-fotograf-wie-gehst-du-mit-designschutz-um/" target="_blank">Markenrecht, Geschmacksmusterschutz, Patentrecht</a>, das Urheberpersönlichkeitsrecht und weitere. Zum Beispiel hatte ich bei Wikipedia das Foto eines Rappers gefunden, was unter einer CC-BY-Lizenz stand, das heißt, ich hätte es kommerziell nutzen dürfen. Auf Anfrage an das Management erhielt ich jedoch die Antwort, dass das vom Künstler nicht gewünscht wäre. Das ist trotz der Lizenz sein gutes Recht, nämlich sein Persönlichkeitsrecht.</p>
<p>Jeder, der Werke unter einer Creative Commons-Lizenz nutzen will, ist deswegen in der <strong>Pflicht</strong>, vor der Nutzung zu prüfen, ob mit der geplanten Nutzung die Rechte anderer Personen oder Firmen verletzt werden.</p>
<p>Kleiner <strong>Hinweis</strong> zu Rechtsthemen: Alle Angaben in diesem Artikel ohne Gewähr. Vor einer konkreten Nutzung sollte sich jeder Nutzer selbst informieren, alle notwendigen Rechte zu besitzen.</p>
<p><em>Was für Erfahrungen habt ihr mit Creative Commons-Lizenzen gemacht? Nutzt ihr die? Bietet ihr Eure Fotos als CC an?</em><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/dc072aa759d84e36867d407a9b17f241" width="1" height="1" alt=""></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F08%2F13%2Fcreative-commons-lizenzen-cc-richtig-nutzen-wie-gebe-ich-den-urheber-korrekt-an%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/13/creative-commons-lizenzen-cc-richtig-nutzen-wie-gebe-ich-den-urheber-korrekt-an/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Bundesarchiv und Wikimedia: Erfolge und Probleme einer Zusammenarbeit</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/01/das-bundesarchiv-und-wikimedia-erfolge-und-probleme-einer-zusammenarbeit/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/01/das-bundesarchiv-und-wikimedia-erfolge-und-probleme-einer-zusammenarbeit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 07:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Oliver Sander]]></category>
		<category><![CDATA[kostenlos]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzungsbedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tagung]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[Wikimedia]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/?p=6378</guid>
		<description><![CDATA[Vor paar Wochen hielt ich einen Vortrag auf der Frühjahrstagung “Mediale Werte” des Vereins für Medieninformation und Mediendokumentation (vfm) in Dresden. Mit dabei war auch Dr. Oliver Sander, der als Leiter des Bundesarchivs über die Zusammenarbeit seines Archivs mit Wikimedia Deutschland berichtete. Kernpunkt dieser Kooperation war folgender &#8220;Deal&#8221;, den ich selbst nicht so knackig zusammenfassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor paar Wochen hielt ich <a href="http://www.vfm-online.de/tagungen/2011/abstracts.shtml" target="_blank">einen Vortrag</a> auf der Frühjahrstagung “Mediale Werte” des <a href="http://www.vfm-online.de" target="_blank">Vereins für Medieninformation und Mediendokumentation</a> (vfm) in Dresden. Mit dabei war auch Dr. Oliver Sander, der als Leiter des <strong><a href="http://www.bundesarchiv.de" target="_blank">Bundesarchivs</a></strong> über die Zusammenarbeit seines Archivs mit <strong><a href="http://www.wikimedia.de" target="_blank">Wikimedia Deutschland</a></strong> berichtete.</p>
<p>Kernpunkt dieser Kooperation war folgender &#8220;Deal&#8221;, den ich selbst nicht so knackig zusammenfassen könnte wie es in der Tagungsbeschreibung stand:</p>
