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	<title>Alltag eines Fotoproduzenten &#187; Business</title>
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	<description>Fotos: Beauty _ Business _ Emotions</description>
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		<title>Indische Retusche-Firmen für Stockfotos im Praxistest</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2012/01/25/indische-retusche-firmen-fur-stockfotos-im-praxistest/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 08:22:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildbearbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Beauty-Retusche]]></category>
		<category><![CDATA[Differential]]></category>
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		<category><![CDATA[KeyIndiaGraphics]]></category>
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		<description><![CDATA[In meinem Artikel über meine Microstock Expo-Erfahrungen habt ihr mich in den Kommentaren mehrfach um mehr Informationen über die indischen Firmen gebeten, welche Photoshop-Retusche-Arbeiten oder Verschlagwortung-Dienste anbieten. Deshalb habe ich mal die vier bekanntesten indischen Firmen auf diesem Gebiet angeschrieben und einen Praxistest gemacht, um herauszufinden, wie deren Ergebnisse aussehen. Doch einen Schritt zurück. Nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Artikel über <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/11/09/microstockexpo-%E2%80%93-was-ich-dort-gelernt-habe/" target="_blank">meine Microstock Expo-Erfahrungen</a> habt ihr mich in den Kommentaren mehrfach um mehr Informationen über die indischen Firmen gebeten, welche Photoshop-Retusche-Arbeiten oder Verschlagwortung-Dienste anbieten. Deshalb habe ich mal die vier bekanntesten indischen Firmen auf diesem Gebiet angeschrieben und einen Praxistest gemacht, um herauszufinden, wie deren Ergebnisse aussehen. Doch einen Schritt zurück.</p>
<p><strong>Nach welchen Kriterien habe ich die Firmen ausgewählt?</strong></p>
<p>Die Bildagentur Alamy hat schon lange eine <a href="http://www.alamy.com/stock-photography-scanner.asp" target="_blank">Liste mit empfehlenswerten Firmen</a> veröffentlicht, welche Scandienste oder Keywording anbieten. Die dort gelisteten Firmen aus Indien, welche auch Fotos retuschieren, wurden ausgewählt, das sind <a href="http://www.jaincotech.com/" target="_blank">JaincoTech</a>, <a href="http://www.realityinfo.com/" target="_blank">Reality Information Systems</a> (im Folgenden nur Reality genannt) und <a href="http://www.keyindiagraphics.com/" target="_blank">KeyIndia Graphics</a>. Außerdem habe ich <a href="http://www.worldofdt.com/" target="_blank">Differential</a> ausgewählt, da ich mit denen schon mal zusammengearbeitet hatte.</p>
<p><strong>Wie lief der Test ab?</strong></p>
<p>Die vier teilnehmenden Firmen bekamen jeweils drei Fotos von mir, welche ich schon vom RAW-Format in unkomprimierte JPG-Dateien entwickelt hatte. Zusätzlich bekamen die Firmen alle die gleichen Anweisungen zur Bildbearbeitung in einer Textdatei. Die ausgewählten Fotos sind Bilder, welche ich selbst als Stockfotos bei Bildagenturen anbiete und die ich alle ebenfalls bearbeitet hatte. Die Firmen bekamen natürlich die unbearbeitete Version, aber durch <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/01/15/erster-screencast-portraitretusche-fuer-bildagenturen/" target="_blank">meine eigene Bearbeitung</a> konnte ich für mich gut vergleichen, ob die externen Dienstleister gleich gut oder vielleicht sogar besser als ich retuschieren.</p>
<p>Ich habe lange überlegt, wie ich die Testbilder und die Ergebnisse am besten im Blog zeige, da die Originalgrößen bei 21 Megapixel die Ladezeiten der Webseite ins Unerträgliche steigern würden. Ich habe mich entschieden, hier kleine Vorschau-Größen zu zeigen. Beim Klick auf ein Bild erscheint eine größere Version in Bildschirmgröße. Die Wasserzeichen habe ich nachträglich eingefügt, die waren beim Test nicht im Bild.</p>
<p><em>Service</em>: Ich habe von jedem Bild alle Versionen als einzelne Ebene in eine TIFF-Datei gepackt. Wer will, kann sich dann detailliert die Unterschiede der jeweiligen Varianten genau anschauen. Die drei TIFF-Dateien könnt ihr <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/retouching-results-kneschke.zip" target="_blank">hier als Zip-Datei runterladen</a> (Achtung, ca. 25 MB!). Damit ihr die Ebenen sehen und einzeln auswählen könnt, muss das Grafikprogramm Ebenen unterstützen, also z.B. Photoshop oder GIMP. Es versteht sich von selbst, aber sicherheitshalber noch mal der Hinweis: Die Bilder dürfen nur privat genutzt werden und nicht ohne meine Zustimmung veröffentlicht werden.</p>
<p>Hier sind die drei <strong>Ausgangsbilder</strong> (Klicken zum Vergrößern):</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7123" title="_MG_1586_2_be_done" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7129" title="_MG_4307_2_be_done" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7135" title="_MG_5054_2_be_done" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Meine Retusche-Vorgaben für die Bilder waren:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>_MG_1586_2_be_done.jpg<br />
- isolating person (background completely white)<br />
- basic retouching (skin and imperfections)<br />
- whiten eyes<br />
- whiten teeth<br />
- lighten rims under eyes (not completely removing)<br />
- logo removal<br />
- remove yellow color cast on hair</td>
<td>_MG_4307_2_be_done.jpg<br />
- basic retouching (skin and imperfections)<br />
- whiten eyes<br />
- whiten teeth<br />
- lighten rims under eyes (not completely removing)<br />
- logo removal</td>
<td>_MG_5054_2_be_done.jpg<br />
- basic retouching (skin and imperfections)<br />
- whiten eyes<br />
- whiten teeth<br />
- lighten rims under eyes (not completely removing)<br />
- remove dust and particles from jackets</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>&nbsp;Was haben die vier teilnehmenden Firmen daraus gemacht?</strong></p>
<p>Erst mal <strong>meine Retusche-Version</strong>, wie ich sie auch zu den Bildagenturen hochgeladen hatte (Klicken zum Vergrößern):</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done_kneschke.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7123" title="_MG_1586_2_be_done_kneschke" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done_kneschke-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done_kneschke.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7129" title="_MG_4307_2_be_done_kneschke" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done_kneschke-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done_kneschke.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7135" title="_MG_5054_2_be_done_kneschke" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done_kneschke-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Nun die Ergebebnisse von <strong>Reality </strong>(Klicken zum Vergrößern):</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done_reality.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7123" title="_MG_1586_2_be_done_reality" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done_reality-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done_reality.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7129" title="_MG_4307_2_be_done_reality" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done_reality-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done_reality.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7135" title="_MG_5054_2_be_done_reality" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done_reality-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die bearbeiteten Bilder von <strong>KeyIndia Graphics</strong> sehen so aus (Klicken zum Vergrößern):</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done_keyindia_r1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7123" title="_MG_1586_2_be_done_keyindia_r1" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done_keyindia_r1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done_keyindia_r1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7129" title="_MG_4307_2_be_done_keyindia_r1" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done_keyindia_r1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done_keyindia_r1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7135" title="_MG_5054_2_be_done_keyindia_r1" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done_keyindia_r1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Differential</strong> hat die Fotos so retuschiert (Klicken zum Vergrößern):</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done_worldofdt.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7123" title="_MG_1586_2_be_done_worldofdt" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done_worldofdt-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done_worldofdt.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7129" title="_MG_4307_2_be_done_worldofdt" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done_worldofdt-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done_worldofdt.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7135" title="_MG_5054_2_be_done_worldofdt" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done_worldofdt-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Als Ergebnis lieferte <strong>JaincoTech</strong> diese Varianten (Klicken zum Vergrößern):</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done_jainco.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7123" title="_MG_1586_2_be_done_jainco" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_1586_2_be_done_jainco-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done_jainco.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7129" title="_MG_4307_2_be_done_jainco" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_4307_2_be_done_jainco-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
<td><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done_jainco.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7135" title="_MG_5054_2_be_done_jainco" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/MG_5054_2_be_done_jainco-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Details und Preise der Firmen-Retusche:</strong></p>
<p>JaincoTech und KeyIndia Graphics lieferten <strong>TIFF</strong>-Dateien ohne Ebenen zurück, Reality schickte eine unkomprimierte <strong>JPG</strong>-Datei und Differential schickte eine <strong>Photoshop-Datei</strong> ohne Ebenen. KeyIndia Graphics lieferte zu jedem Bild auch eine zweite Variante, bei der die Schattentöne leicht aufgehellt waren. Differential lieferte zusätzlich auch eine zweite Version bei einem Bild mit einer sehr starken Beauty-Hautretusche, die für Stockfotos jedoch zu künstlich wirkte.</p>
<p>Wie teuer wäre die Bearbeitung ähnlicher Bilder bei den Firmen? Differential verlangt ca. <strong>3,50 US-Dollar</strong> für ähnliche Motive, Reality berechnet ca. 8 Dollar pro Stunde und hat ca. 30-45 Minuten an einem der Testbilder gesessen. Bei normalen Jobs würden für solche Retusche-Arbeiten ca. <strong>4 Dollar</strong> pro Bild anfallen. KeyIndia Graphics berechnet für die Retusche <strong>3,75 Dollar</strong> (bzw. ein Dollar weniger bei Vorkasse), dazu kommen 7,5% Bearbeitungsgebühr bei PayPal-Zahlung, bei mehr als 2500 Bildern Auftragsvolumen gibt es Rabatt. Als Durchschnittspreis für die Bearbeitung ähnlicher Bilder hat JaincoTech <strong>10 Dollar</strong> pro Bild veranschlagt, was vor allem an dem aufwändigen Apothekenbild lag.</p>
