Neue Google-Bildersuche führt zu Umsatzeinbruch bei Bildagenturen

Ursprünglich sollte dieser Artikel nach ein Fragezeichen am Ende des Titels tragen. Aber nach einigen Wochen auf meinem Schreibtisch wurde klar, dass aus meiner Vermutung mittlerweile eine Realität geworden ist. Die neue Google Bildersuche bringt den Bildagenturen weniger Geld.

Aber wie immer ein kurzer Blick zurück: Was für eine neue Bildersuche?

Im Januar 2013 führte Google eine Änderung bei deren Dienst Google Images ein. Google Images erlaubt Nutzern, statt nach Webseiten direkt nach Bildern zu suchen. Wenn ich beispielsweise nach „Tulpen“ suche, erhalte ich als Ergebnis keine Webseiten, welche über Tulpen schreiben, sondern mir werden Fotos von Tulpen angezeigt. Neu ist jedoch jetzt, dass nicht mehr nur kleine Versionen der Bilder („Thumbnails“ genannt) angezeigt werden und man auf die Webseite gehen muss, von der das Bild ursprünglich stammt, um die große Version zu sehen. Stattdessen werden bei Google Images jetzt die großen Originalbilder gezeigt und die Webseite, von der das Bild kommt, tritt in den Hintergrund. Das ist bequem für den Suchenden, aber von Nachteil für die Webseiten, welche die Bilder zeigen.

Hier ein grafischer Vergleich zwischen der alten und der neuen Ansicht ab Ende Januar 2013:

Aus der Übersichtsansicht verschwindet die Adresse der Quellen-Webseite vollständig und wird jetzt nur sichtbar, wenn man mit der Maus über ein Bild fährt. Außerdem gibt es keine Textvorschau mehr, um erkennen zu können, in welchem Kontext ein Bild eingebettet ist. Noch sichtbarer wird der Unterschied, wenn man auf ein Bild klickt, um mehr zu erfahren:

Die ursprüngliche Webseite muss man fast schon suchen, während sie früher schon im Hintergrund eingeblendet wurde.

Eine Analyse von vielen verschiedenen Webseiten ergab, dass diese Umstellung zu einem Traffic-Rückgang von über 50% führte, teilweise sogar deutlich mehr.

Was viele nicht wissen: Bildagenturen geben viel Geld für Suchmaschinenoptimierung aus, weil immer noch viele Bildsucher keine Ahnung von Bildagenturen haben und einfach bei Google nach Bildern suchen statt direkt zu Agenturen zu gehen. Deshalb bekommen Bildagenturen viel Traffic und damit auch Kunden von Google Images. Durch die Umstellung der Bildersuche werden jedoch mehr Leute die Bilder direkt von Google kopieren anstatt sie bei Bildagenturen legal zu lizenzieren.

Erst war das nur eine Vermutung von mir, aber mittlerweile hat es sich bestätigt. Dreamstime-CEO Serban Enache schrieb schon im Februar in einem Blogbeitrag, dass die Umstellung Bildagenturen vor Probleme stellen würde. Graphic Leftovers war vor paar Tagen die erste Agentur, die laut Microstockgroup in einem Newsletter die Umstellung bei Google Images als Grund für einen Umsatzeinbruch angab:

„[…] In January 2013, Google announced their new image search functionality. This new format has significantly hindered our traffic and sales.
As a fair trade contributor site, it is very important to us to maintain the current contributor’s commission rate of 52%, so we will have to make adjustments in other areas. […]“

Oft wird als Ausweg die technische Lösung angeboten, seine Bilder nicht bei Google Images anzeigen zu lassen. Ich glaube jedoch nicht, dass das für Bildagenturen sinnvoll ist, weil es eben zu viele Kunden gibt, die erst über diesen Umweg auf Bildagenturen aufmerksam werden. Ein anderes Vorgehen verfolgt der Fotografenverband Freelens. Dieser reichte Ende April eine Klage gegen die neue Google Bildersuche ein, weil sie gegen das Urheberrecht verstoße. Das könnte Erfolg haben: Nur paar Monate vorher erwirkte Freelens eine Unterlassungserklärung gegen den Suchmaschinenbetreiber Yahoo, der eine ähnliche Neuerung eingeführt hatte.

