Try Macrostock! Unterschiede zu Microstock aus der Sicht eines Bildagentur-Chefs

Heute gibt es wieder einen Gastbeitrag, auf den ich mich besonders freue. Manchmal wird ja behauptet, in diesem Blog käme ja fast nur Microstock vor und ich würde das „schönreden“. Aber ich kann nur über Dinge schreiben, von denen ich Ahnung habe. Deshalb ergab es sich ganz gut, dass Gerald Staufer Interesse daran hatte, einen Artikel zu schreiben. Gerald ist Gründer und CEO der 2003 gestarteten Münchener Macrostock-Bildagentur Westend61, die mittlerweile nach Eigenaussage einer der größten unabhängigen „Royalty Free Brands“ in Europa ist.


Genug der Vorrede, ab hier überlasse ich Gerald Staufer den Artikel.

Try Macrostock!

Kürzlich habe ich mich länger mit Robert über Macro- und Microstock unterhalten. Ich habe ihm vorgehalten, er würde in seinem Blog teilweise ein etwas falsches Bild von Macrostock zeichnen, vor allem was den Zugang zu Macrostockagenturen und die Perspektiven dort anbelangt. Deshalb bin ich dankbar, dass er mir die Gelegenheit gibt, einiges richtig zu stellen bzw. Denkanstöße für eingefleischte Microstocker unter seinen Lesern zu liefern.

Vorneweg möchte ich noch sagen, dass ich die Arbeit von Robert sehr schätze und ich bewundere, was er erreicht hat. Er beweist großen Unternehmergeist und Mut, es ist nur schade, dass er sich dabei ausschließlich auf Microstock konzentriert. Unter anderem deshalb, weil er dachte, dass Agenturen wie Westend61 an seinem Material nicht interessiert wären, was nicht stimmt. Ich behaupte einfach einmal selbstbewusst, bei uns würde er mit seinen 7.000 Bildern auch nicht weniger, wenn nicht mehr verdienen.

Da wären wir schon beim ersten Punkt. Entgegen landläufiger Meinungen ist meines Erachtens der Zugang zu Macrostockagenturen nicht schwieriger als zu Microstockagenturen. Hier wie dort zählt das verkäufliche Bild. Auch Macrostockagenturen nehmen gute Amateure auf, das ist kein Privileg der Micros. Auch Macrostockagenturen verkaufen Bilder, die man eher in Microstcok ansiedeln würde wie Freisteller oder Stills, wenn auch nicht in diesen Massen. Die hohen Massen sind aber weniger von Interesse, schließlich sind die Preise um ein Vielfaches höher. Viele denken, wir wären bei der Auswahl der Bilder viel wählerischer. Das kann ich nicht beurteilen, aber nach fast zehnjähriger Erfahrung in dem Geschäft weiß ich eines ganz genau: Es kommt nicht auf die Menge an, sondern die Qualität.

Warum werden da wie dort ähnliche Bilder verkauft?

Ganz einfach. Die Nachfragestruktur ist in beiden Märkten sehr ähnlich. Die Kunden suchen hier wie dort nach den immer gleichen Themen wie Business, Family, Beauty usw.. Die weit verbreitete Meinung, man müsse für Macrostock hochwertiger produzieren stimmt nur zum Teil. Sicherlich erwartet der Kunde von Macrostock oft ein sehr hochwertiges Bild mit toller Location, schönen Models, perfektem Styling und außergewöhnlichem Licht. Dafür ist er bereit, mehr zu bezahlen als einen Minipreis. Auf der anderen Seite verkaufen wir noch jede Menge Freisteller und generische Bilder, wenn die Gesichter stimmen oder bei Stills die technische Umsetzung perfekt ist. Der Kunde will oft für seine Produktwerbung genau das eine Gesicht oder ein Bild, das nicht schon einige tausendmal von fast jedem Kunden oder Privatblog dieser Welt verwendet wurde. Da kommt es dann nicht darauf an, ob es komplex oder einfach produziert wurde.

Umgekehrt stimmt aber auch, dass das vielen Kunden völlig egal ist. Dazu eine kleine Geschichte: Kürzlich war ich im Lidl und habe auf einem Werbeplakat ein sehr bekanntes Microstock-Bild, auf dem eine glückliche Familie abgebildet ist, gesehen. Eine Stunde später musste ich in ein großes Einkaufszentrum. Im Eingangsbereich überdimensional das gleiche Bild. Ein paar Tage später bekomme ich ein Flugblatt von irgendeinem esoterischen Verein in die Hand. Wieder dieses Bild. Das ist einfach langweilig. Und: Der Lidl und das Einkaufszentrum hätten sicher mehr als 20-25 Euro übrig gehabt für die Bildrechte. Der kleine Verein eher nicht, hier haben Microstock und kleine Preise ihre Berechtigung.

Die Belieferung von Microstockagenturen kann zu einem aufwendigen Zeitfresser werden. Fertig bearbeiten, hochladen, betiteln, verschlagworten und eventuell Modellfreigaben zuordnen. Das dann meist nicht nur für eine Agentur, sondern für mehrere. Bei uns zum Beispiel lädt man zunächst Low-Res-Dateien hoch. Nur die ausgewählten Bilder müssen fertig bearbeitet und betitelt werden. Die Verschlagwortung übernimmt die Agentur. Nach etwa zwei bis drei Monaten steht das Bild unserem internationalen Netzwerk mit 200 Partnern zur Verfügung. Die Fotografen müssen nur eine Agentur beliefern und können sich auf das Wesentliche konzentrieren: Das Fotografieren.

Für Macrostock zu fotografieren bedeutet mehr Freiheit für den Fotografen. Auch Macrostock kennt normierte Bildkonzepte und eine gewisse allgemein verkäufliche Bildsprache. Aber glücklicherweise nicht in dem Ausmaß wie es bei Microstock der Fall ist. Macrostock will verschiedene Bildsprachen, nimmt auch authentische, eher künstlerische Bilder, bedient Spezialkunden, die auf sehr genaue Verschlagwortung Wert legen.

Bei Microstock orientieren sich alle an den Bildern mit den höchsten Downloadzahlen und produzieren wiederum ähnliche Bilder. Denn je mehr Downloads ein Fotograf mit den Bildern erzielt, desto höher wird sein Anteil. Scheint zunächst einmal sehr gerecht und motivationsfördernd. Perfide aber ist: In regelmäßigen Abständen werden die notwendigen Downloadzahlen von den Agenturen erhöht. Der Fotograf gerät in eine Art Hamsterrad. Er muss produzieren, produzieren, produzieren, um mehr zu verdienen und kaum hat er es geschafft, werden die Downloadzahlen erhöht oder die Prozente gesenkt und das Ganze fängt irgendwie von vorne an. Mir wäre das offen gestanden zu blöde und ich höre nicht auf, mich darüber zu wundern, wie viele Menschen sich daran freiwillig beteiligen. Aber ich weiß, die Agenturen nutzen gewisse Abhängigkeiten aus, die sie mittlerweile geschaffen haben. Da freie Fotografen aus aller Herren Länder keine Gewerkschaft bilden können oder wollen, geht so etwas auch.