<p>Ein Hinweis am Rande: In dieser Branche kommt es manchmal vor, dass die Bildbearbeitung an ein <strong>Subunternehmen</strong> weitergereicht wird. Ob das bei den teilnehmenden Firmen der Fall war, kann ich nicht kontrollieren, aber ich finde, es spielt auch keine Rolle, da es darauf ankommt, wie die Ergebnisse zu welchem Preis aussehen.</p>
<p><strong>Subjektive Bewertung der Ergebnisse:</strong></p>
<p>Eine Bildbearbeitung ist immer Geschmackssache. Trotzdem haben Bildagenturen und Bildkäufer bestimmte Vorlieben, wie ein gutes Stockfoto aussehen sollte. Das betrifft zum Beispiel das Aufhellen von Zähnen, die Hautretusche, die Eleminierung störender Elemente und &#8211; ganz wichtig &#8211; die vollständige und gute Entfernung von Logos und Markennamen aus dem Bild. Deshalb habe ich auch das Apothekenbild ausgesucht, was sehr viele Logos und geschütze Marken enthält und das Bild der Maklerin vor weißem Hintergrund, um beurteilen zu können, wie gut die Firmen <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2008/05/24/der-vorteil-von-freistellern/">freistellen</a> können.</p>
<p>In der kleinen Vorschauansicht sind die Unterschiede schwer zu erkennen, deswegen verweise ich noch mal auf die gezippten <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/retouching-results-kneschke.zip" target="_blank">TIFF-Ebenen als Download</a> zum &#8220;selber Vergleichen&#8221; und möchte auf einige Punkte eingehen.</p>
<p>Das einfachste Bild war das <strong>Paarfoto im Herbst</strong>. Dort haben sich alle Firmen wacker geschlagen. Die meisten Firmen bis auf Differential haben sogar die hellen Flecken an den Bäumen im Hintergrund entfernt, ohne dass ich sie extra darauf hinweisen musste. Dafür hat Differential als einzige Firma das Muster auf dem Jackenknopf entfernt. Beim Zähne aufhellen war Reality etwas zu übermütig, da sehen die zu künstlich aus. JaincoTech war die einzige Firma, die auch eine Farbkorrektur vorgenommen hat, die das Bild noch frischer und farbenfroher aussehen lässt.</p>
<p>Beim Foto der <strong>Frau mit Haus und Schlüssel</strong> weichen die Ergebnisse schon weiter voneinander ab. Das Freistellen haben alle Firmen gemeistert, aber bei Reality und Differential sind harte Kanten an den unscharfen Händen zu erkennen. Das sieht etwas unnatürlich aus. Auch der Umgang mit den feinen Haaren zeigt deutliche Differenzen. Während JaincoTech gleich viele störende Haarfransen (vor allem links am Kinn) entfernt hat, ignorierten das die anderen Firmen, Differential lichtete die Haare rechts unten sogar etwas. Die Hautretusche sieht bei Reality wieder etwas zu übermütig aus. Die gewünschte Korrektur des Gelbstichs bekamen alle Firmen bis auf Differential gut hin.Das Logo links auf dem Schlüssel wurde von drei Firmen entfernt, nur Differential hat es übersehen. JaincoTech hat außerdem zusätzlich die Einkerbungen links im Schlüssel entfernt, den abstehenden Daumen rechts und den umgeschlagenen Hemdärmel rechts korrigiert. Das zeugt von einem guten Verständnis, was Bildagenturen wollen.</p>
<p>Kommen wir zur Königsklasse: Die <strong>Apothekerinnen in der Apotheke</strong>. Neben dem starken Orangeton bestand die Schwierigkeit vor allem in den unzähligen Verpackungen im Hintergrund, die Logos und Text aufwiesen. Das Orange wurde von KeyIndia Graphics und Reality gefühlt fast noch verstärkt, während JaincoTech es behutsam abmilderte. An den Logos haben sich die meisten Firmen die Zähne ausgebissen und ich muss zugeben, dass ich auch lange dafür gebraucht habe, um alle Logos halbwegs zu entfernen und selbst jetzt bin ich mit meinem Ergebnis noch nicht richtig zufrieden. Differential hat es sich einfach gemacht und den kompletten Hintergrund weichgezeichnet. Das führt leider zu einem unschönen Übergang an den Haaren der Models, vor allem bei den Locken der Frau links. Reality ging nach dem Zufallsprinzip vor und retuschierte anscheinend nur die Häfte der Logos. KeyIndia Graphics ignorierte meinen Wunsch nach Logo-Entfernung komplett. Auf Nachfrage hieß es, dass das bei einem kostenlosen Test zu aufwändig sei. Was mich ehrlich beeindruckt hat, war die Variante von JaincoTech. Hier wurden wirklich alle Logos und Markennamen entfernt und trotzdem der Farbcharakter der einzelnen Packungen beibehalten. Dadurch sieht der Hintergrund zwar auch etwas unrealistisch aus, aber ich bin sicher, dass ich bei einer genaueren Anweisung (&#8220;verschwimmen lassen statt entfernen&#8221;) ebenso gute Ergebnisse bekommen hätte. Ich denke, die Logo-Entfernung kann hier als &#8220;Machbarkeitsstudie&#8221; gesehen werden.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Mir persönlich haben die Resultate von JaincoTech mit Abstand am besten gefallen. Reality und Differential haben sich leider einige grobe Schnitzer erlaubt, die eine Korrektur der Bilder erforderlich machen würden, bevor sie an Bildagenturen geschickt werden. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass die veranschlagten Preise bei JaincoTech auch mehr als doppelt so hoch waren wie bei den anderen Firmen. Bei den Preisen wurde die Lieferzeit nicht berücksichtigt, das heißt, je schneller ein Kunde die Ergebnisse braucht, desto teurer wird es.</p>
<p>Nicht berücksichtigt bei dem Preisen sind auch Mengenrabatte und die Tatsache, dass es bei ähnlichen Bildern einer Serie meist günstiger wird. Außerdem lernen die meisten Retusche-Firmen die Kundenwünsche im Laufe einer Zusammenarbeit immer besser kennen, sodaß nach einiger Zeit kaum noch konkrete Anweisungen des Fotografen an die Bildbearbeiter gegeben werden müssen. Nachdem ich die Testergebnisse gesehen habe, habe ich mich entschlossen, zwei ganze Bildserien von JaincoTech gegen Bezahlung retuschieren zu lassen. Da hat sich auch gezeigt, dass die <strong>FTP-Transferrate</strong> ein kleines Nadelöhr sein kann. Ich hatte ca. 4 GB Daten zu verschicken, was mit meiner 50-Mbit-Leitung fast einen Tag gedauert hatte.</p>
<p>Im nächsten Teil des Tests werde ich dann die <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2009/03/18/frag-den-fotograf-tipps-zur-verschlagwortung/" target="_blank">Verschlagwortung</a> vergleichen.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/d9f26a5d56f24b87b6ba6b41e577b617" width="1" height="1" alt=""><br />
<em>Wie sind Eure Eindrücke der Retusche? Habt ihr schon mal Bildbearbeitung ausgelagert? Wie teuer war das und wie zufrieden wart ihr mit den Ergebnissen?</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Anleitung für Verhandlungen mit Bildagenturen</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2012/01/19/anleitung-fuer-verhandlungen-mit-bildagenturen/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2012/01/19/anleitung-fuer-verhandlungen-mit-bildagenturen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 08:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildagenturen]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Billdagentur]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Microstock]]></category>
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		<category><![CDATA[Verhandlung]]></category>

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		<description><![CDATA[Welche Möglichkeiten haben Stockfotografen, mit ihren Bildagenturen zu verhandeln? Diese spannende Frage kam in der Diskussionsrunde bei der MicrostockExpo auf, die ich moderiert habe. Das Thema will ich heute näher beleuchten. Warum sollten Fotografen mit Bildagenturen verhandeln? Wer regelmäßig meinen Blog (und vor allem die Kommentare) liest, weiß, dass die Stockfotografie-Branche im letzten Jahrzehnt härter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Möglichkeiten haben <strong>Stockfotografen</strong>, mit ihren <strong>Bildagenturen</strong> zu verhandeln? Diese spannende Frage kam in der <a href="http://videos.microstockexpo.com/en/?affid=10005&amp;campaign=30000" target="_blank">Diskussionsrunde</a> bei der <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/11/09/microstockexpo-%e2%80%93-was-ich-dort-gelernt-habe/">MicrostockExpo</a> auf, die ich moderiert habe.</p>
<p>Das Thema will ich heute näher beleuchten.</p>
<h3>Warum sollten Fotografen mit Bildagenturen verhandeln?</h3>
<p>Wer regelmäßig meinen Blog (und vor allem die Kommentare) liest, weiß, dass die Stockfotografie-Branche im letzten Jahrzehnt härter geworden ist. Niemand hat etwas zu verschenken und die Fotografen sitzen mittlerweile meist am kürzeren Hebel. Wenn sich deshalb die Möglichkeit zu erfolgversprechenden Verhandlungen bietet, sollten Fotografen die Gelegenheit nutzen, ihre Position im Bildermarkt zu verbessern. Damit das klappt, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.</p>
<h3><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/2011_danielavt_hasan_business_diskutieren_01_8092.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7174" title="Zwei junge Auszubildende reden" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2012/01/2011_danielavt_hasan_business_diskutieren_01_8092.jpg" alt="" width="524" height="350" /></a><br />
Wann können Fotografen mit Bildagenturen verhandeln?</h3>
<p>Verhandlungen sind immer ein System aus „Nehmen und Geben“. Deshalb können nur die Fotografen erfolgreich verhandeln, welche etwas anzubieten haben, was Bildagenturen nützlich finden. In der Regel sind das – naheliegenderweise – Fotos. Aber es reicht nicht aus, paar hundert Urlaubsfotos aus der Toscana und Mallorca auf der Festplatte zu haben, um mit einer Agentur zu pokern.</p>
<p>Im Regelfall sind mehrere tausend Bilder im Portfolio das Minimum, um mit einer Agentur zu verhandeln. 3000 Fotos sollten es schon sein, ab 5000 Fotos ist es ziemlich sicher, dass einem die Bildagentur zumindest zuhört. Je qualitativ hochwertiger das Portfolio ist, desto geringer muss die Bildmenge sein. Zur Qualität gehören zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>eine gleichbleibende Produktionsqualität (z.B. nur Studiolicht, nur HDR-Aufnahmen)</li>
<li>international gültige <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2010/03/12/model-vertrag-hinweise-aktualisierung-und-uebersetzung/" target="_blank">Modelverträge</a> und Eigentumsfreigaben (üblicherweise in englisch)</li>
<li>schwerpunktmäßig gut verkäufliche Bildmotive (z.B. viele <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/03/29/gruppenfotos-in-einer-apotheke-mit-making-of-fotos/" target="_blank">Gruppenaufnahmen on Location</a> im Gegensatz zu vielen <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2008/05/24/der-vorteil-von-freistellern/" target="_blank">Freistellern</a> von Haushaltsgegenständen)</li>
<li>eine erkennbare Bildsprache / ein eigener Stil</li>
<li>Bildtitel, Bildbeschriftungen und Suchbegriffe in englisch in den <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/05/02/probleme-mit-sonderzeichen-in-iptc-feldern-beim-bildagentur-import/" target="_blank">IPTC-Feldern</a> (oder notfalls als CSV-Datei)</li>
<li>Maschinenlesbarkeit der Bildkollektion (dazu gehören z.B. eindeutige Dateinamen ohne Umlaute, Sonderzeichen und Leerzeichen)</li>
<li>eindeutig zuordbare Model Releases und Property Releases, in der Regel im Rahmen einer &#8220;<a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/12/03/vorteile-und-nachteile-einer-modelvertrag-tabelle/" target="_blank">Modelvertrag-Tabelle</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Wer ganz besondere Nischenthemen abdecken kann, die nur wenige Lieferanten bedienen können, hat auch schon mit einem Portfolio von einigen hundert Aufnahmen eine gute Verhandlungsposition. Dazu könnten beispielsweise Rastermikroskopaufnahmen von Krankheitserregern gehören, Fotos aus dem Weltraum, Unterwasseraufnahmen von seltenen Meerestieren, 3D-Detail-Illustrationen des menschlichen Körpers und so weiter.</p>