Das Beispiel der Google Bildersuche zeigt, dass wir in der Stockfotografie-Branche aufpassen müssen, weil kleine Änderungen ganz anderer Branchen schnell und direkt finanzielle Auswirkungen auf uns haben können.

Wie findet ihr die Änderungen bei Google Images?

26 Gedanken zu „Neue Google-Bildersuche führt zu Umsatzeinbruch bei Bildagenturen“

  1. Ein gutes Beispiel für die geschäftsschädigende Auswirkung der neuen Bildersuche(n), denn auch Bing nutzt jetzt die high-res Bildersuche, quasi ein Copycat von Google.

    Leider ist eine fast flächendeckende von Unwissen und Blödheit gekennzeichnete Akzeptanz der neuen Suche sehr verbreitet. Siehe z.B. den Post https://www.facebook.com/SIGMAFoto/posts/550111695039884 von Sigma Deutschland und die Kommentare wie z.B.:

    „Wenn ich nicht „gefunden“ werden will …. warum stell ich dann Bilder ins Internet? Schwachsinnige Klage von Freelens“

    „Freelens verklagt also Google, deren Dienste dazu genutzt werden Leute auf Fotoseiten zu bringen um Klicks zu erzeugen. Was erlaubt sich Google nur.“

    „Jeder Fotograf kann seine Bilder so schützen, dass Google sie NICHT erfasst … (robots.txt) …“

    „Andere bezahlen Google Geld, damit ihre Seiten „gefunden“ werden. So ein Blödsinn.“

    Dass der Traffic on-site bei Google bleibt, kapiert anscheinend niemand. Und dass die Nutzer sich gnadenlos am high-res Mateiral bedienen noch weniger. Roberts Beitrag ist genau einer der besten Beweise dafür. Ich unterstütze Freelens.

  2. Ich verstehe nicht warum die Agenturen gegen Google nicht klagen. Google verstösst hier ganz klar gegen das Urheberrecht. Man könnte ja mit den Klagen in den Ländern anfangen wo das Urheberrecht geschützt wird, wie z.b. in Deutschland. Wenn man das noch cleverer anstellt, dann könnte man das auch auf die klare Monopolstellung von Google ausweiten.

    Andererseits wird diese Bildersuche der Abmahnindustrie einen neuen Schub geben. Da dank der neuen Bildersuche auch die geklauten Bilder leichter gefunden werden. Ob das dann auf Google zurückfällt?

  3. Bei mir erscheint zwar die neue Übersichtsseite mit den Suchergebnissen, bei einem Klick auf ein Bild aber die „alte“ Detailsansicht mit der Webseite, auf der sich das Bild befindet. Hat da schon ein Umdenken stattgefunden?

    Ein schönes Wasserzeichen gehört auf jedes Bild, das verkauft werden soll!

  4. Ich kann das oben geschriebene nicht nachvollziehen. Wenn ich auf die Tulpen klicke, gelange ich zu einer Vorschau der Webseite – nicht direkt zum Bild in Originalgröße.

    https://www.dropbox.com/s/j3m2n3nv65219aa/google_tulpen.PNG

    Mache ich etwas falsch?

    Außerdem haben Bildagenturen doch deutlich sichtbare Wasserzeichen. Was genau haben Bildagenturen denn von „Traffic“? Dass der Traffic zurückgeht ist doch eher ein positiver Effekt.
    „Sales“ verstehe ich – aber warum sollten diese durch die Bildsuche zurück gehen? Da müssten ja die Zahl der illegal mit Wasserzeichen verwendeten Bilder in gleichem Maße zunehmen.

    Dass Webseiten, die sich durch Werbung finanzieren ein Problem mit weniger Traffic haben, kann ich nachvollziehen. „Bildagenturen“ tun das in der Regel aber eher nicht.

  5. man kann seine Bilder mit Wasserzeichen, robots.txt so viel schützen wie man möchte, sobald ein Käufer dieses Bild für seine Webseite verwendet ist es in der Googlesuche ohne Wasserzeichen zu finden.
    Ich frage mich jedoch auch warum die grösseren Agenturen nicht gegen Google vorgehen.
    Auch ich sehe die Art und Weise der neuen Bildersuche als Urheberrechtsverletzung an.