Hier ist Macrostock seriöser. Man bekommt entweder einen festen Anteil, der für immer gilt oder man fängt wie bei Westend61 bei 40% an und landet dann nach einem gewissen Umsatz, den die Bilder erwirtschaftet haben und der nicht utopisch ist, bei 50%. Warum? Weil aus unserer Sicht der Fotograf unser bester Geschäftspartner ist, der im Zentrum der Agentur steht. Viele Verkäufe sind in unser aller Interesse, aber der Wert eines Fotografen bemisst sich nicht alleine an den Verkäufen, sondern auch an seiner Bildsprache. Fotografieren soll Spaß machen und kreative Freiheit bedeuten. Dazu gehört die Sicherheit, dass einem nicht ständig die Prozente vorne- oder hinten herum gekürzt werden.

Warum muss ein DAX Konzern nicht mehr Geld zahlen als ein kleine Bäcker?

Ein gängiges Argument von Microstockern ist, dass kleine Preise besser sind als große, weil man das Bild dadurch sehr sehr oft verkaufen kann und zu guten Einnahmen pro Bild kommt. Die hohen Downloadzahlen der Topseller würden das beweisen. Oberflächlich betrachtet stimmt das. Geht man in die Tiefe, verhält sich die Sache ganz anders. Gibt man bei Fotolia zum Beispiel das Stichwort Familie ein, bekommt man sage und schreibe mehr als 413.000 Bilder angezeigt. Der Topseller (das Bild, das Lidl etc. zur Zeit benutzen) hat über 10.500 Downloads. Nehmen wir an, der Fotograf erhält ca. 1,50 Euro pro Download, dann kommt in der Tat eine beträchtliche Summe zustande.

Aber wie viele Fotos erreichen das schon? Wie viel Geld setzt ein Bild um, das eigentlich erfolgreich ist und 99% der Bilder hinter sich lässt? Bei oben genanntem Stichwort hat Bild 4100 bei Fotolia immerhin noch 71 Downloads, also mehr als die 409.000 nachfolgenden Bilder. Der Fotograf erhält vielleicht 100 Euro, obwohl es dem obersten Prozent der Verkäufe angehört. In Macrostock erwirtschaftet man mit einem einzigen Bildverkauf oft mehr und hat einen fairen Preis erzielt. An dieser Stelle eine grundsätzliche Frage: Warum muss ein DAX-Konzern nicht mehr Geld in die Hand nehmen als der kleine Bäcker von nebenan? Das ist die Crux im Bildermarkt. Mehr als 100.000 Fotografen, die sich andauernd in den Prozenten drücken lassen mit ihren Millionen von Bildern ermöglichen das. Werbeetats im mehrstelligen Bereich, aber nur ein paar Euro für die Bildrechte.

Sicher, Macrostockagenturen haben den Bedarf an Bildern im Web verschlafen. Dort gibt es aber mittlerweile eine Anpassung nach unten. Einige Macrostockagenturen verkaufen die Miniwebbilder bereits ab 10 Euro. So kann sich auch ein kleiner Existenzgründer ein Bild für seine Webseite leisten. Für Druckbilder wird man aber hochpreisig bleiben, denn hohe Werbeetats lassen das zu und viele Kunden wollen ein etwas exklusiveres Material, das nicht jeder nutzt.

Ein paar Worte zu den Zukunftsaussichten

Wohin wird das alles führen? Ich bin sicher, in nicht allzu langer Zeit werden die Einnahmen für Microstock-Fotografen in einem beträchtlichen Ausmaß einbrechen. Das liegt in der Natur der Sache. Die Nachfrage steigt nicht unendlich, aber das Angebot wächst und wächst. Bisher hat Microstock sinkende Verkaufszahlen mit ständigen Preiserhöhungen abgefangen. Da man mit den Preisen sehr weit unten begonnen hat, war ja eine Steigerung von 1 auf 2 Euro schon fast inflationär. Aber die Kunden haben sich an niedrige Preise gewöhnt, weshalb schon jetzt wohl nicht mehr viel Luft nach oben ist. Ist das Ende der Fahnenstange einmal erreicht, ist logisch, dass bei gleich bleibender Nachfrage und ständig steigendem Angebot der einzelne Fotograf weniger verkaufen und umsetzen wird. Dieses Schicksal hat Macrostock ereilt und auch Microstock wird davon nicht verschont bleiben. Von daher amüsiert es mich schon sehr, wenn ich bei verschiedenen Bloggern immer wieder lese, ich produziere jetzt bis dann und dann 1.000 neue Bilder, um mein Einkommen bis zu dem und jenen Punkt zu steigern. Manche glauben sogar, sich eine Art Rente zu erwirtschaften und bedenken nicht, dass die Bilder inhaltlich älter werden, andere sie besser kopieren oder sie so langsam in den Bilderfluten verschwinden. Nein, man muss immer und stetig nachlegen, um sein Einkommen zu sichern.

Nach der Weltwirtschaftskrise 2009 haben viele Macrostockagenturen unter stark sinkenden Umsätzen zu leiden gehabt. Als Folge haben viele Agenturen und Fotografen aufgehört, hochwertig zu produzieren. Mittlerweile gibt es Kunden, die sich über immer weniger gutes, kreatives Material beklagen. Ich denke, die Nachfrage nach hochwertigem, aber auch authentischem Bildmaterial wird wieder steigen. Irgendwann kann niemand mehr die extrem normierten Bilder sehen. Zumindest die Business-Kunden werden sich umorientieren und sich wieder mehr in Macrostock bedienen. Deshalb und wegen gewisser ökonomischer Gesetzmäßigkeiten rate ich jedem Fotografen, über seine zu den Zukunftsaussichten. in der Stockfotografie nachzudenken. Microstock ist da und hat seine Berechtigung, aber seine Eier auch in andere Nester zu verteilen, ist bestimmt nicht falsch.

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Das war’s von Gerald Staufer.

Ich freue mich auf eure Diskussionen hier im Blog. Gerald wird gerne mitdiskutieren, wenn der Ton sachlich bleibt.

85 Gedanken zu „Try Macrostock! Unterschiede zu Microstock aus der Sicht eines Bildagentur-Chefs“

  1. Ich hoffe die Macroagenturen verschlafen nicht schon wieder einen Trend. Der Trend ist weg vom Druck hin zu elektronischen Medien wie Web, App, und E-book. In diesen Bereichen wird in der Zukunft das Geld verdient werden.
    Ich finde es ungerecht, dass die Bild-online mit Millionen von Views ein Webfoto für einen Euro benutzten kann und ein Bild für einen Partyflyer wegen der Auflösung teurer sein soll. Die ganze Tarifgestaltung sollte sich mehr an Views/Tag orientieren als an der Auflösung.
    Ob das machbar ist weiss ich nicht. Es sollte aber mal zum Nachdenken anregen.
    Einzig die Abolösung der Micros trägt dem Rechnung. Nachteil für die Fotografen: Alles ist gleich billig.

  2. @Florian:
    In Zahlen: Vergleich Mai 2011 gegen Mai 2012 (die 5 Agenturen dieser Statistk): Umsatz +26%, Downloads +27%, Bildanzahl +31%.