<p>Bei Pond5 verkauft zum Beispiel jemand regelmäßig authentische <a href="https://www.pond5.com/artist/holtocw" target="_blank">Videoaufnahmen von US-Militäreinheiten</a> im Einsatz in Afghanistan und anderen Krisenregionen. Dieser Videograf kann logischerweise besser Forderungen stellen als ein Hobbyfilmer, der sich auf Videos von Segelfliegern spezialisiert hat.</p>
<p>Ebenfalls wichtig ist der Punkt, ob die Agentur, welche Verhandlungspartner sein soll, schon viele Motive des gebotenen Themas im Archiv hat oder nicht.</p>
<p>Ein guter Indikator für die eigene Verhandlungsmacht ist es, wenn Bildagenturen von selbst Fotografen ansprechen und um deren Bilder bitten. Das machen vor allem neue Bildagenturen, aber auch große Bildagenturen wie Fotolia starten manchmal zeitlich begrenzte Aktionen wie die &#8220;<a href="http://www.microstockgroup.com/fotolia-com/news-operation-level-ground-attracts-artists-to-fotolia/" target="_blank">Operation Level Ground</a>&#8220;, bei denen <strong>Profi-Fotografen</strong> mit großen Portfolios vom Start weg bessere Konditionen geboten werden als Amateurfotografen.</p>
<p>Bei den Emails von Bildagenturen sollten die angesprochenen Fotografen jedoch unterscheiden, ob eine neue Bildagentur einen Massen-Standardtext an alle Fotografen geschickt hat, deren Email-Adressen die Firma in Blogs, Foren oder auf anderen Internetseiten gefunden hat oder ob die Firma einen gezielt mit Namen und konkreten Bezug auf das Portfolio anspricht. Vor allem dann hat der Fotograf sehr gute Chancen, Forderungen zu stellen.</p>
<h3>Was kann ein Fotograf bei Verhandlungen fordern?</h3>
<p>Es gibt ganz unterschiedliche Ansätze, was Stockfotografen von Bildagenturen als Verhandlungsbasis verlangen können. Hier mal eine Auswahl:</p>
<ul>
<li><strong>Leichteres Einpflegen des Portfolios</strong>:<br />
Wenn eine Bildagentur Interesse an den Bildern eines Fotografen hat, liegt es auf der Hand, dass sie diesen Prozess so einfach wie möglich gestalten sollte. Profi-Fotografen haben üblicherweise externe Festplatten mit ihren Portfolios, auf denen auch die Verträge gespeichert sind und eine Excel-Tabelle, welche eine eindeutige Zuordnung der Fotos zu den jeweils notwendigen Verträgen erlaubt. Eine sehr häufige Fotografenforderung ist, die Bilder nach dem Einsenden der Festplatte ohne Zutun des Fotografen online zu stellen. Dadurch spart der Fotograf zum Beispiel die nervige Auswahl von Kategorien, das unzählige Anklicken von Häkchen und die Zuordnung der Verträge zu den Fotos. Diese Forderung wird fast immer von den Agenturen erfüllt bzw. wird oft selbst aktiv von den Bildagenturen angeboten. Das setzt jedoch voraus, dass der Fotograf sein Portfolio maschinell lesbar archiviert, also inklusive IPTC-Daten, <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/12/03/vorteile-und-nachteile-einer-modelvertrag-tabelle/" target="_blank">Release-Spreadsheet</a> und unverwechselbaren Dateinamen.</li>
<li><strong>100% Annahmequote</strong><br />
Über diese Forderung wird selten öffentlich geredet, was angesichts der hohen Ablehnungsquoten von Hobby-Fotografen verständlich ist. Beim Einpflegen eines großen Portfolios in eine neue Agentur muss darüber nicht mal immer explizit geredet werden, weil es für die Agentur sowieso leichter ist, einfach den kompletten Bildbestand durchzuwinken. Außerdem stellen diese Forderung oft Fotografen, deren technische Bildqualität durchweg so hoch ist, dass sie auch sonst kaum Ablehnungen zu befürchten haben. Falls die Bildagentur keine 100% Annahmequote garantieren will, sollte der Fotograf auf jeden Fall darauf bestehen, eine nachvollziehbare Übersicht der Ablehnungen zu erhalten, damit er den Überblick über die Verteilung seiner Bilder behält.</li>
<li><strong>Kein Upload-Limit</strong><br />
Manchmal beschränken Bildagenturen die Menge an Bildern, die ein Fotograf in einer Woche oder einem Monat zur Agentur hochladen kann, weil jede Agentur Kosten für die Überprüfung und Freischaltung (bzw. Ablehnung) eines Bildes hat. Etablierte Fotografen können fordern, von diesem Limit nicht betroffen zu sein, da sie (siehe oben) sowieso meist keine Kosten durch zuviele Ablehnungen verursachen.</li>
<li><strong>Keine Abo-Verkäufe</strong><br />
Abo-Modelle sind eine wichtige Einnahmequelle für Bildagenturen, aber oft nicht sehr lukrativ für Fotografen. Eine Forderung ist deswegen manchmal, Bilder vom Abonnement ausschließen zu können.</li>
<li><strong>Höhere Fotografenanteile</strong><br />
Auch diese Forderung wird selten öffentlich thematisiert, um keinen Futterneid anderer Fotografen zu wecken. Vor allem neue Bildagenturen lassen bei den Honorar-Prozenten durchaus mit sich reden. 10-20 Prozentpunkte mehr als öffentlich angegeben wurden mir schon angeboten.</li>
<li><strong>Bessere Ranking-Einstufung</strong><br />
Einige neue Bildagenturen haben ähnliche Ranking-Level wie Fotolia, istockphoto oder andere etablierte Agenturen. Ein Verhandlungspunkt kann sein, den Fotografen gleich auf dem hohen Ranking-Level einzustufen, was er schon bei anderen Bildagenturen erreicht hat. Das führt meist auch zu einer höheren Fotografenkommission.</li>
<li><strong>Eigene Marketing-Aktivitäten</strong><br />
In meiner Diskussionsrunde erwähnte Mark Butler von MonkeyBusiness Images, dass er gerne verstärkte Marketing-Bemühungen von den Agenturen fordert. Das heißt zum Beispiel, dass der Fotograf im Agentur-Newsletter vorgestellt oder in einer Pressemitteilung erwähnt wird oder dass er „Fotograf der Woche / des Monats“ wird oder dass auf der Agentur-Webseite eine Zeitlang gezielt auf seine Kollektion hingewiesen wird, natürlich immer mit Link auf das Fotografenportfolio, damit der Fotograf mehr Umsatz erzielt.</li>
<li><strong>Umsatzgarantie</strong><br />
Andres Rodriguez erzählte auf der MicrostockExo von einer weiteren sehr spannenden Strategie. Manchmal fragt er neue Agenturen, die ihn im Boot haben wollen, ob die Agentur eine bestimmte Umsatzsumme für den Fotografen innerhalb von sechs Monaten oder einem Jahr garantieren kann. Diese Summe soll die Agentur im Voraus bezahlen. Falls das Geld nicht durch reguläre Verkäufe wieder reinkommt oder die Agentur vorher pleite geht, behält der Fotograf das Geld. Das ist eine gute Möglichkeit, um zu testen, ob die Bildagentur Vertrauen in das eigene Geschäftsmodell hat und längerfristige Strategien verfolgt.</li>
<li><strong>Einfluss auf Verkaufspreise</strong><br />
Diese Forderung ist seltener, weil sie für Kunden und andere Fotografen schnell erkennbar ist. Manchmal ist sie aber notwendig. So setzte der berühmte Stockfotograf Yuri Arcurs der Bildagentur Depositphotos die Pistole auf die Brust, nachdem ich <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/02/23/billig-billiger-depositphotos-warnung-an-fotografen/" target="_blank">hier im Blog</a> über das (zu) billige SMS-Angebot schrieb und ihn ein Fotograf bei Facebook darauf aufmerksam machte. Kurz darauf erreichte Yuri Arcurs, dass Depositphotos seine Bilder nicht mehr im billigen SMS-Angebot verramscht.</li>
</ul>
<h3>Kannibalisierung: Verhandlungen sind ein Weg, nicht das Ziel</h3>
<p>Mit dieser buddhistisch klingenden Weisheit meine ich, dass ein Fotograf vor lauter Verhandlungseifer eins nicht übersehen sollte: Will ich überhaupt bei dieser Agentur meine Bilder anbieten? Manchmal ist es schlicht ökonomisch unsinnig, eine hohe Honorarbeteiligung zu erkämpfen, wenn die Agentur die Bilder viel billiger als bei anderen Agenturen anbietet und unter dem Strich trotzdem weniger oder nur genauso viel übrig für den Fotografen bleibt. Diesen Kannibalisierungseffekt entdecken einige Fotografen erst, wenn die Umsätze bei ihrer „Stamm-Agenturen“ merklich zurück gehen und die Honorare der neuen Agenturen die Differenz nicht auffangen können.</p>
<p>Auch das Bauchgefühl sollte nicht unterschätzt werden. Gefällt mir das Aussehen der Webseite? Stimmt der Kontakt mit den Inhabern oder Mitarbeitern? Wirkt die Agentur seriös auf mich?</p>
<p>Ich habe schon mehrere lukrative Angebote von Agenturen abgelehnt, weil sie augenscheinlich direkte Konkurrenten meiner umsatzstärksten Bildagenturen werden wollten oder habe die Lieferung an Agenturen eingestellt, wenn ich gemerkt habe, dass mir deren Geschäftsgebaren nicht zusagt.</p>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/731ec9ac9a9141d5a41edb72abbf51b0" alt="" width="1" height="1" /><br />
<em>Was für Deals konntet ihr bisher bei Verhandlungen mit euren Bildagenturen aushandeln?</em></p>
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		<item>
		<title>Geld verdienen mit WordPress Themes &#8211; Ein Praxisbeispiel</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 08:05:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Agentur]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Budschedl]]></category>
		<category><![CDATA[Einnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Envato]]></category>
		<category><![CDATA[Geld verdienen]]></category>
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		<category><![CDATA[ThemeForest]]></category>
		<category><![CDATA[Themes]]></category>
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		<description><![CDATA[Stockfotos sind nur ein Teil dessen, was viele Bildagenturen zum Verkauf anbieten. Immer öfter gibt es auch Videos, Vektorgrafiken, Illustrationen, Audio-Dateien, aber auch Fonts, Flash-Dateien, 3D-Modelle, Codeschnipsel oder Webseiten-Templates. Was man mit dem Verkauf von Fotos verdienen kann, wissen die meisten meiner Leser ungefähr. Aber die wenigsten wissen, wie man zum Beispiel mit Themes für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stockfotos sind nur ein Teil dessen, was viele Bildagenturen zum Verkauf anbieten. Immer öfter gibt es auch Videos, Vektorgrafiken, Illustrationen, Audio-Dateien, aber auch Fonts, Flash-Dateien, 3D-Modelle, Codeschnipsel oder Webseiten-Templates.</p>
<p>Was man mit dem <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/07/05/drei-jahre-microstock-meine-umsaetze-und-erfahrungen/" target="_blank">Verkauf von Fotos verdienen kann</a>, wissen die meisten meiner Leser ungefähr. Aber die wenigsten wissen, wie man zum Beispiel mit <strong>Themes</strong> für das beliebte Blogsystem <strong>WordPress</strong> Geld verdienen kann. Themes sind Layout-Vorlagen, welche das Aussehen von Blogs und anderen Webseiten bestimmen und dieses leichter verändern lassen.</p>
<p>Die Agentur <strong>Envato</strong> veröffentlichte Mitte Dezember eine <a href="http://notes.envato.com/milestones/kriesi-first-to-1000000-on-the-marketplaces/" target="_blank">Meldung in deren Blog</a>, wonach der erste ihrer Kontributoren 1 Million US-Dollar Umsatz erzielt habe. Und das innerhalb von nur drei Jahren und mit nur 40 WordPress-Themes. Ihr könnt die Kinnladen jetzt wieder hochklappen.</p>
<p>Der Glückliche ist der 30jährige Wiener Programmierer <strong>Christian Budschedl</strong>, der unter dem Usernamen <a href="http://themeforest.net/user/Kriesi?WT.mc_id=kriesidaynotes" target="_blank">Kriesi</a> seine selbstprogrammierten WordPress-Themes exklusiv bei <strong>ThemeForest</strong> (einem Bereich bei Envato) anbietet.</p>
<div id="attachment_7045" class="wp-caption aligncenter" style="width: 542px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/christian_budschedl_portrait.jpg"><img class="size-full wp-image-7045" title="christian_budschedl_portrait" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/christian_budschedl_portrait.jpg" alt="" width="532" height="462" /></a><p class="wp-caption-text">Christian &quot;Kriesi&quot; Budschedl</p></div>
<p>Nehmen wir uns die Zeit, das mal auszurechnen.</p>
<p>Innerhalb von 3 Jahren, also 36 Monaten hat er knapp 32.000 Verkäufe erzielt, welche zusammen die erwähnte Million Umsatz erzielten. Das macht $ 31,25 pro Verkauf, was auch ungefähr der Durchschnitt seiner tatsächlichen Verkaufspreise ist.</p>
