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Bilderklau im Internet – Teil 2

Vor zwei Wochen hatte ich im Blog einen Artikel mit dem Titel “Bilderklau im Internet – Strafen oder sein lassen” geschrieben, bei dem die Kommentare nur so einprasselten. Der Tenor der Aussagen: Man muss nicht immer sofort mit dem Anwalt kommen. Sehe ich genauso. Aber reicht eine freundliche Mail?

Folgender Fall:
Ich habe wieder im Internet gesucht, wo meine Fotos benutzt werden. Dafür gibt es verschiedene Methoden, die ich im Artikel “10 Tipps zum Finden der eigenen Fotos” beschrieben habe. Diesmal wurde ich wieder fündig, aber auf einem anderen Weg.

In den Logdateien meiner Webseite verzeichnete ich auffällig viele Besucher von der Social-Networking-Webseite www.jappy.de. Ich habe mir die Webseite genauer angesehen und gemerkt, dass es dort ein Sport zu sein scheint, Bilder mit ganz vielen anderen Menschen zu tauschen, bzw. diese in den Gästebüchern der Freunde zu zeigen. Leider schert es die meisten überhaupt nicht, ob die Fotos urheberrechtlich geschützt sind oder nicht.

Da gibt es Screenshots von Filmen, kommerzielle Bilder aus Bildagenturen, Fotos von Flickr und eben auch Fotos von anderen Webseiten, zum Beispiel meiner. Innerhalb einiger Minuten habe ich drei meiner Fotos in den Gästebüchern und Foren von jappy.de gefunden. Die meisten der Fotos werden auch nicht kopiert, sondern per Hotlinking eingefügt. Das führt neben der Urheberrechtsverletzung noch zu zusätzlichem Traffic bei den Originalseiten, von wo die Fotos kommen, für den die Betreiber meist Geld zahlen müssen. Sie werden damit also doppelt geschädigt.

Weil das bei jappy.de keine einmaligen Ausrutscher sind, weil die Bilder als Hotlink genutzt werden und weil mehrere meiner Bilder betroffen waren, wollte ich nicht nur eine nette Mail schreiben, sondern mich für meine Arbeitszeit, in der ich die Bilder suchen musste, entschädigen lassen.

Immerhin: jappy.de hat eine gut findbare eigene Emailadresse für Rechtsverletzungen und ich bekam innerhalb einer Stunde Antwort von der Rechtsabteilung. Der Mitarbeiter teile mir mit, dass die betreffenden User informiert wurden und sich bei mir melden sollen.

Stillleben mit Obst

Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf von der Frau, die eins der Bilder geklaut hatte. Es handelt sich um ein Obstfoto, was bei einer Google Images-Suche nach “Obst” relativ weit vorne auftaucht. Das Obstfoto sieht vielleicht “dahingeworfen” aus, erforderte aber einen sorgfältigen Aufbau und Obst im Wert von über 30 Euro.

Die Dame argumentierte nach diesem Muster:
- das sei total üblich bei Jappy
- das Bild habe sie nicht von mir, sondern das gab es bei Google
- sie wusste nicht, dass das verboten sei
- wenn das bei Google angezeigt wird, muss das doch kostenlos sein

Nach einer Weile sah sie ein, dass ihre Handlung nicht rechtens war. Ich bot ihr schlicht an, das Foto in der kleinsten Web-Auflösung nachträglich über meine Bildagentur zu lizenzieren und fertig. Fand ich fair. Kostenpunkt: 20 Euro. (Ja, da hat sie etwas Pech gehabt: Andere Fotos von mir werden auch für 5 Euro in der Web-Auflösung angeboten bzw. sehr ähnliche Obst-Fotos gäbe es als Microstock-Fotos auch für 1 Euro, aber das betreffende Foto wird von mir ausschließlich über eine etwas teurere Agentur vertrieben).

Daraufhin meinte sie zu mir, dass das doch nicht mein Geschäftsmodell sein könne, die Leute über Google zu meinen Fotos zu locken und dann Geld zu kassieren. Da war ich baff. Ich erinnerte sie daran, dass ich erstens niemanden gezwungen habe, mein Foto ohne meine Erlaubnis zu kopieren und zweitens sowohl im Foto selbst als auch auf der Seite, wo mein Foto gezeigt wird, deutlich ein Copyright-Zeichen zu sehen ist, was mich als Urheber des Fotos ausweist. Mit allen dazugehören Rechten, wie bei der Nutzung Geld zu verlangen.