    In dieser Statistik sind nur 5 Micros enthalten. In Summe beliefere ich derzeit 26 Agenturen. 6 davon allerdings erst seit heuer. Da werden aber nicht alle 6 übrig bleiben.

    Ich rechne in Zeiträumen von 2-3 Jahren und sehe ich hier keine großen Veränderungen FÜR MICH. Den ich habe ja auch noch meine Makroumsätze und verkaufe auch direkt. Umsatzsteiegerungen im Micro sind nett, aber für mich nicht mehr notwendig. Wo sich die Märkte grundsätzlich in 3 Jahren bewegen, kann wohl niemand seriös vorhersagen.

    Wie bereits geschrieben überlege ich ja bereits auch wieder verstärkt Makro zu beliefern. Die Bilanzen der Agenturen waren laut Auskunft meines Steuerberaters aber nicht so, als dass ich mir da (derzeit) mehr Geld erwarten könnte als in Micro. Wenn die Bilanzen von 2011 verfügbar sind werde ich das noch einmal ansehen lassen.

    Die erste Bilderflut in Makro hatte ich ja vor rund 10 Jahren. Habe ich ja geschrieben. Die nächste wird sicher kommen, wenn es bei den Micros wirklich mit den Umsätzen Probleme geben sollte. Denn dann werden viele gute Microstocker ebenfalls auf Makro umschwenken und diesen Markt mit Bildern fluten. Die Agenturen werden sie mit Handkuss aufnehmen, weil sie in der Lage sein werden große Mengen guter Bilder zu liefern.

  3. @Algecireño
    „Ich finde es ungerecht, dass die Bild-online mit Millionen von Views ein Webfoto für einen Euro benutzten kann und ein Bild für einen Partyflyer wegen der Auflösung teurer sein soll. Die ganze Tarifgestaltung sollte sich mehr an Views/Tag orientieren als an der Auflösung.
    Ob das machbar ist weiss ich nicht.“

    Genau das ist moeglich im RM (Rights Managed) Licensing bei Macrostock. Da wird der Preis nach gewuenschter Nutzung und Zirkulation festgesetzt. Das heißt der Basispreis ist fuer jeden Interessenten gleich, erhoeht sich aber um Faktoren je nach Art und Umfang der Nutzung.

    Dass es im Microstock ausschließlich das RF Modell gibt, ist uebrigens ein weiterer Nachteil.

  4. Zurück aus dem Urlaub erlaube ich mir noch ein paar Anmerkungen:
    @Andre
    Wir werden die Bilder natürlich nicht für 2 bis 10 Euro anbieten. Es war nur ein Gedankenspiel. Ich kann Deine Argumentation bzgl. des Werts sehr gut nachvollziehen, Du siehst in Bildern einen ideellen Wert. Aber ich kann auch respektieren, wenn andere Fotografen ihn anders bemessen. Sie sagen, ich mache mein Geld mit vielen Verkäufen, Hauptsache Ende stimmt der Umsatz. Das ist unternehmerisch gedacht und per se nicht verwerflich.
    @Walter
    Ja, wir steigern die Verkaufszahlen Jahr für Jahr.

    Jetzt zum Abschluß noch ein paar Zahlen, die ich mir gestern von Jim Pickerell rausgekramt habe. Er schätzt den jährlichen Umsatz des weltweiten Marktes für Stcokbilder auf ca. 1,5 Milliarden Dollar. Davon entfällt ein Drittel auf Microstock, etwa ein Drittel auf RM und traditionelles RF und das letzte Drittel auf die sog. Editorial Verwendungen. Ich weiß jetzt allerdings nicht genau, was unter letzterem genau alles zu finden ist.
    So, jetzt zum Punkt, um den es ja in abertausenden Diskussionen geht. Hat Microstock den Markt zerstört? Nein, natürlich nicht. Der Markt hat dadurch im Gegenteil ungeahnte Absatzmengen erzeugt. Nur hat Microstock die Preise kaputt gemacht. Von 1990 bis 2008 lag der weltweite Umsatz relativ stabil bei 2 Milliarden Dollar. Und es wurde nur ein Bruchteil der Bilder zu viel höheren Preisen verkauft. Obwohl wir auch hier einen Preisverfall sehen, denn die Infaltionsrate einberechnet hätte der Umsatz ja steigen müssen. Der war wohl durch das traditionelle RF bedingt. Fakt ist jedoch: Microstock ist für diesen Umsatzeinbruch hauptsächlich verantwortlich, denn viele Businesskunden konnten ihre Etats für Bilder verkleinern und haben das zur Freude ihrer Controller auch getan.
    Ich finde trotzdem, es gibt jetzt so Stereotypen auf beiden Seiten. Die Macrostocker sagen, ihr Microstocker habt den Markt kaputt gemacht. Das ist in der Form Unsinn, sie haben lediglich die Preise nach unten getrieben, auf der anderen Seite sogar neue Märkte geschaffen. Die Microstocker sagen so etwas wie ich fahre ja auch mit dem Taxi und nicht mehr einer Kutsche. Auch Unsinn, denn Macrostock scannt ja keine Dias mehr ein und verschickt sie an Kunden, sondern verlangt einfach höhere Preise, die auch nach wie vor oft gezahlt werden, weil viele Kunden mehr als 20 Euro in der Tasche haben. Da wäre doch etwas mehr Gelassenheit angebracht!
    Gut, zurück zum Thema. Fotolia nimmt pro Jahr ca. 30% neue Bilder auf, der Umsatz wächst aber nicht in diesem Ausmaß, d.h. der RPI der einzelnen Anbieter (mittlerweile über 300.000 habe ich egstern gelesen!!) sinkt und sinkt. Davon berichten die Fotografen hier im Forum und Pickerell hat das aus seinen Statistiken, die er über iStock führt, ebenfalls herausgelesen. Nur 30 der 195 erfolgreichsten iStocker hatten 2011 mehr Downloads als 2010. Was tun? Fotolia, iStock oder die anderen können ja kein Interesse daran haben, dass die Fotografen abwandern oder aufhören, weil sie immer weniger verdienen.
    Ich denke, die Preismodelle von Yuri Arcurs Seite könnten stilbildend werden. Es bedient damit alle Kundengruppen und es ist sogar eine RM-Komponente drin, indem er für alle Bilder ein Exklusivrecht einräumt. Also ich glaube, man wird versuchen, Preise besser zu differenzieren. Vielleicht könnte das dann dazu führen, dass der Umsatz für Bilder endlich wieder einmal wächst.
    Durchsetzen werden sich am Ende immer die Besten. Was Arcurs da anbietet und das glaube ich, streitet niemand ab, gehört wirklich zum allerfeinsten Material auf dem Markt. Er produziert teuer auf höchstem Niveau und kann sich dadurch wohl noch lange behaupten, weil er sich von denen absetzt, die die Produktionskosten senken. Die Kunden goutieren das mit vier Millionen Downloads im Jahr! Und perfekte, marktgerechte Bilder werden die Kunden immer goutieren, egal ob billig oder teuer.

  5. @Andre: Selbst bei RM kostet eine Webnutzung in der Regel jedoch weniger als eine Printnutzung. Die Anzahl von Views wird da eigentlich nicht berücksichtigt.