  6. Bei Google suche ich zwar selten nach Bildern. Nach deinem Artikel hier habe ich es mal getestet. Es werden eigentlich recht wenige Agenturbilder angezeigt. Ich habe da sogar ein paar meiner eigenen Bilder gefunden. Aber nicht auf den Agenturseiten, sondern auf Kundenseiten. Es scheinen generell Bilder von Blogern bevorzugt zu werden. Was im Sinne der Anwender nicht so schlecht ist. Als Bildproduzent wünscht man sich natürlich andere Ergebnisse. Ein Fotolia Bild, auf einer Blogseite über Google efunden, bringt leider keine neuen Käufer. Man könnte natürlich den Umweg gehen und einen Blog mit eigenen Bildern starten. Mit einem Link zur Agentur. Die Frage ist, ob sich der Zeitaufwand lohnt, oder ob mehr Bilder produzieren lukrativer ist. Woh eher zweites.
    Ich glaube, so vorteilhaft wie die Google Bildesuche mal war, wird es nicht mehr. Auch Klagen werden das nicht umkehren.

  7. @Tom: Ich vermute, die neue Googlesuche ist (noch) nicht in allen Ländern aktiv.

    Wegen Traffic/Sales: Traffic führt zu Sales, ohne den Traffic gibt es auch weniger Sales.

  8. Hallo zusammen
    Ich finde das ganze durchaus Interessant zu lesen. Ich würde aber gerne mal etwas total verwegenes hierzu posten…

    Was Rob sagt, finde ich sehr Interessant dass bedeutet im Umkehr Schluss das was wir alle Wissen, einen 100% Schutz gibts nicht.
    Mein Gedanke geht aber in eine andere Richtung, und ich hoffe ich werde nicht von euch mit Steine beworfen dafür.
    Wenn die Google Suche nun mal so ist wie sie ist und ich Rob’s Scenario mal als worst case-scenario annehme, dann könnte man doch auch sein Stockfotografien über seine eigene Homepage verkaufen.
    Wenn nun ein Bild von mir verkauft würde, dass dann auch noch einen Unique’n Datei Namen oder entsprechende Einträge in der EXIF hätte dann könnte ich nach diesem Bild immer Suchen.
    Wenn ich nun Rob’S Scenario wieder ran ziehen würde, dann würde ich wenn ich nach einem von mir aus meinem Store verkauften Bild, alle anderen Bilder bei der Google Suche finden, die kein Kunde von mir wären….
    Könnte Ich ihnen dann ’ne Rechnung zu schicken?!
    Aber dann könnte ich mir doch die neue GoogleSuche zu nutzen machen bzw für mich arbeiten lassen.
    OK, es werden nur HIGHRES Bilder angeziegt, wieso soll dann ein Kunde noch Kaufen ?! Ganz einfach, Ich habe mir schon länger über einen „fast“ perfekten Kopierschutz gedanken gemacht, ok Mann kann das Bild mit copyrights zupflastern oder aber was mir ganz gut gefällt, Ich biete meine Bild in einer schlechten Qualität an zb 640×480 72dpi usw…sollte diese Bild einem Kunden gefallen, denn er hat mich bzw mein Bild ja bei Google gefunden, er ist ja dann auch schon fast auf meiner Homepage, dann kann er es in meinem Store in hoher Auflösung kaufen und jedem wäre damit geholfen.

    Kopien meines Bildes könnte ich bei Google wieder finden und ich könnte etwaigen neuen Benutzern eine Rechnung zukommen lassen 😉

    Andreas

  9. @Robert, als aufmerksamer Leser deines Blog ist mir das doch sehr wohl bekannt.
    Das ist es, was ich eigendlich erhofft habe, dass „irgendjemand“ mit dieser „Lösung“ oder mit dieser Möglichkeit der eigenen Bildersuche mit der Google Bildersuche „um die Ecke“ kommt.
    Und somit wäre doch der Kreislauf wieder geschlossen.
    Man hätte dann eine eigendlich schlechte Sache wie die neue Google Bilder suche für sich arbeiten lassen.
    Nur bin ich noch zu grün hinter den Stockfotografie Ohren um mein Model einzuschätzen zu wissen, jedoch ist es für mich ein durchaus plausibles Scenario, mit dem ich mich aus einem anderen Anlass in jüngster Zeit sehr beschäftigt habe.

