Indische Retusche-Firmen für Stockfotos im Praxistest

In meinem Artikel über meine Microstock Expo-Erfahrungen habt ihr mich in den Kommentaren mehrfach um mehr Informationen über die indischen Firmen gebeten, welche Photoshop-Retusche-Arbeiten oder Verschlagwortung-Dienste anbieten. Deshalb habe ich mal die vier bekanntesten indischen Firmen auf diesem Gebiet angeschrieben und einen Praxistest gemacht, um herauszufinden, wie deren Ergebnisse aussehen. Doch einen Schritt zurück.

Nach welchen Kriterien habe ich die Firmen ausgewählt?

Die Bildagentur Alamy hat schon lange eine Liste mit empfehlenswerten Firmen veröffentlicht, welche Scandienste oder Keywording anbieten. Die dort gelisteten Firmen aus Indien, welche auch Fotos retuschieren, wurden ausgewählt, das sind JaincoTech, Reality Information Systems (im Folgenden nur Reality genannt) und KeyIndia Graphics. Außerdem habe ich Differential ausgewählt, da ich mit denen schon mal zusammengearbeitet hatte.

Wie lief der Test ab?

Die vier teilnehmenden Firmen bekamen jeweils drei Fotos von mir, welche ich schon vom RAW-Format in unkomprimierte JPG-Dateien entwickelt hatte. Zusätzlich bekamen die Firmen alle die gleichen Anweisungen zur Bildbearbeitung in einer Textdatei. Die ausgewählten Fotos sind Bilder, welche ich selbst als Stockfotos bei Bildagenturen anbiete und die ich alle ebenfalls bearbeitet hatte. Die Firmen bekamen natürlich die unbearbeitete Version, aber durch meine eigene Bearbeitung konnte ich für mich gut vergleichen, ob die externen Dienstleister gleich gut oder vielleicht sogar besser als ich retuschieren.

Ich habe lange überlegt, wie ich die Testbilder und die Ergebnisse am besten im Blog zeige, da die Originalgrößen bei 21 Megapixel die Ladezeiten der Webseite ins Unerträgliche steigern würden. Ich habe mich entschieden, hier kleine Vorschau-Größen zu zeigen. Beim Klick auf ein Bild erscheint eine größere Version in Bildschirmgröße. Die Wasserzeichen habe ich nachträglich eingefügt, die waren beim Test nicht im Bild.

Service: Ich habe von jedem Bild alle Versionen als einzelne Ebene in eine TIFF-Datei gepackt. Wer will, kann sich dann detailliert die Unterschiede der jeweiligen Varianten genau anschauen. Die drei TIFF-Dateien könnt ihr hier als Zip-Datei runterladen (Achtung, ca. 25 MB!). Damit ihr die Ebenen sehen und einzeln auswählen könnt, muss das Grafikprogramm Ebenen unterstützen, also z.B. Photoshop oder GIMP. Es versteht sich von selbst, aber sicherheitshalber noch mal der Hinweis: Die Bilder dürfen nur privat genutzt werden und nicht ohne meine Zustimmung veröffentlicht werden.

Hier sind die drei Ausgangsbilder (Klicken zum Vergrößern):

Meine Retusche-Vorgaben für die Bilder waren:

_MG_1586_2_be_done.jpg
– isolating person (background completely white)
– basic retouching (skin and imperfections)
– whiten eyes
– whiten teeth
– lighten rims under eyes (not completely removing)
– logo removal
– remove yellow color cast on hair
_MG_4307_2_be_done.jpg
– basic retouching (skin and imperfections)
– whiten eyes
– whiten teeth
– lighten rims under eyes (not completely removing)
– logo removal
_MG_5054_2_be_done.jpg
– basic retouching (skin and imperfections)
– whiten eyes
– whiten teeth
– lighten rims under eyes (not completely removing)
– remove dust and particles from jackets

 Was haben die vier teilnehmenden Firmen daraus gemacht?