  6. Mir gefallen an Westend61 mal ein paar Sachen recht gut.
    .)Die Verschlagwortung übernimmt die Agentur.
    .)Die DL sind nicht einsehbar für andere. Bei den micros habe ich das Problem, das gut gehende Bilder schnell mal kopiert werden. Ich muss sagen ich bin da auch nicht anders. Bevor ich ein Thema angehe, suche ich bei den micros Bilder der letzten Monate, sortiere nach DL und habe schon 10-20 Varianten, die sich verkaufen könnten. Speziel Robert wäre da ein intessantes Opfer. Bei seinen Bestsellern sind ein paar ganz einfache Sachen vor weissen Hintergrund.
    .)Ich muss nicht alle Bilder bearbeiten, da Westend61 eine Vorauswahl vornimmt.

    Eine Frage hätte ich noch. Kann man die Bilder auch auf DVDs, oder HD an Westend senden.

  7. Kurz zur Lage des derzeitigen Makromarktes: Varia-Press stellt Antrag zur Planinsolvenz, wie es im Forum von Thomas zu lesen ist. Vario ist ja nicht gerade ein No-Name in der Branche.

    [Kommentar von Robert Kneschke: Update, 20.11.2015: Das Insolvenzverfahren ist nach Unternehmensangaben nach einem Rechtsreformwandel 2012 mittlerweile abgeschlossen und der Betrieb läuft regulär weiter.]

  8. @Walter
    also lieber Walter, das ist jetzt nun wirklich kein ernsthaftes Argument gegen Macrostock, wenn Vario Planinsolvenz beantragt. Die sind im weltweiten Maßstab betrachtet nicht mal ein kleiner Fisch im Agenturgeschäft. Das ist so, als wenn jemand 2008 gesagt hätte, der Microstockmarkt ist in der Krise, weil Lucky Oliver dicht macht. Wir werden in den nächsten Jahren ein Agenturensterben in beiden Märkten erleben oder glaubst Du, dass jede kleine Microstockbude überlebt? Ich nicht. Ist auch nicht weiter wild.

    [Kommentar von Robert Kneschke: Update, 20.11.2015: Das Insolvenzverfahren ist nach Unternehmensangaben nach einem Rechtsreformwandel 2012 mittlerweile abgeschlossen und der Betrieb läuft regulär weiter.]

  9. @Gerald:
    Gut ich gebe zu, dass ich es an deutschen Masstäben gemessen habe und nicht weltweit. Soll auch KEINE Empfehlung für Micro sein. In ein paar Jahren werden wir noch 3-4 globale Micro-Player haben. Keine Frage. In Micro sind ja schon etliche abgetreten.

    Nur Vario ist einer meiner Mitbewerber im direkten Verkauf. Dagegen bin ich ein kleiner Fisch. Und insoferne bin ich schon verwundert…

  10. @Walter
    also so langsam würde mich aber Dein Portfolio auch mal interessieren…
    Ich kenne Vario nicht so genau, aber nach dem, was ich gehört habe, sind Agenturen, die stark von Picturemaxx gelebt haben sehr stark dadurch unter Druck geraten, dass Fotolia seine Bilder da reingestellt hat. So wird es Dir auch gehen, falls Du über Picturemaxx vermarktest und ehrlich gesagt überlegen wir uns auch langsam schon, ob sich Picturemaxx noch für uns lohnt.
    Ich denke auch, der Anbietermarkt wird zusammenschrumpfen. Auf beiden Seiten, da die Kunden immer selektiver werden. Die brauchen nicht so viele Agenturen. Nun ja, Druck haben wir bald alle und nur die besten Fotografen und Bildanbieter werden überleben.

  11. @Gerald:
    Bin bei Picturemaxx jetzt bereits weg. Und für Fotofinder sieht es auch nicht mehr gut aus.

    Gerald: “ Nun ja, Druck haben wir bald alle und nur die besten Fotografen und Bildanbieter werden überleben.“

    100% richtig. War auch immer so und wird auch immer so sein!

  12. @Walter
    war nicht immer so. Man konnte vor ein paar Jahren mit generischem Material wie Freistellern durchaus gutes Geld verdienen. In beiden Modellen. Das heißt, mit relativ geringen Kosten konnte man schöne Gewinne erzielen. Geht so nicht mehr. Nur die, die jetzt mehr statt weniger investieren, hohe Kreativität besitzen und komplex produzieren, werden sich von der Masse absetzen und auch in ein paar Jahren noch gut davon leben. Der Arcurs macht es vor. Und hat seine Eier übrigens in beide Nester verteilt. War ja mein Vorschlag 🙂

  13. Kann man kurz beschreiben, was bei Westend61 der Vorteil, bzw Nachteil, gegenüber Imagebroker ist.
    Das Konzept scheint ja ähnlich, wobei es bei IB scheinbar noch keine Exklusivität gibt.

  14. @maxx
    ich bitte um Verständnis dafür, dass ich mich dazu nicht öffentlich äußern will. Aber ich beantworte die Frage gerne per Mail oder am Telefon. Kein Problem.

  15. @Walter: Bestimmt hat dein Steuerberater nicht nur die Bilanzen der Macros überprüft, sondern auch die der Micros, da stehts ja auch bei den Grossen nicht zum Besten, wie wäre denn so ein Post?

  16. @MaxWuterich: Da muss ich Dich leider enttäuschen. Habe ich nicht. Im englischen Forum habe ich gerade etwas von 120 Mio. $ Umsatz von Shutter gelesen und Fotolia hat auch gerade einen 3-stelligen Millionenbetrag von einer Investmentfirma bekommen. Mache ich mir im Augenblick nicht wirklich Gedanken darüber.

  17. @walter: Aber wenn Fotolia so gut verdient, warum brauchen die dann wohl Geld von Investoren. Da solltest du dir schon Gedanken machen, manchmal geht es ja schnell bergab, dann hängst du mit deinen Bildern in einer Insolvenzmasse und bekommst sie nicht mehr raus.

  18. @max: Das Fotolia in nächster Zeit insolvent geht, ist eher unwahrscheinlich. Mit der Logik könnte man auch Shutterstock und Getty Images ein schnelles Ende andichten, da beiden ebenfalls gerade Kapitalspritzen suchen…

  19. @MaxWuterich:
    Ich bin ja bei Fotolia nicht exklusiv. Deswegen habe ich wegen einer Insolvenzmasse bei keiner der Agenturen, die ich beliefere ein Problem. Das müssen nur Fotografen haben, die ihre Bilder bei einer Agentur exklusiv anbieten. Oder sehe ich da was falsch?

    Wenn eine große Investment-Firma 3-stellige Millionenbeträge in die Hand nimmt und die nicht die erste Firma in ihrem Leben kaufen, werden sie schon Gründe dafür haben.