    Die Frage an die Stockfotografie Profis hier ist noch in meinem ersten Beitrag versteckt … und die mich eigendlich am meisten Interessieren würde. Wie praktikabel bzw kommerzial Interessant wäre solch ein vorgehen mit dem eigenen Bilderstore?!

    Andreas

  10. @Andreas: Dein Grundgedanke ist richtig. Nur wird man in der Bilderflut der Google-Bildersuche untergehen. Bzw. wird man es nicht auf die vorderen Seiten schaffen, weil hier „große“ Seiten (Agenturen, Zeitungen, etc.) besser gerankt werden.

    Es machen ja die meisten Agenturen so, dass jedes Bild eines eigene Seite erzeugt, um in Google gefunen zu werden. Und trotzdem sperren immer mehr kleinere Agenturen zu.

  11. @walter
    mmmmmhhhh…ok, du hast es gesagt, die Bilderflut ! auch darüber hab ich schon mal etwas bei Robert gelesen (oder war es mein Slogen)

    „…aber wir spielen hier in der Profi-Liga und will man nicht gleich in der ersten Runde rausfliegen, braucht es Originalität und Qualität.“

    Bilderflut, ist da Kontraproduktiv, Qualität heißt für mich salopp ausgedrückt „Mache dich und deine Bilder berühmt“ oder mache dich Interessant. Ok, ich bin ein absoluter Stockneuling !aber Rob hat glaube ich mal geschrieben, dass sich im Grunde jeder der ne Kamera hat, sich als Stockfotografen bezeichnen darf. Ich will hier nicht von einem Fettnapf in den anderen fallen, aber wenn ich mir Roberts „Pimp my Stock“ Rubrik so anschaue….bin ich schon sehr sehr gespannt was Ihr zu einem der nächsten Fotografen sagt ;-)))
    Die Rubrik finde ich super und zeigt aber auch was die Bilderflut auslösen kann. Jeder kann wenn er möchte Bilder zu Agenturen Hochladen ohne auf einen Gewissen Qualitätsanspruch an sich selbst zu haben bzw an seine Arbeiten. Das löst die Bilderflut aus. Wenn aber hinter seinem Namen ein gewisser Qualitätsstandart steht, bringt dich das letztendlich weiter auch in der Google suche.

    Dein Name als Marke wäre auch wieder ein plus bzw pro Punkt für deinen eigenen Bilderstore auf deiner HP.

  12. @Andreas:
    Qualität vor Quantität! Soweit so gut. Aber das bestimmt nicht das Ranking bei Google. Du kannst die besten Bilder der Welt machen – wenn die Welt es nicht weiß, was dann?

    Ob die Leute, die zu Agenturen hochladen einen eigenen Qualitätsanspruch haben sei dahingestellt. Die Agenturen nehmen das Bild – oder auch nicht. Auch das entscheidet man nicht selber.

    Ein Name als Marke ist sicher gut. Eine „Marke“ aufbauen klingt leichter als es ist. Das ist wie bei all diesen Berufen: Musiker, Schriftstller, Schauspieler, usw. Manchen gelingt es – und 99,99% nicht. Ihr habt doch da in Deutschland immer die selbstdarstellenden Modeschöpfer. Da schaffen es manche. Aber ob ich das persönlich möchte?

    Und ob ein Name als Marke wirklich zieht: In der Auftragsfotografie sicher – aber die Stockwelt ist ziemlich anonym. Bzw. gibt es Namen/Marken die man kennt, aber die haben auch ihre Probleme. Siehe Yuri.

    Aber wir schweifen vom Thema ab. Wenn Du weiter diskutieren willst, mache auf Roberts Forum-Seite einen Thread auf.