Ich erinnerte auch daran, dass ich mit meiner Mail ihr Anwaltskosten in Höhe von mehreren hundert Euro sparen würde. Aber statt Dankbarkeit erntete ich Wut. Finde ich ehrlich gesagt verständlich, aber was soll ich machen? Alles ignorieren? Meine Zeit dafür opfern, nette Emails an die Bilderdiebe zu schreiben, ohne dafür entschädigt zu werden? Was meint ihr dazu? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

Ich habe mich für die Variante “nette Mail plus Rechnung” entschieden. Die 20 Euro wurden bezahlt. Eine regelmäßige Bildkäuferin wird die Frau sicher trotzdem nicht werden. Der Kontakt zu den zwei anderen Usern steht noch aus.

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77 Kommentare zu Bilderklau im Internet – Teil 2

  • Hallo Herr Kneschke,

    ein interessanter Beitrag! Habe seit 2 Wochen auch “extrem” viele Zugriffe, in dem Fall eine andere Community, www33.vec-community. Ob Bilder dort geladen sind sieht man nicht direkt, da nur über Einwahl möglich. Was tun??

    Schöne Grüße Robert

  • Gerade mit Hotlinking kann man wundervoll seinen Schabernack treiben – wenn man sich mit HTACCESS auskennt, sogar ohne die normalen Links zu beeinträchtigen. :)

    Aber generell ist es schon sehr ärgerlich, vor allem wenn man nur die Suchmaschine bei FlickR benutzen müsste, um frei verwendbare Bilder zu finden – die vielleicht nicht ganz so gut sind, aber den Zweck erfüllen.

  • @Robert: Wenn die Community kostenlos ist, einfach eine neue Emailadresse nehmen (Yahoo, GMX, Web.de oder wie sie alle heißen) und sich anmelden. Dann siehst Du auch, wie die Fotos genutzt werden.

  • Ich hatte in deinem letzten Beitrag ja schonmal was zu Hotlinking geschrieben.
    Ich beobachte meine Referrer-Logs regelmäßig und nehme auffällige Seiten (mit Jappy hatte ich auch schon zu tun) einfach auf eine Sperrliste auf. Diese bekommen dann zukünftig ein Bild mit Copyright-Hinweis angezeigt statt dem eigentlich verlinkten Foto.
    Wenn man es aber mit so verstockten Leuten wie dieser Dame zu tun hat, sorry, dann würde ich glaub ich auch mal die juristische Keule auspacken ;-)

  • Jo – auch hier bei mir ein Problem. Das knifflige an der Sache ist es, dass viele Seiten aus diesem “Hotlink-Communities” nicht direkt aufrufbar sind, weil man sich erst einloggen muss.

    Dann müsste man vom Betreiber immer erst Auskunft fordern. Das macht die Sache wirklich kompliziert.

    Bei direkt-verlinkten Bildern aus dem Blog habe ich bisweilen so verfahren, dass ich die direkt verlinkte Bilddatei durch einen Platzhalter mit dem Text “Bilderklau im Internet kann teuer werden!” o.ä. ersetzt habe. Hat bislang immer gewirkt.

    Generell ist das aber wirklich sehr ärgerlich wegen des teilweise immensen traffic, der da sinnlos und ohne Gegenwert produziert wird…

  • Wenn eine Firma eines meiner Bilder kauft und für eine Webseite verwendet, dann ist ja (nicht wie in deinem Fall) kein Copyright-Wasserzeichen drauf. Und dieses bereits gekaufte Bild kann doch eigentlich jeder verwenden, ohne dass ich als Fotograf je dahinter kommen würde, oder?

  • Bei der “Dame” hätte ich tatsächlich auch die juristische Keule rausgeholt. Das hätte zur Folge gehabt, dass sie sich bei jappy.de tierisch aufgeregt hätte, aber alle anderen wären vielleicht daraufhin etwas vorsichtiger.

    Bisher hatte ich etwas Glück, was Bildklau angeht, aber ganz ausschliessen kann ich das auch nicht. Allerdings suche ich auch nicht ständig gezielt danach.

  • siehst du robert, das mache ich jetzt schon seit jahren mit…bilderklau und keiner fühlt sich schuldig, kommst du mit schmusekurs wirst du ausgelacht.

    aus diesem grunde nur noch rechtsanwalt, als verdi mitglied kostet der mich keinen cent und bis jetzt haben die jedesmal gezahlt.

    ach ja….zwischen 600 – 1000 euro sind das pro bild, dazu kommen noch die anwaltskosten.

    in diesem sinne

  • Wie findet man dort seine eigenen Fotos? Einfach rumgeblättert, oder auf Grund der Referer?