<p>Auf <a href="http://themeforest.net/wiki/selling/getting-paid/payment-rates/" target="_blank">dieser Seite</a> kann nachgelesen werden, was exklusive Anbieter bei ThemeForest pro Verkauf bekommen (50-70%) und wie sich die Werte in der Vergangenheit geändert haben. Nach der aktuellen Tabelle hat Kriesi von der Million ungefähr <strong>692.125 US-Dollar</strong> Anteil bekommen. Legen wir einen niedrigen Umrechnungskurs von 70 Euro-Cent pro Dollar zugrunde (zur Zeit liegt der Dollar eher bei 75 Cent) und wir erhalten <strong>484.488 Euro</strong> Einnahmen.</p>
<p>Geteilt durch 36 Monate wären das <strong>13.458 Euro Einnahmen</strong> pro Monat. Das verdient Kriesi ausschließlich durch seine WordPress-Themes! Der Wert ist ein Durchschnittswert, das bedeutet, im ersten Jahr hat er garantiert weniger verdient, aber momentan verdient er deutlich mehr. Nicht berücksichtigt sind außerdem die <strong>Affiliate-Einnahmen</strong> von über 1000 Kunden, die er geworben hat.</p>
<p>In der oben verlinkten Meldung ist auch ein Interview mit dem Programmierer, in dem er erwähnt, dass er ca. <strong>3 Wochen</strong> braucht, um ein neues WordPress-Theme zu erstellen. Selbst wenn wir das auf ca. einen Monat aufrunden, verdient er damit pro Theme noch über 13.000 Euro!</p>
<p><strong>Ist das die Ausnahme oder die Regel?</strong></p>
<p>Eher die Regel. Es gibt eine <a href="http://themeforest.net/author/top_authors" target="_blank">Rangliste der Top-Autoren</a> bei Envato, wo die 15 Autoren mit den meisten Verkäufen alle über 10.000 Verkäufe haben und manchmal weniger als halb so lange wie Kriesi aktiv sind. Das legt nahe, dass sie alle ebenfalls mindestens <strong>4.000 Euro</strong> im Monat verdienen.</p>
<div id="attachment_7040" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/top-authors-theme-forest.jpg"><img class=" wp-image-7040" title="top-authors-theme-forest" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/top-authors-theme-forest.jpg" alt="" width="800" height="591" /></a><p class="wp-caption-text">Die Verkaufszahlen der Rangliste hinken etwas hinterher, aktuellere Zahlen sind auf den Detailseiten der Künstler einsehbar.</p></div>
<p style="text-align: left;">Dazu kommt, dass im Gegensatz zur Fotografie keine teuren Geräte wie Kameras, Objektive, Blitzanlage und so weiter benötigt werden. Ein guter Laptop und etwas Software reicht vollkommen aus.</p>
<p>Selbst wenn jemand nur ein Zehntel von Kriesi mit dem Verkauf von WordPress Themes verdienen würde, käme er immer noch auf <strong>1.300 pro Monat</strong>, für die Programmierung von höchstens einem WordPress-Theme.</p>
<p>Deshalb: Auch mal über den Tellerrand schauen. In anderen Medienbereichen lässt sich mit anderen digitalen Produkten ebenfalls gut Geld verdienen. Fotografen haben sogar den Vorteil, dass sie die immens wichtige Verschlagwortung gut drauf haben.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/608e13ec36dc4b128f3e8c7dd79f12c2" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Verkauft ihr neben Fotos auch andere Dateien? Wenn ja, welche und wie läuft es für Euch?</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2012%2F01%2F02%2Fgeld-verdienen-mit-wordpress-themes-ein-praxisbeispie%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme von dpa Picture-Alliance zu meinem Blog-Artikel</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/12/07/stellungnahme-von-dpa-picture-alliance-zu-meinem-blog-artikel/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 08:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildagenturen]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Abrechnung]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer Verlag]]></category>
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		<category><![CDATA[Chromorange]]></category>
		<category><![CDATA[dpa]]></category>
		<category><![CDATA[Nicole Hoffmann]]></category>
		<category><![CDATA[picture alliance]]></category>
		<category><![CDATA[Vertriebspartner]]></category>
		<category><![CDATA[Waldhäusl]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ca. zwei Wochen hatte ich hier im Blog über Abrechnungsprobleme bei einigen Bildagenturen geschrieben. Mittlerweile habe alle drei im Artikel genannten Agenturen zu meinem Artikel Stellung genommen. Hier ihre Aussagen: Die Bildagentur Waldhäusl veröffentlichte am 1. Dezember einen Hinweis in deren Blog mit dem Titel &#8220;Prozedur für nicht abgerechnete Webverwendungen über Chromorange&#8220;. Darin schreibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ca. zwei Wochen hatte ich hier im Blog über <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/11/25/abrechnungsstau-in-der-bildvertriebskette-waldhaeusl-chromorange-dpa-picture-alliance/" target="_blank">Abrechnungsprobleme bei einigen Bildagenturen</a> geschrieben.</p>
<p>Mittlerweile habe alle drei im Artikel genannten Agenturen zu meinem Artikel Stellung genommen. Hier ihre Aussagen:</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/2011a_anne-lena_mit_mikrofon_07_2720.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6951" title="Hand hält Mikrofon" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/12/2011a_anne-lena_mit_mikrofon_07_2720.jpg" alt="" width="349" height="393" /></a></p>
<p>Die Bildagentur <strong>Waldhäusl</strong> veröffentlichte am 1. Dezember einen Hinweis in deren Blog mit dem Titel &#8220;<a href="http://blog.waldhaeusl.com/?p=1266" target="_blank">Prozedur für nicht abgerechnete Webverwendungen über Chromorange</a>&#8220;.</p>
<p>Darin schreibt die Agentur:</p>
<blockquote><p>&#8220;Liebe Fotografen,</p>
<p>in letzter Zeit häufen sich Beschwerden, dass Bilder, die über Chromorange vermarktet werden, auch nach langer Zeit nicht abgerechnet wurden. Es handelt sich dabei um Online-Verwendungen im Jahr 2009.</p>
<p>Es scheint, dass einige Verwendungen nicht richtig erfasst wurden. Daher gelangte in einzelnen Fällen das Honorar nicht zu Chromorange und in weiterer Folge auch nicht zu Ihnen.</p>
<p>Sammeln Sie Screenshots und URLs von Websites die nicht abgerechnete Bilder aus Ihrem Bestand zeigen und mailen Sie sie an uns. Wir werden diese an Chromorange zur Abrechnung weiterleiten.</p>
<p>Wir versuchen diese Fälle so rasch wie möglich zu klären und bedauern, dass einige Bildverwendungen dadurch erst verspätet zur Auszahlung kommen.</p>
<p>Vielen Dank für Ihr Verständnis!&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Geschäftsführer von <strong>Chromorange</strong> wiederum drohte mir mit rechtlichen Schritten, wenn ich ihn namentlich nennen oder zitieren würde.</p>
<p>Die Marketing-Managerin Nicole Hoffmann von der <strong>dpa Picture-Alliance GmbH</strong> schrieb mir eine Mail, die ich hier wiedergeben darf:</p>
<blockquote><p>&#8220;Lieber Herr Kneschke,</p>
<p>mit Interesse haben wir Ihren Blogeintrag verfolgt. Als Bildvermarktungsagentur vertreiben wir unter anderem auch Bildmaterial, das wir von der Bildagentur Chromorange zur Vermarktung erhalten. Seien Sie versichert, dass wir alle uns bekannten Bildverwendungen zeitnah und ordnungsgemäß mit der Agentur abrechnen. Die Ausschüttung des Bildhonoraranteils erfolgt dabei zeitgleich mit der Rechnungsstellung zum Kunden, so dass wir hier sogar in Vorleistung gehen. Eine Abrechnung setzt allerdings voraus, dass uns die Nutzung des entsprechenden Bildes auch bekannt ist. Dies geschieht bei Zeitungen, Magazinen und deren online-Auftritten nun einmal branchenüblich durch Meldung der genutzten Bilder seitens der Publikationen, so dass es immer dann zu Verzögerungen im Ablauf kommen kann, wenn diese nicht zeitnah erfolgt.</p>
<p>Es mag sein, dass Ihnen diese vom Vertrauensverhältnis zwischen Agentur und Kunde geprägte Vorgehensweise nicht zweckmäßig erscheint, wir haben allerdings keinen Grund zur Annahme, dass dieses seit Jahrzehnten übliche Procedere nicht zielführend ist. Da die Verwendungsmeldungen unserer Kunden in der Regel nicht maschinell erstellt werden, ist es denkbar, dass Bilder übersehen oder mit falscher Bildnummer zurückgemeldet werden. Sollte aus solchem Grunde einmal ein Bild nicht korrekt abgerechnet worden sein, sind wir für jeden Hinweis dankbar und werden selbstverständlich derlei umgehend korrigieren.</p>
<p>Auch wenn wir Ihre Verärgerung über scheinbar unabgerechnetes Bildmaterial verstehen können, ist uns nicht ganz verständlich, warum Sie Herrn Eckhardts Reaktion auf Ihren Anruf emotional interpretieren. Als Vermarktungsagentur haben wir nicht nur keine direkte Geschäftsbeziehung mit den Fotografen bildgebender Agenturen, noch ist es &#8211; und dafür bitten wir Sie um Verständnis &#8211; weder zulässig, noch in Ihrem Sinne, vertriebliche Informationen telefonisch an nicht bekannte Anrufer weiterzugeben.</p>
<p>Zu Ihrem Unverständnis bezüglich des nicht genannten Urhebers bei Bildverwendungen können Sie versichert sein, dass alle unsere Kunden zur vollständigen Nennung verpflichtet sind. Sofern uns die Bilder jedoch ohne oder mit unvollständiger Nennung des Fotografen zur Vermarktung zur Verfügung gestellt werden, können auch unsere Kunden über die vorhandenen Informationen hinaus keine genaue Urhebernennung vornehmen.</p>
<p>Gerne stehen wir Ihnen für alle Ihre Rückfragen zur Verfügung und verbleiben mit besten Grüßen<br />
Nicole Hoffmann&#8221;</p></blockquote>
<p>Der schwarze Peter wird demnach von jeder Agentur weitergereicht, bis das Problem anscheinend beim Kunden, in diesem Fall dem <strong>Axel Springer Verlag</strong> zu liegen scheint. Ähnliches wurde schon in den Kommentaren des Ausgangsartikels vermutet (Stichwort Push-FTP).</p>
<p>In der Zwischenzeit habe ich Herrn Waldhäusl gebeten, meine Bilder aus den betroffenen Partner-Agenturen zu entfernen, der dieser Bitte auch entsprochen hat.</p>
<p>Ob sich der geschilderte &#8220;Stau&#8221; wirklich gelöst hat, werde ich in wenigen Monaten sehen, wenn die Honorare der von mir gemeldeten, bisher nicht abgerechneten Fotos, endlich eingegangen sind.</p>
<p><strong>U<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/254a6891fbbf4bcbaed01c8762ba67ee" alt="" width="1" height="1" />pdate 8.12.2011:</strong> Der oben verlinkte Blog-Beitrag bei Waldhäusl scheint auf deren Seite entfernt worden zu sein.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Abrechnungsstau in der Bildvertriebskette Waldhäusl, Chromorange, DPA/Picture Alliance</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/11/25/abrechnungsstau-in-der-bildvertriebskette-waldhaeusl-chromorange-dpa-picture-alliance/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 08:05:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Abrechnung]]></category>
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		<category><![CDATA[Vertriebsweg]]></category>
		<category><![CDATA[Waldhäusl]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst kürzlich musste ich im Blog über Honorarprobleme bei der Hamburger Bildagentur &#8220;Face To Face&#8221; berichten. Das betraf einen anderen Fotografen, aber parallel dazu habe ich selbst ebenfalls gemerkt, dass in einem meiner Vertriebskanäle Honorarprobleme auftauchen. Das Problem kurz skizziert: Ich vertreibe Macrostock-Fotos über die österreichische Bildagentur Waldhäusl. Deren Inhaber Franz Waldhäusl habe ich als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst kürzlich musste ich im Blog über Honorarprobleme bei der <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/10/31/honorarprobleme-bei-hamburger-bildagentur/" target="_blank">Hamburger Bildagentur &#8220;Face To Face&#8221;</a> berichten.</p>
<p>Das betraf einen anderen Fotografen, aber parallel dazu habe ich selbst ebenfalls gemerkt, dass in einem meiner Vertriebskanäle Honorarprobleme auftauchen.</p>
<p>Das Problem kurz skizziert:</p>