  13. @ Walter.
    Deine Aussage ist schlichtweg falsch, sorry:), Google-Bilder werden nach Revelanz gewichtet und nach nichts anderem. Ich habe selber viele Experimente gemacht und habe keine Probleme, Bilder in der Bildersuche relevanzmässig ganz nach vorne zu bringen. Die Qualität des Bildes ist nebensächlich! Das kann man nicht mit Agenturen vergleichen, da spielen noch andere Faktoren mit. Sinn und Zweck von Google ist ja, für den Nutzer Relevante Daten zu suchen. Sinn und Zweck einer Webseite ist, von Leuten gefunden zu werden, die dort etwas kaufen wollen oder sich für genau diese Information interessieren, die dort angeboten wird.
    z.B. Wenn ich Holz verkaufe, mache ich vorrangig kein SEO für die benötigten Werkzeuge sondern für meine Holzarten. Wenn ich einen Blog übers Heimwerken habe, ist es genau umgekehrt.
    Richtig kompliziert und aufwendig wird es wenn du beides Verkaufst z.B. Baumarkt.

    Die Agenturen stellen ja im Moment auch alle auf Relevanz-Suche um. Es geht auch bei dieser Bilderflut garnicht anders.
    @Andreas
    Ob du als Fotograf in der Bundesliga spielst oder in der Bauernliga ist für Google irrelevant.

    Zum Thema:
    Die Prozesse gegen Google werden geführt weil Google sich das geistige Eigentum anderer nimmt und damit selbst Content erschafft. Es ist keine Such- sondern eine Findmaschine.
    Einen Prozess gegen Google zu führen weil es den Bilderklau unterstützt ist aussichtslos. Das Dilemma der Fotografen und anderer ist, wenn sie es in die Google Suche nach vorn schaffen, bedeutet es immer, dass geklaut wird.

  14. @Andreas:
    Okay. Aber wer/wie/was macht die Relevanz? Ja wieder nur ein Roboter, der entweder aus den Metatags oder IPTC die Wörter ausliest, oder ein gewisses Vertrauen in die Seite hat, auf der sich das Bild befindet.

    Das man mit dementsprechenden Aufwand nach vorne kommt, ist unwidersprochen. Ich war mit meiner eigenen Seite jahrelang auf den ersten beiden Seiten zum Thema Stockfoto/Bildarchiv/Bildagentur. Ich bin damals aber auch alle 1-2 Monate einen Tag gesessen, habe Seiten die vor mir waren analysiert und versucht sie zu schlagen. War damals auch noch relativ einfach. ;-). Ging solange ganz gut, bis es mir keine weiteren Direktkunden mehr gebracht hat. Habe die Sache dann aufgegeben.

    Ich habe jetzt einige Testabfragen mit meinen „üblichen“ Suchbegriffen meiner Bilder bei Google gemacht. Im „besten“ Fall waren es an die 20 Bilder, die auf der ersten Seite von mir angezeigt wurden, im schlechtesten Fall 1. 2x gar kein Treffer. Auffallend war, das man viele Bilder von Dreamstime und Adpic dabei findet. Fotolia eher weniger. Die dürften das ganz gut im Griff haben. Fast alle anderen meiner Bilder kamen von größeren Zeitungen/Webseiten.

    Ich bin nach wie vor überzeugt, dass ein „Spiegel-Online“ ein besseres Ranking bekommt, als Max Müller. Ich glaube dass „Pagerank“ auch ier eingesetzt wird. Meine Datenbank ist übrigens nicht Google-tauglich, weil sie nicht von jedem Bild eine eigene Html-Seite generiert.

    Auf der ersten Seite sind ca. 400 Bilder. Wenn nun mehrere/viele Leute eigene Webshops mit perfekten Seiten für Google machen wüprden, würde sich das dann ja auch wieder kanibalisieren. Nichts anderes als bei den Agenturen.

    Zum Thema: Bei der Abfrage wo ich 20 meiner Bilder gefunden habe, waren einige von Agenturen mit Wasserzeichen. Die große Mehrheit aber in Größen bis zu 2000 pixel. Die Hälfte der Bilder waren meine derzeitigen Topseller zu diesem Thema. Das tut den Agenturen (und leider auch mir) sicher weh.