Erst mal meine Retusche-Version, wie ich sie auch zu den Bildagenturen hochgeladen hatte (Klicken zum Vergrößern):

Nun die Ergebebnisse von Reality (Klicken zum Vergrößern):

Die bearbeiteten Bilder von KeyIndia Graphics sehen so aus (Klicken zum Vergrößern):

Differential hat die Fotos so retuschiert (Klicken zum Vergrößern):

Als Ergebnis lieferte JaincoTech diese Varianten (Klicken zum Vergrößern):

Details und Preise der Firmen-Retusche:

JaincoTech und KeyIndia Graphics lieferten TIFF-Dateien ohne Ebenen zurück, Reality schickte eine unkomprimierte JPG-Datei und Differential schickte eine Photoshop-Datei ohne Ebenen. KeyIndia Graphics lieferte zu jedem Bild auch eine zweite Variante, bei der die Schattentöne leicht aufgehellt waren. Differential lieferte zusätzlich auch eine zweite Version bei einem Bild mit einer sehr starken Beauty-Hautretusche, die für Stockfotos jedoch zu künstlich wirkte.

Wie teuer wäre die Bearbeitung ähnlicher Bilder bei den Firmen? Differential verlangt ca. 3,50 US-Dollar für ähnliche Motive, Reality berechnet ca. 8 Dollar pro Stunde und hat ca. 30-45 Minuten an einem der Testbilder gesessen. Bei normalen Jobs würden für solche Retusche-Arbeiten ca. 4 Dollar pro Bild anfallen. KeyIndia Graphics berechnet für die Retusche 3,75 Dollar (bzw. ein Dollar weniger bei Vorkasse), dazu kommen 7,5% Bearbeitungsgebühr bei PayPal-Zahlung, bei mehr als 2500 Bildern Auftragsvolumen gibt es Rabatt. Als Durchschnittspreis für die Bearbeitung ähnlicher Bilder hat JaincoTech 10 Dollar pro Bild veranschlagt, was vor allem an dem aufwändigen Apothekenbild lag.

Ein Hinweis am Rande: In dieser Branche kommt es manchmal vor, dass die Bildbearbeitung an ein Subunternehmen weitergereicht wird. Ob das bei den teilnehmenden Firmen der Fall war, kann ich nicht kontrollieren, aber ich finde, es spielt auch keine Rolle, da es darauf ankommt, wie die Ergebnisse zu welchem Preis aussehen.

Subjektive Bewertung der Ergebnisse:

Eine Bildbearbeitung ist immer Geschmackssache. Trotzdem haben Bildagenturen und Bildkäufer bestimmte Vorlieben, wie ein gutes Stockfoto aussehen sollte. Das betrifft zum Beispiel das Aufhellen von Zähnen, die Hautretusche, die Eleminierung störender Elemente und – ganz wichtig – die vollständige und gute Entfernung von Logos und Markennamen aus dem Bild. Deshalb habe ich auch das Apothekenbild ausgesucht, was sehr viele Logos und geschütze Marken enthält und das Bild der Maklerin vor weißem Hintergrund, um beurteilen zu können, wie gut die Firmen freistellen können.

In der kleinen Vorschauansicht sind die Unterschiede schwer zu erkennen, deswegen verweise ich noch mal auf die gezippten TIFF-Ebenen als Download zum „selber Vergleichen“ und möchte auf einige Punkte eingehen.

Das einfachste Bild war das Paarfoto im Herbst. Dort haben sich alle Firmen wacker geschlagen. Die meisten Firmen bis auf Differential haben sogar die hellen Flecken an den Bäumen im Hintergrund entfernt, ohne dass ich sie extra darauf hinweisen musste. Dafür hat Differential als einzige Firma das Muster auf dem Jackenknopf entfernt. Beim Zähne aufhellen war Reality etwas zu übermütig, da sehen die zu künstlich aus. JaincoTech war die einzige Firma, die auch eine Farbkorrektur vorgenommen hat, die das Bild noch frischer und farbenfroher aussehen lässt.

Beim Foto der Frau mit Haus und Schlüssel weichen die Ergebnisse schon weiter voneinander ab. Das Freistellen haben alle Firmen gemeistert, aber bei Reality und Differential sind harte Kanten an den unscharfen Händen zu erkennen. Das sieht etwas unnatürlich aus. Auch der Umgang mit den feinen Haaren zeigt deutliche Differenzen. Während JaincoTech gleich viele störende Haarfransen (vor allem links am Kinn) entfernt hat, ignorierten das die anderen Firmen, Differential lichtete die Haare rechts unten sogar etwas. Die Hautretusche sieht bei Reality wieder etwas zu übermütig aus. Die gewünschte Korrektur des Gelbstichs bekamen alle Firmen bis auf Differential gut hin.Das Logo links auf dem Schlüssel wurde von drei Firmen entfernt, nur Differential hat es übersehen. JaincoTech hat außerdem zusätzlich die Einkerbungen links im Schlüssel entfernt, den abstehenden Daumen rechts und den umgeschlagenen Hemdärmel rechts korrigiert. Das zeugt von einem guten Verständnis, was Bildagenturen wollen.