  • Ach ja, nochwas. Ich finde es schon bemerkenswert, dass es so Foren oder so was gibt, die quasi dafür bekannt sind. Es wäre schön, die Betreiber würden etwas mehr dafür tun. z.B generell keine verlinkten Fotos verwenden lassen, nur Hochladen und da riesige Disclaimer einblenden, auf denen man anhaken muss, dass man ganz sicher alle Rechte an dem Bild hat und es nicht einfach in Goggle gesucht hat.
    (Zumal bei Google doch extra fett steht, dass diese Bilder NICHT rechtefrei sind, und man als Bilderanbieter man ja auch letzten Endes nichts dafür kann, dass die bei Google weit oben sind.)
    Als jemand, der sich nur hobbymäßig damit beschäftigt, komme ich dem ganzen Suchen aber irgendwie nicht hinterher.

  • @Joachim: Ja, wie im Artikel beschrieben habe ich es dieses Mal mit den Referer-Links in den Web-Logdateien gefunden. Das letzte Mal hatte ich ein Fotokollege darauf aufmerksam gemacht.

  • Hmmmm .. ich bin da ein wenig anderer Meinung. Natürlich muss man gegen ‘profimäßigen’ Klau der eigenen Bilder vorgehen – aber in Fällen wie Yappi & Co. kann man nicht von einer gewerblichen Nutzung ausgehen. Ich würde das eher als kostenlose Werbung verbuchen. Die Traffickosten sind doch eher im Centbereich anzusiedeln.

    In diesem Zusammenhang sei auf das neueste Marketingunterfangen von Crestock hingewiesen, bei dem die Nutzer von WordPress die Bilder von Crestock in Webauflösung nutzen können (sofern der Fotograf dem zugestimmt hat). Das soll ja in einer Woche starten – Yappi ist also seiner Zeit nur ein wenig voraus …

  • jappy.de ist mir auch schon seit einiger Zeit ein Dorn im Auge!
    Ich vertreibe meine Bilder zwar nicht bei Stockagenturen und verdiene auch kein Geld damit, dennoch gefällt mir dieser Grundgedanke nicht, dass einfach irgendwo meine Bilder verwendet werden.

    Eine zeitlang habe ich einfach die hotgelinkten Bilder durch schmuddelbilder oder eben peinliche Sachen mit gleichem Dateinamen ausgetauscht, dann haben diese natürlich in den Gästebüchern dort geprangert. War auch eine Weile ganz witzig, ist aber zu viel Arbeit auf Dauer.

    Auch diesmal warst Du wieder sehr fair, was die “Bilderdiebin” aber sicher anders sehen wird.

  • Das Problem kenne ich auch. Allerdings löse ich zumindest das Hotlinkingproblem mittlerweile durch eine entsprechend angepasst .htaccess, die Links von aussen komplett verbietet und stattdessen ein Hinweisbild ausliefert.

  • @Kabrett: Der Unterschied zwischen Jappy und Crestock ist aber, dass es bei Crestock erstens freiwillig ist, zweitens die Teilnehmer finanziell belohnt werden und drittens auch der Name genannt und auf die Agenturwebseite verwiesen werden muss.

  • Hallo Robert,

    habe den Versuch gemacht mich auf dieser Seite einzuwählen und “Bilder” zu finden.
    Ergebnis keines! Jeder User hat fast hunderte Bilder, die alle zu durchsuchen hat keinen Sinn.
    Auch von Jappy gibt es Zugriffe!

    Gruss Robert

  • @Robert: Ja, etwas Sucharbeit ist leider schon noch dabei.

  • Kallex

    Ich habe es mittlerweile aufgegeben freundlich zu sein und lasse generell eine Abmahnung per Anwalt senden. Das kostet den Dieb in der Regel zwischen 600 und 800 Euro. Manche unverbesserliche erheben Einspruch und landen dann vor Gericht wo es dann dreimal so teuer wird. Ich habe bisher jeden Fall gewonnen der die Rechtslage klar ist.

  • Trophy

    Das Thema Bilderklau ist bei Ebay sehr verbreitet. Einige Geschädigte haben dann freundliche Emails an diese “Bilderdiebe” gesendet. Mit dem Ergebnis das der Geschädigte ausgelacht wurde. Auch eine Androhung auf eine rechtliche Auseinandersetzung haben nichts gebracht. Auf Grund dessen wurden dann alle erwischten Bilderdiebe per Anwalt abgemahnt und dies hat dann bei den Erwischten so eine Art erzieherische Maßnahme bewirkt.