    Nehmen wir Shutter als Beispiel: Die haben 2011 120 Mio.Dollar umgesetzt. Mit 58 Mio Downloads. Rechne mal nach … Ich denke da bleibt was über 😉

  20. lustig die Diskussion jetzt. Also das Geld werden die sicher alle sinnvoll verwenden. Sie brauchen es ja nicht, weil sie kurz vor der Insolvenz stehen, sondern Investoren geben Geld in der Regel, weil der Kapitalnehmer sein Geschäft ausweitet und ein schlüssiges Konzept vorzuweisen hat. Zum Bespiel indem sie andere Firmen aufkaufen, in andere Bereiche investieren usw.. Microsstock hin oder her, Fotolia und Shutterstock geht es denke ich ganz gut.
    Trotzdem finde ich das Argument von Walter mit dem Steuerberater nicht stichhaltig. Erstens wird in Macro noch jede Menge Geld verdient, zum zweiten kommt es immer darauf an, wo ich meine Bilder habe. Walter hatte sie bei der falschen Agentur. Das behaupte ich jetzt einfach mal. Drittens müsste man dann den Steuerberater auch mal fragen, wie sich das denn mit den sinkenden RPIs und Anteilen verhält bei Microstock verhält. Dass es zwar der Agentur nach Bilanz gut geht, den mehr und mehr werdenden Fotografen aber absehbar schlechter.
    Ich meine, wer Macrostock außer Acht läßt ist selber Schuld und lässt potentielle Einnahmen von Kunden, die nicht in Macro kaufen, links liegen. Außer man produziert total generisch, dann ist Macro der falsche Bereich, dann ist man in Microstock schon richtig und sollte dabei bleiben.

  21. @GeraldStaufer:
    Ich habe nie behauptet, dass in Makro kein Geld verdient wird! Aber meine Umsätze gehen kontinuierlich dort zurück. Das hatte aber am Anfang nichts mit Microstock zu tun, sondern mit dem plötzlichen Überangebot von Bildern durch die gescannten Dias und den Tausch der Agenturen in den verschiedenen Ländern. (Das ist aber schon gut 10 Jahre her). Dann hat es sich stabilisiert und dann kam das Microstockproblem.

    Also: IN MAKRO WIRD NACH WIE VOR GELD VERDIENT! Für mich halt leider zu wenig. Und ehrlich: Auch in Makro gibt es jetzt viel mehr Fotografen als noch vor 5 Jahren. Oder nicht?

    Fotofinder ist zwar keine Agentur, aber wenn ich die Bilderzahl von vor einigen Jahren gegen heute vergleiche… Damals hatte ich mit 3000 Bildern noch 60-70 Verkäufe im Monat. Heute bin ich froh, wenn ich die Kosten für meine Bilder (die inzwischen ein Vielfaches betragen) rein bekomme.

    Ich bin derzeit noch in 4 Makros vertreten. In Deutschland, Frankreich, Spanien und Amerika. Ob die alle 4 die falsche Wahl waren? Möglich. Ich kann es nicht sagen. Aber wie weiß man das vorher? Wie oft diese Agenturen die Bilder an andere Agenturen weitergeben? Keine Ahnung! Aber in 3 davon gehen die Umsätze in den letzten 5 Jahren ständig zurück. Bei der französischen bleiben sie relativ gleich. Vor allem gibt es in Frankreich noch sehr gute Honorare. Allerdings gebe ich in diese Agenturen schon eine Zeitlang keine neuen Bilder mehr rein. Das spielt natürlich (für das letzte Jahr) auch eine Rolle.

    Wie weiß man als Fotograf, dass man bei Agentur A gut aufgehoben ist oder nicht besser zu B geht. Deswegen habe ich ja meinen Steuerberater bemüht, weil ich mir einen Wiedereinstieg bei den Makros überlege. Und vielleicht eben bei den falschen Agenturen bin. Es rückt ja klarerweise keine Agentur Zahlen über Verkäufe, Umsätze etc. heraus. Und im Gespräch sind alle nett.

    Bei Micro ist das einfach: Bilder einstellen, nach einem Monat kann man schon (vor allem wenn man nicht neu ist in diesem Geschäft) abschätzen wohin die Reise geht. Und ich kann auch viele Agenturen gleichzeitig testen.

    In Makro geht das eben leider nicht, weil ich in der Regel erst nach 8-12 Monaten mitbekomme, ob ich auch etwas verkaufe. Das ist für einen Amateurfotografen vielleicht kein Problem. Für einen Profi aber schon. Weil in dieser Zeit zwar Kosten für neue Produktionen und das tägliche Leben anfallen, aber kein Geld reinkommt.

    Ich glaube (auch nach einem sehr langen Telefonat mit einem schweizer Agenturchef) dass sich Agenturleute nicht wirklich in die Situation eines Fotografen hinein denken können. Die Agentur will (logisch) viele gute Bilder. Wie ich aber als Fotograf überleben soll, weil die Agentur immer mehr Bilder in die Datenbank aufnimmt, sagt mir nie jemand. Die Agenturen denken hier nur an sich selber. Was auch verständlich ist, weil sie ja mit den anderen Agenturen im Wettbewerb stehen. Aber irgendwo ist für den Profi-Fotografen dann nicht mehr genug Luft zum Atmen da, und da ist es doch verständlich wenn der sich andere Vertriebswege sucht.

    Wie auch immer: Jeder muss für sich selber seinen Weg finden. Und das jeden Tag aufs Neue!

  22. @Walter
    ok, es stimmt. Es ist eine Schwäche von uns, dass man erst nach ein paar Monaten weiß, ob die Bilder Umsätze machen. Ganz klar, sehe ich auch so. Aber auch ein Totschlagargument, denn bei jedem, der einigermaßen liefert, kommen dann Umsätze und danach recht stabil. Hier wie dort wird jeder, der nicht stetig liefert, in den Umsätzen sinken. Westend61 war und ist für viele die richtige Agentur und für manche eben nicht. Zum Beispiel für Sie nicht und das ist völlig ok. Mich ärgert lediglich dieses Steuerberaterargument, das null komma null stichhaltig ist. Sie tun hier gerade so, als wenn Microstock der Retter der armen Fotografenwelt ist, aber schreiben dann im nächsten Kommentar, nein, ich mache hier keine Werbung, denn je mehr Fotografen teilnehmen, desto schlechter für mich. Ob bewußt oder unbewußt leisten Sie so einen Beitrag dazu, dass es mehr Leute versuchen werden, weil der gewiefte Steuerberater sieht es ja auch so und der muss ja was davon verstehen.
    Wir leben in der Marktwirtschaft und ich habe oft genug geschrieben, jeder muss das für sich selbst entscheiden. Ich habe geschrieben, ich würde dazu raten, die Eier in mehrere Nester zu verteilen. Ich betreibe kein Microstock-Bashing. Was Sie hier machen, ist, den Leuten zu suggerieren, Macrostock sei Geldvernichtung, seid vorsichtig, Leute, mein Steuerberater hat mich vor diesen bösen Agenturen, die nur noch Miese machen, gewarnt. Dagegen verwehre ich mich und das ist einfach eine falsche Darstellung der Tatsachen. Es gibt Bildmaterial, das in Microstock besser aufgehoben ist als in Macrostock und ich würde Fotografen, die viele Freisteller oder sehr stilisiert fotografieren, sogar raten, in Microstock ihr Glück zu versuchen. Wer aber authentische Bilder hat mit einer sehr eigenen Bildsprache ist in Macrostock besser aufgehoben. Das ist doch das Schöne, es gibt für jeden Möglichkeiten.
    Es rückt keiner Umsätze raus sagen Sie. Stimmt, keiner ist eine AG, aber es gibt trotzdem ganz gute Zahlen. Getty macht nach Schätzungen von Pickerell etwa 175 Mrd. mit dem traditionellen RF. Und was nutzt dieses Wissen? Wenig. Würden Sie mich fragen und mir Ihr Portfolio zeigen, würde ich Ihnen sagen, was ich glaube, was man damit verdienen kann. Ich muss ja die Bilder sehen. Und irgendeinem Steuerberater, der bei mir anruft, würde ich ehrlich gesagt die Zahlen am Telefon auch nicht nennen. Nur eines ist gewiss: Der RPI sinkt und sinkt und sinkt. In Macro wie in Micro. Weiß das der Steuerberater eigentlich?