<blockquote><p>&#8220;Im Dezember 2008 hat das Bundesarchiv – als erstes Staatsarchiv weltweit  – eine Kooperation mit Wikimedia bekannt gegeben. Knapp 90 000 Fotos  wurden für Wikimedia Commons unter der Lizenz CC-BY-SA kostenfrei bereit  gestellt. Im Gegenzug haben viele &#8220;Wikipedianer&#8221; mit Hilfe eines  ebenfalls von Wikipedia-Mitarbeitern entwickelten Werkzeugs die  Personenliste des Bundesarchivs mit der so genannten  Personennamendatei  (PND) verknüpft.&#8221;</p></blockquote>
<div id="attachment_6451" class="wp-caption aligncenter" style="width: 765px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/08/20090414025803Bundesarchiv_Bild_183-S29554_Berliner_Kunstausstellung_Vorbereitung.jpg"><img class="size-full wp-image-6451" title="Berliner Kunstausstellung, Vorbereitung" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/08/20090414025803Bundesarchiv_Bild_183-S29554_Berliner_Kunstausstellung_Vorbereitung.jpg" alt="" width="755" height="541" /></a><p class="wp-caption-text">ADN-ZB/ Archiv Berlin, Juni 1924: Vorbereitung zur Eröffnung der Großen Berliner Kunstausstellung. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-S29554 / CC-BY-SA)</p></div>
<p>Diese Fotos können beispielsweise <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Images_from_the_German_Federal_Archive" target="_blank">hier eingesehen</a> werden. Warum berichte ich an dieser Stelle über das Bundesarchiv und Wikimedia? Was hat das mit kommerzieller Fotografie zu tun?</p>
<p>Im Vortrag kamen einige Punkte zur Sprache, die für Fotografen sehr interessant sind.</p>
<p>Vor einer Weile hatte ich im Blog einen Artikel namens &#8220;<a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/03/07/warum-fotografen-kostenlose-fotos-anbieten-acht-gruende-und-eine-warnung/" target="_blank">Acht Gründe, warum Fotografen kostenlose Fotos anbieten</a>&#8221; geschrieben. Einer dieser Gründe war, dass man auch mit kostenlosen Fotos <strong>Geld verdienen</strong> könne. Das Bundesarchiv hat ähnliche Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Durch die Bereitstellung der knapp <strong>90.000 kostenlosen Fotos</strong> gab es:</p>
<ul>
<li>2-5 neue Nutzer am Tag</li>
<li>9 Bestellungen am Tag, davon 81,45% kostenfrei</li>
<li>eine Verdoppelung der Besucherzahlen (49.000 Visits pro Monat)</li>
<li>230%ige Zunahme von schriftlichen Anfragen</li>
<li>193%ige Zunahme der Einnahmen</li>
</ul>
<p>Auf die <strong>Einnahmen </strong>und Kritik an der Höhe der verlangten <strong>Nutzungsgebühren </strong>ging Dr. Sander in der schriftlichen Fassung seines Vortrags genauer ein:</p>
<blockquote><p>&#8220;Infolge der erhöhten Zugriffe und Bestellungen wurden erstaunlicherweise auch die Einnahmen um 193% gesteigert. Und das obwohl 81% der Bild-Downloads kostenfrei sind, da für amtliche Zwecke, Ausstellungen, bestimmte Veröffentlichungen unter 500 Exemplare und &#8220;LowRes&#8221;-Bildern für private Zwecke keine Gebühren erhoben werden und die Nutzung von Bundesarchiv-Bildern via Wikimedia Commons prinzipiell kostenfrei ist. Während gerade nach der Onlinestellung des Digitalen Bildarchivs von vielen Internetusern Kritik an den angeblich unangemessen hohen Gebühren geübt wurde, kritisierte der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive (BVPA) hingegen die &#8220;niedrigen Beträge&#8221; als &#8220;erheblich wettbewerbsverzerrend“. Allerdings war, ist und wird das Bundesarchiv keine Bildagentur und ist zuallererst dem Bundesarchivgesetz und dessen Zielen verpflichtet und nicht der Steigerung von Einnahmen!&#8221;</p></blockquote>