<p>Ich vertreibe Macrostock-Fotos über die österreichische Bildagentur <a href="http://www.waldhaeusl.com" target="_blank">Waldhäusl</a>. Deren Inhaber<strong> Franz Waldhäusl</strong> habe ich als kompetenten, fairen Geschäftspartner erlebt.</p>
<p>Waldhäusl vertreibt meine Fotos auch über die deutsche Bildagentur <a href="http://www.chromorange.de/" target="_blank">Chromorange</a> mit dem Inhaber <strong>Reinhold Tscherwitschke</strong>. Das ist laut meinem Agenturvertrag auch zulässig.</p>
<p>Chomorange wiederum liefert die Bilder an die &#8220;<a href="http://www.picture-alliance.de/" target="_blank">Picture Alliance</a>&#8220;, dem Bildportal der Presseagentur <a href="http://www.dpa.de/" target="_blank">dpa</a>.</p>
<p>Nun finde ich seit Monaten wiederholt Fotos von mir im Internet, vor allem in Online-Ausgaben von Zeitungen des<strong> Axel Springer Verlags</strong> wie der Berliner Morgenpost, die seit Jahren Fotos von mir nutzen. Als Bildunterschrift ist dort jeweils &#8220;Foto: picture-alliance/chromorange&#8221;, &#8220;Foto: dpa/pa&#8221; oder &#8220;Foto: Chromorange&#8221; angegeben. Die älteste bisher gefundene Nutzung ist <a href="http://www.waldhaeusl.com/details.php?image_id=858547&amp;rf_l_suche=RF&amp;mode=search" target="_blank">dieses Foto von mir</a>, was <a href="http://www.welt.de/international/article3874549/Feminism-and-the-Male-Brain.html" target="_blank">seit Juni 2009</a> auf der Webseite der &#8220;Welt Online&#8221; zu sehen ist:<a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/11/welt-online-fotonutzung-20091.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6910" title="welt-online-fotonutzung-2009" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/11/welt-online-fotonutzung-20091.jpg" alt="" width="600" height="565" /></a><br />
Das <strong>Problem</strong>: Um das Honorar zu erhalten, musste ich im April 2011, Mai, Oktober und November 2011 eine Beschwerde-Mail an Herrn Herr Waldhäusl schreiben, bis ich, nach ca. zweieinhalb Jahren das bescheidene Honorar von 2,56 Euro erhalten habe!</p>
<p>Das <strong>eigentliche Problem</strong> sind aber die Aussagen der Agenturmitarbeiter, warum die Auszahlung so lange dauert und viele weitere Bilder, die ebenfalls seit über anderthalb Jahren online genutzt werden und noch nicht mit mir abgerechnet wurden, zum Beispiel wieder eine Nutzung des Springer Verlags:</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/11/welt-online-fotonutzung-2010.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6912" title="welt-online-fotonutzung-2010" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/11/welt-online-fotonutzung-2010.jpg" alt="" width="600" height="529" /></a><br />
Auch hier habe ich nur stichprobenartig nach meinen Bildern gesucht. Jedes Mal, wenn ich eine weitere Stichprobe mache, kommen weitere Bilder zu Tage, für die mir bisher kein Honorar ausgezahlt wurde. Hier zum Beispiel eine <a href="http://www.morgenpost.de/familie/article1329424/Wenn-die-Liebe-im-Dauerstreit-ertrinkt.html" target="_blank">Nutzung vom Juni 2010</a>, diesmal in der Online-Ausgabe der Berliner Morgenpost, wieder Springer Verlag.</p>
<p>Nachdem Waldhäusl mehrmals bei Chromorange wegen der <strong>fehlenden Abrechnung</strong> nachgehakt hatte, bekam ich im Mai 2011 als Antwort von Herr Tscherwitschke:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das aufgeführte Bild wurde uns von Springer nicht als Verwendung gemeldet. Der Grund ist ein technischen Fehler im Abrechnungstool der öfter auch angemerkt wurde und mittlerweile behoben worden ist. Ich sorge dafür, dass das Bild bei den nächsten Honorarabrechnungen berücksichtigt wird.&#8221;</p></blockquote>
<p>Als ich dann im Oktober 2011 immer noch kein Honorar gesehen habe und nochmals nachhakte, schrieb mir Herr Waldhäusl:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Problem liegt hier bei der Picture Alliance &#8211; diese Agentur verliert offensichtlich die Übersicht über die Verkäufe. Herr Tscherwitschke hat das letzte Bild (das mitden geteilten Gesichtern) bereits aus eigener Tasche abgerechnet. Wir erhalten das Honorar sobald wir unsere 100,&#8211; Honorargrenze bei Chromorange überschritten haben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Im November 2011 schrieb mir Herr Tscherwischke noch mal:</p>
<blockquote><p>&#8220;Chromorange hat keinerlei Einfluss auf das Abrechnungs Szenario von Partner und kann auch nicht für Honorare in Vorleistung gehen. Die Problematik liegt nicht bei uns Agenturen der Kunde muss die Verwendung bekannt geben. Macht er das nicht können wir die Honorare auch nicht ausbezahlen. Meiner Erfahrung nach werden alle Veröffentlichungen bekanntgegeben doch kann dies mehrere Monate in Anspruch nehmen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mehrere Monate? Okay. Aber Jahre? Fairerweise muss ich erwähnen, dass Herr Waldhäusl mir anbot, für gefundene Nutzungen das Honorar aus eigener Tasche vorzustrecken. Da Franz Waldhäusl ebenfalls Fotograf ist, hat er auch eine Stichprobe gemacht und ebenfalls eines seiner Fotos &#8211; auch über die PA &#8211; gefunden, was noch nicht abgerechnet wurde.</p>
<p>Der Geduldsfaden riss mir jedoch Mitte November 2011, als mir Herr Tscherwitschke von Chromorange schrieb:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich bitte Sie, mir alle Veröffentlichungen bekannt zu geben, damit ich das Honorar von den Kunden einleiten kann.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bei allem Respekt, aber das geht zu weit. Genau das sollte die Aufgabe einer Bildagentur sein, sonst könnte ich die Bilder gleich direkt verkaufen. Soll ich jetzt meine mehreren 1000 Bilder mit <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/06/20/bildersuche-mit-google-images-vs-tineye/" target="_blank">Google Images überprüfen</a> und mit meiner Honorarabrechnung abgleichen, um das mir zustehende Honorar einfordern zu können? Das <strong>Vertrauen</strong> in eine solche Agentur habe ich leider verloren.</p>
<p>Zwischenzeitlich rief ich sogar bei <strong>Sebastian Eckhardt</strong> an, einem Sachbearbeiter bei der Picture Alliance, der gar nicht darüber erfreut war, dass ich einige Glieder der Vertriebskette übersprang, um mich direkt an ihn zu wenden. Wirklich helfen konnte er auch nicht, versprach aber, sich die Sache mal anzuschauen, wenn ihm Chromorange einige Beispiele senden würde.</p>
<p>Warum ich dann diesen Artikel schreibe? Weil ich erstens nicht mehr daran glaube, dass die Bildnutzungen auf diesem Vertriebsweg wirklich lückenlos dokumentiert, kontrolliert und abgerechnet werden. Ich kann es weder nachweisen noch weiß ich, ob es Absicht oder Zufall ist, aber ich habe genug nicht abgerechnete Beispiele gesichert, um mir meine Gedanken zu machen.</p>
<p>Zweitens: Wer Bilder an die Picture Alliance/DPA liefert, sei es direkt oder über Vertriebspartner wie Chromorange, sollte selbst mit <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/09/12/alternativen-fuer-google-images-addon-fur-firefox-6/" target="_blank">Google Images oder anderen Tools</a> überprüfen, was er so an Treffern findet. Entweder über die Bildersuche mit eigenen Motiven oder indem die <strong>häufigen Bildcredits</strong> wie &#8220;PA/Chromorange&#8221;, &#8220;PA/Picture Alliance&#8221;, &#8220;PA/dpa&#8221; oder &#8220;Foto:Chromorange&#8221; bei Google Images eingegeben und die gefundenen Fotos nach eigenen Motiven durchstöbert werden. Ich habe auf beiden Wegen Treffer erzielt, die meisten Treffer mit meinen Bildern bekam ich mit der Suchanfrage &#8220;Foto:Chromorange&#8221;.</p>
<p><em>Und ihr? Habt ihr auch nicht abgerechnete Bilder von Euch gefunden?</em></p>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/ab9489892e6345668555eb6865a3b466" alt="" width="1" height="1" />Update =01.12.2011: Die Bildagentur Waldhäusl nimmt zu diesem Problem in <a href="http://blog.waldhaeusl.com/?p=1266" target="_blank">ihrem aktuellen Blog-Beitrag</a> Stellung.</p>
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		<title>Die steuerlichen Aspekte der Stockfotografie</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/11/23/die-steuerlichen-aspekte-der-stockfotografie/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 09:41:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oft werde ich von Fotografen gefragt: Wie machst Du das mit den Steuern? Beispielhaft hier eine Mail, die ich vor einigen Tagen erhielt: &#8220;Was ich bisher vermisse (Viele Fragen..) oder noch nicht online gefunden habe, sind Tipps/Links zu den ganzen Steuerangelegenheiten oder zur finanziellen Seite, bzw. Auszahlung u.a. bei Fotolia. Seit ca. einem Jahr bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oft werde ich von <strong>Fotografen</strong> gefragt: Wie machst Du das mit den <strong>Steuern</strong>?</p>
<p>Beispielhaft hier eine Mail, die ich vor einigen Tagen erhielt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Was ich bisher vermisse (Viele Fragen..) oder noch nicht online gefunden habe, sind Tipps/Links zu den ganzen Steuerangelegenheiten oder zur finanziellen Seite, bzw. Auszahlung u.a. bei Fotolia.</p>
<p>Seit ca. einem Jahr bin ich auch erfolgreicher Stockanbieter und möchte demnächst, mich das erste Mal, auszahlen lassen. Dazu schwirren mir viele Fragen im Kopf herum&#8230; u.a. wieviel muss ich davon in Deutschland an Steuer abgeben, wieviel darf man monatlich &#8221;frei&#8221; verdienen, Steuern/Einnahmen geltend machen&#8230; etc. Ich befinde mich dazu in einer Festanstellung in einer Grafikagentur?! Hindernis?<br />
Wie schwierig ist das alles in unserem Land, der u.a. kompliziertesten Steuersysteme, überhaupt?<br />
Was muss ich/sollte ich bei der Auszahlung u.a. per Paypal beachten?<br />
Finde ich dazu Tipps/Hilfen/weitere Links in einen deiner Bücher oder muss/sollte ich mich direkt an das Finanzamt oder einen Steuerberater wenden?<br />
Über eine Antwort/Hilfe dazu, freue ich mich!&#8221;</p></blockquote>
<p>Es gab einen guten Grund, warum darüber bisher in meinem Blog kaum etwas zu lesen war: Ich habe wenig Ahnung davon.</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/11/2011a_claudia_business_am_schreibtisch_08_1698.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6902" title="Auszubildende sitzt an ihrem Schreibtisch" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/11/2011a_claudia_business_am_schreibtisch_08_1698.jpg" alt="" width="524" height="350" /></a><br />
Das meiste lasse ich meinen Steuerberater erledigen. Das halte ich so, seit ich 2006 das erste Mal über 300 Euro im Monat Einnahmen aus Bildagentur-Verkäufen erzielt habe. Glücklicherweise war ich zu der Zeit noch Student und hatte die Gelegenheit, im Rahmen eines <a href="http://www.htw-berlin.de/Service/Existenzgruendung/index.html" target="_blank">Existenzgründerprogramms </a>an der Berliner Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (heute FHW) kostenlos Seminare und Coachings zu erhalten.</p>
<p>Zum Coaching zählten auch mehrere Beratungsstunden bei einer <strong>Steuerberaterin</strong>, die mir einen Crashkurs in <strong>Buchhaltung</strong> und <strong>Steuerrecht</strong> gab, speziell zugeschnitten auf meinen Fall.</p>
<p>Das war das Beste, was mir passieren konnte! Die freundliche Steuerberaterin half mir nicht nur bei der Anmeldung als Freiberufler beim Finanzamt, sondern bewahrte mich auch vor einem folgenschweren Fehler: Das Finanzamt versuchte, mich mit einem Trick zu einer Gewerbeanmeldung zu überreden, die bei mir nicht notwendig war. Meine Steuerberaterin erklärte mir, dass ich kein Gewerbe anmelden müsse, wenn ich ausschließlich vom Verkauf der Fotos über Bildagenturen lebe, weil der Verkauf von Nutzungsrechten nach<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__18.html" target="_blank"> §18 des Einkommensteuergesetzes</a> problemlos als Freiberufler möglich sei. So muss ich keine Gewerbesteuern zahlen, keinen Gewerbeschein beantragen und habe eine einfachere Buchführung.</p>