  23. Eigentlich war dieser Thread für mich schon beendet. Ist mittlerweile auch zu zeitaufwändig. Da ich aber noch einmal direkt angesprochen wurde noch ein paar abschließende Bemerkungen.

    @GeraldStaufer:
    Mein Steuerberater kennt meine Zahlen recht gut. :-). Er macht ja schon fast 30 Jahre meine Steuererklärungen.

    Und sorry: Mein Steuerberater hat nicht bei den Agenturen angerufen und gesagt: „Hey Leute, sagt mir mal eure Umsätze! Einer meiner Klienten ist Fotograf.“ Wenn eine Agentur in Deutschland eine GMBH ist, stehen die Grunddaten der Bilanz im Internet. Ich habe auch nicht gesagt, dass die Agenturen miese machen. Er hat mich auch nicht gewarnt. Er hat mir die Zahlen aufbereitet. Er hat mir FÜR MICH eine Entscheidungshilfe gegeben. Nicht mehr und nicht weniger.

    Das ist ein Forum, in dem jeder seine Meinung vertreten kann. Ich habe meine kund getan. es tut mir leid, wenn diese nicht mir Ihnen übereinstimmt. Ich habe lediglich von meinen Erfahrungen berichtet.

    Noch einmal im Klartext: Ich habe nichts gegen Makrostock! Ich habe mehrfach geschrieben, dass jeder für sich selber entscheiden muss! Ich will und wollte hier niemanden beeinflussen. Weder in Richtung Micro noch in Richtung Makro! Es ist mir schlichtweg egal was andere Fotografen machen. Im Endeffekt sind wir alle Konkurrenten. Egal bei welchem Vertriebsweg.

  24. @Walter
    natürlich darf jeder seine Meinung vertreten, finde ich gut und ich glaube nicht, dass ich Ihnen das in irgendeiner Form verwehren wollte, habe lediglich geschrieben, was ich für nicht stichhaltig an Ihren Ausführungen halte. Ja, ich denke, es ist Zeit, den Thread zu schließen, aber eine Frage habe ich doch noch, die brennt mir unter den Fingernägeln und vielleicht finden Sie doch noch kurz Zeit, sie zu beantworten. Sie schreiben:
    „Ich glaube (auch nach einem sehr langen Telefonat mit einem schweizer Agenturchef) dass sich Agenturleute nicht wirklich in die Situation eines Fotografen hinein denken können. Die Agentur will (logisch) viele gute Bilder. Wie ich aber als Fotograf überleben soll, weil die Agentur immer mehr Bilder in die Datenbank aufnimmt, sagt mir nie jemand. Die Agenturen denken hier nur an sich selber. Was auch verständlich ist, weil sie ja mit den anderen Agenturen im Wettbewerb stehen. Aber irgendwo ist für den Profi-Fotografen dann nicht mehr genug Luft zum Atmen da, und da ist es doch verständlich wenn der sich andere Vertriebswege sucht.“
    Meine Frage: Warum nervt es Sie bei Macroagenturen, dass sie immer mehr Bilder in die Datenbank aufnehmen und nicht bei den Microagenturen? Irgendwie kapiere ich das nicht. Das ist doch für den einzelenen Fotografen genauso schlecht. Der Arcurs hat macht ja seine Zahlen immer schön öffentlich und beschreibt dieses Problem des sinkenden RPIs aufgrund von Massen ganz klar. Zudem hat er klar geäußert, dass er seine eigene Agentur aufgemacht hat, weil ihn diese ständigen Kürzungen der Fotografenanteile nerven. Ist das dort alles in Ordnung?

  25. @Walter@Robert: ALso wenn jemand 150Mio nimmt – dann hat das sicher Gründe, würde Fotolia so gut verdienen, dann bräuchten Sie das Geld nicht. Im übrigen – warum schaut keiner bei Fotolia in die Bilanzen, ist doch eine LTD – die müssen bilanzieren.

  26. @Max: Fotolia ist keine LTD, sondern eine LLC, aber vielleicht ist das auch das Gleiche. Ich finde keine Geschäftsberichte, vielleicht weißt Du ja, wo die zu finden sind?

  27. @GeraldStaufer:
    Ich fürchte ich habe mich noch immer nicht verständlich ausdrücken können.

    Ein neuer Versuch:
    Viele Jahre hat Makro für mich perfekt funktioniert. Ich habe schöne 6×6 und 6×7 Dias gemacht, wenn’s hoch herging noch ein paar Keywords bei Reisebildern und Pflanzen dazugeschrieben und an die Agenturen versendet. Man kannte sich und der Markt der Fotografen war überschaubar. Es gab Spezialisten für People, für Pflanzen, für Reise, usw. Und alle waren glücklich. Es gab gute Kontakte und auch mal einen Anruf „Traust Du Dich über eine Serie von einem Einlauf?“. Und man wusste, wenn man Ja sagt, hat man die Geschichte, und die geht nicht an 1000 Fotografen raus. Die gute alte Zeit!

    Dann kam Internet. Die Agenturen begannen mit Trommelscannern Ihre paar 100.000 Dias einscannen zu lassen. Das war teuer. Also bekam ich Briefe mit dem Inhalt „die Digitalisierung kostet viel Geld, daher können wir in Zukunft nur mehr 40% Provision auszahlen“. Die erste Honorarkürzung meines Lebens!

    Ich dachte mir: Okay wenn es jetzt digital hergeht: Ich bin dabei. Habe mir eine Kodak 660 gekauft. 6 MP Auflösung, Preis 35.000.- Euro (!) und begonnen digital zu liefern. Gleichzeitig haben die Agenturen weil das Scannen ja so teuer war, die Bilder mit anderen Agenturen (vorerst in anderen Ländern) getauscht. Mir sagte man:: „So verdienst Du jetzt mehr“. War aber leider nicht so, weil dadurch ja auch die Bilder in meiner Agentur sich auf einmal in kurzer Zeit verzigfacht haben. Meine erste Bilderflut. Ich habe natürlich über die anderen Agenturen auch mehr Bilder verkauft aber durch das Honorarsplitting weniger verdient. Man sagte mir „Sorry, der Markt ist so“.