<p>Ebenfalls interessant, aber eher bedenklich fand ich eine weitere Zahl, die während des Vortrags fiel. Es gab viel <strong>Bildmissbrauch</strong>, das heißt zahlreiche unerlaubte Verkäufe von Fotos bei Ebay, Probleme für das Bundesarchivs mit Fotografen oder anderen Rechteinhabern wegen fehlender Urheberrechtsnachweise und zahlreiche Verstöße gegen die Creative Commons-BY-SA-Lizenz. Bei fast <strong>95% der Nutzungen</strong> wurden die Lizenzvereinbarungen nicht korrekt eingehalten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bei Nutzungen von Bundesarchiv-Fotos via Wikimedia Commons halten schätzungsweise 5% der Nutzer die Bedingungen der Lizenz CC-BY-SA inklusive Nennung des Urhebers ein oder anders formuliert: bei ca. 95% der Nutzungen sind Verstöße gegen die Lizenz und das Urheberrechtsgesetz festzustellen! Zwar hat das Bundesarchiv alle Fotos mit einem weißen &#8220;Quellenstreifen&#8221; versehen, in dem die Quelle Bundesarchiv, die Bildsignatur und der Urheber genannt sind, doch ermöglicht es die Lizenz CC-BY-SA diesen Quellennachweis zu entfernen. Bei den Fotos auf Wikimedia Commons ist das insofern unproblematisch, weil hier alle notwendigen Angaben vorhanden sind. Sobald ein Foto aber (mit rechter Maustaste) herunter geladen wird, sind diese Angaben jedoch nicht mehr vorhanden und werden von Wikimedia-Nutzern &#8211; wie oben dargestellt &#8211; so gut wie nie angegeben.</p>
<p>Dementsprechend sieht sich das Bundesarchiv mittlerweile außerstande weitere Bilder auf Wikimedia Commons freizugeben, da dies bedeuteten würde, dass das Bundesarchiv wissentlich Lizenz- und Rechtsbrüchen Vorschub leisten würde.&#8221;</p></blockquote>
<p>95%! Das heißt, nur eine verschwindend geringe Anzahl von Leuten hat die kostenfreien Fotos wirklich <strong>legal </strong>genutzt. Das war einer von mehren Gründen, warum sich das Bundesarchiv schweren Herzens entschieden hat, die Kooperation nicht fortzuführen. Die bisherigen Bilder bleiben jedoch im Bestand von Wikimedia.</p>
<p>Frei aus dem Gedächtnis zitiert meinte Dr. Sander: &#8220;<em>Es gab einige  Probleme mit der Kooperation, aber unser Schatzmeister war nach anfänglichen Vorbehalten später derjenige,  der als Erster uneingeschränkt für eine Fortsetzung der Kooperation war</em>&#8220;.</p>
<p>Die Präsentation seines Vortrags stelle ich mit der freundlichen Erlaubnis von Dr. Oliver Sander <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/08/2011-05-11_Dresden-BArch-Wikimedia.pdf" target="_blank">hier zum Nachlesen</a> zur Verfügung.<br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/531aac41c88e421499d6578f641fa76c" alt="" width="1" height="1" /><br />
<em>Sagt sagt ihr zu den Zahlen und Erfahrungen?</em></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F08%2F01%2Fdas-bundesarchiv-und-wikimedia-erfolge-und-probleme-einer-zusammenarbeit%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/08/01/das-bundesarchiv-und-wikimedia-erfolge-und-probleme-einer-zusammenarbeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verwirrung um Begriffe lizenzfrei, freie Lizenzen und lizenzkostenfrei</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/07/19/verwirrung-um-begriffe-lizenzfrei-freie-lizenzen-und-lizenzkostenfrei/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/07/19/verwirrung-um-begriffe-lizenzfrei-freie-lizenzen-und-lizenzkostenfrei/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 07:05:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Stockfotos kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[freie Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[kostenlose Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[lizenzfrei]]></category>
		<category><![CDATA[lizenzkostenfrei]]></category>
		<category><![CDATA[lizenzpflichtig]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzungslizenz]]></category>