  • Merellan

    Naja, dazu sag ich nur ‘Welcome to hard life’^^
    Ich denke schon, dass du richtig gehandelt hast… Bin gespannt ob sich die anderen überhaupt melden… hat die erste sich relativ freiwillig gemeldet?^^

    Ich denke letztendlich geht es bei dem Bilder suchen auch nicht um die paar Euros, sondern ich finde es ist wichtig Zeichen zu setzen… Dafür sollte auch einem ein bisschen Zeit nicht zu schade sein.
    Währet den Anfängen… Je früher man agiert, desto mehr kann man den Bilderklau unterbinden. Ich denke, es ist genau wie bei einer Gehaltskürzung (kennt man ja bei Fotojournalisten schon^^) … Wer sich nicht am Anfang dagegen wehrt, bekommt letztendlich immer weniger.

    MfG
    Mere

  • Guido

    Die Dame war vielleicht so empfindlich, weil es tatsächlich mal jemand gab, der es darauf angelegt hat, sich Lebensmittelfotos klauen zu lassen, um durch nachträgliche Lizenzierungen und Abmahnungen dick Kasse zu machen:
    http://www.heise.de/ct/Online-Fotos-abgemahnt–/artikel/126159

    Von Jappy habe ich noch nie etwas gehört. Ich habe gerade mal mein Logfile für September durchgeschaut. Bingo, Bilder von mir sind in mindestens 7 Jappy-Gästebüchern. Ich veröffentliche nur Reisebilder (Tiere, Namibia, Botswana, etc.), mit denen ich kein Geld verdienen will. Insofern kein großes Drama. Aber formal werden die Lizenzbedingungen (Creative Commons NCBYSA) auch nicht eingehalten. Davon abgesehen: Wofür ist dieses Jappy eigentlich gut? Um tausende kitschige Bilder als Gästebucheintrag zu bekommen? Gerade angemeldet und 10 Minuten später schon 5 kitschige Bilder von unbekannten Personen in meinem Gästebuch? Welchen Sinn macht das? Wahrscheinlich bin ich zu alt, um das zu begreifen.

    Sehr lustig ein Satz aus der Selbstbeschreibung von Jappy: “Alles, was bei Jappy auftaucht, stammt von der Jappy-Gemeinde selbst. “

  • Man kann in der .htaccess auch den Zugriff von bestimmten Seiten verbieten. Das finde ich etwas besser, da ich nicht pauschal jeder Seite versagen möchte Bilder abzurufen. Grad im webbasierten RSS-Reader macht das keinen guten Eindruck.

    Meiner Meinung nach müssten die Betreiber solcher Plattformen zu Verantwortung gezogen werden, da sie die Urheberrechtsverletzung wissend dulden bzw. dies durch entsprechende Funktionalitäten möglich machen.

  • pgs

    Ach ja, jappy.de…

    Manche Leute wissen es halt nicht besser. Sicher, Unwissenheit schützt nicht vor Strafe, aber bei irgendwelchen Teenies kommt von mir auch erst mal eine Ermahnung. Sauer und eventuell teuer werde ich aber, wenn die Leute nicht nur dumm, sondern auch dreist sind und anfange, herumzupöbeln.

  • Anja Kolberg

    Hallo Robert,

    ich lese deinen RSS-Feed schon einige Wochen. Du machst eine tolle Arbeit – danke dafür!

    Ich schätze 95% der Surfer kennen sich nicht mit dem Urheberrecht aus und kopieren alles, was sich kopieren lässt, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. Das schützt (leider) vor Strafe nicht. Wobei du wirklich sehr Userfreundlich gewesen bist und es als Warnschuss zu verstehen ist. Wie ein Knöllchen wegen falsch Parkens.

    Wenn alle wüssten – in verständlichen, einfachen Worten – wie die Rechtslage ist, dann wäre der Missbrauch geringer. So wie es sich inzwischen schon rumgesprochen hat, dass es nicht erlaubt ist, Film-DVDs zu kopieren oder runterzuladen.

    Deutsche Gesetzestexte sind kompliziert, schnell ist was falsch gemacht und eine Abmahnung im Briefkasten, davon gibt es ja genügend Fälle für Unternehmer (Widerrufsrecht, Verpackungsverordnung…). Unter diesem Gesichtspunkt finde ich einen Warnschuss (Brief + 20 Euro “Strafe”) sehr human! Ich wünschte, das würde sich auch bei anderen Verstößen statt einer Abmahnung durchsetzen. Warnschuss. Fertig. Bei nochmaligem Verstoß darfs dann auch die Abmahnung sein. Natürlich bin ich dafür, dass entstandene Nutzung entgolten wird, insbesondere von kommerziellen Nutzern.