    Und dann kam Microstock und der Preisverfall. Und mein Verdient hat sich halbiert. Da ich aber nicht zum Bäcker gehen konnte und sagen: „Ich zahle Dir für das Brot nur mehr die Hälfte, weil: Der Markt ist so“ musste ich mir was einfallen lassen. Und das war „gegen meinen eigentlichen Willen“ eben Microstock.

    Und weil ich eben sicher auch wieder in den Makromarkt zurückkehren werde, habe ich mir eben in den letzten Monaten überlegt, wie ich es am besten anstellen könnte. Wie ich (möglichst eine) Agentur finde, wo ich denke dass es für mich passt. Da jede Agentur eine schöne Webseite hat, hilft das nicht bei der Entscheidungsfindung. Am Telefon sind auch alle nett. Da es für mich ganz einfach um Geld geht, brauche ich also eine Agentur, die noch nicht Millionen von Bildern hat, ein brauchbares Konzept und vor allem VERKÄUFE!!! Das war ganz einfach der Grund, warum ich mir mal einige deutsche Bilanzen ansehen habe lassen. Die Alternative nach einer Agentur wäre für mich auch, in 10-12 Ländern mit je einer jeweils im nationalen Bereich stark verkaufenden Agentur zusammen zu arbeiten. Nun – im Moment habe ich es mir eben noch anders überlegt. Das heißt nicht dass das nächstes Jahr noch so ist!

    Ich habe nie gesagt, dass bei Micro alles in Butter ist. Ganz sicher nicht. Nur ein paar Beispiele: Die Bilderflut (siehe meine Statistik), ständig ändernde Relevanzsortierungen bei der Suche, teilweise Provisionskürzungen (obwohl ich in einem Level bin wo es nicht mehr so schlimm ist, bzw. bei Fotolia die Preise für meine Gruppe vor ein paar Tagen um 20% angehoben worden sind).

    ABER: Makro hat mich einfach enttäuscht. Ich habe (wie ich meine) gute Qualität abgeliefert, auf einmal nur mehr den halben Umsatz, wesentlich höhere Kosten (mit meiner Hassel bzw. der RB47 habe ich viele Jahre fotografiert) weil ich jedes Jahr neue Kameras brauchte und damit wieder bessere Rechner. Viel Zeit mit der Bildbearbeitung verbracht, also meine Produktion gegenüber der Dias-Zeit stark zurückging statt wie es notwendig gewesen wäre mehr Bilder zu machen. Und was habe ich von den Agenturen gehört:“ Sorry, der Markt ist so“. Es gab niemanden der mir bei meinen Problemen geholfen hätte Indirekt hat man mich nach jahrelanger Zusammenarbeit hören lassen: Der Agentur geht es jetzt super, weil wir so viele Bilder im Angebot haben.

    Bei Micro habe ich mir das alles von vorne herein gar nicht erwartet. Man liefert an ein anonymes Unternehmen, dessen Besitzer man nicht kennt, von deren Supports man (mehr oder weniger) ignoriert wird. Lieferst Du nicht – liefert eben ein anderer. Besser wird es hier erst wenn man eine gewisse Größe erreicht hat. Aber ich wurde hier nie enttäuscht, weil auch keine Erwartungen verletzt wurden.

    Man lernt schnell und kostengünstig zu produzieren, lernt wie man viel automatisiert oder auslagert. Dieses Wissen ist zu einem großen Teil auch auf Makro übertragbar, deshalb würde es mich ja wieder interessieren. Ich bin halt noch nicht so weit.

    Und ja! Natürlich sinken hier auch die RPIs. Nur hier kann ich es sehr schnell sehen und darauf reagieren, bzw. meine Strategie ändern.

    @MaxWuterich: Die Bilanzen der Micros interessieren mich nicht, weil ich da ohnehin anbiete und Angst das meine Bilder in die Insolvenzmasse gehen habe ich nicht. (Bin ja bei über 20 Agenturen). Aber vielleicht schreibst Du ja mal was drüber.

  28. @Walter
    Ok, habe das verstanden. Falls Sie dann mal so weit sein sollten, Macrostock wieder zu beliefern, Westend61 steht für Gespräche immer offen. Jedenfalls wünsche ich Ihnen weiterhin gute Umsätze, ich habe großen Respekt vor jedem, der in diesem Markt erfolgreich ist, weil ich weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt. Egal ob Macro oder Micro.

  29. @Gerald Staufer: Ich habe mal bei Westend reingeschaut und mir auch die MakingOffs? angesehen – das ist ganz interessant, meine Frage hierzu, ist das ein beauftragtes Shooting von Westend, wie sieht es finanziell für die beteiligten Fotografen aus?

  30. @Max Wuterich
    wir haben drei Modelle:
    beauftragtes Shooting
    Shooting vom Fotografen
    geteiltes Shooting mit dem Angebot, dass wir einen Art Directoren zur Verfügung stellen, der das Shooting von Anfang bis Ende begleitet. Allerdings arbeiten wir in diesem Modell nur mit Fotografen zusammen, die schon Stockerfahrung haben und von deren Bildsprache wir zu 100% überzeugt sind.

    Zu den Anteilen: Im ersten Modell bekommt der Fotograf natürlich eine fixe Summe und wir erhalten dafür die Vermarktungsrechte. Ich muss aber ehrlich sagen, hier haben wir bereits genügend Fotografen an Bord, mit denen wir zusammenarbeiten. Im zweiten Modell gilt der normale Fotografenvertrag. Anfangs 40%, ab einem Gesamtumsatz der Bilder von 15.000 Euro 50% (gilt nicht für die einzelen Produktion, sondern natürlich das ganze Fotografen-Portfolio). Im dritten Modell erhält der Fotograf für immer 40% unabhängig vom Umsatz. Einfach deshalb, weil wir Geld und Zeit mit reinstecken.

    Es gibt übrigens theoretisch noch ein viertes Modell, das Buyout, aber das haben wir schon lange nicht mehr gemacht.

    Im Moment ist das zweite Modell unser Favorit. Wir wollen natürlich mehr schöne Produktionen haben und es sei an dieser Stelle gesagt, dass sich jeder dafür bewerben kann, wenn er Stockerfahrung hat und meint, er produziert die richtige Bildsprache. Ein Gefühl dafür, was wir wollen, bekommt man auf unserer Website oder neuerdings im MACROSTOCKblog. Einfach googeln, damit ich hier jetzt den Link nicht eintragen muss.

  31. „… aber seine Eier auch in andere Nester zu verteilen, ist bestimmt nicht falsch.“ Da muss ich spontan an Geldgeschäfte denken, man legt ja auch nicht sein ganzes Geld in Aktien von Facebook oder Telekom an sondern holt sich zusätzlich ein Tages- und Festgeldkonto. Damit kann man es treffend vergleichen und die Aussage hat Recht. Ich beliefere auch nicht nur eine Bildagentur sondern verteile meine Motive, vor allem die freien Arbeiten.

    „Die Belieferung von … – agenturen kann zu einem aufwendigen Zeitfresser werden.“ Stimmt auch – vor allem weil jede andere Anforderungen hat an die Beschriftungen und Dateinamen. Das alles zu berücksichtigen ist für mich der Größte Happen.