Kommen wir zur Königsklasse: Die Apothekerinnen in der Apotheke. Neben dem starken Orangeton bestand die Schwierigkeit vor allem in den unzähligen Verpackungen im Hintergrund, die Logos und Text aufwiesen. Das Orange wurde von KeyIndia Graphics und Reality gefühlt fast noch verstärkt, während JaincoTech es behutsam abmilderte. An den Logos haben sich die meisten Firmen die Zähne ausgebissen und ich muss zugeben, dass ich auch lange dafür gebraucht habe, um alle Logos halbwegs zu entfernen und selbst jetzt bin ich mit meinem Ergebnis noch nicht richtig zufrieden. Differential hat es sich einfach gemacht und den kompletten Hintergrund weichgezeichnet. Das führt leider zu einem unschönen Übergang an den Haaren der Models, vor allem bei den Locken der Frau links. Reality ging nach dem Zufallsprinzip vor und retuschierte anscheinend nur die Häfte der Logos. KeyIndia Graphics ignorierte meinen Wunsch nach Logo-Entfernung komplett. Auf Nachfrage hieß es, dass das bei einem kostenlosen Test zu aufwändig sei. Was mich ehrlich beeindruckt hat, war die Variante von JaincoTech. Hier wurden wirklich alle Logos und Markennamen entfernt und trotzdem der Farbcharakter der einzelnen Packungen beibehalten. Dadurch sieht der Hintergrund zwar auch etwas unrealistisch aus, aber ich bin sicher, dass ich bei einer genaueren Anweisung („verschwimmen lassen statt entfernen“) ebenso gute Ergebnisse bekommen hätte. Ich denke, die Logo-Entfernung kann hier als „Machbarkeitsstudie“ gesehen werden.

Fazit:

Mir persönlich haben die Resultate von JaincoTech mit Abstand am besten gefallen. Reality und Differential haben sich leider einige grobe Schnitzer erlaubt, die eine Korrektur der Bilder erforderlich machen würden, bevor sie an Bildagenturen geschickt werden. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass die veranschlagten Preise bei JaincoTech auch mehr als doppelt so hoch waren wie bei den anderen Firmen. Bei den Preisen wurde die Lieferzeit nicht berücksichtigt, das heißt, je schneller ein Kunde die Ergebnisse braucht, desto teurer wird es.

Nicht berücksichtigt bei dem Preisen sind auch Mengenrabatte und die Tatsache, dass es bei ähnlichen Bildern einer Serie meist günstiger wird. Außerdem lernen die meisten Retusche-Firmen die Kundenwünsche im Laufe einer Zusammenarbeit immer besser kennen, sodaß nach einiger Zeit kaum noch konkrete Anweisungen des Fotografen an die Bildbearbeiter gegeben werden müssen. Nachdem ich die Testergebnisse gesehen habe, habe ich mich entschlossen, zwei ganze Bildserien von JaincoTech gegen Bezahlung retuschieren zu lassen. Da hat sich auch gezeigt, dass die FTP-Transferrate ein kleines Nadelöhr sein kann. Ich hatte ca. 4 GB Daten zu verschicken, was mit meiner 50-Mbit-Leitung fast einen Tag gedauert hatte.

Im nächsten Teil des Tests werde ich dann die Verschlagwortung vergleichen.

Wie sind Eure Eindrücke der Retusche? Habt ihr schon mal Bildbearbeitung ausgelagert? Wie teuer war das und wie zufrieden wart ihr mit den Ergebnissen?

28 Gedanken zu „Indische Retusche-Firmen für Stockfotos im Praxistest“

  1. Glad to see the result. Yes as Mr. Kneschke mentioned, we at KeyIndia Graphics decided not to do the pharmacy image, as it was beyond a free test which was very time consuming and we have been very busy with regular orders so we had therefore requested for another image which will have 2-4 logos to be removed. We have been working with over 3000 photographers and know that every photographer has its own unique taste. Also we do not re-outsource to any other company compared to few companies, thus passing the savings to photgraphers.