    Zum Thema Urheberrecht gibt es viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Die ist anstrengend, eben weil es zu viele Unwissende gibt und die erst mal nicht verstehen, warum es denn nicht erlaubt ist, einfach ein Bild zu kopieren… oder den Text einer Webseite… oder eine E-Card…

    Ich habe den Textklau meines Dienstleistungsangebotes von einer Juristin (!) aus der Schweiz, kopieren meiner Skizzen von anderen Urhebern (!) bis zum Einfügen meiner E-Cards in großen Userforen schon erlebt und finde so was ziemlich anstrengend. Die Juristin regte sich auf, sie hätte doch einige Wörter verändert, es wäre gar nicht 1:1 (sie hatte sogar einen Tippfehler übernommen), die Skizzen-Diebin meinte, ich solle mich doch nicht so anstellen und die User in großen Communities: Da habe ich es aufgegeben. Bei letzteren bin ich der Meinung muss der Betreiber, der damit sein Geld verdient (und das tun sie), Aufklärungsarbeit leisten und auf die Einhaltung von Urheberrechten achten. Ich finde, die dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen.

    Ich freue mich weiterhin auf deine Beiträge, Robert!

    Anja

  • Hallo Robert

    So wie diese Dame reagiert hat, wäre es Zeit für den Rechtsanwalt gewesen.

  • Q

    Durch diesen Beitrag hab ich auch ein Foto von mir bei diesem Jappy.de gefunden… Man sollte sich öfter mal die Referrer ansehen…
    Allerdings stört mich das bei diesem einen Bild gerade nicht, weil ich mit dem sowieso nicht so zufrieden war :)

  • Tja :) Jappy irgendwann mal eine nette Kontaktseite, dann haben die 13jährigen das Internet gefunden, da bin ich echt froh das ich keine “Kitsch”Bilder von Pferden etc oben habe …ISt aber auch ein lästiges Problem in anderen Communities, da denkt man ein Kumpel hat geschrieben und was ist es ein lästiger Gaul vor Sonnenaufgang. Hallo, ihr 12 Jährigen Mädels .. nein der ist nicht süß. Als Fotograph finde ich es nur schlimm aber ok, wenn jetzt jedes Mädel und jeder der nix besseres zu tun hat abgemahnt werden soll .. naja

  • Hallo Robert,

    inzwischen habe ich Antworten von den Betreibern bekommen, die nun diese Links löschen. Ansonsten sind sie ein bisschen empört, wegen Anwalt und so…

    Auf diesen Seiten kann man auch noch Bilder finden:
    zdrivers.iphpbb3.com/forum/index.php?nxu=78638741nx16867
    de.sevenload.com/bigbrother/forum/new/post/y2Z0bbU/Tr9kvlb

    Glaube bei einem Link muss man sich anmelden??

    Also momentan gibt es genug Zugriffe auf meine Webseite!

    Gruß Robert

  • Andreas

    Hier wird häufig die “juristische Keule” erwähnt, seien wir aber mal ehrlich: wie viele Menschen auf Jappy.de bekommen davon Wind? Ich denke Anja hat Recht, dass die Leute sich der Tragweite ihres Handelns kaum bewusst sind. Auch stellt sich die Frage, was für eine Satisfaktion man erhält, wenn man 14jährige abmahnt. Mal ganz abgesehen von derdafür aufgewandten Zeit.
    Die Problematik ist doch vielmehr die selbe, wie die Versuche der Platten- und Softwareindustrie das Anfertigen von Raubkopien durch drakonische Maßnahmen zu unterbinden. Die Kosten für die Kampagnen verschlingen horrende Summen, der Erfolg ist fragwürdig und am Unrechtsbewußtsein ändert sich ebenfalls kaum etwas.

    Folglich muss der Prophet doch zum Berg kommen, wenn es umgekehrt nicht funktioniert, sprich: man muss sich überlegen, wie man sein Geschäftsmodell anders konzeptioniert und ob es sinnvoll ist seine Bilder in hoher Auflösung und in frei zugänglichen Bereichen im Netz zu platzieren.