<p>Aber auch hier gilt: Das trifft auch meinen Fall zu. Wer beispielsweise regelmäßig Hochzeiten fotografiert oder Portraitfotos verkauft, ist meist <strong>gewerbepflichtig</strong>. Deswegen werdet ihr auch in Zukunft im Blog keine konkreten Steuertipps von mir lesen, da man die Fälle nicht verallgemeinern kann.</p>
<p>Ich bin sehr froh darüber, kompetente Beratung von Fachleuten zu haben, die sich mit der Materie auskennen. Vor allem weil es eine schwierige Materie ist: Geld verdienen im Internet? Noch dazu mit immateriellen Gütern wie Nutzungsrechten? Weltweit, also in Deutschland, in Europa und im nicht-europäischen <strong>Ausland</strong>? Da sind sich selbst die Finanzbehörden nicht immer einig, wer wo wann wie viel Steuern zahlen muss.</p>
<p>Klar ist immerhin: Einnahmen müssen gemeldet und versteuert werden. Wer nur unregelmäßig paar hundert Euro im Monat verdient, kann das in seiner Steuererklärung einfach ins Feld &#8220;sonstige Einnahmen&#8221; schreiben und fertig. Wer regelmäßig Umsätze bei Bildagenturen hat, kann sich überlegen, ob er als Selbständiger &#8220;<strong>Kleinunternehmer</strong>&#8221; sein will oder nicht. Die &#8220;<a href="http://www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/vorbereitung/gruendungswissen/steuern/00886/index.php" target="_blank">Kleinunternehmerregelung</a>&#8221; kann ein Fotograf nach <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html" target="_blank">§19 des Umsatzsteuergesetzes</a> in Anspruch nehmen, wenn er im Vorjahr weniger als 17.500 Euro Umsatz gehabt hat und im laufenden Jahr voraussichtlich weniger als 50.000 Euro Umsatz erzielen wird. Das hat den Vorteil, dass keine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht werden muss, hat aber den Nachteil, dass gezahlte Umsatzsteuer, zum Beispiel beim Kauf von Kamera oder Objektiven, nicht zurückverlangt werden kann. Außerdem darf bei gestellten Rechnungen keine Umsatzsteuer aufgeschlagen werden, was für Stockfotografen jedoch nicht relevant ist.</p>
<p>Knackpunkt ist jedoch wieder das &#8220;<strong>regelmäßig</strong>&#8220;. Ab wann Einnahmen regelmäßig oder hoch genug sind, kann ich nicht sagen. Wer hier konkrete Zahlen will, muss wirklich das Finanzamt oder seinen Steuerberater fragen.</p>
<p>Ob jemand mit einer <strong>Festanstellung</strong> überhaupt etwas nebenbei verdienen darf, hängt wieder vom jeweiligen Arbeitsvertrag ab. Im Zweifel einfach den Arbeitgeber fragen, ob man in seiner Freizeit als Nebenbeschäftigung Fotolizenzen verkaufen darf.</p>
<p>Sehr hilfreich zum Einlesen &#8211; nicht nur in Steuerfragen &#8211; ist das <a href="http://www.existenzgruender.de/" target="_blank">Existenzgründungsportal</a> des Bundesministeriums für Wirtschaft. Dort gibt es zum Beispiel eine Checkliste mit den <a href="http://www.existenzgruender.de/imperia/md/content/pdf/publikationen/uebersichten/steuern_versicherungen_formalitaeten/02_uebersicht.pdf" target="_blank">6 häufigsten Steuerfehlern von Existenzgründern</a>, einen <a href="http://www.existenzgruender.de/imperia/md/content/pdf/publikationen/uebersichten/steuern_versicherungen_formalitaeten/01_uebersicht.pdf" target="_blank">Überblick</a>, wer wann welche Steuern zahlen muss und auch <a href="http://www.existenzgruender.de/imperia/md/content/pdf/publikationen/broschueren/bmwi_kuk-2011.pdf" target="_blank">Tipps für Selbständige in der Kreativwirtschaft</a>. Auch sehr lesenswert ist der &#8220;<a href="http://www.mediafon.net/ratgeber.php3?view=&amp;si=4eccbd92e3783&amp;lang=1" target="_blank">Ratgeber Selbstständige</a>&#8221; von Götz Buchholz, der online kostenlos einzusehen ist und auch viele <a href="http://www.mediafon.net/ratgeber_einfuehrungstext.php3?si=4eccbd92e3783&amp;id=40e02905b341d" target="_blank">Kapitel zu Steuerfragen</a> enthält.</p>
<p>Wie immer bei Rechtsthemen der Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/ada94e1f2d6e42268caecc42e1741dbf" width="1" height="1" alt=""><br />
<em>Was bereitet euch bei Steuerfragen am meisten Probleme? Was würdet ihr am liebsten wissen?</em> Vielleicht kann ich mal einen Steuerberater o.ä. interviewen.</p>
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		<title>MicrostockExpo – Was ich dort gelernt habe</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/11/09/microstockexpo-%e2%80%93-was-ich-dort-gelernt-habe/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 08:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Andres Rodriguez]]></category>
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		<description><![CDATA[Letztes Wochenende fand die erste MicrostockExpo statt, eine Konferenz rund um das Thema Microstock in Berlin. Mit dabei waren viele Bildagenturen, sowohl Microstock als auch einige Macrostock-Agenturen, Fotografen, Service-Dienstleister und Mitarbeiter von Verbänden und Veranstaltungen wie der CEPIC oder dem BVPA. Ich hatte die Ehre, die erste Diskussionsrunde zum Thema „Distributionswege“ zu moderieren und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Wochenende fand die erste <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/07/26/20-rabatt-fur-die-microstock-expo-in-berlin-im-november-2011/" target="_blank">MicrostockExpo</a> statt, eine <strong>Konferenz</strong> rund um das Thema <strong>Microstock</strong> in Berlin. Mit dabei waren viele Bildagenturen, sowohl Microstock als auch einige Macrostock-Agenturen, Fotografen, Service-Dienstleister und Mitarbeiter von Verbänden und Veranstaltungen wie der CEPIC oder dem BVPA.</p>
<div id="attachment_6851" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/11/visitenkarten-stockfotografie.jpg"><img class="size-full wp-image-6851" title="Visitenkarten MicrostockExpo" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/11/visitenkarten-stockfotografie.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Die bequemste Form des Kontakteknüpfens: Der Austausch von Visitenkarten</p></div>
<p>Ich hatte die Ehre, die erste <strong>Diskussionsrunde</strong> zum Thema „Distributionswege“ zu moderieren und auch den anderen Vorträgen zuhören zu können. Die Teilnahme an der Expo hat sich für mich gleich aus mehreren Gründen gelohnt.</p>
<p>Zum einen inhaltlich: Die Vorträge und Diskussionen der ausgewählten Sprecher waren durchweg informativ und ich bekam einen guten Einblick in deren Denk- und Arbeitsweise. So habe ich gemerkt, dass ich einer der wenigen teilnehmenden Fotografen war, die als „One-Man-Show“ die Stockfotografie alleine betreiben, während Fotografen wie <a href="http://www.istockphoto.com/user_view.php?id=2881663" target="_blank">Josh Hodge</a>, der erst 24 Jahre alt ist und vor fünf Jahren begonnen hat, schon kleine Teams haben und die russische Produktionsfirma <a href="http://de.fotolia.com/p/280047" target="_blank">Pressmaster</a> insgesamt 23 Leute beschäftigt inklusive Fahrer und eigenen Casting-Direktoren, weil sie ca. 80 Models im Monat fotografieren. Selbst andere Fotografen, die alleine arbeiten, lagern einen Teil ihrer Arbeit aus, vor allem an indische Retusche- und Keyword-Firmen, die ebenfalls auf der Expo vertreten waren und mich überzeugt haben, ihren Service ebenfalls auszuprobieren.</p>
<p>Dazu kommen viele kleine Details, die lehrreich waren. <a href="http://de.fotolia.com/p/4234" target="_blank">Andres Rodriguez</a> veröffentlichte zum Beispiel die Ergebnisse eines kleinen Upload-Tests, um die Geschwindigkeit zu messen, mit der seine Mitarbeiter Fotos bei Agenturen einstellen können und verriet einige <strong>Verhandlungsmöglichkeiten</strong> gegenüber Bildagenturen. Mark Butler von <a href="http://de.fotolia.com/p/200599234" target="_blank">MonkeyBusiness Images</a> erklärte sein eigenes <strong>Distributionsnetwerk</strong> mit über 100 Vertriebspartnern und erzählte dann in der Pause privat, wie viel er seinen Models durchschnittlich zahle. Bob Davis von <a href="http://www.picniche.com" target="_blank">PicNiche</a> ergänzte die gängigen Analyse-Möglichkeiten RPI und RPD um seinen RPK, Return per Keyword.</p>
<p>Ein anderer positiver Effekt der Expo war die personelle Zusammensetzung. Angemeldete Teilnehmer erhielten schon lange vor der Konferenz eine <strong>Teilnehmerliste</strong> mit Kontaktdaten, um Termine im Rahmen der MicrostockExpo vereinbaren zu können. Das wurde – auch von mir – rege genutzt. So konnte ich einerseits endlich vielen meiner Email- oder Telefonkontakten endlich ein Gesicht zuordnen und lernte einige vielversprechende <strong>Geschäftspartner</strong> kennen. Während der Gespräche in den Pausen oder abends bei den Partys wurden noch mal viele Informationen ausgetauscht, die ansonsten nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.</p>
<p>Wie viel verdienen die anderen Fotografen bei ihren Bildagenturen? Mit welchen rechtlichen Problemen kämpfen sie? Wo bekommen sie ihre Models her? Mit welchem Objektiv fotografiert Andres Rodriguez am liebsten im Studio? Welche Veränderungen planen die Microstock-Agenturen intern? Eine geplante Veränderung darf ich schon verraten: Shutterstock plant eine Erhöhung der Kommissionen für Video-Verkäufe. Ein netter Nebeneffekt für Euch Blog-Leser ist, dass ich durch die vielen Gespräche und Diskussionsrunden auch einige spannende neue Themen für den Blog gefunden habe, die ich in nächster Zeit und und zu einstreuen werde.</p>
<p>Gelernt habe ich auch, dass die erfolgreichsten Stockfotografen immer auch die diszipliniertesten und organisiertesten Personen sind. Jeder konnte aus dem Stehgreif sagen, wie teuer ungefähr ein Bild in der Produktion sein darf, um lukrativ zu sein, wie viel Arbeit jeder Mitarbeiter gerade hat und wie viele Stunden er für bestimmte Aufgaben braucht. Auch die Wichtigkeit von guter Planung und Vorbereitung eines Fotoshootings wurde von allen betont. Für mich ist es beispielsweise selbstverständlich, vor jeder Fotosession eine Shootingliste als Text und ein visuelles Moodboard zu erstellen, aber ich weiß, dass Hobby-Stockfotografen diesen Schritt gerne überspringen.</p>
<p>Unter dem Strich bin ich sehr motiviert und informiert von der <strong>MicrostockExpo</strong> heimgekehrt. Deshalb vielen Dank an Amos Struck und Lee Torrens für ihre Mühen, die Expo zu organisieren und das Risiko überhaupt erst einzugehen. Bis zum nächsten Mal!<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/c0f8cba62c1c49ecbf5f1b166ab77ec5" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F11%2F09%2Fmicrostockexpo-%25e2%2580%2593-was-ich-dort-gelernt-habe%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Honorarprobleme bei Hamburger Bildagentur?</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/10/31/honorarprobleme-bei-hamburger-bildagentur/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 07:35:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bildnutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Face To Face]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografenanteil]]></category>
		<category><![CDATA[Honorar]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzungsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Partneragentur]]></category>
		<category><![CDATA[Profimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Solche Geschichten höre selbst ich nicht alle Tage. Der Fotograf Andreas P. (voller Name bekannt), seines Zeichens hauptberuflich Bildjournalist, verfolgt regelmäßig meinen Blog. Nach meinem Bericht über Browser-Plugins zum Finden der eigenen Bilder probierte er diese aus und bekam viele Treffer angezeigt. Was ihn wunderte: Einige davon wurden anscheinend von einer tschechischen Bildagentur namens Profimedia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Solche Geschichten höre selbst ich nicht alle Tage.</p>