  2. Hallo Robert,

    JaincoTech gefällt mir auch am besten. Ich vermisse ein wenig den ethischen Aspekt bei der Sache. Was verdienen die indischen Retoucher und Keyworder bei so geringen Preisen?
    Lieben Gruß

    Lissi

  3. Vielen Dank für den Vergleich. Dieser kommt mir sehr gelegen, da ich selbst gerade nach einer Möglichkeit suche meine Bildbearbeitung auszulagern.
    Bei meiner Suche nach geeigneten Firmen bin ich jedoch immer bei Preisen von mehr als 10$ gelandet, sogar eher in Richtung 20$. Daher hatte ich das mit den Firmen aufgegeben.
    Ein Punkt den ich auch noch nicht beachtet hatte war, wie Elisabeth schreibt der ethische Apsekt. Bei ca. 3$ bis 10$ pro Bild bleibt bei einer Firma, egal wie groß diese ist nicht mehr viel bei den Arbeitern liegen.
    Der wichtigste Punkt ist aber immer noch das „Lohnen“ also ich bin noch weit entfernt, bei Peoplefotos wie zB Yuri Arcurs mehrere 1000 Fotos eines einzelnen Fotos zu verkaufen, auch sind die Einnahmen der schon bestehenden Fotos nicht so hoch, daß es extrem hohe Kosten von Shootings auffangen würde die evtl dazu auch noch nicht mal Einnahmen generieren.
    Bei 10$ pro Foto und einem Ergebnis von 100 ausgewählten Fotos nach einem Shooting kommen dann schon mal locker 500€ und mehr an Kosten auf einen zu… inklusive Modelhonorar und Requisiten. Und 500€ pro Shooting sind dann doch schon mal eine Hausnummer die für mich nicht so einfach aufzufangen sind.
    Daher habe ich mich eher dazu entschlossen, eine in Richtung 400€ Kraft zu suchen die ich auch noch bei den Shootings als Assistent einsetzen kann, und schon beim Shooting klar wird was das Ziel und wie die Bearbeitung auszusehen hat.

  4. @ Rob Stark
    When you pay peanuts you will get monkeys. Du glaubst doch nicht allen Ernstes, du kriegst auf 400€ Basis einen guten Fotoassistenten der auch noch die Bildretusche beherscht.

    LG
    Andreas

  5. Agenturen lassen sich Praktikanten vom Arbeitsamt bezahlen, 2Jahre lang dann gibt es neue
    das ist Gewinnoptimierung
    die meisten gut Ausgebildet von der Uni

  6. Sehr interessanter Artikel! Aber rechnet sich das bei Stockfotos? Manche Bilder meiner Serien bleiben Ladenhüter, wobei einzelne dann wieder ganz gut gehn. Aber für sämtliche zu bezahlen wär mir zu teuer. Wenn ich dann auch noch fürs Keywording bezahle … Im Macrobereich lohnt sich das eher, denk ich. Oder liege ich da falsch? Gut, ich spare mir eine Menge Zeit.

  7. @Martin: Das werde ich in einem Jahr sehen, ich habs ja jetzt ausprobiert. Klar ist, dass sich das nur bei potentiellen Top-Sellern lohnen kann, „Wald-und-Wiesen“-Fotos dürften den notwendigen RPI sicher nur schwer erwirtschaften.

  8. Man sollte bei solchen Vergleichen natürlich bedenken, daß man bei deutlich besserem Ausgangsmaterial auch radiakal weniger zu retuschieren hätte. Wenn meine Studenten einen weißen Hintergrund haben wollen, erwarte ich auch, daß sie diesen entsprechend beleuchten und keinen hellgelben Verlauf im Hintergrund erzeugen, wie es in _MG_1586_2 der Fall ist. Nun mag Robert noch immer mit dieser absolut unprofessionellen Ganzkörper-Fake-Softbox als Hintergrund arbeiten, aber das sollte keine Entschuldigung sein. Durch eine korrekte Beleuchtungstechnik ließe sich nicht nur der HG komplett weiß kriegen (ohne zu überstrahlen), sondern vor allen Dingen wären auch die gelben Reflexionen in Haaren und Kleidung zu vermeiden. Zwei Retusche-Arbeitsvorgänge wären damit hinfällig. Hinzu kommen einige andere Dinge – der weiße BH scheint durch die Bluse. Entweder also eine andere Bluse oder zusehen, daß das Mädchen noch was drunter trägt. So sieht’s – nun ja – aufdringlich aus?! Dazu kommen die unvorteilhaft dargestellte Bluse an den Handgelenken. Das Gesicht ist für meinen Geschmack unterbelichtet, aber das mag nur subjektiver Eindruck sein. Jedoch wäre mit einem helleren Gesicht auch das Problem der zu straken Sättigung deutlich abgeschwächt. Es steht zwar nicht auf der Liste, aber der Daum an der Hand, die das Haus hält, ist ebenfalls gruselig.