  • @Meine Bilder wirst Du nirgendwo in hoher Auflösung im Netz finden. Und die kleinen Versionen reichen den Dieben ja. Und zeigen? Na ja, irgendwie müssen die Bildkäufer ja die Fotos sehen, bevor sie entscheiden, dafür Geld auszugeben.

  • heiko

    Ich habe den Eindruck das “nett” sein zu Bilderdieben reine Zeitverschwendung ist. Die Leute sind in den meisten Fällen nicht blöd und wissen genau was sie tun.
    Eine Anzeige und die Einleitung strafrechtlicher Mittel ist oft das einzigste Mittel was diese Diebe verstehen.
    Alles weitere Diskussion ist fast sinnlos.

  • Andreas

    @heiko Super Idee :) Das ist so,a als ob Du auf eine Ameise treten würdest und Dir dann sagst “der hab ich es aber mal so richtig gezeigt, werden die anderen schon sehen, was sie davon haben”

    @R.Kneschke Dir geht es also ums Prinzip und die nicht vorhandene Einsicht, dass “Recht haben” und “Recht bekommen” zwei unterschiedliche Dinge sind. Denn mal ehrlich: lohnt es sich für Thumbnails den Rechtsweg einzuschlagen? Man ramponiert seine Nerven, seinen Geldbeutel und hat eine der o.g. Ameisen zermalmt – wenn man in der Lage ist sich damit besser zu fühlen, wohl denn, aber ich denke nicht, dass man damit das Problem löst.

  • eckhard

    So ein Quatsch aber auch – Euch Fotografen entgeht in diesen Communities nichts – kein cent!
    Das sind keine Bildkäufer! Und die 20€ ersetzen den Aufwand sicher nicht.
    Nein, das ist ein ganz falscher Ansatz – statt communities zu verschrecken kümmert Euch lieber um Eure Kunden.

  • Volker

    Hallo,

    jetzt mal eine blöde Frage.
    Woran erkenne ich eigentlich, ob ein Foto gekauft ist oder nicht?
    Sagen wir mal, ich habe ein Top-Foto bei Fotolia. Es ist schon 2000 mal verkauft worden und zwar besonders als Web-Bild. Nicht jeder wird einen Coyright-Vermerk unter das Bild schreiben (besonders wenn so ein Bild als Designelement genutzt wird). Ich denke es könnte peinlich werden, wenn jemand angemahnt würde, der eine Lizenz erworben hat.

    Gruß
    Volker

  • @Volker: In der Regel sollte Dir die Bildagentur Auskunft darüber geben können, ob eine bestimmte Nutzung von ihr lizenziert wurde oder nicht. Ist bei mehreren hundert Verkäufen vielleicht aufwändig, aber möglich.
    Bei meinen Fotos erkenne ich das oft daran, dass mein eigenes Copyright-Zeichen auf den Bildern ist, die Fotos also eine Version sind, die nicht über Agenturen gekauft worden sein kann. Außerdem sehe ich manchmal nur Ausschnitte meiner Fotos, wo das Wasserzeichen einer Bildagentur weggeschnitten wurde. Das muss nichts heißen, ist aber prinzipiell verdächtig.

  • die Frau hat tatsächlich für so einen Mist 20 Euro bezahlt ???
    Wer seine Bilder im Internet veröffentlicht der sollte generell alle Rechte an diesen Bilder verlieren !!!

  • Hallo Matthias Kunze, interessante Einstellung, die sie da haben. Die teile ich jedoch nicht.

  • @ M.Kunze:

    Und wer sein Obst auf einen Marktstand legt, sollte seine Rechte am Obst verlieren?
    Ich glaube, die Leute, die gerne Nutzungsrechte und geistiges Eigentum abschaffen wollen, haben noch nicht durch geistige Arbeit Geld verdient.

  • @Chr.Strupp:
    Richtig , ich verdiene mein Geld durch körperliche Arbeit – wobei etwas nachdenken muss ich da auch !
    Habe ja auch nichts dagegen wenn jemand seine Bilder verkauft , besonders in diesem Fall mit dem Obstbild . Nur binn ich der Meinung das Bilder die im Internet frei verfügbar sind durchaus auch für den Privatgebrauch kopiert werden können . Anders ist es natürlich wenn jemand die Bilder für gewerbliche Zwecke nutzt !

    Grüße ,
    m.k.

  • @ M. Kunze
    Warum sollte private Nutzung kostenlos sein? Und was ist “Privatgebrauch” überhaupt? Ist die z.B. die Website eines Vereines privat oder gewerblich? Und wenn der Verein 2000 Mitglieder hat?
    Ich stelle durchaus Bilder kostenlos zur Verfügung – aber ich möchte die verschenken und nicht geklaut bekommen.
    Die Wohnung, die ich privat bewohne, muss ich auch bezahlen.