		<category><![CDATA[RF]]></category>
		<category><![CDATA[rights managed]]></category>
		<category><![CDATA[RM]]></category>
		<category><![CDATA[Royalty-Free]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/?p=5947</guid>
		<description><![CDATA[Viele Fotografen klagen über sinkende Einnahmen, steigende Konkurrenz und so weiter. Dabei haben die Teilnehmer der Stockfotografie-Branche eines der größten &#8220;Verbrechen&#8221; selbst begangen: Die ungeschickte Namensgebung ihrer Lizenzmodelle. Früher gab es &#8220;rights managed&#8220;, was üblicherweise mit &#8220;lizenzpflichtig&#8221; oder kurz &#8220;RM&#8221; übersetzt wird. Das beschreibt genau, wie ein Foto verkauft wird: Eine Bildlizenz ist Pflicht und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Fotografen klagen über sinkende Einnahmen, steigende Konkurrenz und so weiter. Dabei haben die Teilnehmer der Stockfotografie-Branche eines der größten &#8220;Verbrechen&#8221; selbst begangen: Die ungeschickte <strong>Namensgebung</strong> ihrer <strong>Lizenzmodelle</strong>.</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/07/A80c_schilder_im_wald_03_0921_klein.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6415" title="Beide Richtungen - lizenzfrei und freie Lizenzen" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/07/A80c_schilder_im_wald_03_0921_klein.jpg" alt="" width="600" height="355" /></a></p>
<p>Früher gab es &#8220;<strong>rights managed</strong>&#8220;, was üblicherweise mit &#8220;<strong>lizenzpflichtig</strong>&#8221; oder kurz &#8220;<strong>RM</strong>&#8221; übersetzt wird. Das beschreibt genau, wie ein Foto verkauft wird: Eine Bildlizenz ist Pflicht und die Rechte werden &#8220;gemanagt&#8221;. Der Preis berechnete sich nach einigen Faktoren der Fotonutzung wie Auflagenhöhe, Druckgröße, Ort (Land, Region, Welt) und Dauer der Nutzung. Wenn die Nutzungsdauer abgelaufen war oder der Bildnutzer das Foto nur für ein Land gekauft hatte und es jetzt in einem weiteren Land nutzen wollte, musste er eine neue Lizenz kaufen.</p>
<p>Dann kam Anfang der 1990er Jahre <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/03/23/sind-20-fotografen-anteil-heute-noch-gerechtfertigt/">der Trend auf</a>, Foto-CDs mit verschiedenen Motiven zum Einheitspreis zu verkaufen. Der Käufer konnte &#8211; fast &#8211; alles mit den Bildern auf der CD machen und deswegen musste ein neues Lizenzmodell her: Die Branche taufte es &#8220;<strong>royalty free</strong>&#8220;. Übersetzt wird der Begriff mit &#8220;<strong>lizenzfrei</strong>&#8221; oder kurz &#8220;<strong>RF</strong>&#8220;. Das &#8220;royalty&#8221; hat nichts mit Königen oder der Monarchie zu tun, sondern im Englischen wird der Begriff auch für Tantiemen oder eben Lizenzen benutzt.</p>
<p>Für die Fachleute war die Unterscheidung klar: Nach dem Kauf eines RF-Fotos konnte der Bildnutzer das Foto für immer und weltweit nutzen, ohne jedes Mal eine neue Lizenz bezahlen zu müssen. Daher: &#8220;lizenzfrei&#8221; oder &#8220;royalty free&#8221;.</p>
<p>2000 kam jedoch mit istockphoto die erste Microstock-Bildagentur auf den Markt und erweiterte die Käuferschichten um viele Leute, welche nicht hauptberuflich mit dem An- und Verkauf von Bildern zu tun hatten. Außerdem waren im Internet plötzlich die Webseiten der Bildagenturen auch für jeden Internetsurfer frei zugänglich.</p>
<p>Der Otto-Normalverbraucher denkt jedoch, wenn er &#8220;lizenzfrei&#8221; oder &#8220;free&#8221; liest, etwas wäre kostenlos. Das stimmt bei Fotos jedoch nicht. <strong>Auch lizenzfreie Fotos müssen gekauft werden</strong>. Selbst das Wort ist unpassend, denn auch für die Nutzung eines lizenzfreien Bildes braucht der Nutzer eine &#8220;Nutzungslizenz&#8221;, welche sich die meisten Fotografen oder Bildagenturen bezahlen lassen.</p>