    Als Fazit bleibt in meinen Augen, daß mit besserer Beleuchtungstechnik und etwas mehr Aufmerksamkeit des Fotografen viele Photoshop-Bearbeitungsschritte eingespart werden könnten. Lediglich das Ohr des Models, das wäre in der Tat ein Fall für Photoshop. Meine Studenten würde ich jedenfalls mit so einem Ausgangsbild mit einem nicht allzu sanften Tritt in’s Hinterteil wieder zurück in’s Studio befördern. Aber hey, gut, daß es Inder gibt!

  9. @tomtomtom… „deine studenten“, bloss gut das es die anonyme welt des internets gibt, wo man sich so schoen profilieren kann.

    @robert: toller artikel, aber die aufwendige retusche bei den apothekenbildern haette man sich doch einfach mit einer entsprechenden blendenwahl bei einer festbrennweite vermeiden können(?)

  10. Sehr interessanter Bericht! Das bestärkt mich wirklich darin diese Tätigkeit im eigenen Hause zu lassen. bei uns haben wir ein Bearbeitungsaufwand von durchschnittlich 10 Minuten pro Bild. Bedeutet Helligkeit, Kontraste, Farben, Haut, Augen und Zähne sind die meisten Bereiche die Bearbeitet werden.

    Bei 30 bis 40 Minuten würde das den Kostenrahmen sprengen. bei 1 US-Dollar würde ich dann auch direkt abgeben, aber nur wenn die Ergebnisse wie im Beispiel JaincoTech sind.

    Liebe Grüße

    Jörg

  11. @Stan: Generell habe ich versucht, durch Blendenwahl eine Unschärfe im Hintergrund zu haben. Leider war jedoch einerseits die Theke festmontiert, sodaß dieser Abstand zum Regal feststand, und sobald mehrere Models auf einem Bild sind, wird schnell eins der beiden Gesichter unscharf, wenn man mit weniger als Blende 3,5 arbeitet, weil nie alle genau auf einer Ebene stehen.

  12. @tomtomtom: Du hast recht, mit besserer Beleuchtungstechnik und mehr Aufmerksamkeit des Fotografen lassen sich manchmal einige Fehlerquellen vermeiden. Aber Stock ist nun mal Masse, wo nicht nach jedem Foto die Visagistin 10 Minuten am Model zuppeln kann… Und den durchscheinenden BH auf dem Beispielfoto findest Du schon aufdringlich? Da fehlen mir die Worte, deshalb endet hier der Kommentar… 🙂

  13. @Robert: du stellst ja nicht für jedes Foto individuell alles neu ein. Deshalb spricht nichts dagegen, es einmal richtig zu machen und anschließend bei den 40 oder 50 Motiven, die in dem Setup fotografiert werden, ’ne Menge Arbeitszeit bei der Bearbeitung zu sparen. Wenn du aber lieber 5 Minuten Blitzlichtmessung gegen 3 Stunden Photoshop tauschen möchtest, ist das natürlich legitim.

    Der BH scheint bei einem Business-orientiertem Bild durch. Das ist eigentlich nicht sehr elegant. Wenn eine Geschäftsfrau im Büro den ganzen Tag ihren BH unter der Bluse zur Schau stellt, ist das schon aufdringlich. Es entspricht einfach nicht dem Dresscode.

  14. @ einige Leute: ich verstehe euch einfach nicht. In diesem Blogeintrag geht es doch eindeutig um Indische Retusche-Firmen oder? Die Headline sagt jedenfalls soetwas aus. Warum müßt Ihr dann auf auf die Entstehung der Bilder rumhacken? Ihr solltet lieber diese ganzen Infos dankbar annehmen und produktiv in eurem Business einsetzten oder nicht.

    @ Robert: Ich ziehe meinen Hut vor Dir, das Du für die Allgemeinheit soviel Infos preisgibst. das ist ja auch nicht mal eben in 5 Minuten gemacht. Danke!!!