    Grüße
    CS

  • @Chr.Strupp
    Du neigst ja echt dazu Äpfel mit Birnen zu vergleichen .
    Wenn die Herstellung eines Fotos von Dir in etwa den Wert eines Hauses entspricht und auch die Rproduktion sich in etwa der selben Größenordnung befindet dann wäre der Vergleich wohl angebracht ! Warum Veröffentlichst du eigentlich Deine Bilder im Internet wenn dir doch scheinbar so viel an dem Wert deiner Bilder liegt ?

    Grüße ,
    m.k.

  • @Matthias: Ich mag die Vergleiche von Herstellungspreises aus verschiedenen Gründen nicht so, aber um beim Obst-Bild zu bleiben: Das gezeigte Obst hat mich ca. 20 Euro gekostet, da nicht nur Äpfel und Birnen zu sehen sind, die auch sonst in der Küche liegen würden, sondern auch exotische (ergo teuere) Früchte gezeigt werden. Und die Kamera, die Studiobeleuchtung, die Software für die Nachbearbeitung (Adobe Photoshop kostet ca. 1000 Euro!) etc. sind alles Kostenfaktoren. Warum sollte ich da ein Bild verschenken?

  • > Warum Veröffentlichst du eigentlich Deine Bilder im Internet
    > wenn dir doch scheinbar so viel an dem Wert deiner Bilder liegt ?

    Ja, warum haben Berufsfotografen wohl Websites mit ihren Bildern drauf?

  • Wer seine Bilder bei Mecom auf dem Portal hat, der kann sich eines wunderbaren Werkzeugs bedienen, um seine Bilder im Web ausfindig zu machen. Egal wo. Siehe dazu: http://rothfranz.wordpress.com/2009/04/17/kein-unrechtsbewustsein-mehr/

  • Hallo,
    kann mal jemand eine Anleitung für so eine o.g. .htaccess verlinken?

    Grüße
    JK

  • @Jochen: Eine verständliche Einführung mit Beispielen findest Du hier: http://de.selfhtml.org/servercgi/server/htaccess.htm wichtig vor allem der Abschnitt “IP-Adressen, IP-Bereiche oder Namensadressen zulassen/ausschließen”

  • MM

    > Warum Veröffentlichst du eigentlich Deine Bilder im Internet
    > wenn dir doch scheinbar so viel an dem Wert deiner Bilder
    > liegt ?
    >> Ja, warum haben Berufsfotografen wohl Websites mit ihren
    >> Bildern drauf?

    Wenn Fotografen ihre Bilder potentiellen Kunden zeigen wollen aber keine freie Nutzung wünschen, spricht doch nichts dagegen, einen Bereich einzurichten, der nur nach Anmeldung einsehbar ist und von dem aus auch kein hotlinking möglich ist.
    Wenn jemand seine Bilder absichtlich frei zugänglich macht denke ich, daß er mit einer verlinkten Nutzung rechnen muß (und das beinhaltet auch komerzielle Nutzung).
    Diese Vernetzung von Inhalten ist doch gerade der Grundgedanke des Internet.
    Wer sich über hotlinking beschwert, wenn sogar das Wasserzeichen noch in dem Bild enthalten ist, den kann ich wirklich nicht verstehen – der hat aus meiner Sicht das Medium Internet einfach nicht begriffen und soll dann halt seine Bilder nicht in einem vernetzen Medium öffentlich zugänglich machen.
    Und der Vergleich mit der Musik/Filmindustrie hinkt hier sehr stark, denn diese Firmen haben ihre Sachen nicht frei im Internet zugänglich gemacht, sondern jemand anders hat es getan, im Gegensatz zu dem Fotografen, der es selber getan hat.

  • Andreas

    @Chr. Strupp “Und wer sein Obst auf einen Marktstand legt, sollte seine Rechte am Obst verlieren?”

    Das mag wohl richtig sein, dasss diese Aussage so nicht haltbar ist, jedoch möchtet Ihr (wenn wir schon bei Metaphern sind), dafür, dass Ihr Euer Obst unbewacht am eigenen Stand liegen lasst, den “Standbetreiber” eines anderen Obststandes, bei dem der Dieb viel lieber verweilt, haftbar machen, anstatt Euch darauf zu fokussieren, wer den Urheberrechtsverstoß und den Diebstahl eigentlich begeht. Nicht die Plattform, sondern der Nutzer. Da Ihr aber nicht gegen Nutzer vorgehen wollt und könnt, sucht man sich ein anderes “Opfer”. Dieses ist ja als Monopolist auch viel einfacher und gefahrloser anzugreifen, weshalb es sich ja auch besser und lauter schimpfen lässt.