    „Hier ist Macrostock seriöser. Man bekommt entweder einen festen Anteil, der für immer gilt oder man fängt wie bei Westend61 bei 40% an und landet dann nach einem gewissen Umsatz, den die Bilder erwirtschaftet haben und der nicht utopisch ist, bei 50%. Warum?“ Die Frage stelle ich mich auch. Jetzt habe ich nicht die 82 Kommentare gelesen, aber Robert hat in einem anderen Blogbeitrag erwähnt, er glaubt nicht mehr an die Versprechen, wenn Agenturen zu sagen, dass die Prozente so steigern. Gut, wahrscheinlich steigen die Prozente, aber die Preise gehen irgendwann runter. Also, warum kann Westend61 dies versprechen zu halten?

  32. Wowww!
    Ich lese mich seit ca. 10 Tagen in das Thema Stockfotografie ein. Neben den Artikeln über Lebenszyklus und Selbstkanibalisierung dürfte dieser Beitrag und die Diskussion einer der wichtigsten sein, die ich bisher gelesen habe. Da ich die Folgen noch nicht abschätzen kann, vielen Dank im voraus. 😉

    Ich bin Gelegenheits-Amateur, will sagen dass mich nur gelegentlich die Muse küsst und anschließend geht sie mit meiner Kamera spazieren, als auch dass ich Gelegenheiten kommen sehe: Da warte ich schon mal Tage, dass ein Naturereignis von einer Sekunde Dauer eintritt. Oder durch das vermeintlich perfekte Urlaubspanorama läuft jemand durch und ich habe nur 3 Sekunden Zeit, die Kamera auszupacken: Der Bruchteil einer Sekunde macht das Panorama zusammen mit der durchlaufenden Person zu einem (für mich) perfekten Bild. So etwas ist nicht planbar und so kommt es, dass ich unter 400 Urlaubsfotos zuhause vielleicht eine Handvoll finde, bei denen ich an Zeitschriften, Werbeprospekte, Postkarten oder 5000-Teile-Puzzle denke.

    Die Überlegungen zur Kopierkultur und zum Verramschen kann ich nur zu gut nachvollziehen. In unserem Familienbetrieb (Einzelhandel, Branchenvergleich im unteren Umsatzviertel) bestellen wir manche Produkte nicht mehr, wenn dieselben oder nachgemachte Produkte von anderen Mitbewerbern unter unserem Nettoeinkaufspreis (ohne MWSt) verkauft werden (mit MWSt). Oder wir zeigen dem Außendienstler den Ladenhüter und verweisen auf die Preise im Internet. Das dürfte dem, der auf Provisionsbasis arbeitet, mehr weh tun als uns.

    Kopierkultur / „Inzest der Ideen“: Klar kann es interessant sein, was die anderen so machen. Was bei den Agenturen „ankommt“ sehe ich irgendwann in den Medien. Ob das dann auch beim Konsumenten ankommt ist noch mal was anderes. Aber wenn mich die Muße im Alltagstrubel schon findet, und mit meinem Fotoapparat loszieht, dann soll sie machen was ihr in den Sinn kommt und nicht durch Eindrücke anderer blockiert werden.

    Ich habe in den letzten Tagen 18 Bilder rausgesucht, mit denen ich mich eigentlich bei Fotolia bewerben wollte. Noch bevor ich den Artikel heute las, schoss mir durch den Kopf, dass ich etwa fünf von diesen „Sekunden-Bildern“ nicht per RF verstreuen wolle, sondern per RM genau wissen möchte, wer das Bild wo und für was einsetzt. Bei einem „wüsste“ ich sogar auch auf welche Titelseite es gehört. Und ein Belegexemplar hätte ich dann auch gerne … ok, ich bin der Neue, ich habe emotionale Bindungen zu meinen Bildern, ich bin eben ein Amateur (amare = lieben).

    Das Thema Verschlagwortung hat mir einiges Kopfzerbrechen bereitet, um so mehr nach Lektüre des Buches von Robert Kneschke. Ich bekomme das ja nicht mal ordentlich und konsistent in meiner Bilder-Datenbank hin. Der Vertrieb in der Sprache der Kunden ist sicher noch mal eine ganz andere Oper. Ich spreche nicht die Sprache unserer Kunden, deswegen stehe ich auch nicht hinter der Theke sondern sitze im Büro. Wenn jemand weiß, wohin mit meinen „Sekunden-Bildern“, ob zu einem speziellen Kunden, auf den Krabbeltisch oder in die Rundablage, dann doch ein Vertriebler. Oder ist die Vorstellung von einem Außendienstler, der mit einer Mappe „Bilder für Puzzle“ (inkl. 1 Bild von mir) bei Ravensburger vorspricht, Geschichte?

    Die anderen 13 Bilder mögen vielleicht Klischees wie „Engel backen Plätzchen“ oder Massenware wie Hochspannungsisolatoren sein und eher als Microstock geeignet. Aber wie soll ich das entscheiden?
    Vor 15 Jahren war ich trotz guter Internetkenntnisse Kunde bei der Wertpapierabteilung unserer Hausbank. Das war teuer, aber die Beratung war es mir wert. Dann kam die Zeit, da genügte mir ein günstiger Internetbroker. Inzwischen bin ich wieder so weit, dass ich Teile über die Hausbank abwickeln würde. Nicht wegen der Beratung sondern aus langfristigen Überlegungen.
    Als potentieller Einsteiger in den Stockmarkt sehe ich erheblichen Beratungsbedarf in verschiedenen Bereichen. Und langfristig … nun ja, ich bin der Typ, der sich bei Amazon berät und am nächsten Tag beim Buchhändler nebenan bestellt. 😉

    Nachdem ich gestern auf der Registrierungs-Web-Seite einer anderen MakroStock-Agentur sinngemäß gelesen habe, ich solle als Privatperson nicht mal daran denken, das Kontaktformular ausfüllen zu wollen, bin ich mir bei diesem Artikel unsicher, ob Markt-Unerfahrene angesprochen sein könnten. Wenn ich aber so plakative Ausdrücke wie „Bilder in moderner, kreativer Bildsprache“ oder „Perfekte Bildbearbeitung“ lese, muss ich unvermittelt an das oben zitierte Lidl-Familien-Bild denken. Nicht mein Ding. Andererseits … Macrostock-blog (10.07.13) :

    > Wer gut fotografiert … oder das weltweite Vertriebsnetzwerk
    > nutzen möchte, der ist herzlich willkommen.

    Vertriebsnetz nutzen – ja.
    fotografieren – ja.
    gut – das zu beurteilen, wäre Aufgabe eines Vertrieblers.

    Eines vielleicht noch: den Rechte-Handel sehe ich unter langfristigen Aspekten. Es wäre mir gleich ob das Geld morgen oder in neun Monaten kommt. Der emotionale Aspekt der Bestätigung wäre bereits durch die Annahme oder konstruktive Kritik gegeben. Aber in 5 – 10 Jahren würde ich mich nicht mehr um jedes einzelne Bild kümmern wollen. Dann wäre wichtig, dass ich die Bilder abgeben kann und der Rest läuft.
    Wie? Das Bild hat einen Lebenszyklus? Den habe ich auch. Wir laufen dann gemeinsam aus, meine Bilder und ich.

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