    Ich habe das ja schon mal hier oder im Forum vor rund einem Jahr geschrieben: Mein absoluter Topseller (über die Bildersuche nach Bild gesucht) ist im Internet ca. 1500 mal öfter vorhanden, als es verkauft wurde. Seither suche ich nicht mehr danach. Spart Zeit und Ärger! 🙂

  15. @Robert:

    > @Tom: Ich vermute, die neue Googlesuche ist (noch) nicht in allen Ländern aktiv.

    Ich bin in Deutschland. Ich habe aber gerade mal gezielt google.com aufgerufen (unten rechts auf der google.de Seite), dann bekomme ich auch die neue Bildersuche.

  16. @Walter
    Also ich sehe das mit dem Marken Namen anders. Robert hat auch schon mal ein Beitrag über Real Namen oder Pseudonyme geschrieben.
    Eben beim Dönermann meines Vertrauens, Essen bestellt, war zufrüh und musste warten. Heft’chen durchgeblättert und …. 3x Fotolia/Robert Kneschke und 1x Fotolia mit irgendein Pseudonym.
    Wieder erkennungswert der EigenMarke 100% (auch bei Google) ein Nickname pder psd (oder so ähnlich ist) findet man schwerer im www.
    Aber ok, Thema wechsel, Google Suche…
    Ich denke die Bilder mit dem besten Ranking sind vorne und ja, leider nicht die besten.
    aber auch für das rankin zählt google die klicks.
    Ich bin bei Google mit einem durchaus populären Suchwort (porsche boxster spyder) schon auf der zweiten Seite, leider auf einer von mir nicht Favorisierten Seite, aber mein Bild wird gefunden und auch gesehen.

    @Algefoto
    Bundesliga oder Bauernliga ist für Google irrelevant.
    Ja, Leider, was zählt sind nur die relevanten Suchwörter und die klicks drauf.

    Seit der Google Bildersuch umstellung sind einige meiner Bildern schlagartig aufgestiegen. Was ich mir bis heute nicht erklären kann warum das so ist.
    mein Lieblings Beispiel ist mein „glass of orange juice“ da explodierte es förmlich und ich bin absolut ratlos warm.
    Auch hier nutze ich die Googlesuche und den Hoster nur als Sprungbrett, Danke an die Google Suche.

    Vieleicht müssen die Profis einfach umdenken…um die Googlsuche für sich zu nutzen.

    @all
    Sorry, bin wieder von Thema abgescheift, ich werd mich wohl mal im Forum umsehen müssen. Ein durchaus sehr Interessantes Thema, für mich

    Andreas

  17. Wie RobStark schon schrieb – ein großes Gefährdungspotential besitzen legal erworbene und online verwendete Bilder in guter Auflösung. Die werden von Google nämlich auch gelistet und führen in keinem Fall zur Stelle, wo man sie legal erwerben kann. Da ist der Wehg zum verwaisten content zwangsläufig vorgezeichnet – eine nahezu planmäßige Enteignung geistigen Eigentums.

  18. @röde-orm:
    Ja, genau das habe ich gemeint. Weil meine Bilder nur eher selten als „Agenturbilder mit Wasserzeichen“ auftauchen, sondern im Normalfall als von Kunden veröffentlichte Bilder. Ich habe meine Bilder auch schon bis XXL gefunden…

    @Andreas:
    Das mit dem Namen als „Marke“ kommt aber drauf an, was Du eigentlich willst. Willst Du Deinen Namen bekannt machen für Auftragsfotografie? Dann okay. Birgt aber die Gefahr dann als „Stockfotograf“ abgestempelt zu werden. Aber rein für Stockfotografie nutzt es meiner Meinung nach nicht sehr viel. Daher biete ich unter Pseudonym an. Wenn man da gefunden werden will, kann man ja eine Webseite dafür machen.

    Bei Deinem Beispiel mit dem Heftchen beim Dönermann: Gut, Du weißt das Robert hier 3 Bilder drinnen hat. Und nun? Wenn Du keine Bilder brauchst vergißt Du es sofort. Wenn Du Bilder brauchst gehst Du zu Fotolia, oder sonst wohin. Nur wenn Du ganz genau, jetzt gerade dieses Bild brauchst, wirst Du Dir den Namen merken oder aufschreiben, um gezielt danach zu suchen. Da ist es aber egal, ob dort „Robert Kneschke“ oder „Topshoot15“ steht.