    Dass Ihr mit dieser Art der Kritik aber auch solchen Unternehmen und damit dem hier so hochgehaltenen geistigen Eigentum anderer wirtschaftlichen Schaden zufügt, wird komplett außer Acht gelassen. Wie Versicherungsbetrug “die sind ja groß und stecken das weg”. Der Zweck heiligt die Mittel, und es ist ein legitimier Zweck, weil es ja der Selbstzweck ist :) Toll! :)

    @R. Kneschke Ich habe selbst mehrfach die Erfahrung mit Internetusern gemacht, die sich der Illegalität ihres Verhaltens nicht bewußt sind und sogar meinen mit dem Argument, dass es ja schließlich alle täten, im Recht zu sein. Über so viel Naivität schmunzeln wir hier in dieser Runde bzw. findes es eigentlich eher erschreckend.
    Gleiches gilt jedoch auch für die Blauäugigkeit von Anbietern urherbrechtlich geschützter Werke, über die wir uns hier seltsamer Weise nicht wundern. Ich kann meinen Obststand nachts nicht unbewacht stehen lassen und erwarten am nächsten morgen die gleiche Anzahl Äpfel wiederzufinden, wie am Vortag. So fuktioniert diese Welt leider nicht. Jeder ist VERPFLICHTET sich um seine eigenen Pfründe zu kümmern. Wir wissen aus dem Alltag, dass uns keiner was schenkt, warum also hier nicht?

    Daher ist die Einbindung in die htaccess meines Erachtens der einzig gangbare Weg, wenn man nur “ein bisschen” zeigen will, aber Angst vor dem Traffic hat :)

  • Hmm … ich versteh die Diskussion hier nicht wirklich. Ich finde alle Mittel ok. Man muss sich als Bildanbieter die Methoden raussuchen, die für einen selbst einen vertretbaren Aufwand bedeuten und dann auch effektiv sind.

    Technisch kann man viel machen: Hotlinking kann man durch oben genanntes Verfahren per .htaccess verhindern. Dann kann man Bildern noch Wasserzeichen verpassen, mit der richtigen Software sogar automatisch. Damit ist das Bild aber noch runter ladbar. Aber auch das kann man unterbinden, wenn man einen Flashfilm her nimmt, der keine Bilder enthält sondern Bilder vom Server nachlädt. Die unbedarften User dürfte das schon mal vor eine Hürde stellen. Gewieftere Nutzer lauschen am http traffic mit und wissen dann, woher der Flash Film seine Bilder bekommt. Das könnte aber zum Beispiel ein PHP Script sein. Und um die Kommunikation sicher zu machen, könnte zwischen Flash Film und PHP Script ein Verschlüsselungsverfahren zum Einsatz kommen. Dann weiß der potentielle Bilderdieb zwar, woher das Bild theoretisch kommt, kann aber dennoch keins abrufen, weil er die Verschlüsselung nicht kennt.

    Wenn darüber hinaus noch Bilder im Netz auftauchen, hat der Fotograf meiner Meinung nach natürlich das Recht dagegen vorzugehen. Er hat das Recht wirklich und daran gibts nichts zu rütteln, selbst wenn die kostenlos Mentalität da was anderes sagt. Das Recht besteht aber auch wenn die technischen Maßnahmen nicht ergriffen werden.

    Um beim Äpfeldiebstahl zu bleiben: wenn jemand auf mein Grundstück kommt, die Hürde ist niedrig (Mauer = aufrufen der Website) und dann Äpfel stiehlt, begeht dennoch Diebstahl. Da kann man nicht dran rütteln. Jetzt ist einfach nur noch die Frage zu klären, wie kulant man ist. Und das muss jeder Fotograf für sich selber entscheiden.

  • Stefan Frank

    Hi,
    bei jappy ist das Publikum das Problem.
    Teilweise völlig schmerz und denkbefreit.
    Wenn Du deine Fototasche 5m neben dir abstellst würden die die auch mitnehmen.
    “Na die stand da, die gehört doch keinem!”

    Sicherlich ärgerlich, per Anwalt kann man vorgehen und sich nachträglich bezahlen lassen.
    Aber generell wird man die Nutzer solcher communities nicht erzogen bekommen.

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