  15. Danke für den Test, ich hatte auch schon mehrmals Angebote diverser indischer Unternehmen bekommen. Dein Test zeigt mir aber deutlich, dass ich mit eigener Retusche am besten fahre. Mögen einige Ergebnisse vielleicht den Anforderungen von Agenturen entsprechen, meinen Anforderungen entsprechen sie jedenfalls nicht. Ich wäre nicht glücklich mit den Ergebnissen. KeyIndia hat sich ja ein schönes Eigentor geschossen. Das schafft Vertrauen, wenn man schon vor der Aufnahme einer Geschäftsbeziehung damit argumentiert, zu sehr ausgelastet zu sein um ein etwas aufwändigeres Test-Bild zu retuschieren.

  16. @Robert, auch ein Danke von mir für den wiederholten informativen Artikel.

    Die Entscheidung vom Rob ist nach meiner Meinung nach, mittelfristig, langfristig der richtige Weg.
    Unabhängig des noch kommenden Berichts in Sache Verschlagworten.

    @Jörg, du hast es auf den Punkt gebracht!

    Gruß
    Thomas

  17. Also die Detailretusche der „Frau mit Haus und Schlüssel“ von JaincoTech ist aus meiner Sicht zwar gut ausgeführt worden und wohl auch im Sinne des Stockmarktes, aber das farbliche Ergebnis ist meiner Meinung nach ein Totalausfall. Das Bild wirkt einfach nur flau. Dann doch lieber selbst 45 Minuten auf dem Bild herumschrubben und dann exakt das haben, was man will.

    Aber interessant ist der Test allemal. Danke dafür!

  18. @Robert Finde jainco hat es am besten gemacht . Anmerkung stelle deine Kamera mal um , habe die gleiche . Geh auf neutral bei den Farbeinstellungen . Daher hat es jainco auch in diesem Bereich am besten gemacht .
    Anmerkung an alle User : entwickelt eure Daten je nach Endbearbeitungsprogramm Photoshop (Gimp ist for free – arbeite ich aber nicht mit ) immer in 16 Bit . Somit lassen sich die Tonwerte besser anfassen . Achtet drauf das Tonwerte zwischen 5 und 250 liegen sollten .
    Getty , Corbis , Plainpictures usw. setzen dies Voraus . Es wird immer und immer mehr auf korrekte Tonwerte geachtet + das Farben richtig dargestellt werden ( CMYK Farbraum ) .
    Wenn das alles sitzen sollte , könnt ihr in den 8 Bit Modus gehen .
    Ich kann zur Zeit die Seite von corbis empfehlen , dort gibt es etliche Videos und Anweisungen über dieses Thema .

  19. @reka: Hallo Reka, wie stehts denn mit dem Microstock bei Dir, ich hatte den Eindruck dass Du eher für Macro bist und bei
    F1 einlieferst, hast Du jetzt Bilder im Microstock oder nicht?

  20. @ max : habe mit micro angefangen und habe dort noch einiges drinnen an Altbestand . Habe auch vieles gelöscht weil es einfach keinen Sinn macht Fotos für centbeträge zu verkaufen .
    Für mich läuft macro definitiv besser ( f1 ist schon sehr gut ) Verkäufe zwischen 60 und 600 Euro pro Bildverkauf . Klar die Anforderung an die Bilder ist gestiegen aber letzendlich habe ich weniger Arbeit mit macro da alleine die Verschlagwortung wegfällt und einiges mehr (Vertrieb durch Partner).

  21. @reka: Danke für Antwort, bei den Verkäufen von F1 zwischen 60 und 600 gehe ich mal von dem Umsatz abzüglich Provision aus, und
    dann auf exklusiver Basis?

    Was bringen übrigens die Bilder bei Panther, die verkaufen zum Teil ja auch über Macro Partner, wird das dann als Micro abgerechnet oder zahlen die dann auch den Macro Anstrich?

  22. @max : Panther keine Ahnung , kann Waldhäusel empfehlen .

    Zum Thema Exclusiv , es geht auch non exclusiv nur must du deine Bilder im gleichen Preisniveau verkaufen . Dsa geht schon . Aber exclusiv macht mehr Sinn , alleine wegen der Nachverfolgung der Bildnutzungen .

  23. @reka: Wie ist denn ungefähr dein monatlicher RPI bei f1 Online? Ich finde, das ist eine hilfreichere Kennzahl als die Euro pro Bildverkauf.

  24. @ Robert bin erst seit einem Jahr dabei , habe mit 80 Pics angefangen und bin nun bei 1300 angekommen ( HALB RM HALB RF )….jetzt erstmal ein halbes Jahr warten bis es durch die Partner geht downloads und sales in Rechnung gestellt werden etc. Fakt ist : guter Service aber techn. hohe Anforderungen …

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