    Ich glaube auch das die Namensleisten/Urhebernennungen sehr überschätzt werden. Ich habe in unserer größten Tageszeitung der Region fast täglich Bilder aus meinem Direktverkauf drinnen. Mit meinem richtigen Namen. Seit mehr als 15 Jahren. Wenn man jemanden kennenlernt und ihm erklärt man sei „Stockfotograf“ kommen komische Blicke. Wenn ich dann frage welche Zeitung er liest und ihm dann sage, er sieht täglich meine Bilder, und es steht immer mein Name drunter, können die meisten damit nichts anfangen. Ganz selten, dass man hört: „Ja, der Name sagt mir was!“. Wenn ich diese Personen nach einer Zeit wieder treffe, wissen sie sogar, welches Bild von mir sie an diesem Tag gesehen haben.

    Den Normalbürger interessieren Urhebernennungen normalerweise nicht. Erst wenn sie jemanden persönlich kennen. Urhebernennungen lesen in erster Linie andere Fotografen. Und die kaufen meine Bilder ohnehin nicht…

  19. Ich habe jetzt einmal nach dem Begriff von Andreas: „glass of orange juice“ gesucht. Da kommen am Anfang viele Deposit-Bilder, dann viele Shutter, einige iStock, sogar ein Yay. Also in erster Linie Bilder von Agenturen mit Wasserzeichen. So weit so gut. Da macht die Bildersuche auch für Fotografen Sinn.

    Wenn man dann aber nur nach „orange juice“ sucht, fallen viele Agenturbilder weg und es kommen in erster Linie Bilder von Webseiten, die diese Agenturbilder nutzen. Downloadbar zum Teil in Originalgröße und natürlich ohne Wasserzeichen. Das ist das Problem. Und die Leute verwenden aus Faulheit keine allzu langen Suchbegriffe…

  20. Ich glaube es sollte ja nicht der Sinn der Bildersuche sein. Nur Bilder mit Wasserzeichen zu finden. Gibt man in die Google Bildersuche „Hochwasser Ort XX “ ein. Dann sind Agenturbilder das Letzte was man sucht. Ähnlich wird es bei anderen Themen auch sein. Ich glaube die Google Bildersuche wurde von den Agenturen sogar missbraucht um Traffic zu bekommen. Wie Walter ja schon erklärt hat, generieren Bilder bei den größeren Agenturen eine eigene Seite um in der Google Bildersuche gefunden zu werden.
    Allerdings wäre für Google ein Filter bei der Bildersuche interessant. Wo zwischen privaten und kommerziellen Bildern gefiltert werden kann. Ich glaube das wäre gar nicht so schwer umzusetzen. Da ja die Bilder automatisch eine Seite generieren, müsste nur automatisch ein Tag hinzugefügt werden. Das könnte ganz einfach nur sein “ License = RF / RM „, Zusätzlich könnte man noch eine Kategorie hinzufügen- kann auch ganz einfach sein mit „Category = 0 bis irgendwas“.
    Man müsste nur in den IPTC und HTML Protokollen einen einheitlichen Standard für die Definition der Agenturbilder hinzufügen.

  21. @eclaire: Das ist schwer zu sagen, weil mein Portfolio ja größer wird und z.B. bei Fotolia, iStockphoto und Shutterstock ja auch Änderungen am Suchmechanismus vorgenommen wurden etc.

  22. Es ist nicht nur Google es sind deren Webalben die dazu gehören Picasa, Panoramio, Maps und Google Earth, dort überall Stellen User Ihre Fotos ins Netz ( ich leider auch ). So kommt man überall an Fotos ran, die wenigsten machen ein Wasserzeichen oder schreiben ihren Namen darüber. Im eigentlichen macht Google mit den Wunsch der Menschen, Berühmt zu werden und Geld zu verdienen, das meiste Geld.
    Frage mich nur was „verdient“ Google daran, wenn die Firmen kostenlos darauf zugreifen können?
    Da kann ich nur schreiben *grins* denn wenn ich so höre wie wir Ausspioniert werden ….

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