<p>Was lizenzfreie oder &#8220;royalty free&#8221;-Fotos von anderen kostenpflichtigen Fotos unterscheidet, ist nur die Art der Abrechnung. Während bei lizenzpflichtigen Fotos pro Nutzung bezahlt werden muss (Web, Flyer, Plakat, etc.) gibt es bei lizenzfreien Fotos mit dem Kauf das unbeschränkte Nutzungsrecht. Um es vollkommen kompliziert zu machen, ist auch dieses &#8220;unbeschränkte Nutzungsrecht&#8221; nicht so unendlich, denn im Kleingedruckten wird zum Beispiel fast immer der Weiterverkauf und andere Nutzungen wie diffamierende Nutzungen untersagt.</p>
<p><strong>Lizenzkostenfrei und freie Lizenzen</strong></p>
<p>Einige Bildagenturen würden den Begriff &#8220;<strong>lizenzkostenfrei</strong>&#8221; statt &#8220;lizenzfrei&#8221; vorziehen, weil er korrekter ist. Ein RF-Foto ist ja nicht frei von <em>Lizenzen</em>, sondern nur den von bei anderen Fotos später anfallenden <em>Lizenzkosten</em>. Aber diese haarfeine Unterscheidung bemerken die privaten Bildsucher im Internet nicht. Wenn sie &#8220;frei&#8221; oder &#8220;free&#8221; lesen, wird das Bild kopiert und damit oft geklaut. Die meisten begehen deshalb Urheberrechtsverletzungen, ohne es zu merken, weil sie das Kleingedruckte nicht beachten.</p>
<p>Während die meisten Bildanbieter sich die Nutzungslizenzen auch von lizenzfreien Fotos bezahlen lassen, gibt es einige Webseiten wie beispielsweise Pixelio, welche ihre lizenzfreien <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/03/07/warum-fotografen-kostenlose-fotos-anbieten-acht-gruende-und-eine-warnung/">Fotos kostenlos anbieten</a>. So kommt es, dass es manchmal legal ist, ein lizenzfreies Foto ohne Bezahlung zu nutzen und manchmal nicht.</p>
<p>Wer bis jetzt den Überblick behalten hat, halte sich fest: &#8220;lizenzfrei&#8221; ist nicht zu verwechseln mit einer &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Lizenz" target="_blank">freien Lizenz</a>&#8220;. Während letztere wirklich kostenlos zu haben sind, kosten erstere meist Geld.</p>
<p><strong>Wohin führt dieses Begriffschaos?</strong></p>
<p>Viele Internetnutzer sehen nur den Wortteil &#8220;frei&#8221; oder &#8220;free&#8221; und kopieren <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2009/09/16/bilderklau-im-internet-strafen-oder-sein-lassen/">Fotos ohne Bezahlung</a> und brechen damit das Gesetz. Drastisch formuliert: Sie begehen eine Straftat, meist ohne es zu merken. Das ist unschön für die Fotografen, denen Einnahmen entgehen und ärgerlich für Bildnutzer, wenn sie nach Wochen oder Monaten eine Abmahnung erhalten und ihnen der Anwalt die feinen Unterschiede erklären muss.</p>
<p>Auch Leute, welche bereit sind, für gute Bilder Geld auszugeben, finden diese verschiedenen Begriffe verwirrend und verzichten im Zweifel auf einen Kauf und machen das Foto selbst.</p>
<p>Deshalb wäre es sinnvoller, einen neuen Begriff statt &#8220;royalty free&#8221; oder &#8220;lizenzfrei&#8221; zu prägen.<br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/7816ae08e58942a580c1430425dc473e" alt="" width="1" height="1" /><br />
Nur: <em>Wie könnte dieser Begriff lauten? Habt ihr einen Vorschlag?</em></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F07%2F19%2Fverwirrung-um-begriffe-lizenzfrei-freie-lizenzen-und-lizenzkostenfrei%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/07/19/verwirrung-um-begriffe-lizenzfrei-freie-lizenzen-und-lizenzkostenfrei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