<p>Der Fotograf Andreas P. (voller Name bekannt), seines Zeichens hauptberuflich <strong>Bildjournalist</strong>, verfolgt regelmäßig meinen Blog. Nach meinem Bericht über <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/09/12/alternativen-fuer-google-images-addon-fur-firefox-6/" target="_blank">Browser-Plugins zum Finden der eigenen Bilder</a> probierte er diese aus und bekam viele Treffer angezeigt. Was ihn wunderte: Einige davon wurden anscheinend von einer tschechischen Bildagentur namens <strong><a href="http://www.profimedia.cz/" target="_blank">Profimedia</a></strong> an Bildnutzer verkauft. Das Kuriose daran: Der Fotograf hat keine Geschäftsbeziehung mit dieser Agentur.</p>
<p>Nach etwas Recherche fand der Fotograf heraus, dass diese Bilder von der deutschen Agentur <strong><a href="http://www.facetoface.de" target="_blank">Face To Face</a></strong> kommen, mit der Andreas P. einen Autorenvertrag abgeschlossen hatte, um ca. 200 seiner Fotos zu vertreiben. In seinem Vertrag stand jedoch nirgends, dass eine Sub-Lizenzierung erlaubt sei. Dem deutschen <strong>Urheberrechtsgesetz</strong> nach (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__34.html" target="_blank">§</a><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__35.html" target="_blank">35 UrhG</a>) kann jedoch auch der Inhaber von ausschließlichen Nutzungsrechten &#8220;<em>weitere Nutzungsrechte nur mit Zustimmung des Urhebers einräumen</em>&#8220;.</p>
<p>Der Fotograf bat um eine Erklärung und eine Überweisung des ihm zustehenden <strong>Honorars</strong>. Immerhin liegen die Fälle teilweise schon über drei Jahre zurück.</p>
<div id="attachment_6765" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/10/screenshot-novinky.jpg"><img class="size-full wp-image-6765" title="screenshot-novinky" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/10/screenshot-novinky.jpg" alt="" width="636" height="735" /></a><p class="wp-caption-text">Eines der betreffenden Fotos, was seit 2008 genutzt wird.</p></div>
<p>Der Geschäftsführer von Face To Face erklärte daraufhin dem verdutzten Fotografen, dass die Agentur für die Bildnutzung von der Partneragentur 0,58 Euro erhalten habe, was beim vereinbarten Honorarsplit von 50:50 einem Fotografenanteil von <strong>29 Cent</strong> beträgt (Nachweis liegt vor). Ja, richtig gelesen: 29 Cent! Wohlgemerkt, es geht hier nicht Abo-Modelle einer Microstock-Agentur, sondern um ein RF-Bild bei einer angesehenen Macrostock-Agentur. Mindestens fünf Bilder waren betroffen, was zu einer Summe von 1,45 Euro führt.</p>
<p>Und es kommt noch besser: Der Betrag wurde<strong> nicht überwiesen</strong>, da die Bankgebühren den Betrag wieder auffressen würden (Nachweis liegt ebenfalls vor).</p>
<p>Auf jeden Fall &#8211; ich formuliere es mal vorsichtig &#8211; sehr unorthodox ist auch die Methode, den Fotografen über die erzielten Erlöse erstens nicht zu informieren und diese zweitens nicht nach dem Verkauf mit ihm zur Auszahlung zu bringen, obwohl vertraglich eine monatliche Auszahlung vereinbart ist (Nachweis liegt vor).</p>
<p>Der Fotograf hat ca. 200 Bilder bei der Agentur online und bei der ersten Stichprobe 12 Nutzungen von 10 Bildern gefunden, für die er bis heute kein Honorar überwiesen bekommenhat. Ob weitere Bilder betroffen sind, weiß er nicht. Raum für wilde <strong>Spekulationen</strong> ist daher vorhanden.</p>
<p>Unklar ist weiterhin auch, wie bei einer Macrostock-Bildagentur Honorare im Cent-Bereich anfallen konnten. Darauf hat der Fotograf noch keine Antwort erhalten.</p>
<p>Als ich den Geschäftsführer der Agentur um eine Stellungnahme bat, verbot dieser mir, ihn zu zitieren oder namentlich zu nennen, andernfalls müsse er den Rechtsweg wählen.</p>
<p>Insgesamt zeichnen sich diese Vorfälle durch ein Geschäftsgebaren aus, was mehr als geeignet ist, das Vertrauen von Fotografen in eine Agentur nachhaltig zu zerstören. Wer weiß schon, wie viele Bilder da draußen kursieren, die zwar verkauft und vom Bildkäufer ordentlich bezahlt wurden, aber im undurchsichtigen Netz der Partneragenturen und Vertriebskanäle versickert sind, sodaß die Fotografen kein Honorar dafür sehen?</p>
<p>Erst wenige Monate ist es her, dass Fotografen dank der neuen <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/06/20/bildersuche-mit-google-images-vs-tineye/" target="_blank">Bildersuche von Google Images</a> systematischer nach der Verwendung von ihren Fotos fahnden können. Die Anzahl der <strong>Abmahnungen</strong> ist dadurch deutlich gestiegen, das merke ich bei mir selbst und auch von einigen Bildagenturen habe ich das gehört. Wie sieht es wohl bei den Büchern aus, die der Fotograf nicht so einfach durchsuchen lassen kann? Transparenz ist hier endlich mal nötig.</p>
<p><em>Wie seht ihr das? Was für Erfahrungen habt ihr mit Euren Honorarabrechnungen gemacht?</em></p>
<p><strong>Update</strong> 13.12.2011: Die Bildagentur Face To Face wies den Fotografen jetzt auf einen &#8220;Royalty Free Zusatzvertrag&#8221; hin, in dem steht, dass die Distribution über Partneragenturen erlaubt sei und Auszahlungen erst gesammelt ab einer Summe von 100 Euro ausgezahlt würden.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4acf104ceb6a4b1cbcb8b289e830def4" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Frag den Fotograf: Werden Fotolia-Lizenzen rechtmäßig bei Pixers verkauft?</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/10/10/frag-den-fotograf-werden-fotolia-lizenzen-rechtmaessig-bei-pixers-verkauft/</link>
		<comments>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/10/10/frag-den-fotograf-werden-fotolia-lizenzen-rechtmaessig-bei-pixers-verkauft/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 07:35:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Stockfotos kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[1D Mark IV]]></category>
		<category><![CDATA[API]]></category>
		<category><![CDATA[Bilderking]]></category>
		<category><![CDATA[Erweiterte Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[fotolia]]></category>
		<category><![CDATA[Fototapete]]></category>
		<category><![CDATA[PantherMedia]]></category>
		<category><![CDATA[Pixers]]></category>
		<category><![CDATA[Poster]]></category>
		<category><![CDATA[Standardlizenz]]></category>
		<category><![CDATA[Vertriebspartner]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern erhielt ich folgende Mail: &#8220;Hallo Robert, Erst einmal Kompliment für deine Seite! Es macht echt Spaß immer wieder reinzuschauen und deine Artikel zu lesen! Und wahrscheinlich ist es auch angebracht dir dafür zu danken, dass du dir überhaupt die Mühe machst. Aber jetzt zu dem eigentlichen Grund weswegen ich dir schreibe. Über die Bildsuche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern erhielt ich folgende Mail:</p>
<blockquote><p>&#8220;Hallo Robert,</p>
<p>Erst einmal Kompliment für deine Seite! Es macht echt Spaß immer wieder reinzuschauen und deine Artikel zu lesen! Und wahrscheinlich ist es auch angebracht dir dafür zu danken, dass du dir überhaupt die Mühe machst. Aber jetzt zu dem eigentlichen Grund weswegen ich dir schreibe. Über die Bildsuche bei Google habe ich herausgefunden, dass einige meiner Bilder auf der Seite <a href="http://pixers.de/">pixers.de</a> als Fototapete, Bilder und Poster oder auch als Sticker angeboten werden. Die Tatsache, dass fast sämtliche Vorschaubilder Wasserzeichen von Fotolia enthalten machte mich stutzig und ich schrieb die Betreiber direkt an, warum dies so ist. Als Antwort erhielt ich, dass die Bilder bei Fotolia gekauft würden und die Wasserzeichen bei der Ware nicht mehr zu sehen sei. Nach kurzer Recherche stellte ich fest, dass dort mehrere Bilder zum Verkauf angeboten werden, die:</p>
<p>a) bei Fotolia nur als Standard Lizenz verkauft wurden (welche ja für das angebotene Produkt nicht ausreichen würde!?)</p>
<p>b) überhaupt noch nicht verkauft wurden</p>
<p>Ich nehme an, dass die Betreiber der Seite die Vorschaubilder von Fotolia anbieten und dann im Bedarfsfall die Bilder schnell in entsprechender Auflösung gekauft werden. Allerdings scheinbar ohne darauf zu achten, ob sie wirklich als erweiterte Lizenz angeboten werden.</p>
<p>Insgesamt macht das alles auf mich einen eher unseriösen Eindruck und ich weiß auch nicht so recht, inwiefern es rechtlich ok ist die Vorschaubilder von Fotolia zu zeigen, nur um dann das „richtige“ Bild bei Bedarf zu kaufen, bzw. Bilder anzubieten, die definitiv nicht in der richtigen Lizenz zu haben sind.</p>
<p>Die Seite rühmt sich damit 10 Millionen Bilder im Angebot zu haben, wobei ein absoluter Großteil von Fotolia stammt. Das sind Größenordnungen, die wahrscheinlich nicht unerheblich sind.</p>
<p>Ich habe die Betreiber der Seite bereits angeschrieben und ihnen mitgeteilt, dass sie Bilder anbieten, die nicht korrekt lizenziert sein können und ich nicht glaube, dass ich da ein Einzelfall bin. Eine Antwort habe ich darauf bisher noch nicht erhalten und weiß nicht so richtig, wie ich mit der Geschichte weiter umgehen soll. Ich dachte, dass dich diese Geschichte vielleicht interessieren könnte, da bei der großen Menge angebotener Bilder auch viele deiner Bilder betroffen sein könnte.</p>
<p>Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende!<br />
Mit freundlichen Grüßen.<br />
Malte&#8221;</p></blockquote>
<p>Malte ist nicht die einzige, welche <a href="http://www.foto-talk.relota.com/fotolia/3296-lizenzverletzung-standard-l-ueber-fotolia-api-wiederverkauf-angeboten.html" target="_blank">sich wundert</a>, wieso jemand kommerziell Bilder auf T-Shirts, Poster oder Wandtapeten drucken darf, ohne dafür eine erweiterte Lizenz zu kaufen.</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/10/pixers-screenshot.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6684" title="pixers-screenshot" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/10/pixers-screenshot.jpg" alt="" width="600" height="466" /></a><br />
Dabei ist die Sache ganz einfach:</p>
<p>Darf ein Endkunde bei Fotolia ein Foto mit einer Standardlizenz kaufen und es sich selbst auf ein Poster drucken? Ja, darf er.</p>
<p>Darf dieser Endkunde das Poster weiterverkaufen? Nein, mit einer Standardlizenz darf er das nicht. Mit einer <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2009/09/23/stockfotos-kaufen-erweiterte-lizenz/" target="_blank">Erweiterten Lizenz</a> darf er das.</p>
<p>Wie Malte richtig festgestellt hat, kauft Pixers jedoch keine Bilder mit Erweiterten Lizenzen und bietet sogar Bilder an, die keine Erweiterte Lizenz haben. Ist das rechtens? Ja.</p>
<p>Denn <strong>Pixers</strong> oder auch andere Fotolia-Partner wie <a href="http://de.bilderking.com/" target="_blank">Bilderking</a> nutzen die <a href="http://de.fotolia.com/Services/API/Introduction" target="_blank">Business-API von Fotolia</a> und agieren nicht als &#8220;Bildkäufer&#8221;, sondern als eine Art &#8220;Vertriebspartner&#8221;.</p>
<p>Das heißt: Wer bei Pixers eine Fototapete oder Poster mit einem Fotolia-Bild bestellt, der würde dafür eine normale Standardlizenz benötigen. Diese kauft Pixers über die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Programmierschnittstelle" target="_blank">API</a> im Namen des Kunden.</p>
<p>Aber warum kauft der Postershop keine Erweiterte Lizenz? Er könnte. Für den Endkunden käme das gleiche bei raus. Aber der Postershop müsste sich auf die beliebtesten Motive konzentrieren, weil es zu teuer wäre, für Millionen von Bildern eine Erweitere Lizenz zu kaufen. Außerdem könnte er keine Motive anbieten, die nicht mit einer Erweiterten Lizenz verfügbar sind.</p>
<p>Unter dem Strich ist für Fotografen das andere Modell <strong>lukrativer</strong>. Hier zeigt der Postershop dem Endkunden die vollständige Bildauswahl, die er nicht lizenziert, sondern nur über die API als Vorschau mit Wasserzeichen lädt. Wenn der Endkunde sich für ein Motiv entschieden hat, bestellt der Postershop das Motiv als Standardlizenz.</p>
<p>Ein <strong>Rechenbeispiel</strong>: Wenn der Fotograf das Bild als Erweiterte Lizenz verkaufen würde, bekäme der dafür (bei einem Credit-Preis von 100 Credits) je nach Ranking 20-46 Euro. Ich bekomme zur Zeit 37 Euro. Bei einer Standardlizenz in XL (ausreichend für einen Posterdruck) bekommt der Fotograf je nach Ranking 1,60 bis 3,68 Euro bei einem Startpreis von 1 Credit, bei 2 oder 3 Credits doppelt bzw. dreifach so viel. Ich bekäme bei einem 1-Credit-Bild 2,96 Euro oder bei einem 2-Credit-Bild 5,92 Euro. Das heißt, sobald der Postershop ein Foto 6x (2 Credits) oder 13x (1 Credit) verkauft hat, ist es für mich lukrativer, dass er tatsächlich die Standardlizenz nutzt und nicht die Erweiterte Lizenz. Außerdem können so Fotos verkauft werden, die nicht als Erweiterte Lizenz angeboten werden.</p>
<p>Fotolia ist übrigens nicht der einzige Anbieter, der solchen Vertriebspartner hat. <strong>Panthermedia</strong> zum Beispiel hat auch über 10 &#8220;<a href="http://anbieter.panthermedia.net/pm/ifrm_old?page_old=special_projects" target="_blank">Sonderprojekte</a>&#8220;, die nach dem gleichen Muster funktionieren. Der Unterschied zu Fotolia ist jedoch, dass der Fotograf jedes Partnerprogramm deaktivieren kann, aber auch pro Verkauf meist weniger erhält als wenn der Kunde das Bild direkt bei Panthermedia kaufen würde. Bei Fotolia hingegen erhält der Fotograf die gleiche Kommission wie bei einem Direktverkauf. Auch bei <strong>istockphoto</strong> gibt es <a href="http://www.microstockgroup.com/general-stock-discussion/www-wallartcanvasprints-com-istock-partner/" target="_blank">ähnliche Konstruktionen</a>.</p>
<p>Soweit die Theorie. In der <strong>Praxis</strong> sind vor allem <strong>Motive</strong> betroffen, welche sich auch für den Druck auf Poster, Leinwände, Postkarten und so weiter eignen. Das sind zum Beispiel Blumen, Landschaften, Wolken, Städteansichten oder niedliche Tiere. Business-Motive oder People-Aufnahmen sind seltener betroffen.</p>
<p>Kann man als Fotograf verhindern, dass die eigenen Bilder über die API bei Vertriebspartnern angeboten werden? Nein. Es existiert leider keine Wahlmöglichkeit. Andererseits: Der Kunde dürfte sowieso das Foto normal bei Fotolia lizenzieren und dann selbst beim Postershop hochladen, um sich sein privates Plakat drucken zu lassen. Die API erleichtert diesen Vorgang nur.</p>
<p><strong>Update</strong> 10.10.2011: Fotolia hat mich eben noch auf einige <strong>Details</strong> zur API hingewiesen. Alle Unternehmen, welche diese Business-API in Anspruch nehmen wollen, müssen vorher bei Fotolia einen Antrag stellen, werden überprüft und müssen dann freigeschaltet werden, damit das funktioniert. Es ist jedoch nicht erlaubt, ohne so eine API Fotolia-Vorschaubilder zu nutzen, um dann bei einer eventuellen Bestellung noch schnell eine Lizenz zu kaufen. Meist kann man sehen, dass eine API benutzt wird, wenn auf der Partner-Webseite zum Beispiel dynamisch im Bilderpool gesucht werden kann, da die Suchbegriffe mit von der API übergeben werden. Wer Webseiten findet, welche vermutlich keine API-Anbindung haben, aber Fotolia-Vorschaubilder zeigen, kann diese gerne an Fotolia melden, die sich dann darum kümmern.</p>
<p><em>Was sagt ihr dazu? Unübersichtlich oder sinnvolles Vertriebsmodell?</em><br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/3ba98f9d00d74a6ba7eeb6d02d2eddb2" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Angst von Foto-Amateuren vor Berufsfotografen (und andersrum)</title>
		<link>http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/10/07/die-angst-von-foto-amateuren-vor-berufsfotografen-und-andersrum/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 07:05:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R. Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Amateurfotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsfotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hobbyfotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Konkurrenz]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Gommel]]></category>
		<category><![CDATA[Profi]]></category>
		<category><![CDATA[Profifotograf]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ca. einem halben Jahr hatte Martin Gommel in seinem Blog eine kurze Umfrage, ob seine Leser Berufsfotografen sind. Ca. 88% antworteten mit nein. In einer anschließenden Diskussion fragte Martin, warum diese 88% nicht vom Fotografieren leben wollen. Die Antworten haben mich etwas überrascht. Es überwogen Sätze wie „Dann hätte ich keine Zeit mehr zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ca. einem halben Jahr hatte Martin Gommel in seinem Blog eine kurze Umfrage, ob seine Leser <strong>Berufsfotografen</strong> sind. Ca. 88% antworteten mit nein. In einer <a href="http://kwerfeldein.de/index.php/2011/04/11/waerst-du-gerne-berufsfotograf/" target="_blank">anschließenden Diskussion</a> fragte Martin, warum diese 88% nicht vom Fotografieren leben wollen.</p>
<p>Die Antworten haben mich etwas überrascht. Es überwogen Sätze wie „<em>Dann hätte ich keine Zeit mehr zum Fotografieren</em>“, „<em>Ich will mich diesem Druck nicht aussetzen</em>“, „<em>Die fotografische Freiheit wäre dann weg</em>“ oder „<em>Ich will nicht auf Kommando kreativ sein</em>“.</p>
<p>Da ich selbst beruflich fotografiere, kann ich diese Aussagen nicht nachvollziehen. Das Zeit-Argument ist am leichtesten zu widerlegen. Auch Berufsfotografen haben irgendwann <strong>Freizeit</strong> und in dieser können sie genau so „privat“ fotografieren wie es ein Hobbyfotograf nach seiner Arbeit tun kann. Ich zücke dann unterwegs <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2010/11/29/just-handy-pics-folge-1/" target="_blank">meine Handykamera</a> und freue mich, dass ich mir um Megapixel, Rauschverhalten oder Bildfehlern keine Sorgen machen muss, weil das Ergebnis nur mir allein gefallen muss.</p>
<p><a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/10/2011_danielavt_hasan_mit_fotohandy_01_8176.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6676" title="Paar macht Selbstportrait" src="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/wp-content/uploads/2011/10/2011_danielavt_hasan_mit_fotohandy_01_8176.jpg" alt="" width="524" height="350" /></a><br />
Die anderen Argumente wie Druck oder Kreativität auf Befehl sind meist nur <strong>Ausreden</strong>. Ja, der große Aufschrei wird kommen, denn meist glauben die Hobbyfotografen das wirklich. Dabei klingt es nur angenehmer und schmeichelt sogar dem künstlerischen Ego ein wenig, wenn man sagt: „<em>Ich will mir meine fotografische Freiheit nicht nehmen lassen</em>“ statt „<em>Ich habe verdammte Angst, nicht gut genug zu sein, um damit genug Geld zum Leben zu verdienen</em>“.</p>
<p>Darauf läuft es doch hinaus. Wer als Berufsfotograf richtig gut ist, kann es sich auch leisten, Aufträge abzulehnen oder er wünscht sich sogar die Herausforderung, schwierige Fotos umsetzen zu müssen. Ein gutes Foto machen kann jeder Hobbyfotograf. Ein Berufsfotograf hingegen muss gute Fotos machen. Immer und immer wieder, wenn er erfolgreich sein will.</p>
<p>Ich glaube, viele Hobbyfotografen übersehen, dass der Druck und der Zwang, auch fremde Ideen zufriedenstellend umsetzen zu müssen, die eigene Lernkurve stark nach oben schnellen lässt. Zwar habe ich als Stockfotograf keine Auftraggeber, denen meine Fotos gefallen müssen, aber die Bildredakteure, an denen meine Fotos vorbei müssen, bevor ich sie verkaufen kann, schauen viel stärker auf technische Perfektion als es viele Artdirektoren oder Auftraggeber je tun würden.</p>
<p>Im ersten Jahr meiner beruflichen Fotografiekarriere habe ich mehr gelernt als in den zehn Jahren davor, in denen ich nur aus Spaß fotografiert habe. Plötzlich haben sich Leute erdreistet, meine Fotos abzulehnen, weil sie fehlerhaft seien statt wie Freunde und Verwandte sie nur ständig zu loben. Kunden kauften auf einmal Bilder, die mir fast peinlich waren, während meine Lieblingsfotos unbeachtet in den Bildagenturen Staub ansetzten.</p>
<p>Das zwang mich zu einem neutraleren, kritischen Blick auf meine eigenen Werke. Blumenfotos mögen schön sein, aber sie verkaufen sich selten. Anschnitte sehen vielleicht ästhetisch aus, werden aber von Bildkäufern gemieden. Ich weiß jetzt, dass der Satz „<em>Ich fotografiere nur mit available light, weil das authentischer aussieht</em>“ übersetzt oft nur bedeutet: „<em>Ich habe Angst, richtig blitzen zu lernen</em>“.</p>
<p>Fotografie ist einer der Bereiche, in denen sich die Profis durch Wegfall des Meisterzwangs und rasanter Verbreitung der Digitalkameras auf einmal gegen unzählige Amateure behaupten müssen. Zum einen freut mich diese Entwicklung, weil sie mir als Quereinsteiger überhaupt erst ermöglicht hat, mich mit der Fotografie selbständig zu machen. Andererseits führt das auch zu einer Entwertung von Fotografie, weil viele Amateure sehr gute Fotos machen, die sie dann gedankenlos bei Flickr oder anderen Fotodatenbanken <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/03/07/warum-fotografen-kostenlose-fotos-anbieten-acht-gruende-und-eine-warnung/" target="_blank">kostenlos zum Download</a> anbieten. Überspitzt gesagt verhalten sich einige Hobbyfotografen damit „unprofessionell“ im negativen Sinne des Wortes. Zwar hat er jedes Recht dazu, denn er ist ja kein Profi, gleichzeitig macht er aber dem Profi Konkurrenz. Es ist ja eine Sache, ob eine Firma beispielsweise beschließt, dass sie ihre Fotos jetzt selbst macht oder die Fotos eines Hobbyfotografen nutzt, den sie im Gegensatz zum Profi nicht bezahlen muss.</p>
<p>Einige Fotoprofis fangen dann an zu jammern (manchmal auch in den Kommentaren hier im Blog), andere krempeln die Ärmel hoch und suchen nach Alleinstellungsmerkmalen. Einige Fotografen investieren Zeit und Geld in <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/category/stock-videos/" target="_blank">Videoproduktionen</a>, andere bieten 3D-Panoramafotografie an und die nächsten lösen das Problem über erhöhte Masse. Hier zeigt sich wieder, was den Berufsfotografen von Hobbyfotografen unterscheidet: Der Berufsfotograf muss ständig gelungene Bilder machen, dem Hobbyfotograf reichen einige „Zufallstreffer“. Der berufliche Zwang, genau zu analysieren, wie man sich mit seinen Bildern von der Masse an Amateurfotos absetzt, trägt viel dazu bei, besser fotografieren zu lernen.</p>
<p>Vor zwei, drei Jahren hätte ich schlotternde Knie bekommen, wenn ich ein <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/03/29/gruppenfotos-in-einer-apotheke-mit-making-of-fotos/" target="_blank">Shooting mit mehreren Personen</a> hätte machen müssen. Heute kann ich ziemlich genau kalkulieren, wie aufwändig das ist, wie lange ich brauche und – ganz wichtig – ich habe genug Übung, auch brauchbare Fotos dabei zu machen.</p>
<p>Die Angst, nicht genug zu verdienen, der Druck, immer gute Ergebnisse erzielen zu müssen und der Zwang, ständig kreativ zu sein, kann lähmend sein. Wer sich jedoch streckt und die Herausforderung annimmt, wird ein besserer Fotograf werden als es ein Amateur je werden kann.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/229dcf7d8ced4d9e841688ecc864f49c" alt="" width="1" height="1" /><br />
<em>Was sagt ihr dazu? Bereut ihr als Berufsfotograf eure Berufswahl? Oder warum wollt ihr nur als Hobby fotografieren?</em></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.alltageinesfotoproduzenten.de%2F2011%2F10%2F07%2Fdie-angst-von-foto-amateuren-vor-berufsfotografen-und-andersrum%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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